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Leichtes E-Bike oder normales Rad: Lemmo One mit abnehmbarer Elektronik im Test

Lemmo One
VORTEILE
  • sehr leicht (15 kg/18 kg)
  • Technik (Smartpac) entfernbar
  • Ohne Smartpac als „normales“ Fahrrad nutzbar
  • schick und hochwertig
NACHTEILE
  • kein Drehmomentsensor
  • nur Hinterradmotor trotz 2000 Euro

Stylisch und cool soll es sein, außerdem per App steuerbar und viele smarte Features bieten? Dann ist das Lemmo One genau das richtige E-Bike – und mit 18 Kilogramm auch noch ziemlich leicht.

Moderne Urban Bikes wie Accolmile E-Road (Testbericht), Urtopia Carbon 1 (Testbericht) oder Fiido C21 (Testbericht) sind besonders stylische und gewichtsoptimierte Pedelecs. Problem ist hier oft die kurze Reichweite von teilweise deutlich unter 50 Kilometer. Zudem kommen sie oftmals ohne Gepäckträger und Schutzbleche, um ihr niedriges Gewicht von unter 20 Kilogramm zu erreichen.

Das Lemmo One verspricht 100 Kilometer Reichweite, kommt mit Schutzblechen, einer Gepäckträger-Vorrichtung und lässt sich dank abnehmbarer Elektronik auch als rein muskelbetriebenes Fahrrad fahren. Zudem bietet es smarte Features wie elektrisches Abschließen, GPS und eine Alarmanlage mit App-Steuerung – und noch mehr. Ein Abo-Modell für das Rad gibt es obendrein auf Wunsch auch, falls man nicht gleich die volle Summe von 2000 Euro auf den Tisch legen kann oder will. Wir haben im Test überprüft, ob das im Alltag so genial ist, wie es klingt.

Aufbau & Verarbeitung

Wer das Lemmo One des Berliner Start-ups Lemmo (Light Electric Mobility, ehemals Lemo) nach Hause geliefert bekommt, hat sich zuvor im Berliner Ladengeschäft, einem der Pop-up-Stores in verschiedenen deutschen Großstädten oder einfach auf der Webseite des Herstellers sein Fahrrad konfiguriert. Die Wahl besteht dabei zwischen den beiden matten Farben Sand-Beige und Grau, den Rahmengrößen XL (mit 29-Zoll-Rädern), L (27,5 Zoll) und ST („Damenrad“) sowie Kettenschaltung mit zehn Gängen oder wartungsfreiem Carbon-Riemen. Außerdem besteht die Wahl, das Fahrrad mit oder ohne Smartpac (mehr dazu später) zu kaufen oder das Smartpac für 3 Monate oder ein Jahr zu mieten.

Als optionales Zubehör gibt es einen seitlich an den Gepäckträger (er ist ausschließlich zur Befestigung der Seitentasche geeignet) zu installierenden Fahrradbeutel mit 20 Litern Inhalt aus LKW-Plane für 69 Euro. Ferner gibt es ein Klappschloss für 49 Euro, mit dem Nutzer das Lemmo One an Gegenstände anschließen können.

Nach wenigen Tagen wird dann das Wunschfahrrad per Spedition angeliefert. Den Käufer erreicht dabei ein typischer Fahrradkarton mit riesigen Ausmaßen und Schnellöffnung an einer der schmalen Längsseiten, dessen Inneres systematisch gepackt ist und aufgeräumt wirkt. Alles lässt sich anschließend aus dem Karton ziehen und der Zusammenbau kann beginnen. Auf Papier gibt es dafür nur eine rudimentäre Schnellanleitung für einige Teilabschnitte, oben auf dem Karton prangt aber ein QR-Code, der zu einem detaillierten Aufbauvideo führt. Wer dem Schritt für Schritt folgt, schafft den Aufbau auch allein und ohne großes Vorwissen in gut 15 Minuten. Dabei gilt es, neben den typischen Handgriffen wie Lenkstange richtig ausrichten oder Pedale installieren auch, das Vorderrad zu installieren. Das tolle dabei: Rahmen und allerlei Anbauteile sind nicht nur optimal gegen Kratzer in Schutzmaterial eingepackt (Lemmo verwendet hierfür sogar wiederverwendbare Kabelbinder!), sondern der Hersteller liefert alles benötigte Werkzeug sowie eine manuelle Luftpumpe mit Druckanzeige gleich mit.

