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Test: Teufel Cinebar One Plus – 2.1 Soundbar mit wireless Sub

Test: Teufel Cinebar One Plus – 2.1 Soundbar mit wireless Sub
VORTEILE
  • Druckvoller Klang bei kompakten Maßen
  • Variabel im Einsatz
  • Hochwertige Verarbeitung, einfaches Handling
NACHTEILE
  • Kein Display
  • Bass nicht skalierbar
  • Keine Höhen- und Mittenregelung

Die Teufel Cinebar One Plus kommt unscheinbar daher, hat es aber faustdick hinter den Ohren. Sie bietet musikalisch talentiert eine klare Kante gegen dünnen TV-Sound.

In dieser Testreihe schauen wir uns möglichst bezahlbare 2.1 Soundssystem mit einem kabellosen, externen Subwoofer an. Folgende Beiträge sind dazu online:

Klang

Klein aber gemein, könnte der Slogan der Teufel Cinebar One Plus lauten. Denn die nur 35 cm breite Soundbar bekommt vom drahtlosen Subwoofer tatkräftige Unterstützung. Das lässt das System insgesamt kräftig und füllig klingen. Gerade in lauten Filmen wie Godzilla fallen die Tieftonwogen dadurch auf, dass sie eben nicht mit überhöhtem Pegel dahergekommen. Viel eher wurde hier auf einen homogenen und detailfreudigen Tiefgang Wert gelegt, welcher die Sprachverständlichkeit nicht überdeckt. Hier schaufelt der Subwoofer ordentlich Volumen in den Raum, ohne dabei den Bass allzu weich oder aufgebläht wirken zu lassen. Auch ein übertriebenes Dröhnen, das eine Überforderung anzeigen würde, lässt sich mit dem Teufel-Sub nicht ausmachen. Sicherlich erreicht die Präzision und der grobdynamische Fingerabdruck nicht die Qualität eines Bowers & Wilkins ASW 608, aber dessen dynamisches Muskelspiel wird auch niemand in der gleichen Form vom Teufel Subwoofer erwarten wollen. Was zählt, ist der Gesamteindruck und der kann sich hier in der Tat sehen und hören lassen.

Die Teufel Cinebar One ist mit ihren 35 cm im Vergleich zu anderen Soundbars geradezu winzig.

Die von Teufel entwickelte und Dynamore Ultra getaufte Klangverbesserung schafft es tatsächlich im TV-Betrieb eine Räumlichkeit zu erzeugen, die man der kompakten Soundbar nicht zutraut. So verblüffen Klangeffekte bei Talkshows, die aus der Seite des TVs zu kommen scheinen, obwohl dort gar keine Lautsprecher sind. Auch die Sprache der Akteure ist mit einem guten Fundament unterfüttert, bleibt aber dennoch sehr klar und sauber. Sie wirkt nicht künstlich oder unnatürlich.

Bei Musik wirkt das System angenehm homogen und in sich schlüssig, was sowohl an der vornehm schlanken, dennoch kräftigen Abstimmung und dem dazu passend abgestimmten Musik-Modus liegen dürfte. In den höheren Lagen zeigt sich das System detailverliebt und klar, ohne dabei kristallin oder harsch zu wirken. Das Mittenband zeigt sich weder warm noch füllig, sondern eher unaufgeregt und bisweilen ein wenig zurückhaltend. Gut gefällt uns hier der Verzicht auf eine Überhöhung im Pegel sowie die leicht kühlere Grundtonalität. Diese führt keineswegs zu einer künstlichen, sondern dank der sehnigen Unterstützung im Bass durch den Subwoofer zu einem beweglichen und temporeichen musikalischen Fluss, der sich für diese Preisklasse durchaus sehr ordentlich präsentiert und für einen hohen Spaßfaktor sorgt.

Bedienung

AptX sorgt für eine fast verlustfreie Bluetooth-Übertragung.

In Sachen Bedienung überlässt Teufel dem Benutzer die Entscheidung, ob er entweder die mitgelieferte Fernbedienung oder im Falle eines Anschlusses per HDMI-Kabel die Fernbedienung des TVs nutzt. Letzteres funktioniert im Praxis-Einsatz reibungslos und hält die Fernbedienungsflut in Zaum.

Wer mag, kann mit der Teufel Cinebar One Plus aber auch direkt per Sprache kommunizieren und Musiktitel steuern. Hier stattet Teufel die Soundbar zwar mit einer integrierten Sprachsteuerung aus, dafür geht es aber über zusätzliche Mitspieler aus den Amazon Alexa- oder den Google Home-Familien. Schlecht finden wir, dass eine Bedienung am Gehäuse der Soundbar selbst nicht möglich ist. Auch das einmalige Pairing des Subwoofers mit der Soundbar zu Beginn erweist sich als umständlich, da sich die Bedientasten auf der Unterseite des Subwoofers befinden. Da dieses Prozedere aber nur einmal notwendig ist, sehen wir das dem System nach.

Design

Die Chassis verstecken sich hinter einem stabilen Metallgitter.

Beim Design setzt die Cinebar One als klassische Soundbar eher ungewöhnliche Akzente. Sie ist kein länglicher, flacher oder gar kubisch geformter Riegel, sondern zeigt eine genauso kurze, wie eigenwillige Formensprache. Das Kunststoffgehäuse ist sauber verarbeitet und bietet sowohl beim Farbauftrag der matten Lackierung, als auch an den kritischen Stellen wie Kanten und Ecken keinerlei Anlass zur Kritik. Statt Stoff ziert die Front ein stabiles Gitter, welches nicht einfach plan aufliegt. Durch die in gleichem Winkel hergestellten Knickkanten entsteht so ein optisch räumlicher Effekt, der die Soundbar zum Hingucker macht.

