E-Bikes sind gut, aber E-Fatbikes sind gerade im Herbst und Winter dank fetter XXL-Reifen für viele besser. Wir zeigen die 10 besten, günstigen E-Fatbikes.
In den vergangenen Monaten und Jahren haben wir unzählige E-Bikes getestet – darunter auch viele elektrische Fatbikes – auch E-Fatbikes, Fat-E-Bikes oder E-Bike-Fatbikes genannt. Sie zeichnen sich durch robuste Verarbeitung und – dank der dicken Reifen – hohe Traktion aus. In dieser Bestenliste zeigen wir, in welchen Bereichen die elektrischen Fahrräder mit den fetten Reifen besser sind als E-Bikes mit schmalerer Bereifung und welche von uns getesteten Modelle wir besonders empfehlen können.
Unsere Nummer 1, das Himiway D7 Cobra, ist mit 2999 Euro das teuerste Modell. Schon auf Platz 2 wird es mit dem Engine Pro 3.0 Boost für 1599 Euro (Code: DeliaKOL50OFF) deutlich günstiger. Unser Preis-Leistungs-Sieger ist das Touroll S2 für 799 Euro.
Das Himiway D7 Cobra zählt zu den größten und schwersten E-Bikes aus unseren Tests. Es verfügt über einen extrem kräftigen Motor, superbreite Reifen, hervorragende hydraulische Bremsen, einen Drehmomentsensor und eine beeindruckende Zuladung von 140 kg.
Das Himiway D7 Cobra kostet direkt beim Hersteller 2999 Euro. Mit dem Gutscheincode TECHSTAGE reduziert sich der Preis um 50 Euro.
Das Engwe Engine Pro 3.0 Boost überzeugt mit guter Vollfederung, starkem 90-Nm-Motor, GPS-Tracking und Schnellladung. Das hohe Gewicht, die elektrische Hupe und der aufwendige Aufbau sind Minuspunkte. Der Preis von 1599 Euro (Code: DeliaKOL50OFF) ist für die hohe Ausstattungsstufe gerechtfertigt.
Das Touroll S2 bietet viel E-Fatbike fürs Geld: großer Akku, breite Reifen und Klappfunktion für 799 Euro. Das hohe Gewicht und der fehlende Drehmomentsensor trüben den Fahrspaß jedoch etwas. Für Einsteiger, die ein robustes Klapprad-E-Bike suchen, ist es trotzdem eine Überlegung wert.
Geekmaxi bietet das Rad für 799 Euro an. Für ein Fatbike mit großem Akku ist der Preis kaum zu schlagen.
Einer der wichtigsten Vorteile von E-Fatbikes gegenüber klassischen E-Bikes ist ihre höhere Traktion, da die Bikes dank ihrer breiteren Reifen eine höhere Auflagefläche zum Boden bieten. Dadurch erhöht sich die Haftung, was besonders auf rutschigem Untergrund wie Schnee, Matsch, Schlamm oder Sand zum Tragen kommt. Aber auch bei Splitt, Schotter oder einem Waldweg greifen die fetten Reifen besser und verhindern, dass das Fatbike des Fahrers etwa in einer Kurve wegrutscht.
Zudem bieten die dicken Reifen eine natürliche Stoßdämpfung. Das macht komplizierte, teure und schwere Dämpfungssysteme, wie sie etwa bei einem Fully zu finden sind, weniger wichtig. Bei den Fatbike-Reifen gilt es darauf zu achten, sie nicht zu stark aufzupumpen. Insgesamt benötigen sie deutlich weniger Luftdruck als normale Fahrradreifen. Als Faustregel gilt: je mehr Volumen der fette Reifen hat, desto geringer der Luftdruck. Passendes Equipment, um den Reifendruck zu prüfen, zeigen wir im Ratgeber Luftdruckmesser & Sensoren: 6 Reifendruckprüfer für Motorrad, E-Bike & Co. Wer keine Lust darauf hat, selbst zu pumpen, findet Alternativen in unserer Top 10: Die besten elektrischen Luftpumpen mit Akku.
Mit Fatbike-Reifen ist es möglich, auch technisch anspruchsvolle Wald-Trails mit Wurzeln und Steinen zu meistern. Aber auch in der Stadt sind fette Reifen praktisch, etwa wenn man mit Tempo einen Bordstein hinauffährt. Denn bei elektrischen Fatbikes verringert sich die Wahrscheinlichkeit, das Fahrrad zu beschädigen oder selbst über den Lenker zu fallen. Trotzdem empfehlen wir, stets einen Helm zu tragen. Bei der Auswahl hilft unsere Top 7: Der beste smarte Fahrradhelm.
Ein weiterer großer Vorteil von E-Fatbikes ist ihre insgesamt höhere Robustheit. Modelle wie das Himiway Cobra (Testbericht) erlauben ein Fahrergewicht von bis zu 180 Kilogramm. Eine Hausmarke, die man bei E-Bikes mit normalen Reifen nur selten findet.
E-Fatbikes sind aufgrund ihrer weniger verbreiteten Bauteile meistens teurer als E-Bikes mit Standard-Reifen. Zudem sind sie schwerer, das Fiido Titan (Testbericht) etwa wiegt knapp 40 Kilogramm. Sie sind obendrein weniger wendig und die Reifen haben einen höheren Rollwiderstand. Diese beiden Punkte sind bei einem Fatbike mit Elektromotor jedoch weniger gravierend. Trotzdem benötigt der Motor mehr Kraft, was auf Kosten der Reichweite gehen kann.
Ein weiterer Nachteil, von dem man jedoch selten hört und liest, ist der höhere Geräuschpegel beim Fahren. Durch die vergrößerte Auflagefläche kommt es bei vielen Fatbike-Reifen auf Asphalt zu Geräuschen, die an ein rollendes Auto erinnern. Außerdem: Fatbikes sind nach wie vor Exoten. Das heißt, sie ziehen Blicke auf sich. Es gibt sicher Käufer, die das gut finden. Doch wer damit nicht klarkommt, sollte sich ein Pedelec mit klassischen Reifen kaufen.
Fahrradfahren hat nachweislich positive Auswirkungen auf die Gesundheit – selbst E-Bikes sind viel besser als etwa Autofahren. Doch selbst die vorsichtigsten Fahrer können die Gefahr eines Unfalls nie zu 100 Prozent ausschließen. Wir empfehlen deshalb Zusatzversicherungen, um die möglichen negativen Konsequenzen abzumildern.
Bei vielen Versicherungen lohnt sich das Vergleichen wirklich. Denn wer regelmäßig vergleicht, spart gut und gerne mehrere hundert Euro im Jahr. Wo man am meisten spart, zeigen die Tarifrechner von heise online.
E-Fatbikes sehen nicht nur martialisch aus, sie bieten gegenüber normalen E-Bikes auch handfeste Vorteile. So sind diese dank höherer Traktion sicherer, bieten natürliche Dämpfung, hohe Zuladung und robuste Verarbeitung. Dafür sind sie schwerer, weniger wendig und zuweilen beim Fahren lauter. Dass sie nicht unbedingt teuer sein müssen, zeigt diese Bestenliste der günstigen E-Fatbikes.
Doch kein elektrisches Fatbike? Dann helfen diese Bestenlisten:
Wer sein altes Fahrrad selbst aufrüsten möchte, dem empfehlen wir unseren Ratgeber Fahrrad legal zum E-Bike umbauen: Nachrüstsatz mit Motor & Akku ab 300 Euro.
Das Himiway D7 Cobra ist ein E-Bike der Superlative. Die Reifen sind extrem breit, der Akku riesig, die Zuladung immens, der Motor stark und beide Räder gefedert. Trotzdem ist der Preis moderat. Wir fahren im Test durch Schnee und Matsch.
Das Himiway D7 Cobra ist ein E-Bike der Superlative. Die Reifen sind extrem breit, der Akku riesig, die Zuladung immens, der Motor stark und beide Räder gefedert. Trotzdem ist der Preis moderat. Wir fahren im Test durch Schnee und Matsch.
Fatbikes sind super! Dank ihrer breiten Reifen greifen sie zuverlässig, bremsen gut und schlucken völlig natürlich Unebenheiten weg. Nachteil: Sie sind meist teurer, lauter, weniger wendig und insgesamt auffälliger als Fahrräder mit normalen Reifen. Außerdem benötigt man mehr Kraft, um sie zu bewegen. Zumindest letztes entschärft ein Motor. Wie viel Spaß E-Fatbikes machen, haben wir unter anderem etwa mit den Himiway Cruiser (Testbericht), Engwe E26 (Testbericht) und Engwe L20 (Testbericht) ausprobieren können.
Doch das Himiway D7 Cobra toppt sie alle. Es ist mit 210 cm Länge größer, mit 40 kg schwerer, mit einer Reifenbreite von 4,6 Zoll fetter und mit einer Akkukapazität von 960 Wh reichweitenstärker als alles, was wir bisher im Test hatten. Zudem hat es an beiden Rädern eine Federung, es ist also ein echtes E-Fully, der Motor schafft brutale 86 Newtonmeter und es nutzt einen Drehmomentsensor sowie hydraulische Scheibenbremsen. Superlative, wohin man auch schaut. Für das gebotene scheint der aktuelle Preis von 2999 Euro angemessen. Mit dem Gutscheincode TECHSTAGE reduziert sich der Preis um 50 Euro. Wir testen, ob das Himiway Cobra hält, was das Datenblatt verspricht.
Das Himiway Cobra kommt in zwei Farbvarianten: Schwarz und in einer Art Schlangenlederoptik, Himiway nennt es Forrest. Wir haben letztere Variante vorliegen. Die Optik polarisiert, wir finden jedoch, dass sie zum ohnehin auffälligen Monster-E-Fatbike passt. Dessen Maße sind extrem.
Himiway gibt an, dass das E-Bike für Personen mit einer Körpergröße von 165 cm bis 195 cm geeignet ist. Die ergonomischen Anforderungen des 186 cm großen Testfahrers erfüllte es jedoch dennoch nicht ganz, dafür sitzt der nicht höhenverstellbare Lenker zu tief. Wir empfehlen größeren Personen, den Lenker zu tauschen oder einen anderen Lenkervorbau zu installieren. Einen passenden Fahrradvorbau verkauft Himiway für 39 Euro.
Bei der Zuladung von hohen 140 kg sollte es jedoch auch bei schwereren Personen zu keinen Problemen kommen. Mit dem Eigengewicht des E-Fatbikes von 40 kg ergibt das ein irres maximales Gesamtgewicht von 180 kg. Dies suggeriert bereits eine hohe Verarbeitungsqualität des Himiway Cobra. Wir sind mit dem E-Bike etwa 150 km gefahren, in denen es keine Probleme gab.
Mittig am Lenker prangt ein großes LC-Display, welches uns stark an das Display des E-Fatbikes Himiway Cruiser (Testbericht) erinnert. Dieses ist auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesen. Es zeigt neben der aktuellen Geschwindigkeit, der Akkukapazität, der gewählten Unterstützungsstufe und der Leistung des Motors in Watt auf Wunsch zusätzlich unter anderem die gefahrenen Kilometer, die Gesamtkilometer oder die Trip-Zeit an. Unterhalb des Displays versteckt sich ein USB-Port zum Laden eines Smartphones.
Rechts am Lenker sitzt die einfache 7-Gang-Schaltung von Shimano, rechts die Steuereinheit mit fünf Tastern und ein Gashebel. Der ist in diesem Fall legal auf deutschen Straßen nutzbar, handelt es sich doch um eine Anfahrhilfe, die nur bis 6 km/h beschleunigt. Eine gute Idee, bei einem derart schweren elektrischen Fahrrad. Allerdings geht die Anfahrhilfe für unseren Geschmack nicht direkt genug. Sie benötigt eine gute Sekunde, bis sie das Fahrrad von Fleck bewegt. Gut gefallen uns die Handgriffe. Sie sind ausreichend groß und ergonomisch geformt.
Das Frontlicht ist hell und im Abstrahlwinkel variabel. Ein batteriebetriebenes Rücklicht liegt bei und hält unter dem Sattel. Der große und weiche Selle-Royal-Sattel ist bequem, passt jedoch nicht zur martialischen Optik des Himiway Cobra.
An den hydraulischen Tektro-Scheibenremsen mit 180 mm haben wir nichts auszusetzen. Sie greifen beherzt zu und lassen sich sehr gut dosieren. Die 7-Gang-Kettenschaltung (Shimano-14-28T Brown/BK) gehört zu den Schwachstellen des Cobra. Sie passen eher zu einem einfachen E-Citybike (Bestenliste) als zu diesem extravaganten Offroad-E-Fatbike. Wir hätten uns mehr Gänge gewünscht.
Bei unserer ersten Testfahrt hatten wir das Glück, gleich durch den Münchner Rekordschneefall von 44 cm pflügen zu dürfen. Dabei zeigt sich: Wenn man schon bei solch irren Wetterverhältnissen mit dem Fahrrad unterwegs sein will, dann mit einem E-Fatbike wie dem Himiway Cobra. Zwar setzt es in vielen Situationen einiges an Geschick voraus, doch die fetten Reifen greifen viel besser als ihre normalen Mountainbike-Varianten. Das Profil der 4,8 Zoll (12,2 cm) breiten Fatbike-Reifen von CST auf ihren 26-Zoll-Felgen ist tief und frisst sich zuverlässig im weichen Schnee fest. Wer auf Eis oder Schneematsch fährt, rutscht trotzdem seitlich weg. Leider liegen dem Cobra keine Schutzbleche bei, diese kosten zusammen mit einem Gepäckträger 175 Euro. Ein genereller Nachteil von Fatbikes trifft auch auf das Himiway Cobra zu: Es ist weniger wendig als Fahrräder mit schmalen Reifen.
Das Himiway D7 Cobra federn nicht nur die Frontgabel, sondern auch das Hinterrad. Damit handelt es sich hier um ein waschechtes E-Fully. Die Federung funktioniert prima. Sie fängt die meisten groben Unebenheiten ab und sorgt dafür, dass das Cobra in so gut wie allen Situationen Bodenkontakt hält.
Der Hinterradmotor des Himiway Cobra gehört zu den stärksten, die wir bisher testen durften. Er ist auf eine Nennleistung von 250 Watt gedrosselt, geht aber in der Spitze bis 750 Watt hoch. Nettes Nerd-Detail ist die Live-Watt-Anzeige im Display. Als Drehmoment gibt Himiway 86 nm an. Apropos Drehmoment: Das Himiway kommt mit einem entsprechenden Sensor, der erfasst, wie stark der Fahrer in die Pedale tritt. Das ist bei einem Heckmotor wichtig, um annähernd das Fahrgefühl eines E-Bikes mit Mittelmotor (Kaufberatung) zu erreichen. Glücklicherweise kommen immer mehr günstige E-Bikes mit einem Drehmomentsensor. Dazu gehören etwa die sehr guten Fiido C21 (Testbericht) und Urtopia Carbon 1 (Testbericht). Dank des starken Motors beschleunigt der 40-kg-Koloss leichtfüßig wie ein sehr leichtes E-Bike (Bestenliste). In Nullkommanichts erreicht es die maximal in Deutschland erlaubten 25 km/h. Auffällig: Für die volle Kraft des Motors muss der Fahrer hier kräftiger in die Pedale treten als bei anderen E-Bikes. Gut so!
Der entnehmbare Akku im Himiway D7 Cobra passt zu den weiteren Superlativen: Er hat eine wahnsinnig hohe Kapazität von 960 Wattstunden. Laut Himiway soll damit eine Reichweite von 96 bis 128 km drin sein – gemessen unter Idealbedingungen, mit leichtem Fahrer und moderater Geschwindigkeit. Im echten Leben kommt das Cobra mit Motorunterstützung nicht so weit. Wir gehen von 50 bis 80 Kilometer aus. Klar kann man das E-Fatbike auch ohne Motorunterstützung bewegen. Dann erübrigt sich zumindest der Besuch des Fitnessstudios.
Das Himiway D7Cobra kostet direkt beim Hersteller 2999 Euro. Mit dem Gutscheincode TECHSTAGE reduziert sich der Preis um 50 Euro. Auf der Webseite gibt es auch optionales Zubehör wie den Heckgepäckträger inklusive Schutzblech für 175 Euro oder den passenden Fahrradvorbau für 39 Euro.
Was ein Monster! Das Himiway D7 Cobra gehört zu den größten und schwersten E-Bikes überhaupt. Dazu hat es einen ausgesprochen starken Motor, superbreite Reifen, gute hydraulische Bremsen, einen Drehmomentsensor und eine hohe maximale Zuladung von 140 kg. Das Fahren bereitet mit ihm nicht nur im urbanen Umfeld, sondern ganz besonders unter extremen Bedingungen großen Spaß.
Schade, dass Himiway beim D7 Cobra auf eine sehr einfache 7-Gang-Schaltung setzt. Dem E-Bike der Superlative hätten mehr Gänge gut zu Gesicht gestanden. Auch hätten wir uns gefreut, wenn im Lieferumfang gleich ein Schutzblech und ein höhenverstellbarer Vorbau enthalten wäre. So wird bei Matsch der Popo des Fahrers nass und die Ergonomie ist für größere Personen nur mäßig. Immerhin können Käufer beides auf der Himiway-Homepage dazu ordern. Die martialische Optik kann man gut oder schlecht finden. Eines ist jedoch sicher: Sie polarisiert.
Im ursprünglichen Beitrag war die Rede von 180 kg Zuladung, allerdings hat das Himiway D7 Cobra eine maximale Zuladung von 140 kg. Vielen Dank an den Leser für den freundlichen Hinweis. Der Fehler wurde am 09.07.25 korrigiert.
Das E-Bike Engwe Engine Pro 3.0 Boost vereint Klapprad, Fatbike und Vollfederung mit GPS-Tracker, starkem Motor mit Boost-Option und Drehmomentsensor.
Das E-Bike Engwe Engine Pro 3.0 Boost vereint Klapprad, Fatbike und Vollfederung mit GPS-Tracker, starkem Motor mit Boost-Option und Drehmomentsensor.
Mit dem Engine Pro 3.0 Boost für 1599 Euro (Code: DeliaKOL50OFF) zeigt Engwe ein außergewöhnlich gut ausgestattetes Klapprad-E-Bike mit Fatbike-Reifen. Der 90 Nm starke Hinterradmotor mit Drehmomentsensor, ein 720-Wh-Akku mit Schnellladung und ein integriertes GPS-Tracking-System mit Diebstahlschutz heben es von der Masse ab. Dank der guten Federung eignet sich das E-Bike für Asphalt, Schotter, Sand, Gras und ländliche Wege – ein echter Allrounder also.
Während das Engwe L20 3.0 Pro mit seinem 100-Nm-Mittelmotor punktet, setzt das Engine Pro 3.0 Boost auf einen kräftigen 48V-Nabenmotor im Hinterrad. Wie beim Engwe P20 gibt es auch hier einen Drehmomentsensor für natürliche Unterstützung. Die Vollfederung mit 50 mm vorn und 62 mm hinten verspricht mehr Komfort als das nur vorn gefederte Engwe Engine X. Mit einem Radstand von 110 cm und einer Gesamtlänge von 168 cm liegt es zwischen den kompakteren Modellen wie dem P20 und den ausgewachsenen E-Fatbikes.
