Philipp hat seinen beruflichen Werdegang als Praktikant in einer Werbeagentur begonnen und ist mit verantwortlich für das Design von Bierdeckeln, Werbetafeln und einem Fan-Bus eines großen Fußballvereins. Danach folgte der erste Schritt zum Journalismus: Ein Volontariat bei PC-Zeitschriften, die heute kaum noch jemand kennt - PC Direkt und PC Professionell. Dann folgte ein mehrjähriger Ausflug in die Welt des Marketings, PR-Arbeit und Qualitätsmanagement in einem mittelständischen Handelsunternehmen.
Seit 2015 ist Philipp bei Heise im Team von Bestenlisten aktiv. Hier bringt er auch seine privaten Interessen ein und deshalb für Drohnen, Laser, Balkonkraftwerke, Powerstations und zahlreiche China-Gadgets wie Handwärmer, USB-Lötkolben oder Mini-Taschenlampen zuständig.
Der Inverter von Excellway arbeitet mit einem Benzin-Motor und erzeugt bis zu 2200 Watt reine Sinuswelle. Ob das kompakte Notstromaggregat in der Praxis überzeugt, zeigt unser Test.
Wer fernab des Stromnetzes oder auch bei einem Stromausfall Energie benötigt, braucht einen mobilen Stromspeicher wie eine Powerstation (Top 10) oder einen Inverter, der mithilfe von mit Brennstoff Strom herstellt. Vorteil der zweiten Variante ist der überschaubare Preis und die Tatsache, dass hier auch hohe Leistungen über lange Zeiträume genutzt werden kann. Im Ratgeber Stromgeneratoren mit Benzin, Gas oder Photovoltaik: Autark und mobil ab 159 Euro zeigen wir ausführlich die Vor- und Nachteile der verschiedenen Systeme.
Neben teuren Hightech-Lösungen wie dem smarten Hybrid-Smart-Generator von Ecoflow (Testbericht) für fast 1000 Euro gibt es im Bereich der motorbetriebenen Stromerzeuger auch jede Menge günstigere Alternativen. Eine davon ist die mit bis zu 2200 Watt starke und mit unter 20 kg kompakte Lösung vom Hersteller Excellway, die wir von Banggood zur Verfügung gestellt bekommen.
Wie sich der Stromgenerator für knapp 372 Euro in der Praxis schlägt, klären wir im Praxistest. Mit dem Coupon: BGTS0BAD sinkt der Preis derzeit auf schlanke 278 Euro.
Der blau-gelbe Stromerzeuger kommt sicher verpackt, noch ohne eingefüllte Schmier- und Brennstoffe zum Kunden. Das Design des rund 46 cm hohen und 53 × 28 cm großen und im Auslieferungszustand knapp 18,5 kg schweren Stromerzeugers ist modern und aufgeräumt. Dank des auf der Oberseite angebrachten Handgriffes ist er einigermaßen tragbar und mobil. An den Ecken und Kanten ist das Gehäuse aus Kunststoff abgerundet. Zum besseren Verständnis: Günstigere Modelle dieser Leistungsklasse sind deutlich sperriger und bringen 30 kg und mehr auf die Waage. Neben Inverter samt Anleitung gehören noch ein 12-Volt-Kabel (Zigarettenanzünder) zum Laden einer Pkw-Batterie, ein Zündkerzenwerkzeug und ein Schraubendreher zum Lieferumfang.
Die wichtigsten Bedienelemente sind an der Vorderseite des Inverters angebracht. Direkt unter dem Benzineinfüllstutzen mit Ventil auf der Oberseite sitzen der Schalter für Eco-Mode, der Ein-/Aus-Schalter und die drei Status-LEDs für Ölstand, Überlast und Ausgangslast. Darunter sind die beiden durch Schutzkappen gesicherten 230-Volt-Schuko-Dosen platziert. Ganz unten sitzen nebeneinander der Erdungsanschluss, der Power-Taster für Gleichstrom und die 12-Volt-KFZ-Dose mit bis zu 4 A und ein USB-A-Ausgang mit bis zu 2,1 A.
