Philipp hat seinen beruflichen Werdegang als Praktikant in einer Werbeagentur begonnen und ist mit verantwortlich für das Design von Bierdeckeln, Werbetafeln und einem Fan-Bus eines großen Fußballvereins. Danach folgte der erste Schritt zum Journalismus: Ein Volontariat bei PC-Zeitschriften, die heute kaum noch jemand kennt - PC Direkt und PC Professionell. Dann folgte ein mehrjähriger Ausflug in die Welt des Marketings, PR-Arbeit und Qualitätsmanagement in einem mittelständischen Handelsunternehmen.
Seit 2015 ist Philipp bei Heise im Team von Bestenlisten aktiv. Hier bringt er auch seine privaten Interessen ein und deshalb für Drohnen, Laser, Balkonkraftwerke, Powerstations und zahlreiche China-Gadgets wie Handwärmer, USB-Lötkolben oder Mini-Taschenlampen zuständig.
Oukitel verspricht mit der Powerstation BP2000 einen erweiterten Speicher für Balkonkraftwerke zum Nachrüsten. Wir haben das Bundle mit dem Zusatzakku B2000 getestet.
Update: Als wir die Powerstation am 24.09.2023 getestet haben, lag der Preis noch bei stolzen 1299 Euro. Aktuell gibt es die BP2000 bei Geekbuying mit dem Code NNNDEOK2 bereits für 1049 Euro. Das ebenfalls reduzierte 400-Watt-Solarpanel landet mit dem Code NNNMDOKT4 für 399 Euro im Warenkorb.
Balkonkraftwerke liefern günstig Strom und helfen, die Energiekosten dauerhaft zu senken. Das Hauptproblem der kleinen Anlagen: Der produzierte Strom muss direkt verbraucht werden. Aber gerade tagsüber, wenn der Ertrag am höchsten ist, wird weniger Strom benötigt als abends. Der Ertragsüberschuss wird bei den kleinen Anlagen allerdings nicht vergütet und so wird zu viel produzierte Energie kostenlos ins Stromnetz eingespeist.
Die Lösung für dieses Problem sind große Akkus, welche als Zwischenspeicher für den Strom vom Balkonkraftwerk dienen. Überschüssige Energie landet dann nicht im öffentlichen Stromnetz, sondern im eigenen Speicher. Von dort wird sie dann bei Bedarf abgerufen – zumindest im Idealfall. Bisher gibt es leider keine einheitlichen Speicherlösungen und so unterscheiden sich die Angebote stark. Die bisher getesteten Balkonkraftwerksspeicher zeigen wir in unserer Bestenliste: Speicher für Balkonkraftwerke.
Die Idee, eine mobile Powerstation als Speicher für Balkonkraftwerke einzusetzen, ist naheliegend und nicht neu. So bietet etwa Ecoflow mit dem Wechselrichter Powerstream (Testbericht) eine Möglichkeit, die Powerstations des Herstellers als Balkonkraftwerksspeicher einzubinden. Bei Oukitel soll das System mit praktisch jedem Wechselrichter funktionieren – ähnlich wie die Speicherlösung Solix Solarbank von Anker (Testbericht) und Zendure Solarflow (Testbericht).
In diesem Einzeltest haben wir uns die Lösung von Oukitel in Form der modularen Powerstation BP2000 angesehen. Diese wurde uns zusammen mit dem Zusatzakku B2000 vom Shop Geekbuying zur Verfügung gestellt, wo das Bundle mit einer Gesamtkapazität von 4048 Wh für aktuell 2399 Euro gelistet ist.
In unserem Testpaket befinden sich neben der Powerstation BP2000 noch ein zusätzlicher B2000-Zusatzakku und ein mobiles 400-Watt-Solarpanel. Bei der Powerstation liegen ein Stromkabel, ein Kfz-Ladekabel, ein MC4-XT60-Kabel zum Anschluss von Solarpanels und ein spezielles Gleichstrom-auf-MC4-Kabel bei. Letzteres verbindet die Powerstation mit dem Wechselrichter des Balkonkraftwerks. Beim Zusatzakku liegen ein Kfz-Ladekabel, ein MC4-XT60-Kabel zum Anschluss von Solarpanels und ein besonders dickes Kabel zum Anschluss an der Powerstation bei.
