40, teilweise 30 Euro kostet die Eufy Indoor Cam 2K. Dafür bietet sie lokalen Speicher via NAS oder microSD, Personen- und Tiererkennung sowie 2K-Auflösung und Sprachsteuerung.
Mit der Indoor Cam 2K (C120) bietet die Anker-Marke Eufy eine leistungsfähige Überwachungskamera mit 2K-Auflösung und Gegensprechfunktion. Neben Personen und Tieren erkennt sie auch das Weinen eines Babys. Somit eignet sich die kleine Überwachungskamera auch als Babyphone. Was die rund 40 Euro teure Indoor Cam 2K (C120) sonst noch zu bieten hat und wie gut sie in der Praxis funktioniert, zeigen wir im Folgenden.
Indoor-Kameras stehen in Innenräumen, um zu überwachen. Das können Haustiere oder Kleinkinder sein oder für ein Mehr an Sicherheit sorgen, wenn man im Urlaub ist. Damit die Überwachung reibungslos klappt, sind nahezu alle Indoor-Kameras kabelgebunden; hängen also dauerhaft an der Steckdose. Vor allem günstigere Kameras für Innenräume sind zudem sehr klein. Die Blink Mini oder die hier getestete Eufy Indoor Cam 2K sind etwa so groß wie eine 0,33 Liter Dose oder eine Schachtel Zigaretten. Die genauen Maße der Eufy-Cam liegen bei 5 mal 5 mal 10,5 Zentimetern. Durch die kompakte Bauform ist die Kamera diskret und kann leicht versteckt werden.
Dennoch steckt viel Technik in dem kleinen Gerät. Die Kamera zeichnet in Videos mit maximal 2304 x 1296 Pixel auf, bietet einen integrierten Lautsprecher und Mikrofon und ist nach IP65 auf Wasserdichtigkeit zertifiziert.
Für die Montage ist alles dabei. Das Ladekabel misst etwa 2 Meter; dadurch ist die Kamera in der Positionierung flexibel. Ein mitgeliefertes Netzteil sorgt für die passende Stromzufuhr. Gute Dübel und Schrauben sorgen bei Bedarf für einen festen Halt an der Wand oder Decke. Entsprechende Wandhalterung und Schablone zur Montage liegen bei.
Vor Inbetriebnahme muss man die Kamera an den Strom anschließen. Unser Tipp: Am besten erst die Kamera einrichten, dann nochmal abstecken und an der gewünschten Stelle positionieren.
Zu Beginn leuchtet die Status-LED der Eufy-Cam dauerhaft blau. Für die Einrichtung braucht man die App Eufy Security. Sie ist kostenlos und verlangt zur Nutzung E-Mail-Adresse und Passwort. Weitere Daten wie Postleitzahl oder Namen will Eufy nicht wissen. Das unterscheidet die Kamera positiv von Wettbewerberprodukten wie der Ring Indoor Cam (Testbericht) oder Arlo Pro 2 (Testbericht).
Für die Einrichtung führt die App binnen einer Minute durch den kompletten Prozess. Der Nutzer klickt auf Gerät hinzufügen, wählt anschließend in der bebilderten Produktübersicht seine Kamera aus, scannt mit dem Smartphone den QR-Code auf der Unterseite der Eufy-Cam und verbindet die Kamera anschließend mit dem gewünschten WLAN. Fertig. Im Anschluss fragt die Eufy-Cam noch, ob man eine Micro-SD-Karte oder den Cloud-Speicher zum Sichern von Aufnahmen nutzen möchte.
Das gleiche Prinzip mit Cloud-Speicher und lokalem Speicher bietet übrigens auch die Blink Mini (Testbericht), nur mit dem Unterschied, dass man für die Cloud monatlich zahlen oder Zubehör für den lokalen Speicher separat erwerben muss. Bei der Eufy-Cam ist das alles bereits dabei und kostenfrei. Nach der Einrichtung kann man sogar einen NAS als Speicher konfigurieren. Eine Übersicht für den optimalen Netzwerkspeicher haben wir an anderer Stelle zusammengefasst.
Über die Kameraeinstellungen der App Eufy Security richtet man die Kamera ein. Hier deaktivieren oder aktivieren Nutzer etwa die Kamera, Status-LED oder automatische Nachtsicht. Zudem bietet die App Konfigurationsmöglichkeiten für Bewegungserkennung, Geräuscherkennung und Haustier-Befehle. Im Detail stellt man hier Folgendes ein:
In der Praxis zeigt die Eufy-Cam, dass sie hält, was sie verspricht. Die Bewegungserkennung von Personen und Tieren funktioniert gleichermaßen sehr gut. Die Geräuscherkennung bei Babygeschrei löst nach etwa 10 Sekunden anhaltendem Weinen aus.
