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HTC One im Test: Das beste Android-Smartphone?

HTC One im Test: Das beste Android-Smartphone?

Beim One geht HTC auf's Ganze. Es entscheidet über die Zukunft des gesamten Unternehmens, das in den letzten zwei Jahren ordentlich Federn lassen musste. Dabei beweisen die Taiwaner erfreulichen Mut mit einem neuen Gehäuse-Aufbau, einer neuen Bedienoberfläche, dem Verzicht auf das Megapixelrennen – und vielen interessanten Lösungen im Detail. Reicht das, um aus dem HTC One das beste Android-Smartphone aller Zeiten zu machen?

Gehäuse

Das HTC One ist in zwei Ausführungen erhältlich: mit einem schwarzen oder silbernen Aluminium-Gehäuse. Nach meiner Erfahrung mit dem iPhone 5 würde ich sofort zum silbernen Modell raten, denn mein iPhone sah schon nach wenigen Wochen komplett fertig aus. Kleine Kratzer, die die Farbe abplatzen lassen, glänzen silbern durch.

Auf Rückfrage sagten uns die Produktmanager von HTC, dass das schwarze Gehäuse nicht so kratzempfindlich sein soll wie das des iPhone 5. In der Tat sieht unser Testgerät nach ein paar Wochen noch immer aus wie frisch aus dem Karton. Aber wer sein Handy erfahrungsgemäß nicht gerade wie ein rohes Ei behandelt, sollte dennoch einfach zum silbernen Modell greifen: Dort fallen Kratzer einfach nicht so auf.

Kratzer im Metall: Wie beim iPhone 5 blitzt auch beim HTC One silbernes Aluminium unter der schwarzen Oberfläche. Das silberne Modell zerkratzt zwar auch, doch die Schäden sind hier nicht so deutlich sichtbar.

Ein schönes Detail: Der Rücken ist komplett aus Metall. Die Kunststoff-Elemente, die HTC bei früheren Modellen gerne im oberen und unteren Bereich des Gehäuses verbaut hat, um die Antennen darunter zu verbergen, hat das One nicht. Dafür ziehen sich ein paar dünne Kunststoff-Isolatoren durch das Metall, die wir in ähnlicher Form an den Rahmen von iPhone 4, 4S und 5 finden. Der Kunststoff ist höhengleich zum Metall. Wenn wir mit dem Finger über das Gehäuse streifen, merken wir keine Kanten. Unsere Kollegen von c't hatten hier übrigens nicht so viel Glück: Bei ihrem Testgerät gibt es einen spürbaren Höhenunterschied, der für eine scharfe Kante sorgt. Unser Tipp an dieser Stelle: Wer ein One kauft, sollte sofort im Geschäft den Finger-Test machen. Scharfe Kanten darf es auf der Rückseite nicht geben. In dem Fall würden wir ein anderes Modell verlangen oder vom Rückgaberecht bei Online-Bestellungen Gebrauch machen.

Ein kleiner Kratzer im Kunststoffrahmen ist kein Problem: Das Material ist durchgefärbt. Spuren sind daher kaum sichtbar.

Auf der Oberseite des One sitzen Klinkenbuchse (links) und Ein-Aus-Taster. Letzterer ist aus schwarzem Kunststoff, während der Wippschalter zur Lautstärkeregelung auf der rechten Seite aus Metall gefertigt ist. Der Grund für den Plastikeinsatz: Dahinter befinden sich Infrarot-Dioden, dank derer das HTC One zur Universalfernbedienung wird. Die nötige Software ist vorinstalliert – dazu später mehr.

Mit wachsenden Bilddiagonalen erweist sich übrigens die Position des Ein/Aus-Tasters bei Samsung-Geräten als schlauer: Dort sitzt der Knopf immer am rechten Rand und ist vergleichsweise gut zu erreichen. Beim HTC One müssen wir schon umgreifen, um es einzuschalten. Schade, dass die Tasten unter dem Display das Gerät nicht aktivieren, aber das ist bei Sensortasten nun mal so üblich.

