Der Raumluftsensor Airthings View Plus erfasst anhand sieben Sensoren Daten zur Luftqualität. Sein E-Ink-Display zeigt diese an. Das Gerät lässt sich auch in Smart-Home-Systeme integrieren.
Der View Plus ist der leistungsstärkste Luftgütesensor der norwegischen Firma Airthings. Er misst die Luftschadstoffe Radon, Feinstaub nach den Klassen PM2.5 und PM1, Kohlendioxid (CO₂) und luftgetragene Chemikalien (VOCs). Außerdem informiert er über Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Luftdruck. Das kleine E-Ink-Display zeigt aber nicht alle Messwerte an. Lediglich zwei Werte finden dort Platz. Per Handgeste kann man dem Gerät noch eine Einschätzung zur Luftqualität entlocken. Im günstigsten Fall wird dann „Your Air is good“ angezeigt.
Der View Plus kann mit sechs AA-Batterien (im Lieferumfang enthalten) oder direkt per USB-Netzteil betrieben werden. Wenn das Gerät über USB mit Strom versorgt wird und mit Wi-Fi verbunden ist, fungiert es als Hub für andere Airthings-Geräte wie Wave Mini, Wave Plus, Wave Radon 2nd Gen. Die Konfiguration erfolgt über die App.
Die App bietet Zugriff auf sämtliche Sensorwerte und verschickt Warnungen, wenn fest vorgegebene Schwellenwerte überschritten werden. Sie zeigt außerdem Verlaufswerte grafisch nach bestimmten Zeitintervallen an. Mehr Details dazu bietet das Web-Dashboard, auf das man per Browser und per App Zugriff hat. Vorsicht ist geboten, wenn man den Airthings einem anderen Raum zuordnet. Dann stehen die bisherigen Messwerte nur noch unter dem Web-Dashboard parat.
Anders als der Air-Q und der Awair Element aktualisiert der Airthings die Messwerte nur alle paar Minuten. Die Werte für Radon werden sogar nur stündlich aktualisiert, Temperatur, Luftfeuchte alle 2,5 Minuten, sowie VOC und CO₂ alle 5 Minuten. Im Batteriebetrieb verlängern sich die Intervalle auf 10 Minuten. In puncto Messgenauigkeit steht der Airthings View Plus dem Testsieger Air Q Pro in nichts nach.
Dank Support für Amazon Alexa, Google Assistant und IFTTT können Anwender den View Plus in ihr Smart Home integrieren und auf Basis der gemessenen Werte etwa einen Luftreiniger steuern. Eine direkte Integration unterstützt der Raumluftsensor für Homey Pro (Testbericht) und Home Assistant (Testbericht). Allerdings erfolgt diese Integration nur über die Cloud des Herstellers. Eine lokale Einbindung ist anders als bei Air-Q Pro, Awair Element und den Airgradient-Luftsensoren leider nicht möglich.
Während die App keine Anpassung der Schwellenwerte bietet, ist das bei der Integration in Homey Pro möglich. Grundsätzlich können Anwender nach eine Integration in einem Smart-Home-System die Schwellenwerte für Warnungen durch eigene Automatisierungen anpassen.
Airthings verkauft den View Plus für günstige 208 Euro (VK: 299 Euro). Als Alternative bietet sich der Airthings Wave Plus an. Das Gerät erfasst bis auf Feinstaub die gleichen Werte wie der View Plus und ist mit 169 Euro (VK 229 Euro) deutlich günstiger. Eine Anzeige bietet der Wave Plus jedoch nicht.
Der Airthings View Plus bietet als einer der wenigen Luftgütesensoren auch Daten zur Radonbelastung. Weiterhin informiert das Gerät über die Schadstoffe PM2.5, PM1, sowie die CO₂-Konzentration, Luftdruck, Luftfeuchte und Temperatur. Sein kleines E-Ink-Display informiert jedoch nur über maximal zwei Sensorwerte und zeigt nur nach einer Handgeste, wie gut es insgesamt über die Luftqualität bestellt ist. Der Luftgütesensor kann auch per Batterien betrieben werden und ist somit mobil einsatzfähig.
Mehr Daten zur Luftqualität bietet die App respektive das Web-Dashboard. Ansonsten informiert sie auch über gesundheitliche Auswirkungen von zu hohen Schadstoffbelastungen. Allerdings liegen diese Informationen nur in Englisch vor.
Positiv ist die Integrationsmöglichkeit in Smart-Home-Lösungen wie Homey Pro und Home Assistant, mit der die Sensordaten für eigene Automatisierungen genutzt werden können. Allerdings werden die Werte nur alle paar Minuten aktualisiert.
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