Seine erste Bauanleitung veröffentlichte er mit 16, mit 30 testete er die ersten "Schleppis" (tragbare 8-W-D-Netz-Funktelefone) und dann Handys bei der Traditionszeitschrift Funkschau. Danach kümmerte er sich bei einem Provider um die mobile Datenübertragung in D- und E-Netz mit damals immerhin…
Die JBL Boombox 3 Wi-Fi gehört zur Elite der tragbaren Bluetooth-Speaker – zumindest beim Blick aufs Datenblatt. Ob die massive Musikbox auch in der Praxis überzeugen kann, zeigen wir im Test.
Bluetooth-Lautsprecher sind praktische Begleiter für Badesee, Picknick im Stadtpark oder etwa die Geburtstagsfeier im Garten. Besonders praktisch ist es, wenn die mehr oder weniger kleinen Begleiter handlich tragbar und wasserdicht sind. Die JBL Boombox 3 Wi-Fi bietet in dieser Hinsicht eine High-End-Ausstattung.
Schon die optische Erscheinung ist bullig, das lässt auch auf kraftvollen Sound hoffen. Neben Bluetooth kann man Medieninhalte auch per integriertem WLAN auf die Box streamen. Die integrierte Powerbank-Funktion ist ein nützliches Extra. Wasserdicht ist sie ebenfalls, wie fast alle JBL-Boxen. Elitär ist neben der Ausstattung allerdings auch der Preis von momentan 472 Euro bei Amazon. Wie die genannten Features und die Box insgesamt überzeugen, zeigt unser Testbericht.
Wer auf der Suche nach einer Bluetooth-Box für das nächste Event ist, dem hilft auch unser Ratgeber: Gute Partybox ab 120 €: Lautsprecher von JBL, Lenco, Teufel & Co.
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Die JBL Boombox 3 Wi-Fi darf sich schon zu den ganz großen, tragbaren Bluetooth-Boxen zählen. Mit Maßen von 48,2 x 25,7 x 20,0 cm ist sie ganz schön massiv – und stolze 6,79 kg schwer. Zum Transport gibt es einen integrierten, praktischen Tragegriff auf der Oberseite. Ansonsten ist das Design recht standardmäßig für einen JBL-Bluetooth-Speaker, wie wir es bereits von den Modellen der JBL-Extreme-Reihe kennen.
Die Box läuft im Akkubetrieb stolze 24 Stunden bei gemäßigter Lautstärke. Das ist auf der einen Seite lobenswert, der 9.000 mAh große Stromspeicher erklärt aber auch das hohe Gewicht. Ebenso kann die Lautsprecherbox mit Powerbank-Funktion auch das Smartphone oder andere mitgebrachte Geräte mit USB-Ladeanschluss mit 5 V und bis zu 2 A laden. In 4,5 Stunden ist der mächtige Akku wieder vollgeladen, wozu ein zwei Meter langes Netzkabel beiliegt – das Netzteil ist in der Boombox integriert. Damit die Boombox nicht unnötig eingeschaltet bleibt, schaltet sie sich wahlweise nach 15, 30, 45 oder 60 Minuten ohne Signal ab.
Für die Soundqualität entscheidend sind die verbauten Lautsprecher: ein 189 x 114 mm großer Subwoofer, zwei 80,9-mm-Mitteltöner und zwei 20-mm-Hochtöner. Bei Netzbetrieb werden diese mit maximal 1 x 80 W, 2 x 40 W und 2 x 20 W beschickt, am Akku sind es noch 1 x 60, 2 x 30 und 2 x 10 W. Die JBL Boombox 3 Wi-Fi deckt einen Frequenzbereich von 40 Hz bis zu 20 kHz ab. Damit ist der wichtigste Bereich abgedeckt und für eine portable Lautsprecherbox klingen auch die tiefen Töne schön satt.
Um Medieninhalte mit der Box wiedergeben zu können, verfügt sie natürlich über Bluetooth – leider ohne AAC oder aptX. So steht nur der verlustreiche Uralt-Standard SBC bereit. Gerade bei einer so teuren Box hätten wir Hochqualitäts-Standards zur Medienübertragung unbedingt erwartet. Immehin verbindet sich die Boombox dafür mit dem neuesten Bluetooth-Standard 5.3 und Multipoint zur Verbindung von mehreren Endgeräten gleichzeitig wird ebenso unterstützt.
Wie der Name es bereits verrät, verfügt die Box außerdem über WLAN auf 2,4 und 5 GHz. Doch wozu das? Damit lässt sich die JBL Boombox 3 Wi-Fi wie eine Soundbar ansteuern. Unterstützt sind die Dienste Apple Airplay, Google Chromecast, Spotify Connect und Alexa-Multi-Room. Die Auswahl eines dieser Streaming-Standards erfolgt über das Smartphone oder ein anderes kompatibles Endgerät. Analoge Ein- oder Ausgänge oder ein Ethernet-Anschluss sind nicht vorhanden.