Powerstation und Zusatzspeicher stecken in schicken und hochwertig verarbeiten, grau-schwarzen Kunststoffgehäusen, welche perfekt aufeinanderpassen. Die Powerstation steht dabei immer ganz oben, die bis zu sieben Akkus bilden die Basis. Der oberste Akku ist mit der Powerstation verbunden. Ein zweiter Akku würde am ersten Batteriepack angeschlossen werden, ein Dritter am Zweiten, und so weiter.
Die Powerstation BP2000 misst 480 x 296 x 241 mm und wiegt rund 23,6 kg. Mit 474 x 296 x 241 mm ist der zusätzliche Akku ähnlich groß und mit einem Gewicht von 18,5 kg ebenfalls kein Leichtgewicht. Im Inneren stecken moderne LiFePO4-Akkus, welche eine Lebensdauer von mehr als 3500 Ladezyklen bei mindestens 80 Prozent der Kapazität versprechen. Für diese Akkutechnik ist das allerdings nicht übermäßig viel.
Um die Speicherlösung von Oukitel zu testen, schließen wir den Speicher an unser privates Balkonkraftwerk an. Zunächst stapeln und verbinden wir Powerstation und Akku. Jetzt trennen wir eines der beiden Solarpanels vom Microwechselrichter unseres Balkonkraftwerks und stecken dieses per Adapter an der Powerstation an. Das zusätzliche mobile Panel verbinden wir mit dem Zusatzakku der Powerstation. Der vierpolige Rundsteckverbinder kommt in den 24-Volt-Ausgang der Powerstation, das andere Ende wird statt des zweiten Panels am Wechselrichter angeschlossen. Laut Oukitel ist das System zu 99 Prozent der Wechselrichter für Balkonkraftwerke kompatibel.
Nach dem Auspacken schleppen wir Akku und Powerstation in den ersten Stock und beginnen mit dem Aufbau der Anlage. Das Stapeln der beiden Hauptkomponenten funktioniert super und die Aggregate stehen fest und zuverlässig aufeinander. Um die beiden Geräte zu koppeln, benutzen wir das daumendicke Verbindungskabel, welches nach dem Einstecken fest in den Buchsen einrastet. Das Kabel für die Verbindung zum Wechselrichter wird in den vierpoligen 24-Volt-Ausgang (10 A) gesteckt. Jetzt nehmen wir uns den Wechselrichter unseres Balkonkraftwerks vor. Hier trennen wir zunächst eines der beiden angeschlossenen Solarpanels und stecken stattdessen die BP2000 an. Das zweite Panel verbinden wir dann per Adapter mit der Powerstation. Das zusätzliche mobile Panel stellen wir ebenfalls auf und verbinden es mit dem Zusatzakku B2000. Dessen Eingangsleistung ist allerdings auf 200 Watt begrenzt. Schade, am Anschluss der Powerstation können Panels bis zu 1000 Wp angeschlossen werden. Um mehrere Panels an der BP2000 anzuschließen, wäre allerdings ein zusätzlicher Adapter notwendig.
