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Hama Digitalradio im Test: Schickes Multifunktionsgerät

Hama Digitalradio im Test: Schickes Multifunktionsgerät
VORTEILE
  • Viele Funktionen in einem kompakten Gerät
  • Schickes Design
  • Intuitive Bedienung
NACHTEILE
  • Pixelige Displaydarstellung
  • Lange Ladezeiten
  • Keine Nutzerkonten in der App

Das Hama DIR3505MSCBT ist mehr als nur ein Digitalradio. Rasch entpuppt es sich als Multitalent mit zahlreichen digitalen Anschluss- und Abspielmöglichkeiten sowie CD-Player.

Digitalradios im Test

Im Rahmen unserer Themenwelt Digitalradios testen wir folgende Produkte und fassen die Ergebnisse in einem Vergleichstest zusammen.

Klang: Etwas für die Ohren der Nachbarn

Die Audioqualität ist für ein Radio sehr gut, sie erreicht jedoch nicht die eines Stereo-Turms mit externem Receiver und Standlautsprechern. Aus den beiden 3-Zoll-großen Lautsprechern tönen je 20 Watt RMS. Es verzerrt nichts, auch die Bässe bekommt das Gerät selbst bei höchster Lautstärke gut in den Griff.

Bei maximaler Power lässt sich ein 30-Quadratmeter-Wohnzimmer ganz gut beschallen. Für eine Party reicht es gerade so aus, auch Nachbarn lassen sich damit sicherlich noch ärgern. Der Equalizer erlaubt, Höhen und Tiefen zu verstellen. Das Gerät bietet zudem sieben Soundeinstellungen.

Ausstattungsmerkmale:Hama DIR3505MSCBT mit zahlreichen Einspeisequellen

Das Digitalradio DIR3505MSCBT von Hama zeigt sich als Mulitifuntionsgerät. Es spielt Musik über Internet, FM, DAB+, Spotify und Amazon. Ein CD-Player rundet das Radio ab.

Das Hama Digitalradio DIR3505MSCBT versteht DAB, DAB+ und FM. Eine Teleskopantenne gehört dafür zum Lieferumfang. Der 75-Ohm-Antennenanschluss bietet aber auch die Möglichkeit, das Gerät mit der Satellitenantenne oder dem Kabelanschluss zu verbinden.

Parallel gelangen Audiodaten über WLAN in den Frequenzbändern 2,4 und 5 GHz, per LAN und Bluetooth zu dem Gerät. Im Netzwerk frei gegebene Titel lassen sich über die Bedienfelder am Gerät, der Fernbedienung und der App Unlok abspielen. Amazon Music und Spotify versteht das Hama-Radio ebenfalls.

Auch das Streamen vom PC ist möglich. Die Anleitung erklärt lediglich das Streaming mit Betriebssystem Windows 8. Der Support ist jedoch rasch telefonisch erreicht und hilfsbereit. Wir erhielten einen Link zu einer Anleitung . Nach etwas Probieren funktionierte schließlich das Streaming unter Win10.

Praktisch: Wer mehrere der Geräte betreibt, kann auf eine Multiroom-Funktion zugreifen.

Per USB-Anschluss auf der Rückseite lassen sich Audiodateien einspeisen, aber auch einmal ein Smart Phone laden. Mittels Digital Audio Output Optical lassen sich ältere Surround Receiver ins digitale Zeitalter heben. CD-Player, Aux In und Line Out rundet schließlich das Digitalradio ab.

[Bedienung]Bedienung: Intuitiv trotz umfassender Möglichkeiten

Bedienung: Intuitiv trotz umfassender Möglichkeiten

Trotz der umfangreichen Ausstattung des Hama-Geräts, gestaltet sich die Bedienung relativ intuitiv. Das muss es auch, denn die Bedienungsanleitung sieht nur auf den ersten Blick umfassend aus. Schnell entpuppt sie sich als Sprachtalent und hält auf knapp 80 Seiten 19 Sprachen bereit. Auf vier Seiten pro Sprache sind unter anderem Sicherheits- und Entsorgungshinweise untergebracht. Und damit reicht der übrige Platz lediglich, um wenig technikaffinen Personen den Start zu ermöglichen. Das Gerät bietet sehr viel mehr als intuitiv heraus zu bekommen ist. Deswegen ist es schade, dass Hama die 46 Seiten seiner umfassenden Anleitung nur online vorhält.

