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Honor Magic Watch 2 im Test: Smartwatch für Sportler

Honor Magic Watch 2 im Test: Smartwatch für Sportler
VORTEILE
  • lange Akkulaufzeit
  • intuitive und übersichtliche Bedienung
  • zahlreiche Funktionen
NACHTEILE
  • für manche Handgelenke etwas zu klobig
  • Probleme bei der Kopplung mit Bluetooth-Kopfhörern inklusive Mikrofon

Günstig, schlicht, multifunktional – mit diesen Eigenschaften will die Honor Magic Watch 2 Sportenthusiasten überzeugen. Ob das gelingt, klären wir im Test.

Die Honor Magic Watch 2 richtet sich explizit an Sportler, die Wert auf eine lange Akkulaufzeit und ein robustes Äußeres legen. Dementsprechend wirbt der Hersteller mit dem Stainless Steel Gehäuse der Smartwatch sowie einem Akku, der 14 Tage lang durchhalten soll. Wir haben die Honor Magic Watch 2 im Rahmen unserer Themenwelt Sportuhren getestet und geprüft, ob sie ihre Versprechen einhalten kann.

Design

Die Honor Magic Watch 2 lässt sich auf den ersten Blick als Smartwatch für Sportler identifizieren, bleibt aber trotzdem angenehm schlicht. Zwei seitliche Bedienknöpfe, eine Tachometer-Skala und das breite Armband ergänzen das verhältnismäßig klobige Gehäuse aus schwarzem Stahl, weshalb sie sich für schmächtige Frauenhandgelenke eher weniger gut eignet – allerdings verzichtet die Uhr ansonsten auf unnötigen optischen Schnickschnack. Neben der hier getesteten Variante mit 46 mm gibt es noch eine schmalere Ausgabe mit 42 mm Durchmesser. Dieser fehlt aber Mikrofon und Lautsprecher.

Dank des OLED-Displays wirken die Farben enorm toll.

Das Gehäuse besteht aus 316L Stainless Steel und macht einen robusten Eindruck. Die Honor Magic Watch 2 besitzt ein AMOLED-Display mit Always-On-Funktion, dessen Hintergrund sich mit eigenen Fotos personalisieren lässt. Die Uhr übersteht das Eintauchen in Wasser von bis zu 50 Metern Tiefe, sodass Nutzer sie auch beim Schwimmen tragen können. Allerdings empfehlen wir den Einsatz nur an der Oberfläche, trotz der Tiefenangabe ist die Uhr keine Tauchuhr. Wie immer sind die Hersteller übermäßig optimistisch bei ihren Angaben.

Der Lieferumfang der Uhr besteht neben der eigentlichen Smartwatch und einem Armband sowie der Bedienungsanleitung lediglich aus einem Ladeadapter inklusive USB-C-Kabel. Weitere Extras wie ein zusätzliches Armband zum Wechseln liegen dem Paket nicht bei.

Einrichtung

Die Einrichtung der Honor Magic Watch 2 funktioniert einfach und intuitiv. Wir wählen beim ersten Starten der Uhr zunächst die Sprache und installieren dann die Huawei Health App auf dem Smartphone. Um die App nutzen zu können, müssen wir einen Account anlegen, ansonsten können wir die Smartwatch nur mit eingeschränktem Funktionsumfang nutzen, weil sie sich dann nicht mit dem Smartphone koppeln lässt.

Die App führt anschließend durch das Pairing-Setup, das mit ein paar wenigen Klicks erledigt ist. Wer möchte, kann in den Einstellungen der Uhr weitere Anpassungen vornehmen und etwa die Lautstärke der Sprachansagen, Zeitpläne für die Nicht-Stören-Funktion oder ein Feature für die Funktionstaste festlegen.

App

Die App selbst funktioniert ähnlich gut wie die Einrichtung der Magic Watch 2. Vier Tabs erlauben einen detaillierten Überblick über eigene Daten und Trainingsabläufe sowie Zugriff auf die Einstellungen der Uhr. Die Menüs sind übersichtlich und selbst erklärend.

Das Menü Health zeigt auf einen Blick zurückgelegte Schritte und Strecken sowie verbrannte Kalorien an. Außerdem bietet es einen Überblick über Trainingsdaten, Herzfrequenz, Schlafdaten, Stress und Körpergewicht. Unter dem Punkt Training bietet die App neben der Möglichkeit, einzelne Trainingsabläufe zu tracken, zusätzlich verschiedene Trainingspläne für Läufer an. Beides lässt sich aber auch direkt über die Uhr aufrufen.

Im Menü Geräte können wir direkt auf die mit der App gekoppelten Geräte zugreifen. Dabei nehmen wir diverse Einstellungen zur Anzeige und zu Benachrichtigungen vor und ändern die Uhren-Designs. Schließlich können wir in diesem Menü zudem Musik auf den Speicher der Uhr laden – dazu später mehr.

