Lukasz beschäftigt sich seit über 15 Jahren als Redakteur mit Smartphones, Apps, Gadgets und Content-Marketing. Seit 2021 arbeitet er für Heise Medien und ist derzeit leitender Redakteur bei Heise Bestenlisten. Der studierte Historiker aus Tübingen begeistert sich sonst für Fitness, Fußball, Fotografie sowie basslastige Musik.
Wer ein kleines Outdoor-Tablet sucht, wird beim Oukitel RT3 Pro fündig. Das 8-Zoll-Tablet bietet LTE und ein robustes und wasserdichtes Gehäuse.
Outdoor-Tablets gehören zu den Exoten unter den Scheibencomputern. Die Geräte zeichnen sich aus durch ein besonders robustes Gehäuse, das einen Sturz gut wegstecken kann und staub- sowie wasserdicht ist. Das macht diese Rugged Tablets interessant für den Urlaub auf dem Campingplatz, zum Medienkonsum am Pool oder Strand oder für Outdoor-Fans beim Wandern. Auch auf der Baustelle, in Lagerhäusern, im Gartenwesen oder in der Forstwirtschaft sowie bei Rettungskräften sind diese Geräte interessant.
Beim Oukitel RT3 Pro handelt es sich um ein kompaktes Outdoor-Tablet mit einer Diagonale von 8 Zoll. Das macht das Gerät interessant für jeden, der es häufig mit sich führen möchte. Damit eignet es sich auch gut als Alternative zum E-Book-Reader oder dank GPS und LTE als mobiles Navigationsgerät.
Das Oukitel RT3 Pro ist mit Abmessungen von 207 × 134 × 13,9 mm in etwa so groß wie ein Taschenbuch. Es fällt etwas dicker aus als ein herkömmliches 8-Zoll-Tablet, erscheint uns für ein Outdoor-Gerät aber noch angemessen. Das Design folgt der Optik eines Outdoor-Smartphones (Bestenliste) mit einem komplett gummierten Gehäuse. Die Ecken sind zusätzlich verstärkt und verleihen den abgerundeten Ecken am Display ein angedeutet achteckiges Äußeres. Der USB-C-Anschluss ist zusätzlich mit einem Gummipfropfen versehen, die Kamera auf der Rückseite ist nahezu eben eingelassen. Allerdings ist das RT3 Pro recht schwer und wiegt mit 538 Gramm so viel wie ein 10-Zoll-Tablet.
Das Oukitel RT3 Pro ist ziemlich robust gegenüber Stößen sowie Erschütterungen und bringt das obligatorische Zertifikat für MIL-STD-810H der US-Armee mit. Laut Hersteller übersteht es Stürze auf einen harten Untergrund aus rund 1,5 Metern Höhe. Wir haben es mehrfach durch das Büro geschleudert, dem Tablet ist nichts passiert. Zudem ist es wasserdicht nach IP68 sowie auch staubdicht. Es kann damit in Süßwasser bis in 1,5 Meter Tiefe für rund 30 Minuten überleben. Laut Hersteller ist das Tablet obendrein für Temperaturen von -20 Grad bis 55 Grad Celsius ausgelegt.
Das LCD mit IPS-Panel misst in der Diagonale 8 Zoll. Die Auflösung fällt mit 1280 × 800 Pixel nicht übermäßig hoch aus, was aber bei einem kleineren Display nicht ganz so ins Gewicht fällt wie bei einem großen. Full-HD ist damit aber nicht möglich, Bildpunkte sind ferner mit dem Auge bei 188 PPI (Pixel pro Inch) zudem noch zu erkennen. Die Screen-to-Body-Ratio liegt mit 88 Prozent auf einem guten Niveau. Support für Widevine Level 1 gibt es nicht, was die Wiedergabe bei Streaming-Diensten wie Netflix auf SD-Qualität beschränkt. Bei einem HD-Display ist das nicht so schlimm wie bei einem größeren Tablet.
Die Bildqualität ist für den Preis angemessen, auch wenn Farben und Kontraste gerne ausgeprägter sein könnten. Für ein Tablet fällt die Helligkeit sehr hoch aus. Wir konnten rund 500 cd/m² messen, der Hersteller spricht von bis zu 600 cd/m² bei automatischer Helligkeitsanpassung. Im Freien bleibt der Bildschirm damit weitgehend ablesbar. Fällt allerdings die Sonne direkt auf den Bildschirm, wird es etwas schwierig, da die Anzeige stark spiegelt – wie bei allen Tablets dieser Preisklasse.
Auf der Rückseite befinden sich überraschend gleich zwei Linsen und ein LED-Blitz. Allerdings ist nur eines der Objektive mit 16 Megapixeln (f/2.0) wirklich relevant, die andere Linse mit 0,3 Megapixeln ist für die Tiefenschärfe beim Bokeh-Effekt zuständig und dient so eher der Zierde. Der Sensor der Hauptkamera ist ein Sony OV16880. Als Frontkamera kommt ein 8-Megapixel-Objektiv mit dem Sony-Sensor IMX219 zum Einsatz.
