Lukasz beschäftigt sich seit über 15 Jahren als Redakteur mit Smartphones, Apps, Gadgets und Content-Marketing. Seit 2021 arbeitet er für Heise Medien und ist derzeit leitender Redakteur bei Heise Bestenlisten. Der studierte Historiker aus Tübingen begeistert sich sonst für Fitness, Fußball, Fotografie sowie basslastige Musik.
Das Redmi Note 13 Pro+ 5G von Xiaomi bietet viel Hardware zum günstigen Preis. Neben einem hellen Display und einer 200-Megapixel-Kamera ist das Smartphone jetzt nach IP 68 wasserdicht. Mehr im Test.
Erneut packt Xiaomi beim Redmi Note 13 Pro+ 5G viel gute Technik in ein edles Gehäuse – zum vergleichsweise fairen Preis. Nahezu auf Flagship-Niveau sind etwa das Ladegerät, das helle Display oder die hochauflösende Kamera. Einiges hatte zwar schon der starke Vorgänger Redmi Note 12 Pro+ 5G in petto, das Plus-Modell in der 13. Generation beim Redmi Note ist jetzt erstmalig wasserdicht. Was das Smartphone alles bietet, zeigt dieser Testbericht.
Achtung: Bei diesem Test geht es ausschließlich um das Redmi Note 13 Pro+ 5G. Xiaomi bietet aus der Modellreihe zahlreiche weitere Varianten an, die sich technisch stark unterscheiden.
Eine der größten Stärken und Neuerungen ist das nach IP68 wasserdichte Gehäuse. Das ist in dieser Preisklasse abseits von Outdoor-Smartphones bisher nicht selbstverständlich. Überzeugend sind auch die Kamera mit 200 Megapixeln sowie das schicke Design und das extrem schnelle Ladegerät. Für einen Preis ab knapp 340 Euro bekommen Käufer stellenweise High-End-Features in einem Mittelklasse-Smartphone.
Die wohl wichtigste Neuerung beim Redmi Note 13 Pro+ 5G von Xiaomi ist die IP68-Zertifizierung. Damit ist das Smartphone wasserdicht. Bisher bietet Xiaomi diesen Schutz nur bei seinen High-End-Smartphones an. Das Handy übersteht damit den Aufenthalt in Süßwasser bis in eine Tiefe von einem Meter für rund 30 Minuten. Abgesehen von preiswerten Outdoor-Handys (Bestenliste) bieten nur wenige Smartphones in dieser Preisklasse ein Zertifikat für IP68.
Die Wasserdichtigkeit sieht man dem sonst edlen Gehäuse nicht an. Das Redmi Note 13 Pro+ 5G sieht sehr schick aus. Die Klavierlack-Optik verleiht dem Mobilgerät eine hochwertige Optik, ist allerdings anfällig für Fingerabdrücke. Sehr stabil wirkt es nicht, zum Glück liegt eine dunkelgraue Schutzhülle bei. Das Display ist an den Seiten gewölbt (2,5D). Das Redmi Note 13 Pro+ 5G gehört zu den größeren Smartphones und kann so kaum nur mit einer Hand bedient werden.
Eindrucksvoll beweist das Redmi Note 13 Pro+ 5G, wie gut ein Display in einem Mittelklasse-Smartphone sein kann. Die Anzeige mit stabilem Gorilla Glass misst in der Diagonale 6,67 Zoll und löst mit bis zu 2712 × 1220 Pixel auf (446 PPI). Es liefert damit eine messerscharfe und hervorragende Bildqualität ab. Für ein geschmeidiges Bild bei Animationen oder Spielen sorgt zudem die adaptive Bildwiederholrate von bis zu 120 Hz. Zudem ist der Bildschirm strahlend hell. Selbst bei Sonnenschein war es stets ablesbar. Xiaomi spricht hier von bis zu 1800 Nits – das ist für den Preis wirklich stark.
Das Xiaomi Redmi Note 13 Pro+ 5G bietet eine UVP von 499 Euro – mittlerweile bekommt man das Mittelklasse-Smartphone mit 256 GB ab 337 Euro und mit 512 GB für 380 Euro. Hier würden wir gleich zum größeren Speicher raten. Als Farben stehen Weiß, Schwarz und Lila zur Auswahl.
Etwas unübersichtlich ist es mit den vielen Varianten. Nur das Redmi Note 13 Pro+ 5G bietet IP68 und eine 200-Megapixel-Kamera. Das Note 13 Pro 5G ohne Plus ist nur nach IP54 zertifiziert, hat kein Curved Display und nutzt den etwas schwächeren Prozessor Snapdragon 7s Gen 2. Dafür ist es günstiger. Das Note 13 Pro kommt nur mit 4G und abermals schwächerem Prozessor aus.
