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Top 10: Das beste Balkonkraftwerk mit 800 Watt im Test

Priwatt Priflat Quattro

Priwatt Priflat Quattro

AnfangWelches ist das beste Balkonkraftwerk?Highlights aus unseren TestsHinweis zu den getesteten SetsAußer WertungWas ist ein Balkonkraftwerk?Wieland-Stecker: Pflicht oder Kür?Welche Grundvoraussetzungen gelten?Leistung, Einsparpotenzial & SpeicherGünstigere Strom- & GastarifeFazit

Balkonkraftwerke sind günstig, einfach zu installieren und reduzieren die Stromkosten. Wir zeigen, welche Mini-PV-Anlagen in den Tests am besten abgeschnitten haben.

Die Kosten von kleinen Photovoltaikanlagen mit einer Einspeisung von jetzt endlich bis zu 800 Watt sind nach etwa zwei bis drei Jahren amortisiert – und die Preise für die Steckersolargeräte sind weiter am Sinkflug. Kostete ein 600-Watt-System ohne Halterungen letztes Jahr noch locker 600 Euro, gibt es im Preisvergleich mittlerweile komplette Sets mit 800-Watt-Wechselrichter und Zubehör für unter 300 Euro. Zwar kommen hier oft noch Kosten für Versand und Zubehör dazu, der Trend ist aber klar ersichtlich.

Hier kommen Balkonkraftwerke oder Steckersolaranlagen ins Spiel. Die steckerfertigen Systeme produzieren mit 800 Watt zwar weniger Energie als großflächige PV-Lösungen auf Dächern oder Feldern, sind dafür aber schon für ein paar hundert Euro zu haben und können selbst in Betrieb genommen werden. Mehr dazu erklärt der Artikel Solarpaket I: Balkonkraftwerke mit 800 Watt werden endlich legal.

Allerdings zeigen unsere Erfahrungen aus den Tests, dass sich Systeme teilweise stark bei Leistung, Zuverlässigkeit und Bedienkomfort unterscheiden. In dieser Bestenliste zeigen wir, welche Balkonkraftwerke mit und ohne Speicher in der Praxis am verlässlichsten funktionieren. Wer wissen will, wie groß der Unterschied der Einsparungen von Balkonkraftwerken mit und ohne Speicher in der Praxis ist, findet konkrete Rechenbeispiele im Ratgeber Wann rechnet sich ein Balkonkraftwerk? PV-Ertragsrechner im Test sowie in unserem aktuellen Angebots-Check Balkonkraftwerk: Die besten Angebote – mit und ohne Speicher.

Zwar sollte man bei einem Balkonkraftwerk (BKW) den erzeugten Strom optimalerweise sofort verbrauchen, da es nur in seltenen Fällen eine Einspeisevergütung ins öffentliche Netz gibt, allerdings bieten Systeme von Ecoflow und Zendure eine Speichermöglichkeit, um den Strom auch nachts abzurufen. Da seit Januar 2023 keine Mehrwertsteuer mehr für PV-Anlagen bis 30 Kilowatt-Peak (kWp) bezahlt werden muss und sich die Liefersituation entspannt hat, sind die Preise erheblich günstiger als im Jahr zuvor. Hinzu kommt eine stetig wachsende Garantiezeit. Selbst 30 Jahre Garantie auf Panels ist keine Seltenheit mehr. Stromspeicher für Steckersolargeräte aus unseren Tests zeigen wir in der Top 10: Der beste Speicher fürs Balkonkraftwerk – jetzt nachrüsten und sparen.

Wer den hohen Stromkosten entgegenwirken will, sollte zunächst den eigenen Verbrauch reduzieren. Das funktioniert durch den Tausch alter elektronischer Haushaltsgeräte (Ratgeber) oder durch einen sparsameren Umgang mit Energie, bei der Strommessgeräte und smarte Zwischenstecker (Ratgeber) helfen können. Aber wer bereits auf seinen Stromverbrauch achtet, seine Großgeräte ausgetauscht und die Beleuchtung auf LED umgestellt hat, wird seinen Verbrauch kaum noch nennenswert senken können. Eine effektive Möglichkeit, die Energiekosten unabhängig von den Verbrauchern zu senken, ist die Nutzung von selbst produziertem Strom aus einer Photovoltaik-Anlage.

Wir versuchen, unsere Bestenliste aktuell zu halten, trotzdem kann es passieren, dass Änderungen in den Sets nicht sofort übernommen werden können. Was bei der Aktualisierung auffällt, ist der stetige Preisverfall.

KURZÜBERSICHT
Testsieger

Priwatt Priflat Quattro

Balkonkraftwerk Priwatt Priflat Quattro im Test

Dieses Balkonkraftwerk mit vier statt nur zwei Panels verspricht deutlich mehr Leistung. Dank optionalen Speichers ist die Nutzung auch bei schlechtem Wetter und nachts möglich. Wir haben das Komplettpaket von Priwatt getestet.

VORTEILE
  • hohe Leistung auch bei mäßigem Wetter
  • bei gutem Wetter wird Überschuss gespeichert
  • viele Varianten erhältlich
  • hohe Qualität der Einzelkomponenten
  • echtes Komplett-Set
NACHTEILE
  • hoher Anschaffungspreis
  • hoher Platzbedarf
  • aufwendigere Installation

Das Priwatt Priflat Quattro ist eines der leistungsstärksten Balkonkraftwerke aus unseren Einzeltests. Das Set mit insgesamt vier Solarpanels und Aufständerung, zwei Wechselrichtern und einem zusätzlichen Speichersystem hinterlässt einen sehr positiven Eindruck. Abgesehen von der hohen Qualität der Komponenten gefallen uns auch die ausführliche Dokumentation und die sehr hohe Leistung. Bei guter Positionierung und gutem Wetter erzeugen die vier Panels sogar mehr Strom als man überhaupt nutzen darf. Hier lohnt sich deshalb die Investition in einen Speicher wie dem Zendure Solarflow (Testbericht). Und selbst an bewölkten Tagen weiß das System zu überzeugen. Dann fließt immerhin noch doppelt so viel Strom wie von einem klassischen BKW mit zwei Solarpanels.

Das Priwatt Priflat Quattro mit vier mittlerweile sogar 450-Watt starken Bifazial-Panels kostet inklusive Halterungen für Garten und Flachdach, Anschlusskabel und Versand 858 Euro. Den Speicher Zendure Solarflow (Testbericht) mit winterfestem Akku (2 kWh) bietet der Händler inzwischen nicht mehr an. Bei Amazon kostet das Speichersystem Solarflow etwa 1100 Euro. Im Set mit der Anker Solarbank 2 Pro (1,6 kWh) kostet das Priflat Quattro 1269 Euro plus 69 Euro Versand. Das klingt zunächst teuer, allerdings sind die Kosten in überschaubarer Zeit hereingeholt und dann spart das System mehr Geld als ein klassisches Balkonkraftwerk – zumindest, wenn man genügend Strom auch selbst verbraucht.

Riesige Panels

Yuma Flat XL

Balkonkraftwerk Yuma Flat XL im Test

Das Balkonkraftwerk Yuma Flat XL erzeugt mit zwei Solarpanels in Übergröße bis 1160 Wp und bietet so auch Reserven für BKW-Speicher und schlechtes Wetter. Wie sich die XL-Photovoltaikmodule in der Praxis schlagen, zeigt unser Test.

VORTEILE
  • 1160 Wp mit nur zwei Solarpanels
  • WLAN-Wechselrichter von Hoymiles
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • ausführliche Anleitung
NACHTEILE
  • XL-Panels nicht zu Standardhalterungen kompatibel
  • schwer und primär für Garten oder Flachdach geeignet
  • Aufbau durch Größe und Gewicht insgesamt aufwendiger

Ein weiteres überdurchschnittlich starkes Balkonkraftwerk aus unseren Einzeltests ist das Yuma Flat XL mit 1160 Wp. Das Besondere an dieser Solaranlage: Für diese satte Leistung braucht es keine vier, sondern nur zwei Solarpanels. Die im Set enthaltenen extragroßen Photovoltaikmodule von Yuma leisten satte 585+ Wp, was sich auch bei der Größe bemerkbar macht. Mit Abmessungen von 2278 mm x 1134 mm x 30 mm und einem Gewicht von 32,5 kg sind die PV-Panels deutlich ausladender und knapp 8 bis 10 kg schwerer als Standard-Panels mit 400 bis 430 Wp. Dieses BKW bietet sich deshalb primär für die Aufstellung im Garten oder auf dem Flachdach an.

Dank WLAN-Unterstützung des Wechselrichters Hoymiles HMS-800W-2T kann man sich die Leistungsdaten entweder lokal per S-Miles-App direkt vom Access Point des Geräts abrufen oder die Daten weltweit per Cloud und WLAN abrufen. Das getestete Yuma Flat XL mit zwei Panels (1170 Wp) und Aufständerung für Garten und Flachdach kostet inklusive Versand 538 Euro inklusive Anschlusskabel. Die kleine Variante mit nur einem Panel (580 Wp) gibt es samt Aufständerung ab 304 Euro plus 39 Euro Versand.

Stabilste Aufständerung

Kleines Kraftwerk XL Duo

Kleines Kraftwerk XL Duo im Test

Das Balkonkraftwerk XL Duo von Kleines Kraftwerk ist mit seinen zwei komplett schwarzen 500-Watt-Solarpanels überdurchschnittlich leistungsstark und schick. Im Test zeigen wir, warum uns neben der Technik samt optionalem Speicher auch die Halterungen überzeugen.

VORTEILE
  • sehr stabile Panel-Halterung
  • schicke Full-Black-Panels
  • Leistungsabfrage per App
  • überdurchschnittliche Panel-Leistung
NACHTEILE
  • Montage der Panelhalterungen kostet Zeit

Das Balkonkraftwerk XL Duo von Kleines Kraftwerk hinterlässt einen positiven Eindruck. Neben den insgesamt hochwertigen Komponenten punkten die sichere und aufwändige Verpackung und die hohe Leistung der Solarpanels. Hervorzuheben ist auch die ungewöhnlich hohe Stabilität der Panel-Halterungen für Garten und Flachdach.

Wer viel Leistung aus möglichst wenigen Standard-Panels herausholen will, ist mit den 500-Watt-Modulen samt WLAN-Wechselrichter für 489 Euro sehr gut beraten. Noch mehr Leistung gibt es aktuell nur mit übergroßen XL-Modulen. Für maximale Einsparung empfehlen wir das Set inklusive Speicher für 1279 Euro.

Welches ist das beste Balkonkraftwerk?

Letztlich kommt es auf die individuellen Ansprüche an, denn die Bewertungen der getesteten Balkonkraftwerke liegen nicht weit auseinander. Neben der Technik und dem Budget spielt hier auch die gewünschte Leistung eine Rolle.

Geht es um die langfristig höchste Ersparnis, kann sich hier das Balkonkraftwerk Priwatt Priflat Quattro mit vier Panels als Testsieger durchsetzen. Das Set ohne zusätzlichen Speicher kostet mit vier 450 Watt starken Bifazial-Panels, Wechselrichter, Halterungen für Garten und Flachdach, Anschlusskabel und Versand 858 Euro. Im Set mit der Anker Solarbank 2 Pro (1,6 kWh) kostet das Priflat Quattro 1338 Euro inklusive Versand.

Wer Wert auf eine besonders stabile Halterung der Panels legt, sollte sich das Set von Kleines Kraftwerk für 489 Euro genauer ansehen. Die in Deutschland hergestellten Panel-Aufständerungen für Garten und Flachdach sind deutlich stabiler als die der Mitbewerber.

Unser bisheriger Testsieger, ein Set von Solakon, ist in der getesteten Variante leider nicht mehr erhältlich und deshalb auch nicht mehr in unserer Bestenliste. Das Nachfolge-Bundle wurde bereits für einen Test von uns angefordert – preislich sind die Angebote von Solakon aber nach wie vor sehr interessant. Das Set On Power, welches unserem Testsieger am nächsten kommt, gibt es hier für 1379 Euro inklusive 2 kWh Speicher. Das Bundle beinhaltet vier 500-Watt-Panels, Growatt-Wechselrichter, Halterungen für Garten und Flachdach, Verlängerungs- und Anschlusskabel plus Growatt-Speicher. Mit einer Akkukapazität von satten 4 kWh kostet das Set bei Solakon 1979 Euro.

Highlights aus unseren Tests

Die Einzeltests der Anlagen sind zwar aufwendig, sie haben in der Vergangenheit aber gut und ohne Probleme funktioniert. Zu den echten Highlights zählen folgende Feststellungen:

  • die Inbetriebnahme der Hardware hat bei allen Systemen problemlos funktioniert
  • die mitgelieferte Dokumentation der Fachhändler ist ausführlich und gut
  • die Auswahl der Systeme wird immer größer
  • die Leistung der Photovoltaikpanels nimmt trotz sinkender Preise zu

Außerdem macht die Nutzung der Systeme Spaß! Es ist toll zu sehen, wie eigener Strom produziert wird und so erwischt man sich regelmäßig beim Blick auf den eigenen Ertrag – obwohl das eigentlich vollkommen unnötig ist.

Wie günstig die Systeme mittlerweile sind, zeigen folgende Angebote aus dem Preisvergleich.

BESTENLISTEN
Testsieger

Priwatt Priflat Quattro

Balkonkraftwerk Priwatt Priflat Quattro im Test

Dieses Balkonkraftwerk mit vier statt nur zwei Panels verspricht deutlich mehr Leistung. Dank optionalen Speichers ist die Nutzung auch bei schlechtem Wetter und nachts möglich. Wir haben das Komplettpaket von Priwatt getestet.

VORTEILE
  • hohe Leistung auch bei mäßigem Wetter
  • bei gutem Wetter wird Überschuss gespeichert
  • viele Varianten erhältlich
  • hohe Qualität der Einzelkomponenten
  • echtes Komplett-Set
NACHTEILE
  • hoher Anschaffungspreis
  • hoher Platzbedarf
  • aufwendigere Installation

Dieses Balkonkraftwerk mit vier statt nur zwei Panels verspricht deutlich mehr Leistung. Dank optionalen Speichers ist die Nutzung auch bei schlechtem Wetter und nachts möglich. Wir haben das Komplettpaket von Priwatt getestet.

Balkonkraftwerke locken mit überschaubaren Kosten und einer jährlichen Kostenersparnis von mehreren hundert Euro. Während es bei der Solaranlage vom Discounter kaum oder keine Auswahlmöglichkeiten gibt, bieten Fachhändler unterschiedliche Sets für verschiedene Ansprüche und Anwendungsszenarien. In diesem Einzeltest geht es nun um ein besonders leistungsstarkes Bundle mit vier statt nur zwei Photovoltaik-Modulen.

Fachhandel vs. Discounter

Wer sich für eine kleine Photovoltaik-Anlage aus dem Fachhandel entscheidet, zahlt meist etwas mehr als für die Sets bei Discounter, Amazon oder chinesischen Shops. Zwar handelt es sich in der Regel um vergleichbare oder identische Einzelkomponenten, allerdings gibt es trotzdem deutliche Unterschiede zwischen den Angeboten.

Wer sein Balkonkraftwerk beim Fachhändler Priwatt bestellt, trifft zunächst die Auswahl, ob das Set mit oder ohne Halterung für die Solarmodule bestellt werden soll. Neben der klassischen Aufhängung für den Balkon gibt es Halterungen für die Montage im Garten, an der Fassade, auf dem Flach- oder Schrägdach. Beim Set von Netto (Testbericht) ist gar keine Halterung wählbar.

Die Variante Priflat umfasst die Aufständerung von Valkbox und ist für Flachdach und Garten geeignet.

Anschließend stehen unterschiedlich leistungsstarke Sets zur Wahl. Die Bundles mit zwei Modulen, Priflat Duo (Testbericht), leisten zwischen 820 Wp und 840 Wp und kommen mit einem 800-Watt-Wechselrichter. Die Anlagen mit drei Panels (Priflat Trio) leisten 1230 bis 1260 Wp und enthalten zwei 600-Watt-Wechselrichter. Mit vier Panels (Priflat Quattro) und ebenfalls zwei Wechselrichtern stehen dann 1640 bis 1680 Wp zur Verfügung.

Am Schluss folgt die Auswahl des Anschlusses ans Stromnetz. Neben Wielandsteckdose und Betteri-Anschlussbuchse steht hier auch ein klassisches Schukokabel zur Wahl. Wer sich den Einbau durch eine Fachkraft ersparen will, wählt die dritte Variante.

Wir haben uns für den Test die Variante Priflat Quattro mit vier 410-Watt-Panels und der Halterung für Flachdach oder Garten bestellt. Zusätzlich hat uns Priwatt den optional dazu bestellbaren Speicher Zendure Solarflow (Testbericht) mit zwei Akkus und einer Kapazität von rund 2 kWh mitgeschickt.

Lieferumfang

Das Balkonkraftwerk von Priwatt kommt in mehreren Einzelkartons per Kurier bei uns an. Die schiere Menge an Komponenten ist deutlich größer, als wir das von klassischen BKWs mit nur zwei Panels gewohnt sind. In den Paketen befinden sich:

  • vier Panels mit je 410 Wp (1754 × 1096 × 30 Millimeter, 21 kg) 
  • Aufständerung für Flachdach & Garten für vier Panels 
  • zwei Wechselrichter Hoymiles HM600 Watt  
  • DTU-WLAN-Stick 
  • MC4-Verlängerungskabel (1x 3 Meter, 2x 2 Meter) 
  • Schukokabel zum Anschluss am Wechselrichter (5 Meter) 
  • Sicherheitsstopfen für zweiten Wechselrichteranschluss 
  • Zendure Speicher-Hub 
  • zwei Zendure Solarflow-Akkus 

Die zahlreichen Komponenten kamen ordentlich und sicher verpackt an. Nur die für eine dauerhaft sichere Aufstellung benötigten Betonplatten oder Sandsäcke, welche als Zusatzgewicht dienen und das für den Aufbau benötigte Werkzeug, ein 10-Millimeter-Sechskantschlüssel, sind nicht im Paket enthalten.

Nach dem Öffnen der zahlreichen Kisten fallen zunächst die ungewöhnlich genauen und ausführlichen, mehrsprachigen Anleitungen zur Halterung, Panel, Wechselrichter und Speicheranlage ins Auge. Zum besseren Verständnis – bei den bisher getesteten Balkonkraftwerken gab es zwar ebenfalls Anleitungen, diese waren aber deutlich weniger ausführlich.

Die Aufständern Valkbox kennen wir bereits aus anderen Tests.

Die Panels selbst sind ähnlich aufgebaut wie andere Modelle mit MC4-Solarstecker, der schwarze Rahmen und die dunkle Kollektorfläche wirken allerdings sehr edel.

Aufbau

Nach dem Auspacken und Sortieren der Teile wird zunächst die Aufständerung von Valkbox an den Solarpanels befestigt. Anschließend werden die Photovoltaik-Module am gewünschten Ort aufgestellt. Für einen sicheren Stand der Module sorgen vier Gummi-Unterleger, auf der die Halterung aufliegt. Für eine dauerhafte Sicherung muss die Halterung dann noch mit Zusatzgewichten in Form von Betonsteinen oder Sandsäcken beschwert oder fest im Boden verankert werden.

Priwatt Priflat Quattro

Zwar kommen die Module bei uns dauerhaft auf ein Flachdach, für den Testaufbau haben wir aber zwei der Panels noch auf der Terrasse belassen. Da diese Anlage insgesamt komplexer ist als die bisher getesteten Systeme, schließen wir die Komponenten inklusive Speicher zunächst temporär zusammen, bevor wir sie am Ende ordentlich hinter dem Schuppen verstauen.

Der Aufbau der Anlage sieht folgendermaßen aus: Die ersten zwei Panels werden mit dem Solarflow-Hub verbunden. Dieser ist mit den beiden Akkus und den Solareingängen des ersten Wechselrichters verbunden. Die beiden anderen Solarmodule sind wie gewohnt mit dem zweiten Wechselrichter verbunden. Der Stromausgang dieses Wechselrichters geht dann in den Eingang des ersten Wechselrichters, der wiederum an die Steckdose angeschlossen wird.

Vor der endgültigen Montage verbinden wir die Komponenten testweise.

Technisch gesehen ist der Aufbau keine Herausforderung und die Montage auf Flachdach oder im Garten ist einfacher und schneller erledigt als die Befestigung am Balkongeländer, wie wir es mit den Systemen von Netto (Testbericht) gemacht haben. In der Praxis sollte man allerdings mindestens zu zweit sein, da die Panels zwar nicht sonderlich schwer, aber sehr unhandlich sind.

Installation

Für die Inbetriebnahme kommt nun der am Wechselrichter angeschlossene Schuko-Stecker in die nächstgelegene Steckdose – nicht aber in eine Mehrfachsteckdose! Ein für den Außenbereich geeigneter Zwischenstecker mit Stromzähler kann zwar verwendet werden, ist dank des im Set enthaltenen Funk-Dongles und dem WLAN-fähigen Speichermodul aber nicht nötig.

Um das BKW überprüfen und einstellen zu können, braucht es sowohl die Zendure-App als auch die der Wechselrichter. Um die Geräte einstellen zu können, muss der Wechselrichter allerdings auch Strom von den Panels bekommen – eine Installation bei Dunkelheit funktioniert nicht. Nach der Installation der Apps müssen wir uns für beide Dienste zunächst kostenlos registrieren und dann die Komponenten koppeln und ins heimische WLAN einbinden. Die Einrichtung der Zendure-App klappt hier gänzlich problemlos und auch den Funk-Dongle zur Kommunikation zwischen Wechselrichtern und WLAN bekommen wir eingerichtet – hier ist das Prozedere allerdings etwas umständlicher als direkt per WLAN.

Links der Speicher-Hub von Zendure, rechts einer der beiden Hoymiles HM600.

Nach der Einrichtung dauert es dann einige Minuten, bis sich alle Komponenten erkannt und angemeldet haben. Steht die Verbindung einmal, klappt das Aktualisieren der Daten aber schnell und zuverlässig – wenn auch mit spürbarem Zeitversatz.

Für unseren Test haben wir das System so konfiguriert, dass möglichst lange 400 Watt ins Heimnetz eingespeist werden – damit wäre der Grundbedarf zum größten Teil gedeckt. Die Mehrleistung der Solarpanels landet in den Akkus. Sobald die Sonne nachlässt und die Module weniger Strom liefern, beginnt der Akku, die fehlende Leistung einzuspeisen.

Langzeittest

Der Testgarten ist ideal ausgerichtet und die Panels bekommen in den Sommermonaten gut 10 Stunden lang Sonnenschein ab – ideale Bedingungen. In der Praxis produziert die Anlage bei gutem Wetter sogar mehr Strom, als wir benötigen oder speichern können. Da der Überschuss in den Akkus landet, sind diese nach sonnigen Tagen auch immer zu 100 Prozent geladen. Die dann gespeicherten etwa 2 kWh liefern dann zusätzlich für rund viereinhalb Stunden Strom.

Priwatt Priflat Quattro

Insgesamt kommen wir bei guten Bedingungen und unseren Einstellungen auf eine tägliche Ausbeute von bis zu 5,8 kWh. Bei unserem aktuellen Strompreis entspricht das etwa 2,32 Euro Ersparnis am Tag oder 487 Euro in den Monaten März bis Oktober bei durchschnittlich 5,8 kWh pro Tag und einem angenommenen Preis von 40 Cent je kWh. Sicherlich wird unser Ertrag in den sonnenarmen Monaten geringer ausfallen, aber 4 kWh pro Tag dürften bei vernünftiger Platzierung der Panels ein realistischer Jahresdurchschnittswert sein. Pro Jahr kämen so bei einem Strompreis von 40 Cent je kWh knapp 584 Euro pro Jahr zusammen. Bei einem Preis von knapp 909 Euro plus 1343 Euro für den Speicher ist dann selbst die teure Profi-Anlage schon nach unter fünf Jahren abbezahlt – bei konservativer Rechenweise.

Bei einer Einspeisung von 600 Watt und einer weniger konservativen Rechnung wäre unsere Ersparnis sogar noch höher und die Anlage nach bereits knapp 3,5 Jahren abbezahlt würde.

Ein Schuko-Stecker verbindet die Anlage mit dem Hausnetz.

Wichtig bei der ganzen Rechnerei: Der Strom muss immer sofort aktiv vom Nutzer verbraucht werden. Alles, was als Überschuss produziert wird, schenkt man dem Netzbetreiber – in unserem Fall wäre hier ein noch größerer Akku sinnvoll, um die gesamte Mehrproduktion in den Sommermonaten speichern zu können. Wer nichts verschenken will, kann alternativ auch eine Powerstation als Zwischenspeicher nutzen. Eine Übersicht geben wir etwa in unserer Bestenliste Top 10: Leistungsstarke Powerstations oder in unserem Ratgeber zum Thema Notstromversorgung: Darum gehört eine Powerstation in jeden Haushalt.

