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Samsung Galaxy A35 ab 268 Euro im Test: Viel Smartphone für wenig Geld

Smartphone Samsung Galaxy A35 im Test
VORTEILE
  • hervorragendes AMOLED-Display mit 120 Hertz
  • viel Performance in Benchmarks und Alltag
  • hübsches Design mit Glasrückseite
  • Android 14 mit One-UI und 5 Jahren Software-Updates
  • Kamera-Bildqualität überzeugt
NACHTEILE
  • immer noch langsames „Quick Charging“
  • kein kabelloses Aufladen
  • Fingerabdrucksensor unzuverlässig
  • vorinstallierte Bloatware

Das Galaxy A35 5G bietet viel Leistung, ein grandioses Display mit 120 Hertz und ein zeitlos hübsches Design. Im Test offenbaren sich nur wenige Mankos.

Genaues Hinschauen kann bares Geld sparen: Das Samsung Galaxy A35 5G unterscheidet sich nur wenig vom teureren Galaxy A55, ist aber in vielen Bereichen ähnlich gut. Hier beeindruckt die Tatsache, wie wenig Abstriche man im Vergleich zum teureren, ebenfalls von uns getesteten Samsung Galaxy A55 5G (Testbericht) machen muss. Das macht das Gerät mit dem hauseigenen Exynos-Chip zu einem überaus soliden Gesamtpaket, das sich in der Preisklasse unter 300 Euro (Preisvergleich) problemlos behaupten kann. Im Test zeigt sich, welche (wenigen) Problemstellen es beim Gerät noch gibt.

Andere tolle Geräte dieser Preisklasse finden sich in unserer Top 10: Die besten Smartphones bis 300 Euro – Xiaomi und Motorola vor Samsung. Dort findet sich auch der Vorgänger des Galaxy A35 5G – jedoch nicht auf den obersten Plätzen.

Warum sollte man das Galaxy A35 5G kaufen?

Für den Preis ab 269 Euro bietet das A35 wirklich viel. Wer auf der Suche nach einem guten und günstigen Smartphone ist, kann hier blind zugreifen. Das A35 stellt keine Rekorde auf, dafür aber ein grundsolides Smartphone-Erlebnis auf die Beine. Im Vergleich zum A55 ist es vereinzelt abgespeckt, was man aber auch am Preis bemerken darf.

Wie ist die Verarbeitung des Galaxy A35 5G?

Samsung hat wohl die Idee, für jede neue Generation ihrer A-Reihen-Smartphones ein neues Design zu entwerfen, aufgegeben. Seinem Vorgänger sieht das Smartphone nämlich sehr ähnlich – wie auch dem Galaxy A55 5G. Zu Recht, wie wir finden. Denn das Design ist schlicht, hübsch und zeitlos, sodass man sich selbst nach drei bis vier Jahren mit dem Smartphone nicht hinterfragen müssen wird, ob man mit dem Gerät nicht doch ein etwas zu altes Pferd reitet. Das Metallgehäuse, das wir beim Galaxy A55 5G gelobt hatten, musste im günstigeren Modell aber leider einem lackierten Kunststoffrahmen weichen. Das spart immerhin rund vier Gramm ein. Mit seinen 209 Gramm ist das Handy noch ein Leichtgewicht für die Größe.

Die glänzende Glasrückseite blieb glücklicherweise erhalten, es handelt sich aber um reguläres Glas (kein Gorilla Glass). Das Gerät ist durch die geringfügig dickeren Display-Ränder außerdem etwas größer, sodass die Maße nun 161,7 × 78,0 × 8,2 Millimeter betragen. Das Kamera-Layout auf der Rückseite mit den drei individuell eingesetzten Linsen finden wir gefällig.

Die wohl auffälligste und begrüßenswerteste Neuerung im Vergleich zum Vorgänger dürfte sich aber auf der Vorderseite finden: Die aus der Zeit gekommene Teardrop-Notch wurde durch eine souveräne Punch-Hole für die Frontkamera ersetzt. So ist das Smartphone kaum noch vom teureren Bruder auseinanderzuhalten. Die Wasserdichtigkeit nach IP67 ist gewährleistet, was in der Preisklasse keine Selbstverständlichkeit ist. Die Verarbeitung ist makellos, wie von Samsung erwartet und gewohnt.

Wie gut ist das Display des Galaxy A35 5G?

Gute Nachricht: das Display des teureren Samsung Galaxy A55 5G (Testbericht), das wir bereits in den Himmel gelobt haben, hat Samsung beim A35 eins zu eins übernommen. Es handelt sich um das gleiche 6,6 Zoll große AMOLED-Display, das mit 2340 × 1080 Pixel auflöst und so auf eine Pixeldichte von rund 390 PPI kommt. Das ist ein Wert, der zwar leicht unter dem Durchschnitt liegt, mit dem bloßen Auge dürfte aber kein Unterschied erkennbar sein.

