Die Earfun Free Pro 3 kosten 64 Euro und bieten für den Preis mehr als einige deutlich teurere Vertreter. Der Kurztest zeigt ihre Stärken – offenbart aber auch Schwächen.
Earfun ist kein Neuling für uns, in der Vergangenheit haben wir uns bereits die Earfun Free Pro (Testbericht) und die Earfun Free 2 (Testbericht) genauer angeschaut. Beide haben uns sehr gut gefallen und je 4,5 Sterne erhalten. Das liegt vor allem am außergewöhnlich guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Nun wollen die Earfun Free Pro 3 im Test beweisen, dass sie eine ähnlich hohe Bewertung verdient haben.
Die Steuerung erfolgt zuverlässig über die Touch-sensitive Oberfläche der Buds. Außerdem gibt es eine umfangreiche App mit vielen Klangeinstellungen, wie einen Equalizer und Optionen zur Unterdrückung von Umgebungsgeräuschen. Wer einen Bud verloren hat, kann ihn über die App ein Geräusch abspielen lassen. Die Nutzung eines einzelnen Buds ist möglich. Toll: Dank Multipoint ist ihr Betrieb an zwei Geräten gleichzeitig möglich.
Das Active Noise Cancelling der Earfun Free Pro 3 ist eher schwach, filtert aber dennoch unangenehme Spitzen weg. Die App gibt dem Nutzer die Wahl zwischen vier Ohrkanaltypen. In unserem Fall macht das keinen großen Unterschied. Obendrein gibt es einen Modus zur Windgeräuschunterdrückung. Im Test zeigten sich die Free Pro 3 weniger anfällig gegenüber Wind als viele andere günstige Earbuds, die wir getestet haben. Auf Knopfdruck schalten die Kopfhörer in den Transparenzmodus, der jedoch etwas rauscht.
Der Klang der Earfun Free Pro 3 überrascht uns positiv. Dank einer recht breiten Codec-Unterstützung (LC3, AAC, aptX, aptX Adaptive) klingen Songs angenehm warm und voll. Dabei liegt ein Fokus auf der Basswiedergabe. Wem das zu dominant ist, der kann über die App im Equalizer seinen ganz individuellen Sound erstellen. Auffällig: Mit eingeschaltetem ANC ist der Klang der Kopfhörer am besten, im Transparenzmodus am schwächsten.
Die Earfun Free Pro 3 eignen sich sehr gut zum Telefonieren. Dank dreier Mikrofone pro Bud versteht uns das Gegenüber richtig gut und klar. Auch Windgeräusche werden überwiegend herausgefiltert und stören das Gegenüber nur, wenn der Wind wirklich heftig wird.
Die Earfun Free Pro 3 kommen in einem schlanken Case mit 420-mAh-Akku. Dieses lädt die Buds etwa drei- bis viermal wieder auf. Die Buds selbst haben einen Akku mit je 40 mAh und halten bei mittlerer Lautstärke etwa acht Stunden durch. Mit eingeschaltetem ANC reduziert sich diese Zeit auf unter sechs Stunden. Aufgeladen werden sie nicht nur über ANC, sondern auf Wunsch auch kabellos über Qi.
Die Earfun Free Pro 3 kosten nur 58 Euro.
Die Earfun Free 3 Pro ab 60 Euro sind richtig gute Kopfhörer, die in ihrer Preiskategorie nur wenig Konkurrenz haben. Sie sitzen super in unserem Ohr. Dank der Flügelchen und IPX5 eignen sie sich gar für Sport. Die App bietet dank Equalizer umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten des angenehm vollen und warmen Klangs, der tendenziell die Bässe etwas zu stark betont.
Die Earfun Free Pro 3 unterstützen die Codecs LC3, AAC, aptX, aptX Adaptive. Dank Multipoint können sie sich mit zwei Geräten gleichzeitig verbinden. Ihre Akkulaufzeit ist hoch und sie können sogar über Qi kabellos geladen werden. Dank sechs Mikrofonen versteht uns beim Telefonieren das Gegenüber gar bei moderatem Wind sehr gut.
Ihre größte Schwachstelle: die aktive Geräuschunterdrückung (ANC) ist ziemlich schwach. Trotzdem gehören die Earfun Free 3 Pro zu den besten In-Ear-Kopfhörern ihrer Preisklasse und erhalten unsere Kaufempfehlung.
Die Buds selbst wirken gut verarbeitet und halten dank kleiner Flügelchen bei wilden Bewegungen perfekt in unserem Ohr. Das macht sie in Kombination mit IPX5 zu idealen Sportkopfhörern. Falls sie nicht auf Anhieb passen, legt Earfun den Free Pro 3 unterschiedliche Aufsätze und Flügelchen bei.
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