Die USB-C-Powerbank kombiniert einen 12.000-mAh-Akkus mit 1200-A-Starthilfe und einer mobilen Luftpumpe für Reifen und Bälle.
Wer kennt das nicht? In der kalten Jahreszeit springt der Motor nicht mehr an, da die Autobatterie zu schwach ist. Zudem nervt der Reifendrucksensor, an der Tankstelle ist aber der Luftkompressor mal wieder belegt oder defekt. Ein All-in-One-Gerät soll hier helfen: Die Xlayer Powerbank Off-Road 12.000 mAh vereint vier Funktionen in einem Gerät: Pumpen, Starthilfe, Licht und das Aufladen von USB-Geräten.
Von außen macht die Xlayer Powerbank Off-Road 12.000 mAh schon allein wegen ihres bulligen Gehäuses einen soliden Eindruck. Was steckt unter der Haube und hält das Gerät ab 90 Euro auch, was es verspricht?
Im Herzen des 1 kg schweren Geräts arbeitet ein Lithium-Polymer-Akku mit einer Kapazität von 44,4 Wh, was 12.000 mAh bei 3,7 Volt entspricht. Die Maße liegen bei 180 × 128 × 52 mm – ungewöhnlich dick für eine Powerbank, die sonst eher wie lang gezogene, flache Quader daher kommen. Die Xlayer Powerbank Off-Road 12.000 mAh erinnert von ihren Maßen eher an einen sehr dicken Taschenbuchroman.
Der unter einer Gummiklappe sicher vor Nässe verborgene USB-C-Port unterstützt laut Hersteller Power Delivery mit 100 W, sowohl beim Laden als auch Entladen.
Der Lieferumfang beinhaltet:
Die Spannungsversorgung ist äußerst flexibel:
Der zusätzliche USB-A-Anschluss bietet Quick Charge mit:
Die Leistung verringert sich, wenn die Ports beide gleichzeitig genutzt werden.
Die eingebaute Motorluftpumpe arbeitet in einem Druckbereich von 0,3 bis 10,35 bar. Unten an der Powerbank befindet sich ein kleiner Lüfter. Zur Ausstattung gehören außerdem eine kleine eingebaute LED-Taschenlampe mit SOS-Funktion und ein Display zur Druckanzeige sowie Knöpfe für die Luftpumpenfunktion.
In der Praxis ist das Gerät vielseitig. Die Starthilfe-Funktion ist für Benziner bis 6 l und Diesel bis 3,5 l Hubraum ausgelegt. Wir haben es mit einem 1,8-l-Benziner und schwacher Autobatterie ausprobiert, was problemlos funktionierte, obwohl die Powerbank von Xlayer sehr kalt war, weil sie vorher im Kofferraum lag. Das eingebaute Sicherheitssystem hilft dem Nutzer, zumindest rudimentär durch den Starthilfevorgang zu kommen, der auch in der beiliegenden deutschsprachigen Anleitung beschrieben wird:
Nach dem Anschluss des Starthilfekabels zeigt eine rot-grün blinkende LED zunächst die Bereitschaft der Powerbank. Die Verbindung mit der Autobatterie erfolgt über farbcodierte Klemmen – die rote Klemme wird am Pluspol, die schwarze am Minuspol der Autobatterie befestigt. Ein eingebautes Diagnosesystem überprüft laut Hersteller dabei automatisch die korrekte Verbindung: Eine durchgehend grüne LED signalisiert, dass das Fahrzeug nun gestartet werden kann.
Ist der Anschluss nicht korrekt, warnt das Gerät durch eine rot blinkende LED und einen Signalton. Dann sollte der Nutzer prüfen, ob die Polarität vertauscht wurde oder die Klemmen nicht fest sitzen. Der eigentliche Startvorgang muss innerhalb von 25 Sekunden erfolgen. Eine zusätzliche Schutzfunktion verhindert einen erneuten Startversuch innerhalb von 5 Sekunden, falls der erste Versuch fehlschlägt.
Das Aufpumpen mit dem eingebauten Kompressor ist zwar sehr laut, funktioniert dank des flexiblen Schlauchs aber problemlos, zumindest, wenn die Reifen-Ventile nahe am Boden sind. Sind die Ventile aufgrund der Reifenstellung vorrangig beim Auto ausgerechnet weit oben, muss die Powerbank bei großen Reifen wegen des kurzen Schlauchs womöglich hochgehalten werden – ein etwas längerer Schlauch wäre hier sinnvoller. Auch Fahrräder und sogar Bälle kann man aufpumpen. Schön sind die Voreinstellungen für Autoreifen, Bälle und Fahrradreifen, damit nichts schiefgeht.
Die Powerbank-Funktion unterstützt einige Schnelllade-Protokolle und lädt etwa Smartphones, Tablets und Notebooks. Das Laden funktioniert mit dem Gerät problemlos, wenngleich es uns mit dem beigelegten USB-C-Kabel nicht gelang, den Akku mit 100 W zu laden, sondern nur mit etwa 55 W.
Die integrierte LED-Beleuchtung bietet aufgrund ihrer geringen Leuchtkraft und mangelnden Fokussierung keine optimalen Voraussetzungen für Arbeiten im Motorraum. Da die Powerbank recht groß ist, lässt sie sich je nach Fahrzeugtyp im Motorraum auch nicht besonders leicht abstellen.
Mit 90 Euro bei Otto und weiteren Händlern bewegt sich die Xlayer Powerbank Off-Road 12.000 mAh im oberen Preissegment für Pannen-Akkus.
Die Xlayer Powerbank Off-Road 12.000 mAh überzeugt im mobilen Einsatz. Die Kombination aus Akku, Starthilfe und Kompressor rechtfertigt den Preis von 130 Euro unserer Meinung nach trotzdem nicht ganz, weil es schon deutlich günstigere Alternativen gibt. Aber die umfangreichen Sicherheitsfunktionen, die hohe Ladegeschwindigkeit und die qualitativ hochwertige Verarbeitung gibt es bei der Billig-Konkurrenz allerdings nicht. Besonders positiv fallen die eingebauten Voreinstellungen des Kompressors für diverse Anwendungszwecke auf.
Die Wermutstropfen sind die nicht erreichte Ladeleistung von 100 W, das relativ hohe Gewicht und die Notwendigkeit einer Wartungsladung alle drei Monate.
Affiliate-Information
Bei den mit gekennzeichneten Links handelt es sich um Provisions-Links (Affiliate-Links). Erfolgt über einen solchen Link eine Bestellung, erhält TechStage eine Provision. Für den Käufer entstehen dadurch keine Mehrkosten.