Das Nubia Redmagic 8S Pro bricht im Test Rekorde und ist das schnellste Smartphone, das wir bisher getestet haben. Dennoch gibt es ein paar Mängel – manche lassen uns mit Fragen zurück.
Gaming-Smartphones sind für Spieler und fürs Zocken optimiert. Was genau bedeutet das? Die Smartphones müssen rasend schnell sein, damit jedes Spiel ohne Ruckeln läuft. Sie müssen ferner eine gute Akkulaufzeit und ein hochwertiges Top-Display bieten, damit das Spielerlebnis möglichst lange anhält und genießbar ist. Und letztlich gehört zu jedem Gaming-Smartphone schließlich ein abgefahrenes Design mit Schultertasten & Co.
In den vergangenen Jahren sind uns einige Gaming-Geräte über den Schreibtisch gewandert, die durch Design-Features wie LED-Beleuchtung oder besondere Verzierungen auf der Rückseite hervorstachen. Nicht anders ist das beim Redmagic 8S Pro aus dem Hause Nubia (ZTE), dem Nachfolger des bereits von uns getesteten Redmagic 8 Pro (Testbericht).
Das Redmagic 8S Pro ist in vielen Bereichen ein absoluter Überflieger: Es handelt sich subjektiv als auch objektiv um das schnellste Smartphone, das wir jemals getestet haben. Es ist mit einem ausgezeichneten Display ausgestattet und bringt eine starke Akkulaufzeit mit. Die Schattenseiten des Smartphones sind gleichwohl vielfältig und sind insbesondere im Software-Bereich zu finden. Wir haben das Gerät auf Herz und Nieren geprüft – hier kommt das Ergebnis.
Noch mehr leistungsstarke Mobilgeräte zeigen wir in der Top 10: Das sind die schnellsten Smartphones – Asus führt, Apple fehlt. Weitere Möglichkeiten fürs mobile Zocken zeigen diese Ratgeber: Nintendo Switch, Steamdeck & Gaming-Laptop – unterwegs spielen ab 200 Euro sowie Mobil zocken – Cloud-Gaming-Alternativen zu Google Stadia.
Ist heutzutage von einem Premium-Smartphone die Rede, hat man oft ein ganz bestimmtes Design im Kopf. Ein schlankes, an allen möglichen Stellen abgerundetes Gerät mit einem eher massentauglichen Design, drei bis vier Kameras in einer Anordnung in der oberen linken Ecke auf der Rückseite. Von diesen Eigenschaften eines modernen Top-Handys treffen nur wenige auf das Redmagic 8S Pro zu.
Wir haben das Smartphone in der vergleichsweise ruhigen „Platinum“-Farbe getestet. Das Gerät kommt in dieser Version mit einer silbernen Rückseite, die aus kreisrund gebürstetem Aluminium besteht. Im Zentrum befindet ein milchig-durchsichtiger und gesetzter Ring, der sich links von den Kameras befindet. Durch die Verarbeitung der Rückseite fühlt sich diese glatt an, wenn man die Finger entlang der Kreise fährt. Bewegt man die Handfläche aber entgegengesetzt zu der Textur, fühlt sich die Rückseite eher rau an. Diese Ambivalenz fanden wir im Test eher kontraproduktiv, da sich das Gerät je nach Halteweise rutschig anfühlte. Viel Grip verleiht die Rückseite also nicht.
Hinten befinden sich die drei Linsen der Hauptkamera, die nicht in einem Modul vereint sind, sondern jeweils einen eigenen „Ring“ haben. Sie ragen einige Millimeter aus der Rückseite hervor. Über den Kameras befindet sich die Flash-LED, auf der linken Kante zusätzlich ein Redmagic-Schriftzug und diverse Beschriftungen, die allesamt durchsichtig sind und von den darunter befindlichen LEDs beleuchtet werden können. Immerhin: Fingerabdrücke sind auf der Metall-Rückseite kaum sichtbar.
Der Rahmen des Smartphones besteht ebenfalls aus mattem Aluminium, das allerdings pulverbeschichtet zu sein scheint. Fangen wir mit der linken Kante an: Dort befindet sich ein Gitter, das als Lufteingang für den unter der Haube verbauten Kühllüfter dient. Darunter liegt etwas oberhalb der Mitte die Lautstärkewippe. Unten finden wir den SIM-Kartenschacht, der erfreulicherweise Dual-SIM unterstützt, sowie den USB-C-Anschluss und einen der beiden Lautsprecher.
