Bereits im zarten Alter von fünf Jahren hatte Jonas seinen ersten PC und hat glücklicherweise noch die Zeit von Kassetten, CDs und Disketten miterlebt. Seitdem hat ihn Technik und der Spaß an Gadgets nicht mehr losgelassen. Angefangen hat er 2023 als Volontär bei TechStage, das 2024 in heise bestenlisten übergegangen ist. Seit 2025 ist er dort nun fest als Redakteur im Team tätig und allen voran Experte für Mini-PCs. Weiterhin testet er für allerlei PC-Zubehör, Saugroboter, Ladegeräte und Powerbanks. Privat ist er Vielleser, Bahn-Nerd und Musikliebhaber, wobei sein Musikgeschmack so vielfältig ist wie er selbst.
Für 438 Euro bietet die Grecell T500 satte 500 Wattstunden und 500 Watt. Zudem verzichtet sie auf ein billiges Werkzeugkoffer-Gehäuse. Wir haben die Powerstation einem Praxistest unterzogen und zeigen Vor- und Nachteile.
Unterwegs 230-Volt-Geräte betreiben? Das geht dank Powerstations mit passendem AC-Anschluss und ausreichend Leistung. Über einen integrierten Solargenerator und ein Solarpanel ist der Betrieb sogar vollkommen autark möglich. Manche Powerstations können weit mehr als 1000 Watt liefern. Damit kann man auch stärkere Verbraucher damit versorgen. Dies kann zum Beispiel ein Föhn, Wasserkocher, Toaster oder ein leistungsstarkes Gartengerät, wie eine Heckenschere sein. Oft benötigen Geräte eine solch hohe Leistung auch nur kurzzeitig. Hier reicht es dann aus, auf die maximale Spitzenleistung zu schauen.
Unsere heutige Powerstation sieht bis auf die Farbe einer anderen Powerstation sehr ähnlich, die wir schon im Test hatten – der EBL MP500 (Testbericht). Was die Kapazität angeht, sind sie exakt gleich groß – 519 Wh (Wattstunden) bei einer Leistung von 500 Watt, kurzzeitig auch 1000 Watt. Bei Amazon kostete die Grecell T500 zum Testzeitpunkt am 28.07.2023 knapp 250 Euro statt dem Normalpreis von 438 Euro. Aktuell liegt der Preis nochmal günstiger bei 220 Euro (200-Euro-Coupon anwählen). Wir haben das Gerät wie auch schon die EBL MP500 einem ausführlichen Test unterzogen und zeigen, ob sich die Grecell T500 nicht nur preislich, sondern auch praktisch lohnt. Unser Testgerät haben wir von Grecell zur Verfügung gestellt bekommen.
TechStage hat mittlerweile über 40 Powerstations im Einzeltest gehabt und eine entsprechende Erfahrung. Die besten Modelle zeigt dabei unsere Top 10 Powerstations: Die besten Solargeneratoren aller Klassen – ab 177 Euro. Günstigere Modelle zeigt unsere Top 10: Powerstations bis 500 Euro – günstiger Notstrom für den Blackout. Vor dem Powerstation-Kauf ist zudem ein regelmäßiger Blick in unseren Ratgeber Die besten Photovoltaik-Deals: Powerstation, Solarpanel, Balkonkraftwerk & Co. ratsam, da wir den Artikel immer mit neuen Angeboten aktuell halten.
In diesem Testbericht setzen wir uns nun mit der Budget-Powerstation Grecell T500 auseinander und zeigen im alltäglichen Praxistest, was das Gerät drauf hat.
Die Grecell T500 wirkt in ihrem tadellosen, schwarzen Kunststoffkleid eine ganze Spur edler und deutlich hochwertiger als viele andere günstige Powerstations. Deren Design erinnert häufig an günstige Werkzeugkoffer, wie bei der EBL MP500 (Testbericht). Zwar finden wir eine Ugreen PowerRoam 1200 (Testbericht) eine Spur eleganter, die kostet aber auch mehr als das Dreifache. Insofern ist das Design dem Preis angemessen. Die Verarbeitung ist in jedem Fall gut, wir konnten keine knarzenden Teile oder unsaubere Übergänge feststellen – gut gemacht!
