LG Electronics hat auf dem GSMA Mobile World Congress 2013 in Barcelona, Spanien drei neue Smartphones der OPTIMUS L-Reihe gezeigt. Genauer gesagt, ist es die zweite Generation. Die Namen sind unverändert geblieben – hinzugekommen ist lediglich der Zusatz II (römisch zwei). Alle Telefone dieser Serie sind preiswert. Wie viel Technik bekommt man, was ist gut und was nicht, das und vieles mehr erfahrt Ihr in diesem Test zu den Smartphones E430 OPTIMUS L3 II, E460 OPTIMUS L5 II sowie P710 OPTIMUS L7 II.
Alle drei LG-Smartphones kommen in einem Kunststoffgehäuse daher. Aber (!) keins fühlt sich minderwertig an. Die Rückseite bei dem OPTIMUS L7 II und OPTIMUS L3 II ist glatt und mit einer Hochglanzbeschichtung versehen. Fingerflecken haften dort schneller, als Hasen rennen können. Beide Rückseiten haben ein leichtes Muster, das etwas an gebürstetem Metall erinnert. Außerdem schimmern die Flächen ein wenig, wenn man sie gegen das Licht hält. Eine Ausnahme dagegen ist das OPTIMUS L5 II: Die hintere Seite sieht – wir wissen nicht weshalb das so ist – ganz anders aus. Sie ist matt und mit einem stärkeren Metall-Look gekleidet. Dieses Aussehen könnten die restlichen zwei ebenfalls vertragen, finden wir. Zu der Frontansicht: Jedes Mitglied der neueren Generation ist wie das andere aufgebaut und sieht gleichartig aus: schwarze Vorderseite, danach folgt ein nach Metall-aussehender Rahmen. Bei einem dünner, bei dem anderen dicker.
Dadurch, dass es sich hierbei um kleine Telefone handelt, ist der Punkt Haptik im Vorteil. Die Geräte liegen einwandfrei in den Händen und obwohl einige glatt sind, rutschen sie nicht aus den Händen weg. Im Gegenteil: Sie kleben richtig fest auf der Handfläche.
Mehr oder weniger wirkt die Verarbeitung solide. Sie hält etwas aus, hat man das Gefühl. Das Design der schwarzen Dinger ist nichtssagend – sie sehen nach nichts Neuem aus. Das OPTIMUS L5 II dagegen wirkt edel. Was wir sehr cool fanden, ist die physische Taste auf den jeweiligen Telefonen: Der Umriss leuchtet in verschiedenen Farben.
Eines der wohl größten Unterscheidungskriterien bei der L
II
-Serie ist die Größe der Anzeige. Das OPTIMUS L3 II ist mit einem 3,2-Zoll Display ausgestattet. Zwar verwendet LG Electronics hier ein hochwertiges IPS-LCDisplay, doch die Auflösung ist lediglich QVGA. Also 320 multipliziert 240 Pixel. QVGA – was zum Teufel? Hinsetzen LG, 6. Wer zum Krokodils Hintern verwendet noch diesen Vektor im Jahr 2013? Achso, LG tut es. Noch einmal hinsetzen LG, noch einmal 6. Nein, Spaß bei Seite. Das ist äußerst grenzwertig. Diese kleinauflösende Qualität braucht heutzutage niemand, wirklich. Texte, Grafiken und Bilder sind (Achtung eine multiple Superlativen-Kette folgt) Super-Mega-Ultra-Hyper unscharf aus. Gerade bei Texten, die einen Schatten werfen, sieht man die Pixel. Wenn man Langweile spürt und nah genug am Display ist, kann man die knapp 80.000 Pixel mühelos zählen. (Wir haben einen Taschenrechner verwendet, es sind eigentlich nur 76.800 Pixel).