Was die Leuchtkraft angeht, erreicht der Bildschirm im manuellen Modus eine maximale Helligkeit von 500 cd/m², im HBM (High Brightness Mode) sind es sogar bis zu 1000 cd/m². Das Ablesen von Bildschirminhalten ist so selbst im direkten Sonnenlicht keine Herausforderung. Die Farbdarstellung ist herausragend, die Farben sind schön gesättigt, natürlich und lebendig, die Schwarzwerte perfekt.

Hier sieht man bei Samsung-Geräten immer wieder den Unterschied zu den günstigeren OLED-Displays von Xiaomi und Co., die in diesem Punkt nicht an Samsungs Display-Künste herankommen. Die Bildwiederholrate beträgt flotte 120 Hertz, wodurch Bildschirminhalte geschmeidig animiert werden. Auch HDR10+ und Widevine L1 sind mit an Bord. Insgesamt ist das Display definitiv eines der Highlights des Geräts.

Was kann die Kamera des Galaxy A35?

Das Kamera-Setup des Galaxy A35 5G unterscheidet sich in einigen Punkten vom Galaxy A55. Zwar kommt ebenfalls ein 50-Megapixel-Sensor als Hauptkamera zum Einsatz, dieser ist jedoch etwas kleiner und kann dadurch weniger Licht und Details einfangen. Es bleibt aber bei einer Blende von f/1.8, auch die optische Bildstabilisierung (OIS) bleibt erhalten. Die Ultraweitwinkelkamera löst mit 8 statt mit 12 Megapixel auf, auch hier ist der Sensor kleiner geworden. Die Makrokamera mit 5 Megapixeln bleibt gleich.

Trotz der kleinen Abstriche ist die Kameraleistung des Galaxy A35 5G aber überzeugend: Die Aufnahmen bei Tageslicht punkten auch hier mit natürlichen, nicht übersättigten Farben und einem relativ hohen Dynamik- und Detailumfang. Teilweise schafft es das günstigere Smartphone, noch etwas mehr Detailliertheit herauszukitzeln als das teurere Gerät – das ist aber stark situationsabhängig. Der zweifache Zoom bleibt begeisternd gut. Bei Dunkelheit kommt die Kamera dann jedoch schnell an die Grenzen – wenig überraschend in der Preisklasse.

Die Einsparungen werden bei der Ultraweitwinkelkamera weitaus deutlicher: Hier geht sowohl im Vergleich zur Hauptkamera als auch zum Galaxy A55 5G viel Farbe und einige Details verloren. Die Fotos wirken wesentlich kühler, als hätte man sie bei einer zu hohen Temperatur in die Waschmaschine gesteckt. Brauchbar sind sie aber in jedem Fall noch. Die Frontkamera leistet ebenfalls eine gute Arbeit; Gesichter werden, schaltet man den extrem offensiv arbeitenden Schönheitsfilter aus, ausreichend detailliert und lebendig abgelichtet. Videoaufnahmen sind hier mit 4K bei 30 FPS oder 1080p bei 60 FPS möglich.

Welche Ausstattung bietet das Galaxy A35?

Im Kern des Galaxy A35 5G steckt ein kleiner, flotter Exynos 1380, der im 5nm-Verfahren hergestellt wird und mit maximal 2,75 GHz taktet. Der Chip wurde erst in jüngster Vergangenheit zusammen mit dem im 4nm-Verfahren gefertigten Exynos 1480 aus dem Galaxy A55 5G (Testbericht) vorgestellt.

Im Benchmark PCmark Work 3.0 erreicht das Gerät mit 13.100 Punkten einen ausgezeichneten Wert, der sogar um einige Hundert Punkte höher liegt als der des Exynos 1480. Bei der Grafikleistung hinkt er aber hinterher: Bei 3Dmark Wild Life kommt das Gerät auf 2900 statt 3800 Punkte. Dennoch handelt es sich auch hier um einen einwandfreien Wert. Im Alltag schlägt sich das Gerät problemlos durch beinahe jede Aufgabe. Vielschichtiges Multitasking funktioniert genauso gut wie tägliche Standard-Aufgaben. Selbst 3D-Spiele kann das Gerät relativ gut bewältigen. Möchte man aber im Bereich des Spielbaren (in Bezug auf die Bildrate) bleiben, muss man sich mit mittleren Einstellungen zufriedengeben.

In Deutschland ist das Galaxy A35 5G mit 6 oder 8 GB Arbeitsspeicher sowie 128 oder 256 GB an internem Speicher erhältlich. Bei Letzterem handelt es sich aber, anders als beim Galaxy A55 5G, um den langsameren UFS-2.2-Speicher – das ist schade. Auch hier kann man den internen Speicher mit einer microSD-Karte um bis zu 1 TB erweitern. Bei der Konnektivität wird es allen Ansprüchen gerecht: Verbaut ist 5G, Wi-Fi 6, Bluetooth 5.3 mit LE-Support und GPS mit Glonass, Galileo und weiteren aktuellen Technologien. Was den Typ-C-Anschluss angeht, ist auch hier leider nur ein langsamer Port mit USB 2.0 verfügbar – in der Preisklasse aber normal.

