Stefan schrieb bereits während des Studiums Spieletests für ein Printmagazin im Ruhrgebiet. Durch einen glücklichen Zufall landete er in Berlin und arbeitete fast 15 Jahre bei Areamobile, zuletzt als leitender Testredakteur. Für Heise Bestenlisten testet er Smartphones, Saug- und Mähroboter, Lautsprecher, Modellflugzeuge und andere Technik-Gadgets.
Der Zaco A10 Pro ist mehr als ein einfacher A10 plus Saugstation. Wir zeigen im Test, wo die Unterschiede liegen und wie sich das Modell im Vergleich zur Konkurrenz schlägt.
Zaco baut solide Saugroboter. Das Unternehmen punktet dabei mit stabiler Technik und drei Jahren Garantie sowie Sitz von Vertrieb und Support in Gelsenkirchen, NRW. Auch wenn die Saugroboter gut sind, bieten sie doch für Fans echter High-End-Technik zu wenig – selbst Absaugstationen sind selten.
Das ändert sich beim Zaco A10 Pro im Test, aber Moment – gab es nicht schon mal einen A10? Korrekt, der Zaco A10 (Testbericht) konnte bei uns durchaus überzeugen, der neuere A10 Pro ist aber nicht einfach nur ein A10 mit Absaugstation, sondern der Hersteller hat zudem Hand an diverse Stellschrauben gelegt, sodass sich einiges geändert hat. Wir zeigen im Test, was das ist und ob es im Vergleich zur Konkurrenz reicht. Der Zaco A10 Pro ist zum Testzeitpunkt für moderate 350 Euro zu bekommen.
Bei Form und Material bietet der Zaco A10 Pro keine Überraschung. Das Modell ist rund wie die anderen Modelle des Herstellers und bietet auf der Oberseite einen leicht nach vorn versetzten Laserturm sowie zwei Seitenbürsten. Auch wenn der Saugroboter aus Kunststoff besteht, sieht er doch ausreichend schick aus und wirkt hinlänglich stabil und wertig. Die Absaugstation ist angenehm kompakt und bietet im Vergleich zum schwarzen Sauger einen etwas helleren Anthrazit-Farbton. Kabelmanagement gibt es nicht, dafür aber einen recht umfangreichen Lieferumfang. Er beinhaltet unter anderem insgesamt zwei Hauptbürsten, von denen eine komplett aus Gummilamellen, eine aus einer Mischung aus Gummilamellen und Borstenreihen besteht. Vorteil der „Gummibürste“: (Tier)haare haften nicht daran, eine manuelle Reinigung entfällt dabei weitestgehend. Zudem sind zwei Paar Seitenbürsten sowie zwei Wischtücher und zwei Staubbeutel für die Absaugstation enthalten.
Bei der Verbindungsaufnahme von Zaco-Modellen mit der Zaco-App haben wir uns angewöhnt, das Gerät währenddessen nicht in der Station stehenzulassen. Außerdem verlangt der Hersteller für seine Modelle als einer der letzten ein reines 2,4-GHz-WLAN, hier sollte Zaco schleunigst nachbessern, das reicht heute einfach nicht mehr. Danach funktioniert alles bestens. Die App bietet angepasst auf die Fähigkeiten des A10 Pro zwar weniger als teure Vergleichsmodelle der Konkurrenz, dafür bleibt die App übersichtlich und gut bedienbar.
Dank Laser zieht der A10 Pro überlappende Bahnen und findet sich im Raum sehr gut zurecht. Festgefahren hat er sich im Test nicht. Mangels 3D-Objekterkennung müssen Nutzer vor der Reinigung wie immer gut aufräumen, dann gibt es keine Probleme mit dem Sauger. Im Gegensatz zum A10 (Testbericht) kann der A10 Pro gleichzeitig Saugen und Wischen, er hat dafür einen kombinierten Staub- und Wassertank. Zudem kann das Wischtuch samt Wischplatte nun mit einem Handgriff unten am Tank befestigt werden, der komplette Tank-Tausch entfällt. Dafür fehlt dem Pro-Modell die Vibrationsfunktion des A10 für das Wischtuch, die dort für eine bessere Schmutzlösung sorgte. Die Wischfunktion beim A10 Pro ist also eher einfaches Staubwischen.
Beim Saugen gibt es keine echte Kritik. Auf Hartboden schlägt sich das Modell mit seinen jetzt auf 3000 Pa deutlich verbesserten Saugleistung ziemlich gut, auf Teppich ist aber wortwörtlich noch Luft nach oben. Bei regelmäßiger Fahrt ist die Saugleistung aber auch hier kein Problem. Praktisch ist die automatische Absaugung nach erledigtem Tagwerk. Sie ist gewohnt laut, arbeitet aber nur kurz und entleert den internen Staubbehälter des A10 Pro zuverlässig. Der Hersteller verspricht einen Zeitraum von bis zu 60 Tagen ohne menschlichen Eingriff – das ist aber wie immer abhängig von der Anzahl der Fahrten sowie dem tatsächlichen Verschmutzungsgrad und der Größe der Reinigungsfläche.
Der Akku reichte bei uns im Test gut für 140 m² (brutto) beim Saugen, wobei es neben typischen Möbeln drei größere Teppiche auf dem Testparcours mit unterschiedlicher Florhöhe gibt. Größere Fläche reinigt der Sauger wie die Konkurrenz nach einem Zwischenladestopp selbstständig weiter.
Die UVP des Zaco A10 Pro liegt bei knapp 500 Euro, zum Testzeitpunkt ist das Modell aber schon für rund 350 Euro zu bekommen. Weitere besonders günstige und beliebte Modelle zeigen wir ebenfalls hier:
Der Zaco A10 Pro ist ein grundsolider Saugroboter mit Absaugstation. Navigation und Reinigungsleistung sind ordentlich – letzteres auch auf Teppich, sofern der Roboter regelmäßig fährt. Dank der beiden Hauptbürsten im Lieferumfang eignet sich der A10 Pro auch für Tierbesitzer. Auf eine ordentliche Wischfunktion verzichtet der Hersteller beim Pro-Modell, auch wenn er im Gegensatz zum A10 ohne Pro-Zusatz nun beides gleichzeitig kann. Die Basics beherrscht Zaco zweifelsfrei. Jetzt wird es allerdings langsam Zeit, dass der Hersteller sich auch mal an Saugroboter mit richtig guter Saug- und Wischfunktion samt passender Station traut.
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