Stefan schrieb bereits während des Studiums Spieletests für ein Printmagazin im Ruhrgebiet. Durch einen glücklichen Zufall landete er in Berlin und arbeitete fast 15 Jahre bei Areamobile, zuletzt als leitender Testredakteur. Für Heise Bestenlisten testet er Smartphones, Saug- und Mähroboter, Lautsprecher, Modellflugzeuge und andere Technik-Gadgets.
Mähroboter fahren mittlerweile auch ohne Begrenzungsdraht. Stattdessen verwenden sie GPS und/oder Kameras. Saugroboter-Hersteller Dreame setzt beim neuen Mähroboter Dreame A1 auf Lidar. Wie gut das funktioniert, zeigt der Test.
Saugroboter fahren schon seit Jahren mit Lidar (Light Detection and Ranging) zentimetergenau durch den Haushalt, Haushaltshelfer mit Laserturm haben sich längst gegen Kamerasysteme durchgesetzt. Bei Mährobotern ist das anders, aktuelle Modelle, die ohne Begrenzungsdraht auskommen, verwenden überwiegend entweder Kameras und/oder RTK (Real Time Kinetics) mit GPS (Global Positioning System) zur Orientierung. Kameras haben bisweilen Probleme bei der Erkennung bestimmter Situationen. GPS ist hingegen nicht immer stark genug verfügbar und lässt sich zu leicht durch Hindernisse blockieren – alle von uns getesteten Modelle erledigen zwar mehr oder weniger gut ihren Job, allerdings gibt es dabei immer wieder diverse Einschränkungen.
Der chinesische Hersteller Dreame geht nun einen anderen Weg. Nachdem das Unternehmen mit seinen Saugrobotern inzwischen den Konkurrenten aus gleichem Hause, Roborock, bei den smarten Saug- und Wischrobotern zumindest in Deutschland überholt hat, bringt das Unternehmen jetzt einen Mähroboter ohne Begrenzungsdraht auf den Markt. Und der navigiert wie Saugroboter mit Lidar – nur mit Lidar. Kamera, GPS oder andere Sensoren außer einem Stoßfänger gibt es nicht, Datenschützer dürfte das freuen.
Mangels Abhängigkeit von der Stärke eines GPS-Signals verspricht der Dreame A1, auch dort noch fahren und gute Arbeit verrichten zu können, wo RTK- und Kameramäher kapitulieren. In eine ähnliche Kerbe schlagen auch die Modelle von Ecovacs, die hauptsächlich auf Kamera, aber auch auf Navigationsbaken statt GPS setzen. Was gut klingt, stößt in einem gewachsenen Garten aber schnell an Grenzen, wie wir beim Ecovacs Goat G1 (Testbericht) ausführlich beschrieben haben. Wir wollten im Test des Dreame A1 wissen, ob Lidar sich unter solchen Umständen besser schlägt und ob der A1 überhaupt Konkurrenz für bewährte Modelle ist.
Die UVP für den Dreame A1 beläuft sich auf 1999 Euro, eine andere Farbe als Silber gibt es nicht. Inzwischen ist der Preis für das 2024er-Modell auf 1249 Euro gefallen. Der Test der 2025er-Variante erfolgt in Kürze.
Eins fällt beim neuen Dreame A1 sofort auf: Das lange, flache Chassis mit glänzendem Finish in Silber. Während so gut wie alle anderen Hersteller auf widerstandsfähigen, matten Kunststoff setzen, verpasst Dreame seinem Modell eine Oberfläche wie ein Luxusauto. Finish und langgestrecktes Chassis lassen den Roboter mit dem kleinen „Knopf“ vorn, bei dem es sich um das Lidar-System handelt, hochwertig erscheinen. Außerdem ist der Wiedererkennungswert hoch.
Der Rest ist hingegen Standard: Es gibt zwei nur teilweise verdeckte, große Antriebsräder mit Stollen, vorn zwei ungelenkte Stützräder. Die große Stopp-Taste im hinteren Bereich der Oberseite unterbricht nicht nur sofort den Mähvorgang, sondern öffnet gleichzeitig auch die obere Abdeckung, unter der ein kleines Display sowie ein dreh- und drückbarer Bedienknopf und Folientasten zur weiteren Steuerung untergebracht sind. Das erinnert an den Worx Vision (Testbericht), nur dass diese Elemente dort nicht unter einer Abdeckung verborgen sind. Die Unterseite des A1 bietet mit drei per Schnellverschluss ohne Werkzeug wechselbaren Klingen ein weiteres kleines Highlight des rund 12 kg schweren Geräts. Zudem darf der Dreame-Mäher dank IPx6-Zertifizierung auch auf der Unterseite mit einem Gartenschlauch abgespritzt werden – das ist bei vielen Wettbewerbern anders.
