Lukasz beschäftigt sich seit über 15 Jahren als Redakteur mit Smartphones, Apps, Gadgets und Content-Marketing. Seit 2021 arbeitet er für Heise Medien und ist derzeit leitender Redakteur bei Heise Bestenlisten. Der studierte Historiker aus Tübingen begeistert sich sonst für Fitness, Fußball, Fotografie sowie basslastige Musik.
Tablets mit Android sind echte Multitalente, die Bandbreite an Geräten ist jedoch groß, was Leistung und Ausstattung angeht. Wir zeigen die besten Android-Tablets.
Tablets mit dem Betriebssystem Android gibt es in einer großen preislichen Spanne. Geht es allein um Top-Geräte unter den Tablet-PCs, dann dominiert hier Apples iPad nach wie vor. Laut Statista hatte das iPad Ende 2022 weltweit einen Marktanteil von fast 50 Prozent. Zudem sind die Geräte inzwischen auch bezahlbar. Das neue iPad 11 gibt es aktuell zum Tiefstpreis für 342 Euro (Aktion leider abgelaufen).
Richtige Top-Geräte mit Android-Betriebssystem sind eher rar gesät. Die Masse der Modelle will günstig sein und kann entsprechend technisch nicht mit einem aktuellen iPad mithalten, schon gar nicht mit dem iPad Pro. Aber es gibt einige Ausnahmen, die wir in dieser Bestenliste zeigen.
Android-Tablets bieten sich für unzählige Nutzungsszenarien an. Sie eignen sich hervorragend zur Unterhaltung, um auf der Couch oder unterwegs Videos, Filme oder Serien anzusehen, Musik abzuspielen oder zum Zocken von Spielen mit aufwendiger Grafik. Für produktive Aufgaben wie E-Mails, Erstellung von Dokumenten und Pflege von Kalendereinträgen bieten sie deutlich mehr Bildschirmfläche als Smartphones, auch wenn sie nicht den Komfort eines Laptops haben. In Verbindung mit einem Stift sind sie dann aber deutlich besser für kreative Apps zur Bildbearbeitung oder zum Zeichnen geeignet.
Die Größe der hier gezeigten Android-Tablets reicht von 10,9 Zoll bis zu brachialen 14,6 Zoll. Ähnlich wie bei Smartphones geht auch bei Tablets der Trend zu immer größeren Bildschirmen. 11 Zoll ist das „neue 10 Zoll“. Bei 12,4 Zoll ist aber lange nicht Schluss.
Günstige Alternativen zeigen wir zudem in der Top 10: Das beste günstige Tablet bis 300 Euro – Xiaomi ist Testsieger
Unser Testsieger ist das Samsung Galaxy Tab S10+ für 809 Euro. Es bietet das beste Display mit OLED-Technologie sowie enorm viel Leistung. Wer noch mehr Bildschirmfläche will, greift zum Tab S10 Ultra ab 903 Euro. Preis-Leistungs-Sieger ist das Honor Magic Pad 2 ab 407 Euro mit OLED. Ein echtes Schnäppchen ist das Xiaomi Pad 7 für rund 287 Euro.
Die folgende Top 10 zeigt die unserer Meinung nach besten Tablets mit Android. Neben technischen Features berücksichtigen wir auch das Preis-Leistungs-Verhältnis. Diese Liste wird von uns regelmäßig gepflegt und überarbeitet. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung stellt sie eine Momentaufnahme dar und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. So können Preise bereits nach wenigen Stunden variieren.
Beim Samsung Galaxy Tab S10+ handelt es sich um ein exzellentes Tablet – in Kombination mit dem langen Software-Support, dem flotten Prozessor und wasserdichtem Gehäuse ist es derzeit für uns die erste Wahl im Android-Kosmos. Der Mediatek-Chip muss sich vor dem Snapdragon 8 Gen 3 nicht verstecken. Verarbeitung und Display sind exzellent.
Das Wi-Fi-Modell mit 256 GB kostet 777 Euro. Mit 512 GB sind es 829 Euro. Die 5G-Ausführung mit 256 GB startet bei 899 Euro oder mit 512 GB bei 908 Euro.
Das Honor Magic Pad 2 bietet ein beeindruckendes OLED-Display mit brillanter Bildqualität und hoher Helligkeit – eine Seltenheit in dieser Preisklasse. Der leistungsstarke Prozessor und das edle, ultradünne Design mit schmalen Display-Rändern runden das Paket ab. Zwar gibt es Einschränkungen wie USB-C 2.0, doch mit einem Preis von 400 Euro ist es der Preis-Leistungs-Sieger unter den Tablets.
Die vielleicht größte Schwäche von Android-Tablets gegenüber dem iPad ist die Leistung der Prozessoren. Bei Top-Modellen sieht das aber anders aus. Die größte Performance bietet das Galaxy Tab S10+ sowie Redmagic Nova. Dahinter folgen die Geräte der Galaxy-Tab-S9-Reihe sowie das Xiaomi Pad 6S Pro mit Snapdragon 8 Gen 2. Das übrige Feld nutzt hier im Vergleich zu Apple weniger starke Octa-Core-Chips wie den Mediatek Kompanio 1300T. Die Leistung reicht hier aus von einer einfachen App hin zu einem ansprechenden Spiel.
Weniger als 128 GB interner Speicher und 6 GB RAM können wir nicht empfehlen. Der Arbeitsspeicher der Geräte dieser Bestenliste reicht von 6 bis 12 GB. Wir raten zudem zu Tablets zu greifen, die Wi-Fi 6 fürs schnelle Surfen durchs heimische WLAN-Netzwerk anbieten. Wer mobil surfen will, kann zu einem Gerät mit LTE oder gar 5G greifen. Doch nicht alle Modelle gibt es in einer entsprechenden Variante.
OLED und LCD sind zwei gängige Display-Technologien bei Tablets. OLED bietet tiefere Schwarztöne und lebendigere Farben, da jedes Pixel individuell leuchtet. Es hat bessere Kontraste und Energieeffizienz, ist jedoch anfälliger für Einbrennen und teurer. LCD nutzt eine Hintergrundbeleuchtung und bietet weniger Kontrast, ist aber robuster, langlebiger und günstiger. Die Wahl hängt von den individuellen Prioritäten wie Bildqualität und Budget ab.
Immer mehr Tablets bieten einen Touchscreen mit Bildwiederholraten von 90, 120 oder gar 144 Hz an. Wer gerne viele Spiele spielt, greift lieber zur Variante mit mindestens 120 Hz. Geht es vor allem nur um Medienkonsum, reicht zur Not auch ein Gerät mit 60 Hz. Full-HD-Auflösungen gehören schon in der Mittelklasse zum Standard, die Tendenz geht in Richtung 3K. Wer genervt ist von spiegelnden Displays, sollte einen Blick auf das Lenovo Tab P12 with Matte Display werfen.
Bei einem Tablet halten wir die Kamera für zu vernachlässigen. Im hochpreisigen Bereich kommen aber mittlerweile auch ziemlich gute Kameras zum Einsatz, insbesondere beim Galaxy Tab S10+ oder der Tab-S9-Reihe. Android-Tablets unter 500 Euro bieten hingegen nur eher einfache Linsen. Aber wer würde auch ernsthaft mit einem Tablet auf Fotosafari gehen wollen?
Nicht zu unterschätzen ist die Akkulaufzeit. Größere Tablets bieten meistens auch einen größeren Akku. In der Regel halten die Geräte damit mindestens sieben bis acht Stunden bei Dauernutzung durch. Geht es nur um Websurfen, dann sollten die Tablet-PCs auch locker zwölf Stunden durchhalten, bei reinem Video-Streaming sogar länger.
Die meisten der hier gezeigten Geräte kommen bereits mit Android 14 zum Kunden. Viele Hersteller behandeln das Thema Android-Updates bei Tablets sehr stiefmütterlich. Eine Ausnahme ist hier Samsung. Die Modelle der Tab-S10-Reihe bekommen Android-Updates für sieben Jahre, und bei der S9-Reihe sind es immerhin fünf Jahre. Sicherheits-Patches gibt es für bis zu fünf Jahre quartalsweise. Ähnlich gut sieht es bei Google aus. Lenovo und Xiaomi sind hier deutlich zurückhaltender. Mehr als zwei Android-Versionen sind selten drin, maximal gibt es Sicherheits-Patches für drei bis vier Jahre.
Wer ein Top-Tablet mit Android sucht, muss für ein aktuelles Samsung Galaxy Tab S10+ knapp über 800 Euro einplanen. Etwas günstiger wird es beim Vorgänger Samsung Galaxy Tab S9+ ab 760 Euro. Hier bekommt man schnelle Prozessoren, IP68 und exzellente OLED-Displays. Für die Ultra-Varianten mit gigantischem 14,6-Zoll-Bildschirm sind dann schon vierstellige Summen fällig. Für knapp 450 Euro bekommt man mit dem Samsung Galaxy Tab S10 FE sowie dem größeren Tab S10 FE+ für unter 600 Euro eine abgespeckte Variante des Top-Tablets.
Wer bereit ist, kleine Abstriche zu machen, erhält für 581 Euro gute Geräte wie das Xiaomi 6S Pro. Hier kommt ein LCD zum Einsatz, aber die übrige Technologie ist top. Mit dem Honor Magic Pad 2 bekommt man bereits OLED für 407 Euro. Viel Leistung für wenig Geld und ein gutes LCD bietet zudem das Xiaomi Pad 7 rund 287 Euro.
Wie schon bei Smartphones ist Samsung auch bei Tablets mit Android das Maß aller Dinge. Auf dem ersten Platz steht aufgrund der hervorragenden Verarbeitung und Top-Ausstattung sowie langjähriger Software-Updates das Galaxy Tab S10+. Allerdings sind hier echte Neuerungen kaum zu finden, der Preis ist recht hoch. Wer es richtig groß mag, sollte sich das Tab S10 Ultra ansehen. Eine gute Alternative ist ferner das Honor Magic Pad 2. Preis-Leistungs-Sieger ist das Xiaomi Pad 7.
Samsung setzt beim Galaxy Tab S10+ auf starke Leistung, lange Updates und ein wasserdichtes Gehäuse. Echte Neuerungen gibt es aber wenig. Mehr im Test.
Samsung setzt beim Galaxy Tab S10+ auf starke Leistung, lange Updates und ein wasserdichtes Gehäuse. Echte Neuerungen gibt es aber wenig. Mehr im Test.
Beim neuen Tablet-Flagship sorgen die Koreaner für eine Änderung: Künftig gibt es nur zwei Varianten des High-End-Tablets: Das Plus-Modell mit 12,4 Zoll, welches wir hier testen, sowie das wuchtige Galaxy Tab S10 Ultra mit üppigen 14,6 Zoll in der Diagonale. Ein kleines Modell mit 11 Zoll als Nachfolger des Galaxy Tab S9 wird es mangels Nachfrage künftig nicht mehr geben.
Wie schon der Vorgänger ist das Galaxy Tab S10+ ebenfalls nach IP68 wasserdicht – was noch Seltenheitswert bei Tablets hat. Neue Wege geht Samsung beim Prozessor: Statt eines Chips von Qualcomm oder eines Prozessors aus eigener Fertigung kommt der Mediatek Dimensity 9300+ zum Einsatz. Ob mit dem Galaxy Tab S10+ wieder ein großer Wurf gelungen oder ein Downgrade zu befürchten ist, offenbart dieser Testbericht.
Optisch ist das Galaxy Tab S10+ kaum vom Vorgänger Galaxy Tab S9+ zu unterscheiden. Das gilt auch für die fast identischen Abmessungen von 285,4 × 5,6 × 185,4 mm. Beim Gewicht hat es mit 571 g um etwa 10 g abgespeckt. Design und Verarbeitung des Unibody-Gehäuses aus Aluminium sind erneut tadellos und das Material wirkt äußerst hochwertig. Dank IP68 übersteht das Tablet auch ein Missgeschick mit Wasser oder bei der Nutzung in der Badewanne. Aber Vorsicht: Samsung deckt in der Garantie trotzdem keine Wasserschäden ab.
Neu sind die Ringe rund um die Kameralinsen, wie man diese von den Smartphones der Galaxy-S-24-Reihe her kennt. Der mitgelieferte S Pen haftet wieder magnetisch auf der Rückseite auf Höhe der Kamera. Der Bereich für den Stylus ist optisch stark vom Rest abgehoben durch eine deutlich hellere Färbung – was die Befestigung erleichtert. Ideal ist diese Methode der Befestigung dennoch nicht, sodass Gefahr besteht, den Stift beim Transport zu verlieren. Hilfreich ist hier die optional erhältliche Schutzhülle Samsung EF-BX810 Smart Book Cover (Preisvergleich), die in einer Abdeckung den Stift auf der Rückseite fixiert.
Wenig Neues gibt es beim Display. Die Auflösung von 2800 × 1752 Pixeln im Format 8:5 liefert eine knackscharfe Anzeige bei 266 PPI. Farbgebung, Kontraste und Blickwinkelstabilität sind über jeden Zweifel erhaben. Für ein geschmeidiges Bild sorgen 120 Hz.
Die Anzeige ist mit bis zu 600 Nits zwar hell genug, um auch im Freien noch ablesbar zu sein. Allerdings bietet im Vergleich dazu das Ultra-Modell mit fast 1000 Nits ein deutlich helleres Display. Aktuelle Top-Tablets von Honor oder Huawei bieten zudem deutlich hellere Bildschirme. Neu ist eine Antireflexionsbeschichtung, diese schwächt Spiegelungen spürbar ab – auch wenn diese noch immer klar zu erkennen sind. Für zukünftige Modelle könnte Samsung über eine matte Variante nachdenken. Huawei und Lenovo bieten bereits Tablets mit solchen Bildschirmen an.
Das Setup entspricht weitgehend dem Vorgänger: Eine Selfie-Kamera mit 12 Megapixeln sowie eine Dual-Kamera mit 13 Megapixeln sowie 8 Megapixeln für Ultraweitwinkel. Videos sind mit bis zu 4K bei 30 FPS möglich. Die Bildqualität der Aufnahmen ist bei Tageslicht gut, die Ultraweitwinkellinse weicht bei Farben und Lichtempfindlichkeit stärker von der Hauptlinse ab.
Wir waren anfangs skeptisch bei der Prozessorwahl. Bislang setzte Samsung auf Top-Chips von Qualcomm. Beim Galaxy Tab S10+ kommt jetzt aber ein Mediatek Dimensity 9300+ zum Einsatz. Bei den Benchmarks erlebten wir eine positive Überraschung: Der Chipsatz kann mit dem Snapdragon 8 Gen 3 weitgehend mithalten. Bei PCmark zeigt er sich mit 15.700 Punkten zwar nicht ganz so stark, aber bei 3Dmark „Wild Life Extreme“ kommt das Tab S10+ auf einen Top-Wert von 5300 Punkten.
Die übrige Ausstattung ist wie gewohnt top: 12 GB RAM, 256 GB oder 512 GB interner Speicher, USB-C 3.2 samt Displayport, Bluetooth 5.3 und Wi-Fi 6E – wobei das Ultra-Modell sogar Wi-Fi 7 unterstützt. Warum Samsung das nicht auch dem Plus-Modell spendiert, verstehen wir nicht. Wem der Speicher nicht reicht, kann diesen per microSD-Karte erweitern. Dazu kommt ein Kompass und Ortung via Glonass, Galileo, Beidou, QZSS und GPS. Der Klang der Lautsprecher ist wieder hervorragend, der Fingerabdruckscanner im Display arbeitet flott.
Ausgeliefert wird das Tab S10+ noch mit Android 14 sowie der Samsung-Bedienoberfläche One UI 6.1.1. Software-Updates gibt es jetzt für sieben Jahre, wenn auch nur quartalsweise und nicht monatlich wie bei den Smartphones der S24-Reihe. Zum Testzeitpunkt war der Patch aus dem November noch hinreichend aktuell. Sämtliche Galaxy-AI-Features stehen zur Verfügung. Ferner können Nutzer eine Multi-Windows-Funktion verwenden, um etwa zwei Apps gleichzeitig anzeigen zu lassen per Splitscreen. Zudem ist es für Familien möglich, mehrere Konten einzurichten.
Im großen Gehäuse steckt erneut ein üppiger Akku mit 10.900 mAh. Allerdings stellt die Akkulaufzeit keine Rekorde auf und befindet sich mit rund 7 Stunden im „Battery Test“ von PCmark auf einem eher mäßigen Niveau wie der Vorgänger. Der OLED-Bildschirm scheint hier gepaart mit Lücken bei der Effizienz des Prozessors ein möglicher Grund dafür. Zum Vergleich: Das Galaxy Tab S9 FE kommt auf deutlich längere Laufzeiten bei dem Test. Ein Netzteil liegt nicht bei, das Gerät unterstützt Laden mit bis zu 45 Watt. Ein Ladevorgang dauert damit knapp zwei Stunden.