Theoretisch ist das System nun einsatzbereit – allerdings tut sich bei uns zunächst nichts. Laut Wechselrichter kommt kein Strom aus dem Speicher. Anders als vom Hersteller behauptet, ist das System nämlich leider nicht zu praktisch allen Wechselrichtern kompatibel. Die Modelle MI60 und MI80 von Anker etwa, zeigen nach dem Einstecken keinerlei Eingangsleistung an. Auch unser Wechselrichter von Deye funktioniert nicht zuverlässig. Die Spannung von 24 Volt sollte zwar theoretisch ausreichen, viele Wechselrichter arbeiten aber erst ab 26 Volt wirklich zuverlässig. Mit dem Wechselrichter Hoymiles HM800 haben wir dann aber Erfolg – der arbeitet bereits ab 23 Volt zuverlässig. Allerdings meldet sich nach dem Anschluss dann plötzlich die Oukitel BP2000 mit einer Overload-Warnmeldung und schaltet die Gleichstromausgänge ab. Erst nachdem wir die maximale Eingangsleistung des Wechselrichters auf unter 240 Watt begrenzen, funktioniert die Einspeisung. Jetzt können wir dauerhaft etwa 210 bis 220 Watt vom Akku ins Hausnetz pumpen – auch wenn keine Sonne scheint. Der Zusatzakku B2000 bietet zwar einen noch stärkeren Gleichstromausgang mit bis zu 48 Volt und 15 A (720 Watt), allerdings funktioniert der nur, solange die BP2000 nicht verbunden ist. Das ist schade und nicht nachvollziehbar.
Eine Steuerung, wann und wie viel Leistung abgegeben wird, ist bei Oukitel nicht vorgesehen. Gar nicht! Die BP2000 bietet dazu weder eine App noch Einstellungsmöglichkeiten am Gerät. Eine dynamische, auf den tatsächlichen Bedarf abgestimmte Leistungsabgabe, wie mit Ecoflow Powerstream (Testbericht) oder Zendure Solarflow (Testbericht) ist hier weder direkt per App noch über Umwege möglich. Die BP2000 erlaubt ausschließlich eine kontinuierliche Einspeisung von maximal 240 Watt. Das entspricht allerdings noch nicht einmal der Grundlast eines modernen Einfamilienhauses. So werden die Energiekosten zwar leicht gemildert, wirklich sinnvoll finden diese Lösung aber nicht. Ganz im Gegenteil! Durch die jetzt beschränkte Eingangsleistung des Wechselrichters reduzieren wir den möglichen Stromertrag zusätzlich.
Um das System sinnvoll nutzten zu können, sollte man es parallel zum eigentlichen Balkonkraftwerk betreiben. Dann gäbe es zwei Solarpanels für das eigentliche Balkonkraftwerk und zusätzlich Panels, welche die Oukitel BP2000 samt Zusatzakku laden. Bei dieser Lösung würde das Balkonkraftwerk tagsüber mit bis zu 600/800 Watt fast doppelt so viel einspeisen und nachts fließen dann zusätzlich 200 Watt aus der BP2000. Zur Steuerung dieser Lösung käme etwa eine WLAN-Steckdose infrage. Mit einer fertigen und bequem nutzbaren Plug&Play-Lösung hat das dann aber nichts mehr gemein. Eine ähnliche Bastellösung hatten wir uns etwa privat für die Zendure Superbase V6400 (Testbericht) und die Bluetti AC200Max (Testbericht) überlegt – denn auch hier sind starke Gleichstromausgänge vorhanden. Schafft der Speicher von Oukitel maximal 24V bei 10 A (240 Watt) sind es bei Bluetti und Zendure 12 Volt und bis zu 30 A (360 Watt).
Alles in allem funktioniert die Lösung zwar, allerdings nur mit harten Einschränkungen. Aus unserer Sicht handelt es sich bei der BP2000 deshalb um eine Powerstation, nicht aber um eine Speicherlösung für Balkonkraftwerke. Hier ist Oukitel am eigentlichen Ziel vorbeigeschlittert. Die Lösungen von Ecoflow und Zendure sind hier deutlich besser geeignet. Bei Anker gibt es zwar keine dynamische Einspeisung, allerdings das System leistungsstärker und es gibt einige Einstellungsmöglichkeiten.