Auf der linken Seite sitzen die manuelle Kraftstoffpumpe, der Choke, der Seilzug zum Starten des Viertaktmotors und ein kleiner Hebel, um den Treibstofffluss freizugeben. Die linke Gehäuseseite lässt sich nach dem Lösen einiger Schrauben entfernen, um das für den Betrieb benötigte Motorenöl (10W-30) nachzufüllen. Im Test benötigen wir hier genau 500 ml. Nach dem Abnehmen der Abdeckung ist auch der direkte Blick auf den Viertaktmotor möglich. Dessen Tank fasst 4,1 Liter Benzin, womit sich der Inverter rund dreieinhalb Stunden bei Volllast betreiben lässt. Bei halber Last sind laut Hersteller über 4,5 Stunden und bei einem Viertel der Last (rund 500 Watt) sogar bis zu 6,5 Stunden mit einer Tankfüllung möglich.
Rechts an der Oberseite gibt es außerdem eine kleine Klappe, die den Zugang zur Zündkerze ermöglicht. Auch diese ist mit einer Schraube gesichert. Der kleine Auspuff des Motors befindet sich auf der Rückseite.
Bevor es an den Praxistest geht, müssen wir den Generator zunächst nach Draußen bringen. Die Nutzung in Innenräumen ist aufgrund der Abgase lebensgefährlich! Einen Kohlenmonoxidalarm wie beim Premium-Modell von Ecoflow sucht man hier vergebens, weshalb man keinerlei Risiko eingehen sollte!
Vor der ersten Inbetriebnahme müssen zunächst Benzin und Motorenöl (10W-30) aufgefüllt werden. Die rund vier Liter Sprit durchlaufen hier einen kleinen Filter, bevor sie im Tank landen. Das Öl gießen wir in kleinen Portionen nach und kontrollieren anschließend den Ölstand. Letztlich benötigen wir hier rund einen halben Liter. Theoretisch ist der Stromgenerator startklar.
Bevor es aber tatsächlich losgeht, öffnen wir noch die Treibstoffzufuhr und das Tankventil. Zudem benutzen wir die kleine seitliche Kraftstoffpumpe, um die Luft aus der Leitung zu bekommen und aktivieren den Choke. Nach dem Umlegen des Power-Tasters folgt der erste beherzigte Zug am Starterseil, denn einen elektronischen Starter gibt es nicht. Zu unserer Überraschung springt der Inverter auf Anhieb beim ersten Versuch an. Wir hatten uns hier eigentlich auf einen kräftezehrenden Start eingestellt.
Auch bei weiteren Starts zeigt sich der Motor als zuverlässig. Sowohl Kalt- als auch Warmstarts funktionieren bei Umgebungstemperaturen zwischen 8 und 18 Grad meist schon beim ersten Versuch. Zunächst läuft der Viertaktmotor allerdings noch etwas unrund, weshalb wir ihn zwei, drei Minuten laufen lassen, bevor wir dann merken, dass der Choke noch aktiv ist. Nach dem Umlegen des Hebels läuft der Inverter sofort schön gleichmäßig.
Ohne Last erreicht der Lärmpegel in rund vier Metern etwa 60 bis 64 dB, was zwar laut, aber noch erträglich ist. Jetzt schließen wir elektronische Verbraucher an, welche wir per Verlängerungskabel am Inverter anstecken. Dank einer sauberen Sinuswelle eignet sich der Stromgenerator nicht nur für hohe Lasten, sondern auch für empfindliche Endgeräte. Die beiden Steckdosen liefern im Test problemlos 2000 Watt bis 2100 Watt. Kurzfristig sind bis knapp unter 2200 Watt möglich, nach einigen Sekunden oder mehr Last schaltet sich der Generator dann aber ab.