Das Samsung Galaxy Tab S10+ startet mit einer stolzen UVP bei 1119 Euro. Mit 512 GB liegt die UVP sogar bei 1239 Euro, mit 5G kommen nochmals 150 Euro hinzu. Das Wi-Fi-Modell mit 256 GB bekommt man mittlerweile ab 777 Euro. Mit 512 GB geht es bei 816 Euro los. Die 5G-Ausführung mit 256 GB startet bei 840 Euro (Code: POWEREBAY5) oder mit 512 GB bei 918 Euro. Als Farben stehen Silber (Platinum Silver) oder Dunkelgrau (Moonstone Gray) zur Auswahl.
Beim Samsung Galaxy Tab S10+ handelt es sich erneut um ein exzellentes Tablet – in Kombination mit dem langen Software-Support, dem flotten Prozessor und wasserdichtem Gehäuse ist es derzeit für uns die erste Wahl im Android-Kosmos. Allerdings ist der Preis für das Gebotene sehr hoch. Es scheint fast so, als würde sich Samsung hier auf seinen Lorbeeren ausruhen. So ist die Helligkeit des Displays nicht mehr auf Top-Niveau und wird von der chinesischen Konkurrenz mittlerweile überboten. Die Akkulaufzeit setzt jetzt auch keine neuen Maßstäbe. Beim Nachfolger sollten sich die Koreaner definitiv mehr ins Zeug legen.
Das größte und beste Android-Tablet von 2024 ist das Samsung Galaxy Tab S10 Ultra – sofern man sich nicht erschlagen fühlt. Was das Premium-Gerät bietet, zeigt der Test.
Das größte und beste Android-Tablet von 2024 ist das Samsung Galaxy Tab S10 Ultra – sofern man sich nicht erschlagen fühlt. Was das Premium-Gerät bietet, zeigt der Test.
Das Galaxy Tab S10 Ultra ist Samsungs neues High-End-Tablet. Wem selbst das Galaxy Tab S10+ zu klein ist, erhält hier ein gewaltiges 14,6-Zoll-OLED-Display mit brillanter Bildqualität. Das macht das Tablet ideal zum Streaming auf der Couch oder im Bett sowie für mobiles Arbeiten mit viel Bildschirmfläche.
Allerdings ist es auch groß wie ein halber Laptop. Die Größe hat ihren Preis – nicht nur finanziell. Mit seinen Abmessungen ist das Tab S10 Ultra alles andere als handlich und passt kaum in eine normale Tasche. Unser Test zeigt, ob das Tablet seinen „Ultra“-Anspruch wirklich erfüllt.
Das Galaxy Tab S10 Ultra ist gigantisch, extrem flach und hochwertig verarbeitet. Mit nur 5,4 mm Gehäusedicke ist es schlanker als ein iPad Air, während das Aluminium-Gehäuse für ausreichend Stabilität sorgt. Die Verarbeitung ist tadellos und kommt ohne unsaubere Übergänge aus. Trotz der gewaltigen Maße von 326 × 209 mm liegt es besser in der Hand, als das Gewicht von 718 g vermuten lässt.
Das 14,6-Zoll-OLED-Display dominiert die Front und besticht durch schmale Ränder. Vorn gibt es weiterhin eine Notch für die beiden Frontkameras, die das Erlebnis jedoch nicht allzu sehr stört – auch wenn es ohne sie schöner wäre. Grund dafür ist der schmale Display-Rand. Die Kameralinsen auf der Rückseite sind von auffälligen Metallringen eingefasst, ähnlich wie bei den Smartphones der Galaxy-S-Reihe. Der S Pen haftet magnetisch auf einem markant abgesetzten Bereich auf der Rückseite, doch die Befestigung ist nicht ideal, sodass der Stift leicht verloren gehen kann.
Der Power-Button, die Lautstärkewippe und der microSD-/SIM-Slot sind an der langen Oberkante untergebracht. Rechts sitzt der USB-C-Anschluss, während vier weit auseinander platzierte Lautsprecher für klaren Stereoklang sorgen. Über Pogo-Pins an der Unterseite lässt sich eine Tastatur anschließen – die man allerdings separat kaufen muss.
Ein echtes Upgrade ist der IP68-Schutz gegen Staub und Wasser, sodass das Tablet auch ein Missgeschick in der Badewanne übersteht. Doch Vorsicht: Wasserschäden deckt die Garantie von Samsung trotzdem nicht ab.
Samsung setzt beim Display des Galaxy Tab S10 Ultra auf Bewährtes. Die Auflösung von 2960 × 1848 Pixeln im 8:5-Format sorgt mit 239 PPI für eine scharfe Darstellung. Die Bildqualität ist über jeden Zweifel erhaben. Farben, Kontraste und Blickwinkelstabilität sind erstklassig, während die 120-Hz-Bildwiederholrate für eine flüssige Darstellung sorgt.
Mit einer maximalen Helligkeit von rund 900 Nits laut Hersteller ist das Display auch draußen gut ablesbar. Das ist deutlich mehr als etwa beim Galaxy Tab S10+. Neu ist wie schon beim Galaxy Tab S10+ die Antireflexbeschichtung, die Spiegelungen spürbar reduziert, wenn auch nicht vollständig eliminiert. Eine matte Display-Variante, wie sie Huawei und Lenovo bereits anbieten, könnte eine interessante Option für kommende Generationen sein.
Das Samsung Galaxy Tab S10 Ultra bietet wie schon der Vorgänger mit insgesamt vier Kameras eine für Tablets ungewöhnliche Ausstattung. Auf der Rückseite sitzen eine 13-Megapixel-Hauptkamera (f/2.0) und eine 8-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera (f/2.2). Die Front beherbergt zwei 12-Megapixel-Sensoren (beide f/2.4) für Weit- und Ultraweitwinkelaufnahmen.
Die Hauptkamera liefert Ergebnisse auf dem Niveau eines guten Mittelklasse-Smartphones: natürliche Farben, ordentliche Schärfe und eine akzeptable Dynamik. Für professionelle Fotografie ist sie nicht gedacht, reicht aber für Schnappschüsse oder das Abfotografieren von Dokumenten.
Die beiden Frontkameras punkten vorwiegend bei Videotelefonie. Dank des großen Displays und der Ultraweitwinkeloption bleiben auch mehrere Personen im Bild. Die Qualität ist bei gutem Licht solide, allerdings sind Videoaufnahmen auf Ultra-HD mit 30 Bildern pro Sekunde begrenzt – 60 FPS wären für flüssigere Bewegungen wünschenswert.
Insgesamt bleibt die Kameraausstattung ein nettes Extra, aber kein Kaufargument – schließlich nutzt kaum jemand ein 14,6-Zoll-Tablet zum Fotografieren und Filmen.
Bisher setzte Samsung bei seinen High-End-Tablets auf Qualcomm-Chips, doch beim Galaxy Tab S10 Ultra kommt nun ein MediaTek Dimensity 9300+ zum Einsatz. In den Benchmarks zeigte sich jedoch eine positive Überraschung: Der Chip hält weitgehend mit dem Snapdragon 8 Gen 3 mit. Im PCmark erreicht er solide 17.000 Punkte, während er im Grafikbenchmark 3Dmark „Wild Life Extreme“ mit 5300 Punkten sowie bei „Solar Bay“ mit 8200 Punkten glänzt.
Auch die restliche Ausstattung ist erstklassig: 12 GB RAM bei internem Speicher von 256 oder 512 GB sowie 16 GB RAM bei 1 TB. Dazu kommen USB-C 3.2 mit Displayport, Bluetooth 5.3 und Wifi 7. Der Speicher lässt sich per microSD erweitern, und bei der Ortung unterstützt das Tablet GPS, Glonass, Galileo, Beidou und QZSS. Der Klang der vier Lautsprecher bleibt hervorragend. Ferner reagiert der im Display integrierte Fingerabdruckscanner zuverlässig und schnell.
Der S Pen bleibt ein Highlight: Neben Notizen und Zeichnungen ermöglicht er Screenshots, Gestensteuerung und sogar KI-gestützte Skizzen. Er lädt magnetisch auf der Rückseite.
Das Galaxy Tab S10 Ultra läuft mit One UI 6.1.1 noch auf Basis von Android 14. Ein Update auf One UI 7 mit Android 15 soll schrittweise ab April 2025 folgen, wie die Kollegen aus dem Newsroom berichtet haben.
One UI bietet zahlreiche Anpassungsmöglichkeiten. Multitasking läuft auf dem großen Display reibungslos, und der DeX-Modus verwandelt Android in eine PC-ähnliche Oberfläche – ideal für produktives Arbeiten mit Tastatur und Maus. Zudem unterstützt das Tablet Multi-Window für Splitscreen-Multitasking und die Einrichtung mehrerer Nutzerkonten, was es besonders familienfreundlich macht.
Samsung garantiert sieben Jahre Updates, allerdings kommen Sicherheits-Patches nur quartalsweise statt monatlich. Android-Updates werden ebenfalls langsamer ausgerollt. Zum Testzeitpunkt im März war der Patch aus Februar noch aktuell. Alle Galaxy-AI-Funktionen sind an Bord – besonders kreativ ist die KI-gestützte Zeichenfunktion: Sie verwandelt „Skizze zu Bild“ einfache Kritzeleien mit dem S Pen in digitale Kunstwerke im Aquarell- oder Cartoon-Stil.
Der Li-Ionen-Akku mit 11.200 mAh hält solide acht Stunden beim Battery Test von PCmark durch. Das ist nicht rekordverdächtig, geht aber für ein Tablet in Ordnung. Bei der Videowiedergabe läuft das große Tablet auch länger. Geladen wird über USB-C mit maximal 45 Watt, eine volle Ladung dauert rund anderthalb Stunden. Kabelloses Laden gibt es aber nicht.
Das Samsung Galaxy Tab S10 Ultra ist ein teurer Spaß. Die UVP für das Modell mit 12/256 GB liegt bei stolzen 1189 Euro. Knapp ein halbes Jahr nach der Veröffentlichung ist der Preis nun spürbar gesunken. Das Modell mit 256 GB bekommt man ab 799 Euro. Mit 512 GB geht es bereits bei 1030 Euro los. Das Modell mit 1 TB kostet 1200 Euro.
Das Modell mit 5G und 256 GB kostet 899 Euro, mit 512 GB rund 1100 Euro und das Top-Modell mit 1 TB und Mobilfunk liegt bei brutalen 1495 Euro.
Wer ein besonders großes Android-Tablet mit einem möglichst großen Display, viel Leistung und einem exzellenten OLED-Display sucht, wird beim Samsung Galaxy Tab S10 Ultra fündig. Auch mit dem MediaTek-Chip bietet das Tablet starke Leistung für Gaming und Unterhaltung. Der Bildschirm ist hell genug, um auch im Freien noch ablesbar zu sein. Dank einer speziellen Beschichtung sind Reflexionen weniger stark sichtbar. Zudem gibt es sieben Jahre Software-Updates.
Allerdings ist das große Tablet aufgrund der Abmessungen ziemlich wuchtig und so nicht immer einfach in einer Tasche zu transportieren. Zudem fehlt noch Android 15, auch wenn ein Update ab April erwartet wird. Der Unterschied zum Vorgänger, dem Galaxy Tab S9 Ultra, fällt nur sehr gering aus.
Ein großes Tablet mit OLED-Bildschirm für unter 500 Euro? Das Honor Magic Pad 2 scheint ein echtes Schnäppchen zu sein. Ob es einen Haken gibt, zeigt der Test.
Ein großes Tablet mit OLED-Bildschirm für unter 500 Euro? Das Honor Magic Pad 2 scheint ein echtes Schnäppchen zu sein. Ob es einen Haken gibt, zeigt der Test.
Lange Zeit gab es das Magic Pad 2 von Honor nur in China, seit Ende des letzten Jahres wird es aber auch in Europa angeboten. Größte Auffälligkeit: Das 12,3-Zoll-Tablet bietet ein OLED-Display für einen Preis von unter 500 Euro. In der Preisklasse gibt es diese Display-Technologie abseits von alten Modellen kaum zu finden. Auch ein Blick auf die Hardware lässt einiges erhoffen. Ob das Magic Pad 2 ein echter Geheimtipp ist oder doch nur eine Mogelpackung, zeigen wir in diesem Test.
Das Honor Magic Pad 2 bietet ein elegantes Design und eine hochwertige Verarbeitung. Es setzt wie die meisten Premium-Tablets auf ein kantig geformtes Gehäuse aus Aluminium. Als Farbe steht Schwarz oder Weiß zur Auswahl. Ein IP-Rating besitzt das Magic Pad 2 aber nicht, hier ist Vorsicht angesagt im Umgang mit Flüssigkeiten.
Trotz seiner Größe ist das Magic Pad 2 mit 555 g vergleichsweise leicht und mit 5,8 mm ziemlich dünn. Mit Abmessungen von 274,5 × 180,5 mm fällt es etwas kompakter aus als ein Samsung Galaxy Tab S10+, obwohl beide fast gleich große Displays haben. Es ist rund 10 mm schmaler und 5 mm niedriger. Das Kameramodul auf der Rückseite steht etwas hervor, stört aber kaum.
Das größte Highlight des Magic Pad 2 ist das OLED-Display. Die Bildschirmränder sind hauchdünn, womit das Gerät sehr viel Fläche für den Bildschirm bietet. Das Seitenverhältnis beträgt 5:3. Ziemlich üppig ist die messerscharfe Auflösung von 3000 × 1920 Pixeln bei 290 PPI, die sogar das Galaxy Tab S10+ übertrifft. Spitze ist auch die maximale Bildwiederholrate von bis zu 144 Hz, die sich dynamisch anpasst – oder auf Wunsch manuell festgelegt werden kann.
Die Bildqualität überzeugt auf ganzer Linie mit einer hohen Farbtreue und gut abgestimmten Kontrasten. Der Bildschirm ist hell genug, um auch noch im Freien ablesbar zu sein. Wir konnten bis zu 650 Nits messen – was außer bei starkem Sonnenschein ausreicht. Im HDR-Modus sind bis über 1500 Nits drin. Ohne Helligkeitsautomatik erreicht das Magic Pad 2 rund 600 Nits.
Die Kameraausstattung des Magic Pad 2 ist eher einfach gehalten. Auf der Rückseite sitzt eine 13-Megapixel-Hauptkamera, die auf den ersten Blick wie eine Dual-Kamera wirkt – tatsächlich handelt es sich jedoch nur um eine einzelne Linse, ergänzt durch einen LED-Blitz. Die Frontkamera löst mit 9 Megapixeln auf. Insgesamt entspricht das eher einem Einsteiger-Smartphone.
Bei Tageslicht liefert die Hauptkamera ansehnliche Aufnahmen mit warmen Farben und solider Dynamik. Doch sobald das Licht schwindet, steigt das Bildrauschen, und feine Details gehen verloren. Die Selfie-Kamera eignet sich gut für Videochats, zeigt aber deutlich weniger Details als die Hauptkamera und wirkt selbst bei guter Beleuchtung etwas grobkörnig. 4K-Videoaufnahmen sind mit beiden Linsen möglich, jedoch nur mit maximal 30 FPS.
Als Antrieb dient zwar nicht Qualcomms schnellster Chip, doch der Snapdragon 8s Gen 3 bietet mehr als genug Leistung für die nächsten Jahre. Bei PCmark Work 3.0 erreicht das Tablet 18.000 Punkte, und im 3Dmark Wild Life Extreme sind es 3300 Punkte – ein starker Wert für ein Tablet dieser Preisklasse.
Mit 12 GB RAM und 256 GB Speicher ist die Ausstattung üppig, eine Erweiterung per microSD ist jedoch nicht möglich. Bei den Schnittstellen gibt es Licht und Schatten: Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.3 sind auf halbwegs aktuellem Stand, doch der USB-C-Anschluss unterstützt nur USB 2.0 – was die kabelgebundene Datenübertragung deutlich ausbremst. Eine Variante mit Mobilfunkmodul gibt es nicht. Ein GPS-Modul fehlt ebenfalls.
Das Honor Magic Pad 2 kann beim Soundpunkten: Die acht Lautsprecher liefern kräftigen und ausgewogenen Klang – ideal für Videostreaming. Dank Widevine Level 1 sind Netflix & Co. in Full-HD problemlos möglich. Der Eingabestift Magic Pencil 3 lag unserem Muster allerdings nicht bei. Diesen muss man separat dazukaufen für 79 Euro.
Ausgeliefert wird das Magic Pad 2 mit Magic OS 8 auf Basis von Android 14. Stand März 2025 war ein Update auf Android 15 mit Magic OS 9 bisher nicht verfügbar. Der Sicherheits-Patch stammte zum Testzeitpunkt aus Januar 2025 – nicht gänzlich veraltet, aber auch nicht mehr ganz aktuell. Updates gibt es nur quartalsweise und maximal für drei Jahre. Es soll dabei höchsten ein Upgrade auf Android 15 geben.
