Finn ist ein Silikonband – mehr nicht. Trotzdem soll die Handyhalterung jedes Smartphones an jedem Fahrrad sicher halten. Das wollten wir im Test genau wissen.
Wenn kleine Handyhalterungen teure Smartphones am Fahrrad halten sollen, bekommen viele ein mulmiges Gefühl. Wirkte schon die Spigen Velo 250 auf den ersten Blick wenig vertrauenerweckend, steigert sich das Unbehagen bei der verhältnismäßig teuren Finn Fahrradhalterung abermals deutlich. Schließlich ist die Finn nicht viel mehr als ein Silikonband. Kaum vorstellbar, dem sein Handy anzuvertrauen. Vorsichtshalber packen wir das Testhandy in eine dicke Schutzhülle und begeben uns auf Tour.
Die uns vorliegende Finn-Fahrradhalterung besteht komplett aus einem transparenten Silikon. Sie ist knapp 20 cm lang und in ihrer Mitte auf Höhe des Bike-Citizens-Logos etwa 4 cm breit und 1 cm dick.
Für die Montage wird das Ende der Finn um den Lenker geführt und durch die gegenüberliegende Lasche gezogen. Achtung: Das Bike-Citizens-Logo muss in Richtung Lenker zeigen. Das ist so leider auf den drei Montage-Bildern der mitgelieferten Anleitung nicht zu erkennen, genauer gesagt sogar falsch dargestellt. Dieses Video zeigt, wie man es richtig macht. Indem man dann die Enden nun um die Ecken des Smartphones legt, spannen sich die Silikonbänder. Das Ganze ist beim ersten Mal etwas gewöhnungsbedürftig, geht aber nach etwas Übung gut von der Hand.
Finn verspricht, dass ihre Handyhalterung für jedes Smartphone passt. Das stimmt. Vom kleinen 4,7-Zoll-iPhone bis zum großen 6-Zoll-Pixel-2-XL passen alle Smartphones auch mit Schutzhülle in die Handyhalterung.
Allerdings stellte uns die Konstruktion zunächst vor Probleme. Denn Finn lässt zwischen Lenker und Handy weniger als 1 cm Platz. Deswegen passt die Handyhalterung nur an Lenker mit einer freien Fläche in der Breite des zu befestigenden Smartphones. In unserem Fall musste für eine sinnvolle Fixierung zunächst die Klingel weichen. Andere Handyhalterungen wie die Spigen Velo 250 halten das Handy über einen Arm mindestens 5 cm vom Lenker fern und kommen so tendenziell mit weniger Platz aus.
Einmal angebracht, liegt das Handy auf einer recht geraden Fläche auf und wird dadurch stabilisiert. Auch beim Fahren ließ sich der Displayinhalt noch gut ablesen. Bei der Stabilität gibt es nichts zu beanstanden, das Smartphone hielt jederzeit die Position – egal ob bei Bordsteinen oder wilden Fahrten durchs Unterholz.
Tatsächlich ist das Silikon stabiler als zunächst vermutet. Auch beim starken Auseinanderziehen der Ecken riss die Finn nicht und begab sich danach unbeschädigt in ihre Ursprungsform. Das Material der in Österreich gefertigten Handyhalterung ist bezüglich seiner Widerstandsfähigkeit gut gewählt.
Wenn das Handy aus der Finn genommen wird, können die Laschen eingehakt werden. Dadurch hält das Silikonband auch ohne Smartphone am Lenker. Wer einem Diebstahl entgegenwirken will, sollte die Finn dennoch abmontieren und in die Tasche stecken. Da sie nur 22 g wiegt und flexibel ist, passt sie in wirklich jede Tasche und bietet sich deshalb auch zum Beispiel im Urlaub für Mieträder an.
Mit Preisen ab 12 Euro wirkt das einfache Gummiband in unseren Augen schon teuer.
Die Finn von Bike Citizens ist eine sehr ungewöhnliche Handyhalterung fürs Fahrrad. Das Silikonband ist widerstandsfähig und hält das Smartphone sicher und fest am Lenker. Dafür muss es jedoch richtig montiert werden, die drei Bilder auf der Anleitung sind in dem Punkt sehr verwirrend.
Die Handyhalterung benötigt am Lenker wegen des fehlenden Abstands mehr Platz als andere Handyhalterungen. Auch wenn die Finn nicht dauerhaft am Lenker fixiert wird, ist sie klein und leicht genug, um sie problemlos beim Verlassen des Fahrrads mitzunehmen. Leider ist die Finn verhältnismäßig teuer.
UPDATE: Vom Leser bombiethezombie wurden wir darauf hingewiesen, die Finn-Halterung falsch am Lenker montiert zu haben. Tatsächlich ergibt die Konstruktion deutlich mehr Sinn, wenn sie mit dem Bike-Citizens-Logo in Richtung Lenker montiert wird, da das Handy so während der Fahrt deutlich weniger wackelt. Wir haben die entsprechenden Passagen angepasst und die Note von drei auf vier Sterne verbessert. Die richtige Montageart ist jedoch nicht selbsterklärend und auch auf der mitgelieferten Anleitung nicht zu erkennen.
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