Thomas Joos ist Autor von mehr als 100 Fachbüchern und tausenden Texten. Er ist erfolgreicher Autor zahlreicher IT-Bücher für Microsoft Press, Addison Wesley, Markt und Technik, Data Becker, Springer-Vieweg und außerdem freiberuflicher Journalist für die Deutsche Presseagentur (dpa) sowie zahlreiche Zeitschriften und Portale. Thomas ist zudem Online-Trainer bei LinkedIn Learning. Mehr Informationen finden sich auf seinem Blog unter thomas-joos.com
Dank 16 GByte Arbeitsspeicher und 512 GByte SSD bietet der Mini-PC Nipogi AK1 Pro auch längerfristig genug Reserven für Homeoffice und Büro. Wir haben den handlichen Rechner getestet und zeigen, wozu er geeignet ist.
Mini-PCs sind kleine Computer, die auf sparsame Laptop-Prozessoren setzen. Dadurch verbrauchen sie nicht nur wenig Strom, sondern bleiben leise und kühl. Gerade im Sommer ist das ein großer Vorteil, da sich Räume so deutlich weniger aufheizen als mit einem Gaming-PC. Gleiches gilt natürlich auch für Notebooks, die aber sperriger sind. Daher bieten sich Mini-PCs viel eher dort an, wo man sie nicht sehen soll – beispielsweise in Empfangsbereichen oder Arztpraxen, aber auch bei Kiosk-Anwendungen, Info-Monitoren oder als Smart-Home-Server.
Der Nipogi Mini-PC AK1 Pro ist ein solcher Mini-PC, der ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis aufweist. Zwar setzt er nur auf einen schwächeren Intel-Celeron-Prozessor, der für Office-Arbeiten und Surfen aber vollkommen ausreicht. Üppig ist dagegen jedoch der Arbeitsspeicher mit 16 GByte RAM und der interne m.2-SSD-Speicher mit 512 GByte. Wer mehr Speicherplatz benötigt, kann außerdem über einen weiteren freien SATA-Steckplatz einen zusätzlichen Datenträger einbauen. Windows 11 Pro ist darüber hinaus bereits vorinstalliert, auf dem Mini-PC lässt sich aber auch problemlos Linux installieren. Wir zeigen nun, was der Mini-PC leistet und ob er unsere Empfehlung bekommt.
Derzeit kostet der Nipogi AK1 Pro 179 Euro. Zum Testzeitpunkt am 22. September 2023 lag der Preis noch bei 189 Euro, zwischenzeitlich sogar bei knapp 250 Euro.
Für den günstigen Preis gibt es starke 16 GByte RAM (zwei DDR4-Steckplätze) und eine 512 GByte große m.2-SSD. Letztere ist aber nicht über eine leistungsfähige NVMe-Schnittstelle (Ratgeber) mit bis zu 8 GByte/s Transferrate angebunden, sondern nur per SATA mit etwa 500 MByte/s angesteuert. Für den angepeilten Einsatz als günstiger Office-PC reicht die SATA-Technik aber allemal aus.
In der unteren Hälfte lässt sich bei Bedarf eine weitere SSD bis zu 2 TByte einbauen. Damit bietet das Gerät ausreichend Leistung im Homeoffice, Büro und ähnlichen Einsatzorten. Von der verbauten Budget-CPU Intel Celeron N5105 mit maximal 2.9 GHz und 4 CPU-Kernen darf man allerdings keine Wunder erwarten, was dem Preis gegenüber aber auch vollkommen angemessen ist.
Die Grafikeinheit ist eine in der CPU integrierte Intel UHD Graphics, die 4K-UHD unterstützt. Mit einer dedizierten Grafikkarte (Ratgeber) oder AMD-Grafikeinheiten kann sie aber bei Weitem nicht mithalten. Durch die zwei integrierten HDMI-Anschlüsse kann man aber immerhin bis zu zwei Monitore mit 4K-Auflösung anschließen. Somit ist die Grafikausstattung für den Einsatzzweck ausreichend dimensioniert. Vorinstalliert ist sogar Windows 11 Pro.
Der Mini-PC verfügt über verschiedene Schnittstellen, die vorn und hinten untergebracht sind.
Auf der Vorderseite befinden sich folgende Anschlüsse:
Die Rückseite bietet folgende Schnittstellen:
Auf einen USB-C-Steckplatz, Displayport oder Mini-Displayport-Anschluss muss man allerdings verzichten. Das ist schade, aber beim Preis von 189 Euro nachvollziehbar. Für den Unternehmenseinsatz ist die Wake-On-Lan-Funktion interessant, mit der sich das Gerät über die LAN-Schnittstelle remote starten lässt. Wem die gebotenen Anschlüsse nicht ausreichen, der kann auf Adapter und Hubs setzen, die wir uns im Ratgeber USB-C-Docks, eGPUs, Monitore mit Hub: HDMI, USB & mehr für Laptop & Macbook ansehen.