Der Aufbau gestaltet sich für ein Klapprad-E-Bike ungewöhnlich komplex. Vorderes Rad, Lenkerstange, Lenker, Frontlicht, vorderes Schutzblech, Pedale, Gepäckträger, Rücklicht und Sattel müssen montiert werden – das dauerte bei uns fast eine volle Stunde. Die Räder kommen unaufgepumpt, was zusätzliche Zeit kostet. Engwe legt eine einfache Luftpumpe und viele Ersatzschrauben bei, falls beim Aufbau oder danach etwas verloren geht. Vor der ersten Fahrt müssen alle Schrauben nochmals nachgezogen werden. Wir empfehlen zum Fahren einen Helm.
Das Design polarisiert. Das bullige, auffällige und moderne Erscheinungsbild zieht Blicke auf sich – ein etwa zehnjähriges Kind rief uns während einer Testfahrt spontan „Cooles Fahrrad!“ zu. Die matte Lackierung gibt es in Schwarz oder Blau, wir testeten die blaue Variante, die uns gut gefällt. Bauartbedingt verlaufen viele Kabel außerhalb des Rahmens – das ist wichtig für die Faltbarkeit und den höhenverstellbaren Lenker, sieht aber wenig elegant aus.
Der Rahmen besteht aus einer Magnesiumlegierung, Gabel und Räder aus Aluminium. Breite Schutzbleche aus Metall schützen den Fahrer sicher vor hochspritzenden Dreck und Matsch. Der Gepäckträger verträgt bis zu 25 kg. Mit IPX7-Schutz für Kabel, IPX6 für Display und Licht sowie IPX5 für Motor und Akkugehäuse ist das E-Bike gut gegen Witterung geschützt. Wie bei vielen preiswerten E-Bikes aus China müssen Käufer aber damit rechnen, dass die günstigen Komponenten auf Dauer kaputtgehen können. Wir hatten im Test keine Probleme, allerdings auch nicht die Möglichkeit, das E-Bike über Monate zu fahren. Für das Fahrrad spricht, dass Engwe es vom TÜV auf seine Sicherheit hat prüfen lassen.
Der Klappmechanismus funktioniert über stabile Sicherungshebel, die sich nur mit etwas Kraft lösen lassen – was bei 34,7 kg Gewicht auch nötig ist. Die Pedale sind nicht anklappbar. Egal, da das Bike auch zusammengeklappt mit 97 × 53 × 81 cm recht breit bleibt. Dafür sind die Pedale aus stabilem Metall gefertigt. Das hohe Gewicht kann die Handhabung erschweren – gerade, wenn es in den Kofferraum gehoben werden soll. Für Pendler, die das öfter machen müssen, empfehlen wir ein leichteres Modell.
Das 3,5 Zoll große Farb-LC-Display sitzt zentral positioniert und bleibt auch bei direkter Sonne noch ablesbar. Die Bedienung erfolgt über ein Tastenfeld mit fünf Tastern auf der linken Seite des Lenkers. Neben den fünf Unterstützungsstufen gibt es An/Aus, Licht, eine 6-km/h-Anschiebehilfe und eine Hupe.
Eine skurrile Entdeckung machten wir beim Einschalten: Das Startgeräusch des E-Bikes kam uns sofort bekannt vor – es ist exakt das gleiche wie aus Windows 10, wenn man einen USB-Stick in den Port steckt. Ein amüsantes Detail. Wir fragen uns: Was haben sich die Entwickler wohl dabei gedacht?
Die elektrische Hupe ist laut und in Deutschland nicht erlaubt. Wir empfehlen unbedingt, eine mechanische Klingel anzubringen und die Finger von der elektrischen zu lassen. Interessant: Wir kamen neulich mit dem Fiido M1 Pro 2025, welches auch eine elektrische Hupe hat, in eine Polizeikontrolle. Die Polizei untersuchte das E-Bike auf unerlaubte Komponenten und betätigte auch die Hupe. Zu unserer Überraschung ließ uns anschließend ohne Beanstandung kommentarlos weiterfahren.
Neben der Steuereinheit sitzt die Boost-Taste, die bequem mit dem linken Daumen zu erreichen ist. Einen USB-A- oder USB-C-Port zum Laden von Geräten sucht man vergebens.
Das Frontlicht leistet helle 30 Lux und ist in der Höhe variabel. Die enorme Leuchte sieht allerdings nicht schick aus und wirkt aufgesetzt. Das Rücklicht ist ebenfalls hell und leuchtet beim Bremsen zusätzlich auf. Allerdings nicht, wenn der Bremsgriff betätigt wird – dafür gibt es keine Sensorik. Stattdessen reagiert es auf den Beschleunigungssensor im Fahrrad, wenn dieser eine Reduzierung des Tempos bemerkt. Das funktioniert etwas verzögert, aber zuverlässig. Einen Dämmerungssensor gibt es nicht, das Licht muss manuell an- und ausgeschaltet werden.
Die Engwe-App benötigt zunächst eine Registrierung mit E-Mail und Passwort und anschließend das Scannen eines QR-Codes, damit sich die App mit dem Fahrrad verbindet. Das integrierte Modul mit GPS, 4G und Bluetooth ermöglicht Tracking auch bei ausgeschaltetem E-Bike. Der Bewegungsalarm ist etwas leise, könnte aber dennoch Gelegenheitsdiebe verscheuchen. Das GPS funktioniert zuverlässig. Das erste Jahr ist kostenfrei, danach fallen Zusatzkosten von knapp 40 Euro pro Jahr an. Auf Wunsch lässt sich eine elektronische Verriegelung aktivieren, die das E-Bike automatisch entsperrt, wenn sich das gekoppelte Smartphone nähert. Im Test funktionierte das nicht immer zuverlässig.
Der 48-V-Nabenmotor mit 250 W und maximal 90 Nm Drehmoment sitzt im Hinterrad und läuft zunächst sanft an, bevor er sein volles Drehmoment entfaltet. Dabei ist er zwar deutlich hörbar, aber nicht unangenehm laut. Bei gedrückter Boost-Taste gibt er alles, allerdings nicht wirklich viel mehr als in der höchsten Unterstützungsstufe. Auffällig: Man muss wegen des in diesem Fall recht unempfindlichen Drehmomentsensors stark in die Pedale treten, damit der Motor seine volle Leistung auf das Hinterrad überträgt. Hält man dabei noch die Boost-Taste gedrückt, beschleunigt er kurz deutlich über die erlaubten 25 km/h und reguliert anschließend auf 25 km/h zurück und bleibt dann auch bei dieser Geschwindigkeit.
Die Vollfederung mit 50 mm Federweg vorn und 62 mm hinten ist eine tolle Sache. Für leichte Personen könnte sie zunächst etwas zu hart sein, sie lässt sich aber einstellen. Zusammen mit den breiten 20 × 4 Zoll Reifen und dem weichen, großen Sattel fährt es sich butterweich über Feldwege und Kopfsteinpflaster. Auch kleinere Trails mit Wurzeln sind kein Problem. Die Reifen verfügen über eine 3 mm Anti-Pannen-Schicht.
Die hydraulischen Doppelkolben-Scheibenbremsen mit 180 mm Durchmesser vorn und hinten funktionieren zuverlässig und sind perfekt eingestellt – deutlich besser als die mechanischen Bremsen des Engwe P1. Die Shimano Tourney RD-TY300 7-Gang-Schaltung mit Shimano SL-M315-7R Hebel arbeitet zuverlässig.
Der verstellbare Sattel (85–104 cm Höhe) und der 680 mm breite, höhenverstellbare Lenker mit faltbarem Vorbau ermöglichen eine gute Ergonomie mit aufrechter Sitzhaltung für Fahrer von 165 cm bis 190 cm Körpergröße. Wir können bestätigen: Dieses E-Bike ist auch für große Personen geeignet, da Sattel und Lenker sehr weit ausgefahren werden können. Mit bis zu 150 kg Zuladung eignet es sich auch für schwerere Fahrer. Allerdings ist es in Kurven durch das hohe Eigengewicht schwerfällig – hier ist etwa das leichtere Engwe P20 wendiger.
Der 48-V-15-Ah-Samsung-Akku mit 720 Wh verspricht laut Engwe beeindruckende Reichweiten: 130 km in Stufe 1, 108 km in Stufe 3 und 80 km in Stufe 5. Diese Werte wurden unter Idealbedingungen ermittelt – mit leichtem Fahrer, ebener Strecke, mildem Wetter und konstanter Geschwindigkeit ohne Stop-and-Go.
Tatsächlich kommt man mit dem E-Bike auch unter realen Bedingungen recht weit: Mit 90 kg Fahrergewicht, kaltem Wetter, voller Power, ebener Strecke und viel Stop-and-Go erreichten wir knapp 50 km – ein ordentlicher Wert, der über dem Engwe P20 mit seinem kleineren Akku liegt. Die Schnellladung mit dem 8-A-Ladegerät ist beeindruckend: In nur 2 Stunden ist der Akku wieder voll – das schafft sonst nur das Engwe L20 3.0 Pro. Der Akku ist herausnehmbar; praktisch für das Laden in der Wohnung.
Mit 1599 Euro (Code: DeliaKOL50OFF) direkt beim Hersteller positioniert sich das Engine Pro 3.0 Boost im oberen Mittelfeld der Engwe-Klappräder. Noch bis zum 3. Oktober legt Engwe eine Tasche für den Gepäckträger dazu. Ausgeliefert wird es dann Mitte Oktober.
Das E-Bike kostet weniger als das L20 3.0 Pro (1799 Euro), bietet aber mit GPS-Tracking und Heckmotor andere Schwerpunkte. Das Engwe Engine X ist mit 1199 Euro (Code: DeliaKOL50OFF) deutlich günstiger.
Das Engwe Engine Pro 3.0 Boost ist ein vielseitiges Klapprad-E-Bike mit beeindruckender Ausstattung. Die Vollfederung, der kräftige 90-Nm-Motor und die breiten Reifen machen es zum komfortablen Allrounder für Asphalt, Schotter, Sand, Gras und ländliche Wege. Das GPS-Tracking mit Mobilfunkmodul und die Engwe-App mit Diebstahlschutz geben zusätzliche Sicherheit. Die automatische Entsperrung per Smartphone funktionierte im Test allerdings nicht immer zuverlässig.
Das hohe Gewicht von 34,7 kg trübt das Gesamtbild etwas. Die sperrigen Klappmaße schränken die Alltagstauglichkeit für Pendler ein. Auch die Qualität der Komponenten bleibt ein Fragezeichen für die Langzeithaltbarkeit. Für 1599 Euro (Code: DeliaKOL50OFF) erhalten Käufer dennoch ein sehr gut ausgestattetes E-Klapprad mit modernem Sicherheitskonzept, Schnellladung und ordentlicher Reichweite – inklusive Windows-10-USB-Sound beim Start.
Das Touroll S2 kombiniert Klapprad-Funktionalität mit Fatbike-Eigenschaften und Tiefeinsteiger-Komfort. Ab 799 Euro bietet es viel – zeigt aber auch Schwächen.
Das Touroll S2 kombiniert Klapprad-Funktionalität mit Fatbike-Eigenschaften und Tiefeinsteiger-Komfort. Ab 799 Euro bietet es viel – zeigt aber auch Schwächen.
Klappbare E-Bikes mit dicken Reifen sind eine Nische. Sie versprechen, die Kompaktheit eines Faltrads mit der Geländegängigkeit eines Fatbikes zu vereinen. Das Touroll S2 geht noch einen Schritt weiter und kombiniert diese Eigenschaften mit einem Tiefeinsteiger-Rahmen. Der Nachfolger des S1 richtet sich gezielt an Fahrer, die sowohl in der Stadt als auch im Gelände unterwegs sein wollen – sei es auf Waldwegen, am Strand oder auf Schotter.
Geekmaxi bietet das Rad für 799 Euro an. Für ein Fatbike mit großem Akku ist der Preis kaum zu schlagen. Ob sich der Kauf lohnt, zeigt unser Test.
Das Touroll S2 kommt weitgehend vormontiert in einem großen Karton. Die Montage dauert etwa 30 Minuten und beschränkt sich auf das Anbringen von Vorderrad, Pedalen, vorderem Schutzblech, Frontleuchte und Lenker. Das nötige Werkzeug liegt bei, die Anleitung ist allerdings rudimentär. Die Verpackung schützt das Rad ordentlich, beinhaltet aber viel Styropor-Müll.
Optisch wirkt das S2 trotz der kleinen 20-Zoll-Räder massiv und wuchtig. Für ein Klapprad ist es recht lang. Der hohe Lenker und die lange Sattelstange verstärken den bulligen Eindruck. Der Akku ist nicht im Rahmen integriert, sondern sitzt wuchtig hinter der Sattelstange. Das Design erinnert eher an ein Moped als an ein klassisches Fahrrad – praktisch, aber nicht unbedingt ästhetisch. Der dunkelblau lackierte Rahmen ist die einzige Farboption.
Die Verarbeitung macht einen soliden Eindruck. Die Materialien fühlen sich robust an, die Schweißnähte sind deutlich sichtbar, aber sauber ausgeführt. Der Klappmechanismus ist stabil und doppelt gesichert. Zusammengeklappt misst das S2 97 × 45 × 74 cm – kompakt genug für den Kofferraum, aber mit 31,2 kg Gewicht eine echte Herausforderung beim Tragen. Im Vergleich zum Engwe P20 (Testbericht) mit nur 18,5 kg ist das S2 ein echtes Schwergewicht.
Das Kabelmanagement vor dem Lenker überzeugt durch einen Stoffschlauch mit Klettverschluss – eine aufgeräumte Lösung. Das Farbdisplay zeigt Geschwindigkeit, Batteriestand in fünf Balken und zurückgelegte Kilometer. Bei direkter Sonneneinstrahlung wird die Ablesbarkeit allerdings zur Herausforderung.
Die Bedienung erfolgt über drei Tasten: Plus für die Lichtsteuerung, Minus für den Gehmodus (6 km/h) und eine Mode-Taste zum Durchschalten der fünf Unterstützungsstufen von 12 bis 25 km/h. Die Bedienung ist selbsterklärend, eine App-Integration fehlt jedoch. Während das Engwe L20 3.0 Pro (Testbericht) mit GPS-Tracker und App-Anbindung punktet, muss man beim S2 auf solche Features verzichten.
Das integrierte Vorder- und Rücklicht ist ausreichend hell für die Dämmerung, bei völliger Dunkelheit aber etwas schwach. Das Vorderlicht lässt sich in der Höhe verstellen. Ein Bremslicht fehlt.
Der Tiefeinsteiger-Rahmen mit nur 43 cm Einstiegshöhe macht das Auf- und Absteigen zum Kinderspiel. Lenker und Sattel sind höhenverstellbar und passen für Fahrer zwischen 160 und 195 cm – das können wir aus eigener Erfahrung bestätigen.
Die 20 × 4 Zoll breiten Fat-Reifen sorgen für Stabilität auf unebenem Untergrund und federn kleinere Unebenheiten weg. Die vordere Federung mit 80 mm Federweg erhöht den Komfort im Gelände spürbar. Allerdings ist sie nicht gedämpft und springt besonders auf holprigen Strecken laut in die Ausgangsposition zurück.
Der 250-Watt-Nabenmotor mit 55 Nm Drehmoment und bis zu 650 Watt Spitzenleistung fühlt sich nicht besonders kräftig an, reicht aber für die meisten Situationen aus. Ohne Drehmomentsensor wirkt das Fahrgefühl unnatürlich: Der Motor springt erst nach etwa einer Pedalumdrehung an und läuft lange nach. Beim Bremsen stoppt er sofort.
Interessanterweise bevorzugen manche ältere Fahrer dieses simple System, da der Motor auch beim Luftpedalieren anspringt und sie so leichter Berge erklimmen.
Die 7-Gang-Shimano-Tourney-Schaltung arbeitet flüssig und war ab Werk gut eingestellt. Die mechanischen 180-mm-Scheibenbremsen greifen nach dem Einbremsen ordentlich zu, erreichen aber nicht die Bissigkeit hydraulischer Systeme.
Der 720-Wh-Akku (48 V, 15,6 Ah) ist entnehmbar und in 6-8 Stunden vollständig geladen. Der Hersteller verspricht bis zu 150 km Reichweite – ein Traumwert unter Idealbedingungen. In der Realität mit 85 kg Fahrergewicht, voller Geschwindigkeit und viel Stop-and-go in der Stadt erreichen wir 45-65 km je nach Gelände. Das ist immer noch ordentlich, liegt aber deutlich unter den Herstellerangaben. Die Aufladung ist auch am E-Bike möglich, wenn man den schweren Akku nicht herausnehmen möchte.
Geekmaxi bietet das Rad für 799 Euro an. Für ein Fatbike mit großem Akku ist der Preis kaum zu schlagen.
Das Touroll S2 ist ein solides Einsteiger-Fatbike zum fairen Preis. Die Kombination aus Klappfunktion, breiten Reifen und Tiefeinsteiger-Rahmen macht es vielseitig einsetzbar – vom Stadtverkehr bis zum Waldweg. Der große Akku sorgt für ordentliche Reichweiten, die StVZO-Zulassung (nach Austausch der weißen gegen gelbe Speichenreflektoren) für Legalität.
Allerdings muss man Kompromisse eingehen: Das hohe Gewicht von über 31 kg macht das Handling zur Herausforderung. Der fehlende Drehmomentsensor sorgt für ein unnatürliches Fahrgefühl. Die ungefederte Gabel knallt laut zurück, und die Komponenten sind erkennbar günstig.
Das E-Bike Fiido Titan ist ein Hybrid aus einem Offroad-tauglichen E-MTB und einem urbanen Cargo-Bike. Noch dazu sieht es martialisch aus und macht beim Fahren riesig Spaß. Wir haben es getestet.
Das E-Bike Fiido Titan ist ein Hybrid aus einem Offroad-tauglichen E-MTB und einem urbanen Cargo-Bike. Noch dazu sieht es martialisch aus und macht beim Fahren riesig Spaß. Wir haben es getestet.
Mitte 2020 testeten wir mit dem Fiido M1 (Testbericht) unser erstes E-Bike. Damals überzeugte es uns dank seiner Optik, dem großen Akku, der guten Federung und vor allem wegen seines reizvollen Preis-Leistungs-Verhältnisses. In der Zwischenzeit kamen viele weitere Fiido-E-Bikes dazu. Das Beste ist das Fiido C21 (Testbericht) für 1000 Euro.
Passend zum Schneefall trudelt in unserer Redaktion der neueste Spross der Fiido-Familie ein: Das Fiido Titan. Das E-Bike kostet 1699 Euro. Im Test muss das Fiido Titan beweisen, ob sich sein Kauf lohnt.
Das Fiido Titan ist ein echter Hingucker. Wir wurden auf der Straße neugierig beobachtet und mehrfach auf das E-Bike angesprochen. Dabei wirkt es genauso stabil, wie es ist. Der Tiefeinsteiger-Rahmen mit den auffälligen Schweißnähten ist massig, die Frontfederung dick und die Reifen stolze 4 Zoll breit. Mit angeschraubtem Korbträger verstärkt sich dieser Eindruck nochmal.
Es kommt mit breiten Schutzblechen, die zuverlässig Spritzwasser fernhalten. Komisch: Die nach oben gerichtete Bohrung für einen Flaschenhalter hat keine Abdeckung. Hier kann bei Regen Wasser eindringen – welches jedoch unterhalb des Rahmens auch wieder abläuft.
