Bereits im zarten Alter von fünf Jahren hatte Jonas seinen ersten PC und hat glücklicherweise noch die Zeit von Kassetten, CDs und Disketten miterlebt. Seitdem hat ihn Technik und der Spaß an Gadgets nicht mehr losgelassen. Angefangen hat er 2023 als Volontär bei TechStage, das 2024 in heise bestenlisten übergegangen ist. Seit 2025 ist er dort nun fest als Redakteur im Team tätig und allen voran Experte für Mini-PCs. Weiterhin testet er für allerlei PC-Zubehör, Saugroboter, Ladegeräte und Powerbanks. Privat ist er Vielleser, Bahn-Nerd und Musikliebhaber, wobei sein Musikgeschmack so vielfältig ist wie er selbst.
Top-Display und gute Kamera für nur 279 Euro: Das Xiaomi Redmi Note 13 Pro 5G bietet ein faires und starkes Gesamtpaket. Im Test zeigt sich, wie viel hinter den technischen Daten steckt.
Die Redmi-Note-Serie vom aufstrebenden Hersteller Xiaomi ist beliebt und steht seit Jahren für erstaunlich viel Ausstattung für wenig Geld. Hier ist auch das neue Redmi Note 13 Pro 5G keine Ausnahme, das 200-Megapixel-Kamera, OLED-Display mit 120 Hertz und ein schickes Gehäuse mitbringt. Im Preisbereich bis 300 Euro ist es derzeit das beste Smartphone. Der verwandte Bruder Redmi Note 13 Pro (ohne 5G) ist seit 15.05.2024 Testsieger in unserer Bestenliste der Smartphones bis 300 Euro. In diesem Testbericht beleuchten wir die Stärken und Schwächen der 5G-Version.
Günstigere Alternativen zeigen wir in unsere Top 10: Die besten Smartphones bis 200 Euro – viel Xiaomi, kein Samsung sowie Top 10: Die besten Smartphones bis 250 Euro – 12 GByte RAM, OLED und IP54.
Das Redmi Note 13 Pro 5G bietet für aktuell nur 279 Euro ein extrem gutes Gesamtpaket. Ein hervorragendes Display mit schneller Wiedergabe und hoher Helligkeit, gute Lautsprecher sowie eine gute Kamera sind nur einige der Plus-Punkte. Damit ist das Xiaomi-Smartphone für alle Sparfüchse geeignet, die möglichst viel fürs Geld haben möchten und bekommen hier das beste Smartphone bis 300 Euro.
Beim Gehäuse setzt Xiaomi auf eine Mischung aus matter Glasrückseite und kantigem Kunststoffrahmen auf der Seite. Die Rückseite zieht dennoch Fingerabdrücke an, die sich insbesondere gegen das Licht leicht erkennen lassen. Das Kameraelement steht in zwei Ebenen heraus. Zum einen sind die Linsen und der LED-Blitz in einer quadratischen Fläche hervorgehoben, die Linsen wiederum stehen in runden Elementen hervor – optisch erinnert uns das ein wenig an Herdplatten. Die Verarbeitung ist gut, die Übergänge sind schön umgesetzt. Das Gehäuse ist nach IP54 zertifiziert und damit vor Spritzwasser und Staub geschützt.
Der Bildschirm des Redmi Note 13 Pro 5G ist 6,67 Zoll groß und löst mit 2712 x 1220 Pixel auf, was einer Pixeldichte von 446 ppi (Pixel per inch) entspricht. Dabei kommt ein OLED-Panel zum Einsatz, das variabel eine Bildwiederholrate von 30 bis 120 Hertz unterstützt. Alternativ darf der Nutzer manuell festlegen, dass dauerhaft 60 oder 120 Hertz genutzt werden sollen – dazwischen gibt es dann aber nichts. Eine höhere Frequenz geht dabei zulasten der Akkulaufzeit. Sehr zufrieden sind wir mit der hohen Displayhelligkeit von bis zu 1800 cd/m² – beileibe keine Selbstverständlichkeit zu diesem Preis, auch wenn das nur kurz in Teilbereichen bei HDR-Inhalten passieren dürfte. Den Bildschirm schützt Gorilla Glas Victus.
Die Hauptkamera mit einer Blende von f/1.65 wird mit einer Auflösung von 200 Megapixel beworben. Durch sogenanntes Pixel-Binning kombiniert das Redmi mehrere Pixel zu einem großen zusammen, um Detailgrad und Auflösung zu erhöhen. Im Praxistest können die Fotos grundsätzlich überzeugen und liefern auf den ersten Blick ein stimmiges Gesamtbild. In den Details und den Farben fehlt es gerade bei etwas diffuserem Licht doch etwas an Details und Farbkraft – ein typisches Problem bei Mittelklasse-Smartphones.
