Philipp hat seinen beruflichen Werdegang als Praktikant in einer Werbeagentur begonnen und ist mit verantwortlich für das Design von Bierdeckeln, Werbetafeln und einem Fan-Bus eines großen Fußballvereins. Danach folgte der erste Schritt zum Journalismus: Ein Volontariat bei PC-Zeitschriften, die heute kaum noch jemand kennt - PC Direkt und PC Professionell. Dann folgte ein mehrjähriger Ausflug in die Welt des Marketings, PR-Arbeit und Qualitätsmanagement in einem mittelständischen Handelsunternehmen.
Seit 2015 ist Philipp bei Heise im Team von Bestenlisten aktiv. Hier bringt er auch seine privaten Interessen ein und deshalb für Drohnen, Laser, Balkonkraftwerke, Powerstations und zahlreiche China-Gadgets wie Handwärmer, USB-Lötkolben oder Mini-Taschenlampen zuständig.
Wer beim Ausflug die Getränke und Lebensmittel nicht nur kühl halten, sondern auch effektiv herunterführen möchte, benötigt eine Kühlbox mit Kompressor. Ob die rund 250 Euro für den mobilen XL-Kühlschrank von Banggood gerechtfertigt sind, zeigt unser Test.
Zwar schaffen es auch passive und Thermoelektrische-Kühlboxen heruntergekühlte Lebensmittel länger auf Temperatur zu halten, aktiv kühlen kann man damit aber nicht. Hier kommen dann die Kompressor-Kühlboxen ins Spiel. Diese bieten ganz unabhängig von der Umgebungstemperatur ordentliche Kühlleistung bis in den Minusbereich und schaffen es Getränke, Lebensmittel oder auch Eis nicht nur kalt zu halten, sondern auch herunterzukühlen.
Wir klären, ob sich Extras wie App-Anbindung, interner Akku oder integrierte Eiswürfelbereiter in der Praxis lohnen.
Die Kühlbox MR30 von Mudiro von Banggood ist mit Abmessungen von etwa 73 × 39 × 51 cm und einem Gewicht von 14,9 kg auch für gesellige Abende mit Freunden ausreichend dimensioniert – der 50 Liter fassende Kühlraum ist wirklich groß und bietet auch Platz für 1,5-Liter-Flaschen. Deckel und Gehäuse aus Kunststoff sind ordentlich verarbeitet und hinterlassen einen hochwertigen Eindruck. Der Deckel öffnet sich hier zur langen Gehäuseseite – ein Umbau ist nicht möglich.
Die Temperatur von bis zu -20 Grad Celsius wird hier mithilfe der insgesamt vier Tasten und einem kleinen Display gesteuert. Neben den Bedientasten ist zusätzlich ein USB-A-Port zu finden, an dem man etwa ein Smartphone oder eine Taschenlampe nachladen kann. Voraussetzung dafür ist die Verbindung mit einem Stromnetz mit 230 Volt, 24 Volt oder 12 Volt. Das entsprechende Netzteil und ein Kfz-Stecker (Zigarettenanzünder) gehören zum Lieferumfang.
Für einen bequemen Transport sorgen hier sowohl zwei Rollen an der Unterseite als auch zwei seitlich angebrachte Handgriffe. Diese müssen nach dem Auspacken zunächst angeschraubt werden, was in zwei Minuten erledigt ist. Leider ist der klappbare Griff wegen der kurzen Länge für den Rolltransport nur bedingt gut zu gebrauchen. Hier gibt es bessere Lösungen! Der Deckel schließt zwar dicht, eine magnetische Schließung oder Verriegelung gibt es aber nicht.
Das XL-Kühlfach kann mit einer Kunststofftrennwand in zwei Bereiche geteilt werden, die sich unterschiedlich kühlen lassen. Denkbar wäre etwa ein Fach für Lebensmittel und Getränke und eines für Speiseeis und Eiswürfel. Im Test benötigen wir allerdings etwas Zeit, um herauszufinden, wie sich die beiden Temperaturzonen getrennt einstellen lassen – die Anleitung schweigt sich über diesen Punkt ungünstigerweise aus. Eine für die Nutzung in Caravan und Pkw wichtige Batterie-Wächter-Funktion hat die Kühlbox ebenfalls integriert. Je nach Einstellung wird hier die Stromversorgung gekappt, bevor die Autobatterie leer ist. Das klappt im Test zuverlässig.
Eine App zur Kontrolle und Steuerung der Kühlbox per Bluetooth oder WLAN gibt es hier nicht. In der Praxis haben wir sie nicht vermisst. Stromverbrauch und Lautstärke sind insgesamt durchschnittlich. Je nach Betriebsart (Eco-Modus und Max-Modus) messen wir in einem Meter Entfernung zwischen 40 dB und 50 dB. Bei 21 Grad Celsius Außentemperatur benötigt die leere Kühlbox knapp 18 Minuten, um auf 0 Grad herunterzukühlen. Die Leistung und der Stromverbrauch sind von der Kühlleistung abhängig. Im Schnitt kommen wir hier bei 12 Volt auf etwa 40 bis 50 Watt. Der Stromverbrauch per 230-Volt-Netzteil ist wegen der Wandlungsverluste deutlich höher. Im Test an der Steckdose fließen bis zu 135 Watt, die Nutzung des Zigarettenanzünders ist also deutlich effektiver. Wer seine Kühlbox an einer Powerstation oder im Wohnmobil betreibt, sollte das beachten!
In Kompressor-Kühlgeräten werden Kältemittel auf natürlicher oder FKW-Basis verwendet. Mittels eines Verdampfers geht dieses vom flüssigen in den gasförmigen Zustand über. Das verdampfende Kältemittel entzieht der Kühlbox Wärme und sorgt so für Abkühlung. Der Kompressor komprimiert das Kältemittel anschließend und führt es wieder dem Verdampfer zu.
Kompressorkühlboxen sind in den vergangenen Jahren deutlich effektiver geworden, was Energieverbrauch und Kühlleistung betrifft. Selbst Gefrierfächer sind dank absoluter Kühltemperaturen von bis zu -20 Grad Celsius möglich. Anders als Absorber sind die Kühlboxen mit Kompressor kaum von der Umgebungstemperatur abhängig. Zwar gibt es auch hier Grenzen, Temperaturschwankungen treten aber erst bei Umgebungstemperaturen über 40 Grad Celsius auf.
Abgesehen von der enormen Größe und einem guten Abschneiden im Praxistest, punktet diese Kühlbox auch mit einem verlockend niedrigen Preis: Die handlichere Variante mit 35 Litern gibt es ab 170 Euro. Die größere Ausführung ist inzwischen leider ausverkauft.
Die Kompressor-Kühlbox von Mudiro hinterlässt ein positives Bild. Abgesehen von der überschaubaren Lautstärke und Leistungsaufnahme gefallen uns primär der riesige, zweiteilige und zudem beleuchtete Kühlraum. Wer Platz für zahlreiche Getränke und Lebensmittel benötigt, ist hier bestens beraten. Der USB-Ladeport ist zwar praktisch, aber kein Kaufargument – anders sieht das mit dem Preis aus. Die handlichere Variante mit 35 Litern gibt es schon ab 170 Euro.
Punktabzug gibt es nur für den aufklappbaren Handgriff zum Hinterherziehen der Kühlbox – der ist einfach zu kurz und wenig praktisch. Auf die Steuerung per App kann man hingegen gut verzichten.
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