Noureddine Assahub wurde 1996 in Köln geboren und lebt in Mönchengladbach. Er besucht zurzeit die Oberstufe einer Gesamtschule und macht 2015 sein Abitur, anschließend strebt er ein Wirtschaftsingenieur Studium im Fachbereich Maschinenbau in Aachen an. Von 2011 bis 2014 schrieb er Berichte und…
Ende Juli hat Nokia ein preiswertes Smartphone mit großem Display vorgestellt, das Nokia Lumia 625. Das Display ist 4,7-Zoll in der Diagonale groß – somit ist es aktuell das größte Windows Phone von Nokia, das aktuell auf den Markt erhältlich ist. Seit einigen Wochen ist es nun bei uns im Test. Im Folgenden lest Ihr wie es sich geschlagen hat.
Die technischen Daten des Lumia 625 sind in Ordnung für die Preisklasse, die man hier bekommt. Es hat ein große Anzeige, LTE, eine 5-Megapixel Kamera und einen 1,2GHz Dual-Core Prozessor.
Im Lieferumfang befindet sich das Übliche: Ein kleines Handbuch, ein gesondertes und sehr kurzes USB Kabel, ein Ladegerät und ein Headset. Als letztes befindet sich natürlich noch das eigentliche Produkt in der Verpackung, das Nokia Lumia 625.
Das Telefon hat das typische und schlichte Lumia-Design. Es sagt im Grunde nichts aus, dennoch sagt es viel aus. Es besteht aus Polycarbonat, wiegt 159g und ist relativ groß. Auf der Front befindet sich die VGA-Frontkamera, das 4,7-Zoll Display, darüber ein Nokia-Schriftzug und unterhalb drei kapazitive Tasten. Das Glas ist leicht gebogen, es geht nahezu stufenlos in den abgerundeten Rand. Auf der rechten Seite befinden sich dann die Lautstärkewippe, die Standby/An-/Aus-Taste und eine zweistufige Kamerataste. Die obere Seite beherbergt nur einen 3,5mm Kopfhöreranschluss und die untere den microUSB-Anschluss. Die linke Seite ist komplett frei. Auf der Rückseite geht es ähnlich schlicht weiter, bis auf eine unauffällige Kamera, einer LED, einen Nokia-Schriftzug und einer kleinen Öffnung für den Lautsprecher gibt es nichts Außergewöhnliches.
Das Lumia 625 ist kein teures Produkt, fühlt sich aber sehr edel und hochwertig an. Dieser Eindruck wird größtenteils durch die Glasfront und das schlichte Design vermittelt. Es ist schwer, was etwas komisch ist, denn wenn man das Lumia 625 zum ersten Mal sieht, dann erwartet man eigentlich etwas Leichteres. Das Polycarbonat hat eine angenehme Farbe und ist matt. Ein negativer Punkt ist aber, dass es leicht durchsichtig ist. Das heißt bei gutem Licht sieht man durch das Gehäuse, besonders am Rand ist dies gut zu erkennen. Ansonsten ist die Verarbeitung erstklassig, wenn man es von Nokia gewohnt ist. Es gibt keine Spaltmasse, die Tasten sitzen fest und die Druckpunkte sind auch angenehm. Das Öffnen des Smartphones gestaltet sich, wie bei früheren Lumia Smartphones, als etwas kniffelig. Unter dem Deckel kann man dann die microSIM und eine Speicherkarte einführen. Den Akku kann man zwar sehen aber nicht austauschen, da Nokia ihn nicht erreichbar gemacht hat. Der Akkudeckel lässt Staub und andere kleine Partikel durch, man sollte das Smartphone also regelmäßig öffnen und etwas säubern.
Das Nokia Lumia 625 wird von einem Snapdragon S4 1,2GHz Dual-Core Prozessor betrieben, der Zugriff auf 512MB Arbeitsspeicher hat. Die Performance ist gut für die Hardware, einfache Aufgaben erledigt das Smartphone zügig und zuverlässig. Etwas länger brauch das Lumia aber für das Laden längerer Listen oder anderer größerer Dateien. Der Internet Explorer ist schnell, sowohl beim Laden als auch beim Navigieren einer Website. Im HTML5 Test erreicht der Browser 320 Punkte von möglichen 505 Punkten.