Die Bedienung der beiden Apps ist zwar nicht besonders intuitiv, allerdings finden wir uns nach etwas Übung gut zurecht. Auswertungen zum Ertrag stehen dann, optisch hübsch aufbereitet, per Fingerzeig parat. Der Speicher lässt sich aktuell leider nur statisch einstellen – zukünftig ist dann auch eine dynamische, vom Verbrauch abhängige Einspeisung wie beim Ecoflow Powerstream (Testbericht) möglich. Einen größeren Akku und entsprechende smarte Zwischenstecker haben wir bereits angefordert. Zu Überhitzung oder anderen Kommunikationsausfällen kam es im Testzeitraum nicht.

Priwatt Priflat Quattro

Preis

Das Priflat Quattro mit vier Panels (insgesamt 1780 Wp) und der Halterung für Flachdach oder Garten kostet 769 Euro inklusive 5 Meter langem Schuko-Kabel. Den Speicher Zendure Solarflow mit zwei Akkus (1,9 kWh) gibt es ab etwa 950 Euro (Preisvergleich). Das ursprünglich getestete Gesamtpaket ist so aktuell nicht mehr bei Priwatt erhältlich. Im Set mit der Anker Solarbank (1,6 kWh) kostet das Priflat Quattro 1349 Euro. Das klingt zunächst teuer, allerdings sind die Kosten in überschaubarer Zeit hereingeholt und dann spart das System mehr Geld als ein klassisches Balkonkraftwerk – zumindest, wenn man den Strom verbraucht.

Fazit

Das Balkonkraftwerk Priflat Quattro von Priwatt hinterlässt einen sehr positiven Eindruck. Abgesehen von der hohen Qualität der Komponenten gefallen uns auch die ausführliche Dokumentation und die tatsächlich sehr hohe Leistung. Bei guter Positionierung und gutem Wetter erzeugen die vier Panels sogar mehr Strom als man überhaupt nutzen darf. Hier lohnt sich deshalb die Investition in einen Speicher wie dem Zendure Solarflow (Testbericht). Und selbst an bewölkten Tagen weiß das System zu überzeugen. Dann fließt immerhin noch doppelt so viel Strom wie von einem klassischen BKW mit zwei Solarpanels.

Doch lohnt sich die Investition in ein derart großes und teures Set? Aus unserer Sicht schon – selbst bei zurückhaltender Rechenweise ist das Bundle nach unter 5 Jahren abbezahlt. Wer etwas optimistischer rechnet, schreibt sogar schon nach 3,5 Jahren schwarze Zahlen.

Die vorgestellten Sets aus dem Fachhandel, wie das Priflat Duo (Testbericht) oder das Yuma Flat Bifazial Pro (Testbericht), lassen sich bei Bedarf auch im Nachhinein erweitern oder mit Akkus nachrüsten. Wer sein Balkonkraftwerk mit einem Speicher nachrüsten will, sollte sich unsere Top 10: Balkonkraftwerk mit Speicher – die besten Akkus zum Nachrüsten.

Riesige Panels

Yuma Flat XL

Balkonkraftwerk Yuma Flat XL im Test

Das Balkonkraftwerk Yuma Flat XL erzeugt mit zwei Solarpanels in Übergröße bis 1160 Wp und bietet so auch Reserven für BKW-Speicher und schlechtes Wetter. Wie sich die XL-Photovoltaikmodule in der Praxis schlagen, zeigt unser Test.

VORTEILE
  • 1160 Wp mit nur zwei Solarpanels
  • WLAN-Wechselrichter von Hoymiles
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • ausführliche Anleitung
NACHTEILE
  • XL-Panels nicht zu Standardhalterungen kompatibel
  • schwer und primär für Garten oder Flachdach geeignet
  • Aufbau durch Größe und Gewicht insgesamt aufwendiger

Das Balkonkraftwerk Yuma Flat XL erzeugt mit zwei Solarpanels in Übergröße bis 1160 Wp und bietet so auch Reserven für BKW-Speicher und schlechtes Wetter. Wie sich die XL-Photovoltaikmodule in der Praxis schlagen, zeigt unser Test.

Steckersolargeräte senken Energiekosten ohne großen bürokratischen Aufwand und zu überschaubaren Kosten. Die Solarpanels der Balkonkraftwerke wandeln Sonnenenergie in Gleichstrom um, der anschließend vom Wechselrichter in Wechselstrom gewandelt und per Steckdose in das Stromnetz eingespeist wird. Reguläre Solarpanels liefern unter Idealbedingungen zwischen 400 und 450 Wp – die neuen XL-Panels liefern sogar bis zu 580 Wp. Wie das in der Praxis funktioniert und wann sich die großen Solarmodule lohnen, klären wir im Test vom Yuma Flat XL.

Warum sollte man das Yuma Flat XL kaufen?

Wer seine Energiekosten mithilfe eines Steckersolargerätes so weit wie möglich senken will, muss das Maximum aus den kleinen Anlagen herausholen. Zwar dürfen höchstens 800 Watt eingespeist werden, trotzdem lohnt es sich, die Leistung der Solarpanels großzügiger auszulegen. Denn nur, wenn die Gesamtleistung der Solarmodule höher als die Ausgangsleistung des Wechselrichters ist, kommt auch unter nicht idealen Bedingungen ausreichend Leistung aus den Photovoltaikpanels. Man spricht dann vom sogenannten Overpaneling.

Zwei Standardpanels erzeugen zwar theoretisch ausreichend Leistung – in der Praxis wird der Maximalwert aber nur selten und bestenfalls für kurze Zeit erreicht. Den Rest des Tages und bei wolkenverhangenem Himmel bleibt die Leistung dann normalerweise deutlich unter der möglichen Einspeisegrenze. Und genau hier setzt das Set von Yuma mit seinen zwei extragroßen und leistungsstarken XL-Solarpanels und dem WLAN-Wechselrichter von Hoymiles für 489 Euro an. Die beiden Solarmodule liefern mit bis zu 1160 Wp also fast die gleiche Leistung wie drei klassische Panels. Wie gut das in der Praxis funktioniert, zeigen wir im Fazit.

Ein XL-Panel mit 580 WP neben einem PV-Modul mit 430 Wp.

Bei sehr guten Bedingungen wird dann sogar mehr Strom erzeugt, als genutzt werden darf. Wer die Mehrleistung nicht verschenken will, speichert die überschüssige Leistung in einem speziellen Akku und ruft sie bei Bedarf ab – ansonsten geht alles über 800 Watt kostenfrei an den Stromanbieter. Die besten Stromspeicher zeigen wir im Artikel Top 10: Speicher fürs Balkonkraftwerk zum Nachrüsten – Solarstrom auch nachts.

Was ist im Set Yuma Flat XL enthalten?

Die Balkonkraftwerke von Yuma gibt es standardmäßig in unterschiedlichen Konfigurationen. In den Varianten mit dem Zusatz Basic sind keine Haltung oder Aufständerung für die Solarmodule beigepackt, dementsprechend sind sie günstiger. Bei den XL-Modulen haben wir uns für das Set mit Aufständerung für Garten oder Flachdach entschieden. Nach der Bestellung dauerte es dann drei Werktage, bis uns die Spedition die Lieferung am nächsten Morgen ankündigte. Neben zwei riesigen Kartons mit den Solarpanels besteht die Lieferung noch aus einem schweren dritten Paket, welches Wechselrichter, Aufständerung und Zubehör enthält.

Zum Lieferumfang gehören:

  • 2x Solarpanel mit je 580 Wp (2278 mm x 1134 mm x 30 mm; 32,5 kg) und 12 Jahren Produkt- und 30 Jahren Leistungsgarantie
  • Halterungen für zwei Solarpanels
  • Wechselrichter Hoymiles HM800-2T
  • MC4-Verlängerungskabel (2 Meter)
  • Eine ausführliche Anleitung

Wie funktioniert der Aufbau des Yuma Flat XL?

Der Aufbau des Balkonkraftwerks ist grundsätzlich unkompliziert, allerdings braucht es wegen der XL-Abmessungen der über 30 kg schweren Panels helfende Hände. Dann sind die beiden großen Panels schnell ausgepackt und die Aufständerung zusammengeschraubt. Da die Anleitung auch Abschnitte für die alternativ erhältlichen Halterungen bietet, muss man hier nur aufpassen, dass man der richtigen Beschreibung folgt. Dank deutlicher Erklärung und anschaulicher Illustrationen ist das aber kein Problem.

Bei uns sollen die beiden PV-Module in den nächsten Wochen noch auf das Garagendach – aktuell stehen sie allerdings im Garten – das Wetter hat die Montage in den vergangenen Tagen leider verhindert.

Der neue Wechselrichter funktioniert ohne nervigen Funkdongel.

Wenn die Panels aufgebaut sind, folgt der Anschluss des Wechselrichters. Der wird direkt per MC4-Steckverbinder mit den Solarmodulen verbunden. Damit eine ordentliche Platzierung der Komponenten möglich ist, ist dem Set noch eine MC4-Verlängerung beigelegt. Je nach Platzierung wäre hier wegen der großen Abmessungen sogar noch eine zweite Verlängerung wünschenswert, es geht aber auch so. Sobald die Solarmodule angesteckt sind, wird noch der Wechselrichter per Schuko-Kabel mit der Außensteckdose verbunden und das System ist einsatzbereit.

Kleiner Tipp aus der Praxis: Die für die Ertragserfassung per WLAN benötigte Seriennummer und das Passwort sind auf der Unterseite des Wechselrichters aufgedruckt. Diese sollte man vor der Montage der Komponenten notieren, da man sie im montierten Zustand nicht ablesen kann.

Wie misst man die Leistung des Balkonkraftwerks?

Um die Leistung und den Ertrag des Balkonkraftwerks zu messen, gibt es gleich mehrere Möglichkeiten. Wenig smart, aber sehr einfach funktioniert die Ertragserfassung mit einem einfachen WLAN-Zwischenstecker, der per App über die aktuelle Stromproduktion informiert. Beim Kauf muss man allerdings genau hinsehen, da sich nicht alle WLAN-Zwischenstecker zur Erfassung der Stromproduktion eignen. Die besten Modelle aus unseren Tests zeigen wir in der Top 10: Die besten smarten Steckdosen.

Dank WLAN-Unterstützung des Wechselrichters Hoymiles HMS-800W-2T kann man sich auch über die S-Miles-App des Herstellers direkt mit dem Access Point des Geräts verbinden – ganz ohne Cloudkonto. Hier erhält man Zugriff auf die Ertragsdaten in Echtzeit. Das funktioniert aber nur lokal, also in direkter Umgebung des Balkonkraftwerks. Bei uns gibt es bei der Verbindungsaufnahme allerdings zunächst Probleme, weil der Wechselrichter erst ein Firmware-Update durchführen möchte. Um das durchführen zu können, muss man auf dem Smartphone einen mobilen Hotspot aktivieren und dessen Zugangsdaten in der S-Miles-App hinterlegen. Anschließend wird das Firmware-Update durchgeführt.

Die XL-Module sind halbtransparent und nutzen auch die Rückseite zur Energiegewinnung.

Wer seine Ertragsdaten bequem von überall aus abfragen will, bindet den Wechselrichter direkt ins heimische WLAN ein. Die Koppelung ist dank integriertem WLAN im Gegensatz zu den älteren Microinvertern der H-Serie auch ohne separaten DTU-Dongel mit der Hoymiles-Cloud über die S-Miles-App möglich. Dann verhält sich der neue Wechselrichter wie sein Vorgänger mit DTU (siehe Test zu Balkonkraftwerk Yuma Flat Bifazial Pro).

Wie viel Ertrag erzielt das Yuma Flat XL?

Laut Yuma erzeugt das Balkonkraftwerk mit den großen Panels bei guter Ausrichtung bis zu 1130 kWh pro Jahr. Bei einem Strompreis von knapp 37 ct/kWh wäre das eine Ersparnis von satten 430 Euro pro Jahr.

PV-Anlagen-Besitzer wissen es bereits: Das funktioniert in der Realität nur unter optimalen Bedingungen, nur dann geht die Rechnung auf. Erfahrungsgemäß ist der Ertrag im ab nachmittags verschatteten Testgarten deutlich niedriger. Neben Verschattung und ungünstigen Aufstellwinkeln spielt oft auch das Wetter nicht mit. In den Monaten November bis Februar lässt sich die Sonne in Deutschland leider wenig blicken. Im Sommer hingegen wird meist mehr produziert, als ein durchschnittlicher Haushalt im Moment der Produktion verbraucht. Diese Mehrleistung landet dann kostenlos im Stromnetz, statt Kosten zu sparen. Das alles spricht gegen eine Ersparnis von über 400 Euro jährlich.

Insgesamt kommen wir bei guten Bedingungen im erst ab Spätnachmittag verschatteten Gartenteil auf eine maximale Ausbeute von bis zu 4 kWh. Bei einem zugegebenermaßen hohen Strompreis von 40 ct/kWh entspricht das etwa 1,60 Euro Ersparnis am Tag oder 336 Euro in den Monaten März bis Oktober. Sicherlich wird unser Ertrag in den restlichen Monaten geringer ausfallen und es kann auch nicht alles selbst verbraucht werden, aber etwa 2,7 kWh pro Tag dürfte bei vernünftiger Platzierung der Panels ein realistischer Jahresdurchschnittswert sein. Pro Jahr kämen so bei einem Strompreis von 40 Cent je kWh knapp 395 Euro pro Jahr zusammen. Folglich wäre der aktuelle Kaufpreis von 579 Euro bereits nach eineinhalb Jahren abbezahlt – wenn das Wetter mitspielt und der Strom auch tatsächlich im Moment der Produktion verbraucht oder aber zwischengespeichert wird. Wer den Strom auch am Abend und in der Nacht abrufen will, benötigt einen zusätzlichen BKW-Speicher.

Kann man beim Yuma Flat XL einen Speicher anschließen?

Die bisher von uns getesteten Speichersysteme für Balkonkraftwerke können alle ohne großen Aufwand nachgerüstet werden – in den meisten Fällen, etwa beim Zendure AIO 2400 (Testbericht) kann auch der im Set enthaltene Wechselrichter weiterverwendet werden. Die besten Akkus für Steckersolargeräte zeigen wir in unserer Top 10: Speicher fürs Balkonkraftwerk zum Nachrüsten.

Preis: Was kostet das Yuma Flat XL?

Das getestete Yuma Flat XL mit zwei Panels (1160 Wp) und Aufständerung für Garten und Flachdach kostet inklusive Lieferung 538 Euro. Die kleine Variante mit nur einem Panel (580 Wp) gibt es samt Aufständerung ab 304 Euro plus 39 Euro Versand.

Wer ähnlich viel oder mehr Leistung will, muss ein BKW mit mehr als zwei Standard-Panels nutzen. Von Yuma gibt es etwa das Yuma Flat Bifazial mit vier Panels und insgesamt sogar 1800 Wp inklusive Zubehör und Versand für 733 Euro.

Fazit

Das Yuma Flat XL hinterlässt einen rundum positiven Eindruck. Neben der sehr ausführlichen Anleitung und der satten Leistung mit nur zwei Panels überzeugt auch der Preis. Wer das Maximum mit nur zwei Solarpanels erzielen will, ist mit dem BKW mit den XL-Modulen sehr gut beraten.

Einzig die großen Abmessungen und das damit deutlich höhere Gewicht der PV-Module sind ein Nachteil im Vergleich zu Standardpanels. Für die Balkonbrüstung sind die XL-Module einfach zu schwer, das Handling insgesamt deutlich schwieriger. Wer die Panels ebenerdig aufstellen will, sollte sich zumindest Helfer an die Seite stellen.

Stabilste Aufständerung

Kleines Kraftwerk XL Duo

Kleines Kraftwerk XL Duo im Test

Das Balkonkraftwerk XL Duo von Kleines Kraftwerk ist mit seinen zwei komplett schwarzen 500-Watt-Solarpanels überdurchschnittlich leistungsstark und schick. Im Test zeigen wir, warum uns neben der Technik samt optionalem Speicher auch die Halterungen überzeugen.

VORTEILE
  • sehr stabile Panel-Halterung
  • schicke Full-Black-Panels
  • Leistungsabfrage per App
  • überdurchschnittliche Panel-Leistung
NACHTEILE
  • Montage der Panelhalterungen kostet Zeit

Das Balkonkraftwerk XL Duo von Kleines Kraftwerk ist mit seinen zwei komplett schwarzen 500-Watt-Solarpanels überdurchschnittlich leistungsstark und schick. Im Test zeigen wir, warum uns neben der Technik samt optionalem Speicher auch die Halterungen überzeugen.

Solarpanels in Standardgröße, die aktuell bei den meisten Balkonkraftwerken (oder Steckersolargeräten) mitgeliefert werden, liefern bei idealen Bedingungen zwischen 400 und 450 Wp. Die beiden Solarmodule des von uns getesteten Bundles von Kleines Kraftwerk liefern sogar bis zu 500 Wp, ohne dabei deutlich größer zu sein.

Zur Steigerung der Selbstverbrauchsquote bietet sich die Zwischenspeicherung in einem Akku an. Wir haben das Set mit dem optional erhältlichen Speicher Anker Solarbank 2 E1600 AC getestet. Im Test zeigen wir, wie das XL Duo von Kleines Kraftwerk für 489 Euro in Bezug auf Montage, Leistung und Qualität der Komponenten abschneidet.

Was ist im Set Kleines Kraftwerk XL Duo enthalten?

Der Anbieter Kleines Kraftwerk bietet unterschiedliche Balkonkraftwerke in verschiedenen Konfigurationen. Verfügbar sind ein bis vier Panels in zwei Leistungsklassen samt WLAN-Wechselrichter und Halterungen für Garten, Dach oder Balkon. Mehr dazu im Artikel Die beste Halterungen fürs Balkonkraftwerk. Wer den optionalen Speicher von Anker mitbestellt, braucht keinen zusätzlichen Wechselrichter, hier werden die Panels dann direkt an den Speicher angeschlossen.

Im Set XL Duo sind zwei bifaziale Solarpanels mit je 500 Wp enthalten. Diese verfügen über eine komplett dunkle Photovoltaikfläche und einen schwarzen Aluminiumrahmen. Das dunkle Design wirkt sehr hochwertig und modern, was uns gut gefällt. Auf der Rückseite der Panels sind klassische MC4-Anschlüsse installiert. Bei den Halterungen haben wir uns für das Modell für Garten und Flachdach entschieden. Die in Deutschland hergestellte Aufständerung aus 5 mm starkem Aluminium im 20-Grad-Winkel ist sehr stabil, muss aber zunächst aus drei Einzelteilen zusammengeschraubt werden.

Im Lieferumfang enthalten sind außerdem eine ausführliche Anleitung und der Speicher Anker Solix Anker Solarbank 2 E1600 AC samt Verlängerungskabeln für zwei Panels und dem Anschlusskabel für die Schuko-Steckdose. Der im optional erhältlichen Akku integrierte Wechselrichter ersetzt den ansonsten im Set enthaltenen Hoymiles HMS-800W-2T mit WLAN.

Das Bundle kommt wenige Tage nach der Bestellung und einer telefonischen Absprache des Liefertermins via Spedition bei uns an. Was uns sofort positiv auffällt, ist die aufwändige Transportsicherung in Form einer umgebauten Holzpalette. Hier finden je nach bestelltem Set bis zu vier aufrecht stehende Panels samt Zubehör Platz und sind dabei noch gut geschützt.

Auf das eigentliche Balkonkraftwerk (Panels und Wechselrichter) gibt es 25 Jahre Garantie. Der Speicher von Anker hat 10 Jahre Produktgarantie.

Bilderstrecke: Kleines Kraftwerk XL Duo
Kleines Kraftwerk XL Duo

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Wie funktioniert der Aufbau des XL Duo?

Der Aufbau des Balkonkraftwerks XL Duo ist unkompliziert, allerdings empfehlen wir wegen des einfacheren Handlings noch ein paar helfende Hände. Auch Werkzeug in Form von Schraubenschlüssel und Zange wird benötigt.

Zuerst werden die Panels und die Kisten mit Zubehör und Speicher von der Palette genommen und ausgepackt. Nur den Transportschutz an den Ecken der PV-Module entfernen wir erst ganz am Schluss. Nun werden die beiden Aufständerungen für die Panels zusammengeschraubt. Das Verbinden der jeweils acht Einzelteile funktioniert problemlos, kostet aber mehr Zeit als erwartet. Ohne Helfer benötigen wir je Panel fast 20 Minuten, bis alles zusammengeschraubt und nachgezogen ist.

Sobald die Panels auf dem Flachdach, im Garten oder wie in unserem Fall, in der Einfahrt, aufgestellt sind, sollten die Aufständerungen noch mit Betonplatten oder Sandsäcken beschwert werden. Im Vergleich zu anderen Panel-Halterungen hinterlassen die massiven Winkel von Kleines Kraftwerk aber schon ohne Zusatzgewicht einen sehr stabilen Eindruck. Anders als bei günstigen Aufständerungen wackelt hier nichts und das Material scheint auch hohen Kräften standzuhalten.

Jetzt folgt der Anschluss an den Wechselrichter, der in der Anker Solarbank 2 E1600 AC integriert ist. Da die MC4-Steckverbinder der Solarmodule zu kurz wären, kommen hier die im Set enthaltenen Verlängerungskabel zum Einsatz. Je nach Platzierung benötigt man hier im Zweifel noch weitere Verlängerung. Sobald die Solarmodule angesteckt sind, fehlt noch das Schuko-Kabel zur Außensteckdose und das System ist theoretisch einsatzbereit.

Zwei Panels mit mindestens 400 Wp erzeugen zwar theoretisch auch schon ausreichend Leistung für einen 800-Watt-Wechselrichter – in der Praxis wird der Maximalwert aber nur selten und bestenfalls für kurze Zeit erreicht. Steht die Sonne nicht im idealen Winkel oder ist der Himmel wolkenverhangen, bleibt die Leistung unter der möglichen Einspeisegrenze. Um dem entgegenzuwirken, könnte man die Anzahl der PV-Module erhöhen – das kostet dann aber Platz und Geld. Die 500-Wp-Panels von Kleines Kraftwerk bieten hier einen gewissen Leistungspuffer, ohne dabei so groß und ausladend zu sein wie noch größere XL-Panels mit fast 600 Wp. Mehr zum Thema Riesen-Panels zeigt der Artikel Balkonkraftwerk mit XL-Solarpanel: Bis zu 30 Prozent mehr Ertrag.

Bei sehr guten Bedingungen erzeugt das BKW tagsüber oft mehr Strom, als man selbst verbraucht. Wer die Mehrleistung nicht verschenken will, speichert die überschüssige Leistung in einem Akku und ruft sie bei Bedarf ab – ansonsten geht alles über 800 Watt kostenfrei an den Stromanbieter. Hier kommt der optionale Speicher von Anker ins Spiel, den wir ebenfalls testen konnten. Die besten Akkus aus den bisherigen Tests zeigt die Top 10: Der beste Speicher fürs Balkonkraftwerk.

Wie misst man Leistung und Ertrag des Balkonkraftwerks?

Bevor es tatsächlich losgeht, muss die Anlage erst konfiguriert werden. Nötig sind hierzu die Anker App auf dem Smartphone und ein Account beim Hersteller, dessen Einrichtung kostenlos ist. Nach der Anmeldung und der Kopplung mit dem Speicher folgt die Verbindung mit dem heimischen WLAN. Nach der Einrichtung dauert es dann noch einige Minuten und schon landen die Leistungsdaten auf dem Smartphone-Display. Im Set ohne den Speicher käme statt der Anker-App die App S-Miles-App von Hoymiles zum Einsatz. Auch hier sind die Leistungsdaten bequem und zuverlässig ablesbar.

Die App des Wechselrichters zeigt auch, wohin die Energie fließt. Wann wieviel Strom wohin fließt, definiert der Nutzer. Am einfachsten funktioniert eine fixe Einspeisung nach einem festen Zeitplan. Deutlich besser und effizienter ist eine dynamische, bedarfsgerechte Einspeisung. Dann speist der Akku nur die Leistung ein, die tatsächlich benötigt wird. Damit das funktioniert, wird der aktuelle Verbrauch entweder per WLAN-Steckdose oder per Smartmeter gemessen und an den Speicher weitergegeben. WLAN-Steckdosen (Top 10: Die beste WLAN-Steckdose) sind zwar einfach zu installieren und günstig, aber sie messen eben nur den Verbrauch einer einzelnen Steckdose. Ein im Sicherungskasten installiertes Smartmeter erfasst hingegen den Gesamtverbrauch im Haushalt. Mehr dazu im Artikel Balkonkraftwerk mit Nulleinspeisung: Nie wieder Strom verschenken.

Wie viel Ertrag leistet das XL Duo?