Schnellwahltasten auf der Fernbedienung erleichtern die Navigation zu den Musikquellen. Die Oberfläche der Steuerung ist schraffiert und erhält damit einen edlen Touch. Zudem lassen sich keine Fingerabdrücke sehen.

Ein 2,8-Zoll-TFT-Display leitet durch das Menü, unterstützt von einem gut verarbeiteten Drehregler und diversen Knöpfen oben und unten auf dem Frontdisplay. Nutzer müssen dafür recht viel Druck ausüben, um deren Widerstände zu überwinden. Trotz Gummifüße kann es – abhängig vom Untergrund – rasch verrutschen.

Sind erst einmal Netzwerk, Quellen und Sender eingestellt, lässt sich das Gerät nahezu ausschließlich über die Fernbedienung steuern. Das funktioniert besser als am Gerät selbst. Eine Schnellwahltaste leitet direkt zu den Musikquellen, zum Equalizer und Stummschalten. Bis zu 30 Sender können Anwender pro Quelle speichern und über die Fernbedienung rasch auswählen.

[App-Steuerung]App-Steuerung: Bedienung per Undok

App-Steuerung: Bedienung per Undok

Zur Bedienung per Smartphone steht die App Undok für Android und iOS zur Verfügung. Jegliche Quellen – vom Internetradio, Amazon Music und Spotify über DAB+ und FM bis zu USB, den optischen Eingang, Bluetooth und CD – zeigt die Applikation an. Die Speicherbelegung lässt sich abrufen und einfach per Smartphone ändern.

Die App findet das Gerät zügig, sofern es angeschaltet ist und sich Digitalradio sowie Smartphone im gleichen Netzwerk befinden. Dies erfolgt ohne Sicherheitsabfrage, auch auf die Werkseinstellung lässt sich das Gerät mittels App rasch zurücksetzen.

Die Bedienung ist einfach und äußerst praktisch. Käufer sollten sich jedoch mit Partner und Kindern, die stets ungefragt über die App Zugriff erhalten, gut stellen: Rasch lässt sich die Lieblingsmusik umstellen, und mit einem Klick sind jegliche Einstellungen und Speicher der zahlreichen Sender gelöscht.

[Geschwindigkeit]Geschwindigkeit: Lange Lesephasen

Geschwindigkeit: Lange Lesephasen

Das Digitalradio DIR3505MSCBT von Hama zieht relativ schnell Staub an. Fingerabdrücke zeigen sich hingegen nicht.

Das Hochfahren des Geräts und das Lesen von CDs dauert erstaunlich lange: Im Test mit drei Original-CDs dauerte es stets zwischen zwölf und 14 Sekunden, bis der erste Titel zu hören war. Zudem ist der CD-Player zwischen den Stücken und während leiser Sequenzen zu hören. Sind Radiosender über DAB, Internet und FM erst einmal eingerichtet, erfolgt das Umschalten über die Schnellwahltasten und der Zugriff auf den Programmspeicher ohne Verzögerung.

In unserem Test hat sich das Gerät zweimal festgefahren. Da half nur Geduld oder den Stecker ziehen. Der Netzschalter auf der Rückseite erlaubt einen solchen Neustart.

[Display]Display: Pixelige, farbarme Symbole

Display: Pixelige, farbarme Symbole

Die Schrift und Symbole des Herstellers auf dem Display sind undeutlich und pixelig. Dass es besser geht, zeigt das Bild, das der Radiosender auf das Gerät sendet.

Das farbige TFT-Display hat uns im Test nur teilweise überzeugt. Dessen Auflösung erscheint zunächst gering. Besonders die Symbole für Wecker und Senderspeicherplatz sind so undeutlich, dass sie sich mehr erahnen als erkennen lassen. Im unteren Bereich zeigt das Gerät an, ob es Verbindung zum Netzwerk oder Bluetooth hat. Auch hier erscheinen die Symbole sehr pixelig. Zudem kennt Hama – bis auf das blau-grüne DAB+-Zeichen – lediglich die Farben weiß, rot und gelb: Die Schrift ist langweilig hellgrau und Stufen sind zu erkennen. Die an das Gerät geleiteten Bilder der DAB+-Sender zeigt der 2,8-Zoll-Bildschirm hingegen vielfarbig und in ordentlicher Qualität an.

