Seine erste Bauanleitung veröffentlichte er mit 16, mit 30 testete er die ersten "Schleppis" (tragbare 8-W-D-Netz-Funktelefone) und dann Handys bei der Traditionszeitschrift Funkschau. Danach kümmerte er sich bei einem Provider um die mobile Datenübertragung in D- und E-Netz mit damals immerhin…
Der Multifunktions-Tuner VR-Radio IRS-450 verspricht zum kleinen Preis alles in einem Gerät: UKW, DAB+, Internetradio und Abspielen von Dateien. Und dies an einer großen Anlage, der bislang so ein vielseitiger Tuner fehlt. Kann er teurere Geräte ersetzen?
Bei der Größe punktet der Tuner für 63 Euro: Es ist kein Einschub in voller Hi-Fi-Komponenten-Größe, sondern ein gerade mal 12,1 × 7,5 × 6 cm kleines pultförmiges Kästchen mit einem Gewicht von nur 200 g. Das findet überall noch neben oder auf den vorhandenen Geräten Platz. Das frontseitige Display mit 6 cm Diagonale ist trotzdem gut ablesbar.
Die Bedienung auf der Oberseite ist mit neun Tasten übersichtlich, nur deren Funktion im Menü (Links/Rechts und Hoch/Runter) verwirrt mitunter. Es gibt aber auch eine Fernbedienung zur Bedienung von der Couch aus; diese ist mit 14,8 × 4 × 2 cm größer als das Gerät, das sie steuern soll. Daneben kann das Gerät auch über eine App für Android oder iOS bedient werden.
Das WLAN läuft nur auf 2,4 GHz. Es muss beim ersten Einschalten wie üblich mit Passwort eingerichtet werden. Etwas irritierend ist, dass es auch bei längeren Abschaltungen oder einem Router-Neustart neu bestätigt werden muss. Zumindest merkt sich das Gerät das einmal eingegebene Passwort.
Bluetooth empfängt das IRS-450 nicht; es kann nur Dateien lokal oder per UPnP wiedergeben. Der Vorteil ist hier die bessere Tonqualität; dazu ist eine kostenlose App namens Airmusic zu installieren. Getestet wurde die UPnP- und NAS-Wiedergabe – es wäre auch wenig praktikabel, wenn Besucher etwas über die Anlage via Smartphone wiedergeben wollen: Diese müssten sich dann ins WLAN einloggen und dazu die Airmusic-App oder eine UPnP-Lösung auf dem Handy installieren.
Interessant ist die vielfältige Information der App beim Internetradiobetrieb; hier werden neben der Bitrate des Streams zu den Musikstücken auch die Alben angezeigt und es können Liedertexte abgerufen werden. Bei DAB+ klappte diese Übertragung im Test dagegen nicht.
Zwei Ausgänge mit 3,5 mm sind für Stereoanlage und Kopfhörer vorgesehen. Der erstere wird beim Anstecken eines Kopfhörers abgeschaltet. Neben dem Stand-by-Schalter auf der Oberseite, der dann die Uhrzeit anzeigen lässt und bei dem das Gerät beim Wiedereinschalten schnell wieder spielt, gibt es auch noch einen richtigen Abschalter neben den Klinkenbuchsen hinten am Gerät.
Die zwischen 13 und 48 cm ausziehbare Teleskopantenne ist mit einem F-Stecker angeschraubt. Damit kann auch eine externe Antenne angeschlossen werden. EWF (Ratgeber) hat der Tuner nicht zu bieten, das wäre aber auch wenig sinnvoll bei einem Gerät ohne eigenen Lautsprecher: Ein Alarm bliebe ungehört, wenn der angeschlossene Verstärker ausgeschaltet ist oder der Kopfhörer abgesetzt. Auch die Radiowecker-Funktionen wie zwei Weckzeiten, Schlummer-Timer und Countdown-Funktion passen zu einem Schlafzimmer- oder Küchenradio mit eigenem Lautsprecher; bei einem Gerät, das an einem externen Verstärker mit Lautsprecher oder per Kopfhörer betrieben werden muss, sind sie weniger nützlich. Schließlich sind noch einige Spielereien eingebaut; so kann man vom Smartphone Sprachnachrichten an das Radio schicken.
Mit Internet-Programmquellen funktioniert das Gerät gut. Hier sind die üblichen Menüs vertreten, mit Senderauswahl nach Land, Genre oder per Suche. Es werden auch Streams mit ausreichenden Bitraten gewählt, sodass der Klang in Ordnung ist, sofern man einen guten Kopfhörer und Verstärker angeschlossen hat. Allerdings stören genau dann Nebengeräusche, wie sie bei einigen Internetradios zu finden sind: Tuckern im Hintergrund beim Buffern, bis der Stream geladen ist und spielt – und dumpfe Knackse bei Stations- oder Betriebsartenwechseln, als ob man im laufenden Betrieb den Klinkenstecker ziehen würde. Dies ändert sich auch auf DAB+ oder UKW nicht und auch bei Bedienung mit Fernbedienung oder App sind die deutlichen Schaltgeräusche zu hören.
Auf UKW und DAB+ funktioniert das Radio ebenfalls, aber die Empfindlichkeit ist mäßig. Schwarzwaldradio ließ sich am Teststandort im Zimmer nicht wiedergeben, obwohl dieser hervorragende Empfangsbedingungen bietet und die Senderliste auch über 100 Stationen auflistete, diese also erkannt wurden. Wenn man im Wohnzimmer in der Nähe der Hi-Fi-Anlage einen Außenantennenanschluss hat, kann man mit dem Gerät sicher bessere Ergebnisse erzielen, doch mit der Teleskopantenne ist es nur für sehr starke Stationen geeignet. Was es mit vielen DAB+-Geräten auch namhafter Hersteller gemeinsam hat – eventuell ist die eigene Digitalelektronik hier eine Störquelle.
Das VR-Radio IRS-450 hat einen Preis von knapp 63 Euro. Das ist für die gebotenen Funktionen ein guter Preis. Allerdings ist es überlegenswert, ein paar Scheinchen mehr zu investieren, wenn man eine gute Anlage mit einem solchen Universal-Tuner nachrüsten will.
Der kompakte Formfaktor des IRS-450 ist verlockend, die Funktionen umfassend. Wer allerdings so endlich seinen Lieblings-DAB+-Sender im Wohnzimmer an der großen Anlage hören möchte, sollte vorher sicher sein, dass der Empfang ausreichend stark ist.
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