PV-Anlagen-Besitzer wissen es bereits: Die angegebenen maximalen Leistungswerte werden zwar erreicht, aber im Alltag eben nur sehr selten. Erfahrungsgemäß ist der Ertrag in unserem ab nachmittags verschatteten Garten deutlich niedriger als bei einer besseren Platzierung mit mehr Sonnenstunden. Neben Verschattung und einem ungünstigen Aufstellwinkel spielt oft auch das Wetter nicht mit. In den Monaten November bis Februar lässt sich die Sonne in Deutschland leider kaum blicken. Insgesamt kommen wir bei guten Bedingungen im erst ab Spätnachmittag verschatteten Carport auf eine maximale Ausbeute von knapp 3 kWh Ende Februar. An schlechten Tagen schafft das System trotz der 1000 Wp nur deutlich weniger. Sicherlich wird der Ertrag in den Sommermonaten höher ausfallen, aber etwa 2,7 kWh pro Tag dürfte bei ordentlicher Platzierung ein realistischer Jahresdurchschnittswert sein. Pro Jahr kämen so bei einem Strompreis von 40 Cent je kWh knapp 395 Euro pro Jahr zusammen. Damit wäre der aktuelle Kaufpreis bereits nach eineinhalb Jahren abbezahlt – wenn das Wetter mitspielt.

Was kostet das Kleines Kraftwerk XL Duo?

Das getestete XL Duo mit zwei Panels (1000 Wp) und Aufständerung für Garten und Flachdach kostet aktuell 489 Euro. Im Set mit dem Anker-Speicher kostet das Bundle 1279 Euro.

Alternativ bietet der Anbieter Sets auch mit nur einem, mit drei oder gleich mit vier Panels an. Wer auch mit weniger Leistung zufrieden ist, bekommt die Bundles auch mit Panels mit nur 450 Wp.

Fazit

Das Balkonkraftwerk XL Duo von Kleines Kraftwerk hinterlässt einen rundum positiven Gesamteindruck. Neben den insgesamt hochwertigen Komponenten punkten besonders die stabile Aufständerung, die sichere und aufwändige Verpackung und die überdurchschnittliche Leistung der Solarpanels.

Wer das Maximum aus möglichst wenigen Solarmodulen herausholen will, ist mit den 500-Watt-Panels samt Speicher sehr gut beraten. Noch mehr Leistung gibt es aktuell nur mit übergroßen XL-Modulen.

Einzig der Zeitaufwand bei der Montage der Haltungen ist im Vergleich zu Standardmodellen etwas größer – hinsichtlich der stabilen Konstruktion ist das aber völlig in Ordnung.

Zendure Solarflow 800 im Test
ab 249 EUR

Zendure bietet mit Solarflow 800 einen effizienten Wechselrichter mit Akku-Anschluss, der über einen Smart Meter auch eine Nulleinspeisung bietet. Wie gut das Balkonkraftwerk in der Praxis funktioniert, zeigt der Test.

VORTEILE
  • effizienter Wechselrichter
  • Nulleinspeisung über Smart Meter wie Shelly Pro 3EM
  • bidirektionales Laden (sinnvoll bei Nutzung dynamischer Stromtarife)
NACHTEILE
  • Integration in Home Assistant aufwendig
  • von Cloud abhängig
  • App teilweise unübersichtlich

Zendure bietet mit Solarflow 800 einen effizienten Wechselrichter mit Akku-Anschluss, der über einen Smart Meter auch eine Nulleinspeisung bietet. Wie gut das Balkonkraftwerk in der Praxis funktioniert, zeigt der Test.

Im Grunde handelt es sich beim Solarflow 800 um die kleinere Ausgabe des Zendure Hyper 2000 (Bestenliste). Anders als dieser bietet der Solarflow 800 aber nur zwei MPP-Tracker (Maximum Power Point Tracking, MPPT). Das Gerät unterstützt also den direkten Anschluss von zwei Solarmodulen. Dabei kann die Solarleistung bis zu 1200 Watt betragen. Bei einer Parallelschaltung der Panels sind auch vier möglich. Über einen integrierten Batterieanschluss können die Zendure-Speicher AB1000, AB1000S, AB2000 und AB2000S mit einer maximalen Speicherkapazität von 11,5 kWh mit dem Wechselrichter verbunden werden, wobei nach unserer Erfahrung der Einsatz von maximal zwei AB2000S mit 3,8 kWh sinnvoll ist – dazu später mehr.

Neben dem Batterieanschluss bietet Zendure Solarflow aber noch zwei weitere Besonderheiten: Mit einer Eingangsspannung von 14 Volt wandelt er schon früher Sonnenenergie in Strom um als Modelle, die erst bei 16 Volt oder höher die Energiegewinnung starten. Außerdem unterstützt der Wechselrichter bidirektionales Laden. Man kann also die daran angeschlossene Batterie, wie eine Zendure AB2000S, auch mit Strom aus der Steckdose betanken. Das ist aber nur bei Nutzung von dynamischen Stromtarifen sinnvoll: Wenn etwa zu bestimmten Zeiten der Bezug von Strom günstig ist, lädt man den Akku per Netzstrom und wenn der Strom teuer ist, entlädt man die Batterie und kann dadurch die Stromkosten etwas senken.

Die Zendure-App liegt für Android und iOS vor und ist auch für Tablets optimiert. Die Übersichtsseite zeigt die wesentlichen Betriebsparameter. Frühmorgens um 7 Uhr produziert das Zendure-Balkonkraftwerk an unserem Standort zum Testzeitpunkt noch keine Energie. Doch das Bild zeigt auch, dass vom Stromnetz kein Bezug erfolgt. Der an Solarflow 800 angebundene Speicher AB2000S weist noch eine Restkapazität von 23 Prozent auf und speist dank Shelly-Smart-Meter Pro 3EM nur so viel Strom ein, wie aktuell benötigt wird. Im Idealfall wird somit eine Nulleinspeisung erreicht.

Bei Zendure fast schon Standard, ist die Möglichkeit, die Einspeiseleistung über einen Smart Meter wie Shelly Pro 3EM oder Eco Tracker an den tatsächlichen Bedarf zu knüpfen. Mit einer sogenannten Nulleinspeisung (Ratgeber) wird der selbst produzierte Strom effizient im eigenen Haushalt genutzt und landet nicht unvergütet im Netz des Lieferanten.

Für den Test hat uns Zendure den Wechselrichter Solarflow 800, zwei bifaziale Solarpanels mit je 430 Watt, einen AB2000S-Akku mit 1,92 kWh sowie ein Shelly-Smart-Meter zur Verfügung gestellt. Wie gut das Balkonkraftwerk mit Speicher und Nulleinspeisung funktioniert, zeigt der Test.

Solarflow 800: Welche Varianten gibt es?

Zendure bietet den Wechselrichter Solarflow 800 einzeln oder in Kombination mit einem Speicher und/oder mit Solarpanels an. Für letztere stehen bifaziale Varianten (Ratgeber) mit 430 Watt und 500 Watt zur Auswahl. Und für Camper gibt es auch vier flexible Varianten mit je 230 Watt.

Der Wechselrichter besteht aus einem aus Aluminium gefertigten Gehäuse, das 27,4 × 23,1 × 4,7 Zentimeter misst, 5 kg auf die Waage bringt und grau lackiert ist. Am Gehäuse befinden sich insgesamt fünf Anschlüsse. Dazu gehören zwei MPP-Tracker für den Anschluss der zwei Solarpanels. Ein Batterieanschluss für Zendure-Akkus, einen Anschluss für die mitgelieferte kleine Antenne sowie einen Anschluss für das Schuko-Kabel, das den Wechselrichter mit dem Stromnetz verbindet.

Bilder: Zendure Solarflow 800
Zendure Solarflow 800: Hybrid-Wechselrichter mit Anschluss für Zendure-Akkus

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Zendure Solarflow 800: Lieferumfang

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Zendure Solarflow 800: Mit dem Smart Meter Shelly Pro 3Em unterstützt Zendure Solarflow 800 auch eine dynamische Einspeisung.

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Zendure Solarflow 800: Hybrid-Wechselrichter mit Anschluss für Zendure-Akkus

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Zendure Solarflow 800: Hybrid-Wechselrichter mit Anschluss für Zendure-Akkus

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Zendure Solarflow 800: Hybrid-Wechselrichter mit Anschluss für Zendure-Akkus

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Zendure Solarflow 800: Hybrid-Wechselrichter mit Anschluss für Zendure-Akkus

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Zendure Solarflow 800: Hybrid-Wechselrichter mit Anschluss für Zendure-Akkus

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Zendure Solarflow 800: Hybrid-Wechselrichter mit Anschluss für Zendure-Akkus

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Die Zendure-App liegt für Android und iOS vor und ist auch für Tablets optimiert.

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Die Zendure-App liegt für Android und iOS vor und ist auch für Tablets optimiert.

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An sonnigen Tagen fällt der Ertrag des Zendure-BKWs mit zwei 430-Watt-Panels mit knapp 3 kWh recht üppig aus. Und das, obwohl unser Test-Standort am Morgen teilweise noch verschattet ist.

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Die Anpassung der Einspeiseleistung passiert innerhalb von 3 und 5 Sekunden.

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Die Amortisationsdauer des Zendure-Balkonkraftwerks beträgt nach dem Stecker-Solar-Simulator der HTW Berlin bei einem jährlichen Strombedarf von 4000 kWh zwei Jahre. Die Variante mit Speicher rechnet sich erst nach vier Jahren, erzielt bei einer Nutzungszeit von 15 Jahren dafür aber einen etwas höheren Gewinn.

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Bei einem niedrigen Stromverbrauch von jährlich 2000 kWh verlängert sich die Amortisationszeit. Dafür erzielt die Variante mit Speicher einen deutlich höheren Gewinn.

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Solarflow 800: Aufbau und Einrichtung

Der Aufstellort der Solarpanels entscheidet darüber, ob die im Lieferumfang befindlichen Anschlusskabel ausreichend dimensioniert sind. Wechselrichter und Speicher müssen immer nah beieinander stehen, da das Verbindungskabel zum Anschluss des Akkus relativ kurz ist. Erfolgt die Montage an einem Balkongeländer und ist die Steckdose nicht weit entfernt, kann man den Wechselrichter Solarflow 800 und den Speicher AB2000S in der Nähe der Solarpanels aufstellen, sodass die relativ kurzen Kabel der Panels und das 3,2 Meter lange Schuko-Kabel zur Inbetriebnahme ausreichen.

Lieferumfang Zendure Solarflow 800: Hybrid-Wechselrichter mit Anschluss für Zendure-Akkus

Soll die Anlage jedoch im Garten montiert werden, benötigt man entweder ein Verlängerungskabel für die Steckdose oder entsprechend lange MC4-Verlängerungen für die Solarpanels, wenn Wechselrichter und Speicher weiter entfernt von den Solarpanels aufgestellt werden sollen. Zwar sind beide wasserdicht, wobei der Speicher nach IP65 und der Wechselrichter nach IP67 zertifiziert ist, man sollte aber dennoch einen vor Wettereinflüssen geschützten Ort wählen. Zudem sollten sie nicht einer direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein – was im Winter noch unproblematisch ist, könnte im Sommer zur Überhitzung führen.

Die Montage ist wie bei allen Balkonkraftwerken sehr einfach. Man kann im Grunde nichts falsch machen. Ein von Zendure veröffentlichtes Video zeigt die Vorgehensweise.

Etwas kniffliger ist die Installation des Smart Meter Shelly Pro 3EM. Dieser wird in der Hausverteilung montiert und misst anhand dreier Induktionsspulen den Strombedarf. Die Installation sollte nur von qualifiziertem Personal wie einem Elektriker durchgeführt werden. Der alternativ unterstützte Smart Meter Everhome Eco Tracker wird hingegen nicht in der Stromverteilung installiert, sondern am Hausanschluss. Da sich dieser meist im Keller befindet, sollte am Installationsort überprüft werden, ob eine Verbindung zum Funknetzwerk vorhanden ist. Diese mag in Eigenheimen noch realisierbar sein, doch in Miet- oder Eigentumswohnungen dürfte eine Funkverbindung in den meisten Fällen nicht bis in den Keller des Gebäudes reichen. Für letzteres Szenario kommen also nur die Shelly-Smart-Meter Pro 3EM oder 3EM infrage, wenn eine dynamische Einspeisung gewünscht ist.

Wer keinen Smart Meter von Shelly im Einsatz hat, kann die Einspeiseleistung auch mithilfe von smarten Shelly-Steckdosen optimieren, indem man sie für starke Verbraucher wie Heissluftfriteuse, Wasserkocher, Fernseher, Waschmaschine und Föhn installiert. Infrage kommen auch Herd und Kochfeld, wenn diese mit 230 Volt betrieben werden. Shelly-Plugs gibt es ab etwa 20 Euro. Wer sie im 5er-Set kauft, zahlt bei Ebay aktuell pro Stück nur 13 Euro.

Inbetriebnahme mit der Zendure-App

Sind Balkonkraftwerk und Smart Meter einsatzbereit, nimmt man die Anlage mit der Zendure-App in Betrieb. Um den Kopplungsmodus zu aktiveren, drücken wir drei Sekunden lang auf die Einschalttaste. Die blinkende IOT-LED am Wechselrichter signalisiert, dass sich der Wechselrichter im Kopplungsmodus befindet. Über das Plus-Zeichen in der App fügen wir anschließend den Solarflow 800 hinzu. Für die Koppelung muss Bluetooth am Smartphone oder Tablet eingeschaltet sein. Anschließend wird Solarflow mit dem heimischen WLAN über ein 2,4-GHz-Netz verbunden. Kommt eine Verbindung nicht zustande, könnte das daran liegen, dass der WLAN-Router über eine SSID 2,4- und 5-GHz-Netze bereitstellt. Da eine SSID für unterschiedliche Netze häufig die Ursache für Verbindungsprobleme für Smart-Home-Komponenten ist, sollte man die unterschiedlichen Netze mit eigenen SSIDs betreiben oder für die Inbetriebnahme das 5-GHz-Netz des Routers deaktivieren.

Bevor der Smart Meter Shelly Pro 3EM in der Zendure-App hinzugefügt werden kann, muss dieser mit der Shelly-App in Betrieb genommen und die Shelly-Cloud aktiviert werden. Anschließend klickt man in der Zendure-App unter Geräte verwalten – Zähler hinzufügen und anschließend auf Shelly Pro 3EM, Shelly 3EM und authentifiziert sich in der Shelly-Cloud.

Die App informiert auf der Startseite über alle relevanten Betriebsparameter: Dazu zählen die aktuelle Solarleistung der Panels, den Stromverbrauch, den Füllstand der Batterie, wie viel Strom in der Batterie gespeichert wird, die Einspeiseleistung und ob das Stromnetz gerade etwas liefert oder Strom abfließt. In der Betriebsart „Smart Modus“ findet dank Shelly-Smart-Meter eine dynamische Einspeisung statt. Im Idealfall wird unter Stromnetz 0 Watt angezeigt.

Ist kein Smart Meter im Einsatz, kann man die Einspeiseleistung des Balkonkraftwerks unter Basislast und Ladeeinstellungen Zeitpläne mit entsprechenden Leistungswerten in Watt in Einerschritten festlegen.

Wie zuverlässig funktioniert die dynamische Einspeisung?

Die Reaktion von Solarflow 800 auf die vom Smart Meter Shelly Pro 3EM erfassten Stromverbrauchswerte dauert zwischen 3 und 5 Sekunden. Eine exakte Nulleinspeisung ist allerdings nur selten der Fall. Meist zeigt der Shelly einen Verbrauch von etwas über 0 Watt an bis maximal 5 Watt. Auch passiert es, dass der Solarflow minimal zu viel Strom abgibt, sodass der Shelly Minus-Werte von wenigen Watt anzeigt. Dieses Verhalten haben wir allerdings auch bei anderen Lösungen beobachtet.

Wie groß sollte der Speicher sein?

In unserem Ein-Personen-Test-Haushalt mit einem niedrigen Strombedarf von täglich 2 bis 3,5 kWh ist die Kapazität von knapp 2 kWh des AB2000S ausreichend, um diesen an einem sonnigen Tag Mitte März vollzuladen und anschließend bis zum nächsten Morgen zu entladen. Für einen Zwei-Personen-Haushalt mit hohem Stromverbrauch von durchschnittlich 10 kWh kann auch eine größere Speicherkapazität nützlich sein.

An sonnigen Tagen fällt der Ertrag des Zendure-BKWs mit zwei 430-Watt-Panels mit knapp 3 kWh recht üppig aus. Und das, obwohl unser Test-Standort am Morgen teilweise noch verschattet ist.

Wie effizient arbeitet Zendure Solarflow 800?

Von den 1920 Wh des Akkus haben wir im Durchschnitt etwa 1880 Watt entnommen, was einer ausgezeichneten Effizienz von knapp 98 Prozent entspricht. Beim Laden des Speichers über die Steckdose muss der Strom allerdings zweimal umgewandelt werden. Dabei haben wir Ladeverluste von etwa 18 Prozent gemessen. Wer also einen dynamischen Stromtarif nutzt, sollte das Laden der Batterie per Steckdose nur dann nutzen, wenn der Preisunterschied zwischen hohem und niedrigem Tarif größer als 20 Prozent ausfällt.

Die Anpassung der Einspeiseleistung passiert innerhalb von 3 und 5 Sekunden.

Preis: Was kostet Zendure Solarflow und wann amortisiert sich die Anlage?

Der Wechselrichter Solarflow 800 kostet 249 Euro. Doch einzeln ist er nicht empfehlenswert. Erst in Kombination mit einem Speicher wie dem AB2000S und einem Smart Meter wie dem Shelly Pro 3EM entfaltet er sein volles Potenzial. Wer dynamische Stromtarife nutzt, kann unter Umständen sogar ganz ohne Solarpanels von der Lösung profitieren. Das ist etwa der Fall, wenn man die an den Solarflow 800 angeschlossene Batterien lädt, wenn der Preis sehr günstig ist und Strom dann einspeist, wenn dieser sehr teuer ist.

Solarflow 800 in Kombination mit einem Speicher ist auch als Upgrade für bestehende Nutzer eines Balkonkraftwerks mit zwei Panels interessant, wenn bislang noch kein Speicher zum Einsatz kommt. Die Preise für Stromspeicher erreichen derzeit einen Tiefststand, sodass sich trotz einer höheren Investition ein Balkonkraftwerk mit Speicher langfristig einen größeren Gewinn erzielt. Außerdem kann man mit einem Speicher und einem Smart Meter verhindern, dass ungenutzter Strom im Netz des Anbieters gelangt. Das ist nicht nur aus Kostengründen vernünftig, sondern hält das Stromnetz stabiler. Dafür gibt es inzwischen auch eine Petition.

Die Zendure-Lösung, bestehend aus Wechselrichter, Speicher und Solarpanels, gehört nicht zu den günstigsten. Allerdings bietet die Lösung dank bidirektionalem Laden und der Integration dynamischer Stromtarife eine Zusatzfunktion, die bisher nicht weitverbreitet ist. Derzeit sind Tarife von Nord Pool und Rapid Energy in der Zendure-App integriert. Im April soll auch Tibber dazukommen.

Es folgen die Preise für Solarflow 800 in verschiedenen Konfigurationen:

  • Solarflow 800 mit zwei 500-Watt-Panels für 399 Euro
  • Solarflow 800 mit zwei 500-Watt-Panels und 1x AB2000S (1920 Wh) für 1049 Euro
  • Solarflow 800 mit 1x AB2000S (1920 Wh) für 817 Euro

Wer hingegen ein Balkonkraftwerk mit vier Solarpanels im Einsatz hat und auf der Suche nach einem Speicher ist, wird mit dem Solarflow Hyper 2000, der über 4 MPP-Tracker verfügt, besser bedient. Dieser ist gerade im Angebot und in Kombination mit einer AB2000S-Batterie sogar günstiger als das Set mit Solarflow 800.

  • Solarflow Hyper 2000 mit AB2000S (1920 Wh) für 749 Euro
  • Solarflow Hyper 2000 mit AB1000S und AB2000S (2880 Wh) für 1098 Euro
  • Solarflow Hyper 2000 mit 2x AB2000S (3840 Wh) für 1348 Euro

Einen für die dynamische Einspeisung nötigen Smart Meter von Shelly gibt es für 55 Euro (3EM) oder für 85 Euro (Pro 3EM).

Die Amortisationsdauer des Zendure-Balkonkraftwerks beträgt nach dem Stecker-Solar-Simulator der HTW Berlin bei einem jährlichen Strombedarf von 4000 kWh zwei Jahre. Die Variante mit Speicher rechnet sich erst nach vier Jahren, erzielt bei einer Nutzungszeit von 15 Jahren dafür aber einen etwas höheren Gewinn.

Für die Amortisationsberechnung nutzen wir den Stecker-Solar-Simulator der HTW Berlin. Bei einem angenommenen Verbrauch von 4000 kWh bei einem Preis von 40 Cent pro kWh hat sich das Zendure-Balkonkraftwerk Solarflow 800 mit zwei 500-Watt-Panels bereits nach zwei Jahren amortisiert. Das gleiche System mit Speicher benötigt hingegen vier Jahre, bis es sich bezahlt hat. Über einen Betrachtungszeitraum von 15 Jahren erwirtschaftet es allerdings einen um 220 Euro höheren Gewinn.

Bei einem niedrigen Stromverbrauch von jährlich 2000 kWh verlängert sich die Amortisationszeit. Dafür erzielt die Variante mit Speicher einen deutlich höheren Gewinn.

Ist der Strombedarf niedriger, etwa in einem 1-Personen-Haushalt mit 2000 kWh, amortisiert sich das System ohne Speicher nach drei Jahren. Das Balkonkraftwerk mit Speicher benötigt dafür fünf Jahre, erwirtschaftet aber einen um 1000 Euro höheren Gewinn bei einer angenommenen Nutzungszeit von 15 Jahren.

Auf den Wechselrichter gewährt Zendure eine Garantie von 12 Jahren und für die Akkus gibt es 10 Jahre Garantie.

Integration in Smart-Home-Systeme

Zendure hat eine API veröffentlicht, über die man Daten aus der Zendure-Cloud über das MQTT-Protokoll in kompatible Smart-Home-Systeme wie Home Assistant integrieren kann. Dafür sind aber viele Einzelschritte nötig. Eine einfache Integration, wie sie etwa für Anker Solix zur Verfügung steht, gibt es leider nicht.

Inzwischen gibt es auch eine Integration, die ohne die Zendure-Cloud funktioniert. Dann ist aber eine Steuerung über die App nicht mehr möglich.

Wünschenswert wäre eine offizielle Integration von Zendure mit der Möglichkeit, Solarflow ohne Cloud lokal steuern zu können.

Fazit

Zendure Solarflow 800 arbeitet im Test zuverlässig und effizient. Wer noch kein Balkonkraftwerk in Betrieb hat, kann also gerne zum Set mit zwei 430-Watt-Solarpanels für knapp 400 Euro greifen. Das ist zwar etwas teurer als beim Mitbewerb, doch man erhält mit dem Wechselrichter Solarflow 800 ein sehr effizientes Modell, das bereits ab 14 Volt die Stromproduktion aufnimmt und einen Anschluss für Zendure-Akkus bietet. Damit lässt sich das System mit einem Speicher erweitern. Zudem integriert die App dynamische Stromtarife, sodass entsprechende Nutzer den Speicher auch dann kosteneffizient laden können, wenn die Sonne nicht scheint.

Wer schon ein Balkonkraftwerk mit zwei Solarpanels im Einsatz hat und über die Anschaffung eines Stromspeichers nachdenkt, wird mit der Lösung aus Solarflow 800 und AB2000S respektive AB1000S ebenfalls bestens bedient. Die Akkus mit „S“ am Ende der Produktbezeichnung bieten im Gegensatz zu den Vorgängermodellen AB2000 und AB1000 einen automatischen Brandschutz. Und wer an einer Nulleinspeisung interessiert ist, installiert noch einen Smart Meter wie Shelly Pro 3EM und nutzt damit den selbst produzierten Strom nahezu komplett.

Für Anwender, die sich für ein Balkonkraftwerk auf Basis von vier Panels interessieren, ist der Solarflow 800 hingegen nicht optimal geeignet. Sie können aber zum größeren Modell Solarflow Hyper 2000 greifen, das mit vier MPP-Trackern dafür besser geeignet ist.

Balkonkraftwerk Priflat Duo XL im Test

Das Balkonkraftwerk Priflat Duo XL von Priwatt erzeugt mithilfe von zwei extra großen Solarpanels bis zu 1150 Wp. Das bietet Reserven bei schlechtem Wetter. Wie sich das Balkonkraftwerk mit Wechselrichter von Tsun und Speicher in der Praxis schlägt, zeigt unser Test.

VORTEILE
  • höhere Solarleistung dank XL-Panels
  • dank Over-Paneling Reserven für Speicher und schlechtes Wetter
  • ordentliche Anleitung
NACHTEILE
  • Handling der großen Panels ist komplizierter
  • Wechselrichter kann aktuell nur 600 Watt einspeisen (Update steht aus)
  • schwer und deshalb primär für Garten oder Flachdach geeignet

Das Balkonkraftwerk Priflat Duo XL von Priwatt erzeugt mithilfe von zwei extra großen Solarpanels bis zu 1150 Wp. Das bietet Reserven bei schlechtem Wetter. Wie sich das Balkonkraftwerk mit Wechselrichter von Tsun und Speicher in der Praxis schlägt, zeigt unser Test.