Auf der linken Gehäuseseite befindet sich der Slot für die Micro-SIM. Einen weiteren Einschub für eine Speicherkarte gibt es nicht, ebenso fehlt die Möglichkeit, das Gehäuse zu öffnen, um den Akku auszutauschen. Das HTC One misst 13,7 mal 6,8 Zentimeter und bringt 143 Gramm auf die Waage.

Display

Auf der Front sitzt das 4,7 Zoll große Display. Es handelt sich dabei um ein SLCD3 mit Full-HD-Auflösung. Bei dieser Diagonale bedeutet das eine Pixeldichte von rekordverdächtigen 468 Pixel pro Zoll (ppi). Zum Vergleich: Das iPhone 5 kommt mit seinem ohnehin schon sehr scharfen Retina-Display "gerade einmal" auf 326 ppi.

In der Praxis hinterlässt die Anzeige einen hervorragenden Eindruck. Die Schwarzwerte sind sehr gut und verändern sich auch nicht, wenn wir seitlich von den Ecken her aufs Display blicken – das ist die übliche Schwachstelle bei LCDs. Die Farben wirken kräftig und akkurat.

Auch im Labor kann uns die Anzeige überzeugen. Die durchschnittliche Helligkeit beträgt 408 cd/m² – damit können wir auch bei direkter Sonneneinstrahlung noch erkennen, was das Display zeigt. Außerdem ist der Wert höher als bei den meisten Konkurrenten. Das Sony Xperia Z kommt auf 365 cd/m², das Lumia 920 auf 394 cd/m² und das Galaxy S3 auf 230 cd/m². Nur das iPhone 5 leuchtet mit 456 cd/m² noch etwas heller – und der Blackberry Z10 schießt in dieser Kategorie mit 700 cd/m² den Vogel ab. Erfreulich ist darüber hinaus noch die gleichmäßige Helligkeit: störende Flecken gibt es hier nicht. Die Farben sind kräftig und wirken natürlicher, als es häufig bei Super-AMOLED-Displays der Fall ist. Unterm Strich gehört damit zumindest das Display des HTC One schon mal zur absoluten Spitzenklasse unter den derzeitigen Oberklasse-Smartphones. Fairerweise müssen wir an dieser Stelle aber sagen, dass der Test des Galaxy S4 von Samsung erst noch aussteht.

Tiefes Schwarz, leuchtende Farben, kräftige Beleuchtung: Das Full-HD-LCD kann sich sehen lassen.

Unter dem Display-Panel haben zwei Sensor-Tasten für Home und Zurück ihren Platz auf der Glasfläche gefunden. Einen dritten Knopf für Menü oder einen Taskswitcher gibt es nicht mehr, zwischen den Buttons prangt das HTC-Logo. Wer Anwendungen direkt wechseln will, muss sich mit einem Doppeltipp auf das Home-Icon behelfen. In der Praxis funktioniert das ganz ordentlich, und Millionen iPhone-Nutzer leben auch damit.

Kamera

Um kaum ein Feature des HTC One wurde so ein Wirbel gemacht wie um die Kamera. Ultra- statt Megapixel – was steckt da dahinter? Die Antwort ist einfach: Ultrapixel sind eigentlich auch nur Megapixel. Aber bei HTC müssen sich viel weniger Pixel die Fläche auf dem gleich großen Bildsensor teilen. Die vier Millionen Bildpunkte des HTC One sind, jeder für sich, deutlich größer als die Pixel der üblichen 8-bis-13-Megapixel-Handys. Ein großer Pixel fängt mehr Licht ein und "sieht" besser – besonders im Dunkeln. Soweit die Theorie.

