Trotz ihrer im wahrsten Sinne des Wortes klassischen Ausbildung (Studium Geschichte/Latein) ist Sara (Jahrgang 1987) seit früher Jugend begeisterte und technikaffine Gamerin. Gleichzeitig liebt sie die Natur und verbringt viel Zeit mit Crossfit und Laufen in allen möglichen Varianten. Das Schreiben aber ist ihre größte Leidenschaft, weshalb sie bei Heise Bestenlisten begeistert ihr Hobby zum Beruf macht.
Die Redmi Watch 3 Active ergänzt das vielfältige Portfolio an Smartwatches von Hersteller Xiaomi. Wir haben uns das günstige Einsteiger-Modell genauer angeschaut und klären, was die Uhr von der Redmi Watch 3 und anderen smarten Redmi-Uhren unterscheidet.
Fließtext: Mit der Redmi Watch 3 Active bringt Xiaomi eine weitere Variante der beliebten Redmi Watch auf den Markt. Während die Redmi Watch 3 und die Redmi Watch 4 im mittleren Preissegment anzusiedeln sind und über ein GPS-Modul sowie weitere Extras verfügen, konzentriert sich die Redmi Watch 3 Active auf das Wesentliche. Ein günstiger Preis und ein Featurepaket, das sich vorrangig an Smartwatch-Einsteiger richtet, sind hier Programm.
Wir haben die Redmi Watch 3 ab 30 Euro im Test ausführlich unter die Lupe genommen und klären jetzt im Detail, für wen sich der Kauf der Smartwatch lohnt.
Die Redmi Watch 3 Active orientiert sich beim Design an der Redmi Watch 3, allerdings mit ein paar kleinen Unterschieden. Die grundlegende Optik im Stile einer Apple Watch bleibt erhalten, ebenso wie der seitliche Bumper-Button. Allerdings hat Xiaomi der Redmi Watch 3 Active im Vergleich zur Redmi Watch 3 ein größeres Display spendiert. Statt OLED mit 1,75 Zoll und 390 × 450 Pixeln sowie 600 Nits bekommen wir ein 1,83 Zoll großes LCD mit einer Auflösung von 240 × 240 Pixeln bei 450 Nits.
Die Helligkeit des Displays ist wie gewohnt stufenlos anpassbar und überzeugt auch bei direkter Sonneneinstrahlung. Eine automatische Helligkeitserkennung der Umgebung fehlt aber ebenso wie eine Always-on-Funktion.
Beim Gehäuse unterscheidet sich die Redmi Watch 3 Active ein wenig von der Redmi Watch 3, indem die Redmi Watch 3 Active über abgerundete anstelle eckiger Kanten verfügt. Das Silikonarmband mit der Druckknopfschließe bleibt bei beiden Modellen gleich, ebenso wie die Wasserdichtigkeit bis 5 ATM. Ihr könnt die Smartwatch also ebenfalls problemlos beim Schwimmen oder unter der Dusche tragen, längere Tauchgänge solltet ihr aber vermeiden.
Die Bedienbarkeit der Redmi Watch 3 Active unterscheidet sich ansonsten nicht von der Redmi Watch 3. Wir steuern die Uhr hauptsächlich über das Touch-Display mit Wischgesten sowie über den seitlichen Bedienknopf. Die Anti-Fingerabdruck-Beschichtung der Redmi Watch 3 fehlt bei der Active-Variante übrigens. Unsere Eingaben registrierte die Uhr aber absolut problemlos und ohne größere Verzögerungen. Insgesamt empfanden wir die Bedienung der Redmi Watch 3 Active als intuitiv und übersichtlich.
Wer die Redmi Watch 3 Active zum ersten Mal startet, wird direkt zum Download der zugehörigen App Mi Fitness aufgefordert. Die Einrichtung der Smartwatch erfolgt dann wie gewohnt über die App via Bluetooth 5.3. Haben wir ein Nutzerkonto angelegt, dauert es nur wenige Minuten, bis die Uhr an unser Smartphone gekoppelt und nutzungsbereit ist. Die Synchronisation der Daten erfolgt automatisch. Außerdem können wir nach der ersten Installation die Gerätesoftware des Trackers aktualisieren.
