Bereits im zarten Alter von fünf Jahren hatte Jonas seinen ersten PC und hat glücklicherweise noch die Zeit von Kassetten, CDs und Disketten miterlebt. Seitdem hat ihn Technik und der Spaß an Gadgets nicht mehr losgelassen. Angefangen hat er 2023 als Volontär bei TechStage, das 2024 in heise bestenlisten übergegangen ist. Seit 2025 ist er dort nun fest als Redakteur im Team tätig und allen voran Experte für Mini-PCs. Weiterhin testet er für allerlei PC-Zubehör, Saugroboter, Ladegeräte und Powerbanks. Privat ist er Vielleser, Bahn-Nerd und Musikliebhaber, wobei sein Musikgeschmack so vielfältig ist wie er selbst.
Die Powerstation Flashfish P25 ist mit 2000 Watt stark ausgestattet und bietet eine Kapazität von knapp 1600 Wattstunden. Ob das Gesamtpaket überzeugen kann, zeigen wir in diesem Testbericht.
Powerstations sind mobile Akkus, die dank ihrer großen Kapazität und Leistung in der Lage sind, ganze Wohnwägen oder Gartenlauben mit Strom zu versorgen. Dank Anschlüssen für 230-Volt-Abnehmer und integriertem Solargenerator eignen sich die Geräte zusammen mit einem Solarpanel für die autarke Stromversorgung kleiner und großer Geräte – ausreichend Geduld und Sonne beim Laden vorausgesetzt.
Eine solche Powerstation ist auch die Flashfish P25 mit einer Kapazität von 1573 Wattstunden (Wh) und einer Leistung von satten 2000 Watt. In diesem Testbericht sehen wir uns nun an, ob das Modell in der Praxis überzeugt.
Update: Zum Black Friday kostet das gut ausgestattete Modell bei Banggood mit dem Coupon BG11TE085 knapp 715 Euro. Das Angebot gilt nur, solange der Vorrat reicht, dann sind regulär 840 Euro fällig.
TechStage kann beim Thema Powerstations auf die Erfahrung aus über 40 Einzeltests zurückgreifen. Die besten Modelle aus unseren Tests zeigt die Top 10 Powerstations: Die besten Stromspeicher für Photovoltaik im Test ab 235 €. Die stärksten Modelle stellt unsere Top 10: Die stärksten Powerstations von 1000 bis 3600 Watt vor. Besonders günstige Geräte findet man in der Top 10: Die besten Powerstations bis 300 Euro – mobile Steckdose für Laptop & Co. Powerstations mit starken Rabatten zeigen wir in unserer Schnäppchen-Übersicht: Die besten Photovoltaik-Deals: Powerstation, Solarpanel, Balkonkraftwerk & Co.
Die Flashfish P25 hat ein silbergraues Metallgehäuse mit schwarzen Kunststoffelementen. Dank des massiven Metall-Bodys wirkt die Powerstation wertig und stabil. Die Verarbeitung ist tadellos.
Oben ist seitlich jeweils eine Aussparung als Griff vorhanden, auf der Oberseite ist also Platz. Aber nicht ganz, denn Flashfish hat dort ein Fach für das mitgelieferte Zubehör integriert. Ein Ladegerät ist nicht darunter, denn die P25 verfügt über ein internes Netzteil. So liegt hier lediglich ein Stromkabel mit 3-Pin-Kaltgerätestecker bei.
Die Klappe für das Fach wird über einen Push-to-Open-Mechanismus geschlossen gehalten. Das führt dazu, dass das bloße Abstellen von Verbrauchern auf der Powerstation dazu führt, dass sich der Deckel öffnet. Das ist zwar nervig, allerdings unerheblich, da sich durch die abgerundete Form der Oberseite ein Abstellen ohnehin nicht anbietet.
Anschlussseitig bietet die P25 zwei USB-C-Ports mit jeweils 60 Watt sowie vier USB-A-Buchsen mit jeweils 24 Watt. Überdies gibt es zwei DC-Rundstecker (12 V), einen KFZ-Stecker (Zigarettenanzünder) und im AC-Bereich zwei Schuko-Steckdosen. Letztere sind rückseitig in einem 45-Grad-Winkel angebracht.