In der Praxis sind die Fotos des HTC One im Dunkeln tatsächlich deutlich besser als die Aufnahmen der üblichen Smartphones. Sie bewegen sich grob auf einer Stufe mit dem Nokia Lumia 920, einem der besten Kamera-Smartphones. Wer bei Tageslicht geschossene Fotos des One mit Bildern höher auflösender Handy-Kameras vergleicht, stellt bei der aktuellen Oberklasse-Konkurrenz eine bessere Detailwiedergabe fest. Hier macht sich die größere Pixelzahl bemerkbar – allerdings nur, wenn man die Aufnahmen vergrößert betrachtet. Auf Facebook & Co. ist der Unterschied kaum feststellbar. 4 Ultra- beziehungsweise Megapixel sind schließlich immer noch doppelte Full-HD-Auflösung.

Hübsche Fotos, aber bei den Farben hält sich das HTC One etwas zurück – sie sind recht neutral, während iPhone 5 und Lumia 920 deutlich peppigere Ergebnisse liefern. Was einem besser gefällt, ist Geschmackssache.

Hat HTC uns also zu viel versprochen? Finden wir nicht. Die Bildqualität selbst ist zwar nicht revolutionär, doch die geringere Auflösung bringt einen ganz anderen Vorteil mit sich: Bei der Aufnahme eines Fotos muss das One weniger Daten verarbeiten – und kann damit viel schneller knipsen. Ist das Feature namens Zoe aktiviert, fängt das Smartphone mit einem Druck auf den Auslöser gleichzeitig 20 4-Megapixel-Fotos und ein viersekündiges Full-HD-Video ein. Mit dieser Masse an Bilddaten sind schließlich Tricks möglich, die die anderen Hersteller nicht zu bieten haben.

Der wohl visuell beeindruckendste Einsatzzweck sind die sogenannten Highlight-Videos. Dabei schnipselt das HTC One aus den Ereignissen eines Tages selbsttätig 30-sekündige Clips von beachtlicher Qualität zusammen. Die Ergebnisse erinnern ein wenig an ein Instagram für Videos. Aber seht Euch doch einfach selbst an, was das HTC One aus einem Kurztrip nach New York veredelt hat:

Außerdem legt das HTC One auf Wunsch mehrere Fotos übereinander, um bewegte Objekte wegzuretuschieren – beispielsweise den betrunkenen Touristen, der gerade im Hintergrund durchs Urlaubsfoto mit der Familie torkelt. Außerdem sorgt die Masse an Bildern natürlich auch für eine hohe Wahrscheinlichkeit, genau den richtigen Moment eingefangen zu haben. Dabei hilft auch eine automatisch aktivierte Pre-Recording-Funkion. Ist die Kamera-App gestartet, nimmt das HTC One kontinuierlich auf. Von den rund vier Sekunden, die auf der Speicherkarte landen, hat sich etwa eine schon vor dem Betätigen des Auslösers abgespielt.

Wir haben uns an anderer Stelle bereits ausführlicher mit HTC Zoe auseinandergesetzt . Wer sich für die Bildqualität im Detail interessiert, dem legen wir außerdem unsere Vergleichsstory ans Herz, in der wir das HTC One dem Lumia 920 und dem iPhone 5 gegenüberstellen . Leider ist es uns derzeit noch nicht möglich, die ausführlichen Messungen im Kamera-Labor durchzuführen. Ein Bug in der Firmware verhindert das Einstellen exakter ISO-Werte. HTC hat angekündigt, ein entsprechendes Update auf den Weg zu bringen. Sobald dieses auf unserem One angekommen ist, werden wir einen detaillierten Kamera-Test veröffentlichen und diesen Artikel auf den neuesten Stand bringen. Möglicherweise hat es bis dahin ja auch schon ein Samsung Galaxy S4 in unsere Redaktion geschafft.

Unterm Strich haben wir hier also eine tolle Kamera. Es bleibt nur noch ein Kritikpunkt: Bei einem Smartphone, das so viel wert auf die Kamera legt, wäre eine explizite Taste für den Auslöser wirklich angebracht.