Immerhin erlaubt das Tablet, mehrere Nutzerprofile anzulegen – darunter auch eingeschränkte Profile mit begrenztem Zugriff auf bestimmte Apps. Das kann besonders für Familien nützlich sein.
Der Akku fällt mit einer Kapazität von 10.050 mAh groß aus. Beim Battery Test von PCmark konnten wir eine simulierte Laufzeit von knapp unter 8 Stunden feststellen – das liegt auf dem Niveau des Galaxy Tab S10+. Schaut man mit dem Gerät nur Videos, fällt die Laufzeit nahezu doppelt so lange aus. Über den Tag sollte man auch bei Dauernutzung damit gut kommen. Dank 66 Watt lädt es für ein großes Tablet ziemlich schnell, so ist der Akku nach zwei Stunden voll aufgeladen. Ein Netzteil lag unserem Testmuster bei, allerdings wird es teilweise auch ohne verkauft. Kabelloses Laden beherrscht es nicht.
Bei Marktstart lag die UVP bei 600 Euro. Mittlerweile gibt es das Tablet ab 400 Euro. Das ist ein guter Preis, insbesondere für ein Tablet mit OLED-Bidlschirm.
Das Honor Magic Pad 2 bietet ein nahezu unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis. Das große OLED-Display überzeugt mit brillanter Bildqualität und hoher Helligkeit – für ein Tablet dieser Preisklasse eine Seltenheit. Auch der Prozessor liefert ordentlich Power, während Verarbeitung und Design punkten: Das extrem dünne Gehäuse und die schmalen Display-Ränder wirken edel und modern.
Doch wo Licht ist, gibt es auch Schatten. Der USB-C-Anschluss unterstützt nur USB 2.0, was die Datenübertragung limitiert. Ein Fingerabdrucksensor fehlt ebenso wie ein microSD-Slot oder eine Mobilfunk-Option. Zudem gibt es nur drei Jahre Software-Updates – und lediglich ein einziges Android-Upgrade. Wer ein hochwertiges OLED-Display zu einem unschlagbaren Preis sucht, findet derzeit jedoch kaum eine bessere und günstigere Alternative.
Das Xiaomi Pad 7 ist ein echter Geheimtipp unter den Tablets: flotter Prozessor, 144-Hz-Display und ein fairer Preis. Warum es sich lohnt, zeigt dieser Test.
Das Xiaomi Pad 7 ist ein echter Geheimtipp unter den Tablets: flotter Prozessor, 144-Hz-Display und ein fairer Preis. Warum es sich lohnt, zeigt dieser Test.
Schon seit dem Xiaomi Pad 5 begeisterte uns der chinesische Hersteller mit einer preiswerten iPad-Alternative mit Android. Mit dem Xiaomi Pad 6 (Testbericht) legte der Hersteller abermals nach und liefert jetzt mit dem Pad 7 ein Update der Reihe.
Wer nicht einen High-End-Prozessor benötigt oder ein OLED-Display, bekommt mit dem Pad 7 ein Tablet mit hervorragendem Preis-Leistungs-Verhältnis. Das kompakte Gerät mit 11,2-Zoll-Display löst mit 3K auf und ist flott genug für gängige Aufgaben, aber auch Spiele.
Das Xiaomi Pad 7 kostet nur 280 Euro. Wie sich das Tablet im Alltag schlägt und ob es einen Haken gibt, zeigen wir in diesem Testbericht.
Optisch hat sich im Vergleich zum Pad 6 wenig getan. Die Ränder des Metallgehäuses schließen kantig ab, während die Ecken erneut stark abgerundet sind. Fast identisch wie beim Vorgänger und recht auffällig ist das Kamera-Design: Die Linse sitzt in einem quadratischen Element mit abgerundeten Ecken eingebettet – wobei eine der „Linsen“ nur ein Dummy ist. Das markante Modul ragt sichtbar aus dem Gehäuse heraus und ist. Optisch erinnert das Pad 7 damit ein wenig an das Xiaomi 15.
Die Verarbeitung des dunkelgrauen Gehäuses ist einwandfrei. Es gibt keine sichtbaren Spaltmaße, die Tasten bieten zudem einen knackigen Druckpunkt. Der Power-Button sitzt auf der kurzen Seite, während die Lautstärkewippe an der langen Seite angebracht ist. Diese Anordnung erweist sich als praktisch, da man beim Anpassen der Lautstärke nicht aus Versehen das Display deaktiviert.
Neu ist das Format: Das Gehäuse ist im Verhältnis 3:2-Format gehalten, der Vorgänger setzt hier noch auf 16:10. Das entspricht auch dem Seitenverhältnis eines iPad 11 und hat Vorteile, wenn man das Tablet hochkant zum Lesen nutzt, was bei Tablets mit 16:10 sich komisch anfühlt. Nachteil: Im Querformat geht etwas Fläche verloren für Filme im Breitbildformat – sodass ein kleiner Balken unten und oben zu sehen ist.
Im Vergleich zum Vorgänger ist es minimal geschrumpft – die neuen Abmessungen betragen 251 × 173 × 6,2 mm. Damit ist es dünner als das iPad 11, bringt mit 500 g aber etwas mehr Gewicht auf die Waage. Eine IP-Zertifizierung gegen Wasser oder Staub gibt es weiterhin nicht.
Die Diagonale ist minimal gewachsen auf 11,2 Zoll. Die Auflösung ist ebenfalls von Xiaomi hochgeschraubt worden auf 3200 × 2136 Pixel, was für messerscharfe 345 PPI (Pixel per Inch) sorgt – der höchste Wert aus unseren Tablet-Tests. Damit ist die Auflösung deutlich höher als etwa beim iPad. Das Xiaomi Pad 7 unterstützt Widevine Level 1, was die Wiedergabe von Netflix und anderen Streaming-Diensten in Full-HD ermöglicht.
Zum Einsatz kommt ein IPS-Panel, das mit einer ausgezeichneten Bildqualität überzeugt. Farben wirken kräftig und dennoch natürlich, die Kontraste sind gut abgestimmt. Auf Wunsch kann man die Farbmodi anpassen. Auch die Blickwinkelstabilität ist exzellent, sodass Inhalte aus nahezu jeder Perspektive klar erkennbar bleiben.
Schwächen offenbart das Display allerdings bei stockdunklen Filmszenen, wie sie etwa bei „House of Dragons“ üblich sind. In Kombination mit der stark spiegelnden Oberfläche erkennt man in hellerer Umgebung dann Details nicht immer gut. Wer häufig Serien oder Filme schaut, könnte sich daran stören und sollte auf eine Umgebung achten, bei der Spiegelungen vermieden werden. Dieses Problem ist jedoch typisch für Tablets mit LC-Displays.
Dank der 144-Hz-Bildwiederholrate wirken Animationen und Bewegungen extrem flüssig. Ferner bietet das Display eine relativ hohe Helligkeit. Wir haben im manuellen Modus über 600 cd/m² gemessen und bei aktiver Helligkeitsanpassung sogar knapp unter 800 cd/m². Das ist ein ziemlich starker Wert für ein Tablet. Damit ist es leuchtstark und auch noch in heller Umgebung halbwegs nutzbar.
Im Vergleich zum Pad 6 ist alles gleichgeblieben: Auf den ersten Blick scheint das Xiaomi Pad 7 eine Dual-Kamera zu besitzen – doch ein Blick ins Datenblatt verrät: Eine der „Linsen“ ist nur Zierde. Tatsächlich gibt es, genau wie beim Vorgänger, nur eine 13-Megapixel-Kamera mit f/2.2-Blende. Für ein Tablet ist das vollkommen ausreichend: Schnappschüsse oder das Abfotografieren von Dokumenten gelingen problemlos, doch wer mehr erwartet, greift besser zum Smartphone. Videos sind mit maximal 4K bei 30 FPS oder Full-HD bei 60 FPS möglich.
Die Frontkamera sitzt im Display-Rand und löst mit 8 Megapixeln auf. Für Selfies reicht das gerade so, immerhin sind Videoanrufe in Full-HD möglich, auch wenn nur bei 30 FPS. Auch hier bleibt alles beim Alten im Vergleich zum Xiaomi Pad 6.
Das Pad 5 und Pad 6 nutzten einen etwas in die Jahre gekommenen High-End-Chip von Qualcomm – beim Pad 7 geht man bewusst auf einen neuen Mittelklasse-Prozessor in Form des Qualcomm Snapdragon 7+ Gen 3. Dieser bietet dennoch eine starke Performance und übertrifft damit den Vorgänger leicht. Entsprechend flüssig läuft das System, auch mit mehreren Apps.
Beim Benchmark von PCmark erreichen wir starke 15.400 Punkte – was beinahe auf Augenhöhe mit dem Top-Tablet Samsung Galaxy Tab S10+ liegt. Mehr als ordentlich ist zudem die Grafikleistung, was die 3000 Punkte aus 3Dmark „Wild Life Extreme“ verdeutlichen. Selbst für das Gaming ist das Pad 7 damit weitgehend geeignet. Damit liegt es nur leicht hinter dem hochpreisigen Modell Xiaomi Pad 6S Pro.
Als Speicher gibt es allerdings nur eine Konfiguration mit 128 GB (UFS 4.0) bei 8 GB RAM. Das könnte bei großen Downloads von Filmen für die Offline-Wiedergabe mit der Zeit knapp werden. Eine Erweiterung mittels microSD-Karte ist nicht möglich. Zudem gibt es keine Ausführung mit Mobilfunk. Immerhin sind die Standards für Konnektivität mit Wi-Fi 6E, Bluetooth 5.4 sowie flotten USB-C 3.0 auf einem halbwegs aktuellen Stand. Ein Anschluss für Klinkenkabel fehlt jedoch. Die Lautsprecher bieten einen voluminösen und soliden Sound, klingen aber zuweilen etwas blechern. Einen Fingerabdrucksensor gibt es nicht.
Als optionales Zubehör gibt es mit dem Xiaomi Focus Pen einen Stift mit zwei Tasten für 79 Euro. Dieser haftet magnetisch auf der Oberkante des Tablets und lädt induktiv. Drückt man die große Taste für längere Zeit und tippt dann auf den Bildschirm, öffnet sich das Zeichenprogramm Mi Canvas.
Das Xiaomi Pad 7 wird mit Android 15 und Hyper OS 2.0 ausgeliefert. Zum Testzeitpunkt Ende März stammte der Sicherheits-Patch noch aus dem Februar – ein baldiges Update wäre also wünschenswert. Xiaomi verspricht rund drei Jahre Sicherheits-Updates und zwei große Android-Upgrades, damit ist das Tablet bis zu Android 17 versorgt.
Optisch erinnert das System stärker an iOS als an klassisches Android. Hyper OS ist standardmäßig ohne App-Drawer und mit Gestensteuerung konfiguriert. Wer lieber eine klassische Übersicht aller Apps möchte, kann diese in den Einstellungen aktivieren. Xiaomi installiert neben eigenen Tools auch etwas Bloatware, darunter LinkedIn, WPS Office und Netflix. Immerhin lassen sich diese Apps problemlos deinstallieren. Werbung, wie sie bei einigen Poco-Geräten vorkommt, gibt es hier nicht.
Splitscreen funktioniert mit ausgewählten Apps, separate Nutzerprofile lassen sich leider nicht anlegen. Wer ein Xiaomi-, Poco- oder Redmi-Smartphone besitzt, kann dessen Inhalt per Split-Screen auf das Tablet spiegeln. Mit einer Tastaturhülle gibt es ferner den Workstation-Modus. Dieser bietet eine Desktop-ähnliche Oberfläche, in der Apps in frei skalierbaren Fenstern geöffnet werden können.
Das Xiaomi Pad 7 ist mit einem 8850-mAh-Akku ausgestattet. Beim simulierten Betrieb im Battery Test von PCmark hält es mit adaptiver Bildwiederholrate von bis zu 144 Hz rund 8,5 Stunden durch. Das ist ein guter Wert, aber nicht rekordverdächtig. Stellt man die Bildwiederholrate auf 60 Hz, verlängert sich die Laufzeit um mindestens zwei Stunden. Bei reiner Videowiedergabe läuft das Tablet etwas länger durch. Nutzt man es intensiv zum Arbeiten oder Zocken, verkürzt sich die Akkulaufzeit deutlich.
Die Ladeleistung beträgt bis zu 45 Watt. Damit ist der Akku von 20 auf 100 Prozent in rund 90 Minuten wieder voll aufgeladen. Das geht schneller als bei vielen Konkurrenten. Ein Netzteil gehört aber nicht zum Lieferumfang.
Die UVP des Xiaomi Pad 7 liegt bei 400 Euro, doch die Straßenpreise sind bereits deutlich günstiger. Das Tablet ist in den Farben Hellblau, Hellgrün und Dunkelgrau erhältlich. Das dunkelgraue Modell ist schon ab 290 Euro zu haben.
Mit dem Pad 7 bietet Xiaomi ein Tablet, das sich durch ein hochauflösendes Display und eine gute Performance auszeichnet. Die verwendete CPU bewältigt Alltagsaufgaben, Medienkonsum und selbst Spiele ohne größere Einschränkungen. Das 144-Hz-Panel sorgt für eine flüssige Darstellung und eine insgesamt gute Bildqualität. In dunklen Filmszenen stößt das stark spiegelnde LCD jedoch an seine Grenzen.
Das Design ist schlicht gehalten und erinnert mit seinem 3:2-Format an Apples iPad-Reihe. Klanglich bewegt sich das Tablet auf durchschnittlichem Niveau. Ein Fingerabdrucksensor fehlt, was den Bedienkomfort etwas einschränkt.
Das Xiaomi Pad 7 bietet ein hervorragendes Gesamtpaket für Nutzer, die ein leistungsfähiges Tablet mit hellem, schnellem und scharfem Display suchen und dabei unter 400 Euro bleiben wollen. Eine Kaufempfehlung können wir für das Pad 7 definitiv aussprechen.
Mit dem Xiaomi Pad 6S Pro bringen die Chinesen ihr bisher bestes Tablet auf den deutschen Markt. Wie sich das 12,4-Zoll-Gerät gegen die starke Konkurrenz aus Samsung oder Lenovo schlägt, zeigt der Test.
Mit dem Xiaomi Pad 6S Pro bringen die Chinesen ihr bisher bestes Tablet auf den deutschen Markt. Wie sich das 12,4-Zoll-Gerät gegen die starke Konkurrenz aus Samsung oder Lenovo schlägt, zeigt der Test.
Mit dem Xiaomi Pad 6 bietet der chinesische Anbieter ein Android-Tablet mit exzellentem Preis-Leistungs-Verhältnis. Allerdings kann es das Tablet nicht mit den Top-Modellen der Galaxy-Tab-S9-Reihe von Samsung aufnehmen. Mit dem Xiaomi Pad 6S Pro gibt es nun ein Tablet mit 12,4-Zoll-Display und Flagship-Technologie, das dem Branchenriesen Samsung gehörig Dampf machen möchte.
Das Pad 6S Pro steht als großes Tablet in direkter Konkurrenz zum Samsung Galaxy Tab S9+ und bietet einen schnellen Qualcomm Snapdragon 8 Gen 2, Android 14 und massig Speicher. Als Bildschirm kommt allerdings nur ein LCD zum Einsatz. Ob das Xiaomi-Tablet es mit Samsung trotzdem aufnehmen kann, klärt dieser Testbericht.
Das Xiaomi Pad 6S Pro kommt im typischen, kantigen Design mit abgerundeten Ecken. Die Verarbeitung des Gehäuses aus Metall ist tadellos, Spaltmaße gibt es keine, der Druckpunkt der Tasten ist solide. Der Power-Button mit integriertem Fingerabdruckscanner liegt auf der kurzen Seite, die Lautstärkewippe auf der langen. Das hat den Vorteil, dass man beim Verstellen der Lautstärke nicht versehentlich an die Power-Taste gelangt.
Mit einem Gewicht von 590 g wiegt das Pad 6S Pro fast so viel wie das Samsung Galaxy Tab S9+. Das Seitenverhältnis weicht gegenüber den Koreanern jedoch ab. Es ist weniger breit, dafür etwas höher und im 3:2-Format gehalten. Wasserdicht ist das Pad 6S Pro allerdings nicht.
Das LCD mit IPS-Panel bietet eine üppige Diagonale von 12,4 Zoll mit einem Seitenverhältnis von 3:2. Dieses Format bietet Vorteile beim Lesen oder Arbeiten, auch hochkant kann man so das Tablet noch sinnvoll nutzen. Dafür sieht man beim Konsum von Filmen oder Serien im 16:9-Format einen kleinen schwarzen Balken unten und oben.