Bei der Verarbeitung gibt es nichts zu meckern – im Gegenteil. Richtig zusammengebaut schleifen die beiden hydraulischen Scheibenbremsen nicht, nichts wackelt, klappert oder wirkt billig – bei diversen chinesischen Bikes, die die Redaktion erreichen, ist der Zusammenbau deutlich fummeliger und aufwändiger. Zudem setzt Lemmo auf innen liegendes Kabelmanagement, sodass nirgendwo am Rahmen Leitungen zu sehen sind. Einziger Wermutstropfen: Am Oberrohr des Rahmens gibt es nahe der Sattelstützenaufnahme eine winzige Stelle, bei der entweder bei der Produktion und dem Aufbringen der matten Farbe etwas schiefgelaufen ist oder die von einem Rempler auf dem Transport herrührt. „Schaden“ ist da aber auch schon übertrieben, an dieser Stelle ist das Finish des matten Lacks einfach nicht ganz perfekt – geschenkt.

Ansonsten punktet der Alurahmen mit nicht existenten Schweißspuren und -nähten. Um CO₂-Emissionen einzusparen, setzt Lemmo beim One nämlich auf ein spezielles Klebeverfahren – das wirkt insgesamt sehr hochwertig. Kleines Highlight: Vorn im Oberrohr des Rahmens installiert der Hersteller ein kleines Display, das neben der Fahrgeschwindigkeit unter anderem auch die Akkuleistung des Smartpacs sowie die der zwei weiteren Akkus innerhalb des Rahmens anzeigt.

Lenker und Licht

Der Lenker des Lemmo One ist sehr schlicht gehalten und wirkt aufgeräumt. Das liegt unter anderem am Fehlen einer Schaltung, sofern man wie bei unserem Testmodell den Riemenantrieb gewählt hat. Auch eine Klingel fehlt. Stattdessen gibt es nur je einen per Daumen erreichbaren Druckknopf auf beiden Lenkerseiten. Rechts sucht sich der Fahrer eine der drei Unterstützungsstufen aus (1 Klick – nächsthöhere Stufe, Doppelklick – niedrigere Stufe), links schaltet ein langer Druck das Licht vorn und hinten ein oder aus und ein kurzer Druck lässt die Hupe ertönen. Die ist zwar ausreichend laut und helltönend, womit sie wohl die Forderung der Straßenverkehrsordnung (§ 64a) nach einer „helltönenden Glocke“ erfüllt. Andere Verkehrsteilnehmer reagierten durch sie aber während unseres Testzeitraums eher irritiert als alarmiert.

Ein etwas längerer Druck auf beide Knöpfe gleichzeitig sperrt oder entsperrt den Motor im Hinterrad, das sich im gesperrten Zustand nicht mehr drehen lässt. Außerdem wird dann bei stärkerer Erschütterung (etwa beim Einklappen des Ständers oder beim Wegschieben des Bikes) die Alarmanlage aktiviert, die sich durch schrille Sirenentöne bemerkbar macht. Sie verstummt allerdings schon nach wenigen Sekunden wieder und vorsichtiges Wegtragen löste den Alarm des Lemmo One gar nicht erst aus. Gegen Diebstahl ist das Fahrrad also im Normalfall besser noch einmal zusätzlich zu sichern – daher auch das optionale Schloss vom Hersteller. Wer etwas Vergleichbares für sein Rad sucht, findet passende Produkte in unserem Ratgeber: Diebstahlschutz für Fahrrad, E-Bike & E-Scooter. Wer sein hochwertiges Rad orten möchte, findet passende Tracker in unserer Bestenliste Top 10: Die besten GPS-Tracker für Auto, Fahrrad, Haustier & Co.

Auch ein Display ist am Lenker nicht zu finden. Stattdessen integriert Lemmo die Anzeige wie bereits erwähnt in das Oberrohr des Rahmens kurz vor dem Lenker. Das vordere Licht ist ebenfalls nicht am Lenker befestigt, sondern in das Steuerrohr integriert. Von dort lässt es sich mittels eines kleinen mitgelieferten Werkzeugs entfernen und dank eingebautem Akku als Taschenlampe verwenden. Die Ausleuchtung der Frontlampe ist stark und ausreichend breit, wir hätten uns aber bei schnellerer Fahrt eine etwas weitere Ausleuchtung nach vorn gewünscht. Wegen der festen Installation im Rahmen lässt sich die Reichweite leider nicht anpassen. Das Rücklicht ist klein, aber sehr hell.

