Der Smartmi Air Purifier E1 ist für Räume bis 18 m² geeignet und kann an einer Wand montiert werden. Anwender können ihn per App, Homekit, Alexa oder Google Assistant steuern. Wie gut er in der Praxis funktioniert, zeigt unser Test.
Smartmi hat mit dem Air Purfier E1 einen kompakten Luftreiniger (Themenwelt) vorgestellt, der dem Ikea-Modell Förnuftig ähnelt. Anders als dieses können Anwender den E1 aber in Apple Homekit, Amazon Alexa und Google Assistant einbinden und für Automatisierungen nutzen. Zusätzlich lässt er sich auch per Smartmi-App fernsteuern.
Im Vergleich zu den bisher erhältlichen Smartmi-Luftreinigern wie dem Air Purifier 2 (Testbericht) oder dem Jya Fjord Pro (Testbericht) und auch den in unserer Bestenliste aufgeführten Modellen, ist der E1 allerdings weniger leistungsstark. Mit einem CADR-Wert (Clean Air Delivery Rate) von 150 m³/h ist er nur für kleinere Räume mit bis zu einer Größe von 18 m² vorgesehen. Wie gut sich der Smartmi Air Purifier E1 in der Praxis bewährt, zeigt unser Test.
Mit den Abmessungen 313,2 × 415,2 × 118,2 mm fällt der E1 relativ kompakt aus. Die Vorderseite wird fast vollständig von einem mit grau-schwarzem Stoff überzogenen Filter eingenommen, der sich leicht herausnehmen lässt. Der Filter besteht aus drei Komponenten. Der dekorative Vorfilter entfernt groben Schmutz und Haare, während die zweite Schicht Partikel und die dritte in Form einer Aktivkohleschicht Formaldehyd und flüchtige organische Verbindungen (englisch volatile organic compounds, kurz VOC) einfängt. Die Lebensdauer des Filters gibt Smartmi mit drei bis sechs Monaten an. Die App informiert, wann der Filter ersetzt werden muss. Ersatzfilter mit unterschiedlichen dekorativen Motiven sollen etwa für 20 Euro über Amazon erhältlich sein. Auf der Webseite zeigt Smartmi Filter mit roter und grüner Bespannung sowie eine Version mit einem Katzenmotiv.
An der Oberseite hat Smartmi auf einer orangefarbene Fläche zwei Schalter integriert, mit dem man den Luftreiniger komplett steuern kann. Mit der Modustaste kann man zwischen drei Lüfterstufen wechseln und mit der rechten das Gerät ein- und ausschalten. Dabei signalisieren drei LEDs die jeweils eingestellte Geschwindigkeitsstufe des Lüfters, der hinter dem Filter im Gehäuseinnere sitzt. Die gereinigte Luft wird an der Oberseite nach oben abgeführt. Zudem signalisiert eine weitere LED den Verbindungsstatus zum heimischen WLAN. Dabei unterstützt der Smartmi Luftreiniger E1 wie viele andere Smart-Home-Komponenten nur das 2,4-GHz-Band.
An der Gehäuserückseite gibt es je zwei Einkerbungen in horizontaler und vertikaler Ausrichtung im Abstand von etwa 24 und 31 Zentimeter. Damit kann der E1 an der Wand montiert werden. Für eine passgenaue Bohrung ist im Lieferumfang auch eine Bohrschablone enthalten. Dort finden sich außerdem zwei Schrauben inklusive Dübel, an die man dann den knapp drei Kilogramm schweren Luftreiniger aufhängen kann. Vor der Bohrung sollte man natürlich überprüfen, ob das Netzteil am Ende des fest verbundenen 1,5 Meter langen Anschlusskabel noch eine Steckdose erreicht. Die Montagemöglichkeit an einer Wand bietet gerade in kleineren Räumen, für die der E1 vorgesehen ist, eine willkommene Alternative zur Aufstellung auf dem Boden. Wer letzteres bevorzugt, findet im Lieferumfang noch einen Standfuß aus Alu, der einfach an der Unterseite in das Gehäuse geschoben wird und so einen sicheren Halt für den E1 bietet. Das genaue Vorgehen erklärt das mehrsprachige Handbuch, darunter auch Deutsch, anhand von Beschreibungen und Grafiken sehr genau.
Im Auslieferungszustand sollte der Kopplungsmodus des Geräts aktiv sein, sodass man den E1 mit dem heimischen WLAN verbinden kann. Ist das nicht der Fall, drückt man 10 Sekunden die Modus-Taste. Für die Inbetriebnahme des Luftreinigers können Anwender entweder die Smartmi-App oder Apple Home verwenden. Bei letzterem wird außerdem der Homekit-Setup-Code benötigt, der sich hinter dem Filter im Gehäuseinneren befindet. Letztlich ist die Koppelung mit der Smartmi-App oder Apple Home nach wenigen Minuten erledigt (siehe auch Bildergalerie). Wer den E1 mit beiden Apps verwalten möchte, kann ihn nach der Koppelung mit der einen App der anderen hinzufügen. Details dazu stehen im Handbuch.