Bevor wir uns den andere Punkten widmen, sei noch auf die orangenen Zierelemente ausweichem Gummi hingewiesen. Sie schützen die seitlichen Ecken vor Stößen und polstern den Kunststoffgriff, sodass er angenehmer in der Hand liegt – das ist besser gelöst als bei der genannten EBL MP500. Ebenfalls schön: Der Griff ist wegklappbar, oben bleibt also eine Abstellfläche.
Beim Akku setzt Grecell auf einen rund 500 Wattstunden großen Lithium-NCM-Akku (Lithium-Nickel-Cobalt-Mangan). Dieser Batterietyp hat eine hohe Energiedichte, kommt aber nicht an die hohe Lebensdauer von LiFePo4-Zellen. Diese bieten in der Regel auch nach rund 3000 Zyklen noch 80 Prozent ihrer ursprünglichen Kapazität. Lithium-Ionen-Zellen erreichen diesen Wert schon nach etwa 500 Zyklen.
Aufgeladen wird die T500 entweder per Andersson-Stecker mit einem Solarpanel oder über das mitgelieferte 100-Watt-Netzteil mit Rundstecker, womit sie etwa 6 Stunden für einen Ladevorgang benötigt. Das ist schon richtig lang, auch wenn es noch langsamere Powerstations gibt. Wir hatten auch schon Geräte im Test, die das 1,5-fache der Kapazität boten, aber nach eineinhalb Stunden voll waren. Allerdings sind diese Modelle auch deutlich teurer. Insgesamt halten wir eine solch lange Ladezeit bei dem derzeitigen Stand der Technik für nur noch bedingt zumutbar.
Wenn die Ladeleistung enttäuscht, ist wenigstens die Ausgangsleistung mit 500 Watt zufriedenstellend. In der Spitze sind auch für einige Sekunden bis zu 1000 Watt als Anlaufstrom drin. Für den aufgerufenen Preis ist das sehr gut.
Nutzen kann man diese Leistung über gleich zwei AC-Schuko-Steckdosen. Im Zweifel spart man sich also die Mehrfachsteckdose (Ratgeber), weil man hier gleich von Haus aus mehrere Geräte anstecken kann. Ansonsten gibt es vier USB-Ports, darunter drei mit USB-A und Quickcharge 3.0, sowie einen USB-C-Port mit PowerDelivery und bis zu 60 Watt Leistung. Gerade letzteres reicht sogar für manche Laptops, womit man sich ein zusätzlich USB-C-Ladegerät mit 60 Watt (Bestenliste) sparen kann. Erwähnt sei auch noch das Qi-Wireless-Ladepad auf der Oberseite, das Geräte mit maximal 10 Watt lädt. Smartphones (Bestenliste) mit dieser Funktion laden hier aber recht langsam, für das Case eines Bluetooth-Kopfhörers (Bestenliste) dürfte es aber ausreichen.
Darüber hinaus gibt es im DC-Bereich einen 12-Volt-Zigarettenanzünder, sowie zwei Rundstecker. Um die Anschlüsse nutzen zu können, muss man zunächst das Display mit einem Druck auf den Ein-/Aus-Knopf aktivieren. Danach wählt man mit einem weiteren Knopfdruck die gewünschte Anschlussart aus, also USB, DC oder AC. Ein weiterer Knopf schaltet die seitlich integrierte Lampe ein.
Alle aktiven Anschlüsse zeigt das mittig sitzende Display an, das richtig hell ist. Es weist zudem den aktuellen Akkustand nicht nur in Balkenform aus, wie es beispielsweise die Flashfish E200 (Testbericht) macht, sondern auch in Prozent. Damit ist man also rechtzeitig informiert, wann der Strom aus ist. Daneben sieht man auch die aktuell bezogene Leistung, aber auch mit wie viel Watt geladen wird. Das ist wichtig, um ein angeschlossenes Solarpanel optimal ausrichten zu können.
Schade ist, dass alle Anschlüsse freiliegen, nicht einmal der Zigarettenanzünder hat eine Abdeckkappe. Damit können Feuchtigkeit und Schmutz leicht in die Anschlüsse eindringen, was gerade beim Abstellen in einer feuchten Wiese problematisch sein kann. Dass hier trotz Budget-Preis auch eine bessere Lösung möglich wäre, zeigen Konkurrenten, wie die Warmounts CN1000W (Testbericht).
