Bereits im zarten Alter von fünf Jahren hatte Jonas seinen ersten PC und hat glücklicherweise noch die Zeit von Kassetten, CDs und Disketten miterlebt. Seitdem hat ihn Technik und der Spaß an Gadgets nicht mehr losgelassen. Angefangen hat er 2023 als Volontär bei TechStage, das 2024 in heise bestenlisten übergegangen ist. Seit 2025 ist er dort nun fest als Redakteur im Team tätig und allen voran Experte für Mini-PCs. Weiterhin testet er für allerlei PC-Zubehör, Saugroboter, Ladegeräte und Powerbanks. Privat ist er Vielleser, Bahn-Nerd und Musikliebhaber, wobei sein Musikgeschmack so vielfältig ist wie er selbst.
Der Geekom Mini IT13 in der 2025-Edition gehört zu den Premium-Mini-PCs mit Intel-CPU. Wie er sich schlägt, zeigt dieser Testbericht.
Der Geekom Mini IT13 verfügt in der 2025-Edition über einen Top-Intel-Prozessor der 13. Generation – den Intel Core i9-13900HK. Dazu gibt es bis zu 2 TB an SSD-Speicher sowie 16 oder 32 GB Arbeitsspeicher (RAM). Der Geekom IT13 2025-Edition ist beim Hersteller für 704 Euro (Code: TechstageIT1325) verfügbar.
Den Mini-PC haben wir von Geekom zur Verfügung gestellt bekommen. Der ursprüngliche Test erschien am 24. November 2023. Am 12. Juni 2025 haben wir den Artikel auf die neue 2025-Edition des IT13 umgearbeitet, da es die alte Variante nun nicht mehr gibt.
Der Geekom Mini IT13 war ursprünglich mit einem Intel Core i9-13900H verfügbar. Die neue 2025-Edition des Mini-PCs kommt jetzt mit dem gleich alten i9-13900HK aus 2023, der sich im Wesentlichen durch seine bessere Übertaktbarkeit vom 13900H unterscheidet. Die restlichen Specs lesen sich allerdings identisch. Der Chip setzt bei 14 Kernen und 20 Threads auf einen Aufbau aus Effizienz-Kernen (E) und Performance-Kernen (P), was Intel auch als bigLittle-Architektur bezeichnet. Es gibt acht Intel-Gracemont-E-Kerne und 6 Intel-Golden-Cove-P-Kerne. Dabei erreichen nur die P-Kerne den angegebenen maximalen Boost-Takt des i9-13900HK von bis zu 5,4 GHz, die E-Kerne sind bei 4,1 GHz zugunsten der Effizienz abgeriegelt. Zudem sind nur die sechs P-Kerne mit Hyperthreading ausgestattet, also in zwei Threads pro Kern aufgeteilt, woraus sich die Gesamtzahl von 20 Threads erklärt. Der Basistakt der CPU liegt bei 1,9 GHz, die TDP (thermische Verlustleistung) ist mit 45 Watt angegeben. Die Herstellungstechnologie ist der 10-nm-Prozess, die CPU-Serie trägt den Codenamen Raptor-Lake-H.
Als Grafikeinheit kommt die integrierte Iris XE Graphics G7 96 EUs, wobei die Angabe der EUs im Produktnamen sich auf die Zahl der entsprechend abgekürzten Ausführungseinheiten (Englisch: Execution Units) bezieht.
Unsere Testausstattung verfügt über 32 GB RAM im Dual-Channel, die verwendeten SODIMM-Module arbeiten aber nur nach DDR4-Standard – obwohl der Oberklasse-Prozessor auch DDR5 könnte. Das ist für den hohen aufgerufenen Preis nicht nachvollziehbar und ein kleines Manko, denn der schnellere RAM würde die Leistung des Mini-PCs noch einmal verbessern können. Allerdings wäre das bei der täglichen Arbeit kaum bemerkbar. Immerhin: Wer mehr Arbeitsspeicher benötigt, kann diesen auf bis zu 64 GB erhöhen, da es sich um Steckplätze und keinen verlöteten RAM handelt.
Als Hauptdatenspeicher kommt eine 1 TB große M.2-NVMe-SSD von Kingston zum Einsatz, die bei Crystaldiskmark mit ordentlicher Geschwindigkeit punktet. Die erzielte Schreibrate liegt bei 3164 MB/s, die Lesegeschwindigkeit beträgt 4009 MB/s.