Technik

Durch das Gitter schimmern gut geschützt die vier jeweils fünfzig Millimeter messenden Breitbandchassis der Soundbar durch. Während zwei davon nach vorne gerichtet sind, arbeiten die beiden äußeren Chassis zur Seite hin und sollen dadurch ein breiteres Abstrahlverhalten für eine weitere Räumlichkeitswirkung erzielen. Auch hier wird mittels Unterstützung eines Digitalen Signal-Prozessors (DSP) nachgeholfen, um mit der von Teufel entwickelten Klangverbesserung ein virtuelles, sprich größer und räumlicher wirkendes Klangbild zu simulieren. Im Filmbetrieb gefällt uns Dolby Digital und Dolby Digital Plus, welches beispielsweise beim Film-Streaming von Amazon Prime Verwendung findet. Ein umständliches Konfigurieren auf PCM-Ausgabe wird damit überflüssig.

Die vier Chassis selbst werden von einem Class-D-Verstärker angetrieben, der jedem Chassis jeweils 20 Watt zur Verfügung stellt. Mit einer Gesamtleistung von 80 Watt klingt die Teufel Cinebar One Plus bereits ohne Subwoofer ordentlich.

Damit hebt sich die Teufel Cinebar One Plus sowohl mit ihrem Äußeren als auch mit ihrer Funktionalität von Konkurrenzprodukten wie der Panasonic SU-HTB254 (Testbericht) und der Polk Audio Signa S2 (Testbericht) ab. Denn während diese in ihrer Rolle als auf die Unterstützung des Subwoofers angewiesen sind, lässt sich die Teufel Cinebar One Plus klanglich vollwertig auch ohne Sub auf dem Balkon verwenden. Musikalische Inhalte von Smartphone, Tablet oder dem Rechner lassen sich per Bluetooth nach dem aptX-Übertragungscodec in hoher Qualität streamen. Chromecast unterstützt die Teufel Cinebar One Plus nicht.

Technische Daten

Anschlüsse

Neben dem drahtlosen Kurzstreckenfunk Bluetooth bietet die Cinebar One Plus rückseitig neben einem HDMI-Eingang (ARC/CEC) einen optischer S/PDIF-Eingang sowie einen klassischen 3,5-mm-Klinkeneingang an. Damit lassen sich neben CD-Player auch Spielkonsolen oder auch Blu-ray-Zuspieler unkompliziert anschließen. Eine Besonderheit stellt der USB-Eingang dar, mit dem sich die Soundbar direkt mit PC oder Mac verbinden lässt. Allerdings ist hier bereits bei maximal 48 kHz das Ende der Fahnenstange erreicht. Sowohl musikalische Inhalte als auch der Ton von Videos oder Youtube-Clips lassen sich dann hier direkt ausgeben.

Zwar wird die Eingangswahl per mittig angebrachter LED angezeigt, aber auch hier ist das fehlende Display ein Kritikpunkt. Denn eine Auskunft über das angewählte Klangfeld ist ebenso nicht möglich, wie eine an genauen Zahlenwerten orientierte Darstellung über das Level der Lautstärke und die Intensität der Basseinstellung.

Subwoofer

Der Subwoofer strahlt nach unten ab.

Der drahtlose Subwoofer lässt sein 16,5 cm messendes Chassis in Downfire-Manier nach unten abstrahlen, was übrigens auch für den unterstützenden Bassreflex-Auslasskanal gilt. Für den notwendigen Abstand zum Boden sorgen Standfüße aus Gummi. Mit einer Ausgangsleistung von 60 Watt (90 Watt Maximalleistung) erreicht der drahtlose Subwoofer nach Angaben des Herstellers eine untere Grenzfrequenz von respektablen 33 Hz. Auch wenn dieser Wert nicht nachgemessen werden kann, so ist dem Subwoofer im Testfeld in Sachen Tiefgang und Bassfülle sowie Pegelfestigkeit die beste Leistung zu attestieren. Das rundum folierte Gehäuse wirkt sehr wertig verarbeitet und ist in Sachen äußerlicher Erscheinung und Abmessungen dennoch erfreulich dezent und wohnraumfreundlich unterwegs.

Lieferumfang

Das Teufel Set wird in zwei Paketen geliefert: Klein und handlich die Soundbar, während der Subwoofer im Vergleich dazu ordentlich aus dem Rahmen fällt. Zubehör findet sich im beim Subwoofer keines, der Soundbar liegen lediglich das externe Netzteil mit Netzkabel, Fernbedienung und passende Batterien bei.

Preis

Für die Cinebar One Plus verlangt Teufel aktuell 300 Euro, üblicherweise 370 Euro. Sie ist damit zwar eine Schippe teurer als die getestete Konkurrenz , aber immer noch vergleichsweise günstige für ein drahtloses 2.1 Soundsystem. Teufel verkauft die zwei Teile auch einzeln, allerdings zu einem ordentlichen Aufpreis. So kostet die Soundbar einzeln aktuell 200 Euro (normale 270 Euro), der T6 Subwoofer einzeln 220 Euro.

Fazit

Mit der Cinebar One Plus liefert Teufel ein vielseitig einsetzbares Soundpaket ab, welches sowohl die Rolle eines drahtlosen 2.1 Soundsystems als auch kompakten Bluetooth-Speakers übernimmt. Auch am Schreibtisch, an PC oder Mac angeschlossen setzt das Cinebar One Plus System seine Talente kompromisslos ein und zeigt sich sowohl im Film- als auch Musikeinsatz als hochtalentierter und unkomplizierter Allrounder.

Für einen Überblick empfehlen wir unsere Kaufberatung: 2.1-Soundbars mit externem Subwoofer ab 55 Euro .