Der Fingerabdrucksensor ist ein optischer Scanner unter dem Display. Er arbeitet ungünstigerweise ähnlich unzuverlässig wie der des teureren Modells. Die Lautsprecher klingen zudem nicht sonderlich gut.

Wie lange gibt es Software-Updates?

Als Software kommt Android 14 mit One UI 6.1 und dem Sicherheits-Patch von Februar 2024 zum Einsatz. One UI mag zwar designtechnisch etwas umstritten sein, wir halten die Samsung-Benutzeroberfläche aber für angenehm, abwechslungsreich und vermittelt einen vollendeten Eindruck. Problematisch finden wir lediglich die hohe Menge an vorinstallierter Bloatware, die aber mit wenigen Klicks deinstalliert werden kann.

Sehr lobenswert verhält sich Samsung bei den Updates: Das Galaxy A35 bekommt für einen Zeitraum von 5 Jahren Sicherheit-Patches. Versions-Upgrades gibt es für 4 Jahre – also bis einschließlich Android 18.

Wie lange hält der Akku?

Im Galaxy A35 5G verbaut Samsung einen 5000 Milliamperestunden (mAh) großen Akku. Das ist gleich viel wie beim Galaxy A55 5G, aufgrund des etwas weniger energieeffizienten Prozessors kommt das Gerät im PCmark Battery Test auf „nur“ rund 11,5 Stunden. Das ist aber immer noch ein sehr solider Wert.

In der täglichen Nutzung sind anderthalb bis zwei Tage Nutzung bei moderatem Verhalten realistisch drin, mit viel Mühe dürfte man das Gerät auch an einem Tag leer bekommen können. Ein Netzteil liegt dem Gerät leider nicht bei. Wiederaufgeladen wird das Galaxy A35 5G mit rund 25 Watt – das ist eine Ladegeschwindigkeit, die wir nicht mehr für zeitgemäß halten. Da andere Geräte im selben Preisbereich oft auf das Doppelte oder Dreifache kommen, sollte Samsung hier im nächsten Jahr dringend nachbessern. Ein Ladevorgang dauert rund anderthalb Stunden.

Technische Daten

Was kostet das Samsung Galaxy A35?

Das Samsung Galaxy A35 5G ist in den Pastellfarben Blau, Lila und Gelb sowie in Schwarz erhältlich. Die verfügbaren Speicherkonfigurationen sind 6/128 GB und 8/256 GB. Die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) beträgt für das Basismodell mit 6/128 GB rund 379 Euro, bei Dritthändlern ist das Gerät bereits für 269 Euro zu bekommen. Für knapp 300 Euro gibt es den großen Speicher mit 8/256 GB – ein geringer und lobenswerter Aufpreis.

Welche Alternativen gibt es?

Eine gute Alternative in unserer Top 10: Die besten Smartphones bis 300 Euro ist der Testsieger Motorola Edge 40 (Testbericht) ab 294 Euro. Ebenfalls spannend ist das Poco X6 (Testbericht) mit Snapdragon-Soc und 256 GB Speicher für 255 Euro. Ein echtes Schnäppchen ist zudem das Motorola Moto G84 (Testbericht) für 219 Euro. Weitere Alternativen zeigen wir nachfolgend über unseren Preisvergleich.

Fazit

Das Galaxy A35 5G ist bei Weitem nicht Samsungs spannendstes Smartphone. Nicht spannend in dem Sinne, dass es keine großartigen Innovationen oder Alleinstellungsmerkmale gibt, keine bahnbrechenden Verbesserungen im Vergleich zum Vorgänger Samsung Galaxy A34 (Testbericht). Das heißt noch lange nicht, dass das Smartphone nicht beeindruckend ist. Klar, es mag für den Preis von unter 300 Euro teilweise bessere Smartphones geben. Samsung beweist mit seinem Galaxy A35 5G aber dennoch erneut, dass das Unternehmen Mittelklasse kann.

Den hervorragenden Gesamteindruck, der durch die hohe Leistungsfähigkeit, das tolle Design und das grandiose Display des Geräts geprägt wird, trüben nur wenige Einzelheiten wie der Fingerabdruckscanner oder der schlechte Lautsprecher. Die Unterschiede des dennoch exzellent ausgestatteten Smartphones zum rund 200 Euro teureren Galaxy A55 5G sind so überschaubar, dass Kunden mit einem geringeren Budget unbesorgt zum günstigeren Modell greifen können.

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