Sound

Bääääm! Viel mehr können wir zu den Stereo-Lautsprechern des HTC One nicht sagen. Jeweils ein Treiber ist ober- und unterhalb des Displays angebracht. Damit entfällt der ansonsten häufige, zusätzliche Lautsprecher auf der Rückseite.

Kräftig: Das HTC One hat oben und unten je einen Lautsprecher.

Laut HTC soll das One bei der Wiedergabe von Sound viermal lauter sein als das iPhone 5. Würden wir die Geräte in einen Teststand spannen und schnöde Dezibel-Zahlen messen, wäre das Ergebnis vermutlich weit weg von dem vierfachen Wert. Doch die Taiwaner bedienen sich eines hervorragenden Tricks: Dadurch, dass beide Lautsprecher auf der Front angebracht sind, wird der Benutzer direkt beschallt. Beim iPhone 5 beispielsweise sitzt der Lautsprecher an der Unterseite – und sendet die Schallwellen vom Betrachter weg.

Damit bietet uns das HTC One tatsächlich konkurrenzlos guten Sound. Im Vergleich mit anderen aktuellen Geräten hat es im Hörtest definitiv den Top-Platz belegt.

Software

HTC BlinkFeed: Im neuen Homescreen finden sich vor allem Meldungen aus den Social Networks.
Die Programm-Zeitschrift passt sich an die Vorlieben des Nutzers an – zumindest theoretisch. In der Praxis gibt es, zumindest im deutschsprachigen Raum, zu wenig Vorschläge.
Ungewöhnlich und zuweilen nervig: Hier im Hauptmenü der Alben-App laufen scheinbar wirr Facebook-Fotostrecken von Freunden ein.

Auf unserem Testgerät läuft Android in der Version 4.1.2 – und damit nicht die ganz aktuelle Version. Immerhin, die Unterschiede zur neuen 4.2 sind nicht praxisrelevant. Große Neuerungen wie die Unterstützung von mehreren Nutzern sind nur für Tablets relevant, und das kabellose Übertragen von Bildschirm-Inhalten auf einen Fernseher via Miracast ist mangels einer größeren Auswahl kompatibler Endgeräte ohnehin bisher nicht praktikabel. Ein Update auf die neue Version soll kommen.

Spannend ist die HTCs eigenes Sense-Interface in der Version 5. Das auffälligste Merkmal ist der fast vollständige Verzicht auf die klassischen Android-Homescreens. Der Grund dafür: Untersuchungen von HTC hätten ergeben, dass immerhin 35 Prozent aller Nutzer nur einen einzigen Homescreen einsetzen und gigantische 80 Prozent drei oder weniger. Und, obwohl das Prinzip von Widgets eigentlich genial ist, kommen sie in der Praxis kaum zum Einsatz: Viele Nutzer sind davon offensichtlich überfordert.

Es geht auch einfacher, dachten sich die HTC-Entwickler, und bauten eine neue Startseite. Sie soll den Käufern das bieten, was sie sehen wollen, wenn sie ihr Handy aus der Tasche ziehen. Optisch erinnert das BlinkFeed genannte Interface auf den ersten Blick ein wenig an die Kacheln von Windows Phone, allerdings verweisen die einzelnen Elemente nicht auf Apps, sondern auf News oder andere Inhalte im Internet.

Was hier auftaucht, definiert der Nutzer über seine Vorlieben und über das, was über die Social Networks eingeht. Zusätzlich tauchen beispielsweise Kalender-Einträge auf dieser Seite auf, oder TV-Tipps, wenn die Fernbedienungs- und Programmzeitschriftenapp eingerichtet ist.

Ein Fingertipp auf das Menü-Icon in der Mitte des unteren Bereichs zeigt den bekannten App-Drawer, in dem die Logos aller installierten Anwendungen auftauchen. Der Anwender kann über das Raster festlegen, wie viele der kleinen Symbole gleichzeitig zu sehen sein sollen, deren Position ändern und erstmals an dieser Stelle auch Icons per Drag-and-Drop übereinander ziehen und somit Ordner anlegen.