Zur Steuerung des Dreame A1 kommt die bewährte Dreamehome-App zum Einsatz. Dort scannt der Nutzer mit seinem Smartphone wie gewohnt den QR-Code, der unter der Bedienfeldabdeckung positioniert ist, und folgt den weiteren Anweisungen. Das klappt genauso einfach wie bei den Saugrobotern des Herstellers. Im Laufe der Einrichtung wird nach der Bluetooth-Verbindung auch eine WLAN-Verbindung hergestellt, über die der Roboter später auch aus der Ferne gesteuert werden kann. Ist das geschafft, erwartet den Besitzer ein im Vergleich zu den Saugrobotern ähnlicher, aber nicht identischer Aufbau der App-Oberfläche.
Mittig ist die Mähkarte positioniert, darüber Auswahlbuttons für die Mähart („Gesamtes Gebiet“, „Begrenzung“, „Zone“), Zeitpläne (unterteilt nach Frühling/Sommer und Herbst/Winter), Karte, Einstellungen und Sperrung der Bedienung am Mäher. Darüber befindet sich eine weitere Reihe mit Anzeigen für Bluetooth, WLAN und (optionales) 4G, außerdem werden hier die Gesamtgröße aller Zonen und die Akkuladung des Roboters angezeigt. Ganz oben rechts gibt es über das typische Dreipunkt-Menü Zugriff auf weitere Optionen wie Aktivitätenprotokolle, Regen- und Frostschutz, Roboterstimme und einiges mehr.
Im Kartenmenü zeigt sich die Erfahrung des Herstellers mit Saugrobotern. Bei Dreames „Erstlingswerk“ sind zahllose Features zum Anlegen von Zonen, Verbotszonen und Pfaden implementiert, so viel gibt es bei der Konkurrenz meist nicht. So dürfen Nogo-Zonen nicht nur wie gewohnt mit dem Roboter abgefahren, sondern wahlweise auch in der App eingezeichnet werden, wobei Nutzer Linien, Rechtecke oder Kreise verwenden können. Pfade verbinden Zonen untereinander oder die Ladestation mit einer Zone – sie darf also auch außerhalb stehen. Die Schnitthöhe darf der Nutzer pro Zone oder global zwischen 30 und 70 mm wählen, die Ausrichtung der Mähbahnen frei bestimmen.
Was fehlt, ist eine Möglichkeit zum nachträglichen Ändern von bereits angelernten Zonen* (siehe Anmerkung am Ende des Artikels). Ein Problem, welches auch Ecovacs hat, die dieses Feature auch nach einem Jahr bei ihrem ersten Mähroboter Goat G1 (Testbericht) und selbst beim aktuellen Goat G1 800 (Testbericht) bisher nicht nachgeliefert haben.
Dass auch Dreame bis jetzt nicht ganz fertig mit der Entwicklung ist, zeigt sich in der App zudem daran, dass aktuell gerade einmal zwei Zonen* (siehe Anmerkung am Ende des Artikels) eingerichtet werden dürfen. Das ist einfach zu wenig. Außerdem sind einige Menüstrukturen etwas verschachtelt oder auf mehreren Wegen anwählbar, was auf den ersten Blick verwirrend ist.
Schick ist hingegen die 3D-Darstellung dessen, was der Roboter sieht. In einem Punktraster findet der Nutzer hier eine erstaunlich detaillierte Karte der Umgebung vor, auf der Gegenstände, Pflanzen, Bäume, Autos und wegen der großen Reichweite des Lidar-Systems auch schon mal Teile vom Nachbarhaus schematisch angezeigt werden. Der „Laser“ des A1 kommt nämlich bis zu 75 Meter weit und in einem Winkel von bis zu 59 Grad hoch. Die Karte ist flüssig zoom-, dreh- und bewegbar. Um auf sie zugreifen zu können, ist eine WLAN-Verbindung nötig. Eigentlich scheint sie mit jedem Abruf neu heruntergeladen zu werden, allerdings stellten wir im Test fest, dass immer nur die Teile angezeigt werden, die wir zuerst eingerichtet hatten. Nach dem Löschen einer großen Zone und dem Hinzufügen einer neuen auf der anderen Seite des Hauses blieb diese allerdings schwarz – obwohl der Mäher dort erfolgreich mäht. So faszinierend die 3D-Karte schon jetzt ist, hat Dreame wohl auch hier noch etwas Arbeit vor sich.
