Bereits im zarten Alter von fünf Jahren hatte Jonas seinen ersten PC und hat glücklicherweise noch die Zeit von Kassetten, CDs und Disketten miterlebt. Seitdem hat ihn Technik und der Spaß an Gadgets nicht mehr losgelassen. Angefangen hat er 2023 als Volontär bei TechStage, das 2024 in heise bestenlisten übergegangen ist. Seit 2025 ist er dort nun fest als Redakteur im Team tätig und allen voran Experte für Mini-PCs. Weiterhin testet er für allerlei PC-Zubehör, Saugroboter, Ladegeräte und Powerbanks. Privat ist er Vielleser, Bahn-Nerd und Musikliebhaber, wobei sein Musikgeschmack so vielfältig ist wie er selbst.
Der Monimoto 7 Plus verspricht weltweite GPS-Ortung für Motorräder und Fahrzeuge. Was der Tracker für 129 Euro wirklich kann, zeigt unser Test.
Mit seiner kompakten Bauweise und robusten Wasserdichtigkeit nach IP65 eignet sich der Monimoto 7 Plus perfekt für Zweiräder, um diese vor Langfingern zu schützen. Dank weltweiter Ortung über eine integrierte eSIM verspricht der Hersteller, gestohlene Bikes schnell wiederzufinden. Doch hält der 129 Euro teure Tracker auch, was er verspricht? Wir haben das Gerät ausführlich getestet und verraten, wie präzise die Standortbestimmung funktioniert und was uns sonst noch positiv oder negativ aufgefallen ist.
Auf der Hardwareseite setzt der Monimoto 7 Plus auf ein schlichtes, aber robustes Kunststoffgehäuse. Mit Abmessungen von 94 x 61 x 19 mm und einem Gewicht von 95 g ist der Tracker erfreulich kompakt. Dank Schutzart IP65 ist das Gerät staubdicht und gegen Strahlwasser geschützt. Selbst eine gelegentliche Regenfahrt sollte ihm nichts ausmachen. Die Verarbeitung geht insgesamt in Ordnung, mehr aber auch nicht. Unterm Strich wirkt der Tracker etwas altbacken.
Auf Anschlüsse verzichtet der Monimoto 7 Plus komplett. Stattdessen kommuniziert er kabellos über GPS, GSM und Bluetooth. Einziges „Bedienelement“ ist eine Status-LED, die über Verbindung und Akkuladestand informiert. Apropos Akku: Einen internen Stromspeicher sucht man vergeblich. Der Tracker wird stattdessen von zwei AA-Batterien gespeist, die laut Hersteller bis zu 12 Monate durchhalten sollen.
Auf der Unterseite befinden sich zwei Ösen zur Montage. Im Lieferumfang sind passende Klett- und Kabelbinder enthalten, mit denen er sich am Motorrad befestigen lässt. Ebenfalls dabei: Ein kleiner Funkschlüssel, der dem Tracker signalisiert, dass alles in Ordnung ist, solange er in der Nähe ist. Entfernt man sich mit dem Schlüssel vom Fahrzeug, wechselt der Monimoto 7 Plus automatisch in den Alarm-Modus.
Die Einrichtung des Monimoto 7 Plus erfolgt über die zugehörige Smartphone-App. Der Prozess geht zwar schnell, doch wirkt die Anwendung veraltet und wenig intuitiv. Ist der Tracker verbunden, erhält man in unregelmäßigen Abständen Standort-Updates. Diese bestehen jedoch nur aus einem einzelnen Punkt auf der Karte, ein Bewegungsverlauf fehlt. Die Echtzeitortung erhöht lediglich die Häufigkeit der Positionsmeldungen, eine direkte Live-Ansicht wie bei der Konkurrenz ermöglicht sie nicht. Auch kann man keine Signaltöne auslösen, mit denen man einen in der Nähe befindlichen Tracker wenigstens hören könnte.
Dafür wurden wir im Test von Anrufen einer Nummer aus Vilnius (Litauen) überrascht, die uns informierten, dass der Monimoto sich bewegt habe und daher nun im Alarmmodus sei. Das passierte fast jedes Mal, wenn wir den Tracker nach einer kurzen Verweilzeit bewegten – auch wenn es nur wenige Meter innerhalb des Büros waren. Im ersten Moment kann der Anruf der ausländischen Nummer verunsichern, auf Dauer nervt es. Um die Anrufe zu vermeiden, muss man immer den mitgelieferten Schlüsselanhänger dabeihaben, welcher durch seine Anwesenheit dem Tracker mitteilt, dass er nicht verloren gegangen ist.
Im Praxiseinsatz offenbart der Monimoto 7 Plus seine größte Schwäche: die ungenaue Standortbestimmung. Selbst bei gutem GPS-Empfang weichen die übermittelten Koordinaten oft um mehrere hundert Meter vom tatsächlichen Standort ab. Im Test lagen einzelne Ergebnisse trotz GPS-Signal ganze 400 Meter daneben. Fällt das GPS ganz aus, ist die Abweichung noch größer. Immerhin sendet der Tracker zuverlässig einen Alarm, wenn er bewegt wird. Dieser erfolgt aber umständlich per Anruf statt über die App.
Mit einem Kaufpreis von 129 Euro ist der Monimoto 7 Plus kein Schnäppchen. Dazu kommen noch jährliche Abogebühren von 39 Euro für die Nutzung der verbauten eSIM. Zwar gewährt der Hersteller die ersten 3 Monate kostenfrei, danach wird es aber teuer. Gemessen an der gebotenen Leistung und dem überschaubaren Funktionsumfang ist das definitiv zu viel. Konkurrenten wie der PAJ GPS Allround Finder oder Invoxia GPS-Tracker bieten für weniger Geld mehr Funktionen und Präzision.
Unterm Strich liegt der Monimoto 7 Plus bezüglich Ausstattung und App-Qualität deutlich hinter anderen Konkurrenzprodukten. Zwar punktet er mit kompakten Maßen und einfacher Einrichtung. Doch bei den wichtigen Kriterien wie Ortungsgenauigkeit, Funktionsumfang und Preis-Leistung enttäuscht der GPS-Tracker. Zu ungenau, zu umständlich, zu teuer – da helfen auch die gute Verarbeitung und Robustheit nicht. Wer einen zuverlässigen Diebstahlschutz für sein Motorrad oder Auto sucht, findet bessere Alternativen.
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