Lukasz beschäftigt sich seit über 15 Jahren als Redakteur mit Smartphones, Apps, Gadgets und Content-Marketing. Seit 2021 arbeitet er für Heise Medien und ist derzeit leitender Redakteur bei Heise Bestenlisten. Der studierte Historiker aus Tübingen begeistert sich sonst für Fitness, Fußball, Fotografie sowie basslastige Musik.
Der Revell Control X-treme Catamaran ist schnell und wendig – doch bei hoher Geschwindigkeit wird das Handling zur Herausforderung, wie der Test zeigt.
Auf den ersten Blick hebt sich das Revell Control X-treme Boat Catamaran durch seine besondere Bauform von anderen RC-Booten ab. Im Gegensatz zu klassischen Monorumpf-Booten setzt Revell hier auf einen Katamaran, der laut Hersteller bis zu 45 km/h erreicht. Die Altersempfehlung liegt bei 14 Jahren – damit richtet sich das Boot an ambitionierte Einsteiger und Jugendliche, die Lust auf Geschwindigkeit und präzises Handling haben. Wie es sich fährt, zeigt der Testbericht.
Der Revell Control X-treme Boat Catamaran ist – wie der Name schon verrät – ein Katamaran. Diese Bauweise mit zwei schmalen Rümpfen sorgt für hohe Stabilität auf dem Wasser und ermöglicht enge Kurven bei hoher Geschwindigkeit. Der Vorteil: Katamarane neigen weniger zum Kentern und bieten ein ruhigeres Fahrverhalten – zumindest theoretisch. Allerdings sind sie bei Seitenwind etwas anfälliger als tief liegende Monorumpf-Boote.
Mit kompakten Abmessungen von 440 × 125 × 115 mm ist das Boot handlich und leicht zu transportieren. Positiv fällt das robuste, wasserdichte Gehäuse auf – trotz Überschlägen blieb das Innere des Boots trocken.
Das wasserdichte Gehäuse und der robuste, stromlinienförmige Rumpf wirken solide verarbeitet. Die 2,4-GHz-Fernsteuerung liegt gut in der Hand, benötigt allerdings vier AA-Batterien, die separat zu beschaffen sind. Der mitgelieferte Akku wird per USB-A in rund drei Stunden geladen.
Der wassergekühlte Elektromotor ist kräftig und erlaubt so ordentliches Tempo. Für die Fernsteuerung benötigt man vier Mignon-Batterien. Zum Einsatz kommt ein LiPo-Akku mit 7,4 V bei 2000 mAh. Nach knapp 10 Minuten ist der Akku in der Regel leer, das Boot gibt dann einen Warnton per Fernsteuerung ab und drosselt das Tempo. Jetzt ist es Zeit, zum Ufer zurückzukehren, wenn man nicht nach dem Katamaran schwimmen will. Zum Laden muss man den Akku aus dem Boot entnehmen und per USB-A-Ladegerät an ein Netzteil oder einen PC anschließen. Der Vorgang dauert rund drei Stunden.
Mit einer vom Hersteller angegebenen Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h gehört das X-treme Boat zu den schnelleren RC-Booten seiner Preisklasse. In der Praxis wirkte das Tempo eher wie 30 bis 35 km/h – das ist dennoch schnell genug, um für einen Adrenalinkick zu sorgen, aber auch herausfordernd bei der Steuerung. Im Vergleich zum deutlich massiver wirkenden Hurricane-Modell fühlt sich das X-treme Boat leichter und filigraner an – das hat aber den Haken, dass es bei hohen Geschwindigkeiten auf der Wasseroberfläche stärker hüpft. Es ist also nicht einfach, die Maximalgeschwindigkeit kontrolliert zu halten.
Auch die Lenkung zeigt sich weniger präzise. Zwar lässt sich das Ruder trimmen, in der Praxis reagiert das System aber nicht immer wie gewünscht. Besonders bei starken Lenkbewegungen bei Vollgas kann es problematisch werden: Das Ruder greift abrupt, sodass sich das Boot regelrecht herumwirft – Überschläge sind keine Seltenheit. Immerhin besitzt das X-treme Boat ein Aufrichtsystem, das per Fernsteuerung aktiviert wird, doch es muss deutlich häufiger eingesetzt werden als beim Hurricane.
Ein weiteres Manko: Die 2,4-GHz-Fernsteuerung zeigte im Test eine geringere Reichweite als bei anderen Revell-Modellen. Zweimal verloren wir während der Testfahrten den Funkkontakt – an Stellen, an denen andere Boote problemlos weiter kontrollierbar waren.
Das Revell Control X-treme Boat Catamaran bekommt man bereits ab 60 Euro, viele Händler verlangen 65 bis 70 Euro dafür. Die UVP lag mal bei 100 Euro.
Der Revell Control X-treme Boat Catamaran ist ein schnelles und wendiges Boot, mit dem man eine Menge Spaß auf dem Wasser hat. Bei hoher Geschwindigkeit leidet jedoch das kontrollierte Fahrverhalten ein wenig. Das Boot hüpft unruhig auf dem Wasser und lässt sich schwer beherrschen. Es eignet sich daher nicht als Spielzeug für Kinder, sondern eher für Jugendliche und Erwachsene.
Die Lenkung ist teilweise unpräzise, Überschläge kommen häufiger vor. Ein Aufrichtsystem hilft hier aber schnell. Auch die begrenzte Reichweite der Fernsteuerung beeinträchtigt das Fahrerlebnis. Wer Spaß an schnellen Runden hat und bereit ist, die Schwächen in Kauf zu nehmen, erhält dennoch ein RC-Boot für viel Action.
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