[Design und Verarbeitung] Design und Verarbeitung: Hochwertig und frei von Fingerabdrücken

Design und Verarbeitung: Hochwertig und frei von Fingerabdrücken

Zusätzlich zu Standard-Anschlüssen stellt das Digitalradio LAN-, USB- und 75-Ohm-Antennen-Anschluss sowie optischen Ausgang zur Verfügung.

Das nach hinten schmaler werdende Gehäuse des Digitalradios steht vorne auf einem Metallbügel, hinten auf dem Gehäuse, stets von Gummi gedämpft. Edel wirkt der matte, nach hinten abfallende Korpus und das glänzende Bedienfeld. Fingerabdrücke zeigt das schwarze Gerät an beiden Materialien nicht, Staub lässt sich jedoch nach wenigen Tagen erkennen. Die Lautsprecher bedeckt ein schwarzer Stoff, der um die Seiten weiterläuft und bündig mit dem Gehäuse abschließt.

Insgesamt scheint das Digitalradio von Hama als Wecker konzipiert: Das Einstellen der Weckfunktion gestaltet sich einfach. Und auch die automatische Dimm-Funktion für ein dunkles Display in der Nacht lässt sich über einen Schalter hinten am Gerät einfach ein- und ausschalten. Kompakt ist es für einen Wecker nicht und wird auf den meisten Nachttischen eher klobig wirken.

Eine Fernbedienung gehört zum Lieferumfang, die notwendigen beiden AAA-Batterien legt der Hersteller bei. Die Gummiknöpfe wirken robust. Die Oberseite des Gehäuses ist schraffiert. So bliebt kein Fingerabdruck sichtbar und verleiht auch der Fernsteuerung einen hochwertigen Schliff. Das CD-Fach versteckt sich hinter einer Goldkante. Es gleitet lautlos auf, doch an den Kanten des Einschubs entdecken pingelige Käufer scharfe Kanten. Hier ist alles etwas unregelmäßig.

[Maße und Gewicht] Maße und Gewicht: Klobiger Wecker, filigrane Stereoanlage

Maße und Gewicht: Klobiger Wecker, filigrane Stereoanlage

3,5 kg bringt das Gerät auf die Waage ohne Netzgerät, welches den Hausstrom in 18 Volt und 2,6 Ampere umwandelt. Dieses befindet sich nicht im Gerät, sondern hängt mit am Kabel. Bei Maßen von rund 37 × 18 × 25 cm nimmt es etwas weniger Platz ein als vier Pakete an 500 Blatt Druckerpapier. Als Wecker auf einem Nachtisch ist es viel zu groß und auch viel zu schade. Als Stereoanlage bietet das Gerät umfangreiche Abspielmöglichkeiten auf kompaktem Raum.

[Fazit] Fazit: Ordentliche Musikwiedergabe verschiedenster Quellen

Fazit: Ordentliche Musikwiedergabe verschiedenster Quellen

Für knapp 300 Euro erhalten Käufer mit dem Hama DIR3505MSCBT ein vollausgestattetes Multimediagerät, das auf dem neusten Stand ist und sich von zahlreichen Quellen speisen lässt. Die Bedienung ist intuitiv, das Streamen in Windows 10 etwas knifflig. Da alle Musikquellen dennoch rasch zum Laufen gebracht werden konnten, überwiegt bei uns das Erfolgsgefühl. Schade finden wir, dass die umfangreiche Anleitung lediglich online zur Verfügung steht. Beim CD-Player scheint es, als hätte Hama diesen noch als zusätzlichen Bonus mit drauflegen wollen, jedoch viel zu günstige Komponenten für ein ansonsten hochwertiges Gerät verwendet.

Der Klang ist für eine solch kompakte Stereoanlage ordentlich. Auch das Design gefällt uns gut: Die von außen zu erkennenden Komponenten sind gut verbaut und wirken sehr hochwertig. Das Display von Hama hat uns hingegen nicht besonders gefallen. Lediglich wenige Farben und eine unscharfe Schrift sowie Symbole in geringer Auflösung hält der Hersteller bereit. Dass es besser geht, zeigen die Bilder, welche die Radiosender an das Digitalradio leiten. Deren Darstellung fanden wir recht ordentlich.