Generell ist ein Festlegen von Aktivitätsbereichen möglich. Ein Ausschwärzen von Bildbereichen bietet Eufy nicht. Dementsprechend darf die Kamera nur dort positioniert werden, wo sie keinen öffentlichen Raum filmt.
Wer als Speicherort eine Micro-SD-Karte nutzt, kann die Funktion Fortlaufende Aufzeichnung aktivieren. Eufy gibt selbst eine Übersicht wie viel GByte Speicher Stunden an Aufnahme entsprechen.
| Kapazität | 16 GByte | 32 GByte | 64 GByte | 128 GByte |
|---|---|---|---|---|
| Speicherdauer (circa) | 36 Stunden | 72 Stunden | 144 Stunden | 288 Stunden |
Eine fortlaufende Aufzeichnung ist nach Anbindung an einen NAS leider nicht möglich. Entsprechend ist die Speichergröße hier auf die maximal unterstützten 128 GByte einer Micro-SD-Karte beschränkt. Schade, denn eigentlich ist die NAS-Anbindung ein echter Mehrwert der Kamera, den kaum ein anderer Wettbewerber bietet.
Wer seine Kamera über Sprachassistenten steuern will, hat die Qual der Wahl. Eufy unterstützt Amazon Alexa, Google Assistant und Apple Homekit. Darüber hinaus kann man den Zugriff auf die Kamera mit Freunden und Bekannten teilen.
In den weiteren Einstellungen legt man noch die Aktivierung der Kamera nach Geofencing oder Zeitplan fest. Ist man etwa tagsüber nicht Zuhause, kann man der Kamera sagen, dass sie dann aufnehmen soll. Diese Einstellungsoptionen kann man für eine einzelne oder mehrere Kameras von Eufy festlegen.
Die Bildqualität der Eufy Indoor Cam 2K ist Eufy-typisch richtig gut. Farben sind satt, Details scharf. Hier gibt es einfach nichts zu meckern – weder bei Tageslicht noch bei vollkommener Dunkelheit. Mit insgesamt acht Infrarot-LEDs ist die Nachtsichtfunktion der Indoor-Cam herausragend und überraschend besser als das, was wir zuletzt bei der Arlo Essential (Testbericht) für 100 Euro sehen durften.
Sprach- und Audioqualität sind für eine so kleine Kamera ebenfalls sehr zufriedenstellend. Tonaufnahmen sind klar und die Wiedergabe der eigenen Stimme über die Kamera ist ausreichend laut, damit Kind oder Haustier das Gesprochene verstehen.
Wer weder NAS noch microSD-Karte als lokalen Speicher vorzieht, kann zur Eufy-Cloud greifen. Die Aktivierung gestaltet sich allerdings umständlich. Im Web-Portal via mysecurity.eufylife.com meldet man sich mit den Login-Daten der App an. Dort kann man dann einen Cloud-Speicher buchen. Eine Buchung per App ist nicht möglich.
| Plan | Basic | Premier |
|---|---|---|
| Cloud-Speicher | 30 Tage | 30 Tage |
| Unterstützte Geräte | 1 Kamera | 10 Kameras |
| Preis / Monat | 3 Euro | 10 Euro |
Aus unserer Sicht lohnt sich der Cloud-Speicher aber nicht – schon rein in Hinblick auf die monatlichen Mehrkosten. Wer einfach nur Haustier oder Kleinkind überwachen will, ist mit microSD oder NAS bestens versorgt. Wer Angst vor Diebstahl seiner Aufnahmen hat, etwa durch einen Einbruch, sollte mehr Sorgen darüber haben, dass überhaupt eingebrochen wird. Denn im Falle eines Alarms kann man sich immer noch das Live-Video direkt über die App ansehen und aufzeichnen.
Regulär kostet die Indoor Cam 2K 40 Euro. Aktuell ist sie für 28 Euro im Angebot.
Für unter 40 Euro eine zuverlässige Überwachungskamera für Innenräume, die lokalen Speicher, sichere Personen- und Tiererkennung und gute Bildqualität bietet? Das klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Aber genau das ist die Eufy Indoor Cam 2K – sie ist richtig gut. Und dank Geräuscherkennung können junge Eltern die Eufy auch als Babyphone verwenden.
Die Kamera funktioniert alleine oder in Verbindung mit weiteren Eufy-Produkten wie der Eufycam 2 (Testbericht), Eufycam 2c (Testbericht) oder der Eufy Videotürklingel (Testbericht). Die Kompatibilität mit Alexa, Google Assistant oder Homekit runden das Paket ab. Von uns gibt es eine volle Kaufempfehlung.
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