Steckersolargeräte, die sogenannten Balkonkraftwerke, senken die eigenen Energiekosten ohne großen bürokratischen Aufwand und zu einem attraktiven Anschaffungspreis. Die Photovoltaikpanels wandeln Sonnenenergie in Gleichstrom um, der dann vom Wechselrichter in Wechselstrom gewandelt und per Steckdose ins heimische Stromnetz eingespeist wird. Solarpanels in Standardgröße liefern unter Idealbedingungen zwischen 400 und 450 Wp – die neuen XL-Panels von Priwatt erreichen eine Leistung von satten 575 Wp. Wann sich die großen Solarmodule lohnen und wie sich das Priflat Duo XL für 688 Euro (inklusive Versandkosten) in der Praxis schlägt, klären wir im Test.

Warum sollte man das Priflat Duo XL kaufen?

Wer die Vorteile eines unbürokratischen Steckersolargerätes bestmöglich ausnutzen und die Energiekosten so weit wie möglich senken will, muss das Maximum aus den kleinen Anlagen herausholen. Zwar dürfen maximal 800 Watt eingespeist werden, trotzdem ist es sinnvoll, die Leistung der Solarmodule stärker auszulegen. Die maximale Leistung erreichen die Panels nur unter idealen Bedingungen und somit bestenfalls für einige Stunden pro Tag. Den Rest des Tages und bei wolkenverhangenem Himmel bleibt die Leistung dann unter der möglichen Einspeisegrenze.

Nur wer die maximale Leistung der Solarpanels höher als die Ausgangsleistung des Wechselrichters auslegt, erreicht auch unter nicht idealen Bedingungen die erlaubten 800 Watt. Man spricht hier vom sogenannten Over-Paneling. In der Praxis funktioniert das in der Regel durch den Einsatz von mehr als zwei Panels oder die Nutzung extra starker Module.

Das Steckersolargerät Priwatt Priflat XL.

Und hier setzt das Set von Priwatt mit den zwei extragroßen und leistungsstarken XL-Solarpanels an. Die Solarmodule des Priflat Duo XL liefern mit bis zu 1160 Wp – etwa so viel wie drei Standard-Panels – zum attraktiven Preis von unter 600 Euro. Wie gut das in der Praxis funktioniert, zeigen wir im Fazit.

Was ist im Set Priflat Duo XL enthalten?

Priwatt bietet seine Steckersolargeräte in unterschiedlichen Konfigurationen und Leistungsklassen an. In den Varianten mit dem Zusatz „Pribalcony“ sind etwa Halterungen und Aufständerung enthalten, um die Panels am Balkon zu befestigen. Wer möchte, kann die Sets aber auch ohne zusätzliche Befestigung oder Aufständerung bestellen.

Die großen XL-Module haben wir mit einer Aufständerung für Garten und Flachdach bestellt – die Variante heißt dann Priflat. Nach unserer Bestellung dauerte es drei Werktage, bis uns eine regionale Spedition die Lieferung am nächsten Tag ankündigte. Die Lieferung am nächsten Tag besteht aus zwei riesigen Kartons mit den XL-Panels und einem dritten Paket, welches den Wechselrichter samt 5 Meter langem Schukokabel, die Aufständerung, ein Verlängerungskabel und die Anleitungen enthält.

So kommt das Priwatt Priflat XL beim Kunden an.

Zum Lieferumfang gehören:

  • 2x Solarpanel mit je 575 Wp (2278 mm x 1134 mm x 30 mm; 31,8 kg)
  • Aufständerung für zwei Solarpanels (Valkbox 3)
  • Wechselrichter Tsun Tsol-MS600 Balcony samt Anschlusskabel
  • MC4-Verlängerungskabel (2 Meter)
  • Je eine Anleitung für Halterung, Panels und Wechselrichter

Die Solarpanels haben 12 Jahren Produkt- und 30 Jahren Leistungsgarantie. Der Wechselrichter hat eine Herstellergarantie von 12 Jahren.

Wie funktioniert der Aufbau des Priflat Duo XL?

Aufbau und Installation des Balkonkraftwerks gehen einfach von der Hand – allerdings sollte man für ein besseres Handling der rund 30 kg schweren XL-Panels mindestens zu zweit sein. Dann sind die beiden großen Panels nach etwa 25 bis 30 Minuten ausgepackt, mit der Aufständerung verschraubt und am Stromnetz per Wechselrichter angeschlossen. Die mitgelieferten Anleitungen der Einzelkomponenten sind dank übersichtlicher Illustrationen insgesamt gut verständlich.

Bei uns werden die beiden großen Solarmodule testweise in der Einfahrt aufgestellt. Die Positionierung ist zwar nicht perfekt, da es in den Vormittagsstunden Schattenwurf kommt. Hinsichtlich der Grundstückposition am Hang geht die Platzierung aber in Ordnung.

Hier ist bereits die Aufständern am XL-Panel befestigt.

Nachdem die Panels aufgestellt und ausgerichtet sind, schließen wir den Wechselrichter an. Der wird direkt per MC4-Steckverbinder mit den Solarmodulen verbunden. Für etwas mehr Flexibilität bei der Platzierung der Komponenten sorgt die im Set beigelegte MC4-Verlängerung. Je nach Aufstellort wäre sogar noch eine zweite Verlängerung wünschenswert. Die kann bei Bedarf aber auch günstig nachgekauft werden. Wenn Wechselrichter und Solarpanels verbunden sind, schrauben wir das Schuko-Kabel am Wechselrichter an und verbinden es mit unserer Außensteckdose. Hinweis: Hier keine Mehrfachsteckdosen verwenden! Jetzt ist das Steckersolargerät einsatzbereit.

Kleiner Tipp aus der Praxis: Die für die Ertragserfassung per WLAN und App benötigte Seriennummer ist auf der Unterseite des Wechselrichters aufgedruckt. Diese sollte man vor der Montage Komponenten abfotografieren, da man sie im montierten Zustand nicht ablesen kann.

Wie misst man Leistung und Ertrag des Balkonkraftwerks?

Zur Überprüfung der aktuellen Leistung und Ertragsdaten kommt die App Tsun Smart für Android und iOS zum Einsatz. Weniger smart, aber sehr einfach funktioniert alternativ die Ertragserfassung mit einem einfachen WLAN-Zwischenstecker, der per App über die aktuelle Stromproduktion informiert. Beim Kauf muss man allerdings genau hinsehen, da sich nicht alle WLAN-Zwischenstecker zur Erfassung der Stromproduktion eignen. Die besten Modelle aus unseren Tests zeigen wir in der Top 10: Die besten smarten Steckdosen.

Der Im Set des Priwatt Priflat XL enthaltene Wechselrichter kann bequem per WLAN abgefragt werden.

Bei uns gibt es bei der Verbindungsaufnahme keine Probleme, allerdings dauert es nach der ersten Einrichtung einige Minuten, bis Daten angezeigt werden. Neben den aktuellen Leistungsdaten stehen auch Statistiken zu den letzten Tagen und Monaten sowie eine Jahresübersicht zur Verfügung.

Im Auslieferungszustand ist der mitgelieferte Wechselrichter Tsun Tsol-MS600 Balcony allerdings noch auf die bis in jüngster Vergangenheit zulässigen 600 Watt begrenzt. Anders als etwa die Wechselrichter von Hoymiles kann die Leistungsgrenze hier nicht bequem per App geregelt werden. Um die inzwischen erlaubten 800 Watt freizuschalten, ist zunächst ein Firmwareupdate notwendig – das Problem: aktuell ist es bisher nicht verfügbar. Priwatt hat auf der Homepage aber bereits angekündigt, dass dieses zeitnah von Tsun per App-Installation nachgereicht werden soll.

Wie viel Ertrag leistet das Priflat Duo XL?

PV-Anlagen-Besitzer wissen es bereits: Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Zwar können die Leistungsdaten und Sonnenstunden hochgerechnet werden, erfahrungsgemäß ist der Ertrag aber stark von Jahreszeit, Wetter und Aufstellort abhängig. Insbesondere in den Monaten November bis Februar lässt sich die Sonne in Deutschland kaum blicken. Auch Verschattungen und ein ungünstiges Aufstellwinkeln beeinflussen das Ergebnis.

Das Priwatt Priflat XL braucht ordentlich viel Platz.

Insgesamt kommen wir bei gutem Wetter und einer Verschattung in den Morgenstunden sowie am späten Nachmittag auf eine maximale Ausbeute von 4 kWh. Bei einem zugegebenermaßen hohen Strompreis von 40 ct/kWh entspricht das etwa 1,60 Euro Ersparnis am Tag oder 336 Euro in den Monaten März bis Oktober. Zwar ist der in den restlichen Monaten deutlich geringer, ein Wert von etwa 2,7 kWh pro Tag dürfte aber ein realistischer Jahresdurchschnittswert sein. Pro Jahr kämen so knapp 395 Euro Kostenersparnis pro Jahr zusammen und so wäre der Kaufpreis bereits nach weniger als zwei Jahren abbezahlt – wenn das Wetter mitspielt und der Strom zu 100 Prozent sofort verbraucht wird. In der Praxis ist das ohne zusätzlichen Speicher aber wenig realistisch.

Kann man beim Priflat Duo XL Speicher nachrüsten?

Bei wolkenfreiem Himmel wird mit den XL-Modulen sogar mehr Strom erzeugt, als überhaupt genutzt werden darf. Wer die erzeugte Mehrleistung nicht kostenlos an den Netzbetreiber abgeben will, speichert die überschüssige Leistung in einem Balkonkraftwerksakku und ruft sie dann bei Bedarf ab. Alle bisher von uns getesteten Akkus für Balkonkraftwerke können nachgerüstet werden – in den meisten Fällen, etwa beim Zendure AIO2400 (Testbericht) kann auch der im Set enthaltene Wechselrichter weiterverwendet werden. Die besten Akkus für Steckersolargeräte zeigen wir in unserer Top 10: Speicher fürs Balkonkraftwerk zum Nachrüsten.

Preis: Was kostet das Priflat Duo XL?

Das Priflat Duo XL mit zwei bifazialen XL-Panels (1160 Wp) und Aufständerung für Garten und Flachdach kostet bei Priwatt 688 Euro inklusive Zubehör wie Halterung und Verlängerungskabel.

Fazit

Der Test des Priflat Duo XL hinterlässt insgesamt einen positiven Eindruck. Wer das Maximum mit nur zwei Solarpanels erzielen will, ist mit den XL-Modulen des Priwatt-Balkonkraftwerks optimal beraten. Neben der starken Leistung und der ordentlichen Anleitung gefällt uns auch die einfache Einrichtung per WLAN gut. Lediglich die Tatsache, dass das Update des Wechselrichters auf 800 Watt noch auf sich warten lässt, stört das ansonsten positive Bild.

Der Aufbau der Panels ist durch deren großen Abmessungen und das höhere Gewicht im Vergleich zu Standard-Panels zwar etwas komplizierter, zu zweit ist der Aufbau aber problemlos möglich. Für die Balkonbrüstung sind die XL-Module allerdings zu schwer, weshalb dieses Steckersolargerät primär für Flachdach und Garten konzipiert ist.

Die vorgestellten Sets aus dem Fachhandel lassen sich bei Bedarf auch im Nachhinein erweitern oder mit Akkus nachrüsten. Welche Möglichkeiten es gibt, mehr aus den kleinen PV-Anlagen herauszuholen, zeigt unser Ratgeber Balkonkraftwerk optimieren: 6 Tipps, wie man noch mehr Geld spart.

Wer sich für mobile Solarkraftwerke, die sogenannten Powerstations, interessiert, findet alles Wichtige und das richtige Gerät für den persönlichen Anwendungsbereich im Beitrag: Testsieger: Die beste Powerstation für jeden Zweck und jedes Budget.

Balkonkraftwerk Yuma Flat Bifazial Pro im Test

Balkonkraftwerke verwenden meist PV-Module, die ausschließlich bei Sonne von vorn Strom generieren können. Anders ist das beim Yuma Flat Bifazial Pro – das macht auch aus Licht von hinten Strom.

Balkonkraftwerke verwenden meist PV-Module, die ausschließlich bei Sonne von vorn Strom generieren können. Anders ist das beim Yuma Flat Bifazial Pro – das macht auch aus Licht von hinten Strom.

Der PV-Anbieter Yuma hat uns schon im Test des Yuma Flat überzeugt. Das gilt für die Technik, aber auch für Service, Einfachheit der Einrichtung und Anleitung. Beim Yuma Flat Bifazial Pro legt der Hersteller noch einmal eine Schippe nach und liefert Glas-Glas-Module. Diese sind langlebiger und weisen folglich weniger Degradation (Leistungsverlust über Zeit) auf. Ferner bieten sie noch mehr Ertrag – obwohl die beiden mitgelieferten Panels des Pro-Sets eigentlich nur mit jeweils 420 Watt angegeben sind. Möglich macht das die bifaziale (bifazial – zweigesichtig/zweiseitig) Auslegung der Panels, bei der auch Streulicht von hinten aufgenommen und in Strom umgewandelt werden kann. Yuma verspricht maximal satte 125 Watt zusätzlich zu den eigentlichen 420 Watt der Panels – das entspricht 30 Prozent Mehrleistung und die Module könnten dann theoretisch statt 420 Watt satte 545 Watt Strom erzeugen. Wir haben uns das Komplettpaket angeschaut und überprüft, ob der Aufpreis im Vergleich zum monofazialen BKW lohnt.

Lieferumfang

Der Lieferumfang unterscheidet sich je nach geplantem Aufstellort, Yuma bietet Sets für Balkon, Flachdach, Schrägdach, Fassade, Garten und ganz ohne Halterung. Wir haben das Set für die Aufstellung auf einem Flachdach gewählt. Im Lieferumfang befinden sich:

  • 2 bifaziale Solarmodule (Full Black) mit 420-Watt-Peak (Yuma)
  • 1 Mikro-Wechselrichter mit 800 Watt (Hoymiles HM-800) inkl. Befestigungsklemmen und Staubschutzkappe
  • Verlängerungskabel DC (2x 2 Meter)
  • Halterungen/Aufständerung für die Panels (Valkbox)
  • DTU-Wlite inkl. Netzteil

Ein Anschlusskabel fehlt im Paket, kann aber direkt im gleichen Bestellvorgang dazugekauft werden. Wir haben eins für 30 Euro (5 Meter) dazu genommen. Dann ist auch wahlweise eine smarte Mess-Steckdose von Mystrom (Bestenliste) oder ein einfaches Messgerät ohne Smartphone-Anbindung kostenlos dabei.

Montage

Alles, was man für die Inbetriebnahme des Balkonkraftwerks von Yuma benötigt, ist im Lieferumfang enthalten – auch Befestigungsmaterial, um den WR an die Panels schrauben zu können und eine Staub- und Feuchtigkeitsschutzkappe für den freibleibenden Anschluss am WR. Lediglich Werkzeug fehlt, das sollte aber jeder normale Haushalt haben, zumal nur ein einfacher Schraubenschlüssel benötigt wird. Zum Thema Support und Bedienungsanleitung haben wir uns schon im Test des Yuma Flat lobend geäußert, beim bifazialen Paket ist der einzige Nachteil, dass die Aufbauanleitung sich eigentlich auf das monofaziale Modell bezieht – geschenkt.

Auch die Valkbox-Aufständerung, die wir im Test des Balkonkraftwerks von JW Solar noch als unpassend bezeichnet haben, schlägt sich hier deutlich besser. Zwar müssen auch bei den Yuma-Glas-Glas-Modulen die eigentlichen Halterungs-Aufnahmen „verkehrt“ herum an den Rahmen der Module geschraubt werden, allerdings ist der hier viel stabiler als bei den Modulen von Trina Solar, die dem BKW von JW Solar beilagen. Ein Verbiegen, wie es dort bereits nach wenigen Wochen im Alltagsbetrieb vorkam, ist bei Yuma wohl nicht zu befürchten. Der Rest ist wie gehabt und kann dank der guten Anleitung auch von Laien und sogar allein problemlos in rund einer Stunde bewerkstelligt werden. Schwieriger wird es bei der Installation der DTU (Data Transfer Unit) von Hoymiles sowie der Einrichtung der Mystrom-Steckdose (Bestenliste).

Die Module des Yuma Flat Bifazial Pro haben einen sehr starken Rahmen - hier macht es nichts, dass die Halterungen "falsch" herum montiert werden müssen und so Druck auf den inneren Teil des Rahmens ausgeübt wird

In Kurzform: Die DTU-Wlite muss über die Hoymiles-App (S-Miles Installer) eingerichtet werden. Dazu werden nach der Installation der App DTU und Mikrowechselrichter (Hoymiles HM-800) per Seriennummer in das virtuell anzulegende BKW eingefügt. Danach muss die DTU mit Strom versorgt und eingerichtet werden. Dafür wechselt der Nutzer vom Startbildschirm der Homymiles-App („Anlagen“) am unteren Bildschirmrand in den Reiter „B&W“ und wählt dort „Netzwerkkonfig“ an. Anschließend muss man sich mit dem WLAN der DTU verbinden (z. B. DTUL-XXXXXXXX) und erneut auf Netzwerkkonfig klicken. Damit nimmt die App Kontakt zur DTU auf, anschließend wird das eigentliche Heimnetzwerk ausgewählt. Das war es schon.

Selbst die Halterung für den Wechselrichter ist beim Yuma Flat Bifazial Pro dabei

Wer zukünftig auf die Einstellungen des Wechselrichters ändern will, um etwa die voreingestellten 800 Watt Maximalleistung auf die derzeit erlaubten 600 Watt zu reduzieren, kann nun auf den HM-800 zugreifen. Auch grafische Auswertungen zum gesammelten Ertrag gibt es hier. Leider werden die Informationen nur etwa alle 15 Minuten aktualisiert. Wer das deutlich aktueller will, greift auf die Mystrom-App und die auf Wunsch mitgelieferte Mystrom-Steckdose zurück. Sie aktualisiert alle paar Sekunden ihre Informationen, allerdings gestaltete sich die Einbindung der Steckdose in die App bei uns als unmöglich. Abhilfe schaffte hier erst die Verwendung des Mystrom-Update- bzw. Troubleshooting-Tools für Windows und Mac, damit klappte es auf Anhieb.

Betrieb

Ist alles aufgebaut und eingerichtet, muss nur noch der Schukostecker in die Steckdose gesteckt werden und nach einer kurzen Anlaufzeit kommt nicht Strom aus, sondern in die Steckdose. Alles funktioniert, das ist aber natürlich selbstverständlich. Wir wollten aber wissen, ob das Yuma Flat Bifazial Pro besser als ein vergleichbares Balkonkraftwerk funktioniert, schließlich spricht der Hersteller von bis zu 30 Prozent mehr Ausbeute an Strom. Verglichen haben wir das Yuma-Modell mit einem BKW von JW Solar (Testbericht), das über den gleichen Hoymiles HM-800 als Mikroinverter und zwei monofaziale PV-Module von Trina Solar mit je 425 Watt verfügt. Zudem haben wir für den Vergleich bei beiden Modellen eine Valkbox-Aufständerung verwendet und die Module möglichst gleich und ohne Teilverschattung ausgerichtet – und dann schlug das Wetter um.

Nachdem es zuvor mehrere Tage sonnig bei moderaten Temperaturen um 22 Grad war, ließ sich die Sonne nun nur noch sporadisch blicken. Wenige Stunden später verschwand diese gleich ganz – grandios, denn die Zeit für einen Produkttest ist ohnehin schon knapp bemessen. Am Abend des ersten Testtages betrug der Vorteil dann auch nur rund 7 Prozent zugunsten des bifazialen Yuma-BKWs – obwohl wir extra eine alukaschierte Polystyrol-Folie unter die beiden Solarpanels des Yuma-Modells gelegt haben. Denn die reflektierende Oberfläche der Folie sollte den Vorteil der beidseitigen Energieaufnahme und Stromerzeugung eigentlich maximieren. Einen Unterschied zu überwiegend weißen Waschbeton-Platten als Unter- und einer weißen Klinkerwand im Hintergrund konnten wir zumindest bei bedecktem Wetter nicht ausmachen.

Ein heller Untergrund ist wichtig für bifaziale PV-Module, die silberne Folie hat bei uns aber kaum noch was gebracht

Warum die Folie? Yuma gibt in einem Diagramm richtig an, dass dunkle Untergründe deutlich schlechter reflektieren und entsprechend die Zusatzausbeute durch die bifazialen Module dann nur schwach ausfällt. Gras als Untergrund soll auf der gezeigten Skala für rund 8 bis 10 Prozent zusätzlichen Ertrag sorgen, Beton für kaum mehr. Kieselsteine bieten ein Plus von etwa 17 oder 18 Prozent, weißer Sand sorgt für etwa 25 Prozent. Eine fast schon spiegelnde Folie müsste da doch eigentlich besonders gut funktionieren – oder?

Tatsächlich ist es unrealistisch und unpraktikabel, die reflektierende Folie mehrere Quadratmeter unter und um die PV-Module zu platzieren. Das wäre aber eigentlich nötig, denn das Streulicht kommt nicht nur von unter den Modulen, sondern eben aus der näheren Umgebung. Mit hellen Steinen und Klinkern hatten wir entsprechend schon eine ausreichend gute und reflektierende Umgebung für die bifazialen Module parat. Die noch stärker spiegelnde Folie, die wir nur direkt unter den Solarplatten ausgelegt hatten, konnte den Effekt bei uns nicht merklich steigern.

Außerdem limitierte ein weiterer Faktor unseren Versuchsaufbau: die Aufstellung. Denn wegen der Auslegung für ein Flachdach mit entsprechend niedriger Aufständerung bleibt den Modulen nicht viel Platz über dem Boden und somit wenig Möglichkeit, zusätzliches Streulicht von hinten aufzufangen.

In der Theorie sind bifaziale PV-Module also absolut im Vorteil im Vergleich zu herkömmlichen monofazialen PV-Modulen. Leider hat uns das Wetter für unseren Test einen Strich durch die Rechnung gemacht und wir konnten das Yuma-BKW nicht dort testen, wo es am meisten von seiner beidseitigen Technik profitieren könnte: Bei hoher Grundhelligkeit, bei der das Sonnenlicht von Schleierwolken oder durch Baumwipfel immer wieder mal teilverschattet wird. Übrigens: Bifaziale Module sind rund 20 Prozent schwerer als herkömmliche Glas-Folie-Module, das sollte man gerade bei Installation auf ein Flachdach bedenken.

Nachgerechnet: Lohnt sich bifazial?

Einen umfassenden Alltagstest müssen wir ungünstigerweise nachreichen. Bis dahin wollen wir aber die eingangs gestellte Frage zur Rentabilität des bifazialen Yuma-Modells zumindest theoretisch beantworten. Dafür ziehen wir die beiden Balkonkraftwerke Yuma Flat Pro und Yuma Flat Bifazial Pro mit Gesamtpreisen von 778 und 878 Euro inklusive Versand und AC-Stromkabel heran und rechnen mit einem Strompreis von 40 Cent (Strompreisbremse).

Aus dem Test des BKW von JW Solar (Testbericht) wissen wir, dass die monifazialen Module am gewählten Standpunkt Höchstleistungen von knapp 4,5 kWh an den besten Tagen erreichten. Insgesamt ergab sich dort ein Schnitt von mehr als 2,5 kWh pro Tag, hochgerechnet aufs Jahr wären das über 900 kWh. Aufgrund des sogenannten „Tal der Tränen“, also der wesentlich schlechteren Erträge in den Monaten November bis Februar, dürfte diese Zahl in der Realität, wenn überhaupt, nur an perfekten Standorten erreicht werden. Daher haben wir dort realistischere 600 kWh angesetzt, die Ersparnis betrug dabei rund 240 Euro im Jahr. Voraussetzung: eine gute Eigennutzung des erzeugten Stroms.

Bifaziale Panels sind teilweise lichtdurchlässig, die Taschenlampe scheint zwischen den (dreckigen) 6-Zoll-Solarzellen durch

In so einem Fall hätte sich das monofaziale Yuma-BKW nach rund 3,25 Jahren amortisiert. Beim Yuma Flat Bifacial Pro würde das wegen des höheren Preises ohne die Vorteile der Bifazialität etwa 3,66 Jahre dauern, also nicht viel länger. Rechnet man nur 10 Prozent Zusatzertrag, fällt die Amortisationszeit bereits auf 3,33 Jahre, bei 20 Prozent auf 3,1 Jahre und bei maximalen 30 Prozent auf nur noch 2,8 Jahre. Nimmt man dann noch längere Lebenszeit und langsamere Degradation (Yuma gibt 30 Jahre Produkt- und Leistungsgarantie auf die Module, beim günstigen Yuma Flat sind es nur 12/25 Jahre!) der Glas-Glas-Module im Vergleich zu Glas-Folien-Modellen hinzu, stellt sich die Frage schon fast gar nicht mehr – das bifaziale BKW ist einfach die bessere Wahl bei „nur“ 100 Euro Mehranschaffungskosten.

Wir werden schnellstmöglich nachreichen, welchen tatsächlichen Mehrertrag wir durch die Bifazialität erreicht haben, sobald das Wetter es zulässt. Was wir aber bei „düsterem Herbstwetter“ schon jetzt anmerken können, ist die bessere Schwachlichteffizienz, die weiter steigt, je düsterer (etwa am Abend) es wird. Dann liegt zwar der Vorteil des Yuma Bifazial teils bei über 30 Prozent, allerdings ist der Gesamtertrag bereits so niedrig (oft nur niedriger zweistelliger Watt-Bereich), dass sich das auf die Gesamtleistung über den Tag verteilt weit weniger bemerkbar macht. Wir konnten bei so trübem Wetter einen Vorteil von rund 5 Prozent pro Tag messen.