Die Auflösung beträgt 3048 × 2032 Pixel, was zu einer sehr scharfen Anzeige mit 295 PPI (Pixel pro Zoll) führt. Das Galaxy Tab S9+ kommt hier etwa auf 266 PPI. Weitere Besonderheit ist die hohe Bildwiederholrate von 144 Hz. Diese sorgt für ein sehr geschmeidiges Bild beim Scrollen oder bei Spielen. Zwar spiegelt die Oberfläche der Anzeige stark, dank einer für ein Tablet recht hohen Helligkeit von rund 900 cd/m² ist das Bild aber im Freien ablesbar.
Die Bildqualität überzeugt auf ganzer Linie, auch das längere Schauen einer Serie über Streaming-Dienste macht mit dem Tablet Spaß. Dank Widevine Level 1 ist das in Full-HD möglich. Kontraste sind gut abgestimmt, Farben wirken kraftvoll, ohne zu knallig zu erscheinen. Zugegeben, an die satten Schwarzwerte eines OLED-Displays reicht das IPS-Panel aus technischen Gründen nicht heran – aber es gehört zu den besten LCDs, die wir bei einem Tablet gesehen haben.
Normalerweise legen wir bei Tablets keinen so großen Wert auf die Kamera. Die Ausstattung des Xiaomi Pad 6S Pro kann sich hier aber sehen lassen und entspricht einem soliden Mittelklasse-Smartphone. Die Hauptkamera bietet 50 Megapixel, die Frontkamera für Selfies 32 Megapixel, die zweite Linse auf der Rückseite mit 2 Megapixel dient lediglich zur Erzeugung von Tiefenschärfe für Porträtaufnahmen.
Mit so einem großen Tablet dürfte man allerdings kaum auf Fotosafari gehen. Aber wer dann doch Fotos oder Videos aufnimmt, kann sich über eine mehr als ordentliche Bildqualität freuen. Die Aufnahmen aller Linsen sind detailreich, scharf und farbenfroh. Die Hauptkamera fängt genügend Bilddetails ein, etwa zum Ablichten von Dokumenten. Videos sind damit auch in guter Qualität sogar mit 4K bei 60 FPS (Frames pro Sekunde) möglich. Die Selfie-Kamera filmt mit Full-HD bei 30 FPS.
Als Antrieb dient wie auch beim Galaxy Tab S9 ein starker Qualcomm Snapdragon 8 Gen 2. Der Top-Prozessor stammt zwar aus dem Vorjahr, eine schnellere CPU gibt es aktuell aber nicht bei Android-Tablets. Die Reserven reichen für alle Tätigkeiten aus, sei es Gaming oder Unterhaltung. Das zeigen auch die Benchmarks mit starken Werten bei PCmark mit 16.000 Punkten oder 3Dmark Wild Life Extreme mit 3400 Punkten. In dieser Disziplin liegt es also auf Augenhöhe mit dem Galaxy Tab S9 von Samsung.
Der interne Speicher ist standardmäßig mit 256 GB üppig bemessen – und zwar von der schnellen Sorte nach UFS 4.0. Zudem bietet der Arbeitsspeicher 8 GB. Es gibt noch eine Variante mit 12 GB RAM sowie 512 GB Speicher. Eine Erweiterung mittels microSD-Karte ist allerdings nicht möglich.
Bei der Konnektivität ist mit Wi-Fi 7, Bluetooth 5.3 und NFC alles auf dem neuesten Stand. Es gibt jedoch keine Ausführung für mobile Netzwerke via LTE oder 5G. Abgerundet wird die Ausstattung mit einem Fingerabdrucksensor sowie guten Lautsprechern mit fülligem Klang. Der Anschluss unterstützt den schnellen Standard USB 3.2 Gen 1 inklusive Bildausgabe für externe Monitore.
Das Pad 6S Pro 12.4 unterstützt von Haus aus einen Eingabestift. Der Xiaomi Focus Pen gehört aber nicht zum Lieferumfang und kostet rund 90 Euro. Der Stift arbeitet sehr präzise und verlässlich. Mit der vorinstallierten App Mi Canvas kann man sich damit gut als Zeichenkünstler versuchen.
Geladen wird der Stylus kabellos an der Oberseite des Tablets, wo er magnetisch haftet. Hier muss man beim Transport aufpassen, dass der Focus Pen nicht verloren geht. Nutzt man das optionale Xiaomi Pad 6S Pro Cover für 16 Euro, dann hält eine magnetische Lasche den Eingabestift zusätzlich fest. Die Hülle ist sehr praktisch, lediglich der Winkel des Tablets erscheint uns bei ausgeklapptem Standfuß etwas zu flach.
Auf dem Pad 6S Pro läuft Android 14 mit der neuen Xiaomi-Bedienoberfläche Hyper OS. Das System läuft äußerst geschmeidig. Der Umfang von Bloatware hält sich in Grenzen, belegt sind rund 30 GB mit einigen Xiaomi-Apps sowie Netflix. Es gibt einen Split-Screen-Modus, um zwei Apps nebeneinander darzustellen. Eine echte Multiuser-Funktion fehlt allerdings, man kann das Tablet nur mit einem Google-Konto verknüpfen. Es ist zwar möglich, ein weiteres Profil mit eingeschränkten Optionen einzurichten, dieses greift dann ebenfalls nur auf das eine einzige Google-Konto zu.
Zum Testzeitpunkt Anfang Juni 2024 stammte der Sicherheits-Patch für Android aus März 2024. Das ist nicht mehr auf dem neuesten Stand und lässt eher vermuten, dass er nur quartalsweise Updates gibt. Das handhabt Samsung aber ähnlich bei Tablets. Wie lange es Updates gibt, hat Xiaomi bisher nicht bekannt gegeben – auch nicht im Security-Center. Nimmt man das Xiaomi Pad 6 als Maßstab, dann kann man mit zwei großen Android-Upgrades sowie Patches für etwa drei Jahre rechnen.
Der Akku hat eine Kapazität von rund 10.000 mAh. Beim Battery Test hielt das Gerät im simulierten Betrieb etwa 9 Stunden bei variabler Bildwiederholrate durch. Das ist ordentlich für ein potentes Gerät mit großer Anzeige. Das Galaxy Tab S9+ schaffte hier nur rund 7 Stunden. Stellt man diese auf einen niedrigen Wert wie 60 Hz, kann man mit einer längeren Akkulaufzeit rechnen.
Eine Besonderheit bei einem Tablet ist das Netzteil: Das Pad 6S Pro lädt mit strammen 120 Watt. Damit ist das leere Tablet in unter 90 Minuten wieder voll aufgeladen. Von 20 auf 90 Prozent vergeht weniger als eine Stunde, das ist flott.
Die UVP für die Variante mit 8/256 GB liegt bei 599 Euro. Mittlerweile bekommt man das Pad 6S Pro schon für 559 Euro. Den Eingabestift Focus Pen muss man separat dazukaufen für 90 Euro. Empfehlenswert ist zudem die Schutzhülle für 9 Euro. Eine Schutzhülle mit Touchpad und Keyboard kostet 70 Euro.
Wer ein Top-Tablet mit Android sucht, aber auf OLED verzichten kann, ist beim Xiaomi Pad 6S Pro genau richtig. Das Gerät bietet einen bärenstarken Prozessor, ein großes und gutes LCD sowie eine tadellose Verarbeitung und sogar eine gute Kamera. Anders als das Top-Modell von Samsung ist das Gehäuse nicht wasserdicht, zudem gibt es keine Variante für mobile Netzwerke oder einen erweiterbaren Speicher.
Das neue Flaggschiff der Samsung-Tablets bietet jetzt IP68 und die volle Power des Snapdragon 8 Gen 2. Wie gut das 12-Zoll-Tablet mit Android ist, zeigt unser Test.
Das neue Flaggschiff der Samsung-Tablets bietet jetzt IP68 und die volle Power des Snapdragon 8 Gen 2. Wie gut das 12-Zoll-Tablet mit Android ist, zeigt unser Test.
Samsung hat seine Flagship-Reihe der Android-Tablets aufgefrischt: Das neue Samsung Galaxy Tab S9+ folgt auf das Samsung Galaxy Tab S8+ (Testbericht) und bietet jetzt den starken Snapdragon 8 Gen 2 aus dem Samsung Galaxy S23 (Testbericht). Ein stärkeres Android-Tablet gibt es derzeit nicht auf dem Markt. Neben der von uns getestete Variante mit 12,4 Zoll gibt es wieder eine Ausführung mit 11 Zoll und ein großes Modell mit 14,6 Zoll.
Die vielleicht größte Besonderheit des neuen Premium-Tablets steckt aber im Gehäuse: Das Gerät ist nach IP68 jetzt auch wasserdicht – eine gute Nachricht für tollpatschige Zeitgenossen. Was sonst noch in dem Vorzeigegerät steckt, zeigen wir in diesem Test.
Optisch kann man das Galaxy Tab S9+ kaum vom Vorgänger unterscheiden. Die Antennenstreifen sind jetzt dunkler als die Lackierung des Gehäuses. Dank eines kantigen Unibodys aus Aluminium wirkt das Galaxy Tab S9+ sehr edel und hochwertig. Zudem ist es sehr flach mit 5,7 mm. Die Verbreitung ist erstklassig. Beide Tasten liegen an der oberen Kante, jeweils seitlich gibt es vier Lautsprecher von AKG. Abmessungen und Gewicht sind nahezu identisch mit dem Tab S8+.
Der Stylus haftet erneut magnetisch auf der Rückseite – was nur mittelmäßig praktisch ist. Denn der Stift löst sich ständig ab und geht so unweigerlich verloren. Hier ist es ratsam das Smart Book Cover für das Galaxy Tab S9+ für 60 Euro zu kaufen. Das schützt das Tablet ein wenig und bietet zudem eine Aufbewahrungsmöglichkeit für den Stift.
Der größte Clou ist aber wohl die Zertifizierung nach IP68, denn wasserdichte Tablets haben einen großen Seltenheitswert. Abgesehen vom Outdoor-Tablet Samsung Galaxy Tab Active 4 Pro (Testbericht) sowie dem exotischen Fossibot DT1 (Testbericht) haben wir in jüngster Vergangenheit keine wasserdichten Modelle getestet.
Das Gerät ist staubdicht und übersteht einen Aufenthalt in Wasser in bis zu 1 Meter Tiefe für rund 30 Minuten. Das verringert erheblich das Risiko, das Gerät zu beschädigen, wenn man es im Freien bei Regen oder im Badezimmer nutzt und nebenbei Getränke konsumiert. Zudem macht es die Produkte der Tab-S9-Reihe interessant für den gewerblichen Bereich, wo eine IP68-Zertifizierung häufig unabdingbar ist. Allerdings deckt die Gewährleistung von Samsung keine Wasserschäden ab.
Das Display mit einer Diagonale von 12,4 Zoll (31,5 cm) nutzt ein OLED-Panel und löst mit 2800 × 1752 Pixel – was zu einer ordentlichen Bildschärfe mit 266 Pixel pro Zoll (ppi) führt. Pixel sind dann kaum noch mit dem Auge zu erkennen. Auf ganzer Linie überzeugend ist zudem die Bildqualität. Speziell bei Filmen oder Serien zeigen sich die Vorzüge von OLED gegenüber LCD. Dann sind dunkle Filmszenen dank kräftiger Schwarzwerte besser zu erkennen. Die Bildwiederholrate von 120 Hertz gestaltet Animationen und Spiele flüssiger.
Das Galaxy Tab S9 verfügt alle notwendigen Zertifikate, um Inhalte von Disney Plus, Amazon Prime Video, Paramount Plus, aber auch Netflix in Full-HD wiederzugeben. Allerdings spiegelt die Anzeige recht stark – was aber auf nahezu jedes Tablet zutrifft.
Luft nach oben ist bei der Helligkeit. Laut unseren Messungen bleibt diese wie schon beim Vorgänger bei knapp unter 500 cd/m². Das ist an sich ein guter Wert für ein Tablet, aber für den Einsatz unter freiem Himmel zu wenig. Zum Vergleich: das iPad Pro kommt auf rund 600 cd/m², das Galaxy Tab S8 Ultra (Testbericht) sogar auf 850 cd/m².
Wirklich gut für ein Tablet ist die Kamera-Ausstattung: Vorne kommt als Webcam eine Kamera mit 12 Megapixel zum Einsatz. Auf der Rückseite befinden sich eine Linse mit 13 Megapixel sowie ein Weitwinkelobjektiv mit 8 Megapixel.
Zwar halten wir es nach wie vor für absurd, mit einem 12-Zoll-Tablet auf Fotosafari zu gehen, aber mit dem Galaxy Tab S9+ gelingen ganz ordentliche Aufnahmen. Videos sind bis maximal 4K mit der Hauptkamera bei 30 Bildern pro Sekunde möglich. Die Frontkamera erlaubt Videoaufnahmen in guter Qualität bei Full-HD, was das Tablet zu einer guten Wahl für Videochats macht.
Unter der Haube arbeitet der kräftige Qualcomm Snapdragon 8 Gen 2 aus dem Samsung Galaxy S23 (Testbericht). Das macht das Galaxy Tab S9+ zum schnellsten Android-Tablet auf dem Markt, das sich auch nicht vor dem Apple iPad Air verstecken muss. Das Tablet läuft stets flüssig und bringt genügend Leistung mit für alle nötigen Aufgaben – auch Gaming, was die bärenstarken 17.000 Punkte bei PCmark Work 3.0 sowie 3900 Punkte bei 3Dmark „Wild Life Extreme“ belegen.
Üppig fällt der Arbeitsspeicher mit 12 GB RAM aus. Als Speicher stehen 256 GB oder 512 GB zur Auswahl. Eine Erweiterung per microSD-Karte ist bis 1 TByte möglich. Die übrige Ausstattung bewegt sich auf Top-Niveau: USB-C 3.2, Pogo-Pin für eine Tastatur, Ortung via GPS, Glonass, Beidou, Galileo und QZSS sowie Wi-Fi 6E für heimische Netzwerke und Bluetooth 5.3.
Ein Fingerabdruckscanner ist vorhanden, standardmäßig gehört der S-Pen als Eingabestift zum Lieferumfang. Richtig gut ist der Sound der AKG-Lautsprecher, der eine stimmige akustische Klangkulisse für Filme, Serien oder Spiele bietet. Optional gibt es zudem eine Variante mit 5G, um mobil per Nano-SIM oder eSIM zu surfen – was einen zusätzlichen Datentarif voraussetzt.
Auf dem Galaxy Tab S9+ läuft standardmäßig Android 13 mit One UI 5.1.1. Die Bedienoberfläche ist gut auf die Möglichkeiten eines großen Displays angepasst – für unseren Geschmack packt Samsung aber wie immer recht viele eigene und zusätzliche Apps aufs Gerät. In Kürze sollte ein Update auf Android 14 (Ratgeber) mit One UI 6 folgen.
Insgesamt können Käufer mit vier Upgrades bis einschließlich Android 17 rechnen. Sicherheits-Patches gibt es für fünf Jahre – allerdings nicht monatlich, wie bei den Handys der Galaxy-S23-Reihe, sondern nur quartalsweise. Das zeigt sich auch am vorhandenen Patch unseres Testgeräts, der noch aus August stammt.
Dank des großen Gehäuses kommt ein üppiger Akku mit 10900 mAh zum Einsatz. In Kombination mit dem effizienten Chipsatz weckt es Hoffnungen auf eine lange Akkulaufzeit. Diese fällt aber wie schon beim Vorgänger nur durchschnittlich aus. Beim Battery Test von PCmark erreicht das Galaxy Tab S9+ nur knapp 7 Stunden. Das große OLED-Display scheint hier ein Stromschlucker zu sein.
Ein Netzteil liegt nicht bei. Das Tablet unterstützt Ladegeräte (Bestenlisten) bis 25 Watt, induktives Laden ist nicht möglich. Knapp zwei Stunden dauert der Ladevorgang von 20 auf 100 Prozent.
Das Samsung Galaxy Tab S9+ hat eine stolze UVP von 1119 Euro. Erhältlich ist es in Dunkelgrau oder Beige mit 256 GB oder 512 GB internem Speicher. Aktuell bietet Samsung den großen Speicher zum Preis des kleinen an. Für die 5G-Variante kommen nochmals rund 150 Euro dazu. Mittlerweile sind die Preise stark gesunken. Das aktuell beste Angebot für das Galaxy Tab S9+ in Beige mit 12/256 GB liegt bei 700 Euro. Für 512 GB ist ein Aufpreis von rund 100 Euro fällig. Mit 5G sind mindestens 990 Euro fällig.
Samsung liefert mit der Galaxy-Tab-S9-Serie das derzeit beste Android-Tablet. Das Galaxy Tab S9+ bietet mit 12,4 Zoll einen guten Kompromiss zwischen dem kleinen 11-Zoll-Modell und dem wuchtigen 14,6-Zoll-Tablet der Reihe. Unerreicht ist die Performance des Snapdragon 8 Gen 2, das OLED-Display ist ebenfalls einfach klasse. All das hat einen sehr hohen Preis. Luft nach oben hat das Tablet bei der Bildschirmhelligkeit, die Akkulaufzeit ist zudem enttäuschend.
