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Ratgeber Retro-Konsolen: Handheld-Konsolen aus China

Ratgeber Retro-Konsolen: Handheld-Konsolen aus China

Wenn es um Retro-Handhelds geht, steht China ganz vorne. Kaum ein Markt bietet mehr Konsolen an. Aber was können diese leisten, wenn sie für ein Taschengeld angeboten und produziert werden? Wir testen eine Reihe von Geräten und zeigen, worauf man beim Kauf achten sollte.

Wer auf einschlägigen Online-Verkaufsplattformen nach den Begriffen »retro«, »handheld«, »console« und »mini« sucht, wird mit Ergebnissen geradezu erschlagen. Besonders auf der chinesischen Plattform Aliexpress kann man Stunden damit verbringen, Produkte gegenüberzustellen. Manche davon sind optische Kopien von bekannten Handhelds, wie Nintendo Switch oder Playstation Portable. Sogar von der Playdate, einem noch kommendem Indie-Handheld mit Kurbel, gibt es bereits eine abgekupferte Version. Aber selbst, wenn man sich nur an Produkten mit originalen Designs orientiert, ist es schwer den Übersicht zu behalten. Deshalb haben wir einen kleinen Ratgeber zusammengestellt, wo wir vier Geräte gegenüberstellen.

Der Ratgeber ist Teil unserer Themenwelt zu Retro-Konsolen . Dort haben wir bereits Produkte wie die RK2020 (Testbericht) , die Mega Drive Mini (Testbericht) oder die SNES Classic Mini (Testbericht) getestet. Mehr dazu in unserer Bestenliste zu Retro-Konsolen .

Zielgruppe

Vorab sollte man aber die Frage klären: Für wen sind diese Retro-Handhelds geeignet? Schon bei dem von uns getesteten RK2020 (Testbericht) besteht der Reiz sicherlich darin, Emulatoren für die Hosentasche zu haben. Unterwegs die Klassiker für Playstation 1 oder Super Nintendo spielen? Das erlauben die Hersteller die Originalkonsolen nur mit Einschränkungen: Sony hat für die Playstation Portable und die Playstation Vita ein paar PS1-Titel im PSN-Store angeboten, während Nintendo derzeit viele Klassiker als Bonus im eigenen Online-Service für die Switch bereithält. Das ist aber nur eine Auswahl; obskure Titel und etliche Fan-Lieblinge fehlen. Als Alternative die eigene Rom-Sammlung verwenden zu können – das klingt verlockend.

Theoretisch ist das sogar auf den Originalgeräten möglich. Die Modding-Szene ist fleißig und hat Softmods entwickelt, um Homebrew und Ports lauffähig zu machen. Darunter auch Emulatoren und die Sammeloberfläche Retroarch. Die Performance der Emulatoren ist dabei beeindruckend und besonders die Switch (Testbericht) wird damit zu einem kleinen Wunderkind. Da aber so auch Raubkopien möglich werden, geht Nintendo verständlicherweise gegen diese Hacks vor. Dass die Garantie bei derlei Modifikationen flöten geht, dürfte eh klar sein. Kein attraktiver Gedanke, wenn man gerade erst 300 Euro für eine Switch ausgegeben hat. Bei einem älteren Nintendo DS oder 3DS kann sich mit entsprechender Bastelfreude eine Recherche nach Hacks trotzdem lohnen. So haucht man den alten Geräten neues Leben ein und bekommt zudem noch einen Emulator-Handheld dazu.

Wer dabei aber Bedenken hat, findet auf dem chinesischen Handheld-Markt viele Alternativen. Meistens kosten die Geräte weit unter 100 Euro und sind mit mehreren Emulatoren bereits vorkonfiguriert. Hier muss man sich jedoch über zwei Dinge im Klaren sein: Die Software-Lizenzen beigefügter Roms sind nicht geklärt. Kauft man bei Amazon, liegen diese meistens ohnehin nicht dabei. Bei einem Handel über Aliexpress ergänzen aber viele Verkäufer als »privates Geschenk« eine SD-Karte zum Paket. Wir empfehlen in diesem Fall einfach eine eigene Karte mit selbst erstellten Roms anzufertigen. Im Regelfall wird diese bei korrekter Ordnerstruktur von den Handhelds einwandfrei gelesen.