Deutlich besser ist es bei dem OPTIMUS L5 II. Hier ist die Anzeige 4-Zoll in der Diagonale groß. Lasst Euren Einheitenumrechner weg, es sind 10,1cm. Auch hier verwendet der südkoreanische Hersteller ein hochwertiges IPS-LCDisplay. „Besser“ ist es deshalb, weil die Auflösung immerhin WVGA beträgt. Das ist die dritte Stufe (QVGA -> HVGA -> WVGA) – dazwischen gibt es auch noch etwas, aber Ihr wollt es nicht wissen. Gemessen in Pixeldichte, beträgt die Displayschärfe hier 233ppi. Dieser Grad sticht bei einem kleinen Display wie vier Zoll ins Auge: Selbst kleinere Texte sind glatt und scheinen, wie gedruckt. „Selbst bei einfachen Smartphones, verwendet LG Electronics großartige LCDs“ Last but not least – wir sprechen über das Display des OPTIMUS L7 II: Hier sind es 4,3-Zoll in der Schräge. Die Darstellungsfläche ist dieselbe, wie bei dem mittleren Modell. Ist ein Wert konstant, so ändert sich der Quotient. In diesem Fall die Pixeldichte. Sie beträgt 216ppi. Bei den kleineren Geräten verbaut LG ein LCD. Ich bezeichnete es als „hochwertiges LCD, hochwertiges LCD“, aber was heißt es überhaupt? Nun, sagen wir es mal so: der Blickwinkel ist enorm stabil, es gibt einen guten Schwarzwert und hell sind sie, die Displays. Bei dem OPTIMUS L7 II kommt nicht etwas Gewöhnliches rein, sondern ein Markenprodukt namens LG NOVA Display. Diese Anzeigen zeichnen sich dadurch aus, dass sie besonders hell und leuchtstark sind. Das können wir in unserem Test bestätigen. Generell – wie bereits gesagt – werfen die Displays viel Licht ab. (Physik-Freunde, ich weiß: Streng genommen ist es ein Dualismus)
Die Kamera des OPTIMUS L3 II löst mit 3-Megapixeln auf. Eine auf dem Anwender gerichtete sekundäre Kamera ist nicht vorhanden. Was hier fehlt ist ein LED-Blitz sowie die automatische (AF) oder manuelle Scharfstellung (MF). Von den Ergebnissen sollte man nicht allzu viel erwarten. Die Kamera reicht lediglich für Schnappschüsse, Hochzeitsbilder solltet Ihr damit ehrlich nicht machen.
Im OPTIMUS L5 II ist der Autofokus drin und auch die Fotoleuchte. Die Kamera reagiert ordentlich und speichert die Bilder in 5-Megapixel Auflösung ab. Wie bei der kleineren Variante, können Videos im Format VGA (= 640x480 Pixel) aufgezeichnet werden. Außerdem kann der Nutzer bei allen drei Modellen Fotos per Sprachbefehlen auslösen. Hierfür muss man folgende Zauberworte aussprechen: „Cheese“, „Smile“, „Whiskey“, „Kimchi“ oder „LG“. Der Sprachauslöser musst zunächst aktiviert werden, bevor man ihn das erste Mal benutzt.
Das OPTIMUS L7 II ist das einzige Smartphone aus der Reihe, das über eine halbwegs vernünftige Kamera verfügt. Nicht deshalb, weil die Auflösung 8-Megapixel ist, sondern deshalb, weil sie sehr schnell reagiert und das Bild nahezu verzögerungsfrei dargestellt wird. LG Electronics verbaut in diesem Gerät eine VGA-Kamera.
Die Grundfunktion Telefonieren beherrschen die drei OPTIMUS-Telefone gut. Bei dem OPTIMUS L3 II ist die Klangqualität des Lautsprecher suboptimal. Außerdem ist ein leichtes Rauschen zu bemerken. Bei dem Rest ist die Sprache klar. Was den Empfang angeht, so können wir Positives berichten. Das Internet WLAN sowie das mobile Internet über HSPA mit 7,2Mbit pro Sekunde sind schnell. Der Akku lässt sich zügig aufladen. Bei der kleinsten Variante hält er gute zwei Tage durch. Das Mittelding kommt auf einen Tag, während das P710 OPTIMUS L7 II auf gute zweieinhalb Tage erreicht.
Die drei Geräte der LG OPTIMUS L II-Reihe sind einfache Smartphones der Einsteiger- und Mittelklasse. Grundlegende Funktionen sind gegeben, alles was höher geht, ist entweder nicht vorhanden oder qualitativ auf einem niedrigen Niveau. Eine gute Eigenschaft besitzen alle drei: Ein gutes Display. Es ist hell, blickwinkelstabil und die Farben sind natürlich. Die Performance ist befriedigend, eigentlich gerade mal ausreichend zum Arbeiten.
Die Telefone E430 OPTIMUS L3 II, E460 OPTIMUS L5 II sowie P710 OPTIMUS L7 II kosten 90€ , 160€ beziehungsweise 220€ und sind verfügbar in Weiß und Schwarz.
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