Aber auch die Treffsicherheit des Autofokus ist bei Weitem nicht so hoch, wie beim von uns privat genutzten Pixel 8 Pro (Testbericht) – der Vergleich wäre wegen des Preisunterschieds aber auch nicht fair. Gleichwohl fallen uns gerade bei Nahaufnahmen kleinere Verwackler im Foto auf. Für ein Smartphone für unter 300 Euro sind die geknipsten Fotos insgesamt ordentlich, das Redmi liefert aber gerade tagsüber gute Ergebnisse. Der Nachtmodus schafft es, beleuchtete Flächen aufzuhellen und dort Details zu erhalten, an dunkleren Flächen gibt es aber deutliches Bildrauschen und Detailverlust. Bei Videoaufnahmen macht die optische Bildstabilisierung einen guten Job. Video sind maximal in 4K möglich, aber nur bei Full-HD kann man statt 30 FPS auch 60 FPS wählen.
Die Weitwinkel-Linse mit acht Megapixel und einer f/2.2-Blende hat ein großes Aufnahmefeld, es fehlt im Vergleich zur Hauptkamera aber an Details – gerade an den Rändern verlieren sich Details und Schärfe zusehends. Gerade feine Strukturen wie Blätter an Bäumen verwaschen etwas. Wie schon beim Poco X6 5G hätte Xiaomi sich die 2-Megapixel-Makrolinse besser sparen sollen und das Geld sinnvoller investieren können. Die Bildqualität ist schlicht unbrauchbar, zudem fehlt ein Autofokus. Die Selfie-Kamera mit 16 Megapixel in der Punch-Hole-Notch gefällt uns mit scharfen Aufnahmen – aber auch hier nur, solange es Tag ist. Im Hintergrund verlieren sich aber Details. Nutzen wir den hübschen Porträtmodus, kommt es insbesondere an Hals und Kleidung zu kleinen Fehlern beim Bokeh. Gerade Falten im Pullover überfordern die Software hier noch etwas, sodass sich kleinere Artefakte oder ausgesparte Fläche bemerken lassen.
Im Redmi Note 13 Pro 5G werkelt ein Snapdragon 7s Gen 2 von Qualcomm, der auf vier Kyro-Gold-Kerne mit maximal 2,4 GHz setzt sowie auf vier Kyro-Silver-Kerne mit 1,95 GHz. Als Grafik kommt eine Adreno 710 zum Einsatz. Das SoC ist dabei im Vergleich zum verwandten Redmi Note 13 Pro (ohne 5G) neben der Optik der größte Unterschied, denn dort findet sich ein Mediatek Helio G99.
Dazu gesellen sich hier entweder 8 GB Arbeitsspeicher oder gar 12 GB – je nachdem, ob man die kleinere Variante mit 256 GB internem Speicher (UFS 2.2) wählt oder die größere mit starken 512 GB. Im Benchmark Work 3.0 von PCmark erreicht das Smartphone Werte von etwa 12.130 Punkten. In Wild Life von 3Dmark sind es knapp 3040 Punkte, im Benchmark Wild Life Extreme rund 800 Punkte. Das sind sehr solide Ergebnisse, das Redmi Note 13 Pro 5G eignet sich damit auch zum Zocken, sofern man es mit den grafischen Details nicht übertreibt. So konnten wir im Test auch eine Runde PUBG Mobile in hohen Einstellungen spielen und haben keine Ruckler bemerkt.
Die integrierten Lautsprecher auf Ober- und Unterseite liefern ein solides, ansprechendes Klangbild. Zwar fehlt etwas Bass, doch die Speaker bleiben auch bei hoher Lautstärke (und ja, sie werden ordentlich laut) klar und verzerrungsfrei. Der Fingerabdrucksensor im Display arbeitet im Test jederzeit zuverlässig und ohne Verzögerung. Optional kann man eine Gesichtserkennung aktivieren, die aber nur zweidimensional und damit bedeutend unsicherer arbeitet.