Betrachten wir die BP2000 nur als klassische Powerstation, ergibt sich ein deutlich positiveres Bild. Die zugegebenermaßen große und schwere Powerstation bietet eine satte Kapazität von knapp 2000 Wh und mit jedem der bis zu sieben zusätzlichen B2000 kommen noch einmal 2048 Wh hinzu. Insgesamt ist so eine Gesamtkapazität von über 16000 Wh möglich. Das Design wirkt aufgeräumt und übersichtlich, allerdings gefallen uns die offenen Anschlüsse nicht besonders gut. Auch die Kunststoffabdeckungen auf den 230-Volt-Dosen hinterlassen nur einen mäßig haltbaren Eindruck. Bei regelmäßiger Nutzung dürften diese schnell ausleiern. Die Verarbeitung hinterlässt ansonsten einen hochwertigen Eindruck. Trotz der seitlichen Tragegriffe ist diese XL-Powerstation primär für den stationären Einsatz gedacht.
Bis auf eine an der linken Seite angebrachte 230-Volt-Steckdose, die rechts sitzende Verbindungsbuchse zum Zusatzakku und die Stromeingänge sind alle Bedienelemente vorderseitig unter dem Status-Display platziert. Die weiß-blaue Anzeige zeigt Ladestand, Eingangs- und Ausgangsleistung, geschätzte Restlaufzeit und aktive Ports. Ablesbarkeit und Blickwinkelstabilität sind insgesamt gut, allerdings kommt es bei direkter Sonneneinstrahlung zu starken Spiegelungen.
Die maximale Ausgangsleistung der insgesamt fünf Schuko-Steckdosen beträgt ordentliche 2200 Watt, was auch für viele starke Verbraucher ausreicht. Für hohe Anlaufströme an der 230-Volt-Steckdose sind sogar kurzzeitige Peaks von bis zu 4000 Watt möglich. An den insgesamt sechs USB-Ports stehen zweimal USB-A mit 12 Watt, zweimal USB-A mit QC 3.0 (18 Watt) und zweimal USB-C mit PD bis 100 Watt zur Verfügung. Zusätzlich gibt es eine 12-Volt-Kfz-Buchse mit 10 A (Zigarettenanzünder), zwei Rundsteckverbinder mit 12 Volt (3 A) und den genannten 24-Volt Ausgang mit bis zu 10 A. Eine Besonderheit ist der beim Netzkabelanschluss versteckte Schalter zur Wahl der Ladegeschwindigkeit. Hier kann man die Ladeleistung von 1800 Watt auf 600 Watt beschränken.
Am Zusatzakku B2000 stehen neben dem Verbindungskabel zur Powerstation zusätzlich ein Eingang für Solarpanels und eine weitere Schuko-Dose zur Verfügung. Zusätzlich gibt es einen 12-Volt-Kfz-Ausgang (3 A), einen XT60-Port mit 48 Volt (15 A), einen USB-A-Anschluss mit 2,4 A und einen USB-C-Slot mit PD bis 100 Watt. Leider funktionieren diese Gleichstromausgänge im Test nur im Stand-Alone-Betrieb. Sobald BP2000 und B2000 verbunden sind, lassen sich die Ports am Akku nicht einschalten. Weitere Einschränkungen sind die auf 200 Watt begrenzte Solar-Eingangsleistung am Akku und das Fehlen eines Netzteils.
Zum Laden der BP2000 kommt ein starkes internes Netzteil mit bis zu 1800 Watt zum Einsatz. Bei voller Ladegeschwindigkeit ist die BP2000 damit nach nur etwa 90 Minuten zu 80 Prozent aufgeladen – ein hervorragender Wert angesichts der hohen Kapazität. Nach knapp zwei Stunden sind die Akkus dann voll. Wer neben dem Netzkabel zusätzlich 1000 Watt aus den Solarpanels nutzt, kann die Ladezeit theoretisch auf knapp eine Stunde reduzieren. In der Praxis bräuchte man dafür allerdings ideale Bedingungen und etwa drei satt des einzelnen mitgelieferten Panels mit je 400 Wp. Der angeschlossenen B2000 verlängert die Ladezeit auf etwa die doppelte Zeit. Da die Akkus über kein eigenes Netzteil verfügen, ist das Laden nur per Solarpanel mit 200 Watt oder mithilfe der angeschlossenen BP2000 möglich.