Ergonomie

An den Lenkerenden verwendet der Hersteller griffige Gummigriffe, die nach außen breiter werden und so mehr Auflagefläche für den Handballen bieten. Zusammen mit dem verstellbaren Winkel des Lenkers sowie der langen Sattelstütze soll das Test-Bike mit L-Rahmen für Fahrer zwischen 170 und 185 Zentimeter ausgelegt sein – das kommt wohl hin. Tatsächlich reicht der Verstellbereich des Sattels sogar für die 193 Zentimeter des Testers, ohne die Sattelstütze komplett aus dem Rahmen herausziehen zu müssen. Sie lässt sich auch dann noch stabil befestigen. Da durch die hohe Sitzposition dann allerdings die Sitzhaltung mehr und mehr nach vorn und das Gewicht des Fahrers auf die Handgelenke verlagert wird, würden wir uns für eine entspanntere Sitzhaltung an die Empfehlung des Herstellers halten. Der gibt für den XL-Rahmen eine Fahrergröße von 185 bis 200 Zentimeter an, kleinere Fahrer sollten den ST-Rahmen für Personen mit einer Körpergröße von 160 bis 185 Zentimeter wählen.

Im Gegensatz zu den Diamant- bzw. Herrenrahmen der L- und XL-Rahmen mit leicht abfallendem Oberrohr fällt das Oberrohr nach einem Knick stark ab und erinnert daher am ehesten an ein Damenrad. Der Knick ist nötig, weil auch beim ST-Rahmen vorn zwischen Steuer-, Ober- und Unterrohr das Smartpac befestigt wird. Der schicke Sattel dürfte Gelegenheitsfahrern zu hart sein, ein Tausch ist aber problemlos möglich.

Fahren

Mangels Federgabel oder sonstiger Federung vermuteten wir vor der ersten Testfahrt eine vergleichsweise holprige Fahrt. Tatsächlich schlucken die griffigen Reifen (bei unserem Testmodell 27,5 Zoll und mit reflektierender Flanke von Innova) aber Unebenheiten weitgehend ausreichend weg. Das Lemmo One profitiert dank sehr stabilem Fahrgefühl sogar von der fehlenden Federung, zumal dieser Verzicht sich auch positiv auf das Gesamtgewicht des Rads auswirkt.

Nur bei starken Unebenheiten, etwa auf Kopfsteinpflaster, vermissten wir eine bessere Federung. Lemmo möchte dafür zukünftig eine Sattelstütze mit integrierter Federung anbieten. Ein weiterer Pluspunkt: die gut dosierbaren Scheibenbremsen. Sie schleifen nicht, sondern greifen gleichbleibend gut. Das funktioniert auch bei Regen perfekt und dank der vormontierten Schutzbleche wird der Fahrer dabei nicht noch zusätzlich von unten nass.

Einzige Kritikpunkte sind der fehlende Drehmomentsensor und die Verwendung eines Hinterradmotors. Beides zusammen sorgt dafür, dass der Motor nach einem Tritt in die Pedale mit Verzögerung zuschaltet und erst dann spürbar anschiebt. Außerdem kann der Fahrer schon ab mittlerer Geschwindigkeit einfach einen Tick langsamer, aber kontinuierlich ohne Kraftaufwand weiter treten und der Motor beschleunigt das Lemmo One bis zur erlaubten Grenze von 25 Kilometer pro Stunde und hält es da. Zumindest mit Sport hat das dann nichts mehr zu tun.

Die drei Unterstützungsstufen unterscheiden sich bei der Beschleunigung nur leicht, wohl aber bei der maximal erreichbaren Geschwindigkeit. So ist in der ersten Stufe bei knapp 15 km/h Schluss. Die zweite Stufe bringt das Pedelec auf gerader Strecke und gutem Asphalt hingegen schon mit wenig Kraft auf bis zu 20 Kilometer pro Stunde. Die dritte Stufe sorgt mit dem zuvor erwähnten Trick fast gänzlich für ermüdungsfreies Fahren bei maximaler Abregelgeschwindigkeit.