Das Galaxy Tab S9+ ist eine ideale Lösung für jeden, der bei einem Tablet möglichst viel Performance sucht und ein hervorragendes und großes OLED-Display wünscht. Neu und bisher selten bei Tablets: Das Gerät ist nach IP68 wasserdicht.
Das Lenovo Tab P12 with Matte Display bietet eine reflexionsfreie Anzeige, die fast wie ein Blatt Papier wirkt. Wir haben das 12,7-Zoll-Tablet mit 3K-Auflösung getestet.
Das Lenovo Tab P12 with Matte Display bietet eine reflexionsfreie Anzeige, die fast wie ein Blatt Papier wirkt. Wir haben das 12,7-Zoll-Tablet mit 3K-Auflösung getestet.
Tablets sind ideal als mobile Lösung für den Medienkonsum und zum Surfen. Kernstück ist der Bildschirm, der bei fast allen Geräten eine Gemeinsamkeit und Schwäche hat: Die Anzeige spiegelt stark. Das erschwert nicht nur das Ablesen bei Sonnenschein, sondern stört auch in Innenräumen, wenn etwa eine Leselampe im Hintergrund leuchtet. Zudem sind Fingerabdrücke schnell sichtbar.
Eine Antwort auf dieses Problem versprechen matte Displays. Die Reduzierung von Reflexionen soll die Sichtbarkeit und Lesbarkeit auch bei heller Umgebung verbessern. Zudem schont das auch die Augen und Fingerabdrücke sind nicht so schnell zu sehen. Bei Laptops gibt es schon länger matte Displays, jetzt erscheinen die ersten Tablets mit dieser Technologie.
Lenovo zieht nach und bietet eine Sonderausführung des Lenovo Tab P12 (Testbericht) mit mattem Display an. Beim Namen hätte sich Lenovo aber etwas mehr Fantasie gönnen dürfen, als einfach nur „with Matte Display“ anzufügen. Zum Lieferumfang gehört der Eingabestift Tab Pen Plus. Die übrige technische Ausstattung ist bis auf den Bildschirm nahezu identisch. Spiegelungen durch Lampen und Ähnliches gehören hier zur Vergangenheit. Mit der matten Oberfläche wirkt die Anzeige nahezu wie gemalt. Was das Lenovo Tab P12 with Matt Display ab 389 Euro noch bietet und welche Schwächen es gibt, zeigt unser Test.
Optisch ist das Modell mit mattem Display nahezu gleich wie das Lenovo Tab P12 (Testbericht). Das Unibody-Gehäuse aus Metall sieht sehr hochwertig verarbeitet aus. Dadurch wirkt das Tablet teurer, als es tatsächlich ist. Als Farbe steht lediglich das mittelgraue „Sage“ zur Auswahl. Markant ist das gläserne Kamera-Modul auf der Rückseite sowie die glänzende untere Hälfte der Rückseite. Eine magnetische Fläche neben der Kamera dient zur Befestigung des Eingabestifts. Wasserdicht ist das Lenovo Tab P12 with Matte Display aber nicht.
Der Bildschirm bietet eine Diagonale von 12,7 Zoll im Seitenverhältnis von 16:10. Die Auflösung ist mit 2944 × 1840 Pixeln ziemlich hoch. Trotz der großen Bildschirmfläche liefert das Tablet ein gestochen scharfes Bild mit 273 PPI (Pixel pro Zoll). Die Bildwiederholrate liegt allerdings nur bei 60 Hz.
Matte Screens nutzen eine raue Oberfläche mit Nano-Technologie. Diese zerstreut das Licht, damit es sich nicht auf der Anzeige spiegelt. In der Tat: Die Anzeige des Lenovo Tab P12 with Matte Display spiegelt kaum. Am verlässlichsten funktioniert das in Innenräumen bei schwachen Lichtquellen im Hintergrund, etwa im Bett mit einer Nachttischlampe oder auf der Couch. Das Bild wirkt sehr plastisch, ohne dass andere Lichtquellen stören. Webseiten und Grafiken erscheinen damit fast wie auf Papier gemalt.
Allerdings bietet das Display deutlich weniger Leuchtkraft als das Tab P12 mit spiegelndem Bildschirm. Nutzt man es im Freien bei hellem Sonnenlicht, zerstreut das Licht sehr stark. Eine Spiegelung ist dann zwar nicht direkt wahrnehmbar, leider kann man das Display dann trotzdem nur schwer ablesen. Wer es im Freien nutzt, sollte also dennoch ein schattiges Plätzchen aufsuchen – schade, wir hatten hier auf mehr Vorteile bei Sonnenlicht gehofft. Zudem wirken Farbtreue sowie Kontraste nicht ganz so gut wie beim Tab P12 mit spiegelndem Bildschirm.
Bei der Kamera herrscht eher Magerkost, wie es für ein Mittelklasse-Tablet üblich ist. Die 8-Megapixel-Hauptkamera auf der Rückseite liefert nur mittelmäßige Aufnahmen mit wenigen Details, mangelnder Schärfe und blassen Farben. Für Schnappschüsse oder das Fotografieren von Präsentationsfolien und Dokumenten reicht das aus, letzteres wird durch ein spezielles Feature in der Kamera-App unterstützt. Etwas besser ist die Frontkamera mit 13 Megapixel, die akzeptable Selfies sowie Video-Aufnahmen sogar in 4K bei 30 FPS (Frames pro Sekunde) ermöglicht.
Das Lenovo Tab P12 with Matte Display ist mit einem Mediatek Dimensity 7050 ausgestattet, dessen Octa-Core-CPU mit bis zu 2,6 GHz läuft und eine gute Gesamtleistung bietet. Bei PCmark Work 3.0 erreicht das Tablet 12.000 Punkte, im grafikintensiven 3Dmark „Wild Life“ sind es solide 2150 Punkte. Aufgaben wie Surfen, Videos schauen oder Dokumente schreiben bewältigt das Tab P12 mühelos. Auch anspruchsvollere Anwendungen und Multitasking sind kein Problem. Für die meisten Spiele eignet es sich auch, nur bei sehr grafiklastigen Anwendungen kann es eng werden.
Zur Standardausstattung gehören Wi-Fi 6, Bluetooth 5.2 und GPS, jedoch fehlt eine Variante mit Mobilfunk-Konnektivität. Der Speicher bietet standardmäßig 128 GB sowie 8 GB RAM. Allerdings kommt mit UFS 2.2 nicht der schnellste Standard zum Einsatz. Eine Erweiterung mittels microSD-Karte ist möglich.
Der Fingerabdruck-Scanner in der Power-Taste funktioniert zuverlässig. Gut gefallen haben uns die vier Lautsprecher, die einen angenehmen, vollen Klang liefern. Zum Lieferumfang gehört der Lenovo Tab Pen Plus. Der druck- und neigungsempfindliche Stylus haftet magnetisch an der Rückseite und reagiert sehr responsiv. Der Typ-C-Anschluss übertragt kabelgebunden Daten nur sehr langsam nach dem Standard USB 2.0.
Das Lenovo Tab P12 with Matte Display läuft noch mit Android 13 sowie einer nur minimal angepassten Bedienoberfläche, bei der sich Lenovo mit Bloatware merklich zurückhält. Ein Update auf Android 14 ist hier langsam überfällig, soll jedoch kommen. Der Sicherheits-Patch stammt zum Testzeitpunkt Anfang Juli noch aus Mai und ist nicht ganz auf dem neuesten Stand. Sicherheits-Patches gibt es immerhin für vier Jahre. Das letzte geplante Upgrade soll Android 15 sein.
Der große Akku mit 10.200 mAh sowie das matte Display lassen auf eine gute Akkulaufzeit hoffen. Allerdings ist das Ergebnis mit unter 7 Stunden im simulierten Dauerbetrieb mit Battery Test von PCmark eher enttäuschend und liegt unterhalb des Durchschnitts von 12-Zoll-Tablets aus unseren Tests. Das Tab P12 mit spiegelndem Display kam bei dem Test auf über 8 Stunden.
Lenovo lässt sich das matte Display einiges kosten. Der aktuell beste Preis liegt bei 389 Euro (UVP: 449 Euro).
Das Lenovo Tab P12 with Matte Display ist aufgrund des Bildschirms ein Exot und eine Besonderheit unter den Tablets. Reflexionen gibt es hier so gut wie keine. Webseiten oder Grafiken erscheinen nahezu wie auf Papier gezeichnet. Damit ist das Tablet perfekt für alle geeignet, die neben Medien auch gerne mit dem Tablet lesen oder zeichnen, Grafiken betrachten und nicht mehr von einer Nachttischleuchte gestört werden wollen. Ausstattung und Leistung sind angemessen. Allerdings erscheint der Aufpreis zum gewöhnlichen Tab P12 etwas hoch. Zudem eignet sich das matte Display nur bedingt für Einsatz im Freien unter der Sonne.
Das Samsung Galaxy Tab S10 FE+ ist auf stolze 13 Zoll angewachsen. Wie gut die Fan-Edition des Top-Tablets mit IP68 ist, zeigt der Test.
Das Samsung Galaxy Tab S10 FE+ ist auf stolze 13 Zoll angewachsen. Wie gut die Fan-Edition des Top-Tablets mit IP68 ist, zeigt der Test.
Mit der „Fan Edition“ (FE) bietet Samsung günstigere Alternativen zu seinen Premium-Tablets an – mit etwas abgespeckter Ausstattung, aber ähnlichem Design. Das Galaxy Tab S10 FE+ ist dabei das größte Modell der aktuellen FE-Reihe und legt im Vergleich zum Vorgänger nochmals zu: Statt 12,4 Zoll wie beim Tab S9 FE+ misst das neue Display nun 13,1 Zoll.
Auf High-End-Komponenten wie ein OLED-Display mit 120 Hz oder einen Top-Prozessor verzichtet Samsung bewusst. Stattdessen kommt ein 90-Hz-LCD zum Einsatz, angetrieben vom Exynos 1580, der auch im Galaxy A56 arbeitet.
Für alle, die ein großes Display, solide Ausstattung und langen Software-Support suchen, könnte das Tab S10 FE+ dennoch eine interessante – und preiswertere – Alternative zum Galaxy Tab S10+ sein. Ob Samsung mit dem S10 FE+ einen überzeugenden Mittelweg findet oder an den falschen Stellen gespart hat, klärt dieser Test.
Das Galaxy Tab S10 FE+ macht seinem Plus im Namen alle Ehre – vorwiegend beim Format. Mit seinen Abmessungen von 300,6 × 194,7 × 6 mm zählt es zu den großformatigen Tablets und nähert sich in der Fläche bereits einem DIN-A4-Blatt. Trotz der beachtlichen Größe bleibt das Gehäuse schlank: Nur 6 Millimeter misst das Tablet in der Tiefe. Das Gewicht von 664 Gramm ist angesichts des Unibody-Gehäuses aus Aluminium und des großzügigen Displays zwar spürbar, bleibt aber noch im Rahmen für den mobilen Einsatz – ob auf dem Sofa oder im Rucksack.
Optisch orientiert sich das Tab S10 FE+ klar an Samsungs Design-Sprache der Premiumklasse. Die Rückseite aus mattem Metall wirkt edel, die Verarbeitung ist tadellos. Mit seinen klaren Linien und dem kantigen Rahmen erinnert das Tablet optisch stark an die Galaxy-Tab-S10-Serie – Unterschiede sind auf den ersten Blick kaum auszumachen. Die Verarbeitungsqualität steht dem Top-Modell in nichts nach, auch wenn es sich offiziell um ein Mittelklassegerät handelt.
Die Bedienelemente sind ergonomisch sinnvoll platziert: Auf der linken Längsseite oben sitzen Power-Button und Lautstärkewippe. Der Einschaltknopf fungiert zugleich als Fingerabdrucksensor. Eine Besonderheit bleibt auch beim größeren Modell erhalten: Wie das kleinere Tab S10 FE ist auch das Tab S10 FE+ nach IP68 zertifiziert – damit übersteht es Staub, Regen oder ein kurzes Bad im Süßwasser unbeschadet. Das ist nach wie vor eine Seltenheit auf dem Tablet-Markt.
Beim Galaxy Tab S10 FE+ setzt Samsung erneut auf ein IPS-Panel – dieses Mal jedoch in deutlich größerem Format. Der Bildschirm misst stattliche 13,1 Zoll in der Diagonale und bietet mit 2880 × 1800 Pixeln eine hohe Auflösung. Das ergibt eine Pixeldichte von 259 PPI, womit Inhalte angenehm scharf dargestellt werden – egal ob beim Lesen, Surfen oder Streaming.
Das Seitenverhältnis bleibt mit 16:10 identisch zur kleineren Variante und bietet einen guten Kompromiss zwischen Medienkonsum und Produktivität. Mit einer Bildwiederholrate von 90 Hz wirkt die Darstellung flüssiger als bei klassischen 60-Hz-Panels, auch wenn einige Konkurrenzmodelle in diesem Preisbereich bereits 120 Hz oder mehr bieten.
Trotz der fehlenden OLED-Technik liefert das LCD eine überzeugende Bildqualität mit kräftigen Farben und stabilen Blickwinkeln. Die Schwarzwerte reichen erwartungsgemäß nicht an ein OLED-Panel heran, bleiben aber für ein IPS-Display auf gutem Niveau. Mit einem Screen-to-Body-Verhältnis von rund 85 Prozent wirkt das Tab S10 FE+ dank des schmalen Display-Rands schick und modern.
Das Galaxy Tab S10 FE+ profitiert von der verbesserten Kameraausstattung der aktuellen FE-Generation. Auf der Rückseite sitzt nun eine 13-Megapixel-Hauptkamera, während vorn eine 12-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera für Selfies und Videoanrufe bereitsteht. Für ein Tablet dieser Klasse ist das mehr als zufriedenstellend.
Die Aufnahmen überzeugen mit guter Schärfe, lebendigen Farben und einem ordentlichen Dynamikumfang – ideal für gelegentliche Fotos, das Scannen von Dokumenten oder den schnellen Schnappschuss. Auch Videos gelingen mit bis zu 4K-Auflösung, was die Kamera nicht nur für Videotelefonie, sondern auch für anspruchsvollere Anwendungen tauglich macht. Zwar ersetzt das Tab S10 FE+ keine Smartphone-Kamera, doch im Tablet-Alltag liefert es zuverlässig brauchbare Ergebnisse.
Im Galaxy Tab S10 FE+ steckt der Exynos 1580 – ein Mittelklasse-Prozessor aus eigener Entwicklung, der auch im Galaxy A56 zum Einsatz kommt. Im Vergleich zum leistungsstarken Snapdragon-Chip des Tab S10+ fällt die Rechenleistung spürbar schwächer aus. Für den Alltag reicht die Power aber locker: Surfen, Video-Streaming, Multitasking und auch einfache Spiele meistert das Tablet zuverlässig. Anspruchsvolle Anwendungen und grafikintensive Games bringen den Chip allerdings an seine Grenzen.
In Benchmarks erreicht das Tab S10 FE+ etwa 12.700 Punkte im PCmark Work 3.0, rund 5000 Punkte bei 3Dmark Wild Life und etwa 1250 Punkte im Wild Life Extreme – solide Werte für ein Mittelklassegerät, aber weit entfernt vom High-End-Niveau.
Beim Speicher stehen zwei Varianten zur Wahl: 8 GB RAM mit 128 GB internem Speicher oder 12 GB RAM mit 256 GB. Wer mehr Platz benötigt, kann per microSD-Karte auf bis zu 2 TB erweitern. Enttäuschend ist hingegen der langsame USB-C-2.0-Anschluss – das wirkt in der Preisklasse nicht mehr zeitgemäß.
Dafür bietet das S10 FE+ wenigstens Wi-Fi 6E und Bluetooth 5.3. Optional ist auch eine Version mit 5G verfügbar. Zur Ortung gibt es Glonass, Galileo, Beidou, QZSS und GPS. Der Sound kommt aus zwei Stereo-Lautsprechern, die einen klaren, kräftigen Klang liefern – ideal für Filme, Serien oder Youtube.
Im Lieferumfang enthalten ist der S Pen, der magnetisch auf der Rückseite andockt und dort drahtlos aufgeladen wird. Praktisch, aber nicht ganz sicher: Der Stift kann beim Transport relativ leicht abfallen. Der seitlich platzierte Fingerabdrucksensor im Power-Button reagiert schnell und zuverlässig.
Zum Veröffentlichungszeitpunkt des Tests im Mai lief das Galaxy Tab S10 FE+ mit One UI 7.0, basierend auf Android 15. Der Sicherheitsstand vom April war zum Zeitpunkt des Tests noch aktuell. Positiv hervorzuheben ist Samsungs Update-Politik: Bis zu sieben Jahre lang will der Hersteller das Tablet mit Software-Updates versorgen – ein starkes Versprechen für ein Gerät der Mittelklasse.