Löblich sind die beiden USB4-Schnittstellen, die bis zu 40 GBIt/s bieten. Damit ist der Anschluss einer externen Grafikkarte möglich. An der Seite ist noch eine Schnittstelle für ein Kensington-Schloss zu finden sowie ein SD-Karten-Anschluss. Für Drahtlosverbindungen kommt der Chipsatz Mediatek MT7922 mit Wi-Fi 6E sowie Bluetooth 5.2 zum Einsatz – soweit so unverändert zur vorherigen Version.
Windows 11 Pro ist vorinstalliert und auch alle Treiber sind auf dem System zu finden. Da wie immer bei Geekom kein Datenträger beigelegt ist, ist es sinnvoll, sich nach der Einrichtung des Betriebssystems alle Treiber für den Computer bei Geekom herunterzuladen.
Bei PC Mark 10 kommt das der Geekom IT13 in der 2025-Edition mit i9-13900HK auf eine Punktzahl von durchschnittlich 5981 Punkten (6023 Punkte im Median). Mit dem vorherigen Intel Core i9-13900H haben wir interessanterweise eine höhere Zahl mit 6234 Punkten erreicht. Die erreichte Punktzahl ist in jedem Fall erschreckend niedrig und liegt auf dem Niveau von Ryzen-Mini-PCs im Preisfeld zwischen 250 und 400 Euro – also Modellen, die mehr oder weniger nur halb so viel kosten, wie der IT13.
Weiter geht es mit 3Dmark Time Spy, wo das System auf 1800 Punkte kommt, die sich aus 1577 Grafik-Punkten und 9139 CPU-Punkten zusammensetzen. Hier enttäuscht für den Preisbereich über 600 Euro vor allem die Leistung der integrierten Grafik, die Geräte mit AMD-Ryzen sind hier beträchtlich besser. Die CPU-Leistung haben wir mittels Cinebench 2024 genauer überprüft, wobei wir im Single-Core einen anständigen Score von 101 Punkten und im Multi-Core 705 Punkte bekommen. Dennoch: Auch hier ist AMD bereits unter 600 Euro besser oder wenigstens auf Augenhöhe, etwa der Minisforum UM870 Slim (Testbericht) und sogar der unter 400 Euro kostende Minisforum UM760 Slim (Testbericht). Das bestätigt auch das für sich genommen ordentliche Ergebnis bei Geekbench 6, das im Single-Core bei 2351 Punkten und im Multi-Core bei 10.396 Punkten liegt, der OpenCL-Grafiktest erreicht 15.208 Punkte. Das weiß AMD jedoch ebenfalls zu übertrumpfen.
Gaming klappt, sofern man die Ansprüche reduziert – vornehmlich sprechen wir hier von weniger anspruchsvollen Spielen, wie Fortnite oder Minecraft. Die eingesetzte integrierte Grafik stellt klar eine Bremse für das System dar, gerade was High-End-Einstellungen bei Spielen betrifft. Im Test bringen wir in Full-HD bei niedrigen Grafikoptionen immerhin Counter Strike 2 zum Laufen, die Framerate liegt so bei brauchbaren 60 bis 70 FPS. Allerdings nehmen wir immer wieder den Spielfluss störende Framedrops und Ruckler wahr, die einen Ego-Shooter zunehmend unspielbar machen. Höhere Grafikoptionen laufen nur bei unter 30 FPS und sind in jedem Fall nicht spielbar.
Das ursprüngliche Testgerät mit i9-13900H hatte zum Testzeitpunkt am 24. November 2023 mit starken Lautstärkeproblemen zu kämpfen, der Lüfter war laut und ständig aktiv. Dieses Problem zog sich durch nahezu alle Mini-PCs von Geekom. Damals hat der Hersteller ein Firmware-Update bereitgestellt, das die Probleme löste, wie wir in der nachträglichen Überprüfung feststellen konnten. Die 2025-Edition weist dieses Problem nun von vornherein nicht auf und bleibt angenehm leise bei geringer Last, der Lüfter ist nicht hörbar. Nur wer das Ohr an das Gehäuse des Mini-PCs legt, kann ein leichtes Rauschen vernehmen. Lasten wir den Mini IT13 stärker aus, steigt die Lautstärke kurzzeitig auf mitunter 44 dB(A) am Gehäuse und 27 dB(A) aus einem Meter Entfernung, pendelt sich dann aber bei 38 dB(A) ein.
