Noureddine Assahub wurde 1996 in Köln geboren und lebt in Mönchengladbach. Er besucht zurzeit die Oberstufe einer Gesamtschule und macht 2015 sein Abitur, anschließend strebt er ein Wirtschaftsingenieur Studium im Fachbereich Maschinenbau in Aachen an. Von 2011 bis 2014 schrieb er Berichte und…
Mit dem Transformer Pad TF103C hat Asus ein günstiges Tablet mit Android OS und einer ansteckbaren Tastatur vorgestellt. Aber was kann man von einem Tablet für 279€ überhaupt erwarten? Das und mehr erfahrt Ihr in unserem ausführlichen Test.
Hardware-technisch schneidet das Transformer Pad so ab, wie man es womöglich bei einem Tablet dieser Preisklasse erwartet. Es wird von einem Intel Atom Z3745 Prozessor mit 1,3 GHz betrieben, die CPU hat Zugriff auf einen GByte RAM. Das IPS-Display misst 10,1 Zoll in der Diagonale und löst mit einer Auflösung von 1280 × 800 Pixeln auf. Die Pixeldichte beträgt somit sehr geringe 149 ppi. Es geht weiter mit geringen Auflösungen: die primäre Kamera auf der Rückseite löst mit 2 Megapixel auf, die Frontkamera sogar nur mit 0,3 Megapixel. Der interne Speicher ist 16 GByte groß und lässt sich über eine microSDXC-Karte um bis zu 64 GByte erweitern. Im 9,9 mm tiefen Gehäuse steckt ein 5070 mAh großer Akku. Das Tablet (ohne Tastatur) hat eine Masse von 550 Gramm.
Bei dem Lieferumfang gibt es keine Überraschungen. In der großen Verpackung liefert Asus ein USB-Kabel, ein Netzteil, sowie ein paar Handbücher in verschiedenen Sprachen. Ansonsten befindet sich, bis auf das Tablet und die Tastatur natürlich, nichts weiter in der Verpackung.
Und nun widmen wir uns dem Tablet: Das Gehäuse des Gerätes besteht, bis auf die Glasfront, komplett aus Kunststoff. Das Display ist 10,1 Zoll groß, und darüber befindet sich eine 0,3 Megapixel Frontkamera. Auf der Vorderseite befindet sich außer einem Asus-Schriftzug nichts weiter. Links wurde ein Speicherkartenslot und ein microUSB-Anschluss verbaut, auch liegt dort die Lautstärkewippe. Auf der rechten Seite befindet sich nur ein 3,5-mm-Kopfhörer-Anschluss. Oben ist die Standby-/An-/Aus-Taste und ein Mikrofon und unten ist der Anschluss für die Tastatur. Auf der Rückseite passiert etwas mehr: An den zwei Enden des Gerätes sind zwei Lautsprecher, und oben sitzt die 5-Megapixel-Kamera. Mittig ist, ein weiteres Asus-Logo und darunter befinden sich ein kleines Intel-Logo und die üblichen Geräteinformationen.
Trotz der Verarbeitung aus Kunststoff fühlt es sich nicht billig an. Um das komplette Gerät ist ein Rahmen, der nach gebürstetem Metall aussehen soll. Die Rückseite hat eine angenehme Softtouch-Oberfläche. Die Verarbeitung ist insgesamt zwar gut, Spaltmaße gibt es aber trotz dessen: Zwischen Rahmen und Displayglas ist etwas Luft, das ist nicht weiter schlimm und fällt kaum auf, aber mit der Zeit könnte sich dort Staub und Dreck ansammeln. Die Tasten am Tablet haben auch etwas Spielraum, der Druckpunkt ist aber gut. Die Tasten kann man außerdem sehr gut erfühlen und erreichen. Mit 550 Gramm ist es nicht das leichteste Tablet, bei längerem Halten mit einer Hand wird es unangenehm. Negativ aufgefallen ist das Intel-Logo auf der Rückseite: Das Logo hält nicht permanent und verschwindet mit der Zeit. Alles in allem ist die Haptik aber in Ordnung, was vor allem an der weichen Rückseite liegt.
Asus bietet optional und für zusätzliche 50 Euro eine Docking-Tastatur an. Um diese zu nutzen muss der Nutzer das Tablet nur in die vorgesehene Einrichtung stecken. Das TF103C sitzt fest. Die Tastatur ist aus demselben Material wie der Rahmen des Tablets, nämlich aus nach gebürstetem Metall aussehendem Kunststoff.
Das Tippen auf der Tastatur ist angenehm gut, selbst mit zehn Fingern kann man schnell schreiben. Die Tasten haben alle einen angenehmen Druckpunkt und haben einen optimalen Abstand voneinander. Das Touchpad ist ausreichen groß und Android lässt sich, dank Multitouch-Gesten, erstaunlich gut mit einem Touchpad bedienen.