Die rechte Kante ist interessanter: Dort befinden sich zwei Touch-Sensoren, die als Schultertasten fungieren und bei Shootern wie PUBG Mobile oder Fortnite einen Spielvorteil verschaffen – dazu weiter unten mehr. Außerdem befinden sich auf dieser Seite ein rötlicher und texturierter Schiebeschalter, der den Gaming-Modus aktiviert, der silberne Power-Button und der „Auspuff“ für den Lüfter, der sogar beleuchtet ist. Hier spricht Nubia von RGB – echtes RGB ist das allerdings nicht, denn ändern lässt sich die Farbe des Lüfters in der Software nicht. Die vier Farb-LEDs sind fix.
Oben befindet sich zusätzlich der 3,5-mm-Audioanschluss und der zweite der beiden Stereo-Lautsprecher. Auf der Vorderseite befindet sich das beinahe randlose Display. Wer genau hinschaut, erkennt allerdings, dass die sehr dünnen Ränder nicht symmetrisch sind – der untere Rand ist geringfügig dicker als die anderen drei. Auf den ersten Blick ist das aber nicht sichtbar. Die Kamera ist hinter dem Display versteckt, sodass sie je nach Bildschirmhelligkeit wenig bis gar nicht sichtbar ist und nur bei Benutzung durchsichtig geschaltet wird.
Das Design des Redmagic 8S Pro hinterlässt einen ambivalenten Eindruck. Einerseits ist es einmalig, etwas abgefahren und passt vollkommen in das Muster eines Gaming-Smartphones. Die hintergrundbeleuchteten Schriftzüge, die Verarbeitung der Rückseite und das insgesamt sehr kantige Design lassen auf den ersten Blick erkennen, dass das kein gewöhnliches Gerät ist. Auf der anderen Seite mussten wir nach ein paar Tagen Nutzung leider feststellen, dass das Design nicht außerordentlich praktisch ist. Dadurch, dass das 164 × 76 mm messende Gerät so groß, kantig und klobig ist, liegt es in der Hand wie ein zusammengepresster Ziegelstein. Die Kanten sind zwar nicht scharf, aber sehr abrupt und verursachen schon nach kurzer Zeit ein unangenehmes Gefühl in der Handfläche, sodass wir uns bei der Nutzung circa alle 30 Minuten dazu genötigt fühlten, die andere Hand zu verwenden.
Das Gerät wiegt 228 g – das vermittelt zwar ein hochwertiges Gefühl, ist im Alltag aber insbesondere in Verbindung mit dem klobigen Design eher kontraproduktiv. Zudem rutscht das Gerät bei Wärmeentwicklung und den darauffolgenden schwitzigen Händen recht einfach aus dem Griff. Hier schafft eine Hülle aus griffigem Silikon Abhilfe – dann wird aber das spezielle Design verdeckt. Die im Lieferumfang enthaltene Hartplastikhülle ist im Gegensatz zum ebenfalls mitgelieferten Schnellladegerät mit 65 Watt und dem roten USB-C-Kabel nicht zu gebrauchen. Immerhin stimmt das dritte Maß des Geräts – mit 8,9 mm ist es nicht besonders dick. Ebenfalls ist nichts an der Verarbeitung des Redmagic 8S Pro auszusetzen – sie ist makellos und hochwertig.
Das im Redmagic 8S Pro verbaute Display ist ein Ausgezeichnetes. Es handelt sich um ein stolze 6,8 Zoll großes AMOLED-Panel mit einer eher ungewöhnlichen Auflösung von 2480 × 1116 Pixeln. Mit den daraus resultierenden 400 Pixel pro Zoll (PPI) ist die Auflösung angemessen hoch, aber geringer als bei anderen Premium-Smartphones. Dennoch ist das Display ein Prachtstück: Es unterstützt eine variable Bildwiederholrate bis zu 120 Hertz und reagiert dank der Touch-Sampling-Rate von 960 Hertz besonders genau und schnell auf Touch-Eingaben – das ist besonders beim Gaming von Bedeutung.
