Seine erste Bauanleitung veröffentlichte er mit 16, mit 30 testete er die ersten "Schleppis" (tragbare 8-W-D-Netz-Funktelefone) und dann Handys bei der Traditionszeitschrift Funkschau. Danach kümmerte er sich bei einem Provider um die mobile Datenübertragung in D- und E-Netz mit damals immerhin…
Katastrophenwarnung ohne Handynetz: Das Dira M 1 A von Telestar ist eines der ersten DAB+-Radios, das mit dem EWF-Warnsystem ausgerüstet ist. Dank Akku geht das auch unterwegs. Wir zeigen im Test, wie gut das Gerät ist.
Wer sich sorgt, im Schlaf eine Katastrophenwarnung zu verpassen, dem hilft ein DAB+-Radio mit EWF-Warnfunktion. Noch gibt es nur wenige Modelle, dieses war das Erste. Es bietet wirklich alle Funktionen des neuen Warnsystems. Und was sonst noch?
Auch wenn EWF (Ratgeber) schon seit über 10 Jahren entwickelt und getestet wird, gab es ähnlich zur einstigen DAB-Einführung zunächst keine geeigneten Geräte, bis Telestar schließlich zur IFA 2022 das Dira M 1 A und das Dira M 1 A mobil präsentierte.
Der Hersteller hat inzwischen weitere EWF-fähige Geräte nachgelegt, bis zu einer Kompaktanlage, die auch CDs abspielt. Für den Nachttisch ist das Dira M 1 A in seinen beiden Varianten immer noch die beste Wahl. Die Standardversion kann Stereo, das Dira M 1 A mobil funktioniert dank Akku auch bei Stromausfall – nach Herstellerangabe bis zu 15 Stunden.
Der Preis der beiden Varianten ist gleich. Da im Notfall der Batteriebetrieb wichtig sein könnte, haben wir uns das Dira M 1 A mobil vorgeknöpft. Damit kann es nicht nur als „Kofferradio“ auf dem Balkon, im Garten oder unterwegs genutzt werden. Es schaltet bei Stromausfall auch auf Akku um, wenn das Netzteil noch eingesteckt ist, was ja der Normalfall sein dürfte und warnt so zuverlässig in jeder Situation.
Mit 19,5 cm Breite, 11,8 cm Höhe und 13,0 cm Tiefe findet das Telestar-Gerät auf jedem Nachttisch Platz und mit 1190 g ist es auch ohne expliziten Tragegriff tatsächlich mobil einsetzbar. Analoge Signale können per 3,5 mm-Klinkenstecker sowohl eingespielt (AUX) als auch ausgespielt (Kopfhöreranschluss) werden. Das Netzteil mit 15 V/1 A ist extern. Die Teleskopantenne für UKW und DAB+ ist mit einer Schraubverbindung angebracht, womit ein Anschluss an Außenantennen oder Kabel möglich ist.
Zusätzlich legt der Hersteller eine Fernbedienung bei, sodass das Dira auch als Tuner- und Internetradio-Ergänzung einer größeren Anlage genutzt werden kann. Die Bedienung am Gerät und an der Fernbedienung ist nicht ganz identisch, doch sind an beiden die Tasten gut erkennbar beschriftet, nicht schwarz auf schwarz, wie bei so manchem aktuellen Produkt. Wer nichts anderes als sein Smartphone mehr in die Hand nehmen möchte, kann das Dira M 1 A mobil auch per App bedienen.
Das Gerät ist zudem ein vollwertiges Multifunktionsradio – es empfängt nicht nur UKW analog und DAB+ digital, sondern dient auch als Bluetooth-Lautsprecher, spielt Inhalte von Medienservern, USB-Stick oder Analog-Quellen ab und fungiert dank 2,4-GHz-WLAN als Internetradio. Hier sind übrigens die meisten Streams in mehreren Qualitätsstufen verfügbar, was die wenigsten Internetradios bieten. Der Grund ist ein selbstentwickelter Chipsatz, den der Hersteller Nicent Solution nennt. Mit je 100 integrierten, also nicht nur über ein Portal abrufbaren Senderspeichern für UKW und DAB+ sowie 500 für Internetradiostationen ist auch bei einem breiten Musikgeschmack genug Platz, um alle interessanten Sender abzuspeichern. Mehrere Weck- und Einschlaffunktionen ermöglichen die vollwertige Nutzung als Radiowecker.