In Bezug auf die App hat sich bei der Redmi Watch 3 Active im Vergleich zur Redmi Watch 3 und Watch 4 nichts geändert. Verschiedene Reiter erlauben uns die Navigation durch die unterschiedlichen Menüs und Einstellungen. Das Herzstück ist der Reiter „Gesundheit“, der weitestgehend die Startseite der App ausmacht und uns alle wichtigen Daten übersichtlich in Kacheln aufbereitet. Wer mehr Informationen zu einem bestimmten Datensatz erfahren möchte, gelangt per Klick auf die entsprechende Kachel zu einer Detailansicht. Möchte man die Mi Fitness App nicht primär als Fitness-App nutzen, kann man die Daten aber auch problemlos an Google Fit, Strava oder Apple Health übertragen.
Die Redmi Watch 3 Active ist im Hinblick auf das Tracking von Aktivität und sportlichen Trainingseinheiten eine abgespeckte Version der Redmi Watch 3. Standardfeatures wie eine 24-h-Pulsmessung, ein Schrittzähler, Messung der Blutsauerstoffsättigung sind bei beiden Modellen an Bord. Käufer der Redmi Watch 3 Active müssen dafür aber auf ein integriertes GPS-Tracking verzichten. Eine genaue Aufzeichnung von Laufstrecken oder Radtouren ist dementsprechend nur über das Smartphone-GPS möglich.
Weitere Abstriche gibt es bei den Trainingsmodi zu bemerken: Anders als die Redmi Watch 3 verfügt die Redmi Watch 3 Active nur über 100 anstatt 120 verschiedene Trainingsmodi. Dieser Schwund ist unserer Meinung nach aber verschmerzbar, weil die Uhr alle wichtigen Standardsportarten umfassend abdeckt. Leider kommt bei genauerer Betrachtung aber ein weiterer Unterschied der beiden Smartwatches zum Tragen. Wo die Redmi Watch 3 bei vielen Sportarten zusätzliche spezifische Werte lieferte (wie beim Seilspringen die Anzahl der absolvierten Sprünge), beschränkt sich die Redmi Watch 3 bei den meisten Modi abseits klassischer Ausdauersportarten wie Laufen, Schwimmen und Radfahren auf die bloße Messung der Herzfrequenz. Das ist schade, in Anbetracht des deutlich günstigeren Preises der Redmi Watch Active aber noch akzeptabel.
Dafür kann die Smartwatch wie ihre große Schwester beim Aufzeichnen von Schritten und bei der allgemeinen Messung der Herzfrequenz punkten. Merkliche Abweichungen im Vergleich zu unserem Kontrollgerät oder gegenüber der manuellen Zählung traten in unserem Test nicht auf. Bei der Messung der Herzfrequenz hatte die Smartwatch allerdings Probleme, wenn unser Puls starken Schwankungen unterworfen war. Beim Krafttraining, wo unser Puls durch kurze Anstrengung nach längeren Pausen um bis zu 60 Schläge pro Minute variierte, dauerte es teils bis zu zehn Sekunden, bis die Redmi Watch 3 Active den korrekten Pulswert anzeigte. Die Messung erfolgte also immer mit ein wenig Verzögerung. Wer auf die Genauigkeit der entsprechenden Daten angewiesen ist, sollte also zu einem anderen Gerät greifen oder einen Brustgurt benutzen. Allerdings ist die Redmi Watch 3 Active nicht mit einem Brustgurt kompatibel.
Beim Schlaftracking liefert die Redmi Watch 3 Active die von anderen Redmi-Watches gewohnte Standardausstattung. Die Uhr misst Einschlaf- und Aufwachzeitpunkt sowie die Dauer der einzelnen Schlafphasen. Dazu überwacht sie die Herzfrequenz und die Blutsauerstoffsättigung. Ein Sensor für die Messung der Atemfrequenz ist ebenfalls vorhanden. Nutzer müssen allerdings beachten: Die Überwachung von Atmung und REM-Schlaf ist im Auslieferungszustand der Redmi Watch 3 Active deaktiviert. Man muss sie also zunächst manuell aktivieren, wenn man die entsprechenden Daten aufzeichnen möchte. Die Aufzeichnung geht dann aber zulasten der Akkulaufzeit.