In unserem Praxistest kommen die angegebenen technischen Daten und die Sicherheitsmechanismen auf den Prüfstand. Die automatische Abschaltung bei Last über 2200 Watt funktioniert bei der BP2000 zuverlässig. Um sie auszulösen, braucht es aber ordentlich Leistung. In unserem Fall übersteigen wir das Limit mit Heizlüfter plus Heißluftföhn. Hier schaltet die Powerstation die Wechselstromausgänge zuverlässig nach einigen Sekunden ab. Dass das mitunter einige Sekunden dauert, ist in Ordnung, da die Powerstation für eine Spitzenlast von kurzzeitig bis zu 4000 Watt ausgelegt ist. Dadurch funktionieren hier auch Geräte wie Heckenscheren und Sägen, die einen hohen Anlaufstrom haben. Die USB-Ausgänge haben in den Tests ebenfalls zuverlässig funktioniert – auf ein extra Netzteil für das stromhungrige Macbook Pro kann dank USB-C mit PD verzichten. Die beworbene USV-Funktion für die unterbrechungsfreie Stromversorgung von etwa Server, 3D-Drucker und Router funktioniert im Test ebenfalls. Eine zwischen Verbraucher und Steckdose geschaltete BP2000 schaltet bei einem Stromausfall ausreichend schnell auf den internen Akku um. Bei PC und Playstation5 gab es nach dem Umlegen der Sicherung nicht einmal ein kurzes Flackern auf dem Monitor.
Zur Messung der Effizienz nutzen wir ein haushaltsübliches AC-Messgerät und überprüfen, wie viel nutzbare Kapazität im Bundle aus BP2000 und B2000 steckt. Wir dazu drei Verbrauchsmessungen, bei denen wir auf unterschiedliche Szenarien setzen. Der erste Durchlauf findet unter möglichst hoher Last statt – in unserem Fall sind das knapp über 2100 Watt. Hier bekommen wir satte 3694 Wh aus den Akkus, was hinsichtlich der Nennkapazität von 4048 Wh einer ausgezeichneten Effizienz von 90 Prozent entspricht. Im klassischen Alltagstest nutzen wir dann PC, Playstation und TV und beziehen durchschnittlich etwa 500 Watt. Hier ist die Effizienz sogar etwas besser und es fließen knapp 3710 Wh oder fast 92 Prozent der Nennkapazität. Bei noch geringerer Leistung von etwa 150 Watt dauert der Test über 20 Stunden! Hier lassen sich im Test noch immerhin 3205 Wh oder 79 Prozent entnehmen. Während die Effizienz bei hoher und mittlerer Last ausgezeichnet ist, bewegt sich die Ausbeute bei niedriger Last nur im Mittelfeld. Insgesamt sind die Ergebnisse allerdings überdurchschnittlich gut – andere Powerstations liefern im schlechten Fall auch mal nur 60 Prozent und weniger. In der Regel spricht man von 80 bis 85 Prozent nutzbarer Kapazität. Um die 4048-Wh der beiden Akkus komplett aufzuladen, müssen wir im Test knapp 4415 Wh hineinladen. Das entspricht einem Verlust von rund 9 Prozent, was ebenfalls durchschnittlich ist.
Die Lautstärke bei voller Last oder beim Ladevorgang mit 1800 Watt ist mit bis knapp über 61 dB sehr hoch und selbst im Nebenraum zu hören. Allerdings springen die Lüfter nicht sofort, sondern erst nach einiger Zeit an. Bei mittleren Lasten bis etwa 600 Watt sind die Lüfter mit etwa 50 bis 52 dB deutlich leiser und springen zudem nur sporadisch an. Bei geringen Lasten unter 200 bis 250 Watt ist von der Powerstation fast nichts zu hören. Nur bei genauen Hinhören ist dann ein leises, aber penetrantes Fiepen zu hören. Insgesamt hat Oukitel aber einen guten Job gemacht – selbst bei hoher Leistung wird die BP2000 nicht mehr als handwarm und die Lautstärke ist insgesamt erträglich.
