Stefan schrieb bereits während des Studiums Spieletests für ein Printmagazin im Ruhrgebiet. Durch einen glücklichen Zufall landete er in Berlin und arbeitete fast 15 Jahre bei Areamobile, zuletzt als leitender Testredakteur. Für Heise Bestenlisten testet er Smartphones, Saug- und Mähroboter, Lautsprecher, Modellflugzeuge und andere Technik-Gadgets.
Der Roborock Qrevo S ist ein gelungenes Update des ersten Roborock Qrevo. Er überzeugt starke Saugkraft, multifunktionale Reinigungsstation und ausgereifte App zum vertretbaren Preis.
Roborock hat mit dem Qrevo S eine deutliche Verbesserung zum ursprünglichen Qrevo-Modell (Testbericht) auf den Markt gebracht. Der neue Qrevo S bietet eine höhere Saugkraft, eine verbesserte Wischfunktion und eine kompaktere Reinigungsstation. Trotz dieser Verbesserungen bleibt der Preis im Vergleich zu anderen Modellen der Qrevo-Serie moderat. Wir haben im Test überprüft, wie sich das Modell im Alltag schlägt.
Der Roborock Qrevo S ist zum Testzeitpunkt mit dem Gutscheincode POWEREBAY5 für etwa 617 Euro zu haben. Es gibt ihn in Schwarz und Weiß.
Der Roborock Qrevo S ähnelt in seinem Design dem ursprünglichen Qrevo. Die Verarbeitungsqualität ist gut, jedoch hat Roborock beim neuen Modell auf Zierelemente wie ein verchromtes Roborock-Logo oder einen metallisch anmutenden Laserturm verzichtet. Unser Testgerät ist stattdessen komplett schwarz. Auf der Oberseite des Saugroboters befinden sich zwei gummierte und mit LEDs beleuchtete Tasten direkt vor dem Laserturm. Diese Tasten ermöglichen eine grundlegende Steuerung durch unterschiedlich langes Drücken der Tasten.
An der Front erkennt man die Reactive Tech genannte Hindernisvermeidung-Hardware. Seitlich befindet sich ein Wandabstandssensor, am Heck Ladekontakte, begleitet von Absaugloch und Stutzen für die Wasserauffüllung. Auf der Unterseite des Roborock Qrevo S befinden sich eine vollgummierte Bodenbürste und eine Seitenbürste aus Kunststoff-Borsten. Zudem sieht man hier den Teppichsensor sowie zwei große Wischmopps und vier Absturzsensoren.
Der transparente Staubbehälter mit Feinstaubfilter fasst 330 ml und verfügt über eine Rückschlagklappe, die verhindert, dass eingesaugter Schmutz wieder herausfällt. Die Reinigungsstation des Roborock Qrevo S ist nicht nur eine Ladestation, sondern übernimmt auch Moppwäsche, Wassertankbefüllung, Mopptrocknung und Absaugung des Staubbehälters. Sie ist etwas kompakter als beim Vorgänger.
Die Roborock-App ist gewohnt benutzerfreundlich und bietet einen großen Funktionsumfang. Sie ermöglicht die individuelle Gestaltung der Raumkarte, das Einstellen von Sperrzonen und virtuellen Wänden sowie die Anpassung der Reinigungsleistung für einzelne Zimmer. Sie zeigt eine detaillierte Raumkarte und weist Räume automatisch zu, danach dürfen Nutzer Anpassungen vornehmen. Sperrzonen und virtuelle Wände können einfach eingerichtet werden.
Zusätzlich erlaubt die App die Verwendung verschiedener Reinigungsmodi und ermöglicht die Anpassung der Saugleistung und Wischintensität. Außerdem steuert sie die Funktionen der Reinigungsstation, einschließlich Moppwäsche, Wassertankbefüllung, Mopptrocknung und Absaugung des Staubbehälters. Auch hier gibt es zahlreiche Eingriffsmöglichkeiten für den Nutzer. Gleiches gilt für Zugriff auf die Robotereinstellungen, einschließlich Hinderniserkennung und Reinigungsmodi. Die App bietet zudem Zugriff auf verschiedene Einstellungen und Protokolle, einschließlich Reinigungsprotokollen und Wartungshinweisen.
Dank Lasernavigation fährt der Roborock Qrevo S in geraden Bahnen und erstellt eine genaue Raumkarte. Die Reactive Tech genannte Hindernisvermeidung erkennt aufkommende Objekte und weicht ihnen aus – zumindest in der Theorie. Das klappt zwar weitgehend ordentlich, bisweilen stupst der Roboter aber erkannte Hindernisse doch an oder übersieht Kabel. Reactive AI, das in den höherpreisigen Modellen ab dem Roborock Qrevo MaxV (Testbericht) Verwendung findet, ist klar stärker. Besser als gar nichts ist Reactive Tech aber allemal.