Zur Software muss man nicht viel sagen, Windows Phone bleibt Windows Phone. Das Betriebssystem läuft schnell und sicher, es fehlen aber essentielle Funktionen wie eine Nachrichtenzentrale oder eine universelle Suche für den schnellen Zugriff. Nokia bietet viele nützliche Apps an, die noch ein paar Funktionen auf das Gerät holen, die die Windows Phone-Konkurrenz nicht oder nur teilweise zu bieten hat. Individualisierung ist ein alter Kritikpunkt bei Windows Phone.
Im Nokia Lumia 625 haben die Finnen eine 5-Megapixel Kamera mit LED verbaut. Die Qualität der geschossenen Fotos ist in Ordnung. Bei guten Lichtverhältnissen entstehen kontrastreiche und scharfe Fotos. Bei schlechtem Licht kommt das Lumia aber an seine Grenzen: Die Kamera ist kaum mehr zu gebrauchen und auch die verbaute LED hilft da auch nicht weiter. Für Nahaufnahmen und Videos gilt dasselbe. Die Frontkamera bietet eine ausreichende Qualität bei gutem Licht. Alles in allem keine Kamera, die man sonst so von Nokia kennt.
Das 4,7-Zoll große IPS-LCDisplay des Lumia 625 löst mit WVGA – also 800x480 Pixel – auf. Diese verbaute Anzeige wird von einem Gorilla Glass 2 geschützt. Aus der Konstellation großer Screen plus geringe Auflösung resultiert das, was bei einem aktuellen Smartphone nicht mehr sein sollte: Eine sehr geringe Pixeldichte, um genauer zu sein 201ppi. Das ist nicht nur irgendein errechneter Wert – die Pixel sind deutlich zu erkennen. Abgesehen von der Pixeldichte hat Nokia ein sehr ordentliches Panel eingebaut: Schwarzwert ist gut, Farben kommen gut zur Geltung und die Helligkeit ist auch stark. Der Blickwinkel ist stabil und das Display ist hoch empfindlich. Dies ermöglicht auch die Nutzung mit Handschuhen im Winter. Nur trübt die Auflösung den ganzen Spaß, Nokia hat hier definitiv an der falschen Stelle gespart. Das Display sollte ja eigentlich das Highlight des Smartphones sein.
Der Lautsprecher im Lumia 625 ist keine der Stärken des Smartphones. Musik klingt blechern und bei hohen Lautstärken wird der Klang verzerrt. Anrufe hingegen haben eine gute Qualität, sowohl bei dem Lumia 625 als auch bei dem Gesprächspartner gibt es keine Probleme der Verständlichkeit durch Störgeräusche oder anderweitigen Problemen. Der Empfang ist zufriedenstellend; im Test ist uns nichts Außergewöhnliches aufgefallen.
Der Akku im Lumia 625 ist 2.000mAh groß und trotz abnehmbarer Rückseite fest verbaut. Die Akkulaufzeit ist wirklich gut. Im Test hielt es bei normaler Nutzung gute zwei Tage. Dabei haben wir das Internet viel genutzt, zwei, drei kurze Anrufe getätigt etc.
Alles in allem ist Nokias Lumia 625 ein wirklich gutes Smartphone. Wer etwas aus der Mittelklasse mit einem großen Display und LTE sucht und sich mit Windows Phone OS anfreunden kann, der wird mit dem Lumia 625 sicher zufrieden sein. Zu bemängeln gibt es eigentlich nur das Display mit geringer Pixeldichte, das hohe Gewicht und den nicht austauschbaren Akku, der jedoch eine gute Arbeit leistet. Genug Alternativen gibt es jedoch, besonders Highend Smartphones früherer Generationen lohnen sich oft. Beispielsweise das Lumia 920 mit besserer Kamera und besserem Display, das es für ca 290€ gibt . Wer sich nach diesem Test für das Lumia 625 entschieden hat, der kann das Smartphone ab 220€ erwerben .
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