Lukasz beschäftigt sich seit über 15 Jahren als Redakteur mit Smartphones, Apps, Gadgets und Content-Marketing. Seit 2021 arbeitet er für Heise Medien und ist derzeit leitender Redakteur bei Heise Bestenlisten. Der studierte Historiker aus Tübingen begeistert sich sonst für Fitness, Fußball, Fotografie sowie basslastige Musik.
Ein günstiges Tablet bietet heute nahezu alles, was man für mobile Unterhaltung benötigt. Wir zeigen die besten Geräte bis 300 Euro.
Wer ein Tablet zur Unterhaltung auf dem Sofa sucht, muss nicht viel Geld ausgeben. Günstige Tablets bieten Displays von 11 bis 13 Zoll mit mindestens Full-HD-Auflösung, die sich optimal zum Surfen, Streamen oder für „Casual Games“ eignen. Alle Geräte laufen mit Android und beziehen Apps über den Google Play Store. Wir zeigen hier ausschließlich Geräte mit Android oder Windows, iOS-Tablets lassen wir bewusst außen vor.
Welche die besten günstigen Tablets sind, zeigen wir in dieser Bestenliste. Für anspruchsvolles Gaming oder zum Arbeiten als Laptop-Ersatz eignen sich diese Tablets weniger. Technisch hochwertigere Geräte inklusive iPad zeigen wir in der Top 10: Das beste Tablet im Test – Samsung vor Apple und Lenovo.
Neuer Testsieger ist das Honor Pad 10, das mit seinem ausgewogenen Gesamtpaket überzeugt – starke Performance, lange Akkulaufzeit und das beste LC-Display dieser Preisklasse. Es ist ab 255 Euro erhältlich.
Den Titel Technologiesieger trägt das mehr als ein Jahr alte Xiaomi Pad 7 für 290 Euro. Es bietet den leistungsstärksten Prozessor im Test und ein 144-Hz-LC-Display – damit ist es auch fürs Gaming einsetzbar.
Preis-Leistung-Sieger bleibt das Redmi Pad 2 Pro von Xiaomi ab 227 Euro. Es steht dem Honor Pad 10 in fast nichts nach.
Das Honor Pad 10 ist das beste Tablet bis 300 Euro. Das 12-Zoll-Display überzeugt mit starker Bildqualität und ordentlicher Helligkeit. Der Prozessor liefert genug Leistung für alle Alltagsaufgaben, und sechs Jahre Software‑Updates sind ein starkes Versprechen in dieser Preisklasse. Ab 255 Euro geht es los.
Viel Tablet für wenig Geld – das Xiaomi Pad 7 zeigt, dass starke Hardware nicht teuer sein muss. Damit ist es unser neuer Testsieger unter den Tablet-PCs unter 300 Euro. Mit seinem hochauflösenden 144-Hz-Display, einer leistungsfähigen CPU und einem schlichten, aber eleganten Design ist es führend in seiner Preisklasse. Egal, ob für den Medienkonsum, Alltagsaufgaben oder sogar Gaming – das Tablet liefert eine überzeugende Performance. Für 290 Euro ist es zu haben.
Das Redmi Pad 2 Pro ist der Preis-Leistungs-Sieger der günstigen Tablets. Das LCD mit 120 Hz bietet gute Bildqualität, der Klang ist kräftig und die Performance solide. Hier liefert Xiaomi ein nahezu rundes Gesamtpaket – ideal für Netflix, Youtube und Co.
Die WLAN-Version mit 6/128 GB kostet 227 Euro, das Modell mit 8/256 GB rund 269 Euro. Die 5G-Variante gibt es bei Amazon mit 6/128 GB für 288 Euro und mit 8/256 GB für 340 Euro.
Schon für knapp unter 200 Euro bekommt man ein gutes Tablet, das zumindest das tut, was es soll. Ein anschauliches Beispiel dafür ist das Lenovo Idea Tab. Geht der Preis über 200 Euro hinaus, bekommt man bessere Ausstattungsmerkmale bei der Hardware sowie mehr Speicher, größere Displays oder eine Mobilfunkanbindung. Für reines Streamen und Surfen auf der Couch muss man nicht mehr als 300 Euro bezahlen.
Früher bestanden günstige Tablets meist aus einfachem Kunststoff, der teils sogar unangenehm roch. Das gehört inzwischen der Vergangenheit an. Alle Modelle in unserer Top 10 bieten hochwertige Unibody-Gehäuse aus Aluminium und sind in der Verarbeitung kaum von teureren Geräten zu unterscheiden.
