Schon in frühen Kindertagen wurde die Technikbegeisterung von Daniel mit einem C64 unterstützt. Später verstärkten verschiedenste Gerätschaften, etwa ein 286er (mit MS DOS 6.2) und andere PCs, verschiedene Spielekonsolen wie der Sega Mega Drive oder Kuriositäten wie der Atari Lynx und ein sogar ein…
Probleme mit dem Computer lassen sich nur schwer vermeiden, aber zum Glück kennt ja fast jeder jemanden, der dabei helfen kann. Oftmals sind diese Probleme aber nicht einfach durch schnelle Tipps oder Anweisungen am Telefon zu beheben. Damit man nun auch aus der selber Hand anlegen kann, hat Microsoft offizielle Remote Desktop-Apps für Android und iOS veröffentlicht – die eigene Plattform Windows Phone geht bisher kurioserweise allerdings leer aus.
Die Einrichtung der Verbindung ist relativ leicht, sofern der Zugriff über das Internet nicht nötig ist. Wurde am Ziel-Computer der Remote-Zugriff erstmal erlaubt, braucht man nur die IP-Adresse sowie die Zugangsdaten einzutragen. Damit ist die Fernsteuerung innerhalb des eigenen Netzwerks über WLAN möglich.
Auf kleinen Smartphone-Displays stellt sich die Steuerung der Desktop-Ansicht allerdings als etwas kniffelig heraus. Die Modern UI von Windows 8 lässt sich dagegen deutlich besser bedienen – in beiden Fällen empfiehlt sich allerdings ein größeres Tablet-Display anstelle eines Smartphones.
Die Steuerung ist einfach und effektiv über eine Leiste am unteren Display-Rand gelöst, auf der sich die typischen Tasten einer Windows-Tastatur finden. Das Smartphone oder Tablet verhält sich wie ein normales Touch-Eingabegerät. Wahlweise kann man aber auch auf die Steuerung des Mauszeigers umstellen, falls sich einige Funktionen nicht per Touchscreen ansteuern lassen. Eine stufenlose Zoom-Funktion ist so ziemlich das Einzige, was wir beim ersten kurzen Test vermisst haben. Der rudimentäre einstufige Zoom reicht nur im Notfall aus.
Die Latenz der Eingabe und Darstellung hängt natürlich von der Art der gewählten Verbindung ab. Im heimischen WLAN konnten wir nur eine leichte Verzögerung feststellen, bei der Verbindung über das Internet dürfte diese größer ausfallen. Apropos: Dabei ist noch eine größere Hürde zu nehmen. Standardmäßig blockiert nämlich der heimische DSL-Router jegliche eingehenden Verbindungen – und damit nützt der Remote Desktop im PC-Notfall nichts, denn die Konfiguration ist umständlich und für Menschen ohne tiefergehende PC- und Netzwerkerfahrung alleine kaum zu bewerkstelligen.
Microsoft Remote Desktop für Android und iOS ist sicher nicht die umfangreichste App ihrer Art, allerdings bietet sie alle Basisfunktionen, die für einen schnellen Zugriff innerhalb des eigenen Netzwerks nötig sind. Noch dazu steht sie kostenlos im Google Play Store und Apple App Store zum Download bereit.
Sie ist eine praktische Fernbedienung für alle Computer im Haus – etwa, um schnell etwas zu drucken, einen Download zu starten oder die nächste Folge einer Serie komfortabel vom Sofa aus per Handy-Touchscreen auszuwählen. Doch die Aufgabe der vermeintlichen PC-Hilfe kann sie nur eingeschränkt erfüllen. Schade – andere Tools dieser Art bekommen das besser hin.
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