Preis

Inklusive neuem WLAN-Wechselrichter, 5-m-AC-Anschlusskabel und Versand liegt das Yuma Flat Bifacial (900+ Wp) bei 473 Euro inklusive Lieferung. Im Set mit dem Stromspeicher Anker Solix Solarbank 2 E1600 AC steigen die Kosten auf 1282 Euro.

Fazit

Zugegeben: Das Wetter hat uns echt einen Strich durch die Rechnung gemacht, sodass wir die Vorteile des bifazialen Balkonkraftwerks von Yuma gar nicht richtig ausreizen konnten. Denn die kommen besonders bei indirektem, hellem Sonnenlicht, das etwa gelegentlich von Wolken oder Nebelfetzen gestört wird, zum Tragen. Sollte das Wetter mitspielen, reichen wir das schnellstmöglich nach.

Doch auch so, nämlich bei trübem Herbstwetter, konnten wir immerhin einen Vorteil von etwa 5 Prozent im Vergleich zu einem nominell etwas stärkeren monofazialen BKW ausmachen. Selbst bei gleichem Ertrag, also ohne die vom Hersteller angepriesenen bis zu 30 Prozent Mehrleistung durch zusätzliche Stromgewinnung von der Rückseite der Module, bleibt aber ein anderer, großer Vorteil.

Im Gegensatz zu den meisten BKWs mit Glas-Folie-Modulen bestehen die bifazialen Module zwingend vorn und hinten aus Glas. Resultat ist eine höhere Langlebigkeit bei gleichzeitig niedrigerem Leistungsverlust auf Zeit – nicht ohne Grund gibt Yuma satte 30 Jahre auf Produkt und Leistung. So gesehen stellt sich die Frage, ob man bifazial braucht oder nicht, gar nicht erst – bei „nur“ rund 100 Euro mehr Anschaffungskosten rentiert sich der Kauf auf längere Sicht auf jeden Fall.

Balkonkraftwerk Priwatt Priflat Duo im Test
ab 719 EUR

Die kleine Photovoltaikanlage aus dem Fachhandel beinhaltet zwei 410-Watt-Solarpanels inklusive Halterungen und einen WLAN-Wechselrichter mit Update-Versprechen. Wir haben das Komplettpaket getestet.

VORTEILE
  • hohe Qualität der Komponenten
  • 800 Watt
  • zuverlässige App
  • keine Überhitzungen
  • Auswahlmöglichkeiten beim Zubehör
NACHTEILE
  • teurer als vom Discounter
  • kleine Fehler in der Anleitung

Die kleine Photovoltaikanlage aus dem Fachhandel beinhaltet zwei 410-Watt-Solarpanels inklusive Halterungen und einen WLAN-Wechselrichter mit Update-Versprechen. Wir haben das Komplettpaket getestet.

Balkonkraftwerke locken mit überschaubaren Kosten und einer jährlichen Kostenersparnis von mehreren hundert Euro. Während es bei der Solaranlage vom Discounter kaum oder keine Auswahlmöglichkeiten gibt, bieten Fachhändler unterschiedliche Sets für verschiedene Ansprüche und Anwendungsszenarien. Das Spannende an dem Balkonkraftwerk: Ein Update des 600-Watt-Wechselrichters auf 800 Watt ist per Software problemlos möglich!

Fachhandel vs. Discounter

Wer sich für eine Anlage aus dem Fachhandel entscheidet, zahlt in der Regel etwas mehr als für die Sets bei Discounter, Amazon oder chinesischen Shops. Zwar kommen die Einzelkomponenten meist von den gleichen Herstellern, allerdings gibt es trotzdem deutliche Unterschiede zwischen den Angeboten.

Wer sein Balkonkraftwerk bei Priwatt bestellt, trifft zunächst die Auswahl, ob das Set mit oder ohne Panel-Halterung bestellt werden soll. Neben der Aufhängung für den Balkon, gibt es Varianten für die Montage im Garten, an der Fassade, auf dem Flach oder Schrägdach. Beim Set von Netto (Testbericht) ist gar keine Halterung wählbar.

Anschließend stehen drei unterschiedlich leistungsstarke Sets zur Wahl. Alle umfassen die zuvor gewählte Halterung, einen auf 800 Watt upgradefähigen Wechselrichter und entweder zwei, drei oder gleich vier Panels mit je 410 Watt Peak (Wp). Vier Panels bringen es rechnerisch auf 1640 Wp, was die aktuell zulässigen 600 Watt deutlich übersteigt. Warum also so ein großes und teures Set kaufen? An perfekten Sommertagen mit optimal positionierten Panels hat das System keine Vorteile. Wenn die Solarmodule allerdings durch Schattenwurf oder wolkenverhangenen Himmel wenig Leistung produzieren, ist man mit so einer eigentlich überdimensionierten Anlage gut beraten. Unsere an ungünstiger Stelle positionierte Testanlage bekommt nur etwa vier Stunden direkten Sonnenschein ab. Trotzdem produzieren die zwei 410-Watt-Panels täglich etwa 2 Kilowattstunden (kWh) – bei optimaler Ausrichtung wäre theoretisch ein bis zu doppelt so hoher Ertrag möglich.

Auch eine Schutzkappe für den ungenutzten Anschluss am Wechselrichter gehört zum Lieferumfang.

Am Schluss folgt die Auswahl des Anschlusses ans Stromnetz. Neben Wielandsteckdose und Betteri-Anschlussbuchse steht hier auch ein klassisches Schukokabel zu Wahl. Wer sich den Einbau durch eine Fachkraft ersparen will, wählt die dritte Variante. Wir haben uns für den Test die Variante Priflat Duo mit zwei 410-Watt-Panels inklusive 5 Meter langem Schuko-Kabel und der Halterung für Flachdach oder Garten bestellt.

(Update Februar 2025: Inzwischen liefert Priwatt das Set mit Haltung und zwei 445-Watt-Bifazial-Panels für 489 Euro aus. Ohne Halterung sind es nur 375 Euro.)

Lieferumfang

Das Balkonkraftwerk von Priwatt kommt in mehreren Einzelkartons per Kurier bei uns an. Neben den beiden rund 21 Kilogramm schweren Panels, mit den Abmessungen 1754 × 1096 × 30 Millimeter, gehören zwei Kartons mit der gewählten Flachdach-Halterung, eine Kiste mit dem Wechselrichter und ein Karton mit Zubehör zum Lieferumfang. In den Paketen befinden sich:

  • zwei Panels mit je 410 Wp (jetzt 445 Wp)
  • Wechselrichter Tsun 800 Watt
  • Aufständerung für Flachdach & Garten für zwei Panels
  • MC4-Verlängerungskabel (2 Meter)
  • Schukokabel zum Anschluss am Wechselrichter (5 Meter)
  • Sicherheitsstopfen für zweiten Wechselrichteranschluss

Die Komponenten unseres Testprodukts kamen ordentlich und ausreichend sicher verpackt an. Die für eine dauerhaft sichere Aufstellung benötigten Betonplatten, welche als Zusatzgewicht dienen und das für den Aufbau benötigte Werkzeug, ein 10-Millimeter-Sechskantschlüssel, sind allerdings nicht im Paket enthalten.

Nach dem Öffnen der zahlreichen Kisten fallen zunächst die ungewöhnlich genauen und ausführlichen, mehrsprachigen Anleitungen zu Halterung, Panel und Wechselrichter ins Auge. Zum besseren Verständnis – bei den bisher getesteten Balkonkraftwerken gab es zwar ebenfalls Anleitungen, diese waren aber deutlich weniger ausführlich. Ob das in der Praxis hilft, zeigen wir im nächsten Abschnitt. Die Panels selbst sind ähnlich aufgebaut wie andere Modelle mit MC4-Solarstecker, der schwarze Rahmen und die dunkle Kollektorfläche wirken allerdings sehr edel.

BKW Priwatt Priflat Duo

Aufbau

Nach dem Auspacken und Sortieren der Teile folgt der Zusammenbau von Panels und Halterungen. Dieser ist in der Anleitung schrittweise und mit vielen Bildern genau beschrieben. Allerdings erscheint uns die abgebildete Ausrichtung der Alu-Halterungen auf dem Panel nicht richtig, da der Sicherungshaken so nicht greifen kann. Eigentlich sollte das Teil andersherum montiert werden, denken wir – und halten uns trotzdem an die bebilderte Kurzanleitung.

Im nächsten Schritt soll dann der Bügel zur Aufständerung mit diesen Halterungen verschraubt werden. Das klappt allerdings nicht, da die Halterungen zu weit auseinanderliegen. Wer die Aluminium-Halterungen dann aber um 180 Grad dreht, so wie wir uns das gedacht hätten, passen die Halterungen perfekt. Das Problem ist schnell gelöst, aber eigentlich vollkommen vermeidbar – man hätte nur alle im Paket beiliegenden Schreiben vor dem Zusammenbau lesen müssen. Etwas versteckt findet sich hier der Hinweis, dass man die Halter umdrehen muss. Schade, dass der Hinweis nicht direkt in die Anleitung gelegt wurde, aber das ist Gejammere auf hohem Niveau. Viel wichtiger ist die Tatsache, dass Priwatt der Fehler aufgefallen war. Das zeigt, dass sich der Fachhändler auch praktisch mit seinen Produkten auseinandersetzt, bevor er diese weiterverkauft. Ein klarer Pluspunkt in Hinblick auf Service und Qualität.

An dieser Stelle ist die Bebilderung in der Anleitung falsch – die Halterungen gehören um 180 Grad verdreht angeschraubt.

Ist die Aufständerung angeschraubt, werden die Photovoltaik-Module am entsprechenden Ort aufgestellt. Für einen sicheren Stand sorgen insgesamt vier schwere Gummi-Unterleger, auf denen die Halterung aufliegt. Für eine dauerhafte Sicherung muss die Halterung nun mit Zusatzgewichten in Form von Betonsteinen beschwert oder fest im Boden verankert werden.

BKW Priwatt Priflat Duo

Statt direkt auf die Rückseite der Panels setzen wir den WLAN-Wechselrichter auf ein kleines Podest unterhalb eines Panels. Nachdem alle Teile befestigt sind, werden die beiden Panels mit dem Wechselrichter und dieser mit dem Stromnetz verbunden. Dank MC4-Verlängerung ist auch der Anschluss des zweiten und weiter entfernten Solarmoduls problemlos möglich. Ist alles angeschlossen, wird noch der Wechselrichter per Schukokabel mit unserem Stromnetz verbunden.

Technisch gesehen ist der Aufbau keine Herausforderung, und die Montage auf Flachdach oder im Garten ist einfacher und schneller erledigt als die Befestigung am Balkongeländer, wie wir es mit den Systemen von Netto (Testbericht) und Ecoflow (Testbericht) gemacht haben. In der Praxis sollte man allerdings mindestens zu zweit sein, da die Panels zwar nicht sonderlich schwer, aber sehr unhandlich sind. Schon bei leichtem Wind und der Nutzung einer Leiter sollte man hier unbedingt vorsichtig zu Werke gehen. Wer seine Solarmodule nur im Garten aufstellen will, schafft das aber auch allein.

Installation

Für die Inbetriebnahme kommt nun der Schuko-Stecker direkt in die nächstgelegene Steckdose – nicht aber in eine Mehrfachsteckdose! Ein für den Außenbereich geeigneter Zwischenstecker mit Stromzähler kann zwar verwendet werden, ist dank zuverlässiger und stabiler WLAN-Anbindung und App unnötig.

Um die App nutzen zu können, muss der Wechselrichter allerdings auch Strom von den Panels bekommen – eine Einrichtung bei Dunkelheit klappt also nicht. Nach der Installation der App Talent Home müssen wir uns zunächst kostenlos registrieren und dann den Wechselrichter koppeln und ins heimische WLAN einbinden. Neben der Solarmodul-Stärke werden hier auch die Adresse und der Name abgefragt – notwendig sind diese Informationen aber nicht.

Priwatt BKW

Nach der Einrichtung dauert es dann einige Minuten, bis der Wechselrichter endlich seine Leitungsdaten anzeigt und aufzeichnet. Steht die Verbindung einmal, klappt das Aktualisieren der Daten aber schnell und zuverlässig – wenn auch mit minimalem Zeitversatz. Zumindest mit Android gab es bei uns keinerlei Probleme. Nach einem Hinweis und dem Blick auf die Bewertungen der App für iOS scheint die Software bei iPhone und iPad aber nicht ganz so zuverlässig zu sein.

Langzeittest

Unser Garten ist zwar theoretisch gut ausgerichtet, er liegt wegen umstehender Bäume und Büsche allerdings einen großen Teil des Tages im Halbschatten. Für einen Test ist das ausreichend, für die dauerhafte Nutzung würden wir die Panels in unserem Fall aber auf dem Dach platzieren, da die Ausbeute hier signifikant höher sein sollte.

Die gummierten Halterungen sorgen für sicheren Stand – zusätzliche Gewichte sind aber unbedingt notwendig.

Trotz der suboptimalen Positionierung beträgt unser Tagesertrag im Sommer zwischen 1,6 und 2,3 kWh. Die maximale Einspeisung liegt derzeit noch bei 600 Watt – diese erreichen wir aber nur im Idealfall. Bei unserem aktuellen Strompreis entspricht das etwa 65 bis 96 Cent Ersparnis am Tag oder 192 Euro in den Monaten März bis Oktober bei durchschnittlich 2 kWh pro Tag und einem angenommenen Preis von 40 Cent je kWh. Bei einer besseren Platzierung mit weniger Schatten wären bei uns realistisch etwa 3 bis 3,5 kWh pro Sonnentag möglich. Im Zweifel hilft hier der Griff zu einem Set mit mehr als zwei Panels.

Sicherlich wird unser Ertrag in den sonnenarmen Monaten geringer ausfallen, aber 2 kWh pro Tag dürften bei vernünftiger Platzierung der Panels ein realistischer Jahresdurchschnittswert sein. Pro Jahr kämen bei einem Strompreis von 40 Cent je kWh knapp über 290 Euro pro Jahr zusammen. Bei einem Preis von 539 Euro ist dann selbst die teure Profi-Anlage schon nach etwa zwei Jahren abbezahlt.

Wichtig bei der ganzen Rechnerei: Der Strom muss aktiv vom Nutzer umgesetzt werden. Alles, was als Überschuss produziert wird, schenkt man dem Netzbetreiber. Wer nichts verschenken will, sollte eine Powerstation als Zwischenspeicher nutzen. Eine Übersicht geben wir etwa in unserer Bestenliste Top 10 Powerstations: Die besten Solargeneratoren aller Klassen.

Die Panels aus dem Balkonkraftwerk von Priwatt

Die App ist zwar weder besonders schick, noch perfekt übersetzt, die benötigten Daten stehen aber auf Fingerzeig optisch ordentlich aufbereitet zur Verfügung. Die Leistungsdaten sind jederzeit auch von unterwegs abrufbar. Am Tag vor dem geplanten Testbericht dann eine böse Überraschung beim Blick auf die Tagesausbeute: Die Aufzeichnung stoppt unvermittelt um kurz vor 10 Uhr und setzt dann auch nicht wieder ein. Andere Wechselrichter, wie der Powerstream von Ecoflow (Testbericht) steigen bei zu hoher Temperatur zwar auch mal kurzzeitig aus, nach dem Abkühlen startet dann aber auch wieder die Aufzeichnung. Bei uns bleibt der Wechselrichter stumm. Am nächsten Tag wollen wir dem Problem auf den Grund gehen. Nach dem Start der App folgt dann die positive Überraschung in Form einer kurzen Nachricht. Tsun, der Hersteller des Wechselrichters, entschuldigt sich in der Mail für die Unannehmlichkeiten, die durch eine Serverwartung verursacht wurden. Die Stromerzeugung war davon nicht betroffen, es führte allerdings zu fehlerhaften Anzeigen und Problemen bei der Aufzeichnung der Daten.

BKW Priwatt Priflat Duo

Auch wenn der Ausfall nicht schön ist – das Verhalten von Tsun ist aus unserer Sicht vorbildlich. Die schnelle und offene Kommunikation erklärt nicht nur unser Problem, es stärkt auch das Vertrauen in den Hersteller. Zu Überhitzung oder anderen Problemen kam es im Testzeitraum nicht.

Preis

Das Priflat Duo mit zwei Panels kostet inklusive 5 Meter langem Schuko-Kabel, der Halterung für Flachdach oder Garten und Versand 518 Euro. (Update März 2025: Inzwischen liefert Priwatt das Set mit zwei 450-Watt-Panels aus)

Fazit

Das Balkonkraftwerk Priflat Duo von Priwatt hinterlässt einen sehr guten Eindruck. Neben der hohen Qualität der Komponenten gefällt uns besonders die insgesamt gelungene Dokumentation. Auch wenn sich hier kleine Fehler bei den Bildern eingeschlichen haben – derart gut, war bisher kein System dokumentiert. Die App bleibt ebenfalls in guter Erinnerung. Eine stabile Verbindung und keine Überhitzungsprobleme lassen uns gerne über kleine Übersetzungsfehler hinwegsehen.

Leistet das teure Balkonkraftwerk mehr als das vergleichbar starke Set vom Discounter? Nein, letztlich sind mit beiden Systemen vergleichbare Erträge möglich. Allerdings bietet das Kit aus dem Fachhandel zahlreiche Wahlmöglichkeiten bezüglich Anschluss und Leistung. Auch die Tatsache, dass der Wechselrichter nach Änderung der Vorschriften 800 Watt einspeisen kann, ist ein dicker Pluspunkt. In Hinblick auf Support und Dokumentation ist man beim Fachhändler ebenfalls besser aufgehoben. Wer zusätzlich noch Fragen, etwa bezüglich Speichermöglichkeiten hat, ist also mit dem Fachhandel besser beraten, ohne dabei signifikant mehr Geld zu zahlen.

Balkonkraftwerk Balkonstrom Premium Flat 800 im Test

Das Balkonkraftwerk Premium Flat 800 von Fachhändler Balkonstrom setzt auf zwei 390-Watt-Solarmodule von Meyer Burger und einen Hoymiles-Wechselrichter.

VORTEILE
  • hohe Qualität der Komponenten
  • Hoymiles-Wechselrichter HM-800 mit 800 Watt (drosselbar)
  • regionale Wertschöpfungskette mit niedrigem CO₂-Fußabdruck
NACHTEILE
  • teurer als beim Discounter

Das Balkonkraftwerk Premium Flat 800 von Fachhändler Balkonstrom setzt auf zwei 390-Watt-Solarmodule von Meyer Burger und einen Hoymiles-Wechselrichter.

Der Fachhändler Balkonstrom verkauft ein Balkonkraftwerk, dessen Komponenten größtenteils aus einer regionalen Wertschöpfungskette stammen. Dazu zählen die in der Schweiz entwickelten und in Deutschland mit Solarstrom gefertigten 390-Watt-Solarmodule von Meyer Burger, sowie Verbindungskabel, die in Deutschland hergestellt werden. Als Wechselrichter kommt der bewährte Hoymiles HM-800 zum Einsatz.

Balkonstrom Premium Flat 800

Wer sich für eine Anlage aus dem Fachhandel entscheidet, zahlt in der Regel etwas mehr als für die Sets bei Discounter, Amazon oder chinesischen Shops. Dafür bekommen Käufer meistens den besseren Service und oft mehrere Wahlmöglichkeiten in puncto Ausstattung und Aufständerung. So ist das auch bei Balkonstrom. Der Händler bietet Balkonkraftwerke für Balkone, verschiedene Dachtypen, Garten und Fassade sowie auch ganz ohne Halterung. So viele Auswahlmöglichkeiten findet man selten.

Um den Ertrag des Balkonkraftwerks zu messen, liefert Balkonstrom kostenlos ein Strommessgerät von Revolt mit. Gegen Aufpreis gibt es auch eine smarte Steckdose mit Internetanbindung. Für 29 Euro Zuzahlung erhalten Anwender den Mystrom-Zwischenstecker (siehe auch Bestenliste Stromzähler), der zusammen per App und Browser zahlreiche Auswertungsstatistiken zur Stromproduktion des Balkonkraftwerks bietet.

Alternativ steht für 29 Euro auch die Hoymiles-DTU parat, die per USB-Netzteil, das allerdings nicht zum Lieferumfang gehört, in einer Steckdose platziert wird und die Verbrauchsdaten des Wechselrichters per Funk erfasst. Allerdings landen die Auswertungsdaten in einer chinesischen Cloud. Wer das nicht wünscht, wählt das Revolt-Messgerät, das ohne Internetanbindung die Solarproduktion lokal erfasst. Auch mit dem Mystrom-Zwischenstecker gelangen die erfassten Daten in die Cloud, mit dem Unterschied, dass der Schweizer Hersteller eidgenössischen Datenschutzbestimmungen unterliegt, die weitestgehend den Regeln der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) entsprechen.

Wem das nicht ausreicht, kann den Mystrom-Zwischenstecker auch lokal mit Smart-Home-Zentralen (Bestenliste) wie Home Assistant (Testbericht) oder Homey Pro (Testbericht) betreiben. Dann ist man standardmäßig allerdings auf die in diesen Lösungen implementierten Energiestatistiken angewiesen. Im Fall von Home Assistant kann man diese allerdings in Verbindung mit Grafana und einer Datenbank erweitern. Zum Schluss wählt der Kunde dann noch aus, wie lang das Verbindungskabel vom Wechselrichter zur Steckdose ausfallen soll. Vor der Bestellung sollte man daher die Entfernung des geplanten Aufstellorts zur nächstgelegenen Steckdose messen und dann die passende Kabellänge ordern.

Auf der Bestellseite informiert Balkonstrom detailliert über die einzelnen Komponenten. So erfährt man etwa Einzelheiten der in Deutschland hergestellten Module des Schweizer Herstellers Meyer Burger. Sie basieren auf der Heterojunction- und der Smart-Wire-Technologie, die Vorteile bei Abschattung sowie eine höhere Zellstabilität bieten. Auf die Solarmodule gewährt Meyer Burger eine Leistungs- und Produktgarantie von 25 Jahren. Zudem sind sämtliche Produktdatenblätter als Download hinterlegt.

Lieferumfang

Das Balkonkraftwerk von Balkonstrom kommt in mehreren Einzelkartons in einer Lieferung per Spedition bei uns an. Neben den beiden jeweils rund 20 Kilogramm schweren Meyer-Burger-Panels (Abmessungen 1767 × 1041 × 35 Millimeter) gehören zwei Kartons mit der gewählten Flachdach/Garten-Halterung des Herstellers Van der Valk sowie eine Kiste mit dem Wechselrichter und Zubehör zum Lieferumfang. In den Paketen befinden sich:

  • 2x Meyer-Burger-Panels mit je 390 Wp
  • 1x Wechselrichter Hoymiles 800 mit Hoymiles DTU W-Lite, mit der man die maximale Einspeiseleistung des Wechselrichters auf die bis Jahresende geltende 600-Watt-Grenze drosseln kann. Eine Batterie-Endkappe zum Wetterschutz des WR-Anschluss war bereits vormontiert.
  • Aufständerung für Flachdach & Garten für zwei Panels vom Typ Valk Box 3 (Installationsvideo)
  • 2 × 1 m & 2 × 0,5 m MC-4 Verlängerungskabel
  • 1 × 10 m langes Verbindungskabel zwischen Wechselrichter und Schuko-Steckdose
  • 1 x Mystrom Switch (smarter Zwischenstecker zur Erfassung der Stromproduktion)
  • 1 x Installationshandbuch als PDF per E-Mail

Die Komponenten unseres Testprodukts kamen ordentlich und ausreichend sicher verpackt an. Die für eine dauerhaft sichere Aufstellung benötigten Betonplatten, welche als Zusatzgewicht dienen und das für den Aufbau benötigte Werkzeug (10er- und 13er-Schraubenschlüssel), sind nicht im Paket enthalten. Ein Blick auf die MC-4-Verbindungskabel zeigt, dass diese vom TÜV zertifiziert sind und in Deutschland gefertigt werden. Beim Schuko-Kabel sehen wir allerdings den Aufdruck „Made in Italy“. Nicht dass uns das besonders stören würde, schließlich gehört der Standort Mantova des italienischen Kabelhersteller Pecso auch noch zu einer regionalen Wertschöpfungskette. Die Nachfrage bei Balkonstrom ergibt, dass die Kabel der ersten Charge tatsächlich aus Italien stammen, die Konfektionierung aber in Deutschland erfolgt. Inzwischen bezieht Balkonstrom aber auch bei den Schuko-Kabeln Modelle, die komplett in Deutschland hergestellt werden.

Eine hohe Qualität der Kabelverbindungen ist für den zuverlässigen Betrieb eines Balkonkraftwerks von großer Bedeutung. Laut einer von der EU finanzierte Untersuchung gehen sechs der 20 größten Ursachen für einen Ertragsverlust von PV-Anlagen auf fehlerhafte Kabel- und Steckverbindungen zurück. Dabei sind die Ertragsverluste durch fehlerhafte Kabel fast zwei- bis dreimal höher als durch Wechselrichter-Fehler.