Die Tastatur bringt dem Nutzer einen USB-2.0-Anschluss. Auf einen Akku, der das Tablet zusätzlich laden kann, hat Asus verzichtet. Das ist sehr schade und macht die gesamte Vorrichtung zudem sehr kopflastig. Das Tablet ist nämlich schwerer als die Tastatur, bei entsprechendem Winkel kippt das Gerät nach hinten.
Wie bereits eingangs erwähnt arbeitet ein Intel Atom Z3745 Prozessor mit 1,3 GHz im Transformer Pad TF103C. Die CPU hat Zugriff auf einen GByte Arbeitsspeicher und macht ihren Job gut. Das System läuft schnell, aber instabil. Dazu im nächsten Absatz aber mehr. Anwendungen werden in angemessen kurzer Zeit gestartet und auch Spiele kann man auf dem Tablet ohne Probleme spielen. Der Browser rendert Webseiten zügig und die Navigation im ganzen System stockt nur selten, was die Geschwindigkeit betrifft. Viele Applikationen auf einmal können dem RAM am Ende aber doch zu viel werden.
Das Transformer Pad läuft mit der ziemlich aktuellen Android-Version 4.4.2 KitKat, darüber liegt Asus' eigene Benutzeroberfläche. Das Android-System sollte jedem klar sein: Es gibt mehrere individuell gestaltbare Homescreens, ein App-Menü und eine Benachrichtigungsleiste. Asus hat das User Interface etwas angepasst, alles ist etwas bunter. Zusätzlich gibt es einige mehr oder minder nützliche Apps.
Unser Testgerät lief in der ersten Woche ohne Probleme, in der zweiten Testwoche machten sich einige Fehler bemerkbar. Ab und zu reagiert beispielsweise der Touchscreen nicht mehr richtig, dann werden Eingaben komplett falsch erkannt. Wenn dies passiert, reicht es kurz in den Standby zu gehen, Ihr könnt Euch aber vorstellen wie nervig das sein kann. Zusätzlich hat das Gerät periodisch einen kompletten Blackout. Das Display wird schwarz und reagiert gar nicht mehr, hier hilft nur noch ein Neustart. Dies ist uns nicht oft passiert, aber wenn das Tablet dieses Problem hat, dann passiert es meist öfter als einmal am Tag. Auch nach einem vollständigen Reset des Tablets treten jene Probleme auf.
Das IPS-Display misst 10,1 Zoll in der Diagonale und löst mit einer Auflösung von 1280 × 800 Pixel. Die daraus resultierende Pixeldichte ist mit 149 ppi unterdurchschnittlich. Pixel sind klar zu erkennen und trüben den Spaß an dem ansonsten eigentlich guten Display. Das Panel ist kontrastreich, einzig der Schwarzwert könnte etwas besser sein. Die Anzeige ist blickwinkelstabil. Die maximale Helligkeit ist gut, reicht aber nicht um das Tablet ohne nervige Reflektionen im Freien zu nutzen.
Die beiden Lautsprecher auf der Rückseite sind nicht wirklich laut. Hinzukommt, dass sie vom Nutzer weg zeigen. Die Qualität des Klangs ist in Ordnung, die Lautstärke reicht aber nicht aus, trotz der zwei Lautsprechern. Der Sound über die 3,5-mm-Klinkenbuchse ist hingegen gut. Das TF103C kommt ohne 3G, unterwegs ist man also auf einen Hotspot vom Smartphone angewiesen. Die WLAN-Verbindung ist stabil und schnell.
Wie bereits erwähnt, hat das Transformer Pad zwei Kameras: Eine 2-Megapixel-Kamera auf der Rückseite und eine 0,3-Megapixel-Kamera auf der Front. Beide sind nicht zu gebrauchen. Ernsthaft, Kameras in Tablets sind zwar nicht wirklich wichtig, aber wenn sich ein Hersteller dazu entscheidet Kameras zu verbauen, dann sollten diese auch zu was taugen. Die primäre Kamera liefert, wie die Frontkamera, nur bei sehr guten Lichtverhältnissen brauchbare Fotos.
Der 5070 mAh große Akku hielt in unserem Test bei mittlerer Helligkeit und moderater Nutzung etwa 7,5 Stunden. Das ist nicht sehr schlecht, aber weniger als die direkte Konkurrenz.
Was kann man von einem so günstigen Tablet erwarten? Sicherlich etwas mehr als uns Asus mit dem TF103C bietet. Das Tablet überzeugt zwar durch eine generell gute Performance und eine starke Hardware Tastatur, versagt aber bei den Grunddisziplinen, wie dem Display, den Kameras und der Software-Stabilität. Vor allem Letzteres ist ein K.O.-Kriterium.
Wer, verständlicherweise, viel Wert auf die angesprochenen Punkte legt, für den ist das TF103C Transformer Pad sicher nichts. Wer jedoch einfach ein günstiges Tablet mit Hardware-Tastatur sucht, der könnte mit dem ASUS was passendes gefunden haben. Aktuell kann man das TF103C mit Hardware-Tastatur in den Farben grau und weiß für 279€ erwerben.
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