Wer von rechts nach links über den Homescreen wischt, bekommt den einzigen klassischen Android-Homescreen zu sehen. Standardmäßig gibt es hier nur das Google-Suchwidget. Wie gehabt lässt sich der Homescreen aber anpassen und mit weiteren Icons und Widgets versehen – und wer auf den typischen Android-Look nicht verzichten mag, kann auch weitere Homescreen-Seiten hinzufügen und wie bisher mit Elementen füllen.

Im Test gefällt uns BlinkFeed durchaus, allerdings laufen viele Inhalte aus den Social Networks ein. Wir hätten hier lieber mehr Nachrichten und weniger Posts von unzähligen, fernen Freunden gesehen. Bislang lässt sich keine Gewichtung festlegen. Bei uns ist Facebook dann wieder aus dem Feed geflogen – danach war es besser. Aber das ist sicherlich Geschmackssache. Auch die TV-Tipps waren wenig hilfreich. Bei unserem Test ist nur einmal täglich die aktuelle Simpsons-Folge auf Pro Sieben aufgetaucht.

Facebook ist ohnehin ganz schön tief im System verankert. Wer beispielsweise die Alben-App öffnet, um auf seine Fotos zuzugreifen, sieht hier nicht seine Bilder in der obersten Ebene. Sie verbergen sich unter Eigene Fotos oder Kameraaufnahmen, und auf gleicher Höhe mit diesen beiden Menüpunkten finden sich sämtliche Alben von Facebook-Freunden. Das lässt sich leider auch nicht abschalten, ohne das komplette Facebook-Konto zu entfernen.

Apropos TV-Tipps: Die Fernbedienung ist ein weiteres Novum des HTC One. Die Idee ist genial, die Ausführung wirkt aber sehr amerikanisch. Man wählt zunächst seinen Wohnort und dann den Kabelnetzbetreiber aus, um dann mit allen Kanalinformationen förmlich überflutet zu werden. Der Versuch, uninteressante, fremdsprachige oder nicht verfügbare Sender wie Pay-TV zu entfernen, scheiterte mangels Geduld: Die Liste ist wahnsinnig lang, und jedes einzelne Programm will abgewählt werden. Gruppen für Sky & Co. gibt es leider nicht. Außerdem ist das Anpassen der Programmplätze im Receiver nicht vorgesehen.

Damit bleibt uns von der Fernbedienungs-App nur noch die Basis-Funktion. Anstatt in der Programmzeitschrift mächtig cool auf das Foto der Simpsons zu tippen, muss ich also das Programm per virtueller Zifferntastatur auswählen. Das funktioniert in der Praxis erfreulich gut und geht schnell in Fleisch und Blut über. Und vielleicht passt HTC den vollen Funktionsumfang ja auch irgendwann mal an die typisch-deutsche Wohnzimmerausstattung an.

Leistung

Mächtig Power: Das HTC One legt in den Leistungs-Benchmarks Rekordwerte hin.

Beim GLBenchmark sowie beim Prozessor-Testprogramm Coremark liegt das One mit großem Abstand vor den Konkurrenten. Auch im Browser-Benchmark Sunspider können sich die Ergebnisse mehr als sehen lassen.

In der Praxis bedeutet das, dass Ruckeln oder Denkpausen von Soft- und Hardware ein für alle Mal der Vergangenheit angehören. Spiele laufen allesamt problemlos und Apps starten schnell. Und vor allem: Im Vergleich zu den meisten derzeitigen Android-Smartphones hat das One so viele Leistungsreserven, dass es auch in zwei Jahren noch ein sehr anständiges Handy sein wird.

Allerdings: Die ersten Benchmark-Ergebnisse lassen darauf schließen, dass das Samsung Galaxy S4 noch etwas schneller sein wird. Schließlich läuft sein Snapdragon 600 auch mit 1,9 GHz – und damit schlicht etwas flotter als der 1,7 GHz schnelle Chip im HTC One.