Der Roborock Qrevo S startet seine Fahrt am Randbereich des Zimmers und bewegt sich dann in geraden, überlappenden Bahnen zur Mitte. Er meidet Objekte, Möbel und Wände und quetscht sich auch in enge Stellen, um jede Ecke zu erreichen.
Die Station wäscht die Wischmopps vor, nach und während jeder Reinigung gründlich aus. Frischwasser wird auf die Mopps gepumpt, die dann in der herausnehmbaren Waschschale rotieren und so gesäubert werden. Das Schmutzwasser wird direkt in den Abwassertank gepumpt. Nachteil im Vergleich zu teureren Modellen: Die Moppwäsche erfolgt nicht mit heißem Wasser.
Im Zuge der Reinigung der beiden drehenden Mopps pumpt die Station zudem Frischwasser in den 80 ml großen internen Wassertank des Roboters, damit der die Wischmopps während der Reinigung gleichbleibend feucht halten kann. Nach jeder Reinigung und Moppwäsche trocknet die Station die Wischmopps zudem mit heißer Luft. Dieser Vorgang dauert einige Stunden und ist durchaus hörbar, verhindert jedoch unangenehme Gerüche und sollte daher in Kauf genommen werden.
Die Reinigungsstation saugt den Staubbehälter des Roboters automatisch ab, sodass der Nutzer diesen nicht manuell entleeren muss. Ein lauter Unterdruck zieht den Schmutz in einen Staubbeutel, der sich bei Entnahme selbst verschließt – das ist für rund 15 Sekunden so laut wie ein großer Staubsauger. Die Waschschale der Station kann zur Reinigung herausgenommen und unter klarem Wasser ausgespült werden. Das sollte spätestens alle paar Durchgänge auch getan werden, da hier im Gegensatz zu mancher Konkurrenz gern Schmutz zurückbleibt.
Die Saugleistung des Roborock Qrevo S ist sehr gut. Mit seinen 7.000 Pascal Saugkraft erreicht er auf Hartboden und Teppich ausgezeichnete Ergebnisse, die auf Spitzenniveau liegen. Auf Teppichboden kommt der Qrevo S vielleicht nicht ganz an die teurere Elite heran, liefert aber ebenfalls ein starkes Ergebnis ab. Nur auf besonders hochfloriger Auslegeware kapituliert er irgendwann, das macht die Konkurrenz aber nicht besser. Da das Modell weder über eine ausfahrbare Seitenbürste noch über einen ausfahrbaren Wischmopp verfügt, kann am Rand etwas Schmutz zurückbleiben.
Apropos Wischen: Der Roborock Qrevo S besitzt zwei rotierende Wischmopps, die sich mit 200 Umdrehungen pro Minute drehen. Sie werden mit ausreichendem Druck auf den Boden gepresst und sollen so auch hartnäckige Verschmutzungen entfernen. Das klappt in der Tat erstaunlich gut, im Test entfernte der Roborock Qrevo S hartnäckigen Verschmutzungen wie Kaffeeflecken oder Ketchupspritzer komplett. Die Wischmopps nehmen dabei viel Schmutz auf und verschmieren wenig, sofern die Schmutzmenge nicht zu groß ist.
Sehr hilfreich: Der Roborock Qrevo S hebt seine Wischmopps automatisch um 1 cm an, wenn er Teppichboden erkennt. Dadurch bleibt Auslegeware weitgehend trocken und die Reinigungsaufgabe kann am Stück weitergeführt werden. Im Test schaffte der Qrevo S die rund 140 m² Bruttowohnfläche mit einer Akkuladung.
Der Roborock Qrevo S ist zum Testzeitpunkt mit dem Gutscheincode POWEREBAY5 für etwa 617 Euro zu haben. Es gibt ihn in Schwarz und Weiß.
Der Roborock Qrevo S ist ein guter Saugroboter, der in vielen Bereichen überzeugt, auch wenn er nicht ganz an deutlich teurere Modelle herankommt. Er bietet eine starke Saugleistung, eine effektive Wischfunktion und eine benutzerfreundliche App. Die praktische Reinigungsstation übernimmt viele manuelle Aufgaben und sorgt für eine gründliche Reinigung des Roboters. Abstriche muss man in erster Linie bei der Randreinigung machen, denn ausfahrbare Seitenbürsten oder ausschwenkenden Wischmopps bleiben höherpreisigen Modellen vorbehalten. Auch die 3D-Objekterkennung kommt nicht an die teureren Geräte heran. Wer einen zuverlässigen Saugroboter mit starker Leistung und weitgehender Automatisierung sucht und nicht über 1000 Euro ausgeben möchte, ist mit dem Roborock Qrevo S bestens aufgehoben.
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