Als deutsches Produkt (auch wenn in Shenzhen gefertigt) hat das Dira M 1 A in beiden Varianten noch einen weiteren Vorteil: Es hat eine „rote Taste“ zum Aufnehmen auf einen USB-Stick. Bei Radios sind diese aufgrund dann erhöhter Einfuhrzölle aus den heute üblichen Fertigungsländern sehr rar geworden. Und diese Taste funktioniert in allen Betriebsarten, ob UKW, analog, DAB+ oder auch Internetradio. Man kann also schon einmal eine besondere Sendung auch ohne PC „mitschneiden“ und dauerhaft aufbewahren – sogar zeitgesteuert wie früher beim Videorekorder.
Das Display ist farbig und 6,1 cm groß. Die Helligkeit lässt sich einstellen und ausgeschaltet kann es ganz dunkel sein oder die Uhrzeit anzeigen. Es stört am Bett also nicht. Die Anleitung ist umfassend und erklärt alle Gerätefunktionen.
Dies ist die interessanteste Funktion des Dira M 1 A mobil – es kann nicht nur aus dem Standby oder von anderen Sendern oder Programmquellen bei einem Alarm ein- bzw. umschalten, sondern auch die Warnungen im Journaline-Format in Textform in mehreren Sprachen anzeigen. Dies können bislang nur die Telestar-Geräte, deren es inzwischen noch die Modelle Dira M 11i+ und S 21i+ sowie die Kompaktanlage Dira S 32i CD gibt. Diese bieten allerdings keinen Akkubetrieb.
Man kann einstellen, ob das Radio auch auf Testmeldungen, nur auf echte Warnmeldungen oder überhaupt nicht reagieren soll. Diese Einstellung sollte nach der Inbetriebnahme kontrolliert werden, damit das Radio im Katastrophenfall auch tatsächlich Alarm auslöst. Auch darf man bei diesem Gerät nicht in Eco Standby schalten oder es mit dem Hauptschalter auf der Rückseite komplett ausschalten, wenn es bei Warnmeldungen einschalten soll. Dieser ist allerdings nützlich, falls sich die Software einmal aufgehängt haben sollte – nur den Netzstecker zu ziehen, hilft infolge des Umschaltens auf Akkubetrieb hier nicht weiter.
Der Empfang ist in allen Betriebsarten ausgezeichnet. Dies ist selbst für reine USB-Musikhörer wichtig, da die EWF-Warnfunktion ja nicht an unzureichendem Empfang scheitern soll. Da das Dira M 1 A mobil nur einen Lautsprecher hat, stört auch am Nachttisch kein Stereo-Rauschen bei schwachen UKW-Sendern.
Mit einem Lautsprecher mit 7,6 cm Durchmesser und 10 W Audioleistung ist das Gerät kein Klangriese, aber der Klang für einen Radiowecker ausgewogen und die Lautstärke auch für Tiefschläfer ausreichend. Bei Bluetooth ist nur der SBC-Standardcodec geboten.
Bei der Klangeinstellung kann der Equalizer neben den üblichen Voreinstellungen auch individuell eingestellt werden.
Das Telestar Dira M 1 A mobil hat einen Listenpreis knapp unter 160 Euro, aktuell bekommt man es bei Amazon bereits für 100 Euro in der mobilen Version mit Akku. Ohne Akku liegt der Preis bei 86 Euro. Für die gebotene Leistung ein guter Preis.
Die Ausstattung des Telestar Dira M1A mobil ist sehr reichhaltig und das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Wem EWF auch bei Stromausfall wichtig ist, ist hier richtig und bekommt dazu noch ein richtig gutes Multifunktionsradio.
Mehr zum Thema erklären wir im Ratgeber Katastrophenwarnung ohne Handynetz: Diese DAB-Radios unterstützen EWF.
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