Balkonkraftwerk Premium Flat 800: Das von Balkonstrom erstellte elektronische Handbuch beschreibt die einzelnen Schritte zum Aufbau und zur Inbetriebnahme des Balkonkraftwerks sehr detailliert.

Eine Aufbaubauanleitung auf Papier finden wir nur im Karton mit der Aufständerung. Stattdessen versendet Balkonstrom nach Bestelleingang eine 34-seitige, sehr detaillierte Montageanleitung als PDF. Die ist mehr als ausreichend und vor allem umweltschonend. Und sie bietet nicht nur Informationen zum Aufbau des Balkonkraftwerks, sondern enthält auch sicherheitsrelevante Informationen zur Leistungsreserve und zur Ballastierung der auf dem Boden stehenden Solarmodulhalterung. Die Montageanleitung wirkt kompetent, ist informativ und hilfreich.

Bilder: Balkonkraftwerk Premium Flat 800
Balkonstrom Premium Flat 800: Mit der 20-Grad-Aufständerung erzielt das Balkonkraftwerk am Teststandort knapp 900 kWh pro Jahr.
Balkonstrom Premium Flat 800: Die Solarmodule von Meyer Burger werden in Deutschland gefertigt. Auch die Kabel werden hierzulande gefertigt.
Balkonstrom Premium Flat 800: Nach Befestigung der Solarpanel an der Halterung und der Montage des Wechselrichters am Modulrahmen verbinden wir die beiden Kabel der Module an die seitlichen Anschlüsse des Wechselrichters.
Balkonstrom Premium Flat 800: Die Halterung muss mit Betonplatten beschwert werden. Die MC-4-Kabel befestigen wir mit den am Modul befindlichen Klebestreifen sowie wie mit den mitgelieferten Kabelklemmen, die Halt am Modulrand finden.
Balkonstrom Premium Flat 800: MC-4-Verbindungskabel (links oben), Schuko-Verbindungskabel (rechts oben), zwei Befestigungsklemmen (unten links) für den Wechselrichter (unten rechts)
Balkonstrom Premium Flat 800: Die Halterung Valk Box 3 wird in Holland gefertigt.
Balkonstrom Premium Flat 800: Halterung Valk Box 3
Balkonstrom Premium Flat 800: Für die Halterung liegt eine Montagebeschreibung auf Papier bei. Sie ist allerdings nicht so verständlich beschrieben wie die elektronische Bedienanleitung des Herstellers.
Balkonstrom Premium Flat 800:
Balkonstrom Premium Flat 800: Solarmodul Meyer Burger Black 390 Wp
Balkonstrom Premium Flat 800: Die Halterung wird per Befestigungsklemmen am Rahmen des Solarmoduls montiert.
Balkonstrom Premium Flat 800: Für die Montage der Halterung legen wir das PV-Modul kopfüber auf eine weiche Oberfläche. Die mitgelieferte Verpackung der Solarmodule ist dafür ideal geeignet.
Balkonstrom Premium Flat 800: Für die Montage der Halterung wird ein 10er-Schlüssel benötigt.
Balkonstrom Premium Flat 800:
Balkonstrom Premium Flat 800:
Balkonstrom Premium Flat 800: Die
Balkonstrom Premium Flat 800: Befestigungsklemme für Modulhalterung
Balkonstrom Premium Flat 800: Nun wird die Halterung mit der Befestigungsklemme am Solarmodul verschraubt.
Balkonstrom Premium Flat 800: DIe Schraube zur Befestigung der Halterung muss so fest geschraubt werden, dass kein Spiel mehr vorhanden ist.
Balkonstrom Premium Flat 800: Die mit dem Modul verbundenen MC-4-Kabel sind per Klebeband befestigt. Sie kann man später nutzen, um die Kabel sauber zu verlegen. Dafür kann man außerdem die im Lieferumfang befindlichen Kabelklemmen verwenden.
Balkonstrom Premium Flat 800: Der Hoymiles HM-800 zählt zu den besten Wechselrichtern für Balkonkraftwerke.
Balkonstrom Premium Flat 800:
Balkonstrom Premium Flat 800: Für die Befestigung der WR-Halterungen am Modulrahmen wird ein 13er-Schlüssel benötigt.
Balkonstrom Premium Flat 800: Befestigungsklemmen für Wechselrichter
Balkonstrom Premium Flat 800: Befestigungsklemmen für Wechselrichter
Balkonstrom Premium Flat 800: Die Befestigungsklemmen für den Wechselrichter montieren wir so, dass der Wechselrichter später nahe am zweiten Modul sitzt.
Balkonstrom Premium Flat 800:
Balkonstrom Premium Flat 800:
Balkonstrom Premium Flat 800:
Balkonstrom Premium Flat 800: Das Schuko-Kabel der ersten Charge stammt noch aus Italien. Die Konfektionierung mit Steckern erfolgt laut Balkonstrom in Deutschland. Für zukünftige Auslieferungen will der Balkonstrom Schuko-Kabel verwenden, die komplett in Deutschland gefertigt werden.
Balkonstrom Premium Flat 800: Die MC-4-Verbindungskabel stammen aus Deutschland und sind vom TÜV zertifiziert.
Balkonstrom Premium Flat 800: Der My-Strom-Zwischenstecker erfasst die Stromproduktion.
Balkonstrom Premium Flat 800: Die Modulhalterungen Valk Box 3 werden in Holland hergestellt.
Balkonstrom Premium Flat 800: Die Modulhalterungen Valk Box 3 werden in Holland hergestellt.
Balkonstrom Premium Flat 800: Die Betterie-Abschlusskappe steckt bei unserm Exemplar bereits auf dem Wechselrichter-Ausgang. Dies dient dem Schutz vor Wettereinflüssen. Über diesen Anschluss kann man einen zweiten Wechselrichter anschließen sofern man vier Solarmodule an das Balkonkraftwerk anschließen möchte.
Balkonkraftwerk Premium Flat 800: Das von Balkonstrom erstellte elektronische Handbuch beschreibt die einzelnen Schritte zum Aufbau und zur Inbetriebnahme des Balkonkraftwerks sehr detailliert.
Balkonkraftwerk Premium Flat 800: Das von Balkonstrom erstellte elektronische Handbuch beschreibt die einzelnen Schritte zum Aufbau und zur Inbetriebnahme des Balkonkraftwerks sehr detailliert.
Balkonkraftwerk Premium Flat 800: Das von Balkonstrom erstellte elektronische Handbuch beschreibt die einzelnen Schritte zum Aufbau und zur Inbetriebnahme des Balkonkraftwerks sehr detailliert.
Balkonkraftwerk Premium Flat 800: Das von Balkonstrom erstellte elektronische Handbuch beschreibt die einzelnen Schritte zum Aufbau und zur Inbetriebnahme des Balkonkraftwerks sehr detailliert.
Balkonkraftwerk Premium Flat 800: Das von Balkonstrom erstellte elektronische Handbuch beschreibt die einzelnen Schritte zum Aufbau und zur Inbetriebnahme des Balkonkraftwerks sehr detailliert.
Balkonkraftwerk Premium Flat 800: Das von Balkonstrom erstellte elektronische Handbuch beschreibt die einzelnen Schritte zum Aufbau und zur Inbetriebnahme des Balkonkraftwerks sehr detailliert.
Balkonkraftwerk Premium Flat 800: Das von Balkonstrom erstellte elektronische Handbuch beschreibt die einzelnen Schritte zum Aufbau und zur Inbetriebnahme des Balkonkraftwerks sehr detailliert.
Balkonkraftwerk Premium Flat 800: Das von Balkonstrom erstellte elektronische Handbuch beschreibt die einzelnen Schritte zum Aufbau und zur Inbetriebnahme des Balkonkraftwerks sehr detailliert.
Balkonkraftwerk Premium Flat 800: Die vom My-Strom-Zwischenstecker erfasste Stromproduktion kann auch per Browser abgerufen werden.
Damit sich ein Balkonkraftwerk schnell amortisiert, sollte man starke Verbraucher tagsüber nutzen. Wie die mit dem Shelly Pro 3EM ermittelten Messwerte zeigen, sorgen aber auch schon generell aktive Geräte wie Kühlgefrierkombination, PC, Router et cetera für eine relativ hohe Grundlast, sodass der vom Balkonkraftwerk erzeugte Strom nicht vollständig im Netz des Versorgers landet.
Am Test-Standort erzeugt das Balkonkraftwerk mit zwei 390-Wp-Solarpanel von Meyer Burger laut PVSOL pro Jahr knapp 900 kWh Strom.

Aufbau

Nach dem Auspacken und Sortieren der Teile schrauben wir zunächst die zwei Halterungen an die zwei Solarmodule. Hierfür werden zunächst die Alustützen am Rand der Solarmodule an den dafür vorgesehenen Bohrungen auf dem Rahmen des Moduls befestigt. Die dafür nötigen Schritte sind im elektronischen Handbuch detailliert beschrieben, sodass das Montieren der Halterungen mit einem 10er-Schlüssel schnell abgeschlossen ist. Im nächsten Schritt werden dann die Bügel zur Aufständerung mit diesen Halterungen mit einem 13er-Schlüssel verschraubt. Die Bügel haben zunächst allerdings ein wenig Spiel. Ein Blick ins Handbuch verrät, dass man die Schrauben so fest anziehen soll, dass die Bügel kein Spiel mehr haben. Hier muss man ein wenig mehr Kraft aufwenden. Insgesamt stellt das aber kein Problem dar.

Nun erfolgt die Montage des Wechselrichters mit den mitgelieferten Halterungen am Rahmen eines der Module. Sind zwei Module wie bei uns im Einsatz, verschraubt man die Halterungen an einem Solarpanel auf eine Weise, dass der Wechselrichter nicht weit vom zweiten Modul entfernt ist. Die Befestigung der Halterungen erfolgt mit einem 13er-Schlüssel. Das Handbuch beschreibt auch hier wieder jeden einzelnen Schritt detailliert. Wer damit dennoch nicht klarkommt, findet auf offene Fragen Antworten im Installationsvideo des Herstellers.

Ist die Aufständerung angeschraubt und der Wechselrichter befestigt, werden die PV-Module am entsprechenden Ort aufgestellt. Für einen sicheren Stand sorgen insgesamt vier Gummi-Unterleger, auf der die Halterung aufliegt. Für eine dauerhafte Sicherung muss diese mit Zusatzgewichten in Form von Betonsteinen beschwert oder fest im Boden verankert werden. Das Handbuch informiert je nach Standort und Windzone, wie schwer diese ausfallen müssen. Pro Betonplatte zahlen wir im nahegelegenen Baumarkt zwei Euro.

Balkonstrom Premium Flat 800: Damit das Balkonkraftwerk auch bei Sturm sicher am Boden stehen bleibt, muss man die Halterung mit Betonplatten beschweren. Genauere Angaben stehen in der sehr ausführlichen Montageanleitung des Herstellers.

Nachdem alle Teile befestigt sind, werden die beiden Panels mit dem Wechselrichter und dieser mit dem Stromnetz verbunden. Dank der mitgelieferten MC-4-Verlängerungen stellt der Anschluss der beiden Solarmodule auch dann kein Problem dar, wenn diese etwas weiter auseinanderstehen. Bei der Verkabelung der Solarmodule kann man im Prinzip keinen Fehler machen. Klar ist natürlich, dass man die beiden MC-4-Anschlüsse eines Moduls an demselben Anschlusspaar des Wechselrichter anschließt. Hierfür stehen jeweils zwei Anschlüsse an jeder Seite des Hoymiles HM-800 parat.

Technisch gesehen ist der Aufbau keine Herausforderung und die Montage auf Flachdach oder im Garten ist einfacher und schneller erledigt als die Befestigung am Balkongeländer. Bereits eine Person reicht für die Montage im Garten aus, während die Befestigung am Balkon mindestens zwei Personen erfordert. Näheres dazu enthalten die Testberichte zu den Balkonkraftwerken von Netto (Testbericht) und Ecoflow (Testbericht).

Ertragserfassung

Für die Inbetriebnahme kommt nun der Schuko-Stecker direkt in die nächstgelegene Steckdose – nicht aber in eine Mehrfachsteckdose! Jetzt ist das Balkonkraftwerk in Betrieb. Sofern die Sonne genügend scheint, schaltet sich der Wechselrichter ein, was durch eine grün leuchtende LED an der Unterseite signalisiert wird, und speist Strom ins Hausnetz ein.

Wer wissen will, wie viel Strom aktuell produziert wird, verwendet entweder den Mystrom-Zwischenstecker oder die Hoymiles-DTU. Da unsere Außensteckdose weit überdacht ist, stellt für uns der Betrieb des Mystrom-Zwischensteckers kein Problem dar, auch wenn dieser nicht für den Außeneinsatz vorgesehen ist. Die Koppelung mit unserem WLAN klappt auf Anhieb, sodass der Zwischenstecker uns sofort über die aktuelle Stromproduktion informiert. Statt als Verbrauchsmesser konfigurieren wir das Modell des Schweizer Herstellers Mystrom während der Installation für die Erfassung der Stromproduktion. Wir kennen den Zwischenstecker schon länger und wissen, dass er manchmal Probleme bei der Koppelung des WLANs hat. Ist das der Fall, haben wir die WLAN-Anbindung in der Vergangenheit mit dem Trouble-Shooting-Tool des Herstellers hinbekommen.

Alternativ kann man auch die Hoymiles DTU mit dem Wechselrichter koppeln und den Ertrag erfassen. Hierfür muss man während der Installation mit der App S-Miles-Installer, die für Android und iOS erhältlich ist, die Seriennummern von DTU-Stick und Wechselrichter eingeben. Diese befinden sich jeweils in Form eines Aufklebers auf den jeweiligen Geräten. Insgesamt ist die Inbetriebnahme mit dem S-Miles-Installer nicht gerade intuitiv. Außerdem werden die Ertragsdaten nur alle paar Minuten aktualisiert, während die Leistungserfassung mit dem Mystrom-Zwischenstecker in Realzeit erfolgt. Mehr zur Inbetriebnahme der Hoymiles DTU bietet der Beitrag Balkonkraftwerk Yuma Flat Bifazial Pro im Test: Mehr Strom und 30 Jahre Garantie.

Balkonkraftwerk Premium Flat 800 von Balkonstrom: Die Ertragsdaten vom My-Strom-Zwischenstecker können Anwender auch mit dem Browser abrufen. Leider war es während der Testphase Ende Oktober nur selten sonnig, sodass der Ertrag pro Tag 300 Wh nicht überschritten hat. Laut PV-Sol erzielt das Balkonkraftwerk am Test-Standort in Kombination mit der 20-Grad-Aufständerung pro Jahr knapp 900 kWh.

Leider war es während der Testphase nur selten sonnig, sodass pro Tag nur etwa knapp 300 Wh Strom erzeugt wurden. Laut PVSOL produziert das Balkonkraftwerk mit zwei 390-Wp-Solarmodulen von Meyer Burger pro Jahr knapp 900 kWh.

Am Test-Standort erzeugt das Balkonkraftwerk mit zwei 390-Wp-Solarpanel von Meyer Burger laut PVSOL pro Jahr knapp 900 kWh Strom.

Damit diese möglichst selbst verbraucht werden und nicht zur Freude des Energieversorgers kostenlos in dessen Netz landen, ist ein hoher Eigenverbrauch wichtig. Wer also ein Balkonkraftwerk verwendet, sollte starke Verbraucher wie Spülmaschine, Herd, Heißluft-Fritteuse, Waschmaschine und Wasserkocher primär tagsüber nutzen. Andererseits sorgt die Grundlast durch Kühlgefrierkombination, Router und andere technische Geräte, die dauerhaft Energie dafür, dass nicht zu viel Energie kostenlos an den Versorger verloren geht. Weitere Tipps zur optimalen Verwendung eines Balkonkraftwerks geben wir im Beitrag Balkonkraftwerk optimieren: 6 Tipps, wie man noch mehr Geld spart.

Damit sich ein Balkonkraftwerk schnell amortisiert, sollte man starke Verbraucher tagsüber nutzen. Wie die mit dem Shelly Pro 3EM ermittelten Messwerte zeigen, sorgen aber auch schon generell aktive Geräte wie Kühlgefrierkombination, PC, Router et cetera für eine relativ hohe Grundlast, sodass der vom Balkonkraftwerk erzeugte Strom nicht vollständig im Netz des Versorgers landet.

Preis

Das Balkonkraftwerk Premium Flat 800 mit Solarpanels und Verbindungskabel „Made in Germany“ verkauft Balkonstrom exklusiv in seinem Online-Store für 763 Euro inklusive Versandkosten. Eine Abholung ist auch möglich. Zu diesem Preis bietet der Fachhändler auch Sets für Balkone an. Für unterschiedliche Dachtypen kostet das Balkonkraftwerk zwischen 279 und 1290 Euro. Balkonstrom gewährt eine 25-jährige Leistungsgarantie auf sein Balkonkraftwerk.

Fazit

Balkonstrom liefert mit dem Balkonkraftwerk Premium Flat 800 eine Lösung, deren Komponenten bis zum Wechselrichter aus europäischer Produktion stammen. Verbindungskabel und die Solarpanels von Meyer Burger kommen aus Deutschland, die Halterung wird in Holland hergestellt. Das Set verursacht also deutlicher weniger CO₂ als Balkonkraftwerke, deren Einzelteile komplett aus China kommen. Zudem erfolgt die Herstellung der Meyer-Burger-Solarmodule mithilfe von PV-Energie, was noch einmal den CO₂-Fußabdruck senkt.

Anwender, die auch auf Umweltaspekte beim Kauf eines Balkonkraftwerks Wert legen, werden mit dem Modell Premium Flat 800 für 763 Euro oder einer anderen Premium-Variante von Balkonstrom bestens bedient. Dabei verlangt der Hersteller keine Mondpreise, wie die Kalkulation der Einzelkomponenten bestehend aus Solarmodul (Preisvergleich), Wechselrichter (Preisvergleich) und Aufständerung (Preisvergleich) zeigt. Der Gesamtpreis ist mit 950 Euro bereits teurer als das Angebot von Balkonstrom, das zudem Verbindungskabel und Energiemessgerät enthält.

Balkonkraftwerk Anker Solix im Test

Solarpanels, Wechselrichter, Aufhängung: Das Balkonkraftwerk Anker Solix bringt alles mit, um damit sofort loszulegen. Wir haben das Komplett-Set getestet.

VORTEILE
  • Komplett-Set mit Halterung & Wechselrichter
  • lange Garantiezeiten
  • hohe Leistung, einfache Installation
NACHTEILE
  • verhältnismäßig teuer
  • kein Werkzeug zum Lösen der MC4-Stecker

Solarpanels, Wechselrichter, Aufhängung: Das Balkonkraftwerk Anker Solix bringt alles mit, um damit sofort loszulegen. Wir haben das Komplett-Set getestet.

Viele günstige Balkonkraftwerke haben ein Problem: Sie bieten zwar Solarpanels und einen Wechselrichter, häufig aber nicht die für die Installation notwendigen Halterungen. Diese sind mit etwa 200 Euro für zwei Solarpanels überraschend teuer. Manchmal passen sie auch nicht perfekt zu den Solarpanels, was für zusätzlichen Ärger sorgt und die Installation erschwert. Nicht so bei Anker Solix, wo die Halterung auf die Hardware abgestimmt ist und eine Anleitung durch den Montage-Prozess führt. Wer dennoch zu einem Balkonkraftwerk ohne mitgelieferte Halterung greifen will, dem empfehlen wir unseren ausführlichen Ratgeber Balkonkraftwerk richtig planen und Geld sparen: Zusammenstellung, Montage, Zubehör.

Anker Solix

Montage

Wer sich für Anker Solix entscheidet, hat die Wahl zwischen verschiedenen Panels, Wechselrichtern und Speichervarianten. Mittlerweile besteht das Set aus mindestens zwei 410-Wp-Panels, einem Wechselrichter und einem optionalem Speicher. Preislich geht es bei 399 Euro los. Wer stattdessen die starken 540-Watt-Panels benötigt, zahlt 759 Euro.

Die Lieferung erfolgt bei zwei Paneelen in vier Paketen, die insgesamt etwa 60 Kilogramm wiegen – davon zwei mit den Photovoltaik-Modulen, eines mit Kabeln, Anleitung und Elektronik sowie ein weiteres mit der Halterung. Der Versand ist im Kaufpreis enthalten, die Spedition ruft vor der Lieferung an.

Die Aufhängung von Anker Solix ist für die Bodenmontage und Balkone mit Gestängen optimiert. Balkone mit Beton-Fassade werden auf deren Webseite explizit ausgeschlossen. Das liegt auch daran, dass dort Löcher gebohrt werden müssen, was bei vielen höher gelegenen Balkonen ohne Gerüst oder Hubwagen schlicht nicht möglich ist. In unserem Fall wagen wir dennoch die Montage an einem Betonbalkon. Der Balkon befindet sich im ersten Obergeschoss eines Reihenmittelhauses und ist über eine Leiter erreichbar.

Für die Aufhängung legt Anker unter anderem vier Solarpanel-Tragearme, vier vertikale Tragearme und vier untere Tragearme bei. Mit ihnen lassen sich vier Dreiecke zusammenschrauben, je zwei pro Solarmodul. Der Neigungswinkel lässt sich in diesem Schritt zwischen 30° und 45° bestimmen. Die Anleitung ist hilfreich, wenn auch in ihrer Darstellung nicht perfekt. Dennoch sollte die Montage auch ohne größere handwerkliche Vorkenntnisse für jeden möglich sein.

Anker Solix Bilder
Anker Solix
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Die Dreiecke verschrauben wir über je drei Bohrungen fest mit dem Balkon. Hier ist der Einsatz von Zollstock und Wasserwaage Pflicht, damit die Solarpanels am Ende auch passen und gerade hängen. Besitzer eines Balkons mit Geländer haben es da deutlich einfacher. Für die sichere Befestigung liegen dem Set passende Klemmen, Schlauchklemmen und u-förmige Träger bei. Auch an einen Kreuzschlitzschraubendreher und einen Sechskantschlüssel hat Anker gedacht. Wir empfehlen dennoch einen elektrischen Schraubendreher (Ratgeber).

Über den Balkon setzen wir nun die Solarmodule auf die Dreiecke, gehalten werden sie zunächst über Endklemmen am unteren Ende der Solarpanel-Tragearme. Für diesen Schritt ist zwingend eine zweite Person nötig. Das Anschrauben der Photovoltaik-Module auf die Dreiecke ist in unserem Fall etwas fummelig, von unten über eine Leiter aber dennoch möglich. Wer einen Balkon mit Gestänge für die Anbringung des Balkonkraftwerks nutzt, kommt deutlich einfacher an die entsprechenden Verschraubungselemente.

In unserem Fall entscheiden wir uns trotz einer geringen Minderung der Effizienz aus optischen Gründen dafür, die Solarpanels ohne Neigungswinkel zu nutzen. Das ist im Nachhinein möglich, indem wir die unteren Tragearme entfernen und die Photovoltaik-Module anklappen. Die Bohrlöcher des Solarmodul-Tragearms und des vertikalen Tragearms passen nicht perfekt aufeinander, ein Verschrauben ist also ausgeschlossen. Über stabile Kabelbinder gelingt dennoch eine ausreichend sichere Befestigung.

Installation

Die Verkabelung ist schnell gelöst. Dafür werden zunächst die mit Plus und Minus codierten MC4-Stecker über 1,5-Meter-Verlängerungskabel mit dem Wechselrichter verbunden.

Auch hier hilft die Anleitung weiter. Dabei sind die sicheren und auch spritzwasserdichten MC4-Stecker mit Bedacht zu nutzen. Denn sie verhaken sich über zwei Kunststoffwiderhaken miteinander und sind dann nur noch über ein Werkzeug problemlos voneinander zu lösen. Hier hätten wir uns gewünscht, dass Anker ihrem Set noch das entsprechende Werkzeug beilegt. So müssen wir uns zum Lösen eines kleinen Schlitzschraubendrehers behelfen – und viel Geduld mitbringen.

Anker Solix

Nach dem Herunterladen der Anker-App und der dortigen Registrierung führt uns die App durch den weiteren Installationsprozess. Achtung: Dafür muss der Microinverter ein temporäres WLAN aufbauen, wofür er Energie von den Solarmodulen benötigt. Ein trüber Tag ist wie in unserem Fall dafür ausreichend, bei kompletter Dunkelheit geht das jedoch nicht.

Zunächst ist eine Verbindung mit dem temporären WLAN dem MI60 Microinverters nötig, das Passwort lautet 12345678. Im nächsten Schritt wechselt die LED von Rot auf Grün. Nun verbindet man das mobile Endgerät wieder mit dem heimischen WLAN und steckt den Wechselrichter über das fünf Meter lange Stromkabel in eine Schuko-Steckdose des Haushalts.