Die zweite Sache: Die Verarbeitungsqualität ist schwankend. Wer nur 30 Euro investiert, darf selbstredend nicht die hohe Qualität von Sony oder Nintendo erwarten. Manche Geräte fallen schon beim bloßen Anschauen auseinander, während andere eine überraschend hohe Wertigkeit aufweisen. Immerhin eignen sich solche Retro-Handhelds dann aber als »immer dabei«-Gerät, dass man bedenkenlos in die Tasche pfeffern kann. Fällt schließlich eine Switch oder eine Playstation Vita versehentlich auf den Boden, zerschellt vor dem geistigen Auge ein fettes Sparschwein. In Zeitlupe!

Beispielgeräte im Überblick

Wir stellen direkt klar: Wenn wir uns wirklich vornehmen würden jedes einzelne Gerät auf dem chinesischen Markt ausführlich zu testen, würden wir vermutlich das Redaktionsbudget für ein ganzes Quartal auf den Kopf stellen - nur um im darauffolgendem von Neuem anzufangen. Gefühlt kommt jede Woche ein neuer Anwärter heraus, und die Sprachbarriere macht es nicht gerade einfach, immer informiert zu bleiben. Manche Youtuber habe es sich dennoch zur Aufgabe gemacht, Schritt zu halten, wie etwa Wicked Gamer & Collector oder ETA Prime . Wir können beide Kanäle wärmstens empfehlen, wenn man bei dem Thema aktuell bleiben möchte. Vor allem für einige der kurioseren Geräte lohnt sich ein Abo. Wir stellen trotzdem eine Auswahl vor, um einen Eindruck zu vermitteln, welche Vor- und Nachteile es geben kann.

Bittboy: Gameboy-Nachbau mit Farbdisplay

Sagen wir gleich, wie es ist: Der Bittboy ist eindeutig an den originalen Game Boy angelehnt. Als er letztes Jahr auf den Schreibtischen diverser Youtuber auftauchte, sorgte er deshalb für Aufsehen. An den Game Boy können sich ältere Semester noch gut erinnern, allein aus Nostalgiegründen wäre es die ca. 25 Euro Kaufpreis für sie schon wert. So klein wie der Preis ist auch der Formfaktor: Das Gehäuse wirkt zwar robust und liegt durch das mattierte Plastik angenehm auf der Handfläche, aber das ganze Teil ist gerade einmal halb so groß wie der ursprüngliche Game Boy. Das ist für Kinder vielleicht passabel, aber Erwachsene werden sich beim Spielen ganz schön anstrengen müssen; verkrampfte Hände nicht ausgeschlossen! Die vier Knöpfe und das Digikreuz sind aber gut verarbeitet und geben ordentliches haptisches Feedback.

Löblich: Der Akku ist austauschbar, der Bittboy nutzt den relativ weitverbreiteten BT-M12. Das ist die gleiche Batterie, die auch beim Gameboy Advance SP zum Einsatz kommt. 700mAh klingt zwar nach wenig Kapazität, aber sie hält durchaus eine längere Bahnfahrt über mehrere Stunden durch. Wer nur sporadisch spielt, muss evtl. nur alle paar Tage aufladen. Ebenfalls nicht schlecht ist das 2,4-Zoll-Display: Es ist ordentlich hell und gibt Farben kräftig wieder. Bei schnellen Spielen, etwa Sonic , macht sich aber Screen Tearing bemerkbar. Langsame Titel, wie etwa Castlevania, gibt das Gerät ordentlich wieder.

Mitgeliefert wird der Bittboy mit NxHope, einem auf chinesischen Handhelds öfter vorkommenden Betriebssystem. Dort sind einige Emulatoren vorinstalliert. Ebenso kommen einige Ports mit, wie etwa Quake. An id-Softwares Klassiker merkt man die Grenze: Zwar läuft der Ego-Shooter auf dem kleinen Teil, aber die Framerate kommt selten über 20 Bilder die Sekunde. Auch 2D-Arcade-Titel, Game Boy Advance oder Super Nintendo sind eher ein Glücksspiel. Mit dem Mega Drive, NES, als auch Game Boy (Color) kommt der Bittboy aber gut zurecht. Als günstiger Gameboy-Ersatz mit Bonus-Features macht das kleine Teil daher wohl die beste Figur.

