Thomas Joos ist Autor von mehr als 100 Fachbüchern und tausenden Texten. Er ist erfolgreicher Autor zahlreicher IT-Bücher für Microsoft Press, Addison Wesley, Markt und Technik, Data Becker, Springer-Vieweg und außerdem freiberuflicher Journalist für die Deutsche Presseagentur (dpa) sowie zahlreiche Zeitschriften und Portale. Thomas ist zudem Online-Trainer bei LinkedIn Learning. Mehr Informationen finden sich auf seinem Blog unter thomas-joos.com
Der Mini-PC Miniair 12 von Geekom kann bis zu drei Monitore ansteuern und ist daher ein idealer Begleiter für Homeoffice und Büro. Wie er sich im Detail schlägt, zeigt der Testbericht.
Als Mini-PC werden kleine Computer bezeichnet, die auf Laptop-Prozessoren setzen und bei möglichst geringem Strombedarf eine doch erstaunlich hohe Leistung bieten. Sie bleiben nicht nur recht leise, sondern auch kühl, womit sie den Raum nicht allzu sehr aufheizen. Weil sie so klein sind, kann man sie leicht hinter einem Monitor verstecken und leichter transportieren als die deutlich sperrigeren Laptops. Abhängig von der Ausstattung können sie sogar einen klassischen Desktop-PC vollständig ersetzen.
Ein solcher Mini-PC ist der neue Miniair 12 von Geekom, der auf einem Intel Alder Lake N100 der 12. Generation aufbaut. An Arbeitsspeicher (RAM) gibt es hier 16 GByte, beim SSD-Speicher sind es 512 GByte. Das kleine Kraftpaket bringt daher bei einer winzigen Bauform eine adäquate Leistung, die im Homeoffice einige Jahre ausreichen sollte. Die größten Vorteile des Miniair 12 sind die kleine Bauform, der leise Betrieb und die echt gute Leistung zum fairen Preis von 284 Euro (Rabattcode: GKFH5). Den Mini-PC haben wir von Geekom zur Verfügung gestellt bekommen.
Die Hardwareausstattung kann sich sehen lassen. Das System verfügt über einen Intel Alder Lake N100-Prozessor der 12. Generation. Dieser bietet bei einer maximalen Frequenz von 3,4 GHz und vier Kernen/Threads ausreichend Leistung für standardmäßige Home-Office-Ansprüche.
Dazu kommen 16 GByte Arbeitsspeicher (DDR5-4800 MHz), was wirklich beachtlich ist. Denn viele Mini-PCs setzen noch auf DDR4-RAM, während hier der neue DDR5-Standard zum Einsatz kommt. Durch die hohe Taktung von 4,8 GHz des DDR5-RAMs im Miniair 12 steigert sich vorwiegend die Leistung bei Arbeitsspeicherzugriffen teilweise deutlich. In jedem Fall macht der schnelle Arbeitsspeicher das Gerät zukunftsfähig, sodass der Rechner noch für einige Jahre gut ausreicht. Bei der Ausstattung lässt sich der Mini-PC vermutlich auch mit Windows 12 betreiben, sofern die neue Windows-Version nächstes oder übernächstes Jahr erscheint.
Im Auslieferungszustand kommt der Miniair 12 mit einer 512 GByte großen SSD (M.2 2280 PCIe Gen 3). PCIe 3.0 bietet Datenübertragungsraten von bis zu 3500 MByte/s. Der Speicher lässt sich aber auch einfach erweitern – insgesamt kann man in den kleinen PC bis zu 2 TByte an SSD-Speicher einbauen. Beim RAM gibt es nur einen Steckplatz.
Kommen wir zu den Anschlüssen: Besonders ist der an der Seite untergebrachte SD-Karten-Einschub und die Buchse für ein Kensington-Schloss. Alle Anschlüsse sind durch die kleine Bauform leicht zu erreichen. Vorderseitig befinden sich folgende Anschlüsse:
Auf der Rückseite sind folgende Schnittstellen zu finden:
Auf der linken Seite befindet sich außerdem ein SD-Kartenslot.