Anker Solix

Bei anderen Balkonkraftwerken findet man häufig Wieland-Stecker. Für diese ist eine kompatible Wieland-Steckkdose am Haus nötig. Es gibt keine gesetzliche Pflicht für die Einhaltung der VDE-Normen, doch viele Netzbetreiber fordern dennoch den Anschluss über eine vorher von einer Elektrofachkraft installierte Wieland-Steckdose. Alternativ gibt es Adapter.

Nach der Installation zeigt die App die aktuell von dem Balkonkraftwerk eingespeiste Leistung in Watt, die CO₂-Einsparung in Kilogramm und die Energie in Kilowattstunden. Außerdem errechnet die App nach Angabe des Strompreises pro Tag, Woche, Monat und Jahr den Gewinn, genauer gesagt die Kostenersparnis und Euro. In unserem Fall erreichen wir an einem sonnigen Märztag mit Südausrichtung des Balkons 2,67 kWh, was den Stromkosten von einem guten Euro entspricht.

Anker Solix Screenshots
Anker Solix
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Wir gehen davon aus, dass dieses Balkonkraftwerk etwa 150 bis 250 Euro pro Jahr an Stromkosten spart. So sollte sich die Anlage nach wenigen Jahren amortisiert haben und ab diesem Zeitpunkt sogar Geld einspielen. Auf diese Ersparnis kommt man allerdings nur dann, wenn man im Haushalt genügend Abnehmer hat, die den Strom auch umwandeln. Das, was zu viel erzeugt wird, geht unentgeltlich ins Stromnetz des Anbieters über. Alternativ kann sich das Anschließen einer großen Powerstation (Themenwelt) lohnen.

Die Photovoltaik-Panels von Anker Solix erzeugen zusammen laut dem Hersteller maximal 830 Watt, genauer gesagt 880 Watt. Auch wenn eine Aufstockung auf 800 Watt im Gespräch ist, dürfen Balkonkraftwerke aktuell maximal 600 Watt ins Stromnetz einspeisen. Der Wechselrichter sorgt dafür, dass der erlaubte Wert nicht überschritten wird. Dennoch ist es von Vorteil, die Solarmodule etwas zu überdimensionieren. Denn zum einen sind sie somit bereits zukunftssicher, sollte die Anhebung auf 800 Watt kommen. Zum anderen liefern die potenteren Panels auch bei nicht optimalen Lichtbedingungen eine höhere Leistung als solche, die nur bei perfekter Sonne maximal 600 Watt ausgeben.

Ein Vorteil von Anker Solix gegenüber vielen Billiglösungen: Anker ist ein Unternehmen, welches bereits seit vielen Jahren auf dem Markt ist und uns schon häufiger mit seinen guten Produkten überzeugt hat. Dazu gehören die Powerstation Powerhouse 757 (Testbericht), die günstigen, aber guten Over-Ear-Kopfhörer Anker Soundcore Life Q30 (Testbericht) und die Video-Türklingel Eufy (Testbericht), um nur ein paar wenige zu nennen. Die hohe Qualität der bisherigen Anker-Produkte muss nicht zwingend auch für die Balkonkraftwerke der Solix-Reihe gelten. Dennoch ist es ein Indiz.

Zudem gibt Anker beim RS40 eine Herstellergarantie von 12 Jahren und eine Leistungsgarantie (>80 %) von 25 Jahren, beim RS40P eine Herstellergarantie von 15 Jahren und eine Leistungsgarantie (>88,8 %) von 30 Jahren. Gerade bei solchen langen Garantien ist es wichtig, dass es dieses Unternehmen dann auch noch gibt. Ohne unsere Glaskugel befragt zu haben, gehen wir bei Anker davon aus.

Anker Solix

Langzeittest

Wir haben für diesen Test Anker Solix nun erst seit wenigen Tagen montiert. Just in dieser Zeit fegen über München starke Böen, wie sie sonst nur selten vorkommen. Diesen Härtetest hat die Aufhängung mit den insgesamt gut 40 Kilogramm schweren Solarpanels ohne Probleme bestanden. Wir beobachten die Halterung die nächsten Wochen und Monate und updaten den Beitrag entsprechend. Außerdem werden wir dann ein Update über die tatsächliche Stromersparnis nachliefern. Schließlich sollten die Photovoltaik-Panels in den warmen Sommermonaten mehr Leistung bringen als aktuell Mitte März.

Preis

Preislich geht es bei 399 Euro los. Wer stattdessen die starken 540-Watt-Panels benötigt, zahlt ab 759 Euro. Sets mit Speicher und Panelhalterung gibt es ab 1158 Euro.

Günstigere Stromtarife

Auch ohne Balkonkraftwerk kann man Geld beim Stromverbrauch sparen. Stand Januar 2024 gibt es Stromtarife mit einem Arbeitspreis ab 24 Cent. Zum Vergleich: Im November 2023 zahlte man ab 23 Cent – der Preis wurde anhand der Angebote in mehreren deutschen Großstädten recherchiert.

Wer sich nicht selbst um günstige Preise und Anbieterwechsel kümmern will, kann zu Wechselservices wie Remind.me gehen. Der Anbieter bietet kostenlose Wechsel zwischen Stromanbietern an. Dabei erhält der Kunde vorab eine Empfehlung und kann sich dann für oder gegen das jeweilige Angebot entscheiden. Vorteil: Remind.me vergleicht über 12.000 Tarife und meldet sich automatisch, wenn man einen Vertrag wechseln kann.

Fazit

Anker Solix ist teurer als einige vergleichbare Balkonkraftwerke. Doch bietet es auch mehr. Zum einen passen die Halterungen perfekt zu den Solarpanels. Die Montage an Balkonen mit Geländer ist auch von Laien durchführbar. Zum anderen sind sie dank einer Leistung von 830 Watt, genauer gesagt 880 Watt zukunftssicher und liefern auch bei nicht optimalen Lichtbedingungen mehr Strom. Außerdem sollte das lange Garantieversprechen seitens Anker mit in die Rechnung einfließen.

Wir gehen bei einem Strompreis von 40 Cent pro kWh und Südausrichtung der Photovoltaikanlage von einer jährlichen Ersparnis von 150 bis 250 Euro aus. So sollte sich Anker Solix bereits nach wenigen Jahren amortisiert haben und ab dem Zeitpunkt bares Geld einspielen.

Balkonkraftwerk Ecoflow Powerstream im Test
ab 108 EUR

Ecoflow bietet einen Wechselrichter an, mit dem es möglich ist, den erzeugten Strom vom Balkonkraftwerk zu speichern. Wir haben Ecoflow Powerstream getestet.

VORTEILE
  • hochwertige Verarbeitung aller Komponenten
  • übersichtliche und intuitive App-Steuerung
  • dynamische Einspeisung dank smarter Steckdosen
  • produzierter Strom dank Speicher auch bei Dunkelheit nutzbar
  • problemlos mit anderen Panels nutzbar
  • verschiedene Speicher wählbar
NACHTEILE
  • hoher Preis für Komplett-Sets
  • nicht alles Zubehör beim Wechselrichter enthalten
  • Kabellängen knapp bemessen
  • Powerstations als Speicher nur Indoor nutzbar

Ecoflow bietet einen Wechselrichter an, mit dem es möglich ist, den erzeugten Strom vom Balkonkraftwerk zu speichern. Wir haben Ecoflow Powerstream getestet.

Balkonkraftwerke sind einfach zu installieren, günstig und helfen, die Stromkosten zu reduzieren. Um dauerhaft starke Verbraucher zu versorgen, sind die aktuell zulässigen 600 Watt Einspeisung zwar zu wenig, um die Grundlast zu tragen, ist die Leistung aber meist ausreichend. Zumindest tagsüber, denn bei Dunkelheit liefern die Solarpanels keinen Strom.

Häufig wird zumindest an sonnigen Tagen sogar mehr Strom produziert als verbraucht. Dieser wird dann kostenlos ins Stromnetz eingespeist. Wer den tagsüber zu viel produzierten Strom auch bei Nacht nutzen möchte, benötigt eine Speichermöglichkeit. Und genau hier setzt Ecoflow, bekannt für seine Powerstations, mit dem Wechselrichter Powerstream an. Wie ein komplettes Balkonkraftwerk inklusive Speicherlösung von Ecoflow funktioniert, zeigt unser Testbericht.

Das Speichersystem von Ecoflow gefällt uns insgesamt ausgezeichnet. Neben der zuverlässigen und hochwertigen Hardware überzeugen uns die übersichtliche App und die Möglichkeit, den Strom bedarfsgerecht in das Hausstromnetz einzuspeisen. Die dafür notwendigen WLAN-Steckdosen müssen auch nicht von Ecoflow kommen – Shelly-Zwischenstecker werden inzwischen ebenfalls unterstützt.

  • hochwertige Verarbeitung der Komponenten
  • übersichtliche und intuitive App
  • fixe, zeitgesteuerte oder bedarfsgerechte Einspeisung möglich
  • verschiedene Speichermodelle wählbar

Update: Ecoflow hat das Portfolio des Powerstream-Systems jetzt um einen Outdoor-Akku und eine Kühleinheit für den Wechselrichter erweitert. Damit kann das System endlich direkt auf dem Balkon oder der Terrasse aufgebaut werden. Mit der bisherigen Speicherlösung in Form einer mobilen Powerstation war dies nicht möglich. Hier mussten die Komponenten in Innenräumen stehen.

Lieferumfang

Wer sich für das Balkonkraftwerk von Ecoflow entscheidet, hat vielfältige Möglichkeiten, denn letztlich handelt es sich bei Powerstream um ein modulares System, welches rund um den smarten Wechselrichter von Ecoflow aufgebaut wird.

Zwar bietet der Hersteller auch Komplettpakete an, diese sind aktuell aber nur zum Teil verfügbar. Die meisten bisher gelisteten Bundles kommen zusammen mit flexiblen 100-Watt-Panels zum Kunden. Diese sehr leichten Module sind neben der Verwendung auf Caravan und Boot auch etwa zur Montage an Balkon und Hauswand geeignet, passen aber nicht auf klassische Panel-Halterungen. Die dafür geeigneten 400-Watt-Panels Ecoflow Rigid sind ebenfalls seit kurzer Zeit erhältlich.

Für den Praxistest wurde uns ein Set mit dem Wechselrichter Powerstream, vier flexiblen 100-Watt-Panels, zwei WLAN-Steckdosen (Ecoflow Smart Plug) und der Powerstation Ecoflow Delta 2 Max (Testbericht) zur Verfügung gestellt. In einem zweiten Testdurchlauf haben wir den neuen Outdoor-Speicher mit den ansonsten identischen Komponenten getestet.

Als Speicher dient entweder der Outdoor-Akku oder eine Powerstation.

Wichtig: Bei Nutzung einer Powerstation als Speicher werden zusätzlich ein auf die Powerstation abgestimmtes Verbindungskabel und extra flache MC4-Kabel für die Fensterdurchführung benötigt – diese sollten im Lieferumfang enthalten sein.

Wer sich für ein Set entscheidet, sollte allerdings genau hinsehen, nicht immer sind tatsächlich alle Kabel im Preis beinhaltet. Für einen vernünftigen Testbetrieb mussten wir auch zusätzliches Zubehör wie MC4-Verlängerung, 4in1-MC4-Adapter und eine zweite Fensterdurchführung kaufen. Und selbst dann lassen sich die Panels zunächst nur senkrecht aufhängen. Wer seine Panels mit einer Aufständerung nutzen will, muss selbst basteln oder zu starren Solarmodulen anderer Hersteller greifen. Weitere Informationen bietet unser Ratgeber Richtig planen und Geld sparen: Solarpanels für Balkonkraftwerke aufstellen und befestigen.

Zwei der vier flexiblen 100-Watt-Panels aus dem Ecoflow-Powerstream-Set.

Aufbau und Montage

Da Ecoflow bei den Solarpanels auf die Standardanschlüsse MC4 setzt, funktioniert der Wechselrichter problemlos mit Panels anderer Hersteller bis maximal 800 Watt Peak (Wp). Da wir im Test die volle Leistung testen wollen, nutzen wir deshalb zusätzlich ein bereits montiertes 410-Watt-Panel vom Netto-Balkonkraftwerk (Testbericht).

Für den Test haben wir dann die sehr leichten 100-Watt-Module auf das zweite, bereits aufgeständerte und starre Solarpanel gelegt und die Kabel per 4-in-1-Adapter zusammengefasst. So montiert liefern die vier kleinen Panels in der Praxis annähernd vergleichbare Leistungsdaten wie das nominal stärkere, starre Modul. Die Ausgangsleistung des Wechselrichters ist hierzulande aktuell auf die maximal zulässigen 600 Watt begrenzt. Im Falle einer Änderung der Vorschriften sind nach einem Firmwareupdate zukünftig auch 800 Watt möglich.

Um die einzelnen Panels zu verbinden, brauchen wir zunächst einen Adapter.

Die beiden Anschlussstränge der Solarmodule werden als Erstes mit dem Wechselrichter verbunden. Die MC4-Verbindungen sitzen allerdings nicht direkt im Gerät, sondern am Ende eines herstellerspezifischen Adapterkabels, welches in einen der drei Ports des Wechselrichters eingesteckt wird. Das erlaubt eine sehr aufgeräumte Montage, wir belassen es aber zunächst bei einem behelfsmäßigen Versuchsaufbau auf dem Boden unseres Balkons. Wer möchte, kann seit einigen Monaten zusätzlich weitere Panels direkt an der Powerstation anschließen und die Eingangsleistung so noch deutlich erhöhen.

Nun wird, wenn gewünscht und vorhanden, der Stromspeicher mit dem Wechselrichter verbunden. Hier kommen sowohl der neue Outdoor-Akku als auch etwa die Powerstations Ecoflow Delta 2 (Testbericht), Delta Max, Delta 2 Max (Testbericht) und Delta Pro (Testbericht) infrage. Wichtig: Die Speicher unterscheiden sich nicht nur in Hinblick auf Design und Kapazität, es werden auch unterschiedliche Kabel zur Verbindung mit dem Wechselrichter benötigt!

Nach dem Koppeln von Wechselrichter und Stromspeicher schalten sich die verbundene Powerstation oder der Balkon-Akku zunächst automatisch ein. Wie in der Anleitung gefordert, schalten wir sie wieder aus. Im letzten Schritt wird der Wechselrichter mittels Schuko-Stecker mit der heimischen Steckdose verbunden. Da das Adapterkabel nur knapp zwei Meter lang ist, muss man sich hier im Zweifel mit einem Verlängerungskabel behelfen. Nach dem Einstecken schaltet sich die Powerstation wieder automatisch ein und das System ist fertig aufgebaut.

Die leichten 100-Watt-Panels liegen während des Tests auf einem großen, aufgeständerten 410-Watt-Panel.

App

Nun muss Powerstream mittels der von den Powerstations bekannten Ecoflow-App konfiguriert werden. Hierzu ist zunächst eine Registrierung notwendig. Dann lassen sich neue Komponenten mittels Plus-Symbol suchen und hinzufügen. Da die Powerstation bereits durch den Einzeltest gekoppelt ist, verbinden wir also Wechselrichter und die beiden Steckdosen mit der App und unserem WLAN. Obwohl die App darauf hinweist, dass etwa die smarten Steckdosen nur 2,4 GHz unterstützen, funktioniert das Einbinden trotz eingeschaltetem 5-GHz-Netz problemlos. Der Balkon-Akku wird zwar sofort als Speicher für den Wechselrichter erkannt, anders als die Powerstations, muss er aber nicht als eigenständiges Gerät angelegt werden. Updates der Akku-Firmware funktionieren über die Einstellungen des Wechselrichters.

Jetzt geht es an die wichtigsten Grundeinstellungen. Bei Powerstream steht allen voran die Frage, ob die Stromeinspeisung ins Heimnetz oder das Laden der Powerstation priorisiert werden soll. Wir entscheiden uns für letztere Möglichkeit, schließlich wollen wir vermeiden, dass ungenutzter Strom zur Freude des Stromanbieters kostenlos in dessen Netz fließt. Stattdessen möchten wir den selbstproduzierten Strom abends und während der Nacht nutzen, um damit TV, Beleuchtung, PC-Arbeitsplatz, Gaming-PC sowie Playstation und andere Verbraucher zu versorgen. Dank des smarten WLAN-Zwischensteckers funktioniert das dynamisch und automatisch. Neben den Zwischensteckern von Ecoflow funktionieren hier auch die WLAN-Steckdosen von Shelly (Bestenliste).

Der Ecoflow Smart Plug sendet den anliegenden Verbrauch an den Wechselrichter.

Zunächst stellen wir die Grundlast ein, die dauerhaft ins heimische Stromnetz eingespeist werden soll. Da wir im heimischen Büro keine Hintergrundverbraucher wie Kühlschrank oder Kühltruhe haben, stellen wir die Dauereinspeisung auf nur 50 Watt. Nun stecken wir die smarten Zwischenstecker vor die Mehrfachsteckdosen von PC-Arbeitsplatz und Gaming-Ecke. Abgesehen davon, dass sich die Steckdosen per App ein- und ausschalten und mit einem Timer versehen lassen, melden die beiden Geräte den aktuell anliegenden Verbrauch an den Wechselrichter. Dieser reguliert dann dementsprechend die Einspeiseleistung.

Bei Sonnenschein reicht die Leistung der Solarpanels locker aus, um sowohl die Playstation 5 samt Monitor als auch unseren PC-Arbeitsplatz zu versorgen. Besser noch. Die produzierte Strommenge übertrifft bei direkter Sonneneinstrahlung unsere benötigte Leistung von knapp unter 400 Watt und so bleibt ausreichend Energie, um nebenbei noch die Powerstation oder den Akku zu laden. Liegt die erzeugte Leistung unter der benötigten Leistung, etwa bei Bewölkung oder zu nächtlicher Stunde, beginnt auch die Powerstation Strom abzugeben und einzuspeisen. Die aus dem Stromspeicher entnommene Leistung reguliert sich anhand der Verbrauchsdaten der smarten Steckdosen und der eingespeisten Energie aus den Solarpanels. Im Test funktioniert das sehr zuverlässig und mit nur geringem Zeitversatz.

Bilderstrecke - Ecoflow App
Ecoflow App - Balkonkraftwerk Powerstream
Ecoflow App - Balkonkraftwerk Powerstream
Ecoflow App - Balkonkraftwerk Powerstream
Ecoflow App - Balkonkraftwerk Powerstream
Ecoflow App - Balkonkraftwerk Powerstream
Ecoflow App - Balkonkraftwerk Powerstream
Ecoflow App - Balkonkraftwerk Powerstream
Ecoflow App - Balkonkraftwerk Powerstream
Ecoflow App - Balkonkraftwerk Powerstream
Ecoflow App - Balkonkraftwerk Powerstream

Neben diesen Einstellungen haben wir per App auch die Status-LED des Wechselrichters dunkler gedreht, den Piepton der Powerstation deaktiviert und den Stromspeicher so eingestellt, dass er für Notfälle eine Restkapazität von 20 Prozent vorhält. Bei einem Stromausfall wären die Heimsteckdosen zwar trotz Powerstream nicht nutzbar, allerdings könnten die Powerstations abgesteckt und ganz regulär als mobile Steckdose verwendet werden. Beim Balkon-Akku funktioniert das nicht.

Praxistest

Unser Testbalkon ist Richtung Süd bis Süd-Ost ausgerichtet und bekommt wegen umstehender Bäume und der Hanglage des Grundstücks täglich nur einige wenige Stunden direktes Sonnenlicht. Die Ausbeute ist hier nur von kurz vor Mittag bis etwa sechzehn Uhr interessant, weshalb wir seit einigen Wochen planen, das Balkonkraftwerk an einem anderen Ort zu platzieren. Die Halterungen für das Ziegeldach sind bereits auf dem Weg zu uns.

Bilderstrecke - Ecoflow Powerstream
Ecoflow Powerstream
Ecoflow Powerstream
Ecoflow Powerstream
Ecoflow Powerstream
Ecoflow Powerstream
Ecoflow Powerstream
Ecoflow Powerstream

Trotz der teils bewölkten Testtage und den wenigen Stunden perfektem Lichteinfall beträgt der Tagesertrag zwischen 1,5 und 2,3 kWh, was mit dem Ertrag des Netto-Balkonkraftwerks vergleichbar ist. Das sind bei unserem aktuellen Arbeitspreis etwa 65 bis 90 Cent Ersparnis am Tag oder 192 Euro in den Monaten März bis Oktober bei durchschnittlich 2 kWh pro Tag und einem angenommenen Preis von 40 Cent je kWh. Vielleicht wird unser Ertrag in den Sommermonaten sogar höher ausfallen, aber 2 kWh pro Tag dürften ein guter Durchschnittswert sein – zumindest bei der aktuellen Position unserer Panels. Das Umplatzieren könnte bis zu zwei Stunden längeren direkten Sonnenschein bedeuten, was sich in sofort barer Münze auszahlen würde. Dann sollten wenigstens 3 kWh Tagesdurchschnittsertrag möglich sein.

Wichtig bei der ganzen Rechnerei: Der Strom muss aktiv vom Nutzer umgesetzt werden. Alles, was als Überschuss produziert und eingespeist wird, schenkt man dem Netzbetreiber. Der große Unterschied zwischen der Lösung von Ecoflow und den bisher getesteten Balkonkraftwerken liegt also in der Tatsache, dass der klassische Wechselrichter immer die maximale Ertragsmenge (aktuell noch bis zu 600 Watt) einspeist. In der Realität, bei einer geringeren Grundlast, verschenkt man dann tagsüber Strom, welchen man nachts teuer bezahlen muss. Mit Powerstream ist hingegen der gesamte produzierte Strom nutzbar – jederzeit und bei Nutzung einer Powerstation auf Wunsch sogar mobil.

Ecoflow Powerstream

Nach einigen Tagen Testbetrieb hatten wir ein Problem mit der Verbindung zum Wechselrichter. In der App wurde er als offline angezeigt, obwohl wir alles wie die Tage zuvor angeschlossen hatten und der Betrieb unauffällig ablief. Nach einem prüfenden Blick auf den Balkon wird schnell klar, dass unser behelfsmäßiger Aufbau schuld war. Der am Balkon abgelegte Wechselrichter lag ohne Abstandhalter auf dem von der Sonne überfluteten, aufgeheizten Balkonboden und hatte sich wegen Überhitzung deaktiviert. Selbst nach dem Abkühlen unter einem aufgestellten Sonnenschirm hatten wir dann zunächst Probleme mit der Anzeige. Trotz Sonnenschein scheinen die Panels keinen Strom zu produzieren. Wir trennten also den Wechselrichter von der Steckdose, vom Speicher und den Panels und schlossen dann alles erneut an. Nach diesem Neustart funktionierte alles wieder wie gewünscht.

Mittelfristig ist dies aber keine Lösung. Für einen zuverlässigen Betrieb sollte der Wechselrichter bei Nutzung des Outdoor-Akkus im Schatten aufgehängt werden. Wer eine Powerstation als Speicher nutzt, sollte diese samt Wechselrichter geschützt in Innenräumen montieren. Dann gibt es keinerlei Verbindungsprobleme oder gar hitzebedingte Abschaltungen.

Vor- und Nachteile der Speichervarianten

Ob sich der Balkon-Akku oder die Powerstations besser eignen, hängt von den eigenen Ansprüchen ab.

Die Vorteile des Outdoor-Akkus sind das kompakte, wasserdichte Design, welches die Montage im Freien erlaubt. Anders als die mobilen Powerstations wird der Speicher nicht als eigenständiges Gerät in der App erkannt – Firmwareupdates und Einstellungen werden bequem über den Wechselrichter angestoßen.

Der Outdoor-Akku kann im Freien aufgestellt werden.

Die Powerstations können allerdings auch unabhängig vom Balkonkraftwerk eingesetzt werden und erlauben so etwa unterwegs oder bei Stromausfall die Versorgung von elektrischen Verbrauchern. Hinzu kommt die Tatsache, dass an der Powerstation zusätzliche Photovoltaikpanels angeschlossen werden können und somit die Solarleistung höher ist als bei Nutzung des Outdoor-Speichers.

Preis

Das Set mit dem Wechselrichter Powerstream und zwei starren 400-Watt-Panels gibt es bei Ecoflow ab 409 Euro. Der Wechselrichter allein kostet rund 90 Euro (Preisvergleich). Das Set aus Wechselrichter und der als BKW-Speicher nutzbaren mobilen Powerstation Ecoflow Delta 2 Max gibt es für 1954 Euro – hier sind dann aber keine Panels dabei. Die produktspezifischen Anschlusskabel für andere Powerstations kosten zwischen 19 und 49 Euro.

Wer sich die verschiedenen Speicherlösungen live ansehen will, kann dies etwa im Showroom von Yuma in Köln tun. Der Anbieter bietet die Eco-Flow-Lösungen auch in Kombination mit eigenen Solarmodulen an.

Fazit

Dank detaillierter und klar bebilderter Anleitung und der übersichtlichen und intuitiven App ist die Einrichtung des Ecoflow-Balkonkraftwerks problemlos auch für Laien umsetzbar. Wer tagsüber nur eine geringe Grundlast benötigt und den selbst produzierten Strom lieber abends und nachts nutzen will, der bekommt hier eine optimale und einfach zu bedienende, modulare Lösung. So bleibt es dem Nutzer überlassen, ob er die teuren Panels von Ecoflow oder die eines Drittherstellers nutzen will.