Das Frontlicht ist riesig und das hellste, was wir bisher an einem E-Bike gesehen haben. Es lässt sich in der Höhe variieren. Allerdings streut es zu stark, blendet also den Gegenverkehr stets leicht. Außerdem sitzt es am Rahmen, beziehungsweise dem Korbhalter, wodurch es sich in den Kurven nicht mitbewegt. Auch das Rücklicht hängt am Stromkreislauf und kann zusammen mit dem Frontlicht über einen Taster ein- und ausgeschaltet werden. Den stabilen Gepäckträger ziert eine Holzplatte. Er trägt bis zu 80 Kilogramm. Der Fahrer darf bis zu 120 Kilogramm wiegen. Addiert trägt das knapp 40 Kilogramm schwere E-Bike also ein Gesamtgewicht von bis zu 200 Kilogramm.
Der Lenker ist weit nach oben gebogen, was für eine sehr angenehme Ergonomie sorgt. Auf der rechten Seite sitzt ein Gashebel und die 9-Gang-Schaltung. Diese hinterlässt einen sehr einfachen Eindruck, funktioniert aber in der Praxis gut. Auf der linken Seite gibt es neben der Klingel ein Feld mit vier gut erreichbaren Tastern. Hier ist auch eine elektrische Hupe dabei.
Mittig sitzt ein schickes Farbdisplay, das wir so schon vom hervorragenden Fiido C21 (Testbericht) kennen. Es zeigt auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar die aktuelle Geschwindigkeit, die gewählte Unterstützungsstufe und die Akkukapazität in fünf Balken. Darunter sitzen vier Tasten. Mit ihnen schaltet der Fahrer auf Wunsch in einen anderen Anzeigenmodus, der die gefahrenen Kilometer, die Maximalgeschwindigkeit, die Durchschnittsgeschwindigkeit und die gefahrene Zeit anzeigt.
Beim Fahren merkt man dem Titan sein hohes Gewicht kaum an. Klar ist es schwerfälliger und weniger wendig als etwa ein Urtopia Cabon 1 (Testbericht). Das liegt auch an den breiten Reifen. Trotzdem ist es nach wie vor agil genug, um damit im Alltag keine Probleme zu bekommen. Positiv ist die gute Ergonomie hervorzuheben. Fiido wählt hier statt des sportlichen, eher einen gemütlichen Citybike-Ansatz. Damit lässt es sich im Gegensatz zum vollgefederten E-Fatbike Himiway Cobra (Testbericht) auch längere Zeit fahren, ohne Rückenschmerzen befürchten zu müssen. Dazu passend ist der Sattel groß und weich. Für eine sanfte Fahrt sorgen die 4 Zoll breiten 26-Zoll-Reifen auf ihrem einteiligen Laufrad. Damit sie noch mehr Unebenheiten ausgleichen, sollte man sie nicht zu fest aufpumpen. Zusätzlich federt die hydraulische Frontgabel 60 Millimeter weg.
Der Motor springt dank eines guten Drehmomentsensors sofort nach dem Pedaltritt an. Trotz Heckmotor wirkt es fast, als hätte man die Direktheit eines Mittelmotors. Das löste Fiido bereits beim C21 sehr gut. Der Motor hat eine Nennleistung von 750 Watt. In der Spitze sollen bis zu 1130 Watt drin sein. Das ist außergewöhnlich viel Power und genügt auch wirklich schweren Fahrern, beziehungsweise schwerem Gepäck. Dabei lässt sich die maximale Endgeschwindigkeit mit nur einem Knopfdruck von 25 km/h auf 45 km/h stellen. Gut ist, dass die Unterstützungsstufen nicht die maximale Endgeschwindigkeit bestimmen, sondern die Leistung des Motors. Das ist bei Weitem nicht bei allen Heckmotoren so. Die hydraulischen 4-Kolben-Scheibenbremsen lassen sich über die beiden Bremshebel fein dosieren und greifen auf Wunsch beherzt zu.
Der Akku kann zum Laden entnommen werden. Er hat eine Kapazität von 696 Wattstunden. Fiido gibt eine maximale Reichweite von 130 Kilometer an. Diese Reichweite beschreibt jedoch einen Idealfall, der so wohl nie in der Praxis vorkommen wird.
Großartig, dass Fiido das adressiert und auf ihrer Webseite differenziert darstellt, wie weit man unter welchen Bedingungen kommt. Bei einem 80 Kilogramm schweren Fahrer soll das Titan auf ebender Straße bei 32 Grad Celsius im Sport-Modus 87 Kilometer weit kommen. Im Turbo+-Modus reduziert sich die Reichweite auf 69 Kilometer. Wer keine Lust auf Pedalieren hat und über den Gashebel mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 25 km/h fährt, soll 60 Kilometer weit kommen. Wir sind mit einer Akkuladung bei unter 0 Grad Celsius gut 50 Kilometer weit gekommen.
Das Fiido Titan kostet 1699 Euro.
Das Fiido Titan ist dank seiner hohen Ausstattungsstufe ein echtes Multitalent. Es fühlt sich sowohl auf Feldwegen und im Wald als auch auf der Straße wohl. Der Motor ist unfassbar stark – die Bremsen zum Glück auch. Auch der Akku ist riesig und kann dankenswerterweise entnommen werden. Längere Fahrten bereiten wegen der guten ergonomischen Sitzhaltung keine Schmerzen. Insgesamt trägt das Fiido Titan bis zu 200 Kilogramm. Auch Gepäck ist hier dank Gepäckträger und Korbhalter komfortabel zu transportieren.
Der wohl größte Nachteil am Fiido Titan ist seine fehlende Straßenzulassung. Diese verhindert der zu starke Motor, der Gashebel, das einfache Erhöhen der maximalen Endgeschwindigkeit, die elektrische Hupe und die weißen Katzenaugen. Wenn es Fiido nun noch schafft, das Titan legal zu machen, erhält es von uns genauso wie das Fiido C21 (Testbericht) die volle Punktzahl.
Das Fafrees FF20 Polar ist ein faltbares E-Fatbike mit L1e-B-Zulassung, Dual-Akku-System und 500-Watt-Motor. Was das als Moped eingestufte E-Bike kann und für wen es sich eignet, zeigt unser Test.
Das Fafrees FF20 Polar ist ein faltbares E-Fatbike mit L1e-B-Zulassung, Dual-Akku-System und 500-Watt-Motor. Was das als Moped eingestufte E-Bike kann und für wen es sich eignet, zeigt unser Test.
Das Fafrees FF20 Polar sprengt die üblichen E-Bike-Kategorien. Als L1e-B-Fahrzeug ist es rechtlich kein Pedelec mehr, sondern ein zweirädriges Leichtkraftrad mit maximal 4 kW Leistung – kurz gesagt ein Moped mit Pedalen. Das bedeutet konkret: Führerschein der Klasse AM (ab 16 Jahren, in manchen Bundesländern mit Mofa-Prüfbescheinigung ab 15), Versicherungskennzeichen und Straßenpflicht statt Radweg. Die Anmeldung erfolgt bei der Zulassungsstelle mit den mitgelieferten CoC-Papieren, eine TÜV-Prüfung ist nicht nötig, da die Betriebserlaubnis bereits vorliegt. Ein Helm ist gesetzlich nach Paragraph § 21a Abs. 2 StVO vorgeschrieben. Die Alkoholgrenze liegt wie beim Auto bei 0,5 Promille.
Mit seinem Dual-Batterie-System, das zusammen über 1200 Wh Kapazität bietet, verspricht das FF20 Polar Reichweiten, von denen normale E-Bikes nur träumen können. Der 500-Watt-Motor mit 860 Watt Spitzenleistung sorgt für massiven Vortrieb. Wie beim Fafrees F20 X Max (Testbericht) setzt der Hersteller auf dicke 20x4-Zoll-Reifen und einen faltbaren Rahmen. Während das F20 X Max aber mit 750 Watt Nennleistung keine deutsche Straßenzulassung hat, geht das FF20 Polar den legalen Weg über die Moped-Zulassung. Tuning ist übrigens verboten – die 45 km/h Höchstgeschwindigkeit ist das Maximum.
Mit 1359 Euro für die L1e-B-Version ist das FF20 Polar ein Schnäppchen unter den Moped-E-Bikes. Wir testen, ob sich die Investition lohnt.
Das Fafrees FF20 Polar kommt nahezu vollständig vormontiert. In nur 15 Minuten sind Pedale, Lenker und Spiegel angebracht – selbst Vorderrad und vorderes Schutzblech sind bereits montiert. Beeindruckend: Trotzdem passt das zusammengeklappte E-Bike in einen erstaunlich kleinen Karton. Nach dem Aufbau sollten noch die Reifen aufgepumpt und alle Schrauben nachgezogen werden. Im Lieferumfang enthalten sind neben dem E-Bike zwei Batterien (48V 12Ah + 13,4Ah), ein Ladegerät, ein Werkzeugset, ein Ersatzschlauch, Reflektoren und Spiegel. Die gefalteten Maße von 93 × 64 × 75 cm machen es transportabel, wobei die 35 kg Gesamtgewicht (28 kg ohne Akkus) die Mobilität einschränken.
Das E-Bike kommt in wahlweise drei verfügbaren Farben (Grau, Blau, Türkis). Unsere türkisfarbene Testversion wirkt frisch und modern, der Schriftzug fügt sich harmonisch ein. Das FF20 Polar ist wuchtig, aber in sich stimmig. Die vielen Kabel vom Lenker werden ordentlich gebündelt geführt – bei einem Klapprad mit anklappbarem Lenker müssen sie zwangsläufig außen verlaufen. Die dicken Chaoyang 20x4.0 Reifen, das massive Schutzblech und der matte schwarze Gepäckträger runden das Gesamtbild ab. Der Tiefeinsteiger-Rahmen (43 cm Einstiegshöhe) aus Aluminiumlegierung erleichtert das Auf- und Absteigen. Mit einer Sitzhöhe von 81 bis 102 cm eignet sich das Bike auch für größere Fahrer.
Die Verarbeitung entspricht dem günstigen Preis. Bei unserem Testrad eiert das Kettenblatt und die mechanischen Scheibenbremsen benötigen intensive Nachjustierung. Das deutet auf mittelmäßige Qualität hin und mahnt zu intensiver Pflege. Kritisch ist auch: Chinesische Hersteller bieten häufig einen schwachen Kundenservice, Ersatzteile sind schwer zu bekommen und lokale Händler fehlen.
Das farbige LCD gefällt dank seiner guten Ablesbarkeit selbst bei direkter Sonneneinstrahlung – eine Seltenheit. Es zeigt Geschwindigkeit, Akkustand, PAS-Stufen (0-5). Die Bedienung erfolgt über fünf Knöpfe links am Lenker, rechts sitzt eine elektrische und sehr laute Hupe.
Nervig: Das System startet immer in Stufe 0 ohne Motorunterstützung. Erst nach einsekündigem Bremsen im Stand lässt sich die Unterstützung aktivieren. Nach etwa einer Minute Stillstand schaltet es wieder auf null zurück – ärgerlich an der Ampel, wenn man bei Grün schnell losfahren möchte. Blinker fehlen. Die E-Mark-zertifizierten LED-Lichter sind richtig hell und straßentauglich. Das Rücklicht integriert ein Bremslicht für hohe Sichtbarkeit, eine automatische Einschaltung bei Dämmerung fehlt aber.
Der Suzhou Toseven Hinterradnabenmotor mit 500 Watt Dauerleistung (860 Watt Peak) und 65 Nm Drehmoment macht richtig Spaß. Die Beschleunigung ist beeindruckend, 45 km/h sind mit vollem Akku und etwas Pedalieren erreichbar. Der Daumengas-Hebel ist praktisch und kompensiert den trägen Trittfrequenzsensor, der etwa eine halbe Pedalumdrehung braucht, bis er den Motor anspringen lässt. Mit dem Daumengas reagiert der Antrieb sofort und lässt sich fein dosieren.
Die Shimano 7-Gang-Schaltung arbeitet solide. Die Fat-Tires (100/90-406 M/C 42B) sorgen für Stabilität auf unebenem Terrain und Waldwegen, sind auf Asphalt aber zu laut. Der gepolsterte und gefederte Sattel plus die 40-mm-Federgabel fangen Unebenheiten gut ab. Das Bike fühlt sich in der Stadt komfortabel an. Die mechanischen Scheibenbremsen packen nach der Voreinstellung gut zu. Mit den Abmessungen (Länge 182 cm, Breite 68 cm, Höhe 119 cm, Radstand 121 cm) und der maximalen Zuladung von 115 kg (Achslasten: vorn 64 kg, hinten 86 kg) ist das FF20 Polar alltagstauglich, wenn auch schwer und beim Falten unhandlich.
Das Dual-Batterie-System ist das Highlight des FF20 Polar. Mit 48V und zusammen 25,4 Ah (etwa 1220 Wh) bietet es eine immense Kapazität, die kaum ein anderes E-Bike erreicht. Ein Akku sitzt im Rahmen integriert, der andere hinter der Sattelstange. Die Reichweite von 54 bis 60 km rein elektrisch und 80-100 km mit Tretunterstützung übertrifft die meisten E-Bikes deutlich.
Beide Lithium-Ionen-Akkus sind mit je einem Schlüssel entnehmbar und abschließbar. Das Laden ist innerhalb des E-Bikes oder extern möglich. Die Ladezeit von etwa 8 Stunden ist angesichts der enormen Kapazität akzeptabel.
Mit 1359 Euro für die L1e-B-Version ist das FF20 Polar ein Schnäppchen unter den Moped-E-Bikes. Hinzu kommen jährlich 50 bis 100 Euro für das Versicherungskennzeichen und die obligatorische Haftpflichtversicherung.
Das Fafrees FF20 Polar ist kein gewöhnliches E-Bike, sondern ein als Moped zugelassenes Hybrid-Fahrzeug. Für 1350 Euro bekommt man viel Technik: einen kräftigen 500-Watt-Motor, ein beeindruckendes Dual-Akku-System mit über 1200 Wh und die Möglichkeit, legal 45 km/h zu fahren. Die Verarbeitungsqualität entspricht dem günstigen Preis – regelmäßige und intensive Wartung ist Pflicht. Die chinesische Produktion, der schwache Kundenservice und die schwierige Ersatzteilbeschaffung sind weitere Nachteile. Wer einen Führerschein der Klasse AM (oder B) besitzt und ein schnelles, reichweitenstarkes Pendlerfahrzeug sucht, findet hier ein interessantes Angebot. Für alle anderen bleibt es ein spannendes, aber rechtlich kompliziertes Gefährt, das nicht auf Radwegen fahren darf.
Das Fiido M1 Pro 2025 ist so stark überarbeitet, dass es eigentlich M2 Pro heißen müsste. Mit hydraulischen Bremsen und Drehmomentsensor bringt es klare Verbesserungen, aber auch unerwartete Nachteile.
Das Fiido M1 Pro 2025 ist so stark überarbeitet, dass es eigentlich M2 Pro heißen müsste. Mit hydraulischen Bremsen und Drehmomentsensor bringt es klare Verbesserungen, aber auch unerwartete Nachteile.
Das Fiido M1 (Testbericht) war Mitte 2020 eines der ersten E-Bikes, die wir in unserer Redaktion testeten. Schon damals faszinierte uns das erstaunlich gute Preis-Leistungs-Verhältnis. Bis zum Jahr 2024 hat sich mit dem Fiido M1 Pro 2024 (Testbericht) vor allem optisch nicht allzu viel verändert. Besonders einen großen Nachteil schleppte die M1-Serie konsequent über die Jahre mit sich herum: Die Modelle waren allesamt nicht für deutsche Straßen zugelassen. Endlich zeigt Fiido mit dem M1 Pro 2025 (1049 Euro) eine nicht nur optisch und technisch komplett überarbeitete Variante. Das 2025er-Modell ist zudem erstmals legal. Ein Wunder, auf das wir über die Jahre kaum noch zu hoffen gewagt hatten.
Das Fiido M1 Pro 2025 kommt im auffälligen Retro-Look, inspiriert von BMX-Fahrrädern der 60er bis 80er Jahre. Die größte Änderung: eine golden glänzende, weiche 80-mm-Federgabel, die uns im Test buchstäblich über den Lenker katapultierte. Dazu später mehr. Der Drehmomentsensor ersetzt den alten Trittfrequenzsensor, hydraulische Bremsen die mechanischen. Nicht alles wurde besser: Der Gepäckträger ist verschwunden, das Rücklicht auch, und der Lenker lässt sich nicht mehr in der Höhe anpassen und anklappen.
Das teilmontierte Bike erfordert die übliche Bastelarbeit: Vorderrad, Lenker, Pedale, Schutzblech und Frontlicht müssen dran. Die Anleitung ist zwar klein, aber eindeutig, zahlreiche Online-Videos helfen zusätzlich. Wir benötigen inklusive Auspacken und Müll verräumen eine gute Stunde.
Optisch ist das M1 Pro 2025 ein echter Hingucker in Schwarz-Grün mit Gold- und Rot-Akzenten. Nur der hellblaue Lenker wirkt wie ein modischer Fauxpas – als hätte jemand vergessen, dass Blau und Grün nur selten Freunde werden. Das Bike sieht teurer aus als es ist, trotz sichtbarer Kabel, die zwar ordentlich gebündelt sind, aber außerhalb des Rahmens verlaufen.
Mit 27 kg ist das Falten kein Vergnügen, sondern eher Kraftsport. Im zusammengeklappten Zustand ist es größer als der Vorgänger, da der Lenker nicht mehr anklappbar ist. Für viele Kofferräume zu sperrig, aber im Zug ohne Ticket transportierbar.
Der 700-mm-Lenker aus hellblauem Aluminium trägt rutschfeste TPR-Griffe und ist für Fahrer unter 190 cm bequem. Das 1,47-Zoll-LC-Display (IP68) bleibt auch bei Sonnenlicht lesbar und zeigt alle wichtigen Daten wie Tempo, Akkustand und Fahrmodus.
Das Frontlicht reicht für die Dämmerung, glänzt aber nicht durch besonders hohe Helligkeit. Ein Rücklicht fehlt komplett – hier ist Nachrüstung Pflicht. Die Fiido-App ermöglicht Tracking und weitere Einstellungen via Bluetooth.
Am Lenker findet sich außerdem eine elektrische Hupe, die so in Deutschland nicht erlaubt ist. Von ihr sollte jeder dringend die Finger lassen und zudem zusätzlich eine mechanische Klingel anbringen.
Update: Etwa einen Monat nach dem Test hielt uns die Polizei an, sie hielten das Fahrrad für auffällig. Bei der Kontrolle drückten sie jede Taste – auch die Hupe – und ließen uns anschließend, ohne diese zu beanstanden, weiterfahren.
In der Stadt macht das Fiido richtig Spaß. Fat-Reifen und Vollfederung nehmen Kopfsteinpflaster den Schrecken. Der weiche Oma-Sattel sorgt für ein bequemes Sofagefühl, die einfache 7-Gang-Shimano-Schaltung (TY300D) arbeitet zuverlässig.
Der neue Drehmomentsensor (Mivice S200) ist die größte Verbesserung und sorgt für natürliche Unterstützung. Der Gashebel beschleunigt legal bis auf 6 km/h – perfekt für das Anfahren an der Ampel.