Allerdings gibt es Einschränkungen beim Update-Zyklus: Nur quartalsweise erscheinen die Aktualisierungen, also deutlich seltener als bei den Premium-Geräten, die monatlich versorgt werden. Mit zunehmendem Alter des Geräts wird der Rhythmus sogar auf halbjährliche Updates reduziert.
Wie bei Samsung üblich, ist auch das S10 FE+ ab Werk mit zahlreichen vorinstallierten Apps (Bloatware) versehen, viele davon hauseigene Alternativen zu Googles Diensten. Was die KI-Funktionen betrifft, müssen Nutzer Abstriche machen: Im Gegensatz zu den Top-Modellen der Tab-S10-Serie steht hier nur eine abgespeckte Variante zur Verfügung. Samsung spricht in diesem Zusammenhang – wie bei seinen Galaxy-A-Smartphones – von „intelligenten Funktionen“, zu denen unter anderem Circle to Search gehört.
Mit seinem 10.090-mAh-Akku zeigt das Galaxy Tab S10 FE+ eine starke Ausdauer. Im PCmark Battery Test erreicht es eine Laufzeit von rund 13 Stunden – ein ausgezeichneter Wert, besonders angesichts des großen 13,1-Zoll-Displays. Damit gehört es in seiner Geräteklasse zu den ausdauernderen Tablets und bietet genug Reserven für einen langen Arbeitstag oder ausgedehnte Mediennutzung.
Wer das Tablet nur gelegentlich nutzt, kommt oft mehrere Tage ohne Nachladen aus. Bei der reinen Videowiedergabe ist sogar eine noch längere Laufzeit drin, während unter Volllast und maximaler Helligkeit natürlich schneller Schluss ist. Insgesamt präsentiert sich das S10 FE+ als ausdauernder Begleiter für Alltag und Entertainment.
Im Vergleich zum kleineren Modell punktet es zudem mit einer deutlich verbesserten Ladegeschwindigkeit: Bis zu 45 Watt sind möglich. Damit ist der Akku in rund zwei Stunden wieder voll, sofern ein passendes Netzteil vorhanden ist – im Lieferumfang ist keines enthalten.
Das Samsung Galaxy Tab S10 FE+ mit 8/128 GB hat eine stolze UVP von 749 Euro, das Top-Modell mit 5G und 12/256 GB liegt sogar bei 949 Euro. Mittlerweile sind die Preise schon rasch gefallen. So bekommt man das Galaxy Tab S10 FE+ mit 8/128 GB bereits für knapp 489 Euro. Mit 12/256 GB sind es 571 Euro. Mit 5G kostet das Modell mit 8/128 GB schon 570 Euro und mit 12/256 GB etwa 680 Euro. Als Farben gibt es Dunkelgrau, Silber und Hellblau.
Das Galaxy Tab S10 FE+ zählt mit seinem 13,1-Zoll-Display zu den besonders großen Tablets auf dem Markt und startet bei knapp unter 600 Euro. Die Bildqualität des IPS-LCDs überzeugt trotz Verzicht auf OLED, auch die 90-Hz-Bildwiederholrate sorgt für flüssige Darstellung. Der Exynos 1580 bietet ausreichend Leistung für den Alltag und Multimedia, bleibt aber spürbar hinter den Top-Modellen zurück. Der USB-C-2.0-Anschluss ist für den Preis eher enttäuschend.
Positiv sticht Samsungs Update-Versprechen hervor: Bis zu sieben Jahre Software-Support sind für ein Mittelklasse-Tablet vorbildlich. Insgesamt ist das S10 FE+ eine attraktive Option für alle, die ein großes Display und langfristige Updates wollen – wobei die Konkurrenz teilweise bessere Specs und niedrigere Preise bietet.
Das Galaxy Tab S10 FE ist das beste der 11-Zoll-Tablets von Samsung. Wie sich das abgespeckte Top-Modell schlägt, zeigt der Test.
Das Galaxy Tab S10 FE ist das beste der 11-Zoll-Tablets von Samsung. Wie sich das abgespeckte Top-Modell schlägt, zeigt der Test.
Mit der Fan Edition (kurz: FE) bietet Samsung schon seit einigen Jahren technisch leicht abgespeckte Varianten seiner Flagship-Smartphones sowie Tablets an. Diese Geräte sollen die wichtigsten Features der Premium-Reihen bieten, aber den Fokus eher auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis setzen. Statt OLED kommt LCD zum Einsatz, der Chip stammt von Samsung und nicht Qualcomm, ein Stift ist aber an Bord sowie eine IP68-Zertifizierung.
Mit einem Preis ab 424 Euro ist das Tab S10 FE ein erschwinglicher Einstieg in die Premium-Tablets der Koreaner – zudem ist es das kleinste Modell der Reihe. Ob der Kompromiss gelingt oder es sich eher um Magerkost handelt, klären wir in diesem Test.
Zumindest optisch lässt sich das Galaxy Tab S10 FE kaum von einem Premium-Gerät unterscheiden. Das kantige Unibody-Gehäuse aus Metall ist exzellent verarbeitet und orientiert sich am bewährten Design der Premium-Tablets von Samsung der vergangenen Jahre. Wer ein kompaktes Tablet unter 11 Zoll sucht, hat derzeit kaum eine Alternative. Die kleinere Variante hat Samsung bei der aktuellen Tab-S10-Reihe gestrichen.
Mit Abmessungen von 254,3 × 165,8 × 6 mm ist das Tab S10 FE fast identisch mit dem Vorgängermodell, ist jedoch minimal dünner. Die Maße entsprechen annähernd dem DIN-B5-Format – ein Mittelweg zwischen DIN A4 und A5, wie er häufig bei Sachbüchern oder Zeitschriften verwendet wird. Damit ist das S10 FE aktuell das kompakteste Modell der Tab-S10-Serie – das 10,9-Zoll-Modell entfällt in dieser Generation. Mit knapp unter 500 g ist es etwas leichter als der Vorgänger und minimal schwerer als ein aktuelles iPad.
Die Lautstärkewippe und der Power-Button mit integriertem Fingerabdrucksensor befinden sich auf der oberen linken Längsseite. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal ist die IP68-Zertifizierung – das Tab S10 FE gehört zu den wenigen wasserdichten Tablets auf dem Markt. Es übersteht problemlos ein kurzes Untertauchen in Süßwasser, bis zu 30 Minuten bei maximal einem Meter Tiefe.
Wie schon beim Vorgängermodell kommt ein 10,9-Zoll-Display mit IPS-Panel zum Einsatz – also ein LCD statt OLED, wie es bei der Tab-S10-Reihe der Fall ist. An die tiefen Schwarzwerte des Tab S10+ reicht es zwar nicht heran, dennoch überzeugt die Bildqualität. Es handelt sich um ein ausgezeichnetes LC-Display.
Die Auflösung beträgt scharfe 2304 × 1440 Pixel im 16:10-Format. Die Bildwiederholrate liegt bei 90 Hz – das sorgt für ein deutlich flüssigeres Bild als bei 60 Hz. Allerdings bieten viele Konkurrenten in dieser Preisklasse bereits 120 Hz oder sogar 144 Hz. Die Screen-to-Body-Ratio beträgt knapp 82 Prozent.
Die maximale Helligkeit lag in unseren Messungen bei knapp unter 600 cd/m². Das ist für ein Tablet ein guter Wert, auch wenn einige Top-Tablets hier bereits mehr erreichen. Zumindest im Schatten lässt sich das Tab S10 FE dennoch gut ablesen.
Im Vergleich zum Vorgängermodell wurde die Kameraausstattung aufgewertet: Hinten kommt jetzt eine 13-Megapixel-Kamera zum Einsatz, vorn bleibt es bei einer 12-Megapixel-Kamera. Für ein Tablet ist das ordentlich. Die Kameras liefern detailreiche, scharfe Aufnahmen mit gutem Dynamikumfang und kräftigen Farben. Videos sind sogar in 4K-Auflösung möglich – das reicht für mehr als nur gelegentliche Schnappschüsse, das Abfotografieren von Dokumenten oder Videochats mit Freunden.
Einige Abstriche gibt es beim Prozessor: Zum Einsatz kommt der Exynos 1580 aus eigenem Hause – der auch im Samsung Galaxy A56 (Testbericht) seine Arbeit verrichtet. Damit bleibt das Gerät deutlich hinter dem Galaxy Tab S10+ zurück, bietet aber mehr als ausreichend Leistung für alltägliche Aufgaben und gelegentliches Gaming. Im Benchmark-Test PCmark Work 3.0 erreicht das Tab S10 FE rund 12.800 Punkte, bei 3Dmark Wild Life sind es knapp 4800 Punkte und im anspruchsvolleren Wild Life Extreme rund 1250 Punkte.
Als RAM gibt es 8 GB RAM bei 128 GB internem Speicher oder 12 GB RAM bei 256 GB Speicher. Eine Erweiterung per microSD-Karte ist auf bis zu 2 TB möglich. Alles andere als zeitgemäß und des Preises nicht würdig ist der langsame Anschluss mit USB-C 2.0. Wenigstens nutzt das Tablet Wi-Fi 6E sowie Bluetooth 5.3. Optional gibt es eine Variante mit 5G.
Statt vier kommen zwar nur zwei Stereo-Lautsprecher zum Einsatz, diese sorgen aber für einen ausgeprägten Klang – genau das Richtige für Medienkonsum. Zum Lieferumfang gehört der bewährte S Pen, der magnetisch an der Rückseite haftet und dort drahtlos aufgeladen wird. In der Praxis zeigt sich jedoch: Beim Transport kann der Stift relativ leicht verloren gehen. Der Fingerabdrucksensor im Power-Button ist gut positioniert und arbeitet flott und verlässlich.
Zum Testzeitpunkt Mitte Mai lief das Tab S10 FE mit One UI 7.0 auf Basis von Android 15. Der Sicherheits-Patch stammt aus April und ist damit noch aktuell. Samsung verspricht sieben Jahre Software-Updates für das Mittelklasse-Tablet – das ist erfreulich lang. Allerdings erscheinen diese Updates nur quartalsweise und nicht monatlich wie bei den Flaggschiff-Smartphones. Im späteren Verlauf reduziert sich der Rhythmus sogar auf halbjährliche Updates.
Wie üblich installiert Samsung ab Werk eine ganze Reihe an Bloatware und ersetzt viele Google-Dienste durch eigene Anwendungen. Die vollständige Bandbreite der KI-Funktionen der Tab-S10-Reihe steht hier allerdings nicht zur Verfügung. Ähnlich wie bei den Smartphones der Galaxy-A-Serie spricht Samsung von „intelligenten Funktionen“ und bietet vereinzelte Features an – etwa Circle to Search.
Das Samsung Galaxy Tab S10 FE zeigt sich trotz des vergleichsweise kleinen 8000-mAh-Akkus erfreulich ausdauernd. Im PCmark Battery Test erreichten wir eine simulierte Laufzeit von knapp 13,5 Stunden – ein hervorragender Wert für ein Tablet. Bei reiner Videowiedergabe dürfte die Laufzeit sogar noch höher ausfallen, unter hoher CPU-Last und maximaler Helligkeit hingegen deutlich kürzer. Im Schnitt kann man das Tablet den ganzen Tag am Stück nutzen, bevor es an die Steckdose muss – bei sporadischer Nutzung muss es oft nur einmal die Woche ans Netzteil. Weniger überzeugend ist allerdings die Ladegeschwindigkeit: Das Tablet unterstützt lediglich 25 Watt. Ein vollständiger Ladevorgang dauert damit etwa drei Stunden.
Angesichts der Ausstattung erscheint uns die UVP von 579 Euro viel zu hoch gegriffen. Allerdings fallen die Preise schnell: So bekommt man die günstigste Variante nur mit WLAN und 8/128 GB schon ab 424 Euro. Mit 12/256 GB geht es bei 499 Euro los. Das Modell mit 5G kostet mit 8/128 GB rund 556 Euro und mit 12/256 GB etwa 603 Euro.
Mit seinem vergleichsweise kompakten Format von knapp unter 11 Zoll ist das Samsung Galaxy Tab S10 FE inzwischen eine Rarität – ein derart kleines Modell bietet die Tab-S10-Reihe sonst nicht mehr. Der aktuelle Preis von knapp unter 500 Euro ist fair, allerdings müssen Käufer im Vergleich zum Top-Modell spürbare Abstriche bei der Ausstattung hinnehmen.
Statt OLED kommt ein LCD zum Einsatz. Dieses überzeugt jedoch mit guter Bildqualität und ordentlicher Helligkeit, muss sich aber mit einer Bildwiederholrate von 90 Hz begnügen. Der Exynos-Chip aus dem Galaxy A56 liefert mehr als ausreichende Leistung für alltägliche Aufgaben, Unterhaltung und Casual Games, bleibt aber deutlich hinter der Rechenleistung des Mediatek-Chips im Tab S10+ zurück. Schade: USB-C 2.0 ist für den Preis nicht mehr angemessen.
Besonders positiv hervorzuheben ist Samsungs Update-Politik: Der Software-Support für das Tab S10 FE soll ganze sieben Jahre lang gewährleistet sein – vorbildlich für ein Gerät der Mittelklasse. Aktuell ist im Samsung-Portfolio kein besseres 11-Zoll-Tablet zu finden. Allerdings schläft die Konkurrenz nicht: Xiaomi, Lenovo und Honor bieten in diesem Segment teils technisch überlegene Modelle – und das zu einem niedrigeren Preis.
Ein 12,7-Zoll-Display mit 144 Hz, starke Leistung und toller Sound für unter 400 Euro: Das Lenovo Idea Tab Pro klingt zu gut, um wahr zu sein. Ob sich der Kauf lohnt, zeigt der Test.
Ein 12,7-Zoll-Display mit 144 Hz, starke Leistung und toller Sound für unter 400 Euro: Das Lenovo Idea Tab Pro klingt zu gut, um wahr zu sein. Ob sich der Kauf lohnt, zeigt der Test.
Wer ein möglichst großes Tablet zum kleinen Preis sucht, findet mit dem Lenovo Idea Tab Pro eine wirklich gute Option. Das LCD bietet beeindruckende 144 Hz, und der Prozessor ist deutlich flotter, als man es in dieser Preisklasse erwarten würde. Das macht das Lenovo Idea Tab Pro zu einem idealen Media-Tablet in der Preisklasse unter 400 Euro. Ob es hält, was es verspricht, und welche Haken es gibt, klärt dieser Testbericht.
Das Lenovo Idea Tab Pro wirkt schick und elegant – ganz im Stil seiner Vorgänger. Das graue Unibody-Gehäuse aus Aluminium ist hochwertig verarbeitet. Zwar gibt das Gerät bei Verwindung ein leises Knarzen von sich, bleibt dabei aber insgesamt stabil. Auffälliger als beim Lenovo Tab P12 ist das mittig platzierte Lenovo-Logo.
Ein schraffiertes Muster im oberen Viertel setzt einen markanten optischen Akzent. Das Design ist kantig, mit stark abgerundeten Ecken – typisch für moderne Tablets. Die Kamera samt LED-Blitz ragt nur minimal aus einem rechteckigen Element hervor. Ein gelungenes Detail: Der Power-Button sitzt an der linken kurzen Seite, während die Lautstärketasten oben platziert sind – so gerät man etwa beim Leiserstellen nicht versehentlich in den Stand-by-Modus.
Mit 12,7 Zoll ist das Idea Tab Pro ein echtes Schwergewicht. Die Abmessungen von 291,8 × 189,1 × 6,9 mm machen es zwar angenehm dünn, aber fast so groß wie ein DIN-A4-Blatt. Das Gewicht von 620 g zählt ebenfalls zu den höheren Werten. Einen Schutz gegen Flüssigkeiten, etwa in Form einer IP-Zertifizierung, gibt es nicht.
An der Bildschirmfläche mangelt es dem Idea Tab Pro wahrlich nicht. Die Diagonale von 12,7 Zoll entspricht 32,3 cm. Trotz des auf Medienkonsum optimierten 16:10-Formats bietet das Display eine Auflösung von 2944 × 1840 Pixeln – mit mehr als ausreichend scharfen 273 PPI. Verglichen mit Geräten wie dem Magic Pad 2 von Honor wirkt der Display-Rand allerdings etwas dick.
Die Bildqualität ist insgesamt überzeugend: Farben erscheinen kräftig, Kontraste satt. Als IPS-Panel erreicht es zwar nicht die Schwarzwerte eines OLED-Displays, liefert aber dennoch eine solide Darstellung. Bei der Farbgenauigkeit gibt es noch etwas Luft nach oben. Die Blickwinkelstabilität ist zudem hoch, auch wenn man das Tablet flach hält. Weiteres Highlight ist die hohe Bildwiederholrate von 144 Hz, die für eine sehr flüssige Darstellung insbesondere bei Spielen oder Animationen sorgt. Auch auf Touch-Eingaben reagiert das Display präzise.