ProContra
sehr günstigScreen Tearing
gut verarbeitete Knöpfefür Erwachsene evtl. zu klein
austauschbare Batterierelativ langsam
Bezugsquellen

Den Bittboy bekommt man über Online-Händler wie Banggood (mit dem Coupon-Code BGYBV4G3 bekommen ihn unsere Leser billiger), allerdings wird er aus China verschickt. Alternativ gibt es ihn teilweise aus europäischen Lagern bei Ebay . Neben der Gameboy-Version gibt es noch andere Looks, der Bittboy RG350 etwa erinnert etwas mehr an die Switch als den Gameboy.

Powkiddy X2: Switch als Vorbild

Ignoriert man die Tatsache, dass die Ingenieure hier von der Nintendo Switch abgekupfert haben, macht der Powkiddy X2 auf den ersten Blick alles richtig: Der 7-Zoll-IPS-Bildschirm schafft eine Auflösung von 1024 × 600 und gibt das Bild kräftig wieder. An den Rändern sind Unregelmäßigkeiten in der Beleuchtung zu erkennen, aber ansonsten sind uns keine Mängel aufgefallen. Dazu kommt noch eine ordentliche, auf Retroarch aufbauende Emulationsqualität: Zwar kommt es ab der Playstation 1 zu Rucklern, doch bis zu dieser frühen 3D-Generation läuft alles anstandslos. Super Nintendo-Titel mit FX-Chip waren ebenso kein Problem wie CPS, FBA oder Neo Geo. Da links und rechts jeweils nur eine Schultertaste installiert sind, lässt ohnehin nur eine Auswahl an PS1-Titeln vollständig bedienen.

Steuerung ist aber ein gutes Stichwort, denn wer gerne Analog-Sticks verwendet, hat hier das Nachsehen: Die verbaute Variante beim Powkiddy X2 ist nichts weiter als eine Frechheit! Bei unserer Testversion bleibt der rechte Stick regelmäßig klemmen. Allgemein lassen sie sich kaum bewegen. Um schmal zu bleiben, sind sie sehr flach gebaut, ähnlich wie bei der Playstation Portable, aber damit kommt offenbar eine gewisse Schwerfälligkeit. Viele Spieler denken sich nun: Naja, bei Retro-Titeln macht das Digikreuz eh mehr Sinn. Dummerweise ist beim Powkiddy X2 keines verbaut, sondern es gibt stattdessen nur vier einzelne Tasten für die vier Himmelsrichtungen. Knöpfe sind am Gerät zwar generell gut verarbeitet, aber da beim Pseudokreuz der wippende Mittelpunkt fehlt, fühlen sich besonders diagonale Eingaben niemals richtig an - vor allem, die die Buttons abgerundet sind und man ständig abrutscht. Switch-Besitzer klagen bei den Joy-Cons über ein ähnliches Leid. Abnehmen lassen sich die Steuerungseinheiten an beiden im Gegensatz zur Switch nicht.

Ebenfalls suboptimal: Zwar gibt es einen HDMI-Out, aber das Gerät startet jedes Mal neu, sobald man das Kabel ansteckt oder entfernt. Ein schneller Wechsel während einer Session ist also nicht möglich. Und wehe, man kommt mal im Eifer des Gefechts versehentlich an das Kabel! Das Bild am Fernseher lässt zwar einiges an Schärfe vermissen und hat qualitativ durchaus Ähnlichkeiten mit dem Output des Neo Geo Mini (Testbericht) . Als zusätzliche Option ist es nett, etwa auf dem Hotelzimmer. Da gibt’s auch Stromstecker, die man beim Powkiddy X2 schneller benötigt, als uns lieb ist. Laut Herstellerangaben hat die fest verbaute Batterie eine Kapazität von 3000mAh, was besonders für Retro-Spiele nach viel klingt. Trotzdem konnten wir auch bei älteren Spielen nie länger als 3 Stunden spielen - abseits von aufwendigen 3D-Titeln sollte heute eigentlich mehr drin sein. Da erscheint uns der Kaufpreis von ungefähr 80 Euro als zu hoch.