In unserem Praxistest haben wir auch die Grecell T500 wieder verschiedenen Szenarien im Alltag ausgesetzt. Unser Ziel ist dabei zu überprüfen, ob die Powerstation die angegebenen Werte von Leistung und Kapazität tatsächlich erreicht beziehungsweise wie groß die Abweichungen sind. Zudem testen wir die Sicherheitsfunktionen, also ob sie die Stromverbindung bei Überlast ordnungsgemäß und schnell kappt.
Um das direkt zu Beginn zu beantworten: Ja, macht sie. Bei unserem bekannten Föhn-Test, wo wir einen klassischen Haarföhn mit 1800 Watt (also deutlich zu viel Leistung) anstecken, schaltet die T500 direkt und ohne Zögern den AC-Anschluss aus. Wollen wir erneut ein Gerät per Schuko-Dose betreiben, müssen wir dann erst den Föhn komplett ausstecken, die Powerstation wieder einschalten und nochmal einstecken – erst dann fließt wieder Strom.
Jetzt aber zu unserem Alltagstest, wofür dieses Mal wieder unser PC-Arbeitsplatz mit Desktop-Rechner, Monitor und Lampe per Powerstation versorgen. Das Gesamtpaket kommt im Büroalltag auf einen Verbrauch von maximal 210 Watt. Um die tatsächliche Leistung und Kapazität hier zu messen, nutzen wir ein haushaltsübliches AC-Strommessgerät. Für den Mischbetrieb bei unserer täglichen Arbeit mit Dokumenten, Surfen und Meetings kommen wir auf eine Laufzeit von etwas mehr als dreieinhalb Stunden bei einer entnommenen Kapazität von 474 Wattstunden. Das entspricht richtig starken 91 Prozent – Hut ab!
Mit einem Benchmarktest am PC bringen wir die Powerstation dann richtig ins Schwitzen – das verrät der direkt anspringende, mit knapp 50 dB(A) aus einem Meter Abstand nicht sonderlich leise Lüfter. Hier kommen wir bei einem Leistungsbezug von über 410 Watt noch auf immerhin 464 Wattstunden nutzbare Kapazität, also 89 Prozent. Auch dieser Wert ist respektabel.
Beziehen wir nur wenig Leistung, also weniger als 140 Watt, entnehmen wir der Grecell T500 rund 473 Wattstunden, also ebenfalls starken 91 Prozent. Diese Werte sind beeindruckend, denn in der Regel schaffen Powerstations nach unserer Erfahrung rund 80 bis 85 Prozent. Zum besseren Verständnis: In der letzten Zeit lagen günstige Modelle sogar teils bei unter 70 Prozent. Die Flashfish E200 (Testbericht) erreichte in einem Testszenario sogar nur 49 Prozent – trauriger Tiefstwert. Allerdings kostet das handliche Gerät mit dem Coupon auch nur 108 Euro bei Banggood.
Die angesprochenen Lüfter sind nicht die leisesten. Ihr größter Vorteil ist dabei aber, dass sie nur selten anspringen, was für ein funktionierendes Lüftungsmanagement spricht. Lediglich bei hohem Verbrauch sind sie deutlich hörbar. Sie kommen aber nicht an die enorme Lautstärke anderer Powerstations heran. Ein negatives Beispiel ist hier etwa die Warmounts CN1000W (Testbericht). Schlafzimmertauglich ist die Grecell T500 definitiv nicht. Für den Einsatz in ohnehin lauten Umgebungen, wie Messe, Werkstatt oder bei der Gartenarbeit ist das aber unerheblich.
Die geringe Ladeleistung stellte sich im Test als sehr nervenaufreibend dar. So konnten wir nur einen Testdurchgang pro Tag bewerkstelligen. Immer mehr Powerstations bieten einen Schnelllademodus mit Ladezeiten von unter vier Stunden an – das wünschen wir uns auch für Modelle, wie die Grecell T500. Aktuell ist sie aber gerade im Budget-Bereich damit noch in guter Gesellschaft, wie auch die EBL MP500 (Testbericht) oder die Bluetti EB240 (Testbericht) zeigen.
Geladen haben wir aber nicht nur per Netzteil, sondern auch mit einem Solarpanel. Hier kam im Test das EBL Solar Apollo 100W zum Einsatz, was problemlos funktioniert. Positiv: Während des Ladevorgangs, sowohl am Panel als auch an der Steckdose, bleiben die Ausgänge aktiv.