Der 250-Watt-Nabenmotor (55 Nm) schafft normale Hügel, kapituliert aber vor extremen Steigungen. Leider ist er so laut, dass sich Passanten regelmäßig umdrehen – nicht ideal für diskrete Fahrer, wobei die ohnehin eher zu einem weniger auffälligen Modell greifen werden.
Jetzt zum Elefanten im Raum: Die Kombination aus weicher Federgabel und kraftvollen hydraulischen Bremsen kann gefährlich sein. Bei starkem Bremsen mit der Vorderbremse taucht die Gabel so tief ein, dass ein Überschlag droht – wie unser sturzererprobter Tester schmerzhaft erfahren musste. Unbedingt die Vordergabel in der Stadt fixieren, was glücklicherweise mit einem Handgriff auch während der Fahrt möglich ist.
Der entnehmbare 556,8-Wh-Akku ist nach IP54 wasserdicht. Obwohl kleiner als beim Vorgänger (614,4 Wh), verspricht Fiido bis zu 80 km Reichweite. In der Realität erreichten wir nur etwa 30 km – das hohe Eigengewicht und die breiten, kleinen Reifen fordern ihren Tribut. Eine volle Ladung dauert rund acht Stunden.
Das M1 Pro 2025 kostet direkt bei Fiido aktuell 1049 Euro (UVP 1499 Euro). Damit liegt es im unteren bis mittleren Preissegment für Fatbike-E-Klappräder – nicht billig, aber für die Ausstattung angemessen.
Das Fiido M1 Pro 2025 ist ein exzentrisches Charakterbike mit Ecken, Kanten und einer Prise Abwurfpotenzial. Es verbindet Retro-Charme mit moderner Technik und macht in der Stadt richtig Spaß. Die Verbesserungen wie Drehmomentsensor und hydraulische Bremsen sind spürbar, aber der laute Motor, der fehlende Gepäckträger (kann man für 93,50 Euro direkt bei Fiido-Nachkaufen) und das verschwundene Rücklicht trüben das Gesamtbild leicht.
Wer ein E-Klapprad mit Charakter sucht, das Blicke auf sich zieht und mit dem man nicht in der grauen Masse untergeht, wird mit dem Fiido M1 Pro 2025 glücklich – vorausgesetzt, man beherzigt unsere Sicherheitshinweise zur Vordergabel. Sonst wird aus dem Fahrspaß schnell eine unfreiwillige Flugstunde.
Das Himiway D3 Cruiser Step-Thru ist ein elektrisches Fatbike mit großem Akku, starkem Motor und guter Federung. Zudem eignet es sich für schwere Personen bis 160 kg. Wir machen den Test.
Das Himiway D3 Cruiser Step-Thru ist ein elektrisches Fatbike mit großem Akku, starkem Motor und guter Federung. Zudem eignet es sich für schwere Personen bis 160 kg. Wir machen den Test.
Das Himiway D3 Cruiser Step-Thru eignet sich nicht nur für die Stadt, sondern es will auch im Gelände eine gute Figur machen. Denn es hat eben nicht nur großen Akku und starken Motor. Es bietet zudem eine gute Lichtanlage, Schutzbleche, Gepäckträger, sehr breite Reifen, Frontfederung und ordentliche Bremsen. Zudem eignet es sich auch für schwere Personen bis zu 160 kg – was auch im E-Bike-Bereich eine echte Seltenheit ist. Das Himiway Cruiser Step-Thru gibt es für 1599 Euro direkt bei Himiway.
Geliefert wird das Himiway D3 Cruiser Step-Thru teilmontiert in einem großen Karton. Zunächst müssen der Lenker angeschraubt und das Vorderrad eingesetzt werden. Dann geht es an das Montieren des vorderen Schutzblechs und der Frontleuchte. Als Nächstes sind Pedale, Rücklicht und Gepäckträger an der Reihe. Vor der ersten Fahrt sollten dringend alle Schrauben nachgezogen und die Reifen aufgepumpt werden, wahlweise elektrisch. Mehr dazu hier: Top 5: Die besten elektrischen Luftpumpen mit Akku für Fahrrad & Auto ab 33 Euro. Insgesamt benötigen wir für den Aufbau etwa 1,5 Stunden. An zusätzlichem Werkzeug benötigen wir einen kleinen Maulschlüssel zum Fixieren der Muttern, der leider nicht zum Lieferumfang gehört. Wir empfehlen für die Fahrt einen Helm. Die gibt es auch smart: Blinker, Notruf & Musik: Deswegen lohnt sich ein smarter Fahrradhelm.
Optisch ist das Himiway D3 Cruiser Step-Thru ein echter Hingucker. Das liegt vor allem an den wuchtigen 26-Zoll-Fatbike-Reifen mit einer Breite von 4 Zoll. Aber auch sonst kommt das Himiway Cruiser Step-Thru alles andere als minimalistisch daher. Schließlich hat Himiway so ziemlich alles angebracht, was man sich wünschen kann. Besonders auffällig ist der Gepäckträger mit schickem Holzelement, den Himiway auf ihrer Webseite als Rücksitz bezeichnet.
Wir haben den D3 Cruiser als Step-Thru-Variante vorliegen. Es gibt ihn jedoch auch als normale Step-Over-Version, die wir optisch als gelungener betrachten. Trotzdem werden sich alle, die mit dem Aufsteigen eventuell Probleme haben, über die Tiefeinsteige-Option freuen. Als weniger gelungen empfinden wir die weiße Lackierung, eine komplett schwarze Variante wäre uns beim Step-Thru lieber gewesen. Das Kabelmanagement wirkt unaufgeräumt. Vom Lenker führen zu viele Kable nach unten.
Sein massives Äußeres spiegelt sich auch im hohen Gewicht von 32 kg wider. Die maximale Zuladung von 160 kg ist extrem hoch. Dies wird vor allem schwere Menschen freuen. Aber auch wer etwa einen Kindersitz befestigt, profitiert von der hohen maximalen Zuladung. Wir fühlen uns bei einer Körpergröße von 186 cm auf dem Himiway Cruiser wohl. Himiway empfiehlt eine Körpergröße von 160 cm bis 195 cm. Das klingt unserer Einschätzung nach vernünftig.
Der Lenker ist deutlich gebogen. Das verleiht dem Himiway Cruiser Step-Thru etwas Gemütliches, ein gerade Lenker würde sportlicher wirken. Die Griffe sind ergonomisch und fühlen sich dank eines weichen Kunstleders angenehm an. Auf der rechten Seite sitzt ein Gasgriff, der das Fahrrad auf 6 km/h beschleunigt. Mehr ist nicht erlaubt. Die Klingel sitzt praktisch erreichbar und optisch elegant versteckt im rechten Bremsgriff.
Das Display ist recht groß, hintergrundbeleuchtet und auch bei Sonne noch ausreichend gut ablesbar. Es hat einen USB-A-Anschluss zum Aufladen von Smartphones. Die Steuereinheit des Fahrrad-Computers sitzt auf der linken Seite des Lenkers. Hier steuert der Fahrer über fünf Taster unter anderem die Unterstützungsstufe des Motors, die Displayanzeige und das Licht. Das Frontlicht ist ausgesprochen hell und gerichtet. Auch das Rücklicht hängt am Stromkreislauf und schaltet sich mit dem Frontlicht ein und aus. Allerdings ist das Rücklicht etwas zu hell und kann in der Nacht andere Verkehrsteilnehmer blenden.
Ein Fatbike fährt sich etwas behäbiger als ein Fahrrad mit normalen Reifen. Das konnten wir bereits beim Eleglide Tankroll (Testbericht) feststellen und bemerken es auch hier. So ist das Himiway Cruiser Step-Thru nicht besonders wendig, benötigt also einen höheren Wendekreis. Dafür bleibt es stoisch in der Spur und schluckt auf dem großen und weichen Sattel auch ohne Hinterradfederung viele Unebenheiten weg. Das ist nicht nur im Wald mit viel Wurzelwerk praktisch. Auch in der Stadt ist es ein leichtes, Bordsteine heraufzufahren. Hier hilft auch die ordentliche Federgabel, die zwar in ihrer Härte einstellbar ist, der jedoch eine Dämpfung fehlt. Ebenfalls auffällig, das Fahrgeräusch ist aufgrund der größeren Auflagefläche der 4 Zoll breiten Reifen auf dem Asphalt höher.
Trotzdem macht das Fahren mit dem E-Fatbike richtig viel Laune. Kaum etwas bringt das Himiway Cruiser Step-Thru aus dem Konzept, es überrollt einfach kleinere Probleme, die bei normalen Fahrrädern unüberwindbare Hindernisse gewesen wären. Dem E-Fatbike ist es schlicht egal, ob es über Asphalt, Wiese, Schnee, Sand oder Matsch fährt. Dankbar sind wir auch über die mitgelieferten Schutzbleche, auch wenn wir bei voller Fahrt durch die Pfütze durchaus ein paar Spritzer am Hosenbein finden.
Die Scheibenbremsen von Tektro haben einen Durchmesser von 180 mm. Sie greifen in unseren Fall auch, ohne dass wir nachjustieren müssen, richtig gut. Das kann Zufall sein. Bei anderen günstigen E-Bikes aus China müssen wir hier häufig ran.
Der Heckmotor hat die erlaubten 250 Watt Nennleistung und ein überdurchschnittlich hohes Drehmoment von maximal 80 nm. Dadurch zieht das Himiway Cruiser Step-Thru stark an und bringt selbst schwere Fahrer locker auf die erlaubten 25 km/h. Moderate Steigerungen sind mit dem Antrieb problemlos möglich. Für steile Berge geht die Übersetzung der 7-Gang-Shimano-Schaltung nicht tief genug nach unten. Hier kann der 6-km/h-Gasgriff helfen. Wie bei Heckmotoren üblich, benötigt der Motor des Himiway Cruiser Step-Thru etwa eine halbe Pedalumdrehung, bis er loslegt. Genauso lange läuft er auch nach. Mit dem Betätigen der Bremsen stoppt der Motor sofort.
Der über einen Schlüssel entnehmbare Akku hat eine hohe Kapazität von 840 Wh. Damit sollen Fahrer laut Himiway 56 bis 96 Kilometer weit kommen. Wie immer ist das unter Idealbedingungen mit leichtem Fahrer, gutem Wetter, gerader Stecke und so weiter gemessen. Wir gehen davon aus, dass ein etwa 90 kg schwerer Fahrer in voller Unterstützungsstufe im Stadtverkehr mit viel Stopp-&-Go gut und gerne 45 km weit kommt, bevor der Akku des Himiway Cruiser Step-Thru wieder ans Netz muss.
Das Himiway D3 Cruiser Step-Thru kostet auf der Webseite von Himiway 1599 Euro.
Das Himiway D3 Cruiser Step-Thru rollt mit seinen dicken Reifen normale Fahrräder einfach nieder. Dazu kommt es mit jeder Menge Ausstattung wie guter Lichtanlage, Schutzblech, Gepäckträger und Tiefeinsteiger-Option. Auch die Bremsen greifen gut, der Akku ist riesig und der Motor ausgesprochen stark. Das ist vor allem für jene von Vorteil, welche die außergewöhnlich hohe maximale Zuladung von 160 kg ausnutzen wollen.
Die Komponenten sind für den Preis in Ordnung. Allerdings hätten wir uns eine feinere Gangschaltung gewünscht. Auch das Kabelmanagement wirkt zuweilen chaotisch und der Lenker hätte gerne etwas sportlicher ausfallen dürfen.
Das Engwe L20 ist ein elektrisches Fahrrad mit großem Akku, starkem Motor und breiten Reifen. Wie gut man damit durch den Schnee pflügen kann, zeigt der Test.
Das Engwe L20 ist ein elektrisches Fahrrad mit großem Akku, starkem Motor und breiten Reifen. Wie gut man damit durch den Schnee pflügen kann, zeigt der Test.
E-Bikes mit breiten Reifen, sogenannte Fatbikes wie das Engwe E26, liegen im Trend und bieten gerade im Winter auf schneebedeckten Wegen klare Vorteile gegenüber klassisch bereiften Pedelecs. Sie sind dank der breiten Bereifung gerade auf Schnee wesentlich spurtreuer als herkömmliche E-Bikes. So ist man trotz weichem Untergrund sicherer unterwegs.
Fatbikes gibt es mit unterschiedlichen Reifengrößen. In der Regel sind sie, wie die Modelle Engwe E26 und Himiway D3 Cruiser Step-Thru mit 4 Zoll breiten und 26 Zoll großen Rädern bestückt. Doch es gibt auch kleinere Varianten wie das Himiway Escape Pro und das E-Klapprad Ado A20F+ mit einer Radgröße von 20 Zoll. Die Breite beträgt auch bei den kleineren Rädern 4 Zoll.
Ein solches E-Bike hat nun auch Engwe mit dem L20 im Programm. Es bietet mit einem Tiefeinstieg ein besonders bequemes Auf- und Absteigen. Der hinter der Sattelstange integrierte Akku mit einer Kapazität von 624 Wh (48 Volt, 13 Ah) soll in Verbindung mit dem 250 Watt starken Hinterradmotor mit einem maximalen Drehmoment von 50 Nm eine Laufleistung von 140 km bieten. Außerdem gibt es Vorder- und Rücklicht, die der integrierte E-Bike-Akku zum Leuchten bringt und nicht, wie häufig bei günstigen Rädern der Fall, von einer eigenen Batterie mit Strom versorgt werden. Zudem kommt es mit Schutzblechen aus Metall, einem hinteren Gepäckträger mit einer maximalen Zuladung von 26 kg, einem Gepäckkorb an der Vordergabel mit einer maximalen Zuladung von 13 kg, einer Vorderradfederung und mechanischen Scheibenbremsen.
Obendrein eignet es sich auch für schwere Personen bis 120 kg – was im E-Bike-Bereich inzwischen allerdings keine Seltenheit mehr ist. Engwe verkauft das L20 in den Farben Rosa, Grün, Schwarz und Weiß für 999 Euro (Rabatt-Code DeliaKOL50OFF an der Kasse eingeben).
Geliefert wird Engwe L20 teilmontiert in einem großen Karton. Das englischsprachige Handbuch beschreibt den Aufbau sehr detailliert und sollte auch für Personen ohne englische Sprachkenntnisse kein Problem darstellen, da die Vorgehensweise auch in Form von aussagekräftigen Schaubildern verdeutlicht wird. Eigenes Werkzeug wird nicht benötigt, da es im Lieferumfang enthalten ist.
Zunächst montieren wir den Lenker und setzen danach das Vorderrad ein. Dann folgen vorderes Schutzblechs und der Gepäckkorb, an den wir die vordere Leuchte fest schrauben. Die Zuleitung befestigen wir mit den beiliegenden Kabelbindern an der Unterseite des Korbs. Zum Schluss erfolgt die Montage der mit L und R eindeutig gekennzeichneten Pedale. Der Aufbau hat bei uns etwa eine halbe Stunde gedauert. Allerdings muss man etwa genauso viel Zeit für das Entpacken des Rads einkalkulieren, da sämtliche Teile, die während des Transports beschädigt werden könnten, mit Schaumstoff gepolstert und mit Kabelbinder befestigt sind. Vor der ersten Fahrt ziehen wir alle Schrauben nach. Die breiten Reifen müssen wir nicht aufpumpen. Sie sind bereits fahrbereit. Wir empfehlen für die Fahrt einen Helm, die es auch in smart gibt. Bei der Auswahl hilft unsere Top 5: Die besten smarten Fahrradhelme mit Blinker, Bluetooth & Musik im Test.
Optisch ist das Engwe L20 ein echter Hingucker. Dieser Eindruck bestätigt sich bereits auf der ersten Testfahrt an den teils überraschten Blicken der Passanten. Ein Fatbike mit 20-Zoll-Rädern sieht man nicht alle Tage. Zudem sorgt die rosafarbene Lackierung des Rahmens mit Tiefeinstieg für einen starken Kontrast zu den in Schwarz gehaltenen restlichen Bauteilen wie Reifen, Felgen, Lenker, Gepäckträger hinten, Gepäckkorb vorn, Vorderradfederung, Akku, Kettenblatt vorn, sowie Sattelstütze und Sattel.
Als Tiefeinsteiger ist das Engwe L20 besonders für kleine Personen oder Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen geeignet, für die es oft mühsam ist auf ein Rad mit Querstange auf- oder abzusteigen. Das leichte Absteigen ist vorwiegend bei schneebedeckten Fahrbahnen bei einem notwendigen Halt, etwa an einer Ampel, von Vorteil. Laut Hersteller ist das L20 für Personen mit einer Körpergröße zwischen 154 und 183 cm optimal geeignet. Mit einer Körpergröße von 156 cm hat sich unsere Testperson sehr wohl auf dem Rad gefühlt. Auch der Sitz wurde als besonders bequem und sicher empfunden. Für die zweite Testperson mit einer Größe von 186 cm reicht die Länge der Sattelstütze gerade noch für eine ergonomische Sitzposition aus. Größere Fahrer werden diese nur durch den Austausch der 25 cm langen Sattelstütze erreichen. Das entsprechende Sattelrohr bietet eine Tiefe von 39 cm.
Ansonsten ist das 34 kg schwere Engwe L20 sauber verarbeitet, auch wenn die Schweißnähte nicht so sauber abgeschliffen sind wie beim teureren E-Bike Cannondale Canvas Neo 1 (Testbericht). Auch das Kabelmanagement hinterlässt einen aufgeräumten Eindruck.
Der Lenker ist wie bei einem Mofa deutlich gebogen. Die Griffe sind ergonomisch geformt und bieten eine Auflagefläche für die Handballen. Die Klingel sitzt praktisch erreichbar am linken Bremsgriff. Am rechten Griff gibt es außerdem noch einen Gashebel, der aber standardmäßig deaktiviert ist. Mit ihm kann man die Motorunterstützung auch ohne Treten aktivieren und so das Rad bis zur Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h beschleunigen. Das ist aber in Deutschland verboten, sodass man den Gashebel besser ausgeschaltet lässt.
Das Display ist relativ klein, hintergrundbeleuchtet und auch bei Sonne noch ausreichend gut ablesbar. Einen USB-A-Anschluss zum Aufladen von Smartphones bietet es leider nicht. Die Steuereinheit des Fahrrad-Computers sitzt auf der linken Seite des Lenkers. Damit kann der Fahrer über Plus- und Minustaster am unteren Rand die Unterstützungsstufe (1-5) des Motors einstellen und das Licht ein- und ausschalten. Das Frontlicht ist ausgesprochen hell, hat aber den Nachteil, dass es starr am Gepäckkorb montiert in Kurven den Weg nicht optimal ausleuchtet.
Der 624 Wh starke Akku befindet sich hinter der Sattelstütze. Zunächst dachten wir, dass wir ihn erst entnehmen können, wenn wir die Sattelstütze abgeschraubt haben. Doch weit gefehlt: Der Sattel lässt sich per Hebel entriegeln und nach vorn klappen, sodass man den Akku problemlos entnehmen kann.
