Wer einen guten Kopfhörer mit ordentlichem Gesamtpaket und spannendem Design sucht, ist bei Nothing richtig. Wir testen die neuen Nothing Ear 2.
In-Ear-Kopfhörer müssen nicht viel kosten. Das zeigt auch unsere Top 10: Die besten True-Wireless-Kopfhörer mit ANC. Wer guten Sound und starkes Active Noise Cancelling (ANC) für unter 100 Euro sucht, ist darüber hinaus bei der Anker-Marke Soundcore (Themenwelt) gut aufgehoben.
Doch auch Nothing wagt sich erneut in den Ring und bietet nach den mittlerweile auf rund 100 Euro reduzierten Nothing Ear 1 (Testbericht) nun die Nothing Ear 2 für rund 150 Euro. Wie gut die Kopfhörer sind, zeigt folglich unser Test vom 27.04.2023.
Das Design der Nothing Ear 2 unterscheidet sich nahezu gar nicht von den Ear 1. Beide Modelle bestehen aus transparentem Plastik, das nach wie vor an die Retro-Optik des Gameboys erinnert. Das Gehäuse der Ear 2 besteht aus transparentem, weißem Kunststoff. Im Gegensatz dazu hatten die Ear 1 ein opakes Gehäuse; also schwarz-transparent. Die Ear 2 sind etwas leichter und bequemer zu tragen als die Ear 1. Beide Modelle verfügen über USB-C als Ladestandard. An der Unterseite der Kopfhörer befinden sich beidseitig Mikrofone zum Telefonieren.
Die Kopfhörer selbst erinnern optisch an die Apple Airpods Pro, sind an der Außenseite aber kantiger. Sie fühlen sich hochwertig verarbeitet an und passen angenehm in unsere Ohren. Selbst beim Liegen auf der Seite drücken sie auf einem Kissen nicht unangenehm ins Ohr.
Wirklich neu ist bei den Nothing Ear 2 vor allem der Codec LHDC, der das Abspielen von High-Res-Musik ermöglicht. Er ist nur mit einigen wenigen Android-Smartphones nutzbar. Neben dem Codec-Exoten gibt es noch AAC für Hi-Res auf iPhones. Weitere Android-Geräte gehen hingegen leer aus – es gibt kein aptX oder Ldac.
In Bezug auf die Klangqualität haben sich die Ear 2 gegenüber den Ear 1 minimal verbessert. Die Ear 2 haben gefühlt einen ausgewogeneren Klang mit einem stärkeren Bass. Die Ear 2 unterstützen aktive Geräuschunterdrückung, welche die Umgebungsgeräusche reduziert und eine bessere Audioerfahrung ermöglicht. In der Praxis filtern die Ear 2 wie die Ear 1 vor allem monotone Geräusche – also etwa Flugzeug- oder Straßenlärm.
Das hebt die Nothing Ear 2 und Nothing Ear 1 grundsätzlich von den günstigen Nothing Ear Stick (Testbericht) ab, die weder über Silikonstöpsel und noch über ANC verfügen.
Bei der Sprachqualität überzeugen uns die Nothing Ear 2. Klar, in Vergleich zu einem Office-Headset darf man keine kristallklare Stimme erwarten, aber zum Telefonieren sind die Ear 2 selbst bei Wind und Straßenlärm gut nutzbar. Im direkten Vergleich zu Apple Airpods 3, Airpods Pro und JBL Live Flex konnten wir vor allem bei Teams-Calls und Telefonie übers Smartphone die Nothing Ear 2 lieb gewinnen.
Die Einrichtung erfolgt unter Android und iOS gleichermaßen in knapp einer Minute. Danach sind die Kopfhörer einsatzbereit und verbinden sich nach dem Entnehmen aus dem Lade-Case jedes Mal binnen knapp einer Sekunde. Im Gegensatz zu den JBL Flex Live übrigens auch ganz ohne Sprachkommentare wie "connected". Wie bei den Apple Airpods gibt es nur einen kurzen Piep-Ton – sehr angenehm, finden wir.
Die Nothing Ear 2 bieten mehr Akkulaufzeit als die Ear 1. Die Ear 2 schaffen mit einer Akkuladung bis zu 5 Stunden Musikwiedergabe, während die Ear 1 in unserem Test nur eine Laufzeit von 4 Stunden hatten. Mit dem mitgelieferten Ladeetui kann die Laufzeit der Ear 2 um weitere 34 Stunden verlängert werden, während das Ladeetui der Ear 1 nur 24 Stunden zusätzliche Laufzeit bietet. Wie die Vorgänger unterstützen auch die neuen Nothing-Kopfhörer kabelloses Laden mittels Qi-Standard.
Die Ear 2 unterstützen Bluetooth 5.3, während die Ear 1 nur Bluetooth 5.2 unterstützen. Beide Modelle haben eine Touch-Steuerung, die es dem Benutzer ermöglicht, die Musik zu pausieren, Titel zu überspringen und Anrufe entgegenzunehmen. Auch die zugehörige App bietet die gleichen Funktionen.
Neu ist hingegen die Unterstützung von Bluetooth-Mulitpoint. Dadurch kann man die Kopfhörer mit zwei Geräten parallel verbinden. Das vereinfacht beispielsweise das Wechseln zwischen Handy und Laptop.
Rund 145 Euro zahlt man für die Nothing Ear 2. Wer ein wenig wartet, darf in ein paar Monaten einen Preis von etwa 100 Euro erwarten. Das zeigt zumindest der Preisverlauf der Nothing Ear 1 (Testbericht). Bei Amazon findet man die Kopfhörer der ersten Generation derzeit für rund 100 Euro.
Die Nothing Ear 2 sind gegenüber den Nothing Ear 1 (Testbericht) eher als Mini-Update und weniger als neues Produkt einzuordnen. Neben dem LHDC-Codec, einer anderen Gerätefarbe und etwas mehr Akku gibt es weitestgehend keine Unterschiede.
Dennoch: Klang, ANC und Design können uns überzeugen. Selbst für Telefonate eignen sich die In-Ears grundsätzlich gut.
Wer jedoch noch die nahezu ausverkauften Nothing Ear 1 ergattern kann, spart sich knapp 50 Euro zu den neueren Ear 2.
Affiliate-Information
Bei den mit gekennzeichneten Links handelt es sich um Provisions-Links (Affiliate-Links). Erfolgt über einen solchen Link eine Bestellung, erhält TechStage eine Provision. Für den Käufer entstehen dadurch keine Mehrkosten.