Die Grecell T500 ist eine spannende Powerstation, die man zum Normalpreis von 438 Euro erhält. Aktuell kostet sie nur 220 Euro bei Amazon (200-Euro-Coupon anwählen). Dafür bekommt man eine hochwertige, ansehnliche und effiziente 519-Wattstunden-Powerstation mit einer Leistung von 500 Watt. Das ist allerdings angesichts stark fallender Preise kein Schnäppchen, wir können die Powerstation erst unter 300 Euro so wirklich empfehlen. Zum Testzeitpunkt am 28.07.2023 lag der Preis bei 250 Euro, wofür wir eine glasklare Empfehlung ausgesprochen haben.
Viel Leistung bekommt man auch bei unserem Dauerbrenner Fossibot F2400 (Testbericht), die jetzt unter die magische 1000-Euro-Grenze gefallen ist. Für aktuell 799 Euro mit dem Code HjzCwwkB bei Geekbuying gibt es 2400 Watt Leistung und 2048 Wh Kapazität. Das ist der Bestpreis für unseren Preis-Leistungs-König, die zum Testzeitpunkt noch 1300 Euro kostete.
Gefährlich wird der Fossibot nur die Oukitel P2001 (Testbericht). Die Powerstation hat sich kürzlich im Test als runde Sache herausgestellt und auch sie ist aktuell zu einem Hammerpreis erhältlich. Ausgestattet mit 2000 Wh und einer Leistung von 2000 Watt kostet das Powerpaket derzeit mit dem Coupon NNNOP2NBC ebenfalls 829 Euro bei Geekbuying. Im Test war sie sehr leise, eine USV-Funktion mit durchgeschliffenem Erdleiter ist an Bord – kurz: Wir können sie wärmstens empfehlen. Der derzeitige Preis ist eine echte Kampfansage an Fossibot und der Griff zu Oukitel kann sich echt lohnen.
Über unseren Preisvergleich zeigen wir nachfolgend noch beliebte Powerstations unter 500 Euro, mit mehr als 500 Watt und 500 Wattstunden sowie beliebte Solarpanels:
Das gebotene Gesamtpaket der Grecell T500 weiß im Test zu überzeugen. Der attraktive Preis zum Testzeitpunkt sorgte für ein gutes Testfazit, nämlich einer glasklaren Empfehlung. Zwar schmerzen Dinge, wie die sehr lange Ladezeit von mehr als sechs Stunden und die Lautstärke bei hoher Leistung, allerdings waren diese Punkte beim Preis von 209 Euro zu vernachlässigen. Zum Normalpreis von 438 Euro gibt es dagegen keine Empfehlung.
Leistung und Kapazität reichten im Test für den Alltagsbetrieb unseres PC-Arbeitsplatzes über mehr als drei Stunden. So sollte die Grecell T500 auch bei Strandpartys, im Campingurlaub oder auf Veranstaltungen, wie Messen, Spaß machen und genügend Reserven bieten. Gerade für letzteres macht sich auch das schlichte schwarze Außengehäuse gut, dass der T500 einen Hauch von Eleganz bringt. Insgesamt eine runde Sache.
Die besten Powerstations aus über 40 Einzeltests zeigt unsere große Top 10 Powerstations: Die besten Solargeneratoren aller Klassen – ab 177 Euro. Wer wissen möchte, wofür sich solche Geräte eignen und warum man solch eine Powerstation braucht, schaut in den Ratgeber Mehr als Notstromversorgung: Darum gehört eine Powerstation in jeden Haushalt. Zudem ist vor dem Powerstation-Kauf ein regelmäßiger Blick in unseren Ratgeber Die besten Photovoltaik-Deals: Powerstation, Solarpanel, Balkonkraftwerk & Co. ratsam, da wir den Artikel immer mit neuen Angeboten aktuell halten. Geräte mit besonders langlebigen Akkus finden sich in der Top 10: Die besten Powerstations mit LiFePO4-Akku – lange Lebensdauer ab 300 Euro. Die günstigsten Modelle zeigt unsere Top 10: Powerstations bis 500 Euro – günstiger Notstrom für den Blackout. Wer nach passenden Solarpanels zur Powerstation sucht, sieht in unsere Top 10 Solarpanels: Die besten Photovoltaik-Module für Powerstations. Ins Thema Camping gehen unsere Ratgeber Akku-Kühlbox, Photovoltaik & mobile Klimaanlage: Gadgets für den Campingplatz und Zubehör für Wohnmobil & Wohnwagen: Rückfahrkamera, Photovoltaik, Internet & Co vertieft.
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