Um die Anschlüsse nutzen zu können, muss man zunächst den Powertaster mittig drücken und bis zum Piepton halten. Dann fährt die Powerstation hoch. Auf der P25 läuft ein Mini-Betriebssystem, in dem man Einstellungen ändern kann und alle wichtigen Informationen bekommt.
Das integrierte Farbdisplay wird über den Ein-/Aus-Taster bedient, der zusätzlich als Steuerkreuz dient. Die Genauigkeit, mit der Eingaben interpretiert werden, lies im Test allerdings etwas zu wünschen übrig und sorgte mitunter für etwas Frust. Auch hakelt das Betriebssystem stellenweise, sodass unsere Eingaben gelegentlich gar nicht angenommen wurden.
Das Display zeigt übersichtlich aktuelle Informationen zum Akkustand in Prozent, der voraussichtlichen Laufzeit/Ladezeit sowie den Leistungswerten (Verbrauch und Ladeleistung). Bei direkter Sonneneinstrahlung ist von der Anzeige allerdings nur wenig zu erkennen. Trotz dreier unterschiedlich starker Helligkeitsstufen ist das Display insgesamt zu dunkel.
Will man einen Verbraucher anschließen, so aktiviert man den gewünschten Anschlusstyp durch einen kurzen Druck auf den entsprechenden Taster. Ob die Ausgänge aktiv sind, zeigt eine im Taster integrierte Status-LED.
Aufladen klappt dank integriertem Netzteil ganz ohne Ladegerät über ein gewöhnliches Kaltgerätekabel mit 3-Pin-Stecker. Für das Laden per Solarpanel steht ein Anderson-Stecker zur Verfügung, wobei Flashfish hier aus unerfindlichen Gründen Plus- und Minus-Pol vertauscht hat. Damit passt viel Zubehör im Bestand nicht, Flashfish bietet aber ein passendes Anderson-zu-MC4-Adapterkabel an. Ansonsten lassen sich bei einigen Kabeln die Pole durch Verdrehen des Kabels tauschen, sodass sie wieder passen.
Was den Akku angeht, so setzt Flashfish auf Lithium-Ionen-Nickel-Kobalt-Mangan-Zellen (Li-Ion-NCM). Günstigere Powerstations setzen häufig auf Lithium-Ionen-Akkus. Diese haben aber im Vergleich zu den langlebigen LiFePo4-Akkus eine deutlich geringe Lebensdauer. So geben Hersteller meist an, dass die Akkuzellen nach 500 Zyklen noch rund 80 Prozent ihrer ursprünglichen Kapazität aufweisen. Im Falle der P25 gibt Flashfish sogar 800 Zyklen an. LiFePo4-Akkus erreichen diesen Wert in der Regel erst nach 3000 Zyklen.
Im Praxistest kommen die angegebenen technischen Daten zur Leistung und Kapazität auf den Prüfstand. Vor allem aber überprüfen wir die Sicherheitsmechanismen wie den Überlastschutz.
Dieser reagiert bei der P25 prompt, wobei wir hier aufgrund der hohen Leistung von 2000 Watt nicht auf unseren klassischen Föhn-Test zurückgreifen können. In der Regel würden wir mit einem haushaltsüblichen Haarföhn mit 1800 Watt eine Überlast simulieren – das ist aber zu wenig, um die P25 auszureizen.
Stattdessen greifen wir zum alten Staubsauger und stellen ihn auf Volllast. Hier schaltet die P25 zuverlässig nach einigen Sekunden ab. Dass das mitunter kurz dauert, ist deshalb in Ordnung, da die Powerstation für eine Spitzenlast von kurzzeitig bis zu 4000 Watt ausgelegt ist. Dadurch können auch Geräte, wie Heckenscheren, die einen hohen Anlaufstrom haben, genutzt werden.
Diesen Staubsauger nutzen wir auch später erneut. Denn neben den Sicherheitsmechanismen überprüfen wir auch die Effizienz unserer Testgeräte, also wie viel der angegebenen Kapazität im Alltag tatsächlich nutzbar ist. Zur Messung nutzen wir ein haushaltsübliches AC-Messgerät. Wir machen insgesamt drei Verbrauchsmessungen, bei denen wir auf drei unterschiedliche Szenarien setzen.