Ein großes Manko gibt es jedoch: Die maximale Helligkeit von nur rund 400 Nits lässt zu wünschen übrig. Damit ist das Tablet fast ausschließlich für den Indoor-Betrieb geeignet. Eine adäquate Darstellung von HDR-Inhalten ist so nicht möglich.
Wir haben hier die Version mit glänzendem Display getestet. Es gibt aber auch eine Variante mit mattem Bildschirm, ähnlich dem Lenovo Tab P12 Matte Display.
Die Kameraausstattung fällt eher mager aus – typisch für preiswerte Tablets. Doch mehr als für Schnappschüsse im Notfall, Videochats oder das Ablichten von Dokumenten benötigt man die Linsen ohnehin nicht. Wer würde schon ernsthaft mit einem so großen Tablet fotografieren gehen?
Entsprechend bescheiden und nur bei gutem Licht brauchbar sind die Aufnahmen der Hauptkamera mit 13 Megapixeln sowie der Frontkamera mit 8 Megapixeln. Der Autofokus reagiert etwas träge. Immerhin sind Videos in 4K mit der Hauptkamera möglich, allerdings nur mit 30 FPS. Anders als bei einem Smartphone spielt die Kamera bei einem Tablet für uns ohnehin nur eine Nebenrolle.
Als Antrieb setzt das Lenovo Idea Tab Pro auf einen Dimensity 8300 von Mediatek. Dieser bietet ordentlich Leistung und kann fast mit einem Snapdragon 8s Gen 3 mithalten. Damit ist das Idea Tab Pro – anders als etwa das Lenovo Tab P12 – auch für anspruchsvolle Spiele geeignet. Das bestätigen die starken Benchmark-Ergebnisse: 19.000 Punkte im PCmark und über 2400 Punkte im 3Dmark Wild Life Extreme. Allerdings lässt die Effizienz von lediglich 62 Prozent bei längerer Auslastung im Stresstest spürbar nach.
Der Arbeitsspeicher beträgt je nach Variante 8 oder 12 GB RAM. Beim Speicher stehen 128 GB (nur langsamer UFS 3.1) oder 256 GB (flotter UFS 4.0) zur Auswahl. Eine Erweiterung per microSD-Karte ist möglich. Auch die restliche Ausstattung ist auf einem aktuellen Stand: Wi-Fi 6E, USB-C 3.0 (inklusive Displayport) und Bluetooth 5.3 sind mit an Bord. Allerdings gibt es keine Variante mit Mobilfunkmodul. Immerhin ist GPS vorhanden, falls jemand das große Tablet als überdimensioniertes Navi nutzen möchte – mit heruntergeladenen Offline-Karten oder per Hotspot vom Smartphone. Es gibt ferner einen Fingerabdruckscanner im Power-Button, mit dem sich das Gerät schnell und zuverlässig entsperren lässt.
Besonders beeindruckend ist der Klang der vier eingebauten Lautsprecher. Sie erzeugen einen kristallklaren, vollen und räumlichen Sound, der sogar Dolby Atmos unterstützt. Wer alleine vor dem Tablet sitzt, bekommt fast ein kleines Heimkino-Feeling – wenn auch nur fast.
Ein Stift ist ebenfalls verfügbar – allerdings nur, wenn man die entsprechende Version bestellt. Das Tablet wird auch deutlich günstiger ohne Stylus angeboten, ebenso mit oder ohne die Schutzhülle namens Folio. Beim Eingabestift handelt es sich um den Tab Pen Plus. Dieser muss per USB geladen werden und lädt nicht, wenn er magnetisch auf der Rückseite haftet. Zudem fehlt ihm ein gewisser Widerstand beim Schreiben sowie eine berührungsempfindliche Fläche – stattdessen gibt es nur einen Button. Zum Andocken an Tastaturen stehen unten Pogo-Pins zur Verfügung.
Als Software läuft Android 14. Lenovo verzichtet wie immer auf große Anpassungen der Bedienoberfläche – was zu einem puren Android-Erlebnis führt. Zudem ist es optimiert für den Einsatz auf einem Tablet. So ist die Darstellung mehrerer Apps als Fenster möglich. Steckt man eine Tastatur ein, wechselt das Interface in einen Desktop-ähnlichen Modus mit fixer Taskleiste.
Der Hersteller packt aber für unseren Geschmack wie immer zu viel Bloatware auf das Gerät. Darunter finden sich viele Spiele, weniger nützliche Tools oder Shopping-Möglichkeiten. Diese kann man allerdings restlos deinstallieren. Widevine Level 1 für Streaming in HD via Netflix & Co. gehört selbstredend zur Ausstattung.
Updates soll es für vier Jahre ab Release geben – also bis Ende 2028. Bis Android 17 können sich Käufer auf Upgrades Hoffnung machen. Der Sicherheits-Patch stammt allerdings noch aus September 2024 und ist ziemlich veraltet. Updates dürfte es also nur quartalsweise geben.
Der Li-Po-Akku bietet großzügige 10.200 mAh. Unser üblicher Battery Test von PCmark wollte auf dem Testgerät leider nicht durchlaufen. Allerdings kann man mit einer Akkulaufzeit von etwa 11 bis 12 Stunden beim Surfen rechnen, wie unsere Erfahrungen zeigen. Wer nur Videos schaut, kommt deutlich länger aus, während bei hoher Belastung durch Gaming der Akku bereits nach wenigen Stunden an seine Grenzen stößt.
Das Laden ist mit maximal 45 Watt möglich. Im Schnitt dauert es rund 3 Stunden, um den Akku vollständig aufzuladen. Kabelloses Laden (Qi) wird nicht unterstützt.
Das günstigste Angebot für das Lenovo Idea Pad Pro beträgt knapp 307 Euro – allerdings ohne Stift und nur mit 8/128 GB. Mit Stift sind es dann 379 Euro – das Modell mit 12/256 GB gibt es mit Stylus ab 399 Euro. Das Top-Modell mit mattem Display kostet 449 Euro. Es gibt zudem Bundles inklusive Schutzhülle. Einzeln bekommt man den Tab Pen Plus für 47 Euro.
Das Lenovo Idea Tab Pro ist ein echter Geheimtipp in der Mittelklasse. Wer ein besonders großes Tablet zur Unterhaltung und für gelegentliches Gaming sucht, aber nicht viel Geld ausgeben möchte, trifft hier eine gute Wahl. Das LCD bietet stattliche 144 Hz, der Prozessor ist ebenfalls ziemlich flott für die Preisklasse, und die Ausstattung kann sich sehen lassen. Richtig gut ist zudem der Sound. Auch die Akkulaufzeit fällt positiv aus.
Abstriche gibt es beim recht dunklen LCD, das nicht mit den Top-Displays teurerer Geräte mithalten kann. Allerdings bietet es eine sehr hohe Auflösung. Der Sicherheits-Patch ist nicht auf dem neuesten Stand und wird wohl nur quartalsweise aktualisiert. Der Stift muss per USB-C geladen werden. Zudem sind die Ausstattungsvarianten teilweise verwirrend – wir raten dazu, aufmerksam die Produktbeschreibungen der Händler zu lesen.
Das Samsung Galaxy Tab S9 FE ist als abgespeckte Variante des Tab S9 schon ab 449 Euro zu haben. Ob der Kompromiss aus Preis und Leistung gelingt, zeigt der Test von TechStage.
Das Samsung Galaxy Tab S9 FE ist als abgespeckte Variante des Tab S9 schon ab 449 Euro zu haben. Ob der Kompromiss aus Preis und Leistung gelingt, zeigt der Test von TechStage.
Das Samsung Galaxy Tab S9 in allen drei Größen stellt derzeit das Maß aller Dinger bei Android-Tablets dar und muss sich auch vor dem Apple iPad nicht verstecken. Allerdings sind die Premium-Tablets ziemlich teuer. Als „preiswerteren“ Einstieg in die gehobene Mittelklasse der Android-Tablets bei Samsung bieten die Koreaner jetzt mit dem Samsung Galaxy Tab S9 FE („Fan Edition“) eine abgespeckte Variante in zwei Größen an. Getestet haben wir das kleinere Modell.
Optisch sieht man dem Tab S9 FE kaum an, dass es nicht das Top-Modell ist. Die Verarbeitung ist genauso wie beim regulären Tab S9 erstklassig und hochwertig. Auch die „Fan Edition“ des Tab S9 bietet jetzt eine Zertifizierung für IP68 und ist damit wasserdicht – eine Seltenheit bei Tablets. Es ist somit staubdicht und übersteht einen Aufenthalt in Wasser für rund 30 Minuten in bis zu einem Meter Tiefe.
Das Tab S9 FE ist mit einer Diagonale von 10,9 Zoll recht kompakt und in etwa so groß wie das Galaxy Tab S9. Das kantige Gehäuse sieht sehr edel verarbeitet aus und ist kaum vom Top-Modell zu unterscheiden. Die Lautstärkewippe und der Power-Button mit Fingerabdruckleser befinden sich oben links auf der langen Seite. Für unseren Geschmack wäre der Fingerabdruckscanner weiter links oder gleich auf der kurzen Seite besser aufgehoben gewesen. Statt vier kommen zwei Lautsprecher von AKG auf den beiden kurzen Seiten zum Einsatz.
Der im Lieferumfang enthaltene S-Pen haftet magnetisch auf der Rückseite, wo er auch geladen wird. Allerdings verliert man den Stift recht leicht beim Transportieren. Hilfreich ist hier das Smart Book Cover (Preisvergleich) von Samsung für knapp 50 Euro, das zusätzlich das Tablet schützt und eine Aufbewahrungsmöglichkeit für den Stylus bietet.
Gegenüber dem Tab S9 gibt es Abstriche beim Display: Statt OLED kommt „nur“ ein IPS-Panel zum Einsatz. Das LCD misst zudem nur 10,9 statt 11 Zoll in der Diagonale. Die Auflösung von 2304 × 1440 Pixel bietet eine hohe Bildschärfe mit einer Pixeldichte von rund 249 ppi (Pixel pro Zoll). Wem das Tab S9 FE zu klein ist, bekommt mit dem Tab S9 FE+ auch eine Variante mit 12,4-Zoll-Display (IPS).
Die Bildwiederholrate liegt bei 90 Hertz. Gegenüber Bildschirmen mit 60 Hertz erscheint die Anzeige beim Scrollen und bei Animationen so deutlich geschmeidiger. Allerdings bietet das preiswertere Xiaomi Pad 6 (Testbericht) sogar 144 Hertz, das Lenovo Tab P11 Pro (Testbericht) mit OLED kommt auf 120 Hertz, iPad-Nutzer müssen sich dagegen weiterhin mit 60 Hertz begnügen. Dank vorhandenem Widevine Level 1 zeigt das Tablet Inhalte von Streaming-Anbietern (Ratgeber) in Full-HD an.
Die Bildqualität ist trotz IPS-Panel mehr als überzeugend und zaubert lebendige Farben mit gut abgestimmten Kontrasten auf die Anzeige. Die Blickwinkelstabilität fällt gewohnt hoch aus. Lobenswert ist zudem die Helligkeit, die bis zu 660 cd/m² laut unseren Messungen erreicht. Für ein Tablet ist das ziemlich gut. Damit kann man das Tab S9 FE auch gut im Freien nutzen – außer bei starkem Sonnenschein.
Im Gegensatz zu Smartphones messen wir der Kamera bei einem Tablet keine so große Bedeutung bei. Viel bietet hier das Tab S9 FE auch nicht. Klugerweise kommt bei der Fotokamera eine bessere Linse mit 12 Megapixeln zum Einsatz. Das erlaubt gute Bildqualität bei Videochats. Auf der Rückseite findet sich nur eine 8-Megapixel-Linse wieder. Diese dürfte in erster Linie zum Abfotografieren von Dokumenten gedacht sein.
Als Antrieb dient ein Samsung Exynos 1380. Das SoC (System on a Chip) ist nicht die beste Wahl und dem Snapdragon 8 Gen 2 aus dem Tab S9 deutlich unterlegen. Verglichen mit früheren Mittelklasse-Tablets wie dem Galaxy Tab S6 Lite (Testbericht) oder dem Tab S7 FE (Testbericht) ist der Leistungszuwachs aber ordentlich.
Für die meisten alltäglichen Aufgaben bietet der Prozessor genügend Leistung. Das belegen auch die ordentlichen 12.000 Punkte beim Benchmark Work 3.0 von PCmark. Für Gelegenheitsspieler ist die Grafikleistung mit 3000 Punkten bei Wild Life von 3Dmark akzeptabel. Hardcore-Gamer benötigen aber mehr Leistung. Das Xiaomi Pad 6 (Testbericht) sowie das Lenovo Tab P11 Pro (Testbericht) sind in diesem Bereich deutlich stärker.
Das preiswerte Tab S9 FE bietet 128 GB Speicher und 6 GB RAM – etwas wenig Arbeitsspeicher in unseren Augen. Beim Modell mit 256 GB sind wenigstens 8 GB RAM vorhanden. Immerhin ist der interne Speicher per microSD-Karte auf bis zu 1 TB erweiterbar. Nicht mehr zeitgemäß ist der Übertragungsstandard beim Typ-C-Anschluss, der nur USB 2.0 bietet.
GPS ist an Bord, ortet aber deutlich weniger genau als ein Smartphone. Gut gefallen haben uns die Stereolautsprecher von AKG, die einen fülligen und kräftigen Sound bieten. Für heimische Netzwerke steht Wi-Fi 6E zur Auswahl. Auf Wunsch gibt es eine 5G-Variante des Tab S9 FE fürs mobile Surfen.
Das Tab S9 FE läuft nach einem Update bereits mit Android 14 und der Bedienoberfläche One UI 6. Wer mit Samsung-Geräten schon einmal vertraut war, kommt schnell zurecht. Für Umsteiger von Lenovo & Co. gibt es einige Unterschiede bei den Einstellungen und vergleichsweise viel Bloatware sowie eigene App-Alternativen von Samsung zu gängigen Google-Anwendungen.
Der Sicherheitspatch stammte zum Testzeitpunkt im Dezember aus November, was noch hinreichend aktuell ist. Käufer können sich in jedem Fall auf einen langen Software-Support freuen – ein großer Vorteil gegenüber Tablets von Lenovo oder anderen chinesischen Anbietern. Patches soll es für fünf Jahre geben, mit Systemupdates ist bis einschließlich Android 17 zu rechnen.
Das Tab S9 FE mit einem Akku mit 8000 mAh kommt beim Battery Test von PCmark auf rund 12 Stunden. Das ist ein ziemlich guter Wert, der die meisten Android-Konkurrenten übertrifft. Ein Netzteil liegt nicht bei. Das Tablet unterstützt kabelgebundenes Laden mit bis zu 45 Watt. Mit einem 25-Watt-Ladegerät war das Tab S9 FE in knapp 90 Minuten von 20 auf 100 Prozent geladen.
Der Preis für das Galaxy Tab S9 FE mit 6/128 GB startet derzeit schon ab 369 Euro. Mit 8/256 GB sind rund 440 Euro fällig – ein stolzer Aufpreis. Die 5G-Version kostet 425 Euro mit 6/128 GB oder rund 493 Euro mit 8/256 GB. Als Farben stehen Schwarz, Silber, Lila und Minzgrün zur Auswahl.
Das Samsung Galaxy Tab S9 FE ist ein richtig gutes Alleskönner-Tablet mit Android und Stift und gegenüber dem Flagship Galaxy Tab S9 auch deutlich günstiger. Zu den größten Stärken gehört das wasserdichte Gehäuse sowie der lange Software-Support. Das helle LCD macht eine gute Figur, die 90 Hertz werden aber von der Konkurrenz mittlerweile übertroffen.
Für unseren Geschmack ist das Tab S9 FE aber noch zu teuer, zumal Konkurrenten von Xiaomi und Lenovo günstiger sind bei besserer Performance. Die CPU bietet eine an sich ordentliche Performance, aber hier sind Xiaomi und Lenovo stärker, und ob die Leistungsreserven in einigen Jahren noch ausreichen, sei dahingestellt.
Das Lenovo Yoga Tab Plus ist mit 12,7 Zoll ziemlich groß, leistungsstark und kommt mit Tastatur und Stift. Ob es im Test überzeugt, zeigt unser Test.
Das Lenovo Yoga Tab Plus ist mit 12,7 Zoll ziemlich groß, leistungsstark und kommt mit Tastatur und Stift. Ob es im Test überzeugt, zeigt unser Test.