Auch die Bedienelemente sind minimiert: Ein/Aus, Start/Stop/Pause, Leiser, Lauter und eine Preset-Taste, die in Zusammenhang mit der „JBL One“-App funktioniert. Für Updates wird diese ebenso genutzt, im Normalbetrieb ist sie nicht erforderlich.
Eine Taste, um die Mikrofone zur Sprachbedienung auszuschalten, gibt es nicht: Es sind zwar zwei Mikrofone verbaut, doch nur, um den Klang einzumessen, nicht aber zur Sprachsteuerung. Die Google-Home-Sprachsteuerung oder Alexa sind dennoch über andere Smart Speaker mit Mikrofon oder ein Android-Smartphone oder -Tablet erreichbar.
Das Gerät ist staub- und wassergeschützt nach IP67: Es soll bis zu 30 Minuten 1 Meter tief untergetaucht werden können, ohne auszufallen. Das gilt allerdings nur in neutralem Süßwasser, nicht in der Badewanne mit Schaumbad und auch nicht in Meerwasser. Zudem kann die Dichtung altern. Und natürlich spielt das Gerät nicht wirklich unter Wasser: Einerseits reißt dann der WLAN- oder Bluetooth-Empfang ab, andererseits geht auch der Schall wortwörtlich baden. Wir konnten es uns trotzdem nicht verkneifen, aus der Boombox ein U-Boot zu machen, sie spielte danach einwandfrei weiter.
Die JBL-App ist unkompliziert zu installieren, ebenso klappt die Einrichtung in Google Home ohne Probleme. Mehrere Lautsprecher können dabei in Multiroom-Konfigurationen in unterschiedlichen Gruppen eingebunden werden.
Das Abspielen von Musik aus dem Internet ist unkompliziert möglich, ob Radiosender über Tune-In oder Musik über Spotify, Tidal, Apple Music und andere Streamingdienste. Lokale Dateien lassen sich über Chromecast über WLAN abspielen, oder via Bluetooth.
Der veraltete Verbindungsstandard ist unverständlich, denn die Box spielt in bester Tonqualität und kann sogar HD-Sound und 3D Dolby Atmos wiedergeben. Bei ihrem Preis sollte auch eine Lizenz für hochauflösende Bluetooth-Codecs drin sein. So ist eine Wiedergabe über Bluetooth klar nur 2. Wahl – unterwegs wird man nicht darum herumkommen.
Die JBL Boombox 3 weist ein ausgewogenes Klangbild auf und kommt ohne Scheppern aus. Sie liefert laut und leise einen angenehmen, ausgeglichenen und hochwertigen Klang. Für einen tragbaren Lautsprecher liefert sie trotz der kompakteren Bauform eine vergleichsweise breite Stereobasis.
Die Qualität steigt von selbst digitalisierten LPs über Spotify an, über Bluetooth fällt sie wegen der fehlenden Codecs deutlich ab. Auch hohe Lautstärken werden verzerrungsfrei wiedergegeben. Der Klang strengt auch bei längerem Hören nicht an, der Lautsprecher ist für alle Musikrichtungen und selbstverständlich auch Sprachwiedergabe gut geeignet. Damit ist die Box universell nutzbar und nicht auf etwa Hip-Hop beschränkt.
Mit knapp 530 € Listenpreis ist die JBL Boombox 3 Wi-Fi kein Schnäppchen, doch für die gebotene Leistung bei solch leistungsfähiger Akkuversorgung die Investition wert. Aktuell bekommt man die Box bei Amazon für 472 Euro.
Die JBL Boombox 3 Wi-Fi bietet eigentlich alles außer eingebauten Mikrofonen für Google Home/Alexa, die beim mobilen Betrieb aber ohnehin funktionslos wären. Sie kann dafür locker die halbe Siedlung oder den ganzen Baggersee beschallen und übersteht auch Rasensprenger und Gewitter.
Per WLAN kann man direkt auf die Box streamen über alle mittlerweile üblichen Anwendungen, ob Streaming lokaler Dateien, von Spotify/Tidal/Quboz oder Internetradio. Einzig schmerzt uns das Fehlen von Bluetooth-Übertragungsstandards mit hoher Qualität, da AAC oder aptX fehlen. Bei einer über 400 Euro teuren High-End-Box ist uns das unverständlich. JBL bietet so leider nur den alten, verlustreichen SBC-Standard. Das Design ist ein Hingucker, erscheint uns aber sehr durchdacht & praxisnah. Die Box fügt sich so problemlos an verschiedenen Orten ins Gesamtbild ein.
Insgesamt ein feines Stück Technik mit klar differenziertem Klangbild, schickem Design, tollen WLAN-Feature und einem mittelgroßen Bluetooth-Manko. Für letzteres ziehen wir einen Stern ab, da wir mindestens AAC für so viel Geld als erwartet hätten.
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