Aktivität

Beim Aktivitätstracking haben wir ähnlich wenig zu meckern wie bei der App-Bedienung und der Einrichtung der Magic Watch 2: Die Smartwatch misst zuverlässig die gelaufenen Schritte und zeigt außerdem die zurückgelegte Strecke in Kilometern an. Darüber hinaus erstellt sie eine Übersicht der Stunden, in denen der Nutzer aktiv war, beziehungsweise sich bewegt hat und wie viele Stockwerke er gestiegen sind.

Die tägliche Aktivität wird gut aufbereitet.

Das Pulsmessen gehört zu den zentralen Funktionen der Uhr, die die Herzfrequenz dementsprechend neben der Uhrzeit, dem Datum und dem Wetter inklusive Temperatur direkt im Hauptdisplay anzeigt. Ergänzend dazu verfügt die Smartwatch über eine Messung des Stresslevels, die uns im Test aber eher wie eine nette Spielerei vorkam als wie ein wirklich nützliches Feature. Um die Funktion nutzen zu können, müssen wir sie zunächst kalibrieren. Dazu beantworten wir ein paar Fragen, während die Uhr unseren Puls misst. Anschließend ermittelt die Uhr immer dann einen Stresswert, solange wir uns nicht bewegen und informiert, sobald der Stresslevel einen kritischen Wert erreicht. Ist das der Fall, bietet die Smartwatch spezifische Atemübungen zum Entspannen an, die wir aber unabhängig davon auch direkt im Menü der Uhr auswählen können.

Sportler dürften demgegenüber weitaus größeren Nutzen aus der Ermittlung des VO2-Maximus ziehen. Dieser Wert gibt die maximale Sauerstoffmenge an, die der Körper während eines Trainings verarbeiten kann. Je höher der Wert, desto besser fällt die aerobe Kapazität aus, die wir abrufen können. Die Honor Magic Watch 2 misst diesen Wert und vergleicht ihn mit Werten der eigenen Altersgruppe. Schließlich berechnet die Uhr eine Leistungsvorhersage basierend auf dem VO2-Maximum und prognostiziert eine voraussichtliche Laufzeit für eine Strecke von fünf Kilometern. Dasselbe funktioniert auch für andere Aktivitäten und lieferte in unserem Test durchaus brauchbare Ergebnisse, die zumindest eine Orientierung beim Training bieten können.

Training

Die Honor Magic Watch 2 braucht sich bei der Wahl der Sportarten beim Trainingstracking nicht vor anderen Smartwatches verstecken: Nutzer können aus insgesamt 15 verschiedenen Sportarten wählen, darunter neben anderen Laufen und Gehen (indoor/outdoor), Radfahren, Schwimmen, Trail-Laufen, Bergsteigen, Wandern, Triathlon und als besonderen Bonus das Ruder-Ergometer.

Die Uhr unterstützt die dauerhafte Pulsmessung.

Wer die Uhr beispielsweise beim Laufen in freier Natur einsetzen möchte, kann die zurückgelegte Strecke zusätzlich per integriertem GPS-Tracking aufzeichnen und anschließend in der App anzeigen lassen. Die App listet neben der Strecke in Google Maps das Lauftempo, die Herzfrequenz, die Schrittfrequenz und die Höhenmeter in übersichtlichen Diagrammen auf. Darüber hinaus verzeichnet die App den aeroben Trainingseffekt einer Trainingseinheit sowie die voraussichtliche Regenerationsdauer nach dem Training.

Weil die Magic Watch 2 bis 5 ATM wasserdicht bleibt, funktioniert sie problemlos beim Schwimmen und erlaubt dabei das Tracking der absolvierten Trainingseinheiten. Praktisch: Wer über wasserdichte Bluetooth-Kopfhörer verfügt, kann die Uhr als Media-Player beim Schwimmen benutzen.

Musik und Telefonie

Die Wiedergabe von Musik funktioniert auf der Magic Watch 2 erwartungsgemäß problemlos. Wir können uns entscheiden, ob wir Musik vom Smartphone über die Smartwatch steuern wollen (beispielsweise von Spotify, Amazon Music etc.) oder ob wir Musik direkt im Speicher der Uhr sichern wollen. Die Uhr bietet für letzteres insgesamt vier Gigabyte an Speicherplatz. Um Musik hinzuzufügen, müssen wir die entsprechenden Dateien auf unser Handy laden und dann über die App auf die Smartwatch übertragen. Kopfhörer können wir direkt per Bluetooth mit der Uhr koppeln.