Mit Stift und abnehmbarer Tastatur ausgerüstet, ist das Lenovo Yoga Tab Plus vielfältig einsetzbar. Nicht zuletzt auch durch die Rechenleistung, die der bärenstarke Qualcomm Snapdragon 8 Gen 3 dem 12,7-Zoll-Tablet spendiert. Dadurch ist es auf dem Papier bestens ausgerüstet, um beim Zocken, auf der Arbeit und gemütlich im Bett beim Serienschauen eine gute Figur zu machen. Im Test zeigt sich, ob das Tablet einen rundum guten Job macht.
Das Lenovo Yoga Tab Plus liefert mit einer Bildschirmdiagonale von 12,7 Zoll genügend Spielfläche für die meisten Anwendungen. Filme oder Serien streamen, eine E-Mail schreiben oder darauf mit dem Lenovo Tab Pen Pro zeichnen ist gar kein Problem.
Mit seinen 290,91 × 8,52 × 180,83 mm ist es relativ groß. Die 633,5 g an Gewicht, die es auf die Waage bringt, machen sich nach längerer Zeit in der Hand definitiv bemerkbar, für die Größe ist es aber dennoch vertretbar.
Optisch macht das Yoga Tab Plus einiges her: Das Metallgehäuse ist in einem matten Türkis gehalten. Am oberen Rand auf der Rückseite erhebt sich ein knapp 3,5 cm breiter Glasstreifen, der sich entlang des Gehäuses zieht und an dessen rechten Rand sich die zwei Kameras befinden. Während es optisch anspricht, störte uns die Anhebung des Glasstreifens – wenn man das Tablet vertikal hält – da es für die Finger nach längerer Zeit einfach unbequem ist.
Unser Testgerät wurde mit einer Tastatur, einem Kickstand, dem Lenovo Tab Pen Pro samt Ersatzspitze und einem Ladekabel geliefert. Eine Schutzhülle ist nicht dabei, die Tastatur fungiert, wenn sie umgeklappt ist, zumindest als Display-Schutz. Der Kickstand haftet magnetisch an der Rückseite des Tablets und lässt sich frei einstellen. Die Tastatur haftet ebenfalls magnetisch und verbindet sich über die Drei-Punkt-Pogo-Pins unkompliziert mit dem Tablet. Es gibt auch Varianten ohne Tastatur.
Der Lenovo Tab Pen Pro haftet, ebenfalls magnetisch, oben rechts am Tablet, worüber er zudem auch auflädt und sich beim ersten Einrichten mit dem Yoga Tab Plus verbindet.
Beim Bildschirm des Yoga Tab Plus handelt es sich wie beim Lenovo Legion Tab Gen 3 leider nicht um ein AMOLED, sondern um ein LTPS-Display, das eine Auflösung von 2944 × 1840 Pixeln hat. Die Bildwiederholrate von 144 Hz kann sich sehen lassen und rüstet das Tablet dadurch auch für kompetitive Spiele aus, bei denen eine höhere Refresh-Rate die Präzision und Reaktion verbessern kann. Der aufgemotzte LCD-Bildschirm kommt allerdings trotz kräftiger Farben keinesfalls an ein OLED-Display heran.
Dank der hohen Pixeldichte von 273 PPI ist die Bildqualität des 12,7-Zoll-Displays sehr scharf. Die von uns gemessene Bildschirmhelligkeit von maximal 650 cd/m² attestiert dem Yoga Tab Plus zudem nicht nur den Gebrauch in Innenräumen, sondern auch eine ausreichende Helligkeit, um es tagsüber im Freien zu nutzen.
Ausgestattet ist das Tablet mit einer 13-Megapixel-Frontkamera und einer 13-Megapixel-Dual-Kamera auf der Rückseite. Die geschossenen Fotos sind unscharf und verwaschen. In mäßig beleuchteten Innenräumen hat die Frontkamera sehr zu kämpfen und produziert verrauschte Bilder. Unabhängig davon, dass Tablet-Kameras mehr Zierwerk als alles andere sind, ist das Tablet auch einfach viel zu groß und unhandlich, um damit ernsthafte Fotos zu machen.
Damit es seinen Aufgaben gerecht wird, hat Lenovo das Yoga Tab Plus mit einem Qualcomm Snapdragon 8 Gen 3 Prozessor mit einer maximalen Taktrate von 3,30 GHz ausgestattet. Eine performante CPU, die mit den meisten Anwendungen problemlos zurechtkommt. Unsere Benchmarks bestätigen das auch: Bei PCmark Work erzielt das Tablet einen Wert von 25000 Punkten. Das ist zusammen mit dem Lenovo Legion Tab Gen 3 der höchste Wert, den wir bisher bei unseren getesteten Tablets gemessen haben. Somit ist das Yoga Tab Plus, zumindest auf der Hardware-Seite, bestens für sämtliche Büroaufgaben ausgerüstet.
Mit den Benchmarks von 3Dmark messen wir, wie gut sich das Tablet im Bereich Gaming schlägt. Hier erreicht es beim Solar Bay Raytracing-Benchmark einen Wert von rund 8080 Punkten – ein hervorragendes Ergebnis, mit dem das Yoga Tab Plus vorn mitmischt. Bei Wild Life Extreme kommt das Tablet auf einen Score von über 4500 Punkten. Dieser Benchmark prüft die CPU im Hinblick auf die Grafikleistung und auch hier macht das Yoga Tab Plus eine fantastische Figur.
Mit einer 256 GB großen UTFS 4.0 SSD bietet das Tablet erst einmal genug Speicherplatz. Leider gibt es keinen SD-Kartenslot. Dieser wäre vorwiegend im Hinblick auf die Arbeit im Büro oder Homeoffice sinnvoll gewesen, um auch langfristig für genügend Speicherplatz zu sorgen. Die 16 GB LPDDR5X RAM liefern jedoch ausreichend Speicher und sorgen für eine reibungslose Performance im Alltag.
Der inkludierte Lenovo Tab Pen Pro fällt durch seine gelungene Gestensteuerung und seine Haptik besonders positiv auf und ist eine gelungene Ergänzung, um etwa Notizen handschriftlich auf dem Tablet festzuhalten.
Bei den Anschlüssen setzt man auf einen einzelnen USB-C-Port (Standard USB 3.2 Gen 1 × 1) mit einer maximalen Signalrate von 5 Gbit/s – enttäuschend niedrig. Mit Wi-Fi 7 und Bluetooth 5.4 bekommt man aktuelle Verbindungsstandards, einen 3,5-mm-Klinkenanschluss gibt es nicht. Der bereits erwähnte Drei-Punkt-Pogo-Pin ist die Schnittstelle für die mitgelieferte Tastatur des Lenovo Yoga Tab Plus. Fingerabdruckscanner und Gesichtserkennung sind vorhanden, GPS-Sensor nicht.
Der Fingerabdruckscanner befindet sich beim Yoga Tab Plus im Power-Button. Insgesamt vier Harman Kardon Lautsprecher sind im Yoga Tab Plus verbaut, die einen passablen Job machen und für den regulären Medienkonsum gänzlich ausreichend sind.
Auf dem Lenovo Yoga Tab Plus sind von Werk aus Android 14 sowie die Bedienoberfläche Lenovo ZUI 17 installiert. Ein Upgrade-Versprechen besteht bis einschließlich Android 17. Außerdem gibt es 4 Jahre garantierte Sicherheitsupdates.
Das Tablet verfügt über ein Widevine-Level-1-Zertifikat, wodurch es in der Lage ist, Inhalte von diversen Streaming-Diensten wie Netflix und Amazon Prime Video in Full-HD abzuspielen.
Neben den Apps der Google Suite sind Lenovo Vantage, der AI-Assistent Lenovo AI Now, Adobe Lightroom, Clip Studio, Concepts, Infinite Painter, Myscript Calculator 2, Nebo, Tide und Smart Connect installiert.
Mit einem 10.200-mAh-Akku ist das Yoga Tab Plus Tablet zwar gut ausgestattet, kommt im Battery Test aber nur auf 7,25 Stunden bei gemischter Nutzung, was ein sehr mittelmäßiger Wert ist. Beim reinen Videostreaming-Marathon auf Youtube hält der Akku gut 16 Stunden durch. Bei maximal 45 Watt lädt das Lenovo Yoga Tab Plus von 20 auf 100 Prozent in mehr als 3 Stunden auf.
Die UVP von 799 Euro ist ein stolzer Preis für das Tablet. Allerdings bekommt man hier viel Leistung für das Geld und ist mit abnehmbarer Tastatur und dem Lenovo Tab Pen Pro auch peripherietechnisch gut ausgestattet. Ohne Zubehör bekommt man das Tablet bereits ab 599 Euro. Zudem gibt es das Gesamtpaket mit Stift und Tastatur-Schutzhülle bei Ebay derzeit für 741 Euro mit dem Code: POWEREBAY3.
Das Lenovo Yoga Tab Plus stellt sich als vielseitig einsetzbares Allround-Talent heraus. Dank des Snapdragon 8 Gen 3 und der 16 GB RAM ist es in der Lage, mit so ziemlich allen Office-Aufgaben klarzukommen. Es hat mit 12,7 Zoll eine gute Größe, um damit nicht nur arbeiten zu können, sondern auch nach Feierabend gepflegt zu zocken oder Serien zu schauen.
Der LTPS-Bildschirm schmerzt, da er nicht an die Farb- und Bildqualität eines OLED-Pendants herankommt und auch der veraltete USB-C-Standard ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Hinzu kommen Kleinigkeiten wie ein fehlender SD-Kartenslot und die mittelmäßige Akkuperformance, die den Gesamteindruck des ansonsten gelungenen Tablets etwas trüben.
Trotz alledem bekommt man mit dem Lenovo Yoga Tab Plus ein kompetentes Allround-Talent, das vorwiegend durch seine Leistung und vielseitige Einsetzbarkeit überzeugt.
Das Samsung Galaxy Tab S9 FE+ ist eine abgespeckte Version des Galaxy Tab S9+. Im Test zeigt sich, ob der Kompromiss aus Preis und Leistung für die Zielgruppe gelingt.
Das Samsung Galaxy Tab S9 FE+ ist eine abgespeckte Version des Galaxy Tab S9+. Im Test zeigt sich, ob der Kompromiss aus Preis und Leistung für die Zielgruppe gelingt.
Mit einer Diagonale von 12,4 Zoll schiebt Samsung mit dem Tab S9 FE+ eine deutlich größere Variante des Tab S9 FE auf den Markt. Die Fan-Edition steht dabei für Geräte mit guter Preis-Leitung, bei der technisch etwas reduziert wird, um dennoch Top-Technologie erschwinglich für die breite Masse zu machen. Wie gut das mit dem Plus-Modell des Tab S9 FE gelingt, zeigt dieser Test.
Optisch lässt sich das Galaxy Tab S9 FE+ kaum vom teureren Tab S9+ unterscheiden. Es ist im Prinzip ein vergrößertes Tab S9 FE. Die Verarbeitung ist auf dem gewohnt hohen Niveau und auch die „Fan Edition“ besitzt die IP68-Zertifizierung, was das Tablet wasserdicht und staubgeschützt macht – ein seltenes Feature bei Tablets. Es übersteht bis zu 30 Minuten im Wasser in bis zu einem Meter Tiefe.
Mit seiner Diagonale von 12,4 Zoll ist das Tab S9 FE+ gut dimensioniert und verfügt über ein kantiges Gehäuse, das sehr edel wirkt. Die Lautstärkewippe und der Power-Button mit integriertem Fingerabdruckscanner befinden sich auf der langen Seite. Zwei Lautsprecher von AKG sorgen für guten Klang, auch wenn nur zwei statt vier Lautsprecher verbaut sind.
Der im Lieferumfang enthaltene S Pen wird magnetisch auf der Rückseite befestigt, was allerdings dazu führt, dass er leicht verloren gehen kann. Das Smart Book Cover von Samsung bietet Abhilfe, indem es zusätzlichen Schutz bietet und eine sichere Aufbewahrungsmöglichkeit für den Stylus schafft.
Im Vergleich zum teureren Tab S9 gibt es beim Display einige Abstriche. Das Tab S9 FE+ verwendet ein IPS-Panel statt eines OLED-Panels, was die Bildqualität bei bestimmten Szenarien etwas mindert. Mit einer Auflösung von 2560 × 1600 Pixeln liefert das Display jedoch eine hohe Bildschärfe und eine Pixeldichte von 243 PPI. Dank einer Bildwiederholrate von 90 Hz wirkt das Scrollen und die Darstellung von Animationen flüssiger als bei Displays mit 60 Hz. Andere Tablets dieser Preisklasse bieten allerdings 120 Hz oder 144 Hz.
Trotz des IPS-Panels zeigt das Display kräftige Farben und gut abgestimmte Kontraste, und die Blickwinkelstabilität ist einwandfrei. Besonders positiv hervorzuheben ist die Helligkeit, die mit 660 cd/m² für ein Tablet sehr hoch ausfällt und eine Nutzung im Freien ermöglicht – außer bei direkter Sonneneinstrahlung.
Wie bei den meisten Tablets ist die Kamera kein Schwerpunkt, dennoch liefert das Tab S9 FE+ in diesem Bereich solide Ergebnisse. Auf der Rückseite sind je zwei 8-Megapixel-Kameras verbaut: Eine für normale und eine für Weitwinkelaufnahmen. Diese Konfiguration ermöglicht flexiblere Fotooptionen, auch wenn die Qualität nicht mit Smartphones mithalten kann. Für Videochats ist die Frontkamera mit 12 Megapixeln ausreichend gut.
Angetrieben wird das Tab S9 FE+ von dem Mittelklasse-Prozessor Samsung Exynos 1380, der nicht an die Leistung des Snapdragon 8 Gen 2 des Tab S9 herankommt. Für die meisten alltäglichen Anwendungen reicht die Leistung jedoch aus. In den Benchmarks erzielte das Tablet 12.000 Punkte im PCmark Work 3.0 und 3000 Punkte im 3Dmark „Wild Life“. Bei „Wild Life Extreme“ waren es rund 900 Punkte. Für gelegentliche Spiele reicht die Leistung aus, Hardcore-Gamer werden jedoch mehr Performance benötigen.
Das Tab S9 FE+ ist mit 8 GB RAM und 128 GB oder gar 256 GB internem Speicher ausgestattet. Der Speicher kann per microSD-Karte auf bis zu 1 TB erweitert werden. Ein Nachteil ist der USB-C-Anschluss, der nur den älteren USB-2.0-Standard unterstützt. GPS und Wi-Fi 6E sind ebenfalls an Bord, und eine 5G-Variante ist erhältlich.
Das Tab S9 FE+ läuft mit Android 14 und der Bedienoberfläche One UI 6. Samsung bietet einen langen Software-Support, was für ein Android-Tablet einen klaren Vorteil darstellt. Patches sind für fünf Jahre garantiert, und Systemupdates werden bis einschließlich Android 17 erwartet. Die grafische Oberfläche ist für erfahrene Samsung-Nutzer leicht verständlich, bietet aber vergleichsweise viele vorinstallierte Apps und eigene Alternativen zu Google-Diensten.
Mit einem 10.090-mAh-Akku liefert das Tab S9 FE+ eine hervorragende Akkulaufzeit. Beim PCmark Battery Test kommt das Tablet auf etwa 12,5 Stunden. Das Tablet unterstützt eine Schnellladung mit bis zu 45 Watt, allerdings liegt kein Netzteil im Lieferumfang. Mit einem 25-Watt-Ladegerät war der Akku in etwa 120 Minuten von 20 auf 100 Prozent aufgeladen.
Das Galaxy Tab S9 FE+ mit 128 GB startet bei rund 499 Euro. Mit 256 GB kostet es rund 539 Euro. Für 5G kommen etwa 100 Euro hinzu.
Das Samsung Galaxy Tab S9 FE+ bietet ein attraktives Gesamtpaket für Nutzer, die ein großes und gut ausgestattetes Tablet zu einem erschwinglichen Preis suchen. Besonders hervorzuheben sind die gute Verarbeitung, die Zertifizierung für IP68 und das helle Display, das mit einer Auflösung von 2560 × 1600 Pixeln und einer Helligkeit von bis zu 660 cd/m² für eine angenehme Nutzung sorgt – auch im Freien. Der S Pen ist eine nützliche Ergänzung, auch wenn die Aufbewahrung etwas unpraktisch ist.
Die Akkulaufzeit von rund 12,5 Stunden und die Unterstützung für Schnellladung runden das Angebot ab. Ein großes Plus ist der lange Software-Support. Allerdings könnte die Nutzung des älteren USB-2.0-Standards und das Fehlen eines Netzteils im Lieferumfang für einige Nutzer einen Nachteil darstellen.
Im Vergleich zum teureren Tab S9 gibt es beim Display und der Performance jedoch Abstriche: Das IPS-Panel bietet zwar eine ordentliche Bildqualität, kann aber nicht mit dem OLED des Flaggschiffs mithalten. Der Exynos 1380 Prozessor ist für den Alltag ausreichend, stößt aber bei Spielen an seine Grenzen.
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