Auch beim Stromspeicher hat der Nutzer die freie Wahl. Wer bei Nacht nur wenig Strom benötigt, kann zur kleinen und günstigen River 2 (Testbericht) greifen. Bei sehr hohem Leistungsbedarf kann die hochpreisige Powerstation Delta Pro (Testbericht) mit 3,5 kWh plus zusätzlichem Akkumodul oder die neue Delta 3 Pro (Testbericht) genutzt werden. Sollen Wechselrichter und Speichersysteme im Freien aufgebaut werden, ist aber der neue Outdoor-Akku die richtige Wahl.

Balkonkraftwerk Yuma Basic (1980+) Bifazial im Test

Das Yuma Basic (1980+) Bifazial verspricht dank bifazialer Technologie bis zu 30 Prozent mehr Stromertrag als herkömmliche Solarmodule – über die erlaubten 2000 Watt hinaus. Im Test klären wir, was das bringt.

VORTEILE
  • enorm viel Leistung der Module (bis 2572 Wp)
  • lange Garantie von 40 Jahren auf Module
  • trotzdem legal
  • Komplettpaket mit Aufständerung, WR, Modulen und Kabeln
  • tolles Preis-Leistungs-Verhältnis
NACHTEILE
  • Anschlusskabel kostet extra (dadurch aber Längenwahl möglich)

Das Yuma Basic (1980+) Bifazial verspricht dank bifazialer Technologie bis zu 30 Prozent mehr Stromertrag als herkömmliche Solarmodule – über die erlaubten 2000 Watt hinaus. Im Test klären wir, was das bringt.

Die Firma Yuma ist bekannt für ihre hochwertigen Balkonkraftwerke. Mit dem Yuma Basic (1980+) Bifazial bringt der Hersteller ein PV-Set auf den Markt, das durch beidseitige Lichtaufnahme glänzt. Im Gegensatz zu klassischen Solarmodulen können die Glas-Glas-Paneele des 1980+ Bifazial auch von der Rückseite Sonnenlicht einfangen und daraus Strom erzeugen. Das soll laut Yuma den Ertrag um bis zu 30 Prozent steigern und damit kommen Nutzer auch über die gesetzlich inzwischen erlaubten 2000 Wp hinaus. Legal, illegal, scheißegal? Wir haben uns das bifaziale BKW genauer angeschaut.

Was sind die Highlights des Yuma Basic (1980+) Bifazial?

  • bifaziale Technologie für Aufnahme von Licht auch auf Modulrückseite
  • langlebige Glas-Glas-Module mit 40 Jahren Garantie
  • kompaktes Komplettset mit Modulen, Wechselrichter und Zubehör
  • einfache Montage und Inbetriebnahme dank guter Anleitung
  • smarte Ertragsauswertung per App und optionaler Strommesssteckdose

Das Yuma Basic (1980+) Bifazial kostet inklusive Zubehör und Versand derzeit statt 1029 Euro nur 829 Euro.

Was ist im Lieferumfang und wie einfach ist der Aufbau?

Das Yuma Basic (1980+) Bifazial bietet verschiedene Sets für unterschiedliche Aufstellorte. Wir haben die Version für Flachdächer (Flat) getestet. Im Lieferumfang sind neben den vier bifazialen 495-Watt-Modulen (All Black) ein 800-Watt-Wechselrichter von Hoymiles (HMS 800 W-2T, keine DTU nötig), Y-Stecker, Verlängerungskabel sowie 4 beschichtete und stufenlos von 18 bis 22 Grad neigbare Halterungen enthalten. Optional gibt es ein längeres Anschlusskabel und eine smarte Mess-Steckdose von Mystrom dazu. Die Module sind etwas länger (fast 2 Meter statt etwa 1,7 Meter) und damit rund 2,2 m² groß. Das ist aber selbst auf dem Dach kein Problem, da seit 2024 die 2-m²-Grenze gefallen ist.

Der Zusammenbau des BKWs gestaltet sich dank der guten Anleitung auch für Laien sehr einfach. Da die umständliche Einrichtung der DTU entfällt, gibt es hier keine Probleme. Nach etwa einer Stunde steht das Kraftwerk, zu zweit geht es schneller. Die Halterung hält die Glas-Glas-Module sicher, ohne den empfindlichen Rahmen zu verbiegen. Achtung: Gegen Wind muss die Aufständerung mit Gewicht (etwa Gehwegplatten) beschwert werden. Für die höchste Windzone an der Nordsee ist die Aufständerung lt. Hersteller nicht geeignet.

Yuma Basic (1980 Wp+) bifazial

Wie viel Ertrag und Leistung bringt das Yuma Basic (1980+) Bifazial?

Dank bifazialer Technologie soll laut Hersteller rund 30 Prozent Mehrertrag gegenüber üblichen PV-Paneelen sorgen. Der Effekt ist aber stark vom Aufstellort abhängig. Je heller der Untergrund, desto mehr Licht wird auf die Modulrückseite reflektiert. Rasen bringt etwa nur 8-10 Prozent Mehrertrag, Kies oder weißer Sand dagegen bis zu 25 Prozent. Das Yuma Basic (1980+) Bifazial leistet also theoretisch bis zu 2572 Wp, fest stehen aber nur die im Namen enthaltenen 1800 Watt. Das ist auch der Grund, warum man das BKW trotz theoretischer Leistung jenseits der 2000 Watt legal betreiben darf.

Beim Testaufbau hatten die Module wenig Abstand zum Boden, wodurch zusätzliches Streulicht nur eingeschränkt einfallen konnte. Das schlechte, an Herbst erinnernde Wetter an der Nordsee ließ zudem kaum Rückschlüsse auf den Mehrertrag bei indirektem Sonnenlicht zu. Dennoch konnten wir im Vergleich zu einem nominell stärkeren monofazialen BKW ca. 5 % Vorsprung bei trübem Wetter messen. Bei den wenigen Sonnenstunden während des Tests waren es auch schon mal mehr als 15 Prozent Plus.

Yuma Basic (1980 Wp+) bifazial

Lohnt sich der Aufpreis beim Yuma Basic (1980+) Bifazial?

Mit rund 830 Euro plus Anschlusskabel, optionaler Strommesssteckdose und Versand ist das Yuma Basic (1980+) Bifazial kaum teurer als monofaziale System bei der Konkurrenz. Yuma ist sogar so überzeugt von der bifazialen Technologie, dass der Anbieter gar keine anderen Module mehr im Sortiment hat. Rechnet man 30 Prozent Mehrertrag an, amortisiert sich das BKW bereits nach 2,5 Jahren. Selbst ohne Zugewinn durch Bifazialität gleichen die langlebigen und degradationsärmeren Glas-Glas-Module mit 40 Jahren Garantie den Aufpreis mehr als aus. Monofaziale Sets bietet oft nur 12 Jahre auf das Produkt und 20 oder 25 Jahre auf die Leistung.

Yuma Basic (1980 Wp+) bifazial

Berechnet mit dem Stecker-Solar-Simulator der HTW Berlin ergibt sich eine Amortisationszeit von rund 4 Jahren. Zugrunde gelegt sind dabei Südausrichtung, ein Strompreis von moderaten 30 Cent bei 5 Prozent Steigerung pro Jahr und nur 1980 Wp, da mehr als die erlaubten 2000 Wp nicht angegeben werden können. Rein rechnerisch sinkt die tatsächliche Amortisationszeit bei entsprechender Aufstellung durch die Bifazialität weiter. Die Ersparnis pro Jahr liegt theoretisch bei 485 Euro bei optimaler Ausbeute.

Preis

Das Yuma Basic (1980+) Bifazial kostet derzeit statt 1029 Euro nur 829 Euro als Komplettpaket – inklusive Lieferung.

Fazit

Das durchwachsene Testwetter ließ die Vorteile des bifazialen Yuma-BKWs nicht voll zur Geltung kommen. Doch selbst bei trüben Bedingungen zeigte es noch einen Ertragsvorteil von rund 5 Prozent, kurzzeitig waren es sogar rund 20 Prozent. Vor allem überzeugt das 1980+ Bifazial aber mit enormer Langlebigkeit und Leistungsgarantie dank der Glas-Glas-Module. Der geringe Aufpreis im Vergleich zu monofazialen Modellen bei der Konkurrenz lohnt sich so auf jeden Fall – erst recht bei zusätzlichem Ertrag durch die beidseitige Lichtaufnahme. Wie das am besten gelingt, haben wir in unserem Ratgeber zu bifaziale PV-Modulen beleuchtet.

Weitere spannende Tests zu Photovoltaik und Balkonkraftwerken finden sich in unserer PV-Themenwelt. Darunter:

ZUSÄTZLICH GETESTET
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Yuma Balcony Pro
Yuma Flat
Balkonkraftwerk McSonne
DAH Solar MW-1196
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Spot+: günstige WLAN-Cam mit Full HD, Cloud & SD im Test
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JW Solar

Hinweis zu den getesteten Sets

Bei den Balkonkraftwerken handelt es sich, wie erwähnt, um eine Sammlung fertiger Komponenten. Aufgrund von Lieferproblemen oder Produkteigenschaften kommt es vor, dass Händler die Zusammenstellung der Sets verändern und anpassen.

Konkret ist dies kürzlich erst bei Anker, Priwatt, Netto und Yuma passiert. Grund hierfür waren etwa die ursprünglich in den Sets enthaltenen Wechselrichter, welche mittlerweile durch überarbeitete Modelle ersetzt wurden. Auch die Leistung der enthaltenen Panels steigt kontinuierlich. Waren früher 400-Watt-Panels beigepackt, leisten die jetzt enthaltenen Modelle in der Regel zwischen 415 und 450 Wp. Noch recht neu sind XL-Panels (Ratgeber) und die neuerdings erhältlichen 500-Watt-Panels.

Die ersten Plätze liegen derart nah beieinander, dass es schwerfällt, einen eindeutigen Sieger auszumachen. Hier können schon Preisrabatte oder kleine Unterschiede in der Dokumentation den Ausschlag geben. Ein konkretes Beispiel: Auch wenn uns das Set von JW Solar prinzipiell sehr gut gefällt, waren wir in Bezug auf Service und Lieferumfang mit anderen Anbietern wie Priwatt oder Yuma deutlich zufriedener. Das ist natürlich subjektiv, oder die aufgetretenen Probleme beim Versand können auch einfach nur Pech gewesen sein. Die mit Abstand stabilste Panel-Aufständerung für Garten und Flachdach bietet das Set von Kleines Kraftwerk. Die von Mc Sonne getesteten Halterungen sind zwar mindestens ebenso gut, aber leider nicht mehr erhältlich.

Außer Wertung

Das Yuma Flat 400 (Testbericht) kommt mit einem schwächeren 500-Watt-Wechselrichter inklusive WLAN und einem 400-Watt-Solarpanel. Dieses eignet sich gut für den Einstieg. Zwar liefert das Set in dieser Variante immer weniger Leistung als zulässig, bei geringer Grundlast ist das aber ausreichend. Bei Bedarf kann ein zweites Panel problemlos nachgerüstet werden.

Yuma Balkonkraftwerk

Neben der ordentlichen Dokumentation, der einfachen Installation und der Verarbeitungsqualität überzeugte im Test auch der gut erreichbare Kundenservice. Alle benötigten Halterungen für die Solarmodule, Anschluss- und Verlängerungskabel gehören zum Lieferumfang. Wegen der geringen Leistung landet das Set nicht mehr in der Wertung.

Hinweis: Statt eines 400-Watt-Panels gehört inzwischen ein stärkeres bifaziales 440-Watt-Panel zum Lieferumfang. Der Preis ist seit dem Test trotzdem ordentlich gesunken. Das Komplettset gibt es beim deutschen Anbieter Yuma ab 329 Euro.

Links hängt das 150-Watt-Solarpanel aus dem Lidl-Balkonkraftwerk. Rechts davon hängt ein 410-Watt-Modul.

Wegen des in unseren Augen zu hohen Preises hat es auch das Balkonkraftwerk von Pearl mit schmutzabweisenden Panels (Testbericht) nicht in die Top 10 geschafft. Das Balkonkraftwerk MW-1196 ist eine technisch solide, elegante Lösung, die zulässige Netzeinspeisung auszunutzen, wenn man keine Probleme hat, schwerere Lasten zu heben und keine zwei linken Hände hat.

Keinen Platz in der Bestenliste bekommt auch das Balkonkraftwerk von Lidl (Testbericht). Zwar mag die maximale Einspeisung von 300 Watt in wenigen Fällen sogar ausreichend sein, das Bundle mit nur einem einzigen 150-Watt-Panel ist trotzdem viel zu schwach. Ein Set mit zwei Modulen ist derzeit aber gar nicht erst verfügbar. Außerdem kann man den Wechselrichter zwar problemlos per WLAN abfragen, allerdings kann man ihn nicht per Schuko-Stecker mit dem Stromnetz verbinden. Wer das Balkonkraftwerk anschließen will, muss die mitgelieferte Wieland-Dose von einem Fachbetrieb einbauen lassen, was zusätzlich etwa 100 Euro kostet.

Im Test stimmt der Stromertrag des kleinen Solarmoduls zwar mit den Herstellerangaben überein, in der Praxis wäre das Set für rund 220 Euro plus Installationskosten für die Steckdose aber erst nach rund acht Jahren abbezahlt.

Was ist ein Balkonkraftwerk?

Ein Balkon ist für die Nutzung der kleinen Steckersolaranlage nicht nötig, er bietet aber ausreichend Platz für ein bis vier PV-Module und einen Wechselrichter. Für eine effektive Nutzung bedarf es eines Ortes mit möglichst viel Sonneneinstrahlung. Dieser kann sich auf dem Hausdach, Gartenhaus, der Terrassenüberdachung oder im Garten befinden. Ein Elektro-Fachbetrieb ist für die Installation nicht zwingend erforderlich. Wer etwas handwerkliches Geschick und minimale Grundkenntnisse in Elektronik mitbringt, kann die kompakten Anlagen im Online-Shop bestellen und anschließend selbst aufbauen und in Betrieb nehmen. Erlaubt ist das auf jeden Fall.

Gewonnen wird der Strom mithilfe von einem oder mehreren Solarmodulen sowie einem Wechselrichter. Dieser ist dann direkt mit dem Hausstromnetz verbunden. Der Einbau einer Wieland-Steckdose durch eine Fachkraft ist zwar sinnvoll, aber weder vorgeschrieben noch zwingend notwendig, und so lassen sich die Anlagen bequem per Schuko-Stecker mit einer herkömmlichen Außensteckdose verbinden.

Solche Mini-Kraftwerke sind, anders als große Solaranlagen, nahezu frei von bürokratischen Auflagen in Form von Abrechnungen. Um Steuern muss man sich hier ebenso wenig kümmern wie um eine Baugenehmigung. Seit Inkrafttreten des Solarpaket I muss man ein Balkonkraftwerk nicht mehr beim Netzbetreiber anmelden. Stattdessen muss das Stecker-Solargerät lediglich bei der Bundesnetzagentur im Marktstammdatenregister angemeldet werden. Diese wiederum teilt dem Netzbetreiber die Inbetriebnahme eines neuen Balkonkraftwerks automatisch mit. Außerdem hat die Bundesnetzagentur seit April 2024 die Registrierung erheblich vereinfacht und die erforderliche Anzahl von Angaben zum Balkonkraftwerk von 20 auf 5 reduziert.

Wer sein Balkonkraftwerk nicht anmeldet, muss mit Strafen von bis zu zehn Euro monatlich pro Kilowatt installierter Solarleistung rechnen. Sind zwei Module mit insgesamt 840 Watt im Einsatz, kostet das pro Monat 8,40 Euro Strafe. Problematisch ist bei einer Nichtanmeldung zudem, dass im Schadenfall die Haftpflicht- oder Gebäudeversicherung den Schaden nicht übernimmt. Allerdings sind Schadenfälle durch Balkonkraftwerke bislang nicht bekannt geworden. Weitere Informationen zu dieser Problematik hat Fachhändler Yuma in folgendem Beitrag veröffentlicht: Balkonkraftwerk versichern: Was du wissen musst.

Wieland-Stecker: Pflicht oder Kür?

Letztlich ist der Betreiber des Balkonkraftwerks dafür verantwortlich, Sicherheit und Schutz für sich selbst und Dritte zu gewährleisten. Zur Vereinfachung gibt es Normen. Wichtig bei Elektroinstallationen sind vorwiegend die VDE-Normen. Die besagen, dass ein Wieland-Stecker erforderlich ist. Die Gründe dafür sind, dass er höhere Leistung verträgt und er verpolungssicher und gegen versehentliches Anfassen der Kontakte geschützt ist. Wer ihn einsetzt, braucht sich nichts vorwerfen zu lassen, muss aber einen Fachbetrieb mit dem Einbau beauftragen.

Auch der Anschluss per Schukostecker ist zulässig.

Die Tatsache, dass der Betrieb einer Mini-Solaranlage mit Schuko-Stecker nicht nach VDE normgerecht ist, heißt allerdings nicht automatisch, dass es verboten oder unsicher ist. Wer sein Balkonkraftwerk in Deutschland kauft, bekommt normalerweise einen Wechselrichter mit Netz- und Anlagenschutz. Bei entsprechenden Geräten findet sich der Hinweis auf den NA-Schutz in der Konformitätserklärung. Sie schalten sofort ab, sobald der Stecker aus der Dose gezogen wird. Auch dann kann man keinen Stromschlag bekommen, obwohl der Stecker keinen Berührungsschutz hat und die Pole daher frei liegen. Der Betreiber der Anlage hat seine Schutzpflicht in diesem Punkt also erfüllt. Bis Mitte 2025 soll eine Produktnorm vorliegen, die den Einsatz eines Balkonkraftwerks an einer Schuko-Steckdose offiziell erlaubt.

Welche Grundvoraussetzungen gelten?

Die rechtliche Grundvoraussetzung für den anmeldefreien Betrieb einer Steckersolaranlage ist eine begrenzte Einspeisung ins Hausnetz. In der Praxis bedeutet das, dass die Anlagen jetzt maximal 800 Watt ausgeben, obwohl die Panels eigentlich mehr Strom produzieren. In der Vergangenheit waren nur bis 600 Watt zulässig, weshalb viele ältere Sets noch mit gedrosseltem Wechselrichter ausgeliefert wurden. Diese bieten entweder eine Update-Funktion oder Drosselung per Software an. Inzwischen kommen aber nahezu alle angebotenen Balkonkraftwerke mit einem 800-Watt-Wechselrichter.

Wechselrichter mit 300 Watt, 600 Watt und 800 Watt.

Im Optimalfall sollte die Leistung der Panels immer höher ausfallen als die des Wandlers. Warum? Die Antwort ist einfach: Die angegebene maximale Leistung erreichen die Solarmodule nur unter Idealvoraussetzungen – bei maximalem Sonnenschein und perfekter Ausrichtung der Solarmodule. Die tatsächliche Leistung ist dementsprechend selbst bei bestem Sonnenschein oft niedriger als die angegebene. Aber nur wenn die Solarmodule mindestens 800 Watt erzeugen, kann der Inverter die zulässigen 800 Watt ausgeben. Während der Wintermonate oder bei Tagen mit geringer Sonneneinstrahlung ist es deshalb äußerst sinnvoll, die Solarleistung großzügig auszulegen. Daher gibt es inzwischen auch Balkonkraftwerke mit mehr als zwei PV-Modulen. Sie können mehr Strom einfangen, geben aber trotzdem nur 800 Watt aus. Erlaubt sind in Deutschland Balkonkraftwerke mit einer Solarleistung von 2000 Watt. Weitere Informationen zu diesem Thema bietet der Beitrag Balkonkraftwerk richtig ausreizen: Mehr Strom mit vier Panels & Speicher.

Bei den kleinen Steckersolaranlagen handelt es sich meist um anschlussfertige Sets. Zumindest theoretisch kann man damit direkt loslegen. In der Praxis fehlt es aber häufig noch an zusätzlichem Zubehör. Los geht es mit Halterungen für die Panels (Ratgeber), die nicht immer in den Sets enthalten sind, aber meist optional angeboten werden. Auch die mitgelieferten Kabel sind oft zu kurz und so benötigen Käufer möglicherweise passende MC4-Verlängerungskabel. Wer seine Solarmodule etwa auf dem Dach oder im Garten platziert, sollte an eine ausreichend lange Zuleitung zum Inverter denken. Hier kommt im einfachsten Fall ein Betterie-auf-Schuko-Kabel zum Einsatz. Wer eine Wieland-Steckdose nutzt, benötigt das Verlängerungskabel mit entsprechendem Steckverbinder.

Leistung, Einsparpotenzial & Speicher

Balkonkraftwerke rechnen sich aufgrund der zuletzt deutlich gesunkenen Preise schneller als jemals zuvor. Selbst Modelle mit Solarspeicher machen sich nach wenigen Jahren bezahlt und liefern über die Zeit deutlich höhere Gewinne als Varianten ohne Speicher.

Die Wirtschaftlichkeit von Steckersolargeräten kann man mithilfe der online verfügbaren Ertragsrechner schnell überprüfen. Der Stecker-Solar-Simulator der HTW Berlin hinterlässt im Test den besten Eindruck. Er kann als einziger Ertragsrechner Ersatzkosten für Wechselrichter und Speicher berücksichtigen. Mehr Details dazu bietet der Beitrag: Wann rechnet sich ein Balkonkraftwerk? PV-Ertragsrechner im Test.

In unserer Bestenliste Top 10: Der beste Speicher fürs Balkonkraftwerk im Test zeigen die Solarspeicher für BKWs von Anker, Alpha ESS, Hoymiles, Ecoflow, Oukitel, Zendure & Co.

Günstigere Strom- & Gastarife

Wer ein Balkonkraftwerk nutzt, möchte Stromkosten sparen. Ein weiteres Einsparpotenzial sollte man außerdem durch die Wahl des günstigsten Stromanbieters erschließen. Aktuell erreichen uns Meldungen wonach viele Anbieter bei einem laufenden Vertrag den Arbeitspreis auf 40 Cent pro kWh erhöhen. Es lohnt sich also, die Preise genau zu vergleichen. Alternativ dazu kann auch ein dynamischer Stromtarif wie von Tibber interessant sein. Vor allem, wenn man etwa einen Speicher für sein Balkonkraftwerk verwendet.

Gleiches gilt für Gastarife. Diese gibt es derzeit ab 10 Cent pro kWh statt 20 Cent im Januar 2023. Auch hierfür bieten wir ein entsprechendes Vergleichsangebot im Heise Tarifvergleich.

Wer sich nicht selbst um günstige Preise und Anbieterwechsel kümmern will, kann zu Wechselservices wie Remind.me gehen. Der Anbieter bietet kostenlose Wechsel zwischen Strom- und Gasanbietern an. Dabei erhält der Kunde vorab eine Empfehlung und kann sich dann für oder gegen das jeweilige Angebot entscheiden. Vorteil: Remind.me vergleicht über 12.000 Tarife und meldet sich automatisch, wenn man einen Vertrag wechseln kann.

Fazit

Die Preise für Balkonkraftwerke kennen in letzter Zeit nur eine Richtung: nach unten – das zeigt auch unser aktueller Angebots-Check mit Amortisationsrechnung (Ratgeber). Und so zahlt sich der Kauf in der Regel nach zwei bis drei Jahren in barer Münze aus. In Bezug auf die Leistung sind die Unterschiede bei vergleichbar starken Panels sehr gering. Deutlich größer sind die Unterschiede beim Zubehör, der Zuverlässigkeit und der beigelegten Dokumentation. Mit den Angeboten aus dieser Bestenliste macht man diesbezüglich alles richtig. Wer sich etwas auskennt, kann ein Balkonkraftwerk natürlich auch selbst zusammenstellen und etwas sparen. Allerdings muss man aufpassen, dass wirklich alle Komponenten kompatibel sind und viele Einzelbestellungen aufgeben.

Die Sets aus dem Fachhandel sind zwar in der Regel teurer, aber es gibt auch hier Ausnahmen. Hinzu kommt ein Service aus nur einer Hand. Statt mehrerer Ansprechpartner und Einzelbestellungen muss man hier nur einmal tätig werden und sich auch keine Gedanken zur Kompatibilität machen.

Empfehlenswerte Lösungen zum Speichern produzierter Energie aus der Sonne zeigt unsere Top 10: Der beste Speicher fürs Balkonkraftwerk. Wer wissen will, wie groß der Unterschied der Einsparungen von Balkonkraftwerken mit und ohne Speicher ist, findet die Antwort im Ratgeber Wann rechnet sich ein Balkonkraftwerk? PV-Ertragsrechner im Test.

Mobile Solargeneratoren und Stromspeicher zeigen wir in unserer Bestenliste der Powerstations. Bei der Einschätzung der Grundlast und beim Erkennen von Energiefressern helfen Smarte Zwischenstecker und Energiemessgeräte (Ratgeber). Weiteres Einsparpotenzial zeigt unser Artikel Strom, Gas & Geld sparen: Die 10 besten Tipps von Balkonkraftwerk bis Smart Home.