Sameer Goswami wurde 1989 geboren. Zunächste studierte er Informatik und Softwaretechnik an der Fachhochschule Lübeck. Doch pure Informatik lag ihm nicht, deshalb brach er das Studium ab und studiert nun Wirtschaftsinformatik an der NBS Northern Business School an der Helmut Schmidt Universität der…
Das Ascend Y300 von HUAWEI Device ist ein neues Smartphone, das auf dem GSMA Mobile World Congress 2013 in Barcelona vorgestellt wurde. Es gehört zu den Geräten, die der Hersteller ein- oder zweimal im Jahr präsentiert. Diese Telefone zeichnen sich meistens durch ihr Können aus. Dabei kosten sie nicht viel. Damit kommt ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis zustande. In diesem BestBoyZ Test lest und seht Ihr, was mit dem Einsteiger-Smartphone alles möglich ist – und wo die Grenzwerte liegen.
Billig muss nicht billig verarbeitet sein — zumindest haben wir das bei den früheren Telefone der IDEOS- und Ascend-Reihe festgestellt. Das Gehäuse des Ascend Y300 besteht komplett aus Kunststoff. Es fühlt sich nicht sonderlich hochwertig, aber wie gesagt, auch nicht schlecht an. Die Oberfläche des Materials ist solide und massiv, das bedeutet, es kann mal ruhig hinfallen oder man kann‘s etwas lockerer auf den Holztisch legen. Es passiert nichts. Zwei Sachen die wir an unserem Testgerät zu bemängeln haben sind: die abnehmbare Rückseite hat einen ganz kleinen Spielraum nach oben, sodass diese mit viel Mühe bewegt werden kann und die auf der linken Seite platzierte Laut-Leise-Wippe besitzt eine ungleiche Höhe.
Erhältlich ist es in den zwei matten Farben Schwarz und Weiß. Wobei letztere eine Kombination aus beidem ist: Rückseite ist weiß, die Vorderseite ist schwarz. Das Ascend Y300 ist ein rechteckiges Smartphone mit leicht abgerundeten Kanten, dessen Querschnitt die Form eines Trapzes entspricht. Mit 11,3mm Tiefe ist es doch schon ein dickes Ding und das macht sich während des Haltens auch schon bemerkbar. Die Haptik insgesamt ist dennoch angenehmen. An einem Schönheitswettbewerb sollte das HUAWEI Ascend Y300 nicht teilnehmen.
Der Akkudeckel lässt sich abnehmen, wie bereits eingangs erwähnt. Darunter sitzt der HB5V1HV . Ein Akku mit einer Nennladung von 1.950mAh (7.5Wh). Bei ruhendem Zustand erreicht er eine Betriebszeit von neun Tagen. In der aktiven Nutzung mit Telefonie, Internet, Sozialen Netzwerken und Musik haben wir zwei Tage geschafft. Ungewöhnlich für die heutige Zeit: Das Telefon speist eine normale miniSIM- (2FF), statt eine microSIM-Karte (3FF). Diese lässt sich nur dann ein- sowie ausstecken, wenn der Akku vorher entfernt wird. Im Gegensatz dazu kann die microSDHC-Speicherkarte jederzeit entnommen werden. Der interne Speicher bringt es auf 4GB – das ist wenig. Aber es geht noch weniger, denn frei stehen dem Nutzer 2,13GB zur Verfügung. Wer Multimedia-Datei wie Musik, Fotos und Videos mit sich tragen möchte, sollte definitiv aufstocken. Bis zu 32GB maximal. Telefonie lässt's sich gut mit dem Ascend Y300 – immerhin ist es das Handwerk von HUAWEI Device beziehungsweise der Muttergesellschaft HUAWEI Technologies. Die Akustik sowohl auch der Empfang sind zufriedenstellend. Anders ist es, wenn die Ausgabe über den Lautsprecher läuft: Der Klang ist verzerrt und kratzig.
Im Ascend Y300 wurde ein 4-Zoll großes Flüssigkristall LCDisplay verbaut. Die Auflösung beträgt WVGA. Mit den Dimensionen 800x480 Pixel auf der genannten Fläche ergibt sich eine Pixeldichte von 233ppi. Das ist vollkommen in Ordnung für ein Telefon dieser Klasse. Die Sicht auf das Display ist nicht besonders gut, obwohl es ein hochwertiges Panel mit IPS-Technologie ist. Der Grund hierfür ist der Hohlraum zwischen dem Berührungselement und der Anzeige. Gerade wenn man das Smartphone neigt, fällt es einem auf – denn dann werden Farben immer blasser und die Perspektive trüber. Hinzu kommt die Helligkeit, die gerade mal ausreichend für einen sonnigen Tag ist.
Das Ascend Y300 ist eines der ersten Geräte in Deutschland, die HUAWEI Devices eigene Oberfläche unterstützen: Emotion UI, Version 1.0 basiert auf Android OS 4.1 Jelly Bean und ist grundlegend sehr simple aufgebaut. Der Besitzer wird von einer Display-Sperre begrüßt, auf der Status-Informationen wie Datum, Uhrzeit und mehr dargestellt werden.
Über eine Schnellzugriffsfunktion kann man entweder die Telefon- oder SMS-Applikation ausführen – um das Gerät auf den einfachsten Weg zu entsperren, muss der Nutzer den Kreis mit einem Schlüsselloch nach oben oder unten ziehen. Ein Hauptmenü (App-Launcher) gibt es nicht – alle Widgets, Applikationen sowie Ordner befinden sich auf den fünf verschiedenen Ausgangsanzeigen. Sehr interessant ist die native Profil-Funktion: Mit dieser lassen sich Einstellungen wie Lautstärke, Helligkeit, Funkverbindungen und vieles mehr abspeichern und kinderleicht aktivieren. Die Optik gleicht die eins Einstellungsrades auf einer Digitalkamera.
Etwas einzigartig sind auch die umfangreichen Gestaltungsmöglichkeiten, die man bei dem Ascend Y300 hat: Ab Werk bekommt der Anwender fünf verschiedene Themen, die über Aussehen, Klang und Funktion entscheiden. Mit dem Wechseln verändern sich beispielsweise auch die einzelnen Symbole oder Displaysperren. Die Auswahl ist nicht begrenzt: Über eine Community-Funktion kann man Themen von anderen Nutzern herunterladen und installieren. Genauso gut lassen sich welche auch selbst machen. Die eigene Oberfläche Emotion UI (auch Emui genannt) ist klasse. Aber läuft langsam auf dem Ascend Y300. Man merkt eindeutig, dass die grafische Aufbereitung, die doch etwas mehr Richtung China-Japan-Candy-Style geht, etwas zu viel für das Gerät ist.
Das HUAWEI Ascend Y300 ist ein gutes Gerät mit tollem Preis-Leistungs-Verhältnis. Man bekommt doch schon viele Smartphone-Funktionen für wenig Geld: Wer ab und zu in das Internet gehen, ein Bild machen und es auf Facebook oder Twitter posten will und dabei Wert auf einen hervorragenden Akku legt und nicht viel für ein aktuelles Telefon ausgeben will, der macht für 120€ nicht falsch.
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