Der erste Durchgang findet fast unter Volllast statt. In diesem Fall reizen wir mit unserem Staubsauger die 2000 Watt an Leistung komplett aus und saugen unsere Wohnung für knapp 40 Minuten – bis der Akku leer ist. Dabei bekommen wir 1391 Wh heraus, was einer Effizienz von rund 88 Prozent entspricht.
Zur Simulation der Niedriglast nutzen wir unseren PC-Arbeitsplatz mit Monitor. Leer ist der Akku erst nach einem vollen Arbeitstag, also knapp 7 Stunden. Hier schneidet die P25 wirklich schlecht ab, üblich sind Effizienzwerte von 80 bis 85 Prozent. Wir bekommen aber nur 65 Prozent, genauer gesagt 1024 Wh aus dem Akku. Es gab schon andere günstige Powerstations, wie die Flashfish E200 (Testbericht), die in der Vergangenheit noch deutlich schlechter abschnitten – rühmlich sind 65 Prozent aber auch nicht.
Die Mischlast erreichen wir durch den Einsatz verschiedener Verbraucher nacheinander. Konkret nutzen wir einen Wasserkocher, eine Heißluftfritteuse, unseren Staubsauger und einen Gaming-PCs auf dem ein Benchmarktest läuft. Hier liegen wir erwartungsgemäß im Effizienz-Mittelfeld und haben am Ende 1239 Wh auf dem Messgerät stehen. Das entspricht 79 Prozent.
Um den 1572-Wh-Akku komplett aufzuladen, müssen wir im Test 1717 Wh hineinladen. Das entspricht einem Verlust von rund 9 Prozent. Dass Verluste beim Laden und Entladen entstehen, ist aber vollkommen normal und betrifft alle elektrischen Geräte.
Was der hochwertigen Verarbeitung ein wenig Abbruch tat, war ein immer wieder auftretendes Klacken sowie elektrisches Sirren. Während ersteres die üblichen und unproblematischen Schaltgeräusche der Relais sind, machte zweiteres zwar keine Probleme, aber auch keinen hochwertigen Eindruck.
Im Test störte uns zudem die enorm hohe Lautstärke im Betrieb. Sind es bei knapp 400 Watt Leistungsbezug am Gehäuse „nur“ rund 47 Dezibel (dB), kommt die P25 bei Vollast auf über 67 dB, was lediglich unser Staubsauger übertönt. Bei der letztwöchigen Popdeer S500 (Testbericht) war das hingegen kein Thema – bei gleicher Last von 400 Watt war sie im Gegensatz zur Flashfish P25 mit unter 40 dB um Welten leiser. Und auch Modelle, wie eine Ugreen Powerroam 1200 (Testbericht) oder eine Oukitel P2001 (Testbericht) glänzen in diesem Bereich. Beide sind allerdings entweder teurer oder bieten fürs gleiche Geld weniger Kapazität und Leistung.
Und auch beim Laden hört es mit der Lautstärke nicht auf. Immerhin geht das in etwas mehr als 2 Stunden richtig flott. Bei Bedarf und zur Entlastung der Akkus kann auch eine niedrigere Ladeleistung gewählt werden. Dann dauert der Vorgang rund fünf Stunden. Gut gefällt uns das interne Netzteil. Das spart Platz und zusätzliche Schlepperei. In diesem Bereich gibt es also nichts zu meckern. Auf eine USV-Funktion muss man allerdings verzichten. Im Test dauerte das Umschalten zwischen Netzstrom und Batterieversorgung fast vier Sekunden und damit deutlich zu lang.
Zum Testzeitpunkt am 16.09.2023 kostet die Flashfish P25 knapp 840 Euro. Mit unserem Coupon BG11TE085 bekommt man die 2000 Watt starke Powerstation aber bereits für nur 715 Euro. Für diesen Preis bekommt man das schicke Gesamtpaket trotz des ein oder anderen Malus eine Empfehlung.
Zum Preis von aktuell 999 Euro bietet die Dabbson DBS2300 mit 2330 Wh deutlich mehr Kapazität und auch die Leistung ist mit 2200 Watt abermals höher. Wir haben das Modell zwar bisher nicht getestet, es ist aber schon bei uns eingetroffen. Ein Testbericht folgt in Kürze, wir können aber sagen, dass die Powerstation hochwertig verarbeitet ist und einen guten Eindruck macht.