Akku

Der LiPo-Akku im Inneren hat eine Kapazität von 2300 mAh. Laut Hersteller reicht das für ein 26-stündiges Dauertelefonat per GSM oder fast 18 Stunden per UMTS sowie für circa 18 Tage Standby-Betrieb.

Im Praxis-Test liegen die Laufzeiten beim Betrachten von Videos leicht unter dem Durchschnitt. Bei einer Display-Helligkeit von 200 cd/m², was in etwa der Hälfte der maximalen Beleuchtung entspricht, hält der Akku des One knapp 7 Stunden und 45 Minuten durch. Beim Surfen im Internet über WLAN sind es gut 10 Stunden. Damit liegt das One mitten im Schnitt seiner Konkurrenten.

Ausstattung

Das Mobilfunkmodul unterstützt Quad-Band-GSM, HSPA mit bis zu 42 MBit/s im Downstream sowie über Tri-Band-LTE. Bei LTE unterstützt das HTC One die in Deutschland gebräuchlichen Frequenzen 800 und 2600 MHz; außerdem 1800 MHz. Zusätzlich stehen Funk-Standards wie Bluetooth 4.0, WLAN, sowie GPS, Glonass und NFC zur Verfügung.

Die weiteren technischen Daten finden sich in der folgenden Tabelle.

HerstellerHTC
GerätOne
Display4,7 Zoll LCD
Auflösung1920 × 1080, 468 ppi
ProzessorQualcomm Snapdragon 600, Quad-Core 1,7 GHz
Arbeitsspeicher2 GByte
interner Speicher32 GByte
Speicherkartenslotnein
SIM-KartenslotMicro-SIM
Kamera4 Megapixel
Bildsensor1/3" BSI
Foto-LEDja
Frontkamera2,1 Megapixel
GSMQuad-Band
HSPAbis 42,2 MBit/s
LTE800/1800/2600 MHz, bis 100 MBit/s
NFCja
GPSja
Bluetooth4.0
WLAN802.11 a/ac/b/g/n
AnschlüsseMicro-USB mit MHL, 3,5-Millimeter-Klinke, IR-Diode als Universalfernbedienung unter Ein-Aus-Taster
BetriebssystemAndroid 4.1.2
Akku2300 mAh LiPo
Akkulaufzeit1061 bis 1574 Min. Gesprächszeit, 442 bis 479 Stunden Standby laut Hersteller
Abmessungen13,7 × 6,8 × 0,9 cm
Gewicht143 Gramm
UVPca. 670 Euro
Verkaufsstartca. Mitte März 2013

Fazit

Das HTC One ist derzeit DAS Android-Smartphone. Hardware: top, Software: top, Leistung: top – wer sich auf die Suche nach Haken macht, findet vielleicht den durchschnittlichen und nicht wechselbaren Akku störend, den fehlenden Speicherkartenslot oder die Tatsache, dass softwareseitig einiges nicht zu hundertprozent am deutschen Markt ausgerichtet zu sein scheint.

Insgesamt ist HTC eindeutig auf dem richtigen Weg. Die Konzentration auf ein richtig anständiges Smartphone anstelle vieler, nur schwer differenzierbarer Modelle, hat gut getan. Das One zeigt, was eine von Technologie getriebene Firma machen kann – wenn man sie lässt. Die kleineren Haken ließen sich, abgesehen vom Akku, durch Software-Updates beheben. Jetzt muss der Hersteller nur noch beweisen, dass er sich auch diesem Thema ernsthaft annimmt.

Kurz und knapp: Mit dem HTC One kann derzeit kein anderes Android-Smartphone mithalten. Es ist das Maß der Dinge. Wenn das Galaxy S4 in knapp zwei Wochen auf den Markt kommt, holt die Konkurrenz auf. Aber wer Wert legt auf gute Verarbeitung, hochwertige Materialien und schweres Metall, kommt auch in der nächsten Zukunft nicht an dem One vorbei.