Durch die drei Video-Anschlüsse lassen sich bis zu drei Monitore in 4K an den Mini-PC anschließen – wirklich sehr beachtlich, gerade für diese Preisklasse und Gehäusegröße. Leider hat der Mini-PC nur einen LAN-Anschluss, sodass er als Firewall-Appliance für OPNsense, Pfsense oder andere Open Source-Firewalls ausfällt. Für die drahtlose Verbindung setzt Geekom auf Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.2. Super, dass hier neue Standards zum Einsatz kommen.
Wie bei allen Geekom Mini-PCs der aktuellen Baureihe befindet sich Windows 11 Pro vorinstalliert auf der Platte. Die Pro-Varianten von Windows 11 lassen sich problemlos ohne Microsoft-Konto betreiben, das ist bei den Home-Editionen nicht so einfach. Auch wie hier gibt es wie immer keine dazugehörigen Datenträger. Jedoch bekommt man die Installationsdateien für Windows 11 im Falle einer notwendigen Neuinstallation bei Microsoft.
Auch beim Miniair 12 ist überdies der Lizenzcode für Windows nicht mehr auf dem Gehäuse aufgeklebt, sondern nur noch im BIOS hinterlegt – Windows wird direkt automatisch aktiviert, auch bei Neuinstallationen. Wenn man den Produktschlüssel dennoch auslesen möchte, helfen Tools wie der Magical Jelly Bean Keyfinder.
Nach der Einrichtung von Windows 11, die in wenigen Minuten abgeschlossen ist. Auf dem System ist keine Bloatware installiert, sondern Windows 11 Pro ist ohne Zusatz installiert. Geekom bietet für den Rechner 3 Jahre Garantie.
Bei PCmark 10 erreicht das kleine Gerät eine Punktzahl von 3.021 Punkten, was einen nicht umhaut, aber auch kein völliges Desaster ist. Mit diesen Werten reiht sich der Mini-PC ein zwischen Modellen, wie dem Acemagic S1 (Testbericht), Nipogi AK1 Plus (Testbericht) und Nipogi AK1 Pro (Testbericht). Alle eint eine geringe Betriebslautstärke sowie eine solide Performance im Alltag für Büro und Homeoffice. Dabei sind sie außerdem recht sparsam.
Für alle anspruchsvolleren Szenarien aber sind sie nicht brauchbar, was eben für den Geekom Miniair 12 gilt. Gaming, Videoschnitt und unzählige offene Browser-Tabs sollte man also tunlichst vermeiden.
Der Preis des Geekom Mini-PC Miniair 12 liegt bei 284 Euro (Rabattcode: GKFH5). Zum Testzeitpunkt am 15. Dezember 2023 kostete er 249 Euro. Damals wären beide Preise bei dieser Ausstattung sehr annehmbar gewesen. Inzwischen aber gibt es so viel bessere Konkurrenten für teils mehr über 100 Euro weniger, die leise Lüfter haben oder gar passiv gekühlt sind.
Der Geekom Mini-PC Miniair 12 ist ein gut ausgestatteter und preisgünstiger Mini-PC mit einer winzigen Bauform. Er ist vorwiegend für Homeoffice, das Surfen im Internet oder zum Streamen von Daten geeignet.
Einfachere Spiele lassen sich damit nutzen, natürlich aber keine High-End-Games. Auch für anspruchsvollen Videoschnitt ist das Modell nicht geeignet. Generell sind die integrierten Grafikadapter von Mini-PCs in den meisten Fällen keine Grafikwunder, aber für Standardeinsatzgebiete brauchbar. Der Preis war zum Testzeitpunkt sehr konkurrenzfähig, inzwischen holt man über 200 Euro mit dieser Hardware aber niemanden mehr hinter dem Ofen hervor. Zum gleichen Preis von etwa 280 Euro gibt es inzwischen wesentlich stärkere Mini-PCs mit Ryzen 5.
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