Das Setup entspricht also eher einem günstigen Einsteiger-Smartphone – was bei preiswerten Tablets auch üblich ist. Bei Tag gelingen mit der Hauptkamera dennoch passable Aufnahmen, die sich für mehr als nur Schnappschüsse eignen. Bei Bilddetails, Schärfe und Dynamikumfang ist aber deutlich Luft nach oben. Selfies wirken zudem etwas blass und unscharf. Videos sind mit beiden Linsen in Full-HD-Auflösung bei 30 FPS (Frames pro Sekunde) möglich.
Der Mediatek G81 sorgt als Achtkerner für eine angemessene Leistung im Alltag, ist aber keine Rakete. Das System reagiert damit recht flott auf Eingaben, Ruckler halten sich in Grenzen. Mit rund 7500 Punkten fällt die Performance bei PCmark nicht übermäßig hoch aus, findet sich aber im gesicherten Mittelfeld bei preiswerten Tablets. Für Casual Games reicht die Performance ebenfalls aus, weniger jedoch für Grafik-lastige Spiele, was die 600 Punkte aus Wild Life von 3Dmark verdeutlichen.
Großzügig bemessen ist der Speicher mit 128 GB, zudem gibt es 4 GB RAM. Die Navigation mittels GPS, Glonass, Beidou und Galileo ist ebenfalls möglich und mit 2 Metern laut GPS-Test auch sehr genau. Zudem ist ein Modem für LTE integriert, auch der Dual-SIM-Betrieb ist möglich, alternativ kann dort auch eine microSD-Karte genutzt werden zur Speichererweiterung. Der Rest ist Standard für den Preis: Wi-Fi 5 für heimische Netzwerke, Bluetooth 5.0 und NFC. Der Typ-C-Anschluss unterstützt lediglich USB 2.0, was aber ebenfalls normal ist in der Preisklasse.
Das Oukitel RT3 Pro kommt mit Android 14 und einer nahezu unveränderten Bedienoberfläche zum Käufer. Der App-Drawer ist von Haus aus deaktiviert, ist aber schnell und einfach über die Homescreen-Einstellungen zuschaltbar. Einige für Outdoor-Geräte typische Gimmicks finden sich ebenfalls: Eine App namens Werkzeugtasche hält unter anderem eine Wasserwaage, ein digitales Lot, einen Kompass sowie ein Schallmessgerät parat.
Der Patch stammt zum Testzeitpunkt Ende Oktober aus August. Das ist nicht mehr auf dem neuesten Stand, aber auch nicht maßlos veraltet. Wie häufig es Updates geben wird, lässt sich schwer abschätzen. Oukitel macht dazu keine Angaben. Mit einem regelmäßigen Software-Support sollte man aber eher nicht rechnen.
Der Akku fasst rund 5150 mAh. Beim Battery Test erreichten wir eine Akkulaufzeit von knapp über 10 Stunden, was für ein kompaktes Tablet mit dieser Kapazität ein ordentlicher Wert ist. Der Ladevorgang mit dem beigelegten Netzteil mit 10 Watt dauert aber fast 2 Stunden.
Das brandneue Oukitel RT3 Pro kann ab heute im Shop des Herstellers vorbestellt werden. Der Versand erfolgt ab dem 1. November. Mit dem Code NEW30 kostet das Tablet derzeit nur rund 185 Euro.
Das Oukitel RT3 Pro ist eine günstige und gute Wahl für Nutzer, die ein kompaktes, aber robustes Outdoor-Tablet suchen. Mit seinem 8-Zoll-Display bleibt es handlich und bietet eine hohe Helligkeit, was eine gute Ablesbarkeit im Freien ermöglicht – solange die Sonne nicht direkt darauf scheint. Zudem punktet es mit LTE und GPS, was es zu einer vielseitigen Option für den Einsatz unterwegs macht, sei es als E-Book-Reader, Navigationsgerät oder Mediengerät bei Outdoor-Abenteuern. Die Akkulaufzeit von rund 10 Stunden ist solide, auch wenn der Ladevorgang etwas länger dauert.
Die Auflösung des Displays könnte allerdings höher sein, und die Kameras entsprechen eher einfachen Standards. Der Achtkern-Prozessor von Mediatek ist ausreichend für Alltagsaufgaben und Casual Games, doch anspruchsvolle Apps bringen das Tablet an seine Grenzen. Die Software basiert auf Android 14, Updates sind vermutlich nicht regelmäßig zu erwarten. Für nur 185 Euro ist das RT3 Pro ein interessantes Angebot für Outdoor-Fans, die ein günstiges, gut geschütztes Tablet für einfache Anwendungen suchen.
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