Der gemessene Verbrauch liegt ohne Last bei 15 bis 18 Watt, bei Volllast bei 59 Watt. Der CPU-Takt unter Last bleibt zu Beginn bei 2,9 bis 3,0 GHz, fällt dann aber auf mitunter 1,9 GHz ab, wobei die P-Cores höher bei 2,1 GHz stehen bleiben. Auffällig ist, dass das Auslesen von detaillierten Informationen oder Betriebsdaten rund um den Mini-PC mit Aida64 beim Geekom Mini IT13 stark erschwert ist. So können wir nicht auf Temperaturdaten auslesen oder Informationen zu den RAM- und SSD-Herstellern einsehen. Unter unseren bisher getesteten Mini-PCs war dies beim überwiegenden Teil der Modelle problemlos möglich. Erst HWMonitor kann hier mehr Auskunft geben – ungewöhnlich. So sehen wir, dass die CPU bei Last direkt bei etwa 80 Grad einsteigt und kurzzeitig auf bis zu 93 Grad springt. Das ist im Vergleich schon sehr hoch, die Kühlung scheint mit der starken Wärmeentwicklung des i9 überfordert. Vermutlich ist das auch der Grund für die schwächere Leistung im Benchmark
Der Geekom Mini IT13 ist in Metallic Blau gehalten, was ihm ein edles Aussehen verleiht. Das quadratische Gehäuse hat seitlich fein gerasterte Öffnungen für die Luftzufuhr und ist hochwertig verarbeitet. Die Abmessungen des Gerätes betragen 117 × 112 × 50 mm. Der Mini-PC wiegt 652 Gramm und lässt sich daher auch recht leicht transportieren. Es gibt leichtere Mini-PCs, diese bieten dafür aber auch nicht diese gute Ausstattung. Wie bei den Vorgängern ist es auch hier möglich, den PC mit der mitgelieferten Vesa-Halterung hinter den Monitor zu schrauben.
Kritik gibt es für die Reparierbarkeit des Systems, die Erreichbarkeit der Hardware im Gehäuseinneren hat deutliche Defizite. So muss man auf zwei Ebenen des Mini-PCs je vier Schrauben lösen und starre Metallklemmen unter dem Deckel nach innen drücken, um die Verankerung einer Metall-Arretierung zu öffnen, in deren Innerem sich die Hardware befindet – also eine Art Hardware-Käfig. Das gestaltet sich nicht nur als aufwendig, sondern auch als großes Risiko: Unserem Blick verborgen geblieben war ein Kabel direkt neben ebenjener Klemme, das am Rahmen des PCs befestigt war. Um an die Hardware zu gelangen, muss man nämlich diese Art Hardware-Käfig aus dem Rahmen herausdrücken. Der ließ sich nur schwergängig aus dem Rahmen ziehen, weshalb wir bei diesem Vorgang das angesprochene Kabel abgerissen haben, da es schlicht nicht zu sehen war. Wer also beabsichtigt, bei seinem Geekom Mini IT13 die Hardware zu warten oder auszutauschen, der muss sich auf vielfaches Geschraube und Gedrücke sowie Kabel an unerwarteten Stellen gefasst machen. Reparierbarkeit: möglich, aber ausbaufähig.
Der Geekom IT13 ist in der 2025-Edition mit i9 bei Geekom für 704 Euro (Code: TechstageIT1325) verfügbar. Auch bei Amazon ist er für 704 Euro (Code: TECHIT1325) zu haben.
Der Mini-PC IT13 von Geekom gehört zu den hochwertigeren Premium-Mini-PCs auf dem Markt. Er hat viele Anschlüsse und eine erstklassige Verarbeitung. Die Leistung des Systems ist für den aufgerufenen Preis aber indiskutabel; AMD-Rechner haben teils für knapp die Hälfte des Preises eine bessere Leistung. Insbesondere die GPU zeigt hier Schwächen, jedoch kann auch der i9 nicht mithalten und hat zudem ein Hitzeproblem. Hier erscheint uns auch die Kühlung des IT13 2025-Editon nach wie vor unterdimensioniert. Kritik erfährt auch die Reparierbarkeit, da die Öffnung des Gehäuses sehr aufwendig ist und die Kabel derart verlegt sind, dass sie leicht abreißen können. Insgesamt können wir den Geekom Mini IT13 zum Preis von 704 Euro auf keinen Fall empfehlen und raten dringend zu Modellen, wie dem Minisforum UM870 Slim (Testbericht). Hier bekommt man mehr Leistung und einen leiseren Betrieb zu einem Bruchteil der Kosten.
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