Mehr Kraft als die gebotenen 40 Newtonmeter haben wir nicht vermisst, höchstens eine andere Übersetzung der Kraftübertragung. Denn sie ist beim von uns getesteten Riementrieb schon unterhalb von 25 Kilometer pro Stunde so hoch, dass sich der Fahrer bei etwa 85 u/min „tot strampelt“ – freiwillig wird abgesehen von geübten Radlern wohl niemand die Geschwindigkeit durch eigene Muskelkraft wesentlich erhöhen wollen. Hier dürfte die günstigere, dafür aber nicht wartungsfreie Kettenschaltung mit zehn Gängen die bessere Wahl sein. Leider konnten wir das nicht testen.

Das ist schade, denn die Möglichkeit, mit dem Lemmo One auch ganz ohne Motorunterstützung (und auch schneller als 25 Stundenkilometer) zu fahren, ist eines der Highlights des E-Bikes und der Grund, warum der Hersteller von E+Bike spricht. Denn Lemmo installiert Technik wie Akku und GPS im sogenannten Smartpac. Dieses rund 3 Kilogramm schwere, mit Stoff überzogene Paket wird zwischen Ober-, Unter und Steuerrohr des Rahmens eingeklickt und kann auf Wunsch entfernt werden. Das ist beim Laden des Akkus in der Wohnung nützlich, aber auch, wenn man komplett ohne Motorunterstützung fahren möchte.

Dazu lässt sich der Motor am Hinterrad durch eine einfache Drehung einer Mutter per Hand komplett vom Antriebsstrang entkoppeln und so der Widerstand durch den Motor komplett entfernen. Übrig bleibt ein ganz normales, rund 15 Kilogramm leichtes Fahrrad – stark! Außerdem dient das Smartpac auf Wunsch mit USB-C-Anschlüssen als überdimensionierte Powerbank für andere elektrische Geräte wie Smartphone und Laptop. Passende Halterungen zeigen wir in unserer Bestenliste Top 10: Die besten Handy-Halterungen fürs Fahrrad. Und es gibt noch einen weiteren Vorteil: Während die Hardware des Rads bei ordentlicher Wartung auch nach 10 oder 15 Jahren noch tadellos funktionieren kann, sieht das bei elektronischen Komponenten und erst recht dem Akku erfahrungsgemäß anders aus. Im Falle des Ausfalls ist der Wechsel durch das Smartpac wesentlich einfacher.

Elektronik und Akku

Das Lemmo One setzt auf einen Hinterradmotor mit 250 Watt und 40 Newtonmeter Drehmoment. Die Kraft ist in der Ebene absolut ausreichend, tatsächlich schiebt der Motor das Rad gerade auf der höchsten Unterstützungsstufe flott auf Höchstgeschwindigkeit. Zum Manövrieren auf engem Raum haben wir immer auf die unterste Stufe gewechselt, da uns ansonsten die Beschleunigung zu stark war. Mit dem Riemenantrieb ist uns aber beim Anfahren und bergauf die Übersetzung zu groß – wir würden daher wie bereits erwähnt der Gangschaltung den Vorzug geben. Davon abgesehen überzeugt der flüsterleise Motor, das ist sehr angenehm. Dafür gelingt dem Lemmo One die Wiederaufnahme der Motorarbeit bei Unterschreiten der 25-Km/h-Grenze recht unmerklich und damit angenehm.

Das Smartpac des Lemmo One lässt sich einfach entnehmen und dient auf Wunsch als Powerbank mit USB-A- und USB-C-Anschluss

Die Reichweite des Lemmo One gibt der Hersteller für sein Smartpac samt 540 Wattstunden mit maximal 100 Kilometern an Reichweite. Je nach Umständen ist das ein realistischer Wert. Bei einem Fahrer diesseits der 70 Kilogramm, weitgehend ebener Strecke, Temperaturen jenseits der 20 Grad und gutem Asphalt kamen wir tatsächlich auf etwa einen Kilometer pro Prozentpunkt Akku. Bei einem Fahrer knapp jenseits der 100-Kilogramm-Marke tendiert die Reichweite unter ähnlichen Umständen hingegen eher Richtung 80 Kilometer – auf Fahrstufe Drei wohlgemerkt! Das ist ein ordentlicher Wert. Zum Laden kann der Nutzer das Smartpac entnehmen und in der Wohnung laden – praktisch. Ein Ladevorgang dauert bis zu 4 Stunden.