Ein E-Fatbike fährt sich etwas behäbiger als ein herkömmliches Pedelec mit normalen Reifen. Das konnten wir bereits beim Eleglide Tankroll (Testbericht) feststellen und bemerken es auch hier. So ist das Engwe L20 nicht besonders wendig, benötigt also einen höheren Wendekreis. Dafür ist es spurtreu und dank breiter Bereifung, weichem Sitz sowie Vorderradfederung schmälern Unebenheiten auf Radwegen, aber auch im Gelände und im Wald nicht den Fahrkomfort. Das ist nicht nur im Wald mit viel Wurzelwerk praktisch. Auch in der Stadt ist es ein leichtes, Bordsteine heraufzufahren. Das Fahrgeräusch ist aufgrund der größeren Auflagefläche der 4 Zoll breiten Reifen auf dem Asphalt allerdings höher als mit gewöhnlichen E-Bikes.
Das Fahren mit dem Engwe L20 macht richtig Spaß. Kaum etwas bringt es aus der Ruhe, es überrollt einfach kleinere Probleme, die bei normalen Fahrrädern unüberwindbare Hindernisse gewesen wären. Auch im Wald auf schneebedeckten Wegen hat es uns sicher transportiert. Dankbar sind wir auch über die montierten Schutzbleche aus Metall, die bei nasser Fahrbahn vor Spritzer an der Kleidung schützen.
Die mechanischen Scheibenbremsen mit einem Durchmesser von 160 mm bringen das L20 schnell zum Stehen. Auch auf Schnee bieten sie in Kombination mit den breiten Reifen ein optimales Bremsverhalten, wobei das Rad bei gerader Lenkerstellung nicht aus der Spur gebracht wird.
Der Heckmotor bietet die erlaubten 250 Watt Nennleistung und ein hohes Drehmoment von maximal 50 nm. Damit er seine Leistung entfalten kann, muss einer der beiden mitgelieferten Akkuschlüssel im Schloss stecken und umdreht werden. Erst dann kann man ihn über das Bedienpanel aktivieren. Er beschleunigt ziemlich stark und bringt selbst schwere Fahrer locker auf die erlaubten 25 km/h. Moderate Steigerungen sind mit dem Antrieb problemlos möglich. Und auch steilere Anstiege mit bis zu 13 Prozent hat das Rad im Test problemlos bewältigt.
Für steilere Berge geht die Übersetzung der 7-Gang-Shimano-Schaltung Altus nicht tief genug nach unten. Wie bei Heckmotoren üblich, benötigt der Motor etwa eine halbe Pedalumdrehung, bis er loslegt. Mit dem Betätigen der Bremsen stoppt er sofort. Ein Nachlaufen haben wir nicht festgestellt. Während der Fahrt reicht bereits ein simuliertes Treten, um den Vortrieb des Motors auszulösen.
Der 624 Wh starke Akku soll laut Hersteller eine Reichweite von bis zu 140 km bieten. Aufgrund der wechselhaften und kalten Bedingungen der letzten Tage sind wir bislang mit dem Engwe L20 nur 20 km weit gefahren. Nach einem längeren und steilen Anstieg bei Minusgraden zeigt das Display oben am Berg nur noch zwei von fünf Balken an. Am Tag darauf wurden hingegen wieder fünf Balken angezeigt.
Grundsätzlich beziehen sich die Reichweitenangaben der Hersteller auf Idealbedingungen, mit leichtem Fahrer, gutem Wetter, gerader Stecke und so weiter gemessen. In der Praxis ist der Akku, vor allem wenn man bei Minusgraden und höchster Unterstützungsstufen unterwegs ist, deutlich früher erschöpft. Außerdem sollte man den Akku auch nicht komplett leer fahren, weil das die Haltbarkeit erheblich negativ beeinflusst.
Das Engwe L20 für kostet mit dem Code DELIAKOL50OFF 999 Euro. Engwe bietet zudem interessantes Zubehör für das L20. Für 379 Euro hat es etwa einen Ersatz-Akku im Programm. Gepäcktaschen gibt es ab 25 Euro und eine Telefonhalterung aus Aluminium für 19 Euro. Diverse Gepäckträger für hinten sind ab 69 Euro erhältlich.
Der Test des Engwe L20 hat uns richtig Spaß gemacht. Gerade auf schneebedeckten Fahrbahnen, ob auf befestigten Wegen oder im Wald, hat uns das L20 immer sicher transportiert. Der Motor bietet auch für steilere Anstiege genügend Leistung. Die mechanischen Bremsen funktionieren gut und bringen das Engwe L20 auch bei schwierigen Bedingungen nicht aus der Spur. Zudem bietet das Fatbike mit seinen dicken 20-Zoll-Reifen und der einstellbaren Vorderradfederung einen hohen Fahrkomfort.
Bereits ein leichtes Treten der Pedale bringt den Motor auf Trab. Auf flacher Strecke reicht bereits ein Scheintreten aus, um die Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h zu halten. Insgesamt ist das Engwe L20 ideal für jeden, der auf der Suche nach einem praktischen Winterrad ist, das auch dank des bereits montierten Gepäckkorbs und dem optional bestückbaren Gepäckträger auch fürs Einkaufen gut geeignet ist. Viele Anwender werden auch den bequemen Tiefeinstieg zu schätzen wissen. Engwe verkauft das L20 für 999 Euro (Rabatt-Code DELIAKOL50OFF an der Kasse eingeben).
Hinweis I: Der Test erschien bereits am 5.12.2023. Bei attraktiven Angeboten wird der Artikel aktualisiert.
Hinweis II: Anders als in einer früheren Version des Artikels berichtet wurde, bietet das Display des Engwe keinen USB-Anschluss. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.
Fette Reifen, Federgabel, hydraulische Scheibenbremsen, 150 kg Zuladung und satte 140 km Reichweite – das klingt großartig für ein E-Bike, zumal es auch noch bezahlbar ist. Ob das martialische Gesamtpaket auch gut ist, überprüfen wir im Test.
Fette Reifen, Federgabel, hydraulische Scheibenbremsen, 150 kg Zuladung und satte 140 km Reichweite – das klingt großartig für ein E-Bike, zumal es auch noch bezahlbar ist. Ob das martialische Gesamtpaket auch gut ist, überprüfen wir im Test.
Fatbikes sind weniger für die trockene Straße, sondern viel mehr für Sand und Matsch gedacht. Mit den breiten Reifen finden sie auch dort noch Grip, wo normale Mountainbikes längst kapituliert haben. Dennoch gibt es immer wieder Modelle, die für den deutschen Straßenverkehr zugelassen sind und entsprechend Reflektoren, Beleuchtung und einen auf 250 Watt begrenzten Elektromotor bieten.
Genau so ein Bike haben wir uns mit dem Engwe N26 angeschaut – der Version des X26, die für Europa gedacht und bei der etwa der Gasgriff deaktiviert ist. Die bloßen Daten klingen vielversprechend und der erste Eindruck ist es ebenfalls, die Optik ist hingegen Geschmackssache. Spötter könnten anmerken, dass das fette E-Bike in der gelben Farbgebung an eine Hummel auf Steroiden erinnert. Aber das ist natürlich subjektiv. Im Camouflage-Look würde das Fatbike aber wohl problemlos als Combat-Bike für die US-Army durchgehen – oder für die Chinesische Volksbefreiungsarme, schließlich kommt das Rad aus dem Land der aufgehenden Sonne. Ob es sich auch im Abendland gut schlägt, haben wir im Test überprüft.
Das Engwe N26 kommt wie gewohnt teilmontiert zum Kunden. Der muss zuvor allerdings mit einem ziemlich großen und deutlich schwereren Lieferkarton als sonst hantieren – satte 43,5 Kg bringt der auf die Waage, das ist enorm. Den Großteil des Gewichts bringt das N26 selbst auf, es wiegt allein schon 35 Kg. Der Rest sind neben dem Karton selbst zu montierende Anbauteile wie Schutzbleche und Gepäckträger, auch das Vorderrad sowie die Beleuchtung wollen installiert werden. Dabei hilft ein Satz Werkzeug, das der Hersteller gleich mitschickt.
Für den Zusammenbau ist eine Anleitung mit dabei. Die ist allerdings mehr schlecht als recht, sie lässt viele Detailfragen offen. Käufer mit einem Minimum an gesundem Menschenverstand sollten den Aufbau dennoch in guten 30 Minuten hinbekommen, am besten mit einem zusätzlichen Helfer. Wichtig: Soweit möglich sollten alle relevanten Schrauben noch einmal angezogen werden – auch die vormontierten. Bei uns etwa fehlte dem Rücklicht vermeintlich eine Mutter, sie lag lose im Lieferkarton. Eine Luftpumpe ist nicht im Lieferumfang enthalten, die rund 2 Bar für die Reifen lassen sich am einfachsten mit einer elektrischen Pumpe (Bestenliste) ins Gummi schießen.
Unser Bike hatte übrigens noch ein anderes Problem „out of the Box“: Die Hydraulikflüssigkeit für die hintere Bremse war ausgelaufen, sodass kaum Bremswirkung vorhanden war. Ersatz lag dem Bike natürlich nicht bei, komplette Sets zum Entlüften und Nachfüllen gibt es aber günstig bei Amazon. Außerdem ist die Befestigung der enorm großen Frontlampe etwas frickelig, sie dauerhaft und gerade zu installieren, ist etwas fummelig.
Die Verarbeitung stellt sich beim Aufbau vor allem als eines heraus: robust. Alles ist schwer und massiv, das Bike wirkt, als könne man damit auch noch die Zombie-Apokalypse überstehen. Dabei ist auch im Detail alles schick: Der Alurahmen weist ordentliche Schweißnähte auf und die strahlend gelbe Lackierung (der Hersteller nennt sie bezeichnenderweise Hummel-Gelb) ist tadellos.
Der Look ist im aufgebauten Zustand einfach nur martialisch. So fette Reifen (26 × 4 Zoll), ein Gepäckträger, der aussieht, als könnte eine ganze Artistenfamilie darauf eine Pyramide bilden und ein Rahmen, der wirkt, als könne man darin auch einen fetten V8-Motor hängen – das ist alles andere als zurückhaltend. Das gilt dann anschließend auf Asphalt auch für das Rollgeräusch der extrem breiten Stollenreifen, mehr dazu in den kommenden Kapiteln. Übrigens: Reflektoren in Pedalen, Rücklicht und Speichen sind dabei, vorn fehlt allerdings ein weißer Reflektor.
Der Lenker ist passend zum restlichen Bike breit und bequem. Er ist weitestgehend zusammengebaut und muss nur noch ans Fatbike geschraubt werden. Lediglich die Klingel benötigt weitere Schraubarbeit. Die gummierten Handgriffe des Lenkers bieten viel Grip und sind dank ausreichend breiter Handballenauflage bequem. Etwas weicher dürften sie aber ruhig noch sein. Rechts gibt es Hinterradbremse, Gangschaltung und Gasgriff, wobei letzterer ab Werk ohne Funktion ist.
Links installiert der Hersteller neben der Vorderradbremse zudem die Steuerung der Elektronik. Hier darf der Nutzer eine von 5 Unterstützungsstufen wählen, das Bike an- und ausschalten sowie das Licht bedienen und durch mehrere Funktionen der Anzeige wie Höchst- und Durchschnittsgeschwindigkeit wechseln. Die Klingel findet hier ebenfalls Platz. Relativ mittig ist das erstaunlich große und farbige LCD installiert, das Unterstützungsstufe, Geschwindigkeit und gefahrene Kilometer auch bei hellem Sonnenlicht noch ausreichend gut ablesbar darstellt. Der Lenker kann in Grenzen in der Höhe verstellt werden. Durch längeres Drücken der Minus-Taste wird übrigens eine Unterstützung zum Schieben des schweren E-Bikes aktiviert, die auch als Anfahrhilfe bis 6 km/h genutzt werden kann.
Engwe installiert beim N26 eine einfache 7-Gang-Schaltung von Shimano, die bei uns ab Werk tadellos funktionierte. Gut gefallen hat uns dabei der große Unterschied vom kleinsten zum größten Gang. Damit kann das hohe Gewicht des Rades auch ohne Motor-Unterstützung erstaunlich gut aus dem Stand in Bewegung gesetzt werden und auch bei der maximal unterstützten Geschwindigkeit von 25 km/h strampelt man sich nicht tot. Die Trittfrequenz liegt dann gerade einmal bei 40 bis 45 u/min.
Die Federgabel bietet einen Federweg von etwas knappen 75 Millimeter, funktionierte im Test aber gut. Bei einem Fahrer von etwas über 100 kg Gewicht wirkte sie nicht schwammig, sondern federte Unebenheiten gut weg. Sie kann auf Wunsch blockiert werden und bietet Einstellungsmöglichkeiten ohne Werkzeug. Etwas anders ist das bei der Federung, die Engwe beim N26 in die Sattelstütze installiert. Sie wirkte gerade anfangs recht hakelig, sorgte aber zusammen mit dem breiten und eher weich gepolsterten Sattel für bequemes Fahren.
Die beiden hydraulischen Scheibenbremsen kommen je mit 180-Millimeter-Scheiben und arbeiten am N26 richtig gut. Ganz ohne Einstellung kommt man direkt aus dem Karton aber nicht aus, bei uns haben sie leicht geschliffen. Gepackt haben sie aber von Beginn an sehr gut, die Dosierbarkeit ist ebenfalls ordentlich.
Der Motor des Engwe N26 hat eine Nennleistung von 250 Watt und kommt in der Spitze auf 500 Watt. Er benötigt eine Spannung von 48 Volt und bietet ein Drehmoment von 70 Newtonmeter. Das sind beeindruckende Werte, so ganz glauben wir die 70 Nm aber nicht. Dennoch beschleunigt der Heckmotor den Fahrer schnell auf 25 Kilometer pro Stunde und auch kleinere Steigungen sind kein Problem. Starke Anstiege schafft das N26 aber nicht ohne Geschwindigkeitsverlust. Die Elektronik bietet keinen Drehmoment-, sondern einen Bewegungssensor. Der regelt etwas langsam und schaltet daher den Motor erst nach fast einer kompletten Umdrehung der Pedalerie hinzu – gerade, wenn man vor dem Bremsen nicht heruntergeschaltet hat, stört das. Zudem läuft er ebenso lange nach, was allerdings vom Fahrer manuell durch das Betätigen der Bremse sofort unterbrochen werden kann.
Die fünf Unterstützungsstufen regeln leider nicht die Kraft des Motors, sondern die maximale Endgeschwindigkeit. In Anbetracht des hohen Gewichts des Fatbikes finden wir das aber nur bedingt schlimm – kaum jemand dürfte das N26 über einen längeren Zeitraum hinweg mit reiner Muskelkraft betreiben wollen. Allerdings sehen wir kaum Anwendungsfälle für die einzelnen Geschwindigkeitsstufen, bei denen Stufe 1 bis 10 km/h, 2 und 3 bis 15 km/h, Stufe 4 bis 20 km/h und erst Stufe 5 Unterstützung bis 25 km/h erlaubt.
Beim Fahren machte das Engwe N26 eine sehr gute Figur, auch wenn nicht alles Gold ist, was (gelb) glänzt. So ist etwa der so stabil wirkende Gepäckträger nur für 25 kg gedacht und das hohe Gewicht des Rades (satte 35 kg) macht es insgesamt etwas unhandlich. Das ist natürlich bei einem Fatbike zu erwarten, sollte aber Interessenten klar sein. Hinzu kommt ein Abrollgeräusch auf Asphalt, das zu dem eingangs genannten Hummel-Gedanken (und der Namensgebung des Herstellers für die Farbe Gelb) passt. Denn das klingt wie ein wütender Hummelschwarm und lenkt unweigerlich Blicke auf Fahrer und Bike.
Ansonsten fällt vor allem der ausreichend kräftige Motor sowie die hohe Bequemlichkeit auf, die das N26 bietet. Ob das Bike die versprochenen 150 kg Zuladung dauerhaft verträgt, können wir zwar nicht überprüfen, der Motor erweckt aber den Eindruck, auch solch vergleichsweise hohes Gewicht gut zu bewältigen. Entsprechend ist sogar das Ziehen eines kleinen Anhängers denkbar. Der kann natürlich nicht mit genommen werden, wenn es im Wald über Stock und Stein geht. Dem Bike selbst hingegen macht das nichts aus – auch nicht in Herbst und Winter bei Schlamm und Dreck. Dabei sind die Schutzbleche aus dem Lieferumfang eine große Hilfe, will man anschließend nicht wie das Ding aus dem Sumpf aussehen.
In freier Wildbahn spielen Federung, Motorleistung, Grip der breiten Stollenreifen und die generelle Ergonomie des Rades gut zusammen. Sind die Reifen nicht zu hart aufgepumpt, steigt der Komfort sogar noch weiter. Zu weit darf der Druck aber nicht fallen, denn dann wird das Fahrverhalten vor allem in Kurven schnell schwammig. Die breiten Reifen bieten übrigens nicht nur in freier Natur Vorteile, auch im urbanen Dschungel können sie hilfreich sein. Straßenbahnschienen etwa sind hier keine Gefahr und auch die Bordsteinkante verliert einen Teil des typischen Fahrrad-Schreckens.
Sehr gut hat uns die Beleuchtung des Bikes gefallen. Die vordere Lampe ist sehr hell und bietet breite und weite Ausleuchtung. Die kleine rote Rückleuchte ist ebenfalls sehr hell, sie dient außerdem als Bremslicht bei Betätigung der Bremsen – klasse! Die Beleuchtung ist direkt mit dem Akku des N26 verbunden und muss separat über die Bedieneinheit auf der linken Lenkerseite eingeschaltet werden.
Der Akku des Engwe lässt sich zum Laden durch ein Schloss gesichert entnehmen und in der Wohnung laden – praktisch. Alternativ kann er dabei aber auch im Rad verbleiben. Mit seinen 768 Wh ist er passend zum schweren Bike ziemlich kräftig, der Hersteller verspricht eine Reichweite von bis zu 140 Kilometern – das ist stark. Je nach Art der Fahrtstrecke, äußeren Umständen wie Temperatur und Wind sowie dem Gewicht des Fahrers (im Test etwas über 100 kg) halten wir eher eine Fahrtstrecke von 70 bis 80 Kilometern mit einer Akkuladung für realistisch. Das ist trotzdem ein guter Wert, der den meisten Radlern reichen dürfte. Eine komplette Ladung dauert anschließend rund 6 Stunden.
Das Engwe E26 kostet direkt beim Händler 1399 Euro. Wer lieber bei Amazon kauft, zahlt ebenfalls 1399 Euro.
Der Auftritt ist martialisch, die Ausstattung richtig gut – das Engwe N26 ist ein tolles Fatbike. Denn die hohe Zuladung von 150 Kg, die angegebene Reichweite von bis zu 140 km, hydraulische Scheibenbremsen und ein Motor mit stolzen 70 Nm klingen insgesamt klasse. Tatsächlich stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis.
So ist die realistische Reichweite eher um 70 bis 80 km zu finden und der Motor leistet gefühlt eher 50 oder 60 statt der angegebenen 70 Nm. Außerdem wäre ein Drehmoment-Sensor statt eines Bewegungssensors toll gewesen, und die Federgabel vorn ist mit nur 75 Millimeter Federweg auch etwas knapp bemessen. Toll sind aber etwa das hervorragende Licht inklusive Bremslicht, die guten Bremsen, die angenehme Übersetzung im höchsten Gang, der gute Grip der Reifen, der ausreichend starke Motor und generell der tolle optische Auftritt. Insgesamt ist das Fatbike für gemäßigte Steigungen im Wald und in der Stadt eine richtig gute Wahl, das N26 bietet viel für vergleichsweise wenig Geld.