Die Farbdarstellung des Displays ist dank der AMOLED-Bauweise wunderbar, der Kontrast besonders hoch und die Schwarzwerte perfekt, weil einzelne Pixel ausgeschaltet werden können. Die Farben können in den Einstellungen dank dreier Farbmodi und einer manuellen Anpassung an die eigenen Vorlieben angepasst werden. Etwas ernüchternd ist lediglich die Display-Helligkeit: Sie ist mit rund 500 cd/m² im manuellen Modus sowie rund 700 cd/m² mit der Helligkeitsautomatik bei direkter Sonneneinstrahlung nicht außerordentlich hoch. Für eine Ablesbarkeit bei sonnigem Wetter reicht es aber gerade noch. Insgesamt sind wir mit dem Display zufrieden.
Wir kennen es bereits von anderen Gaming-Smartphones: Die Hersteller möchten dem Kunden ein möglichst leistungsfähiges Gerät zu einem möglichst ansprechenden Preis bieten. Daher werden Bereiche wie der Prozessor und das Display bevorzugt behandelt, während oft Dinge wie die Kamera hinterherhinken. Der Gedanke dahinter: Das Smartphone ist nicht zum Fotografieren da, sondern zum Zocken. Dieser Gedanke macht sich auch beim Redmagic 8S Pro bemerkbar.
Verbaut sind im Gerät insgesamt vier Kameras. Auf der Rückseite ist das die Hauptkamera mit einer Auflösung von 50 Megapixel und einer Blende von f/1.57, die Weitwinkelkamera mit 8 Megapixel und die Makro-Kamera mit 2 Megapixel. Letztere fügen Hersteller gerne hinzu, um das Kamera-Array raffinierter oder hochwertiger erscheinen zu lassen, während sie in Realität selten einen wirklichen Nutzen hat. Man sollte es nicht falsch verstehen: Die Kamera beim Redmagic 8S Pro ist keinesfalls schlecht, sie ist aber nicht herausragend. Die Aufnahmen taugen auf jeden Fall für Schnappschüsse, Instagram-Qualität erreichen sie aber nur bei Tageslicht. Stellenweise, besonders im Grünen neigen die Farben dazu, übersättigt dargestellt zu werden. Bei regulärer Beleuchtung sind die Aufnahmen sehr scharf, schon bei geringfügig weniger Licht schwindet das aber und es erscheint das allen bekannte Bildrauschen. Beim Weitwinkelmodus ist die Bildschärfe auch bei viel Tageslicht deutlich geringer.
Was beim Redmagic 8S Pro überhaupt nicht geht, ist die Frontkamera. Sie sitzt wie erwähnt hinter dem Display und produziert unbrauchbare Fotos, wie wir sie sonst nur von günstigen Einsteiger-Smartphones oder -Tablets kennen. Sie sind verwaschen, unscharf, unnatürlich und farblich nicht passend. Außerdem sorgt die Positionierung hinter dem Display dafür, dass der Kamera-Bereich im Display bei Bildschirmhelligkeiten zwischen 10 und 30 Prozent einen deutlich merkbaren Grünstich aufweist. Zwischen ungefähr 30 und 80 Prozent ist die Kamera hinter dem Display beinahe nicht sichtbar, ab rund 80 Prozent erkennt man sie allerdings wieder, da dieser Displaybereich nicht so hell wird wie der Rest. Somit erscheint die Frontkamera hier gräulich – etwas nervig, wenn man nicht daran gewöhnt ist.
Videos werden übrigens mit bis zu 8K bei 30 fps aufgenommen, wenngleich wir eher zu Aufnahmen mit 4K bei 60 Bildern pro Sekunde raten würden, da sie weniger verwackelt sind. Müssten wir der Kamera des Redmagic 8S Pro eine Schulnote verleihen, erhielte sie eine solide „befriedigend“.
Kommen wir zum größten Punkt, der für das Redmagic 8S Pro spricht: Seine Ausstattung. Genauer meinen wir damit den Snapdragon 8 Plus Gen 2, der unter der Haube mit seinem acht speziell für dieses Gerät übertakteten 3,36-GHz-Kernen die Arbeit verrichtet. Der Prozessor ist der neuste und beste Prozessor von Snapdragon und wird von einem neuen, speziell für die übertaktete Version entwickelten Kühl-System in Zaum gehalten. Das ICE 12.0-System besteht aus einem aktiven Mini-Lüfter, der automatisch und auch außerhalb des Spielmodus den Prozessor zusammen mit den zwei Kühlgelkammern vor dem Überhitzen schützt. Die Wärmeentwicklung ist dennoch erheblich, insbesondere bei den besseren Performance-Modi (dazu gleich mehr).