In den Einstellungen für Mäher und Mähzonen dürfen Dinge wie die Mäheffizienz oder die Mähhöhe angepasst werden. Im genauen Standard-Modus fährt der A1 überlappende Bahnen und lässt nichts aus, er mäht hier bis zu 120 m² pro Stunde. Im Effizienzmodus sinken Genauigkeit und Hinderniserkennung, dafür steigt die Mähleistung auf bis zu 200 m²/h. Einer der wichtigsten Punkte dürfte die Hinderniserkennung sein. Hier darf der Nutzer bestimmen, ob der Roboter generell berührungslos fahren soll und wie groß Hindernisse sein müssen, um erkannt werden zu können. Die App unterscheidet dabei zwischen ab 10, 15 und 20 Zentimeter Höhe. Je unebener oder höher der Rasen ist, desto häufiger werden mit abnehmender Höhe der zu erkennenden Objekte allerdings Fehlerkennungen. So kann es passieren, dass der Roboter einzelne Grasbüschel nicht mehr mäht oder in die Zone hängende Zweige und Blätter dafür sorgen, dass er darum herum statt darunter herfährt.
Da leider auch die minimalen 10 Zentimeter Höhe in den meisten Fällen nicht ausreichen dürften, um einen Igel als Hindernis zu erkennen, haben wir die Hinderniserkennung gleich ganz ausgestellt. Das sorgt dafür, dass der Roboter in den meisten Fällen trotzdem größere Hindernisse wie Wände oder Pflanzen ohne Kontaktaufnahme erkennt, gleichzeitig folgt er aber den eingangs angelernten Grenzen. Entsprechend mäht er dann auch unter hängende Vegetation. Das können kamerabasierte Systeme wie etwa die Bots von Ecovacs nicht und so ist das ein großer Vorteil des Dreame A1.
Die Einrichtung der einzelnen Mähzonen klappt dank der guten Erklärungen und des überwiegend einfachen Aufbaus der App kinderleicht und letztlich wie beim Großteil der Konkurrenz. Der Nutzer muss dafür beim Anlernen den A1 wie ein RC-Auto mit dem Smartphone steuern und die Grenzen abfahren – fertig. Hinzu kommen bei mehreren Zonen noch Verbindungspfade. Das funktioniert ausreichend präzise – besser als beim Stiga A1500 (Testbericht), aber nicht ganz so einfach wie beim Mammotion Luba (Testbericht). Ist eine Zone umrundet, dürfen zusätzliche Sperrflächen definiert werden, um etwa Beete oder einen Teich auszugrenzen. Dabei sollen mindestens 10 cm Abstand zu entsprechenden Hindernissen gehalten werden, bei starkem Gefälle oder höheren Hindernissen wie Mauern auch mehr.
Wir haben uns wie immer nicht an die Vorgaben gehalten, sondern ohne Blick ins Handbuch losgelegt – und sind grundsätzlich nicht enttäuscht worden. Zwar bezahlte unser Testgerät des Dreame A1 schon nach kurzer Zeit mit einer hässlichen Schramme von der unsachgemäßen Installation, die er sich an einer Wand zugezogen hatte. Das als Bumper konzipierte Chassis sorgt aber in solchen Ausnahmen dafür, dass der Roboter problemlos weiter mäht. Hier rächt sich dann allerdings das schicke Hochglanz-Chassis des „Silberpfeils“.
Davon abgesehen schlug sich der A1 bei der grundsätzlichen Navigation aber sehr gut, auch wenn es im Detail noch etwas Anpassungsbedarf gibt. So findet sich der Mähroboter stets sehr gut zurecht und navigiert daher auch in Umgebungen, in denen RTK/GPS-basierte Modelle längst aufgeben. Wir haben ihn etwa dem Härtetest rechts neben dem Haus unterzogen, wo selbst die besten GPS-Mäher wie Mammotion Luba (Testbericht) und Stiga A1500 (Testbericht) immer wieder mit Problemen zu kämpfen hatten. Außerdem haben wir zwei Zonen per Pfad zwischen zwei Gebäudeteilen hindurch verbunden. Spätestens hier hätte sich jeder GPS-Mäher geweigert und die Arbeit eingestellt. Nicht so der A1, der nach dem ersten Anlernen fortan stoisch dem einmal angeeigneten Weg folgte und auch die beiden Problemzonen ohne Einschränkung mähte.