Das Fafrees F20 X Max kann fast alles: Es ist zugleich vollgefedertes Fatbike, Lastenrad, Tiefeinsteiger und Klapprad. Dabei hat es den größten Akku, den wir je in einem E-Bike gesehen haben. Wir testen das außergewöhnliche E-Bike.
Das Fafrees F20 X Max kann fast alles: Es ist zugleich vollgefedertes Fatbike, Lastenrad, Tiefeinsteiger und Klapprad. Dabei hat es den größten Akku, den wir je in einem E-Bike gesehen haben. Wir testen das außergewöhnliche E-Bike.
Das Fafrees F20 X Max ist ein E-Bike der Superlative. Es vereint die Eigenschaften eines Klappfahrrads, eines vollgefederten Mountainbikes, eines Lastenrads mit hoher Zuladung und eines Tiefeinsteiger-Citybikes mit riesiger Reichweite.
Der 1440 Wh starke Akku ist der größte, den wir je in einem E-Bike gesehen haben. Auch der 750-Watt-Motor mit bis zu 980 Watt Spitzenleistung ist außergewöhnlich stark. Größter Haken: Trotz seiner Beschränkung auf 25 km/h hat es keine deutsche Straßenzulassung. Wer im Ausland, auf Wald- oder Privatwegen unterwegs ist, den sollte das nicht stören. Wir haben uns das Fafrees F20 X Max im Test genau angeschaut und auf Herz und Nieren geprüft.
Das E-Bike kostet bei Banggood mit dem Gutscheincode TSFF20XM2 1495 Euro. Wer lieber bei Amazon kauft, zahlt 1999 Euro.
Schon beim Auspacken wird klar: Hier haben wir es mit einem besonderen E-Bike zu tun. Ähnlich wie beim Ado D30C (Testbericht) ist der gesamte Karton mit dem Fahrrad rundherum mit Bauschaum ausgefüllt. Das schützt den Inhalt zwar effektiv, produziert aber eine Menge Müll und Brösel, was umweltschädlich und nervig ist. Den Abfall muss man anschließend zum Wertstoffhof bringen.
Das E-Bike selbst kommt fast vollständig montiert. Es fehlen lediglich die Pedale. Auch der Lenker muss noch mit einem Schnellspanner befestigt und der vordere Gepäckträger montiert werden. Insgesamt dauert die Endmontage etwa 30 Minuten. Eine Herausforderung dabei ist das enorme Gewicht des Fafrees F20 X Max von 49 kg.
Optisch ist das Fafrees F20 X Max ein absoluter Hingucker. Es wirkt durch die einmalige Kombination aus Tiefeinsteiger, Klappfahrrad, Lastenrad, Offroad-Eigenschaften und Fatbike-Reifen futuristisch. Wir haben die Farbvariante in Rot zum Test in der Redaktion, es gibt das Bike aber auch in Schwarz, Grau und Weiß. Auffällig ist die Kabelführung, bei der viele Leitungen vom Lenker in einem großen Bogen nach unten laufen und im Rahmen verschwinden.
Die Verarbeitung macht insgesamt einen soliden und robusten Eindruck. Man sieht dem massiven Rahmen an, dass er für hohe Zuladungen bis 150 kg ausgelegt ist. Die Schweißnähte sind deutlich sichtbar, stören aber nicht. Hervorzuheben ist die optisch deutlich sichtbare dreifache Federung bestehend aus einer Federgabel, einer Hinterbaufederung und einer gefederten Sattelstütze.
Der hintere Gepäckträger ist gepolstert, darf aber trotzdem nicht für die Mitnahme von Personen genutzt werden. Eine Besonderheit ist der vordere Gepäckträger, der direkt mit dem Rahmen verbunden ist. Beim Fahren irritiert zunächst, dass er nicht mit in die Kurven geht. Andererseits eignet er sich so aber hervorragend für den Transport von schwerem Gepäck, da er die Lenkung nicht negativ beeinflusst.
Neben den Gepäckträgern punktet das Fafrees mit breiten Schutzblechen, die wirksam vor Spritzwasser schützen. Insgesamt ist das E-Bike nach IPX4 wasserdicht. Die Maße betragen fahrbereit 186 × 126 × 63 cm. Dank eines dreifachen Klappmechanismus lässt sich das Rad auf 105 × 45 × 76 cm zusammenlegen. Die Metallpedale sind ebenfalls klappbar. Wegen des hohen Gewichts ist das Handling aber trotzdem eine Herausforderung, etwa beim Verladen in den Kofferraum. Treppen können ein unüberwindbares Hindernis darstellen.
Der breite Lenker mit ergonomischen Handgriffen sorgt für eine komfortable Sitzposition. An der rechten Seite ist eine einfache 7-Gang-Schaltung von Shimano montiert. Etwas versteckt im Griff sitzt ein Gasring, der in Deutschland allerdings nicht erlaubt ist. Käufer können die Steckverbindung lösen und ihn so deaktivieren. Auf der linken Lenkerseite befindet sich die Steuereinheit für die Elektronik mit fünf Tastern und einem USB-A-Anschluss zum Laden von Mobilgeräten. Außerdem gibt es hier einen Schiebeschalter für den im Rücklicht integrierten Blinker sowie eine elektrische Hupe, die in Deutschland ebenfalls nicht zulässig ist. Eine klassische Fahrradklingel fehlt.
In der Mitte thront ein großes, farbiges Display, das bei direkter Sonneneinstrahlung etwas schwer abzulesen ist. Es zeigt die aktuelle Geschwindigkeit auf eine Nachkommastelle genau an und informiert über den Akkustand anhand von fünf Balken. Weitere Anzeigen sind die gefahrenen Kilometer, Tageskilometer, Maximalgeschwindigkeit und Durchschnittsgeschwindigkeit.
Die hydraulischen Scheibenbremsen der Marke Dyisland sind am Lenker gut erreichbar und reagieren sehr direkt. Wie beim Fiido Titan (Testbericht) lässt sich der Druckpunkt über Stellschrauben an den Bremshebeln justieren.
Das vordere LED-Licht ist hell und lässt sich im Winkel verstellen. Das Rücklicht fungiert zusätzlich als Bremslicht. Blinker sind hier ebenfalls integriert.
Das F20 X Max bietet drei verschiedene Unterstützungsstufen, die über einen viel zu starken Motor angetrieben werden. Mit 750 Watt Nennleistung und Spitzenwerten von bis zu 980 Watt sowie einem Drehmoment von 65 Nm beschleunigt der 48-Volt-Motor das E-Bike brachial. Ein Trittfrequenzsensor erkennt den Pedaltritt nach etwa einer halben Kurbelumdrehung und schaltet den Motor dazu. Genauso schnell endet die Unterstützung auch wieder. Das funktioniert zwar ordentlich, erreicht aber nicht ganz das natürliche Fahrgefühl, das E-Bikes mit hochwertigem Drehmomentsensor bieten. Mit dem bulligen Antrieb erreicht man mühelos 25 km/h, dann schaltet der Motor sanft ab. Auch Steigungen meistert man spielend, wozu auch die akzeptable Übersetzung der 7-Gang-Schaltung beiträgt.
Ein echtes Highlight ist die üppige Federung. Die Federgabel an der Front bietet 50 mm Federweg, was für ein Kompaktrad okay ist. Leider fehlt eine Dämpfung, sodass sie bei harten Schlägen laut zurückfedert. Hervorragend dagegen ist die Federung am Heck. Neben dem vollständig gefederten Hinterrad gibt es eine Federung direkt unter dem Sattel sowie an der Sattelstütze. Damit werden selbst Waldwege zur komfortablen Angelegenheit.
Zusätzlich sorgen die wuchtigen 20-Zoll-Laufräder mit 4 Zoll breiten Reifen für hohen Komfort abseits befestigter Wege. Durch den tiefen Einstieg, den breiten Lenker, den weichen Sattel und die ergonomisch geformten Griffe sitzt man sehr bequem auf dem F20 X Max, fast wie in einem Sessel. Die Sitzhaltung lässt sich durch Verstellen der Lenkerhöhe und der Sattelhöhe an verschiedene Körpergrößen anpassen.
Bislang führte in unseren Tests das vollgefederte Fatbike Himiway Cobra (Testbericht) mit einem 960 Wh großen Akku die Bestenliste an. Das Fafrees F20 X Max legt hier eine ordentliche Schippe drauf: Unfassbare 1440 Wh fasst der 48-V-Akku mit Samsung-Zellen. Einen derart großen Energiespeicher haben wir in einem E-Bike noch nicht gesehen.
Der Hersteller verspricht damit eine vollelektrische Reichweite von 120 km bis 140 km. Dieser Maximalwert wurde aber unter Idealbedingungen ermittelt, also mit einem leichten Fahrer bei optimalen Wetterbedingungen auf ebener Strecke. In unserem Praxistest mit realistischer Zuladung und teils anspruchsvollem Terrain kommen wir immer noch auf etwa 100 km mit einer Akkuladung, was die meisten Nutzer mehr als zufriedenstellen dürfte.
Der Akku lässt sich zum Laden entnehmen, wiegt aber auch über 9 kg. Das mitgelieferte 48-V-Ladegerät lädt mit 3 A Ladestrom, sodass ein leerer Akku nach rund 9 h Ladezeit wieder voll ist.
Das E-Bike kostet bei Banggood mit dem Gutscheincode TSFF20XM2 1480 Euro. Wer lieber bei Amazon kauft, zahlt 1999 Euro.
Das Fafrees F20 X Max sprengt gleich in mehrfacher Hinsicht die Grenzen des Gewohnten. Es ist ein E-Bike der Superlative, das gekonnt Eigenschaften kombiniert, die auf den ersten Blick nicht zusammenzupassen scheinen. Es ist ein vollgefedertes Fatbike und ein Lastenrad, ein Klapprad und ein komfortabler Tiefeinsteiger – und vereint so die Vorteile ganz unterschiedlicher Fahrradgattungen.
Mit dem größten Akku, den wir bislang an einem E-Bike gesehen haben, sind Reichweiten von etwa 100 km auch in der Praxis machbar. Der enorm kraftvolle Antrieb beschleunigt mit Macht und lässt die meisten Steigungen zur Nebensache werden.
Außerdem gefallen uns die üppige Vollfederung und die 4 Zoll breiten Reifen, die auch abseits befestigter Wege für viel Fahrkomfort sorgen. Die Vollausstattung mit Front- und Heckgepäckträger, Beleuchtung, Blinker, Schutzblechen und einem großen Display lässt kaum Wünsche offen.
Die fehlende Drehmomentsensorik trübt hier etwas den Fahrspaß. Noch mehr fehlt uns jedoch die Straßenzulassung für Deutschland. Auch das sehr hohe Gewicht und die dadurch eingeschränkte Transportierbarkeit im zusammengeklappten Zustand ist ein Wermutstropfen. Der Preis ist mit knapp 1600 Euro angemessen. Dafür bekommt man ein in vielerlei Hinsicht einmaliges E-Bike, das durch seinen variablen Charakter viele verschiedene Einsatzzwecke abdeckt. Genau das könnte für viele das entscheidende Kaufargument sein.
Das Lasten-E-Bike Fiido T2 für die Stadt kommt dank extra-langem Gepäckträger und viel Zubehör wie eine eierlegende Wollmilchsau daher. Im Test gefällt zusätzlich der riesige Akku, der starke Motor und die bequeme Fahrt trotz schwerer Beladung. Wir machen den Test.
Das Lasten-E-Bike Fiido T2 für die Stadt kommt dank extra-langem Gepäckträger und viel Zubehör wie eine eierlegende Wollmilchsau daher. Im Test gefällt zusätzlich der riesige Akku, der starke Motor und die bequeme Fahrt trotz schwerer Beladung. Wir machen den Test.
Lasten-E-Bikes erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Während sie vor wenigen Jahren noch ein Nischenprodukt für Familien und Gewerbetreibende waren, entdecken immer mehr Menschen ihre Vorteile im Alltag. Lasten-E-Bikes, auch Cargo-E-Bikes genannt, sind Fahrräder mit elektrischer Tretunterstützung und viel Platz für Gepäck oder Mitfahrer. Sie ersetzen im besten Fall ein Auto und sind eine umweltfreundliche Alternative auf der letzten Meile.
Das kompakte Fiido T2 ist so ein Lasten-Pedelec. Es vereint die Eigenschaften eines robusten E-Fatbikes mit denen eines variablen Cargo-Bikes. An seinen langen, 60 cm messenden Gepäckträger passen bis zu 80 kg Zuladung. Fiido bietet dafür viel Zubehör an: Eine große Tasche, Schutzwände, ein Trittbrett für die Füße von Mitfahrern, ein Sicherheitsgestänge für Kinder und sogar die Montage von zwei Kindersitzen ist möglich. Außerdem gibt es einen massiven Fahrradkorb aus Metall.
Der Aufbau des weitgehend vormontierten Fiido T2 gelingt leicht und ist in rund 30 Minuten erledigt. Sogar die Bremsen sind ab Werk perfekt eingestellt. Dann noch Reifen aufpumpen sowie alle Schrauben nachziehen – und los geht’s. Wir empfehlen für die Fahrt einen Helm. Wer diesen smart will, der sollte sich unsere Bestenliste Top 5: Die besten smarten Fahrradhelme mit Blinker, Bluetooth & Musik im Test genauer anschauen.
Optisch sticht das E-Bike durch sein ungewöhnliches Design hervor. Es misst stattliche 186 × 73 × 119 cm – eine ordentliche Länge für ein Rad mit 20-Zoll-Bereifung. Durch die 4 Zoll breiten Reifen und den wuchtigen Rahmen wirkt das Fiido T2 sehr massiv. Das stabile Schutzblech und die Metallpedale unterstreichen diesen Eindruck. Positiv fällt auch das gute Kabelmanagement auf. Praktisch ist der Mittelständer: Er vereinfacht das Be- und Entladen enorm, da das Rad auch bei voller Beladung oder beim Ein- und Aussteigen von Kindern nicht umkippt.
Leider erfüllt das Fiido T2 nicht alle Voraussetzungen für eine legale Nutzung auf deutschen Straßen. Der Motor ist mit 750 Watt zu stark, per Knopfdruck lässt sich die Geschwindigkeit auf über 25 km/h erhöhen und es verfügt über einen Gashebel. Auf privaten Grundstücken, in Wäldern oder auf speziellen Strecken dürfen auch in Deutschland solche E-Bikes gefahren werden.
Der tiefe Einstieg erleichtert das Auf- und Absteigen. Der Lenker ist höhenverstellbar und sorgt so für eine individuelle, ergonomische Sitzposition. Der Sattel lässt sich jedoch nicht sehr hoch einstellen und könnte für Personen über 185 cm zu niedrig sein.
Der vordere Gepäckträger ist fest am Rahmen montiert. Dadurch beeinflusst selbst schwere Beladung das Lenkverhalten nicht negativ. Das helle, höhenverstellbare Frontlicht hängt ebenso wie das Rücklicht am Stromkreislauf des Akkus. Ein nettes Extra: Beim Bremsen leuchtet das Rücklicht auf und signalisiert nachfolgenden Verkehrsteilnehmern, dass man langsamer wird.
Das farbige Display ist zwar recht klein, lässt sich aber auch bei Sonne gut ablesen. Über vier Taster sind alle wichtigen Funktionen erreichbar. Ein USB-Port zum Laden des Smartphones fehlt jedoch. Die ergonomischen Griffe liegen angenehm in der Hand und der Gashebel ist leichtgängig.
Das Fiido T2 bietet eine komfortable Fahrt und eine Gesamtzuladung von beeindruckenden 200 kg. Die Reifen haben viel Grip und schlucken Unebenheiten souverän weg. Die Stärke der Frontfederung lässt sich anpassen – praktisch, wenn das Cargo-Bike voll beladen ist. Der Sattel ist angenehm weich.
Der 750 Watt starke Heckmotor mit 60 Nm Drehmoment schiebt dank des guten Drehmomentsensors an der Kurbel sofort beherzt an. Die Fahrmodi beeinflussen nicht die Endgeschwindigkeit, sondern die Kraft des Motors – ein Pluspunkt gegenüber vielen günstigeren E-Bikes.
Die hydraulischen 4-Kolben-Scheibenbremsen greifen sofort und ohne nachjustieren sehr gut. Bei Nässe quietschen sie allerdings etwas. Insgesamt vermittelt das Fiido T2 ein sicheres Fahrgefühl, auch bei hoher Beladung.
Mit 998 Wh Kapazität ist der Akku des Fiido T2 riesig. Der Hersteller gibt eine maximale Reichweite von 110 km an, was unter Idealbedingungen wie wenig Gepäck, moderates Tempo und ebene Strecken durchaus realistisch ist. Bei höheren Geschwindigkeiten, rund 100 kg Zuladung und häufigem Anfahren und Bremsen im Stadtverkehr kommen wir im Test immer noch auf gute 50 km Reichweite. Zum Laden lässt sich der Akku mithilfe eines Schlüssels entnehmen. Dafür klappt der Sattel nach hinten weg.
Das Fiido T2 kostet 1499 Euro.
Das Fiido T2 ist ein kompaktes Lasten-E-Bike, das durch sein variables Zubehör vielseitig einsetzbar ist. Im Test punktet es mit einem starken Motor, der auch bei voller Zuladung kraftvoll anschiebt. Der riesige Akku sorgt für eine hervorragende Reichweite von bis zu 110 km. Breite Reifen, eine einstellbare Federung und der tiefe Einstieg sorgen für einen hohen Fahrkomfort.
Leider darf das Fiido T2 aufgrund seines starken Motors, des Gasgriffs und der einstellbaren Maximalgeschwindigkeit nicht auf deutschen Straßen fahren. Auch ist es mit 1499 Euro kein Schnäppchen. Durch seine Variabilität, Reichweite und Zuladung kann es in vielen Fällen aber ein Auto ersetzen und ist damit durchaus sein Geld wert. Wer ein kompaktes Lasten-E-Bike mit enormer Vielseitigkeit sucht, findet im Fiido T2 einen tollen Begleiter.
Das Mokwheel Obsidian ist ein E-Fatbike mit Drehmomentsensor, starkem 65-Nm-Hinterradmotor und Vollfederung. Wir verraten im Test, ob es sein Geld wert ist.
Das Mokwheel Obsidian ist ein E-Fatbike mit Drehmomentsensor, starkem 65-Nm-Hinterradmotor und Vollfederung. Wir verraten im Test, ob es sein Geld wert ist.
E-Fatbikes wirken nicht, als seien sie in der Stadt gut aufgehoben. Dabei haben die extrem breiten Reifen durchaus auch im urbanen Umfeld ihre Vorteile und auch eine ordentliche Federung ist nicht nur abseits befestigter Wege sinnvoll. Das Mokwheel Obsidian ist ein SUV-E-Bike oder E-Mountainbike mit 4 Zoll breiten Reifen auf 26-Zoll-Felgen. Auf der deutschen Website des Herstellers stehen derzeit zwei Farbmodelle zur Verfügung: Schwarz/Rot oder Desert Camouflage.
Highlight ist die Vollfederung, die aus einer Federgabel mit 130 mm Federweg und einer Luftdruck-Rahmenfederung besteht. Hinzu kommen hydraulische Scheibenbremsen und Schaltung von Markenherstellern sowie ein kräftiger Motor. Das alles hat seinen Preis: 2199 Euro verlangt Mokwheel für sein Monster-Bike. Im Test muss das Mokwheel Obsidian beweisen, ob es trotz des Preises ein gutes Gesamtpaket ist.
