Die Begeisterung für Technik startete bei Stefan bereits im Alter von drei Jahren mit dem Sharp MZ700 seiner älteren Geschwister und breitete sich schließlich aus auf alles, was explodiert, Strom braucht oder sonstwie mit Biologie, Chemie und Physik zu tun hat – was schließlich auch zu einem…
Adidas hat letzte Woche auf der Wearable Tech Conference in San Francisco eine neue Puls-Uhr vorgestellt: die miCoach Fit Smart. Wir hatten bereits die Gelegenheit, einen Blick auf das Fitness-Gadget zu werfen.
Die miCoach Fit Smart sieht genau nach dem aus, was sie auch ist: nach einer Puls-Uhr. Mattes Gummi dominiert das wasserabweisende Gehäuse, dazu gibt es ein robust-funktionales Display, das von den hochauflösenden Anzeigen einer Gear Fit so weit entfernt ist wie die TechStage-Redaktion vom Marathon-Weltrekord. Form follows function, ohne jede Kompromisse.
Dafür gibt es aber eben auch so gut wie keine Flächen aus Glas, Metall oder glänzendem Kunststoff, um die man sich beim nächsten Tough-Mudder-Lauf sorgen müsste. Und: Die 58 Gramm leichte Uhr fühlt sich am Handgelenk sehr bequem an und ist nicht im Weg.
Das Gadget misst Puls, Geschwindigkeit, Herzfrequenz, verbrannte Kalorien, zurückgelegte Entfernung und Schrittfrequenz – und überträgt die Daten per Bluetooth Smart aufs Mobiltelefon. Die Uhr funktioniert übrigens auch ohne Smartphone und kann bis zu zehn Stunden Training cachen. Apropos zehn Stunden: So lange soll auch der Akku der Fit Smart maximal durchhalten.
Die Pulsmessung erfolgt komfortabel und konstant über einen optischen Sensor auf der Unterseite. Ein lästiger Brustgurt ist ebensowenig erforderlich das ein Stillhalten des Handgelenks (hallo, Samsung ). Zur Messung von Geschwindigkeit und zurückgelegter Entfernung ist leider kein GPS an Bord – die Uhr greift hier auf den integrierten Schrittzähler und die vom User eingegebenen Körperdaten zurück. Den Kalorienverbrauch ermittelt das Gadget ebenfalls anhand der konfigurierten Nutzerdaten sowie der Herzfrequenz.
Laut Adidas ist aber das reine Erfassen der Sportler-Daten nur die halbe Miete. Ein großer Mehrwert soll erst durch die Auswertung der Messwerte und die Integration in einen der zahlreichen Trainingspläne entstehen, die der Hersteller in seinen Apps kostenlos zur Verfügung stellt.
Leider hatten wir nicht ausreichend Zeit, um die miCoach Fit Smart einem Praxis-Test zu unterziehen und unsere Herzfrequenz kräftig nach oben zu bringen oder die Trainingspläne auszuprobieren. Allerdings hat die Uhr den Ruhepuls beim Ausprobieren schnell erkannt. Laut Adidas soll die Genauigkeit bei der Herzfrequenzmessung bei bis zu 95 Prozent liegen.
In der folgenden Fotostrecke könnt Ihr Euch die Uhr aber noch einmal von allen Seiten ansehen.
Der erste Eindruck der Adidas miCoach ist positiv – aber unspektakulär. Andere Hersteller wie etwa Medisana mit der Mio Alpha bieten für vergleichbares Geld vergleichbare Geräte. Wo die Adidas-Uhr aber eben enormes Potenzial hat, das ist die Funktion als digitaler Fitness-Trainer. Es dürfte nur wenige Hersteller von Fitness-Gadgets geben, die ein vergleichbares Know-How in diesem Bereich haben wie Adidas.
Erfreulich ist hier übrigens auch, dass der Hersteller die von der miCoach Fit Smart gemessenen Werte nicht nur den jeweiligen Adidas-Apps unter iOS und Android zur Verfügung stellt, sondern auch in die Daten-Aggregatoren Apple HealthKit und Google Fit einspeist. Damit kann letztendlich quasi jede beliebige Third-Party-App auf die von der Uhr gemessenen Daten zugreifen.
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