ProContra
mäßige Batterielaufzeitsehr gutes Display
Zwangsreset beim HDMI-Outgute Performance
grausige Analog-Sticksordentliche Verarbeitung
Bezugsquellen

Die Powkiddy X2 bekommt man vor allem auf Ebay , die Händler versenden aus China.

PS7000: Der bessere Switch-Nachbau

Ähnlich wie der Powkiddy X2 möchte auch der PS7000 von dem Erfolg der Nintendo Switch profitieren. Formfaktor und Farben sind ähnlich, wobei auch hier die Steuerungseinheiten fest am Gehäuse sind. Erfreulich: Nicht nur die Buttons reagieren ordentlich, sondern es ist auch ein echtes Digikreuz verbaut, das sich gut bedienen lässt. Gut gefallen uns auch die beiden Analog-Sticks, die im Gegensatz zum Powkiddy X2 alle Eingaben erfassen, nicht klemmen und angenehmerweise ein paar Millimeter weiter aus dem Gehäuse hervorstehen. Kurzum: Es spielt sich mit dem PS7000 wirklich toll! Das liegt auch an der guten Emulation: Es ist nicht einsehbar, mit welcher Software das Betriebssystem arbeitet, aber wir können keine Performance-Einbrüche feststellen. Arcade, Super Nintendo, Genesis - alles läuft einwandfrei, bis auf Abweichungen beim Sound gegenüber Originalhardware.

Ins Stocken gerät die PS7000 lediglich bei Playstation 1-Titeln. Wir haben zum Beispiel Wip3out getestet, und dort merkten wir kleinere Mikroruckler während des Rennens. Das wird vor allem am großen Bildschirm deutlich, wenn man den Handheld über HDMI-Out anschließt. Ärgerlich: Auch hier kommt es beim Ein- und Ausstecken des Kabels zu einem Zwangsreset. Fließende Übergänge beim Wechsel des Ortes sind damit also ausgeschlossen. Zwar ist kein IPS-Bildschirm verbaut, aber der LCD-Screen gibt die Spiele trotzdem mit gutem Bild wieder - vorausgesetzt, man schaut gerade von oben darauf. Schon eine kleine vertikale Verschiebung des Betrachtungswinkels verfälscht Farben gehörig. Ähnlich wie beim Powkiddy X2 ist die Akkulaufzeit mit 3 bis 4 Stunden eher mäßig. Die Batterie ist fest eingebaut.

Wegen der guten Steuerungselemente möchten wir den PS7000 fast empfehlen (es gibt sogar vier Schulter-Buttons!), wenn da nicht eine wichtige Sache wäre: Die Aspect Ratio bzw. das Bildverhältnis ist in der Software fest vorgegeben! Jedes Spiel wird zwangsläufig in 16:9 wiedergegeben, was bei Retro-Titeln überhaupt keinen Sinn ergibt. Die kommen im Regelfall lediglich in einem 4:3-Modus. Manche Shooter laufen sogar im noch schmaleren Tate-Modus. Dem PS7000 ist das Schnuppe: Das Bild wird gnadenlos verzerrt! Zum Stand dieses Artikels gibt es auch keinen Firmware-Hack, der das korrigiert. Für die meisten Retro-Fans ist ein falsches Seitenverhältnis ein absolutes No-Go, womit der Kaufpreis von etwa 60 Euro wohl auch zu viel wäre.

Bezugsquellen

Die PS7000 gibt es ebenfalls auf Ebay , aber auch bei Amazon.

ProContra
gute Verarbeitungkein IPS-Display
ordentliche PerformanceAspect Ratio fest vorgegeben
gut funktionierende AnalogsticksZwangs-Reset bei HDMI-Out
kräftige Lautsprecher

MP5 X7: Playstation Portable als Vorbild

Das Schlusslicht unseres Vergleichs bildet ein Playstation Portable-Lookalike mit dem kryptischen Namen MP5 X7. Preislich liegt er mit 30 Euro ebenso wie der Bittboy im unteren Segment. Die Leistung ist bei der Emulation aber etwas höher, womit zum Beispiel CPS-Arcade-Titel und Gameboy Advance deutlich besser laufen. Die sehen auf dem LCD-Bildschirm auch ganz ordentlich aus, wobei Screen Tearing auch hier zu sehen ist. Brawler wie Captain Commando kommen trotzdem gut rüber, womit man das Display gemessen am Preis durchaus als passabel einstufen kann. Von allen vier Geräten im Vergleich ist dafür der Lautsprecher am miesesten: Der ist ausgerechnet auf der Rückseite verbaut, wo man seine Finger auflegt. Was da krächzend herauskommt, will man aber am liebsten ganz abdecken. Um Kopfhörer kommt man beim MP5 X7 also nicht herum. In der Packung lagen zwar welche bei, aber Kabel und Ohrstöpsel sind ebenso dünn wie ihr Klang.