Der Aufbau des Mokwheel Obsidian ist für Geübte schnell und einfach getan. Doch auch Ungeübte können durch die mitgelieferte Aufbauanleitung das E-Fatbike in einem recht übersichtlichen Zeitfenster aufbauen. Die für den Aufbau benötigten Werkzeuge werden mitgeliefert und sind fein säuberlich sortiert und qualitativ erstaunlich hochwertig. Für die Montage werden das Mokwheel Obsidian aus dem Karton entnommen, Vollzähligkeit der mitgelieferten Teile geprüft, Aufbauanleitung zur Hand genommen und die Komponenten Schritt für Schritt zusammengebaut. Neben den üblichen Teilen sind auch Schutzbleche und eine Front- sowie Rücklampe im Lieferumfang enthalten. Einen Gepäckträger gibt es hingegen nicht.
Optisch ist das Mokwheel Obsidian durch das moderne Design und die schwarz-rote Lackierung sehr auffällig. In Natura gefallen uns das Mattschwarz in Kombination mit dem Metallic-Rot sogar noch einmal deutlich besser als auf Bildern. Den massiven Rahmen ziert ein Schriftzug des Herstellers. Durch die Gesamtgröße von 197 cm x 71 cm x 117 cm (L x B x H) und die wuchtigen Reifen wirkt das E-Fatbike sowohl optisch als auch beim Fahren eher wie ein 27,5 Zoll-E-Mountainbike. Sehr positiv fällt das Kabelmanagement am Lenker auf. Hier sind die Kabel durch Spiralschläuche miteinander verbunden, was den Lenker cleaner aussehen lässt. Die Schweißnähte sind ebenfalls sauber und professionell verarbeitet. Viele Komponenten des Rads sind von Shimano, liegen aber im unteren Preissektor. Die Pedale bestehen aus Metall und wirken stabil. Zudem haben sie die für den deutschen Straßenverkehr benötigten gelben Reflektoren. Mit 35 kg ist das Mokwheel Obsidian kein Leichtgewicht.
Der Lenker misst 71 cm und ist somit breiter als übliche Lenker. Das erhöht Kontrolle und Stabilität beim Fahren. Er ist zudem ergonomisch gut geformt und daher auch bei längeren Fahrten bequem. Die Griffe bieten zudem kleine Gelpolster und verhindern so Druckstellen an den Handballen. Es gibt keinen Gasgriff – der wäre in Deutschland auch nicht erlaubt. Wer die Klingel vermisst: Die installiert Mokwheel unscheinbar links neben dem Griff.
Das farbige LED-Display verfügt über klare und gute Darstellung. In der Hauptanzeige sieht man Strecke, Geschwindigkeit, gefahrene Zeit sowie Fahrstufe. Über ein Bedienelement auf der linken Lenkerseite schaltet der Nutzer das E-Bike ein- und aus, außerdem reguliert er dort die Schiebeunterstützung, welche insbesondere bei Steigung nützlich ist. Durch kurzes Gedrückthalten der Tastenkombination Plus und Minus öffnet sich ein Zusatzmenü. Hier ist es möglich, Display-Helligkeit, Sprache sowie Einheiten einzustellen.
Die angezeigte Geschwindigkeit wurde per GPS-App nachgemessen: Die zulässigen 25 km/h wurden durch die Unterstützung nicht überschritten. Zumindest dann nicht, wenn man nicht das Geheimmenü verwendet, dass durch gleichzeitigen Druck von Plus, Minus und Licht für 3 Sekunden erreicht wird. Denn hier lässt sich unter anderem die maximale Geschwindigkeit auf 99 km/h anheben, wovon das Obsidian auch locker 50 km/h und sogar mehr mit Motorunterstützung erreicht. Irgendwann reicht allerdings die Übersetzung des höchsten Ganges nicht mehr aus, der Fahrer strampelt sich tot. Der Motor hingegen würde wohl noch weiter anschieben. Das ist beeindruckend – und leider in Deutschland illegal, zumal die Freischaltung so einfach ist.
Da nützt es auch nichts, dass das am Akku des Fahrrades mit angeschlossene Frontlicht StVZO-zertifiziert (Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung) ist. Ein Rücklicht ist übrigens auch mit in der Lieferung enthalten und wird mit einem USB-C-Kabel geladen, welches nicht im Lieferumfang enthalten ist. Die meisten Nutzer dürften aber eins von ihrem Handy zu Hause haben, geladen wird mit einem Handy-Ladegerät oder an PC oder Laptop. Schade, dass das nicht auch am Stromkreis des Fahrrades hängt und auch ein Bremslicht finden wir bei E-Bikes praktisch – das fehlt natürlich ebenfalls.
Die Sattelhöhe lässt sich zwischen 58 cm und 71 cm beliebig anpassen. Gemessen wurde von der Mitte des Tretlagers bis zur Sitzpolsteroberfläche. Der Lenker hat eine angenehme Höhe und lässt sich durch Umsetzen der Spacer (Abstandsringe zur Einstellung der Lenkerhöhe) noch ein wenig in der Höhe verstellen. Die Geometrie vom Mokwheel Obsidian wirkt sehr sportlich, bleibt aber ausreichend komfortabel. Nur der Sattel hat – optisch und auch beim Komfort – Luft nach oben.
Der 250-Watt-Heckmotor bietet eine Spitzenleistung von 500 W und ein Drehmoment von 65 Nm, dabei arbeitet er verhältnismäßig leise. Nutzer wählen über ein separates Bedienelement am Lenker zwischen bis zu fünf Unterstützungsstufen. Die regeln nicht, bis zu welcher Geschwindigkeit der Motor jeweils unterstützt, sondern, wie viel Kraft er freigibt und wie schnell der Drehmomentsensor reagiert. So braucht man auf Stufe 1 eine ganze Pedalumdrehung, bis der Heckmotor zur Unterstützung aktiviert wird, auf Stufe 5 kaum 1/8-Umdrehung. Insgesamt fühlt sich die Unterstützung recht gut an und sorgt für ein angenehmes Fahrgefühl und kräftige Beschleunigung.
Allerdings ist es auf höchster Unterstützungsstufe schwierig, konstant eine Geschwindigkeit zu fahren, da der Drehmomentsensor dann sehr feinfühlig und präzise reagiert. So schaltet der Motor bei nachlassender Trittkraft schnell wieder ab, um anschließend wieder stark anzuschieben. Abhilfe schafft die Reduzierung der Unterstützungsstufe – auf Stufe 1 ist konstantes Fahren deutlich einfacher. Allerdings ist dann die Reaktion beim Anfahren wieder stark verzögert, sodass der Fahrer theoretisch ständig am Nachregeln ist. Hier sollte Mokwheel noch einmal Hand anlegen.
Die Vorderradfederung hat laut Hersteller einen Federweg von ordentlichen 130 mm, zusätzlich bietet das Mokwheel Obsidian eine Rahmendämpfung, die einstellbar auf das eigene Körpergewicht ist. Im mitgelieferten Benutzerhandbuch befindet sich eine Tabelle für die Einstellung des Dämpfers, sofern man eine Dämpferpumpe besitzt. Eine große Auswahl davon gibt es ab unter 20 Euro bei Amazon. Insgesamt schlägt sich die Federung bei normaler Gangart richtig gut. Die vordere Federgabel ist dabei sehr weich eingestellt, das gilt auch für die Rahmendämpfung. Zusammen mit den dicken Reifen bügelt das Obsidian so schlechte Wege geradezu glatt. Diese Kombination aus Dämpfung und dicken Reifen nimmt abgesenkten Bordsteinen, Schotterwegen und sogar altem Kopfsteinpflaster den Schrecken, denn das Obsidian lässt das alles so wirken, als fahre man mit auf einem gepflasterten Radweg mit leichten Unebenheiten. Das ist beeindruckend.
Wer den Unterschied zwischen Fahren mit und ohne Federung direkt spüren möchte, kann beide Federelemente mit je einem Handgriff blockieren – der Gegensatz ist gewaltig, auch wenn selbst dann natürlich noch die dicken Reifen einige Stöße abmildern. Auf Wald- und Feldwegen brilliert das Obsidian, in der Stadt ohnehin. Hier kommt allerdings auf glattem Asphalt ein erhöhter Geräuschpegel wegen der Stollenreifen hinzu.
Sprünge hingegen steckt das massive Fatbike zwar weg, allerdings ist vor allem die vordere Federgabel dafür nicht ausgelegt. Sie ist zu weich, sodass extreme Schläge dann selbst auf der härtesten Stufe (auch die Federgabel ist einstellbar, sogar ohne zusätzliches Werkzeug) durchschlägt. Außerdem scheint sie generell so etwas wie die Achilles-Ferse des Bikes zu sein, sofern man denn davon sprechen möchte. Denn sie hat in sich minimales Spiel, sodass das Vorderrad ungewollten Bewegungsspielraum nach vorn und hinten hat. Das bemerkt man etwa, wenn man das Bike schiebt und dann abrupt die Vorderradbremse zieht. Das Mokwheel schwingt dann leicht vor und zurück, wenn es zum Stehen gekommen ist. Im Fahrbetrieb merkt man davon im Alltag aber zum Glück nichts, hier überwiegt der Fahrkomfort bei Weitem. Das Obsidian bietet als Gesamtpaket ein sicheres, stabiles und enorm komfortables Fahrgefühl.
Apropos Bremsen: Die hydraulischen Scheibenbremsen von Tektro an Vorder- und Hinterrad arbeiten sehr gut und bringen das Fahrrad nach etwas Einfahrzeit auch bei hoher Geschwindigkeit schnell und sicher zum Stehen. Die Dosierbarkeit ist dabei ebenfalls ohne Tadel.
Der Akku vom Mokwheel Obsidian stammt von Samsung und liefert stolze 940 Wh bei 48 V und 19,6 A. Die Ladezeit betrug in unserem Test durchschnittlich 6,5 h. Als Reichweite gibt der Hersteller 65 bis 85 km an. Im Test kamen wir erstaunlicherweise sogar auf 113 km gefahrene Strecke laut GPS – und zwar bei maximaler Unterstützungsstufe und häufig 25 Km/h.
Das erstaunt, schließlich weichen Herstellerangaben normalerweise deutlich nach unten ab, denn die tatsächliche Reichweite eines E-Bikes ist stark von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Hierzu gehören etwa die Wahl der Unterstützungsstufe, Gewicht des Fahrers, Topographie der Strecke sowie der Untergrund und sogar Gegen- oder Rückenwind sowie die Umgebungstemperatur. Wer beispielsweise viel in der höchsten Stufe oder bei starker Steigung fährt, wird eine geringere Reichweite haben.
Beim Mokwheel Obsidian ist das erstaunlicherweise anders. Für tägliche Fahrten zur Arbeit oder auch für Tagestouren ist der Akku mehr als ausreichend, tatsächlich fragten wir uns im Test, wann er denn endlich mal leer wäre. Eine Entnahme des Akkus ist sehr einfach, sodass dieser nicht nur im Rad, sondern auch bequem in der Wohnung geladen werden kann.
Das Mokwheel Obsidian kostet bei Mokwheel 2199 Euro. 50 Euro sparen heise-Leser mit dem Code techstage50. Der Versand des Fahrrades ist kostenlos. Bei Rückgabe innerhalb von 14 Tagen fallen eine Bearbeitungsgebühr sowie 150 Euro Rücksendekosten an. Bei einer Gesamtfahrleistung von mehr als 16 km kann das Fahrrad nicht zurückgegeben werden.
Als Alternative zum Mokwheel Obsidian kann man für etwas mehr Geld zum Himiway Cobra (Testbericht) greifen. Außerdem käme auch das Engwe E26 (Testbericht) infrage.
Das Mokwheel Obsidian bietet viel Ausstattung und gute Verarbeitung für einen vertretbaren Preis. Besonders hervorzuheben ist die komplette Federung vorn und hinten, die das Fahrgefühl auf unbefestigten Strecken extrem angenehm macht. Die hydraulischen Scheibenbremsen an Vorder- und Hinterrad reagieren sehr fein und bringen das Fahrrad schnell zum Stehen. Zudem sind die breiten Reifen sehr hilfreich in Natur (Feld- und Waldwege) und auch Stadt (Bordsteinkanten oder Schienen). Sie erhöhen nicht nur den Komfort bei Unebenheiten, sondern auch die Sicherheit. Der Heckmotor mit Drehmomentsensor arbeitet beim Fahren direkt und kraftvoll, sofern die höchste Unterstützungsstufe eingestellt ist.
Zwar bekommen Hobbyschrauber zum gleichen Preis bessere Einzelkomponenten und für kompetitives Fahren in einem Bikepark ist das Obsidian allein schon wegen des Gewichts nicht gedacht. Wer hingegen nicht selbst schrauben will und ein bequemes Bike für den Alltag sucht, erhält mit dem Mokwheel Obsidian ein schickes, robustes und kräftiges Fully-E-Bike zu einem ordentlichen Preis.
Das E-Klapprad Hitway BK6S mit Straßenzulassung überrascht im Test mit ansprechender Optik, tiefem Einstieg, guten Fahreigenschaften und einem günstigen Preis. Ob sich der Kauf lohnt, verraten wir im Testbericht.
Das E-Klapprad Hitway BK6S mit Straßenzulassung überrascht im Test mit ansprechender Optik, tiefem Einstieg, guten Fahreigenschaften und einem günstigen Preis. Ob sich der Kauf lohnt, verraten wir im Testbericht.
Mit dem Hitway BK6S kommt nun ein weiteres E-Klapprad mit Straßenzulassung auf den Markt, das mit einer guten Ausstattung, soliden Fahreigenschaften und einem attraktiven Preis punkten will. Mit seinem schlanken, in verschiedenen Farben erhältlichen Rahmen und dem gepolsterten Gepäckträger fällt es optisch sofort auf. Doch nicht nur das Design, sondern vor allem die gute Ausstattung und die hohen Fahreigenschaften machen neugierig auf mehr. Ob sich der günstige Preis von nur 710 Euro bei Amazon lohnt, klären wir in diesem Testbericht.
Der Aufbau des Hitway BK6S gestaltet sich denkbar einfach und ist schneller erledigt als bei den meisten anderen E-Bikes. Tatsächlich müssen nur die Lenkstange eingesetzt, die Pedale angeschraubt und das vordere Schutzblech fixiert werden. Zum Schluss noch alle Schrauben festziehen, die Reifen aufpumpen – und schon kann die erste Fahrt beginnen. Zur Sicherheit empfehlen wir aber immer das Tragen eines Helms. Passende Modelle zeigen wir in unserer Bestenliste der smarten Fahrradhelme.
Praktisch: Hitway legt dem BK6S Reflektoren für die Reifen, ein Zahlenschloss und eine einfache Luftpumpe bei. Das erleichtert den Start.
Optisch macht das Hitway BK6S einiges her. Das liegt vor allem am schick lackierten Aluminiumrahmen, der in mattem Türkis, Schwarz, Silber oder Rot erhältlich ist. Der schlanke Rahmen steht dem kompakten E-Klapprad ausgesprochen gut, auch wenn er natürlich nicht ganz so elegant wirkt wie etwa ein City-E-Bike á la Utopia Carbon 1 (Testbericht).
Der Gepäckträger mit seiner Polsterung ist eigentlich eher ein Sitz. Für den Transport einer zweiten Person ist er aber nicht zugelassen. Ein klassischer Gepäckträger wäre hier praktischer gewesen. Immerhin gibt es am Lenkkopf eine Befestigungsmöglichkeit für einen Fahrradkorb.
Typisch für E-Klappräder sind die außen am Rahmen verlegten Kabel und Züge. Sie sind solide befestigt und stören nicht weiter. Gleiches gilt für die Schutzbleche: Sie wackeln nicht und bieten ausreichend Schutz bei Regen und Matsch – der gepolsterte Sattel saugt sich bei Nässe allerdings mit Wasser voll. Auch das Display beschlägt nach Niederschlag. Aufgrund dieser Erfahrungen und wegen einer fehlenden IPxx-Zertifizierung sollten Käufer das Hitway BK6S nicht dauerhaft im Regen stehen lassen.
Generell sollte man bedenken, dass bei einem E-Bike dieser Preisklasse überwiegend günstige Komponenten eingebaut werden. Diese sind tendenziell weniger langlebig als hochwertigere Teile.
Das Klappsystem des Hitway BK6S funktioniert tadellos: Der zentrale Sicherungshebel am Rahmen geht leichtgängig auf und zu. Auch die Pedale (leider aus Kunststoff) lassen sich einklappen, die Lenkstange dank Schnellverschluss umklappen und in der Höhe verstellen. So lässt sich das E-Bike kompakt zusammenfalten und passt auch in kleinere Kofferräume. Mit Maßen von 96 cm x 38 cm x 75 cm im gefalteten Zustand kann man es zudem in den meisten öffentlichen Verkehrsmitteln ohne Zusatzticket mitnehmen.
Die Gesamtlänge des E-Bikes liegt bei 168 cm, der Lenker ist von 115 cm bis 128 cm höhenverstellbar. Dabei gibt Hitway eine mögliche Fahrergröße von 165 bis 195 cm an. Unser 186 cm großer Tester fühlte sich beim Fahren wohl – das BK6S ist also auch für größere Personen geeignet. Die maximale Zuladung liegt bei ordentlichen 120 kg. Das E-Bike selbst wiegt knapp 26 kg.
Der 58 cm breite Lenker des Hitway BK6S ist für unser Empfinden etwas zu kurz. Allerdings sind diese Maße bei einem Klapprad durchaus normal. Auf der rechten Seite sitzt die solide 7-Gang-Schaltung von Shimano, die in unserem Test einwandfrei funktionierte. Die ergonomisch geformten Griffe ermöglichen auch bei längeren Trips ein ermüdungsfreies Fahren.
Auf der linken Lenkerseite befindet sich das hintergrundbeleuchtete Display, das sich auch bei direkter Sonne gut ablesen lässt. Es zeigt alle wichtigen Daten wie Geschwindigkeit, Unterstützungsmodus, Akkukapazität, Gesamtkilometer und Tageskilometer übersichtlich an. In den Einstellungen (langes Drücken der Plus- und Minus-Taste) lässt sich sogar die Maximalgeschwindigkeit hochsetzen – ohne Auswirkungen. Gut so, denn bei 25 km/h ist gemäß StVZO Schluss. Sonst wäre die Straßenzulassung futsch.
Praktische Details wie die in den Bremshebel integrierte Klingel, die helle, höhenverstellbare Frontleuchte und das gut sichtbare Rücklicht runden die solide Ausstattung des BK6S ab.
Die Fahrt mit dem Hitway BK6S gestaltet sich erstaunlich angenehm. Das liegt zum einen an der guten Ergonomie mit dem höhenverstellbaren Sattel und Lenker, die sich ergonomisch sinnvoll an den Fahrer anpassen lassen.
Zum anderen schlucken die 3 Zoll breiten Reifen auf den 20-Zoll-Felgen zusammen mit der einfachen, aber wirkungsvollen Sattel- und Frontfedergabel viele Unebenheiten souverän weg. Bordsteinkanten? Kopfsteinpflaster? Für das BK6S kein Problem!
