Die Begeisterung für Technik startete bei Stefan bereits im Alter von drei Jahren mit dem Sharp MZ700 seiner älteren Geschwister und breitete sich schließlich aus auf alles, was explodiert, Strom braucht oder sonstwie mit Biologie, Chemie und Physik zu tun hat – was schließlich auch zu einem…
Das Spielprinzip von Principia haben wir schon in gefühlt 27.318 anderen Apps gesehen: Der Spieler muss ein Objekt in ein Ziel befördern – in diesem Fall einen oder mehrere stupide geradeaus marschierenden Roboter. Aber die Vielfalt an Möglichkeiten, die ist neu.
Es geht los bei simplen Holzbrettern, aus denen eine Brücke für den Roboter entsteht. Dann folgen Richtungswechsler, die die Marschrichtung ändern. Und dann Trampoline, Seile, Achsen, Räder, Dämpfer, unterschiedlichste Motoren, verschieden starke Raketenantriebe, Förderbänder, Ventilatoren, diverse Sensoren und Schalter sowie elektronische Bauteile: Von Batterien und Displays über Frequenzgeneratoren und allen nur erdenklichen Gattern bis hin zu tonnenweise Kabeln für die Verdrahtung ist alles geboten. Hilfe!
Mit der Ausstattung steigt auch die Komplexität von Principia schnell gewaltig an. Reichen in den ersten Levels anfangs ein paar Holzlatten aus, um den Roboter ins Ziel zu bringen, muss sich der Spieler später komplexe Aufbauten überlegen. Mit Hilfe aus Sensor, Flipflop , Sparsifier , Motor und Brettern baut der Spieler eine Rampe, die vier heranstampfende Robotern auf zwei verschiedene Ziele verteilt. Wer keine Bastler-Erfahrung hat, wird hier ziemlich schnell massiv gefordert.
Keine Lust auf vorgegebene Level mit limitiertem Baumaterial? Kein Problem. Principia bietet auch einen freien Modus, in dem der Spieler beliebige Mengen aller Baugruppen miteinander kombiniert. Seine Kreationen kann der stolze Schöpfer dann mit der Community teilen. Der Entdecken-Modus schließlich lädt dazu ein, all die unterschiedlichen Gefährte, Maschinen und Computer zu bewundern, die die Community mit Principia erschaffen hat.
Die Steuerung steht dabei glücklicherweise im Großen und Ganzen nicht im Weg. Die Objekte sind per Drag and Drop im Level platzierbar. Muss es sehr genau sein, zoomt der Spieler nahezu beliebig nah rein. Einzig beim Verkabeln der Elektronik wollen die Stecker manchmal nicht so recht in die Buchsen flutschen – entweder sind unsere Wurstfinger schuld oder das Interface verträgt noch etwas Feinschliff.
Wir haben Principia unter Android ausprobiert und für die Vollversion 3,33 Euro an Google überwiesen. Und für sein Geld wird der Daddler von Principia wirklich lange unterhalten. Voraussetzung ist hier allerdings eine gewisse Ausdauer beim Knobeln – und ein gewisses Frustrationsvermögen. Wir haben an manch einem fortgeschritteneren Level ganz schön lange gebastelt, und standen mehrfach frustriert kurz davor, die App wütend in irgendeine hintere Homescreen-Ecke zu fegen.
iPhone- und iPad-Nutzer gucken aktuell noch in die Röhre – für iOS gibt es den Apparatus-Nachfolger derzeit noch nicht.
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