Mit Apple Home können Anwender den Smartmi-Luftreinigern für Automatisierungen auf Basis von Geofencing (Schalte das Gerät aus, wenn ich das Haus verlasse) oder mit anderen Komponenten wie Luftgütesensoren verwenden. Letzteres ist dabei besonders wertvoll, da der E1 keine eigenen Sensoren besitzt und somit die Lüfterdrehzahl nicht automatisch regelt, wenn etwa die Feinstaubkonzentration zunimmt. Stattdessen können Anwender über die App die drei Lüfterstufen, die etwas holprig mit 1. Gang, 2. Gang und 3. Gang übersetzt sind, nur manuell auswählen. Zudem kann man über die Option hell noch die LED-Leuchten an der Bedienfläche ein- und ausschalten. Letztere Einstellung ist etwa im Schlafzimmer sinnvoll, wenn man sich an den leuchtenden LEDs stört. Was die Lautstärke angeht, sind die Lüfterstufen zwei und drei deutlich hörbar und für den Einsatz im Schlafzimmer damit weniger gut geeignet. Nur in der geringsten Stufe hört man von dem Gerät praktisch nichts, wenn man nicht gerade direkt davor steht.
Die Leistungsaufnahme des E1 beträgt im Standby 0,7 Watt. Im Betrieb auf der niedrigsten Lüfterstufe sind es 1,9 Watt, mit Stufe 2 knapp 5 Watt und mit Stufe drei fast 15 Watt (siehe auch Bildergalerie).
Smartmi hat die Wirkleistung des E1 von einem unabhängigen Labor untersuchen lassen. Demnach kann der kompakte Luftreiniger nicht nur Feinstaub, Pollen, Staub und Rauch aus der Luft filtern, sondern auch Bakterien: Im Test hat der E1 die Konzentration von Kolibakterien um 97,86 Prozent reduziert. Die CADR-Werte für Feinstaub, Pollen, Staub und Rauch betragen 150 m³/h, 161 m³/h, 144 m³/h und 110 m³/h.
Wir haben die Reinigungsleistung des E1 in puncto Feinstaub mit dem Luftqualitätsmesser Air-Q Pro (Ratgeber) in einem 14 m² großen Raum überprüft. Mit voller Lüfterstufe hat das Gerät die Feinstaubbelastung innerhalb weniger Minuten erheblich reduziert.
Neben Homekit unterstützt der E1 außerdem noch Amazon Alexa und Google Assistant. Diese Plattformen kann man für Automatisierungen und zur Sprachsteuerung verwenden. Andere Smart-Home-Zentralen (Bestenliste) wie Homey Pro (Testbericht) oder Samsung Smartthings (Testbericht) unterstützt der E1 nicht.
Smartmi verkauft den Air Purifier E1 derzeit nur über Amazon. Dort ist er aktuell zum regulären Preis von knapp 130 Euro erhältlich. Ersatzfilter, die es mit unterschiedlichen dekorativen Motiven geben soll, kosten knapp 20 Euro. Ein Filterwechsel wird alle drei bis sechs Monate fällig.
Mit der Möglichkeit den Air Purifier E1 an der Wand zu montieren, bietet Smartmi eine interessante Alternative. So lässt sich der Luftreiniger auch in kleinen Räumen mit begrenzter Stellfläche verwenden. Die Reinigungsleistung ist mit 150 m³/h aufgrund der kompakten Bauform natürlich nicht so hoch wie bei größeren Geräten, die wie der Philips AC3033/10 (Testbericht) mit 520 m³/h mehr als das Dreifache bieten. Allerdings muss man für diese Geräte auch eine genügend große Stellfläche zur Verfügung haben.
Mit der dekorativen Vorderseite hinterlässt der Smartmi Air Purifier E1 in ästhetischer Hinsicht einen guten Eindruck. Zudem können Anwender einen Ersatzfilter mit einem anderen dekorativen Motiv dem Gerät einen neuen Look verpassen. Fürs Schlafzimmer ist sein Betriebsgeräusch auf Stufe 1 leise genug, sodass er während Nacht den Schlaf nicht stört.
Mehr Informationen zu Luftreinigern bietet auch unsere Bestenliste. Ein Smart Home bietet generell viele Komfortfunktionen und muss nicht unbedingt teuer sein. Welche Möglichkeiten es gibt, Leuchten, Heizung, Steckdosen und Co. zu vernetzen und anschließend per Routinen und per Sprache zu steuern, zeigen wir in unserem Ratgeber Smart Home: Mit wenig Geld zum Erfolg. Wer gerade dabei ist, ein Haus zu bauen, dem könnte unser Ratgeber Tipps für Bauherren: Smart-Home-Grundlagen für den Neubau weiterhelfen. Und wer sein Raumklima mit smarten Geräten optimieren möchte, findet dazu wertvolle Hinweise in unserem Ratgeber Schimmel vermeiden, Immunsystem stärken: Smarte Technik für gutes Raumklima.
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