Der 250-Watt-Heckmotor mit 45 Nm Drehmoment arbeitet zwar ohne feinfühligen Drehmomentsensor, setzt aber nach etwa einer Pedalumdrehung sanft und zügig ein. Die Kraftentfaltung erfolgt dabei angenehm gleichmäßig, was für entspanntes Anfahren sorgt.
Nicht optimal ist die Übersetzung der Gangschaltung bei höheren Geschwindigkeiten: Um auf dem höchsten Gang 25 km/h zu fahren, sind flotte 80 Kurbelumdrehungen pro Minute nötig. Hier hätte eine etwas längere Endübersetzung nicht geschadet. Tatsächlich kämpfen aber viele E-Klappräder mit diesem Problem.
Problematisch ist die schief eingebaute Bremsscheibe hinten, welche sich nach Rücksprache mit einem Fahrradhändler nicht reparieren, nur austauschen lässt. Allerdings gibt es nur schwer Ersatzteile. Wer mit dem Fahrrad ein ähnliches Problem hat, sollte es schnell wieder zurück zum Händler schicken.
Mit seinem 432 Wh starken Akku verspricht das Hitway BK6S laut Hersteller eine Reichweite zwischen 35 und 90 Kilometer. Im Test konnten wir die 35 Kilometer im Alltag problemlos bestätigen – ein ordentlicher Wert für ein günstiges Klapprad.
Die theoretisch möglichen 90 Kilometer gelten nur unter Idealbedingungen, also mit minimaler Zuladung, wenig Steigung, optimaler Witterung und defensiver Fahrweise. In der Praxis werden sie kaum zu erreichen sein.
Praktisch: Der Akku lässt sich mit einem Schlüssel einfach aus dem Rahmen entnehmen. So kann man ihn in der Wohnung laden, während das Bike im Keller bleibt.
Der Preis ist eine der großen Stärken des Hitway BK6S: Mit nur 710 Euro bei Amazon ist es ein echtes Schnäppchen unter den E-Klapprädern.
Das Hitway BK6S ist ein gelungenes E-Klapprad. Allem voran gefällt der leichte Aufbau, die komfortable Ausstattung mit gefedertem Sattel und 7-Gang-Schaltung sowie der stramme Heckmotor, der flott auf Touren bringt. Allerdings war bei unserem Modell die hintere Scheibenbremse kaputt.
Auch die einfache Bedienung über das gut ablesbare Display, die helle Lichtanlage und die ordentliche Reichweite von 35 Kilometern sprechen für das Hitway. Lediglich die recht kurz übersetzte Gangschaltung könnte bei hohen Geschwindigkeiten etwas länger übersetzt sein. Auch die offenbar fehlende Wasserfestigkeit ist ein Minuspunkt. Zudem muss man sich bei einem sehr günstigen E-Bike-Klapprad wie dem BK6S darüber im Klaren sein, dass hier einfache Komponenten zum Einsatz kommen, die tendenziell schneller kaputtgehen können.
Für 710 Euro bekommt man mit dem BK6S jedoch ein rundum stimmiges Gesamtpaket. Wer nur wenig Geld für sein E-Klapprad ausgeben möchte und dafür bereit ist, Kompromisse einzugehen, darf beim Hitway BK6S zuschlagen.
Das Fiido M1 Pro 2024 ist ein klappbares E-Bike mit fettem Design und einem kraftvollen Motor. Dank Gasgriff und leicht umgehbarer Geschwindigkeitsbegrenzung darf es jedoch nicht auf deutschen Straßen gefahren werden – mehr im Test.
Das Fiido M1 Pro 2024 ist ein klappbares E-Bike mit fettem Design und einem kraftvollen Motor. Dank Gasgriff und leicht umgehbarer Geschwindigkeitsbegrenzung darf es jedoch nicht auf deutschen Straßen gefahren werden – mehr im Test.
Wir haben das Fiido M1 Pro bereits 2021 in einer älteren Version getestet. Nun zeigt Fiido eine Variante, in der unter anderem die Bremsen und der Motor verbessert wurden. Das Fiido M1 Pro 2024 ist ein auffälliges faltbares E-Bike mit breiten 4-Zoll-Reifen und einem kräftigen 50-Nm-Heckmotor für nur 899 Euro direkt vom Hersteller. Es lässt sich kompakt zusammenklappen und so auch in öffentlichen Verkehrsmitteln kostenfrei transportieren. Allerdings hat Fiido dem M1 Pro einen Gasgriff und eine leicht zu umgehende Geschwindigkeitsbegrenzung spendiert. Damit ist es nicht für deutsche Straßen zugelassen. Was es kann, zeigt unser Test des Fiido M1 Pro 2024.
Der Aufbau des Fiido M1 Pro 2024 geht einfach und schnell. Viele Teile wie Pedale und das hintere Schutzblech sind bereits vormontiert. Wir müssen nur noch das Vorderrad einsetzen, das vordere Schutzblech sowie das vordere Licht anschrauben sowie Lenker und Sattel werkzeugfrei montieren. Vor der ersten Fahrt sollte man noch alle Schrauben festziehen, die Reifen aufpumpen sowie einen Helm aufsetzen.
Die Verarbeitung des Fiido M1 Pro wirkt auf den ersten Blick ordentlich. Man muss sich aber im Klaren sein, dass der Hersteller viele günstige Teile einbaut, die tendenziell anfälliger sind. Beim Fahren bemerken wir ein Knacken und Knarzen der Frontfederung. Auch die anklappbaren Kunststoffpedale machen keinen sehr hochwertigen Eindruck. Das E-Bike ist für maximal 120 kg Zuladung ausgelegt und wiegt selbst 27 kg.
Optisch gefällt uns das klappbare Fiido M1 Pro. Die breite, flache Querstange mit integriertem Akku sieht schick aus, ebenso wie die fetten Reifen. Das Kabelmanagement ist vorbildlich gelöst. Die Kabel sind sauber gebündelt und verschwinden im Rahmen – besser als bei vielen Vergleichsrädern, die ebenfalls einen höhenverstellbaren Lenker besitzen. Der stabile Gepäckträger rundet die gelungene Optik ab.
Das Zusammenklappen geht leicht von der Hand. Hebel an der Querstange umlegen, Rad falten, Pedale anklappen, Lenker einfahren und umklappen – fertig. Zusammengefaltet ist das E-Bike deutlich kompakter und passt auch in die meisten öffentlichen Verkehrsmittel.
Die ergonomisch geformten Griffe des Lenkers fassen sich angenehm an, sitzen aber locker und verdrehen sich leicht. Links befindet sich der Fahrradcomputer mit vier Tasten. Er zeigt Geschwindigkeit mit einer Nachkommastelle, Akkustand in fünf Balken und Unterstützungsstufe. Per langem Tastendruck auf die M-Taste kann man einen Turbomodus aktivieren, der die 25 km/h Begrenzung aufhebt – das ist in Deutschland nicht erlaubt. Ebenso verboten ist der Gasgriff rechts am Lenker.
Die einfache 7-Gang-Shimano-Schaltung rechts funktioniert gut. Die hydraulischen Scheibenbremsen vorne und hinten funktionieren klassisch mit Bremsgriffen. Front- und Rücklicht werden über den Fahrradcomputer geschaltet. Das höhenverstellbare Frontlicht leuchtet ausreichend hell, das sehr helle Rücklicht leuchtet beim Bremsen zusätzlich auf.
Der starke Heckmotor mit 50 Nm beschleunigt das Fiido M1 Pro 2024 selbst mit schweren Fahrern mühelos auf die maximale Geschwindigkeit, auch bergauf. Leider gibt es nur einen einfachen Trittfrequenzsensor statt eines Drehmomentsensors. Der Motor springt dadurch erst nach einer halben Pedalumdrehung an und läuft ebenso lang nach.
Vorder- und Hinterradfederung sowie die 4 Zoll breiten 20-Zoll-Reifen sorgen auch abseits befestigter Wege für Komfort und guten Grip – obwohl die Reifen weniger Profil bieten als noch beim Vorgänger. Vergleichbare E-Bikes mit größeren Laufrädern sind im Gelände aber überlegen. Die hydraulischen Scheibenbremsen packen hervorragend zu. Breite Schutzbleche halten den meisten Schmutz fern – ein paar Schlammspritzer finden wir dennoch auf unseren Schuhen.
Der Akku des Fiido M1 Pro fasst beachtliche 614 Wh. Damit sollen laut Hersteller bis zu 88 km Reichweite möglich sein – eine Übertreibung. Realistisch sind je nach Wetter, Zuladung, Fahrweise und Topografie eher 50 km. Zum Laden kann der Akku entnommen werden.
Das Fiido M1 Pro 2024 kostet direkt beim Hersteller 899 Euro.
Das Fiido M1 Pro 2024 ist ein schickes faltbares E-Bike mit fettem Design und kraftvollem Antrieb. Es lässt sich kompakt zusammenklappen und auch in Öffis mitnehmen. Praktisch sind die gute Vollfederung, hydraulische Bremsen, helle Beleuchtung und der große Akku. Leider ist die Verarbeitungsqualität nicht durchgängig hoch.
Auch wegen des Gasgriffs und der zu leicht deaktivierbaren Geschwindigkeitsbegrenzung darf das Fiido M1 Pro 2024 nicht legal auf deutschen Straßen bewegt werden – ein großer Nachteil. Für den reinen Offroad-Einsatz gibt es zudem besser geeignete E-Bikes.
Gleich zwei übertrieben starke Motoren, ein riesiger Akku, fette Reifen, Federung vorn und hinten, hydraulische Scheibenbremsen: Mehr E-Bike geht für 1300 Euro kaum. Wir testen das Duotts S26.
Gleich zwei übertrieben starke Motoren, ein riesiger Akku, fette Reifen, Federung vorn und hinten, hydraulische Scheibenbremsen: Mehr E-Bike geht für 1300 Euro kaum. Wir testen das Duotts S26.
E-Fatbikes verbinden die Vorteile von E-Mountainbikes und E-Citybikes. Ihre dicken Reifen haben mehr Profil und Auflagefläche als normale MTB-Reifen. Das sorgt für mehr Traktion und Komfort bei holprigen Untergründen wie Schotter, Sand oder Schnee. Gleichzeitig sind sie mit Schutzblechen, Gepäckträger und Beleuchtung alltagstauglich ausgestattet. Wer gerne on- und offroad unterwegs ist, liegt mit einem E-Fatbike goldrichtig.
Das Duotts S26 kommt mit einer Fully-Federung vorn und hinten, hydraulischen Scheibenbremsen, 4 Zoll breiten Reifen auf 26-Zoll-Felgen, einem üppigen 960-Wh-Akku, Schutzblechen und Gepäckträger. Das Besondere sind die zwei Motoren: Je ein 750W Nabenmotor sitzt im Vorder- und Hinterrad. Sie liefern jeweils ein Drehmoment von 65 Nm, was in Kombination für einen brutalen Vortrieb in jedem Gelände sorgt.
In Deutschland sind solche starken Motoren auf öffentlichen Straßen allerdings nicht erlaubt. Das Duotts S26 ist somit nur für den Einsatz auf unwegsamen Privatgelände zugelassen. Dort spielt es seine Stärken voll aus.
Der Aufbau des Duotts S26 erfordert etwas Schrauberei. Nach dem Auspacken muss man das Vorderrad einsetzen, den Lenker anschrauben, die Pedale fixieren, vorderes und hinteres Schutzblech anbringen, den Fahrradcomputer am Lenker befestigen, das Frontlicht montieren und den Gepäckträger anbringen. Danach alle Schrauben nachziehen, Reifen aufpumpen und wenn möglich einen Helm aufsetzen (siehe unsere Bestenliste Top 5: Die besten smarten Fahrradhelme) – dann kann die erste Fahrt losgehen. Wir benötigen trotz einiger Erfahrung etwa 45 Minuten für den Aufbau.
Erfreulich: Eine Luftpumpe und praktische Handyhalterung für den Lenker liegen bei. Das spart zusätzliche Kosten. Wer die beste Handyhalterung will, sollte hier vorbeischauen: Top 10: Die beste Handyhalterung für das Fahrrad.
Optisch wirkt das Duotts S26 massiv und bullig. Die dicken Reifen, der große aufgesetzte Akku und viele Extras wie der Gepäckträger machen mächtig Eindruck. Vorn sind viele Kabel sichtbar, was etwas unaufgeräumt aussieht. Der große goldene Duotts-Schriftzug auf dem Akku wirkt etwas unpassend zur sonst dunklen Farbgebung mit roten Akzenten.
Bei dem Preis von nur 1300 Euro verbaut Duotts verständlicherweise günstige Komponenten. Hier kann also etwas kaputtgehen. In unserem Test funktionierte aber alles tadellos.
Das Fahrrad wiegt stolze 42 kg und misst 190 × 113 × 71 cm. Die maximale Zuladung beträgt ordentliche 150 kg. Gegen Spritzwasser ist es nach IPX4 geschützt. Die Schutzbleche aus Plastik wirken etwas billig. Immerhin sind sie dabei und halten den gröbsten Dreck vom Fahrer fern.
Die ergonomisch geformten Handgriffe rutschen leider etwas auf dem Lenker. Eine Möglichkeit zur Fixierung gibt es nicht. Links befinden sich der An/Aus-Button, zwei Knöpfe zur Wahl des Unterstützungsmodus sowie ein Knopf zum Umschalten zwischen einem oder beiden Motoren.
Ein weiterer Knopf betätigt die elektrische Hupe, was in Deutschland allerdings nicht erlaubt ist. Dazu passt, dass eine normale Klingel fehlt. Ein Kippschalter aktiviert das Licht.
Rechts sitzt ein USB-A-Port zum Laden von Smartphones sowie eine einfache 7-Gang-Schaltung von Shimano. Im rechten Griff ist zudem ein Gasgriff versteckt, der auf öffentlichen Straßen aber ebenfalls verboten ist.
Das große farbige Display in der Mitte spiegelt zwar etwas, ist aber auch bei Sonneneinstrahlung noch passabel ablesbar. Es informiert über Geschwindigkeit, Tageskilometer, Gesamtkilometer, Fahrzeit und einiges mehr.
Sehr gut: Vorder- und Rücklicht hängen am Stromkreislauf. Die Frontleuchte ist hell und gut ausgerichtet. Auch das hintere Licht strahlt kräftig und leuchtet beim Bremsen zusätzlich auf.
Aufgrund seines hohen Gewichts ist das Duotts S26 nichts für Anfänger. Die Sitzposition ist angenehm aufrecht und nicht zu sportlich. Auch für größere Fahrer gibt es genug Platz.
Der Sattel ist sehr weich gepolstert und die dicken 4 Zoll breiten Reifen auf 26-Zoll-Felgen federn viele Unebenheiten zusätzlich ab. Das gilt auch für die Federgabel vorn und die hintere Federung, die den Fahrkomfort weiter erhöhen. Die Federgabel lässt sich bei Bedarf blockieren, die Stärke ist jedoch nicht einstellbar.
Ungewöhnlich sind die zwei Nabenmotoren in Vorder- und Hinterrad. In der Mitte sitzt kein Motor, auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht. Die Motoren leisten je 750W und 65 Nm.
Die Motorelektronik regelt nicht sehr feinfühlig. Erst nach etwa einer vollen Pedalumdrehung springt der Antrieb an – dann aber gleich mit voller Kraft. Eine Zwischenstufe gibt es nicht. Auf Schotter dreht das Vorderrad dadurch manchmal durch.
Besser dosieren lässt sich die Power über den Gasgriff. Das ist aber wie bereits erwähnt nur abseits öffentlicher Straßen und Wege erlaubt.
Im Gelände sind die zwei Motoren ein echter Segen. Gerade auf Trails mit vielen Wurzeln kommt man so überall durch. Es gibt praktisch keine Steigung, die das Duotts S26 nicht packt. Wegen des hohen Gewichts bleibt das Handling aber anspruchsvoll.
In Unterstützungsstufe 5 beschleunigt das Duotts S26 in Windeseile auf über 50 km/h. Das fühlt sich schon extrem flott und teilweise unsicher an. Speziell auf Feldwegen wackelt dann alles ganz schön. Wir hatten etwas Sorge, dass die günstigen Komponenten bei Vollgas den Geist aufgeben und man dann womöglich stürzt. Ein Helm ist hier definitiv Pflicht.
Sehr gut funktionieren die hydraulischen Scheibenbremsen. Nach kurzer Einbremsphase packen sie kräftig zu und lassen sich gut dosieren.
Mit einer Kapazität von 960 Wh gehört der abnehmbare Akku zu den größten am Markt. Laut Duotts soll er rein elektrisch für 50 - 60 km reichen. Das wurde aber unter Idealbedingungen ermittelt: Ebene Strecke, 25 °C, kaum Wind, niedriges Fahrergewicht und gemäßigtes Tempo.
Im realen Einsatz mit Steigungen, Schotter, Gegenwind und voller Motorleistung schaffen wir immer noch stolze 40 km. Wer ständig schnell unterwegs ist, muss die Reichweite deutlich nach unten korrigieren.
Geladen wird der Akku mit dem beiliegenden 48V/2A-Netzteil. Für eine volle Ladung müssen gute neun Stunden einkalkuliert werden.
Das Duotts S26 kostet bei Geekmaxi mit dem Gutscheincode GVvDC65p nur 1319 Euro.
Das Duotts S26 ist ein wahres Monster-E-Bike mit mächtig Leistung, fetten Reifen und ordentlicher Reichweite. Extras wie Vollfederung, hydraulische Scheibenbremsen, Gepäckträger und vollständige Lichtanlage findet man sonst eher an teureren Modellen.
In Deutschland darf man die volle Power der zwei Motoren zwar nur abseits öffentlicher Straßen auskosten. Aber genau dort fühlt sich das S26 ohnehin am wohlsten. Wurzeltrails und steile Rampen meistert es fast spielerisch. Wer gerne mit Motorunterstützung durchs Grobe pflügt, findet aktuell kaum ein besseres Angebot.
Schwachpunkte bleiben die sehr günstigen Komponenten, die auf Dauer Probleme machen könnten, sowie das sehr hohe Gewicht. Das Handling ist gewöhnungsbedürftig und nichts für E-Bike Neulinge.
Dennoch bietet das Duotts S26 einen unschlagbaren Gegenwert fürs Geld. Robust, vielseitig und extrem stark – mehr E-Fatbike für 1319 Euro (Gutscheincode GVvDC65p) geht fast nicht.
Wir haben alle E-Bikes in verschiedenen Szenarien wie geteerten Radwegen, geschotterten Feldwegen und steilen Anstiegen getestet. Langfristige Probleme, die eventuell bei monate- oder jahrelanger Alltagsnutzung auftreten, können wir auf diese Weise nicht erfassen. Finden wir nach Veröffentlichung unseres Testberichts noch Fehler oder werden von unseren Lesern auf etwas hingewiesen, tragen wir das nach.
Wer bei einem chinesischen Händler kauft, bezahlt in vielen Fällen weniger. Allerdings besteht im Gewährleistungs- oder Garantiefall die Gefahr eines schlechteren Service. Außerdem ist das Einfordern von Verbraucherrechten (Rückgabe, Gewährleistung) mit Hürden versehen oder nicht möglich. Wir verlinken hier Händler, mit denen wir im Allgemeinen gute Erfahrungen gemacht haben.
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