Stefan schrieb bereits während des Studiums Spieletests für ein Printmagazin im Ruhrgebiet. Durch einen glücklichen Zufall landete er in Berlin und arbeitete fast 15 Jahre bei Areamobile, zuletzt als leitender Testredakteur. Für Heise Bestenlisten testet er Smartphones, Saug- und Mähroboter, Lautsprecher, Modellflugzeuge und andere Technik-Gadgets.
Eureka stellt neben Akku-Staubsaugern und Saugrobotern auch Saugwischer her. Neu ist unter anderem das Modell New430, das mit einem umfassenden Gesamtpaket zum günstigen Preis punkten will.
Zeit ist ein kostbares Gut und da ist es nur zu naheliegend, lästige Aufgaben wie Hausarbeit möglichst effizient zu gestalten. Der Eureka New430 Rapidwash Cordless Wet Dry Cleaner verspricht, Wischen zum Kinderspiel zu machen. In diesem Testbericht werfen wir einen detaillierten Blick auf die Leistung und Funktionalität dieses Geräts und prüfen, ob es sich gegen die starke Konkurrenz am Markt durchsetzen kann.
Der Eureka New430 punktet mit schlankem und modernem Design. Dabei setzt der Hersteller auf einen recht zylindrischen Look, der grob an ältere Dreame-Modelle wie den Dreame H11 Max (Testbericht) erinnert und uns gut gefällt. Mit Abmessungen von 112 x 27 x 28 cm und einem Gewicht von nur 3,7 kg ist er dabei allerdings deutlich filigraner und wirkt nicht so monumental wie der genannte Konkurrent. Der oben positionierte Frischwasserbehälter fasst 800 ml, während der unten und von vorn entnehmbare Schmutzwasserbehälter 450 ml aufnehmen kann.
Unpraktisch ist die Positionierung des Displays. Weil der aufgeschraubte Frischwasserbehälter oben auf dem Korpus sitzt, ist die kleine Anzeige nicht wie bei den meisten Konkurrenten oben am Gerät untergebracht, sondern mittig vorn. Das macht ein einfaches Ablesen des Screens während der Nutzung nur schwer möglich, zumal der Inhalt auch nicht gedreht wird. Er ist nur dann richtig herum ablesbar, wenn man von vorne auf das Display schaut. Die Akkuanzeige wird aber ohnehin nur in einigen ungenauen Ring-Teilen rings um die kleine Anzeige angedeutet, sodass nur eine grobe Schätzung möglich ist. Der letzte Balken wird rot angezeigt, kurz darauf geht der Saugwischer aus.
Der Rest ist ähnlich wie bei der Konkurrenz. Die Wischrolle des Wischkopfes kommt auf der rechten Seite fast bis an den Rand, während auf der anderen Seite einige Zentimeter frei bleiben. LED-Licht am Wischkopf gibt es nicht.
Der Eureka New430 kombiniert Saugen und Wischen in einem Gerät – ein typischer Saugwischer eben. Die Saugleistung von 15.000 Pa sorgt dafür, dass feuchter und trockener Schmutz und Staub effektiv aufgenommen werden, während die Wischfunktion für eine gründliche Reinigung von Hartböden sorgt. Das funktionierte im Test sehr gut, zudem war das Wischergebnis sehr gleichmäßig. Nur hartnäckige Flecken bewältigt der Eureka New430 nicht optimal.
Positiv sticht das leichtgängige Handling hervor, das die Handhabung sehr einfach macht. Etwas schade finden wir das Fehlen von LED-Licht am Wischkopf. Wirklich unpraktisch ist die oben beschriebene Anordnung des Displays, es ist im Betrieb kaum einsehbar. Es zeigt den aktuellen Betriebsmodus und den Status des Geräts an. Die Bedienung ist intuitiv und ermöglicht eine schnelle Anpassung der Reinigungsmodi Turbo, Eco und Dry. Der Dry-Modus ist wie immer bei Saugwischern nicht zum Saugen von Teppichboden gedacht, sondern um Flüssigkeiten aufzusaugen.
Anders, aber nicht unpraktisch ist hingegen die Anbringung des Frischwasserbehälters. Er wird nicht wie bei der Konkurrenz eingelegt, sondern oben auf den Korpus des Gerätes aufgeschraubt. Zum Befüllen muss zudem ein Verschluss abgeschraubt werden. Getropft hat hier nichts.
Ein praktisches Merkmal des Eureka New430 ist die Selbstreinigungsfunktion. Nach jedem Einsatz weist das Gerät per englischer Sprachausgabe darauf hin, dass die Selbstreinigung aktiviert und der Abwassertank entleert werden muss. Einmal ausgelöst, reinigt sich die Bürstenwalze automatisch in der Basisstation. Anschließend erfolgt eine aktive Trocknung, allerdings nur mit kalter Luft. Dieser Vorgang ist relativ laut, uns hat er im gleichen Raum gestört.
Der kabellose Betrieb des Eureka New430 bietet maximale Flexibilität. Erreicht wird das durch einen Akku mit 2600 mAh, der eine Laufzeit von bis zu 17 Minuten im Turbo-Modus erlaubt. Im Eco-Modus ist erst nach 30 Minuten Schluss. Auffällig hier: Rein von der Geräuschkulisse ist der Turbomodus nicht viel stärker als der Ecomodus. Zudem sinkt die Frequenz des Motorgeräusches im Betrieb langsam immer weiter ab, entsprechend scheint die Leistung mit abnehmender Akkuladung leicht abzunehmen.
Das ist im Vergleich zur Konkurrenz etwas weniger, dürfte für die meisten Haushalte aber ausreichen. Die Ladezeit beträgt etwa 4 Stunden, was im Durchschnitt vergleichbarer Geräte liegt. Der benötigte Strom währenddessen beläuft sich auf etwa 0,1 kWh pro voller Ladung.
Mit einem Preis von rund 259 € bewegt sich der Eureka New430 in der mittleren Preisklasse. Zum Testzeitpunkt lag das Gerät preislich bei etwa 220 Euro.
Der Eureka New430 Cordless Wet Dry Cleaner erweist sich insgesamt als gutes Paket für die tägliche Bodenreinigung. Seine Stärken liegen in der guten Manövrierbarkeit und der ordentlichen Reinigungsleistung zum günstigen Preis. Für Haushalte mit überwiegend Hartböden und Haustieren bietet er eine zeitsparende Komplettlösung, allerdings gibt es auch einige Kritikpunkte. Dazu gehört das schlecht positionierte Display, das fehlende LED-Licht am Wischkopf und die laute Trocknung nur per Kaltluft.
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