Die Bedienelemente kopiert der MP5 X7 ebenso wie den Korpus direkt von Sonys Vorbild, sie funktionieren zuverlässig. Die Pfeiltasten sind sogar besser als beim Original, da sie weiter hervorstehen, einen spürbaren Druckpunkt haben und vor allem nicht zu wackelig wirken. Auch wenn ein Digikreuz für Retro-Spiele natürlich besser gewesen wäre, vermisst man es nicht unbedingt. Die Analogsticks sind ebenso vergleichbar mit der Playstation Portable, was uns angenehm überrascht.

Eine Katastrophe ist allerdings das Betriebssystem. Über die Ästhetik lässt sich streiten, aber unübersichtlich bleibt es in jedem Fall. Die Menüs haben teilweise konfuse Anordnungen und englische Übersetzungen. Blickt man einigermaßen durch, muss man sich trotzdem mit der trägen Reaktionszeit abfinden. Ein paar Elemente im Hauptmenü sind unnütz und nehmen somit einfach nur Platz weg. Kaum jemand möchte zum Beispiel ernsthaft sein Adressbuch im MP5 X7 anlegen und als Videoplayer ist das Gerät schlicht zu langsam. Höchstens die Musik-Funktion und der Taschenrechner könnten ab und an helfen. Übrigens: Zwar ist in einem Schriftzug unter dem Display eine Kamera erwähnt, aber auf der Rückseite ist lediglich der Einlass im Gehäuse zu finden. Da ist bei der Produktionsplanung wohl etwas schiefgelaufen.

ProContra
leicht, aber robust gebautnutzlose Begleitsoftware
gut bedienbare Analogsticks und Knöpfeträge und unübersichtliche Bedienoberfläche
passables LCD-DisplayLautstärke nicht während des Spiels änderbar
Bezugsquellen

Die Konsole tummelt sich unter verschiedensten Bezeichnungen auf Amazon , optisch sind die Geräte alle identisch.

Fazit

Nach einem Blick auf vier unterschiedliche Geräte lässt sich feststellen: Für jede Sache, die ein Handheld gut macht, gibt es eine andere, die es schlecht macht. Das perfekte Gerät gibt es nicht, denn sogar beim guten RK2020 sind uns Mängel aufgefallen. Es kommt aber ganz auf den Anwendungszweck an: Wer kompromisslose Qualität haben möchte, greift ohnehin zu den Originalen von Nintendo und Sony. Als Zweitgerät können wir uns aber alle vier Handhelds vorstellen, wenn man seine Erwartungen entsprechend zurückstellt. Es handelt sich hierbei um einen entbehrlichen Ersatz für besondere Plätze oder Situationen. Ob dauerhaft im Reiserucksack, auf dem Tisch neben dem Coffee-Table-Book oder zur Verkürzung der Wartezeit neben der Kaffeemaschine - hier macht sich ein solcher Retro-Handheld gut.

Wer aber mehr Konfigurationsmöglichkeiten sucht und generell experimentierfreudiger ist, fährt mit dem RK2020, jedem anderen auf Linux basierendem Handheld oder einem Original samt Softmod deutlich besser. Bis auf gängige Optionen lassen sich bei keinem der vier getesteten Geräte tief greifende Änderungen an den Emulatoren oder dem Betriebssystem vornehmen. Vorgesehen ist nur die Erweiterung der Ludothek mittels SD-Karte.

Der Ratgeber ist Teil unserer Themenwelt zu Retro-Konsolen . Dort haben wir bereits Produkte wie die RK2020 (Testbericht) , die Mega Drive Mini (Testbericht) oder die SNES Classic Mini (Testbericht) getestet. Mehr dazu in unserer Bestenliste zu Retro-Konsolen .