Aktuell gibt es die BP2000 einzeln und in verschiedenen Bundles reduziert auf etwa Geekbuying. Die Powerstation BP2000 gibt es mit dem Coupon NNNDEOK2 für 1049 Euro. Das Bundle mit einem zusätzlichen B2000-Akkupack gibt es mit dem Code NNNDEOKBP für 1999 Euro. Hinsichtlich der Funktion als Powerstation sind diese Preise in Ordnung. Als Speicher wäre uns die Bastellösung aber immer noch etwas zu teuer.
Eine hervorragende Powerstation – aber völlig ungeeignet als Speicherlösung fürs Balkonkraftwerk! Nachdem wir uns sehr auf den Test der BP2000 gefreut hatten, wurden wir schwer enttäuscht. Der von Oukitel angekündigte Plug&Play-Speicher fürs Balkonkraftwerk ist zwar eine einwandfreie Powerstation, verfehlt aber letztlich das selbst gesteckte Ziel. Durch die eingeschränkte Leistungsabgabe von nur 240 Watt und fehlende Einstellungsmöglichkeiten bleibt das Set weit hinter den Möglichkeiten zurück. Zudem muss man die Leistung des hoffentlich kompatiblen Wechselrichters erst begrenzen und reduziert damit den Gesamtertrag der Anlage. Im Vergleich zu den Top 3: Speicherlösungen für Balkonkraftwerke ist die Lösung für Balkonkraftwerke ungeeignet.
Was bleibt ist eine starke und modular erweiterbare Powerstation mit einer riesigen Kapazität von bis zu über 16000 Wh, die in der Praxis ordentlich abliefert. Effizienz und Lautstärke schneiden ebenso gut ab wie die zuverlässige automatische Abschaltung und die USV-Funktion. Wer eine starke Powerstation mit möglichst hoher Kapazität als Insellösung sucht, ist mit Oukitel BP2000 und B2000 sehr gut beraten. Warum etwa die Gleichstromausgänge der B2000-Akkus nur im Stand-Alone-Betrieb funktionieren, bleibt uns allerdings ein Rätsel. Da der Hersteller allerdings primär die Speicherfunktion für Balkonkraftwerke in den Focus stellt, können wir der eigentlich sehr guten Powerstation nur magere zweieinhalb Punkte geben.
Der aktuelle Sonderpreis ist zwar fair, aber in Anbetracht der Testergebnisse nicht günstig. Alternative Powerstations zeigt unsere Top 10: Die stärksten Powerstations von 1000 bis 3600 Watt. Zum Preis von aktuell 999 Euro bietet etwa die Dabbson DBS2300 immerhin 2330 Wh und eine Leistung von 2200 Watt. Ein Testbericht folgt in Kürze, wir können aber sagen, dass die Powerstation hochwertig verarbeitet ist und einen guten Eindruck macht. Noch mehr Leistung bekommt man bei unserem Dauerbrenner Fossibot F2400 (Testbericht). Für aktuell 927 Euro (statt 999 Euro) mit dem Code VTHTPKWZ bei Geekmaxi gibt es 2400 Watt und 2048 Wh. Gefährlich wird der Fossibot die Oukitel P2001 (Testbericht). Die hat sich im Test als super Gesamtpaket herausgestellt und auch sie ist aktuell zu einem guten Preis erhältlich. Ausgestattet mit 2000 Wh und einer Leistung von 2000 Watt kostet das Powerpaket mit dem Coupon NNNFRSOLDE15 929 Euro (statt 999 Euro) bei Geekbuying.
Alternativ noch einige günstige Stromtarife:
Affiliate-Information
Bei den mit gekennzeichneten Links handelt es sich um Provisions-Links (Affiliate-Links). Erfolgt über einen solchen Link eine Bestellung, erhält TechStage eine Provision. Für den Käufer entstehen dadurch keine Mehrkosten.