Bemerkenswert ist der 3,5-mm-Klinkenanschluss, der inzwischen immer seltener eingebaut wird. Daneben findet sich der bekannte Infrarot-Port von Xiaomi. Für Ortungsdienste stehen GPS, Glonass, Beidou, Galileo sowie QZSS bereit. Mobil surft das Poco X6 zudem mit 5G, lokal verbindet man sich mit dem recht aktuellen Bluetooth 5.2. Nicht mehr auf dem neusten Stand ist hingegen Wi-Fi 5 – inzwischen kündigt sich bereits Generation Sieben an, sodass das Note 13 Pro 5G bereits drei Generationen zurückliegt. Typisch für die Preisklasse ist auch der nur mäßig schnelle USB-C-Port nach 2.0-Standard. Beim Thema SIM-Karte lassen insgesamt gleich zwei Stück einsetzen – eine davon physisch und die andere digital per eSIM.
Auf dem Redmi Note 13 Pro 5G kommt Android 14 zum Einsatz, zum Testzeitpunkt mit aktuellem Sicherheitspatch von Mai 2024. Xiaomi verspricht bis Januar 2028 Updates für das Smartphone auszuliefern, was insbesondere in diesem Preisbereich keine Selbstverständlichkeit ist.
Als Oberfläche setzt Xiaomi jetzt auf HyperOS statt auf MIUI. Das Design ist dabei sehr ähnlich, die Umgewöhnung sollte folglich leicht fallen. Das System kommt jedoch mit auffällig vielen Bloatware-Anwendungen, darunter zahlreiche Spiele. Zudem gibt es für Xiaomi typisch zahlreiche Werbeeinblendungen in System-Apps, wie der Sicherheits-Anwendung oder bei der Speicherbereinigung. Über die Systemeinstellungen lassen sich Bloatware deinstallieren und Werbeanzeigen ausblenden.
Dem Redmi Note 13 Pro 5G spendiert Xiaomi einen etwas größeren Akku als dem Xiaomi Redmi Note 13 Pro - 5100 mAh sind es nun statt 5000 mAh. Die Akkulaufzeit wird bei Videowiedergabe mit 15 Stunden beworben, unser Battery-Life-Test weist eine simulierte Laufzeit von knapp unter 11 Stunden aus. Das ist ein solider Wert, angesichts des vergleichsweise großen Akkus jedoch wenig beeindruckend. Damit reiht sich das Smartphone bei Modellen wie dem Xiaomi Poco X6 5G (Testbericht) ein und kommt locker über einen Tag. Zudem lädt es mit 67 Watt schnell und ist schon nach 15 Minuten wieder halb voll. Bis 100 Prozent dauert es insgesamt etwa 44 Minuten.
Das Redmi Note 13 Pro kostet aktuell in Schwarz und der kleinen Ausstattungsvariante mit 256 GB bei Amazon 279 Euro. Daneben gibt es eine Version mit 512 GB Speicher und 12 GB RAM ab 292 Euro, zu der wir aufgrund des geringen Preisunterschiedes bevorzugt greifen würden. Alle Speichervarianten sind in den Farben Midnight Black, Ocean Teal und Aurora Purple zu bekommen.
Eine gute Alternative in unserer Top 10: Die besten Smartphones bis 300 Euro ist das stark verwandte und nicht zu verwechselnde Xiaomi Redmi Note 13 Pro. Mit einem Mediatek Helio G99 und 512 GB Speicher kostet es 262 Euro. Alternativ bietet sich das Motorola Edge 40 (Testbericht) ab 294 Euro an sowie das Samsung Galaxy A35 (Testbericht) für 245 Euro. Ebenfalls spannend und recht ähnlich ist das Poco X6 (Testbericht) mit Snapdragon-Soc und 256 GB Speicher für 269 Euro.
Weitere Alternativen zeigen wir nachfolgend über unseren Preisvergleich.
Das Xiaomi Redmi Note 13 Pro 5G hat nicht nur einen langen Namen, sondern auch eine verdammt gute Ausstattung für unter 300 Euro. Nicht nur wissen Display, Ladegeschwindigkeit und die Verarbeitung zu gefallen, sondern auch die Speichergröße ist ein großes Plus für dieses Smartphone. Die Basisvariante bietet mit 256 GB direkt erstaunlich viel Speicher, für knapp 300 Euro gibt es aber auch schon 512 GB.
Die Alltagsleistung ist richtig gut und das verwendete Snapdragon-SoC lässt sogar das ein oder andere Spiel zu. Bemerkenswert sind die zugesagten vier Jahre an Updates für das Gerät. Die 200 Megapixel starke Hauptkamera macht vorrangig tagsüber wirklich gute Fotos. Die Makrolinse aber hätte sich der Hersteller besser sparen sollen. Insgesamt ein schönes Gesamtpaket zum mehr als fairen Preis.
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