Basierend auf den aufgezeichneten Schlafdaten, die übersichtlich in der App aufbereitet werden, erhalten wir eine Bewertung unserer Schlafqualität und Vorschläge, wie wir unseren Schlaf optimieren können. Wir empfanden die Ergebnisse der Messung in unserem Test als schlüssig, auch wenn die Aufwachzeitpunkte manchmal etwas ungenau registriert wurden. Kurze Schlafeinheiten von weniger als 20 Minuten erfasst die Uhr nicht; ferner müssen wir mindestens drei Stunden Schlaf aufzeichnen, damit die Uhr die verschiedenen Schlafphasen unterscheiden kann.
Positiv bewerten wir derweil die Weckfunktion, die mit Vibration und/oder Ton funktioniert, ebenso wie das angenehme Tragegefühl während der Nacht. Wer nachts nicht von Benachrichtigungen gestört werden möchte, kann in der Mi Fitness App den Schlafmodus festlegen und einen Zeitraum bestimmen, in der automatisch die Bitte-nicht-stören-Funktion aktiviert wird.
In Hinblick auf die Ausstattung mit zusätzlichen Features ist die Redmi Watch 3 Active ziemlich eingeschränkt. Es fehlt neben dem bei der Redmi Watch 3 und Watch 4 (Testbericht) vorhandenem GPS-Modul auch ein Musikspeicher und eine Bezahlfunktion. Ein großer Pluspunkt ist allerdings die Option, via Bluetooth 5.3 auf dem Smartphone eingehende Anrufe zu beantworten. Ein integrierter Lautsprecher und ein Mikrofon ermöglichen die Telefonie direkt über die Uhr, ohne dass wir das Smartphone aus der Tasche holen müssen. Die Verständigungsqualität konnte uns dabei im Test absolut überzeugen.
Zusätzlich verfügt die Redmi Watch 3 Active wie die Redmi Watch 3 über eine Notruffunktion. Legen wir in der Mi Fitness App einen Notfallkontakt fest, können wir diesen direkt anrufen, indem wir dreimal kurz hintereinander die Seitentaste der Smartwatch drücken. Befindet sich das Smartphone in Bluetooth-Reichweite, wird der Anruf automatisch aufgebaut, was in unserem Test ebenfalls einwandfrei funktioniert hat. Standardfunktionen wie die Anzeige von Benachrichtigungen, einen Wecker und eine Taschenlampe besitzt die Redmi Watch 3 Active ebenfalls. Damit bleiben in dieser Preiskategorie eigentlich keine Smartwatch-Wünsche offen.
Die Akkulaufzeit der Redmi Watch 3 Active beträgt laut Herstellerangaben bei normaler Nutzung 12 Tage und bei intensiver Nutzung 8 Tage. Die Kapazität des Akkus beträgt 289mAh. Xiaomi hat also denselben Akku verbaut wie bei der Redmi Watch 3. In unserem Test machte die Smartwatch bei der Akkulaufzeit eine ausgezeichnete Figur: Bei voller Displayhelligkeit, aktivierten Benachrichtigungen und Pulsmessung sowie drei anderthalbstündigen Sporteinheiten in einer Woche lag die Akkukapazität nach neun Tagen immer noch bei 30 Prozent. Das vollständige Aufladen des Akkus dauert rund zwei Stunden.
Wie es sich für eine Einsteiger-Smartwatch gehört, bietet Xiaomi die Redmi Watch 3 Active zu einer nedrigen UVP von 30 euro an. Die Uhr gibt es in den Farbvarianten Schwarz und Grau. Der Straßenpreis startet bei 30 Euro. Insgesamt bietet Xiaomi also mit der Redmi Watch 3 Active eine Smartwatch mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis.
Wer unseren Test bis hierher aufmerksam gelesen hat, wird es sich denken können: Die Redmi Watch 3 Active ist im Prinzip eine günstige, abgespeckte Version der Redmi Watch 3. Ihr fehlen einige Funktionen, allen voran das integrierte GPS, und die Display-Qualität kann mit der teureren Smartwatch nicht mithalten, aber dafür ist der Preis der Active-Variante nahezu unschlagbar.
Die Smartwatch bietet alle Standardfunktionen, die ein aktueller Aktivitäts-Tracker besitzen sollte, und macht dazu ihren Job noch wirklich gut. Ein Bonus ist definitiv die integrierte Telefonfunktion, die man in diesem Preissegment sonst lange suchen kann. Wer eine günstige Smartwatch für Einsteiger sucht und möglichst wenig Geld ausgeben möchte, macht mit dem Kauf der Redmi Watch 3 Active absolut nichts falsch.
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