Kabellos stehen Bluetooth 4.2 sowie eine Wifi-5-Schnittstelle (802.11a/b/g/n/ac) zur Verfügung. Die neueren und potenteren Versionen Wifi 6 und Bluetooth 5.0 fehlen. Wer zum Beispiel eine aktuelle Fritzbox oder einen anderen Router nutzt, kann nicht die maximale Leistung nutzen, die im WLAN zur Verfügung stehen könnte. Dafür unterstützt der integrierte WLAN-Adapter das 2.4 GHz und das 5 GHz-Band.
Das Betriebssystem ist vorinstalliert und auch alle Treiber sind auf dem System zu finden. In wenigen Minuten ist das Gerät vollständig einsatzbereit, auch für weniger geübte Anwender. Es muss nur noch ein Benutzerkonto angelegt werden.
Da kein Datenträger beigelegt ist, kommt man an den Product Key nicht ohne Weiteres. Um ihn zu finden, kann man Tools verwenden, wie den Magical Jelly Bean Keyfinder (Link zu heise Download). Die Installationsdateien von Windows 11 (Link zu heise Download) lassen sich im Falle einer notwendigen Neuinstallation bei Microsoft beschaffen.
Der Mini-PC ist für das Surfen im Internet und das Streaming (Ratgeber) von Filmen und Videos geeignet. Zum Spielen ist der PC hingegen weniger gut geeignet – lediglich Casual-Games oder alte Titel laufen. Und auch an Videoschnitt ist bei der gebotenen Leistung nicht zu denken. Zwar ist die Menge an Arbeitsspeicher üppig, was für Videoschnitt wichtig ist. Allerdings bietet die Vierkern-CPU hierfür schlicht viel zu wenig Leistung. Bei PC Mark 10 erreicht unser Testgerät ein Ergebnis von knapp 2540 Punkten. Das ist nicht gerade atemberaubend, reicht für Standard-Anwendungen, Surfen und Ähnliches aber aus.
Mini-PCs kann man daneben aber auch als Smarthome-Zentrale (Bestenliste) etwa mit Home Assistant einsetzen. Was man dazu wissen muss, zeigen wir in unserem Ratgeber Zigbee, Thread & Matter: Smart-Home-Zentrale Home Assistant auf Mini-PC im Test.
Die Lautstärke des Mini-PCs ist nicht allzu hoch, die Lüfter je nach Leistungsabruf wahrnehmbar. Im normalen Büroeinsatz oder am Empfang sollte das aber kein Problem. Für besonders geräuschempfindliche Anwender empfehlen wir aber ein Modell mit passiver Kühlung. Andernfalls ist es sinnvoll, Kopfhörer mit ANC (Bestenliste) zu nutzen.
Der Nipogi Mini-PC AK1 Pro hat ein quadratisches Design mit verschiedenen Lüftungsöffnungen zur Wärmeabfuhr. Die Verarbeitung ist in Ordnung, das Gerät ist dabei aber mit 390 Gramm Gewicht trotzdem sehr leicht.
Dazu kommt eine ringförmige Ambientebeleuchtung des Gehäuses, die im Betrieb blau leuchtet, im Ruhezustand oder Energiesparmodus ändert sich die Farbe zu rot. Die Maße des Mini-PCs betragen schlanke 13 × 13 × 5,2 cm, wodurch er noch angenehm handlich ist. Auch lässt er sich über eine Vesa-Halterung hinter Monitoren anbringen.
Der Nipogi Mini-PC AK1 Pro ist bei Amazon verfügbar und kostet dort aktuell 179 Euro. Dabei handelt es sich um die Ausstattung unseres Testgeräts mit dem Intel Celeron-5105, 16 GByte Arbeitsspeicher und 512 GByte an SSD-Speicher. Zum Testzeitpunkt am 22. September 2023 lag der noch bei knapp 250 Euro.
Der Nipogi AK1 Pro hat ausreichend viele Anschlüsse und die Leistung genügt vollkommen für Büro-Anwendungen. Gerade aber 16 GByte an Arbeitsspeicher machen den AK1 Pro zu einem auch langfristig guten Mini-PC. Positiv zu bemerken ist dabei, dass der RAM gesteckt ist und man außerdem noch eine zusätzliche SSD bis 2 TByte einsetzen kann. Für anspruchsvolle Bildbearbeitung ist der Mini-PC nicht ausgelegt und auch zur Videobearbeitung sind leistungsfähiger Modelle besser geeignet. Optisch und von Verarbeitung und Ausstattung her merkt man ihm aber an, dass er ein bereits ein älteres Modell ist. Einheitsgehäuse aus Kunststoff, das niemanden hinter dem Ofen hervorlockt.
Bei aktuellen Modellen im November 2024 bekommt man entweder die gleiche Hardware für weniger Geld oder leistungsfähigere Rechner zum gleichen Preis. Die Gehäuse sind dort auch besser verarbeitet und die Anschlüsse moderner.
Sucht man jedoch einen ausreichend flotten Mini-PC für Büro, Homeoffice oder Ähnliches, kann der Nipogi Mini-PC AK1 Pro eine mögliche Wahl sein.
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