Wie schon beim Vorgänger Redmi Note 12 Pro+ 5G (Testbericht) kommt erneut eine Hauptkamera mit stolzen 200 Megapixeln und optischer Bildstabilisierung (OIS) zum Einsatz. Damit gelingen hervorragende Aufnahmen bei Tageslicht, mit ausgeprägten Bilddetails und einem weiten Dynamikumfang. Die hohe Auflösung erlaubt auch ohne Telelinse einen gelungenen Zoom. Bis zu einer vierfachen Vergrößerungen weisen die Motive kaum Pixel auf.
Der Nachtmodus hellt Aufnahmen effektiv auf, die ebenfalls einen guten Eindruck hinterlassen, aber mit High-End-Smartphones nicht ganz mithalten können. Überzeugend ist auch die Frontkamera bei Selfies. Weniger der Rede wert sind die 08/15-Linsen für Weitwinkel (8 Megapixel) und Makroaufnahmen (2 Megapixel). Videos wirken stabil und sind mit bis zu 4K bei 30 Bildern pro Sekunde (FPS) möglich.
Als Antrieb dient ein Mediatek MT6886 Dimensity 7200. Zur Rakete macht der SoC das Redmi Note 13 Pro+ jetzt nicht, aber die Leistung ist für die meisten Einsatzzwecke mehr als ausreichend. Das System läuft geschmeidig und ohne nervige Denkpausen. Die adäquate Leistung belegt der Benchmark von PCmark mit 12000 Punkten, was auf dem gleichen Niveau liegt wie er Vorgänger. Etwas besser geworden ist die Grafikleistung, wie die 4200 Punkte beim Test „Wild Life“ von 3Dmark zeigen. Damit eignet sich das Redmi Note 13 Pro+ auch gut zum Spielen.
Gut bestückt ist das Handy beim Speicher: wahlweise 8/256 GB oder 12/512 GB können sich sehen lassen. Eine Speichererweiterung ist allerdings nicht möglich. Die übrige Ausstattung bietet alles, was ein Smartphone benötigt. Enttäuschend ist da nur der langsame Übertagungsstandard per Kabel mit USB-C 2.0
Das Testgerät lief zum Testzeitpunkt am 18. Februar 2024 mit Android 13 und der Bedienoberfläche MIUI 14.0.5. Der Sicherheits-Patch stammt aus Januar 2024. Demnächst löst Xiaomi seine alte Software durch Hyper OS auf Basis von Android 14 ab, ein Update sollte in Kürze folgen. Insgesamt sind für 4 Jahre Sicherheits-Updates geplant, es soll dabei drei große Android-Upgrades bis Version 16 geben. Das ist allerdings jeweils ein Jahr kürzer als etwa beim Xiaomi 13 (Testbericht).
Der Akku ist mit 5000 mAh recht großzügig bemessen, die Akkulaufzeit fällt im Battery Test von PCmark mit unter 10 Stunden aber weniger üppig aus. Allerdings hatten wir die adaptive Bildwiederholrate sowie Auflösung eingestellt, die für einen höheren Energieverbrauch sorgt. Das sollte zwar für einen Tag gut reichen, aber andere Konkurrenten kommen hier auf etwas längere Laufzeiten. Umso brutaler ist das Netzteil mit 120 Watt, damit ist das Handy in nur 30 Minuten aufgeladen. Bereits nach einer Viertelstunde ist der Akku halb voll. Kabelloses Laden gibt es aber nicht.
Das Redmi Note 13 Pro+ 5G bietet wie schon der Vorgänger viel für vergleichsweise wenig Geld. Das Display ist auf Flagship-Niveau, die Kamera mit 200 Megapixel schießt exzellente Bilder. Gut gefallen hat uns zudem das Design, endlich ist das Mittelklasse-Smartphone auch komplett wasserdicht. Dank 120 Watt ist das Handy in einer halben Stunde geladen. Wenger der Rede wert ist die Weitwinkel- und Makrolinse, die Akkulaufzeit könnte besser sein.
Affiliate-Information
Bei den mit gekennzeichneten Links handelt es sich um Provisions-Links (Affiliate-Links). Erfolgt über einen solchen Link eine Bestellung, erhält TechStage eine Provision. Für den Käufer entstehen dadurch keine Mehrkosten.