Es wurde bereits angedeutet: Ganz rund läuft trotzdem nicht alles beim A1. Zwar passt für uns die grundsätzliche Navigation schon sehr gut und auch die Genauigkeit, die der Hersteller mit bis zu 1 cm angibt, scheint meist erreicht zu werden. Gerade in Verbindung mit der anpassbaren Hinderniserkennung, die im Abschnitt "App" beschrieben wurde, mäht der Roboter nach der Fläche dann auch direkt an der Begrenzung – und das bei entsprechender Einstellung auch unter Büschen. Bei GPS-Mähern steigt hier die Abweichung, Kamera-Mäher wollen sich erst gar nicht in die Büsche schlagen.
Auffällig ist allerdings, dass der A1 – egal ob manuell per Fernbedienung gesteuert oder automatisch fahrend – immer wieder für den Bruchteil einer Sekunde abrupt stehenbleibt und dann direkt ohne Richtungswechsel weiterfährt. Das hatte im Test auch der sehr gute Segway Navimow (Testbericht) gemacht. Außerdem wirkt er – vor allem bei aktivierter Hinderniserkennung – bisweilen recht unstrukturiert. Dann wird mal hier, mal dorthin gedreht, ein Bogen gefahren oder sonst wie versucht, mit dem Störfaktor klarzukommen. Das funktionierte letztlich immer, wirkt aber noch sehr chaotisch und kostet Zeit. Denn gemäht wird bei solchen Kapriolen auch nicht, wohl aus Sicherheitsgründen. Zudem schien sich der A1 bei schwindendem Licht zunehmend schwer zu tun, obwohl er dank Lidar eigentlich lichtunabhängig navigieren sollte. Da Mähroboter bei Dämmerung oder Nacht aus Tierschutzgründen ohnehin nicht fahren sollen, finden wir das aber auch nicht schlimm.
Dank der systematischen (und in der Ausrichtung frei wählbaren) Bahnennavigation schafft der Dreame A1 pro Tag etwa 1000 m² Rasenfläche. Die versprochenen 2000 m² beziehen sich also auf 2 Tage – oder der Nutzer stellt die Mäeffizienz in der App von „Standard“ auf „Effizient“ um. Die angegebenen Rasenflächen erreicht er wie die Konkurrenz, indem er mäht, anschließend zur Ladestation zurückkehrt, lädt und nach rund 1 Stunde wieder seine Arbeit fortsetzt. Das Schnittbild ist dabei auf großen Flächen ordentlich, auch wenn es an Modelle wie den richtig guten Stiga A1500 (Testbericht) nicht ganz herankommt.
Wird es enger und der A1 muss viel rangieren, macht sich das langgezogene Chassis negativ bemerkbar. Gerade dann, wenn der Rasen eher holperig ist und nicht einem englischen Wimbledon-Grün entspricht, bleibt der Mäher bei Wendemanövern immer wieder kurz mit den vorderen, ungelenkten Rädern hängen. Das führt dann immer wieder kurzzeitig zu durchdrehenden Rädern* (siehe Anmerkung am Ende des Artikels), denn die Kraft, die der Bot benötigt, um den langen Vorbau herumzuschwenken, ist einfach höher als bei einem kompakten Modell. Das macht sich auch an Hängen bemerkbar. Muss er sie nur gerade hinauf oder hinunterfahren, gibt es bis zur Herstellerangabe von 45 Prozent oder 24 Grad keine Probleme. Soll am Hang gewendet werden, rutscht der Roboter aber immer wieder ab. Das machen Stiga und Mammotion besser.
Diese Probleme führt dann schnell dazu, dass die Haupträder kurz durchdrehen und besonders nassen Rasen leicht beschädigen. Besonders stark sieht man das vor der Ladestation. Da der A1 vor Mähbeginn immer gleich weit aus der Station fährt und sich anschließend auf der Stelle drehend orientiert, blieb bei „gutem norddeutschem Testwetter“ schnell eine kreisrunde Spur zurück, an der die Grasnarbe zerstört war. Ein ähnliches Bild dürfte sich wegen der dauerhaften, punktuell hohen Belastung an dieser Stelle auch im Hochsommer bei entsprechend hohen Temperaturen ergeben. Auf normalem, trockenem Grund ist das hingegen ein untergeordnetes Problem.