Bei diesem Smartphone handelt es sich aber tatsächlich um das schnellste Smartphone, das wir bisher getestet haben: Bei Work 3.0 von PCmark erreicht das Gerät einen neuen Spitzenwert von über 20.000 Punkten, bei 3Dmark Wild Life Extreme sind es 3920 Punkte, ebenfalls ein neuer Spitzenwert. Dass das Gerät performancemäßig eine Ausnahme darstellt, zeigt sich auch im Alltag. Sämtliche Prozesse gehen ohne jegliche Nachdenkpause vonstatten. Apps öffnen augenblicklich, beim Scrollen durch Menüs erwartet den Nutzer nichts als perfekt flüssige Bedienung. Anspruchsvolle Spiele meistert das Gerät ohne ein Zwinkern und bleibt dabei meist bei dem maximalem Bildraten-Wert von 120 Bildern pro Sekunde (FPS). Das macht der Bezeichnung Gaming-Smartphone alle Ehre.
Das uns zur Verfügung gestellte Gerät kommt mit 16 Gigabyte Arbeitsspeicher – das ist prächtig – und 512 Gigabyte superschnellem, internem UFS-3.1-Speicher. Zusammen mit dem lächerlich schnellen Prozessor und dem in Relation dazu niedrigen Preis macht das aus dem Smartphone sogar einen Preis-Leistungs-Kracher, was hohe Performance angeht.
Die übrige Ausstattung kann sich ebenfalls sehen lassen – an Bord sind NFC mit Unterstützung für Google Pay, GPS mit Glonass, Bluetooth 5.3 sowie die Unterstützung für den bisher nicht offiziell veröffentlichten WiFi-7-Standard (IEEE 802.11be). Dadurch sollten auch Online-Spiele ein Genuss sein – vorausgesetzt, ihr verfügt über den richtigen Router. Weniger Spaß machen allerdings die verbauten Stereo-Lautsprecher, die leider grottig klingen und dem Preis nicht gerecht werden. Sie sind zwar dank der Stereo-Eigenschaft raumfüllender als eine Mono-Anlage, die Soundqualität erinnert aber an ein Gerät, das nur ein Viertel des Preises kostet – schade.
Immerhin stimmt die Gesprächsqualität bei Telefonaten. Der unter dem Display angebrachte Fingerabdrucksensor ist ungünstigerweise ein optischer – hier hätte ein Ultraschallsensor auch angesichts des Preises mehr Sinn ergeben.
Was wäre ein Gaming-Smartphone ohne die entsprechende Software? Das muss sich Nubia wohl gedacht haben, als der Hersteller die hauseigene Bedienoberfläche Redmagic OS auf Basis von Android 13 entwickelte (oder es zumindest versuchte). Das Aussehen erinnern in keiner Weise an reines Android, sondern vielmehr an eine wilde Mischung aus Xiaomis MIUI und Huaweis EMUI-Benutzeroberfläche. Sie ist optisch an den meisten Stellen ansprechend gestaltet, kommt zudem mit einer überschaubaren Menge Bloatware – neben Google- und System-Apps ist lediglich Booking.com vorinstalliert. Das geht noch in Ordnung.
Das Betriebssystem ist aber an vielen Stellen von kleinen, aber bemerkbaren Bugs geplagt – mal wird ein Schriftzug abgeschnitten, mal öffnet sich ein Menü nicht so, wie es sollte. Die Software erscheint nicht ausgereift und typisch für ein chinesisches Gaming-Smartphone. Die wahren Vor- und Nachteile von Redmagic OS zeigen sich aber, wenn man die Gaming-Taste (Nubia verwendet den Begriff „Wettbewerbsschalter“) aktiviert. Dann öffnet sich hinter einer netten Animation versteckt eine völlig andere Bedienoberfläche, natürlich passend im Querformat.
Im Gaming-Modus werden die Nutzer von einer spannungsvollen Hintergrundmusik begrüßt – und mit den unfassbar vielen Schaltflächen, Optionen und Features direkt maßlos überrumpelt. Die allermeisten Tasten sind nicht oder nicht aussagekräftig beschriftet, sodass man erst nach einem Tippen auf die Schaltfläche herausfindet, was sie eigentlich bewirken. Die Übersetzungen sind an sehr vielen Stellen offensichtlich mangelhaft.