Die Magic Watch 2 erlaubt neben der Musikwiedergabe und -Steuerung auch das Telefonieren. Sie verfügt für diesen Zweck über ein eingebautes Mikrofon und einen Lautsprecher. Beides funktioniert ähnlich gut wie die Freisprechfunktion eines Smartphones – praktisch für alle, die zum Beispiel beim Laufen einen Anruf annehmen wollen oder müssen. Achtung: Der kleineren 42-mm-Variante fehlen Mikrofon und Lautsprecher.

Allerdings verträgt sich diese Funktion offenbar nicht ganz reibungslos mit Bluetooth-Kopfhörern, die über ein eingebautes Mikrofon verfügen. Denn als wir die Magic Watch 2 und die Kopfhörer gleichzeitig mit unserem Smartphone koppeln wollten, kam es mehrfach zu Fehlermeldungen, dass die Verbindung nicht möglich sei. Erst nach mehreren Versuchen und einem Neustart des Smartphones klappte es schließlich – wir können aber nicht genau nachvollziehen, wo die Ursache für den Fehler lag.

Schlaf

Die Honor Magic Watch 2 ließ sich trotz ihres verhältnismäßig klobigen Gehäuses nachts gut tragen – hier gilt aber: Wer schmächtige Handgelenke besitzt, könnte das anders sehen. Das Schlaf-Tracking erfolgt mithilfe von Huawei TruSleep 2.0, das den Schlaf mithilfe spezieller Algorithmen analysiert. Dazu misst die Uhr die Körperbewegungen, Atmung und Puls beim Schlafen. Anhand dessen bestimmt TruSleep 2.0 dann die Schlafqualität, indem es die einzelnen Schlafphasen ermittelt. Alle Daten erscheinen als übersichtliche Grafik in der Huawei Health App zum Nachlesen.

Die Smartwatch verfügt auch über einen integrierten Wecker, der Nutzer per Vibration aus dem Schlaf holt. Der Wecker besitzt eine Snooze-Funktion und vibriert zuverlässig und stark genug, um selbst tiefe Schläfer zurückzuholen.

Benachrichtigungen

Wer mit der Honor Magic Watch 2 auf dem Display Benachrichtigungen empfangen möchte, kann in der Health App für jede auf dem eigenen Smartphone installierte App gesondert festlegen, welche Benachrichtigungen die Smartwatch anzeigen soll. Ein einfaches Wischen auf dem Display reicht aus, um aktuelle Benachrichtigen anzeigen zu lassen. Das funktioniert auch sehr gut, die Uhr zeigt beispielsweise Whatsapp-Nachrichten in einer handlichen Liste an, die wir bei Bedarf einzeln direkt löschen können. Eine Blockfunktion für einzelne App direkt auf der Uhr gibt es allerdings nicht.

Die Ladeschale für die Magic Watch 2

Akkulaufzeit

Um die Akkulaufzeit zu testen, haben wir die Magic Watch 2 im Alltag über zwei Wochen jeden Tag im normalen Alltagsgebrauch (sprich: mit regelmäßigen Trainings einmal pro Tag, Pulsmessung und aktivierten Benachrichtigungen) getestet. Wir mussten die Uhr dabei nach zehn Tagen wieder aufladen, was vier Tagen weniger Laufzeit als den vom Hersteller angegebenen 14 Tagen entspricht. Das stellt aber für eine Smartwatch immer noch einen ordentlichen Wert dar.

Die Honor Magic Watch 2 lässt sich übrigens über einen mitgelieferten Ladeadapter inklusive USB-C-Kabel wieder aufladen. Der Ladevorgang dauert knapp eine Stunde.

Preis

Die Honor Magic Watch 2 gibt es in zwei verschiedenen Varianten mit einem schwarzen Gummiarmband für 189,00 Euro (UVP) oder einem braunen Lederarmband für 209,00 Euro (UVP). Die Uhr war zum Testzeitpunkt in der Version mit schwarzem Armband aber bereits ab 165 Euro zu haben. Drittanbieter verkaufen darüber hinaus wechselbare Armbänder bereits für unter zehn Euro. Das Armband selbst lässt sich einfach über einen Klickmechanismus lösen und austauschen.

Fazit

Die Honor Magic Watch 2 bietet technikbegeisterten Sportlern, denen Konkurrenzmodelle von Garmin und Co. zu teuer sind, ein gutes Rundumpaket. Die Uhr verfügt über alle wichtigen Funktionen, die eine Smartwatch für Sportler besitzen sollte, lässt sich intuitiv bedienen und liefert genaue Daten bei Puls, Schrittzählung und sportlichen Aktivitäten.

Ein großer Pluspunkt der Honor Magic Watch 2 ist neben den mitgelieferten Trainingsplänen und dem umfangreichen Trainingstracking die großzügige Akkulaufzeit. Alles in allem liefert die Honor Magic Watch 2 damit ein stimmiges Gesamtpaket mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.