Der integrierte Überlastungsschutz funktioniert bei unseren Versuchen zuverlässig. Wird er ausgelöst, schaltet der Generator ab und die Warnlampe leuchtet auf. Jetzt muss der Hauptschalter deaktiviert und erneut aktiviert werden, dann erst ist ein Neustart möglich. Im Eco-Modus steht nur maximal die halbe Leistung zur Verfügung, was sich allerdings nur sehr gering auf die Lautstärke bei wenig Last auswirkt.
Nach dem Anschluss einer hohen Last, wie unseres Heizlüfters mit 1800 Watt, dreht der Motor hörbar hoch und wir messen in vier Metern Abstand schon etwa 76 dB. Direkt neben dem Gerät stehen wollen wir dann lieber nicht – wie auf dem Warnaufkleber angegeben erreicht der Schalldruck hier bis zu ohrenbetäubende 95 dB. Wer mit einem Inverter arbeitet, sollte also unbedingt auch ausreichend lange Verlängerungskabel oder Ohrenschützer benutzen.
Im Vergleich mit anderen Invertern, speziell welchen mit Zweitaktmotor, ist dieser Schallpegel aber ganz normal. In Notfällen spielt die Lautstärke zwar nur eine untergeordnete Rolle, allerdings sind wir froh, dass wir den Generator nur tagsüber einschalten müssen. Um unsere Nachbarn zu schonen, brechen wir den Test nach rund einer Dreiviertelstunde bei 1800 Watt ab.
Der Stromerzeuger von Excellway ist nun zwar rundherum warm, aber nur die Rückseite, rund um den Auspuff, ist tatsächlich heiß. Die Kunststoffteile und Handgriffe erreichen etwa 35 bis 40 Grad. Nur der Hebel des Chokes ist mit über 55 Grad deutlich wärmer – in der Regel wird der im Betrieb aber nicht benötigt. Wie lange es dauert, bis der Inverter abgekühlt ist, hängt stark von der Dauer der Nutzung und der Außentemperatur.
Auch die Gleichstromausgänge funktionieren zuverlässig, allerdings wären hier höhere Lasten wünschenswert. Im Zweifel hilft hier aber der 230-Volt-Ausgang.
Der Stromgenerator von Excellway ist bei Banggood für 372 Euro gelistet. Die Lieferung erfolgt aus einem Lager in Tschechien. Mit dem Coupon: BGTS0BAD sinkt der Preis derzeit auf schlanke 278 Euro.
Anbei noch die günstigsten Stromgeneratoren aus dem Preisvergleich.
Der benzinbetriebene Stromgenerator von Excellway ist, hinterlässt einen durchwegs positiven Eindruck. Im Vergleich zu unserem alten privaten Stromerzeuger muss man sich hier nicht die Arme am Starterseil ausreißen, um zuverlässig bis zu 2100 Watt (saubere Sinuswelle) zu erzeugen. Auch in Hinblick auf Größe und Gewicht überzeugt das Modell im Vergleich zu günstigen Generatoren mit mindestens 2000 Watt. Die Lautstärke ist zwar hoch, im Vergleich zu Zweitaktmotoren aber noch erträglich.
Wer eine zuverlässige und ausreichend starke Stromquelle für Hobby, Garten, Baustelle oder Stromausfall sucht, bekommt hier ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis. Kohlenmonoxidalarm, elektrischen Starter oder gar eine smarte Anbindung an die Powerstation gibt hier allerdings nicht. Hier käme dann der mehr als doppelt so teure Hybrid-Smart-Generator von Ecoflow (Testbericht) ins Spiel.
Mehr zu den Unterschieden von Invertern erklären wir im Ratgeber Stromgeneratoren mit Benzin, Gas oder Photovoltaik: Autark und mobil ab 159 Euro. Wer mehr zu den lautlosen Powerstations erfahren will, wollte sich die Bestenliste Top 10 Powerstations: Die besten Solargeneratoren aller Klassen ansehen. Im Artikel Keine Angst vor dem Blackout zeigen wir, welche Produkte man bei einem Stromausfall zu Hause haben sollt
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