Achtung: Nicht verwirren lassen, denn im Preisvergleich taucht auch eine DBS2300 für 799 Euro auf. Dabei handelt es sich aber nicht um die Powerstation, sondern nur um einen Erweiterungsakku, denn die DBS2300 lässt sich um zwei weitere Akkus erweitern.
Noch etwas mehr Leistung bekommt man bei unserem Dauerbrenner Fossibot F2400 (Testbericht), die jetzt unter die magische 1000-Euro-Grenze gefallen ist. Für aktuell 927 Euro mit dem Code VTHTPKWZ bei Geekmaxi gibt es 2400 Watt Leistung und 2048 Wh an Kapazität. Das ist der Bestpreis für unseren Preis-Leistungs-König, die zum Testzeitpunkt noch 1300 Euro kostete.
Gefährlich wird der Fossibot nur die Oukitel P2001 (Testbericht). Die Powerstation hat sich kürzlich im Test als runde Sache herausgestellt und auch sie ist aktuell zu einem Hammerpreis erhältlich. Ausgestattet mit 2000 Wh und einer Leistung von 2000 Watt kostet das Powerpaket derzeit mit dem Coupon NNNFRSOLDE15 ebenfalls 929 Euro bei Geekbuying. Im Test war sie sehr leise, eine USV-Funktion mit durchgeschliffenem Erdleiter ist an Bord – kurz: Wir können sie wärmstens empfehlen. Der derzeitige Preis ist eine echte Kampfansage an Fossibot und der Griff zu Oukitel kann sich echt lohnen.
Über unseren Preisvergleich zeigen wir nachfolgend noch beliebte Powerstations unter 1000 Euro, mit mehr als 500 Watt und 500 Wh, ab 1000 Watt sowie beliebte Solarpanels:
Die Flashfish P25 ist insgesamt eine solide Powerstation. Während wir vor allem die gebotene Leistung als Sweetspot betrachten, da hier auch Haushaltsgeräte, wie Staubsauger oder Wasserkocher laufen, ist die Lautstärke alles andere als ideal. Werte von über 60 dB sind einfach viel zu laut und selbst mit der hohen Leistung nicht zu entschuldigen. Dazu haben uns Powerstation, wie die Oukitel P2001 in der Vergangenheit einfach zu sehr vom Gegenteil überzeugt.
Ansonsten stören einzig kleinere Probleme mit dem Betriebssystem, das auf der Powerstation läuft und sich bisweilen aufhängt. Insgesamt ist die Flashfish P25 zwar nichts für Schlafräume, aber in der Werkstatt oder der Natur dürfte das egal sein. Hier aber profitiert man von ihrer hohen Leistung und dem kleinen Stauraum für Zubehör auf der Oberseite. Insgesamt ein tolles Gesamtpaket mit ein paar Schönheitsfehlern.
Die besten Powerstations aus unseren über 40 Einzeltests zeigt unsere Top 10 Powerstations: Die besten Stromspeicher für Photovoltaik im Test ab 235 €. Wer nicht weiß, wofür sich solche Geräte eignen, dem empfehlen wir den Ratgeber Mehr als Notstromversorgung: Darum gehört eine Powerstation in jeden Haushalt. Günstige Schnäppchen finden sich in der Übersicht Die besten Photovoltaik-Deals: Powerstation, Solarpanel, Balkonkraftwerk & Co. Die stärksten der stärksten Modelle stellt unsere Top 10: Die stärksten Powerstations von 1000 bis 3600 Watt vor.
Geräte mit den besonders langlebigen LiFePo4-Akkus zeigt die Top 10: Die besten Powerstations mit LiFePO4-Akku – lange Lebensdauer ab 300 Euro. Die günstigsten Modelle aus unseren Test präsentieren die Top 10: Die besten Powerstations bis 300 Euro – mobile Steckdose für Laptop & Co. und Top 10: Die besten Powerstations bis 500 € – Solargeneratoren für Alltag & Hobby. Passende Solarpanels finden sich in der Top 10 Solarpanels: Die besten Photovoltaik-Module für Powerstations.
Affiliate-Information
Bei den mit gekennzeichneten Links handelt es sich um Provisions-Links (Affiliate-Links). Erfolgt über einen solchen Link eine Bestellung, erhält TechStage eine Provision. Für den Käufer entstehen dadurch keine Mehrkosten.