Da die Ladestation nicht in oder an einer Mähzone positioniert werden muss, empfehlen wir die Platzierung auf der Terrasse mit mindestens 1,5 Meter Abstand zum Rasen. Alternativ wäre es schön, wenn Dreame hier schnell nachbessern würde, indem etwa die Strecke beim Heraussetzen aus der Station variiert wird. Um solche Spuren zu vermeiden, bietet die App an anderer Stelle bereits solche Vermeidungsstrategien. So gibt es eine Option, dass der Roboter automatisch die Mähbahnen nach jedem Durchgang um 5 Grad versetzt.
Zum Schluss ein Gedanke, den wir wegen der typischen, vergleichsweise kurzen Testphase des A1 bislang nicht verifizieren konnten. Saugroboter, die im Haus mit Lidar navigieren, treffen zwar bisweilen auf leicht veränderte Umgebungen, da etwa hier ein Stuhl anders steht oder dort plötzlich ein Spielzeug auf dem Boden liegt. Dennoch bleiben einige Dinge wie Wände oder größere Möbel normalerweise unverändert und dienen dem Bot somit als fixe Referenzpunkte.
Bei einem Mähroboter ist das anders. Zwar gibt es auch hier etwa das Haus als festen Bezugspunkt, andere Grenzen wie Büsche oder Bäume verändern sich im Laufe eines Jahres aber stark. So kann es schnell passieren, dass eine Hecke zwischen den Schnitten um 20 cm wächst – auch nach innen in die Rasenfläche. Das gilt noch viel mehr bei sonstigen Büschen, die wie in unserem Testgarten als Eingrenzung dienen. Wir sind gespannt, wie der Dreame A1 mit diesen Veränderungen im Laufe des Jahres klarkommt. Denn theoretisch könnte das zu einer Ungenauigkeit führen, die weit über die angegebenen 10 mm hinausgeht.
Die UVP für den Dreame A1 beläuft sich auf 1999 Euro, eine andere Farbe als Silber gibt es nicht. Inzwischen ist der Preis für das 2024er-Modell auf 1249 Euro gefallen. Der Test der 2025er-Variante erfolgt in Kürze.
Wer sich mit dem Thema „Mähroboter ohne Begrenzungsdraht“ beschäftigt, wird sich entweder auf den A1 mit Lidar gefreut, oder seine ordentliche Funktion bezweifelt haben. Wir lagen vor dem Test irgendwo dazwischen. Nach dem Test freut es uns aber, mit Fug und Recht sagen zu können, dass der Dreame A1 sehr wohl funktioniert. Und das sogar richtig gut. In unseren Augen ist er die bislang beste Lösung für alle, die einen sehr schwierigen Garten besitzen, in dem GPS-Mäher teilweise oder vielleicht sogar gar nicht funktionieren. Denn die einzige (eigentlich) gute Alternative dafür, die Goat-Modelle von Ecovacs, setzten auf Signalbaken am Boden, die allerdings nach Möglichkeit freien „Sichtkontakt“ verlangen und bei verwinkelten Gärten wegen der immer größeren benötigten Menge solcher Beacons schnell ins Geld gehen. Der Dreame A1 fühlt sich hingegen selbst zwischen meterhohen Wänden oder einem Carport-Dach wohl und auch großer Pflanzenwuchs stellt kein Problem dar.
Natürlich gibt es noch einige Baustellen, fast alle davon betreffen aber Software und sollten so nach und nach beseitigt werden können. Dass der Hersteller dazu die Motivation hat, zeigt er bei seinen Saugrobotern. Zu den Baustellen gehört das teils etwas ruppige Fahren, die starke Limitierung auf derzeit nur 2 Mähzonen und die „Kornkreise“ vor der Ladestation. Das in unseren Augen zu lange Chassis ist hingegen erst beim Nachfolgemodell zu beheben und darf dann gern auch zusätzlich über eine Möglichkeit zur Vermeidung von Flurschäden bei kleinen Tieren wie Igeln, Fröschen oder Schlangen verfügen. Bis dahin ist der A1 die bislang beste Möglichkeit, auch schwierige Rasenflächen ohne ausreichenden GPS-Empfang kabellos mähen zu lassen.
*Hinweis: Einige Updates haben inzwischen die größten Kritikpunkte beseitigt. Zonen können angepasst werden und es sind bis zu fünf möglich. Optional sind auch Offroad-Räder erhältlich, die weniger durchdrehen sollten.
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