Übrigens: Zuvor war bereits die Rede davon, dass im Rahmen, genauer gesagt dem vorderen Licht, noch Akkus stecken. Die sorgen etwa dafür, dass die Alarmanlage auch ohne eingestecktes Smartpac weiter funktioniert. Außerdem kann der Motor auch dann gesperrt werden, wenn kein Smartpac eingesteckt ist.

App

Den krönenden Abschluss bildet die Lemmo-App. Sie ist kostenlos und ermöglicht es dem Nutzer, diverse Einstellungen zu tätigen und genauere Informationen zu ergattern. Im Gegensatz zur einfachen Darstellung des Akkustands auf dem Fahrrad-Display wird in der App etwa die genaue Prozentzahl angegeben. Obendrein erhält der Nutzer hier einen Überblick, wie lange und wie weit er bereits mit seiner Akkuladung und insgesamt gefahren ist. Zudem lässt sich über die App das Smartpac via 4G-Funk entsperren (es wird beim Sperren des Bikes gegen Diebstahl gesichert) und in Kombination mit GPS der Standort des Lemmo One ausfindig machen. Die Darstellung erfolgt dann in Google Maps und mit einem Klick wird eine Route zum Standort erstellt.

Ebenfalls klasse: Das Smartphone in der Tasche dient auf Wunsch als elektronischer, berührungsloser Schlüssel. Dadurch kann der Nutzer einfach zum Bike gehen und es über die beiden Taster am Lenkrad entsperren und losfahren. Im Alltag klappte das meistens, aber nicht immer auf Anhieb. Bisweilen ging beim ersten Entsperrversuch nach „zu schneller“ Annäherung an das Lemmo One doch die Alarmanlage los. Meist funktionierte das aber gut. Optisch ist die App eher zweckmäßig, im Test war sie aber fehlerfrei.

Preis

Der Preis des Lemmo One liegt zum Testzeitpunkt bei 1990 Euro mit Smartpac und Kettenantrieb, die Variante mit Riemenantrieb und Elektrik liegt bei 2190 Euro. Als reine Fahrrad-Ausführung ohne elektrischen Antrieb und Akku kostet 1090 Euro. Mit Diamantrahmen stehen zwei Größen (L und XL) zur Verfügung, zudem gibt es eine Option mit Trapezrahmen als Tiefeinsteiger (ST). Detailliert konfigurieren und bestellen kann man das Lemmo One auf der Webseite des Herstellers.

Hinzu kommt optional ein seitlich an den Gepäckträger zu installierender Fahrradbeutel mit 20 Litern Inhalt aus LKW-Plane für 69 Euro und ein Klappschloss für 49 Euro, mit dem das Lemmo One an Gegenstände angeschlossen werden kann. Wer die 900 Euro für das Smartpac, das das Lemmo Bike erst zum E-Bike macht, nicht auf einen Schlag ausgeben will, kann den „smarten Akku“ entweder für 3 oder 12 Monate mieten. Im ersten Fall kostet das einmalig 20 Euro plus 45 Euro monatlich, im zweiten nur 35 Euro monatlich. Die Mietoption gilt aktuell aber nur für Berlin.

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Fazit

Lemmo bringt mit dem Lemmo One frischen Wind in den einheitlichen e-Bike-Markt. Das smarte Fahrrad überzeugt mit vielen Features, guter Verarbeitung, schickem Design, ordentlicher Technik und gutem Fahrverhalten. Zusätzlich ist es leicht und bietet dank herausnehmbarem Smartpac die Möglichkeit, das Bike komplett ohne Motorwiderstand auch mit reiner Muskelkraft zu fahren. Das bietet so niemand anderes. Hinzu kommt das Abo-Modell, das eventuell auch für den ein- oder anderen interessant sein könnte. Das ist allerdings zum Testzeitpunkt noch auf Berlin beschränkt.

Da es sich bei Lemmo allerdings um ein noch junges Start-up handelt, bleibt spätestens seit der Vanmoof-Pleite die Frage: Was passiert mit dem Lemmo One im Falle einer Insolvenz des Herstellers? Hier scheint es zumindest für den nicht elektronischen Teil des Rads Entwarnung zu geben: Durch die überwiegende Verwendung von Standard-Bauteilen sollte das Rad an sich auch in so einem Fall weiternutzen lassen, aber die Technik samt App?

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