Startet man ein Spiel, kann man mit einem Wisch von der linken oder rechten Gerätekante in die Bildschirmmitte das Gaming-Menü öffnen, wo der Benutzer erneut mit Schaltflächen überfordert wird. Hier sind zusätzlich viele Beschriftungen mangels Platz abgeschnitten. Eingestellt werden können Dinge wie die Bildschirmhelligkeit, die Lautstärke, der Performance-Modus und der Lüfter. Zusätzlich gibt es unzählige Gaming-Zusatzfunktionen, wie eine verbesserte Vibration, ein Fadenkreuz oder Hilfslinien.
Den leistungsstärksten Modus, bei dem der Prozessor dauerhaft auf den maximalen 3,36 GHz läuft und der den meisten Stromverbrauch verursacht, nennt Nubia übrigens „Modus für Brathähnchen“ – das lassen wir mal so stehen. Und dann gibt’s noch „Mora“ – eine Art AI-Assistentin in Form einer Anime-Figur, die auf Wunsch beim Spielen und auf dem Startbildschirm erscheint. Man kann ihr Aussehen und ihre Verhaltensweisen konfigurieren. Im Test erübrigte sich ein wirklicher Nutzen dieses Gimmicks nicht. Über die Update-Politik von Redmagic ist nicht viel bekannt, mit zwei bis drei Jahren Sicherheitspatches können Nutzer aber normalerweise rechnen. Der Sicherheitspatch ist vom Juni 2023 und somit nicht mehr aktuell zum Testzeitpunkt, aber auch nicht maßlos veraltet.
Die Akkulaufzeit des Redmagic 8S Pro ist gut: Nach einem ganzen Tag normaler Nutzung (zugegebenermaßen ohne Gaming) mit einer Bildschirmzeit von rund 6 Stunden blieben im Test noch 48 Prozent des 6000 mAh großen Akkus für den nächsten Tag übrig.
Im Battery Test von PCmark mit 200 cd/m² bei adaptiver Bildwiederholrate bis 120 Hertz erreichte das Gerät einen Wert von rund 10 Stunden, was allerdings eher im Mittelfeld liegt. Wer das Gerät intensiver nutzt und viel zocken möchte, muss allerdings mit einer geringeren, wenn auch immer noch sehr soliden Laufzeit rechnen, die aber meistens für mindestens einen Tag ausreicht. Aufgeladen wird richtig schnell mit 65 Watt. So dauert eine Aufladung von 0 auf 100 Prozent nicht einmal 40 Minuten. Das ist spitze.
Das Redmagic 8S Pro ist in der Farbe Midnight in der Speicherkombination 12/256 GByte für 649 Euro direkt beim Hersteller erhältlich. Die Speichervariante 16/512 GByte gibt es in der Farbe Platinum für 779 Euro oder in der Farbe Aurora, bei der die Rückseite zusätzlich mit einem transparenten Effekt verziert ist, für 799 Euro.
Bleiben wir objektiv: Das Redmagic 8S Pro ist ein Gerät mit einer einmaligen Performance, einem Spitzen-Display, einer Top-Akkulaufzeit und vielen Gaming-orientierten Funktionen. Es brach in unseren Leistungs-Tests viele, wenn nicht alle Rekorde, überzeugte mit einem einzigartigen Design und einer guten Verarbeitung.
Ein Dorn im Auge bleiben, wie so oft, die nicht ausgereifte Software und die vielen kleinen Hardware-Wehwehchen. Besonders die Frontkamera, die schon beim Vorgängermodell eine Enttäuschung war, holte auf den Boden der Tatsachen zurück. Für den Preis von ab 649 Euro handelt es sich bei diesem Gerät jedoch zweifelsohne um eines, das mit seiner Preis-Leistungs-Verhältnis viele andere Modelle überbietet. Wer auf der Suche nach einem vergleichsweise günstigen Gaming-Smartphone ist und mit kleinen Mankos leben kann, der macht mit dem Nubia Redmagic 8S Pro nichts falsch.
Richtig starke Performance bieten zudem das Asus Zenfone 10 (Testbericht) und Samsung Galaxy S23 (Testbericht) sowie Honor Magic 5 Pro (Testbericht). Noch mehr Smartphones mit viel Power zeigen wir in der Top 10: Das sind die schnellsten Smartphones – Asus führt, Apple fehlt.
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