Bereits im zarten Alter von fünf Jahren hatte Jonas seinen ersten PC und hat glücklicherweise noch die Zeit von Kassetten, CDs und Disketten miterlebt. Seitdem hat ihn Technik und der Spaß an Gadgets nicht mehr losgelassen. Angefangen hat er 2023 als Volontär bei TechStage, das 2024 in heise bestenlisten übergegangen ist. Seit 2025 ist er dort nun fest als Redakteur im Team tätig und allen voran Experte für Mini-PCs. Weiterhin testet er für allerlei PC-Zubehör, Saugroboter, Ladegeräte und Powerbanks. Privat ist er Vielleser, Bahn-Nerd und Musikliebhaber, wobei sein Musikgeschmack so vielfältig ist wie er selbst.
Der Winnes TK 905 ist ein GPS-Tracker mit optionalem 4G-Modul. Im Test punktet er mit Flexibilität bei der SIM-Karte. Wir zeigen, ob das Nachteile birgt.
Mit dem TK 905 bietet der Hersteller Winnes gleich zwei Versionen an – eine mit 2G und eine mit 4G. Der größte Pluspunkt ist die Wahlfreiheit bei der SIM-Karte. Anders als viele Konkurrenten setzt Winnes nicht auf ein fest integriertes Mobilfunk-Modul mit Abo-Zwang. Stattdessen kann der Nutzer eine beliebige Nano-SIM einlegen und den Anbieter frei wählen. Das spart auf Dauer Kosten und erhöht die Flexibilität. Wir haben den Tracker mit 2G-Modul getestet und verraten, für wen sich der Kauf lohnt.
Optisch macht der Winnes TK 905 eine solide Figur. Das kompakte schwarze Gehäuse ist robust verarbeitet und dank starker Magneten problemlos am Fahrzeug zu befestigen. Mit Schutzklasse IP65 ist der Tracker auch gegen Spritzwasser und Staub gewappnet – perfekt für den rauen Einsatz im Automobil-Bereich.
Einen Schwachpunkt gibt es aber: Zum Laden setzt Winnes wie so viele Hersteller auf einen veralteten Micro-USB-Anschluss. Hier wäre ein zeitgemäßer USB-C-Port wünschenswert gewesen. Immerhin hält der üppige 5000-mAh-Akku sehr lange durch. Im Standby sind laut Hersteller bis zu 90 Tage drin, im normalen Einsatz immer noch 7 bis 15 Tage.
Die Achillesferse des Winnes TK 905 ist die zugehörige App. Sowohl optisch als auch bei der Bedienung wirkt sie altbacken und wenig intuitiv. Auch die deutsche Übersetzung hapert an vielen Stellen und die billig wirkende Optik schmälert die Benutzerfreundlichkeit. Immerhin sind aber alle Kernfunktionen wie Live-Tracking, Geofencing und Routenaufzeichnung zuverlässig nutzbar. Auch die Alarmfunktionen bei Erschütterung und Verlassen eines definierten Bereichs funktionierten im Test tadellos. Insgesamt trübt die App-Qualität den sonst ordentlichen Eindruck. Hat man diese Hürde aber gemeistert, sind die Kernfunktionen wie Live-Tracking und Geofencing recht zuverlässig nutzbar.
Technisch setzt der TK 905 auf GPS zur Positionsbestimmung und GSM-Mobilfunk zur Datenübertragung. In der von uns getesteten Basis-Version kommt 2G zum Einsatz, optional gibt es auch eine Variante mit 4G. Gerade mit Blick auf die Abschaltung von 2G in den nächsten Jahren empfehlen wir direkt zur 4G-Version zu greifen.
Praktisch: Dank des Einsatzes einer Standard-Nano-SIM ist man bei der Wahl des Mobilfunk-Anbieters vollkommen frei. Einfach SIM-Karte einlegen, APN einstellen und der Tracker ist einsatzbereit – ein Abo beim Hersteller ist nicht nötig. Das spart Kosten und erhöht die Flexibilität, gerade bei Fahrten ins Ausland.
Im Praxistest zeigt der Winnes TK 905 Licht und Schatten. Positiv: Die Einrichtung gelingt dank Anleitung trotz suboptimaler App recht zügig. Auch die Befestigung am Fahrzeug ist dank der starken Magnete kinderleicht. Enttäuschend ist hingegen die Genauigkeit. Im Test lagen die aufgezeichneten Routen oft deutlich neben der tatsächlich gefahrenen Strecke. Gerade auf längeren Fahrten summieren sich die Abweichungen, sodass der aufgezeichnete Track teils erheblich von der Realität abweicht. Hier schneiden Konkurrenten wie der Salind 11 4G besser ab.
Mit einem Preis von rund 60 Euro für die 2G-Version ist der Winnes TK 905 ein faires Angebot im Einstiegssegment. Wer die 4G-Variante bevorzugt, muss rund 30 Euro mehr investieren. Dafür entfallen aber die Abo-Gebühren, die bei vielen Konkurrenzprodukten anfallen. Unter dem Strich bleibt der TK 905 damit eine preiswerte Wahl für Gelegenheitsnutzer.
Der Winnes TK 905 ist ein grundsolider GPS-Tracker, der hauptsächlich mit seinem flexiblen SIM-Karten-Konzept und dem günstigen Preis punktet. Die Verarbeitungsqualität geht in Ordnung, die Akkulaufzeit überzeugt. Abstriche muss man hingegen bei der Genauigkeit machen. Auch die zugehörige App hinterlässt einen eher billigen Eindruck und glänzt mit teils skurrilen Übersetzungen. Immerhin: Die Kernfunktionen wie Echtzeit-Tracking und Geofencing sind an Bord.
Letztlich eignet sich der TK 905 damit für preisbewusste Nutzer, die gelegentlich die Position ihres Autos oder von Wertgegenständen überwachen wollen. Wer hingegen eine präzise Routenaufzeichnung und eine komfortable Bedienung erwartet, sollte zu einem hochwertigeren Modell greifen. Empfehlenswert ist in jedem Fall nur die 4G-Version, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Insgesamt haben Konkurrenten wie der Salind 11 jedoch die Nase vorn.
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