Lediglich bei der Bauhöhe sind sie mit rund 7 mm oft etwas dicker, und auch die Display-Ränder fallen größtenteils etwas breiter aus. Wasserdicht sind günstige Tablets zwar nicht, doch immerhin bieten einige Modelle bereits einen gewissen Spritzwasserschutz.
Als Displays in diesem Preisbereich kommen fast ausschließlich LCDs mit IPS-Panel zum Einsatz. OLED findet sich in diesem Preisbereich indessen nicht mehr, auch wenn das Acer Iconia X12 eine Zeit lang für knapp 300 Euro zu haben war. Was die Bildwiederholrate angeht, bieten die meisten Tablets dieser Preisklasse mittlerweile mindestens 90 Hz, teilweise sogar 120 Hz oder 144 Hz wie das Xiaomi Pad 7.
Die Displaygrößen der hier gezeigten Modelle reichen von kompakten 10,9 Zoll bis zu wuchtigen 13 Zoll. Damit gehört die Zeit der klassischen 10-Zoll-Tablets allmählich zur Vergangenheit an. Das beste kompakte Tablet dieser Bestenliste ist das Samsung Galaxy Tab S10 Lite mit 10,9 Zoll. Handlich mit 11 Zoll ist zudem das Lenovo Idea Tab. Die anderen Tablets bieten bereits 12 oder sogar 13 Zoll.
Wichtig beim Medienkonsum mit dem Tablet ist ein Zertifikat für Widevine Level 1. Nur damit ist es möglich, Inhalte von Streaming-Anbietern (Ratgeber) wie Netflix, Disney+ oder Amazon Prime auch in Full-HD-Auflösung wiederzugeben. Alle Tablets dieser Top 10 verfügen über ein entsprechendes Zertifikat.
Für den Einsatz im Freien sind die meisten Displays nicht hell genug. Zwar erreichen viele Modelle inzwischen rund 500 Nits, doch bei direkter Sonneneinstrahlung sind die Inhalte oft schwer zu erkennen. Zudem spiegeln die Bildschirme in dieser Preisklasse stark – matte Displays findet man erst bei deutlich teureren Geräten.
Selbst günstige Tablets bieten mittlerweile ordentliche Lautsprecher – Stereo ist Standard, teils gibt es sogar Modelle mit Dolby Atmos, etwa das Lenovo Idea Tab. Der Klang ist klar, angenehm voluminös und eignet sich gut zum Spielen sowie zum Ansehen von Filmen oder Serien. Praktisch ist der ausklappbare Ständer beim Lenovo Tab Plus.
Bluetooth für die drahtlose Anbindung von Kopfhörern oder Lautsprechern ist vorhanden, jedoch nicht immer in der neuesten Version. Das bedeutet, dass einige der Tablets keine Hi‑Res‑Audiocodecs unterstützen.
Günstige Tablets geizen in der Regel bei Prozessor und Speicher. In dieser Bestenliste kommen ausschließlich Octa-Core-CPUs zum Einsatz. Diese sind älteren Quad-Core-CPUs überlegen und reichen zum Surfen oder Streamen sowie für Casual Games aus. Für grafisch anspruchsvolle Spiele oder produktives Arbeiten sind die Tablets nicht immer geeignet – eine Ausnahme ist das Xiaomi Pad 7 sowie zumindest bei mittleren Grafikdetails auch das Honor Pad 10 und Redmi Pad 2 Pro.
Die meisten Tablets unterstützen nur Wi-Fi 5, wobei es schon Geräte mit Wi-Fi 6 gibt. Optional gibt es Varianten mit Mobilfunk. Ein LTE-Modul lohnt sich für alle, die das Gerät auch unterwegs mit dem Internet verbinden wollen. Der Aufpreis dafür liegt je nach Hersteller zwischen 20 und 50 Euro. Das setzt dann eine SIM-Karte mit entsprechendem Tarif (Ratgeber) voraus. Denkbar ist es aber auch, einen Hotspot mit dem Smartphone zu erzeugen, das ja meistens ohnehin dabei ist.
Das Samsung Galaxy Tab A11+ und A9+, Samsung Galaxy Tab S10 Lite und Redmi Pad 2 Pro sowie Lenovo Idea Tab gibt es zudem in einer Ausführung mit schnellem Mobilfunk. Das Blackview Mega 2 und Mega 8 sowie AGM Pad P2 bieten standardmäßig LTE.
Als Arbeitsspeicher sind 4 GB RAM sowie als interner Speicher 64 GB die absolute Untergrenze – wir raten zu mindestens 6 GB RAM und 128 GB Speicher, um ausreichend gewappnet zu sein. Modelle mit 8 GB RAM und 256 GB sind derzeit unwesentlich teurer und die klügere Wahl für mehr Zukufntsischerheit. Eine Erweiterung per microSD-Karte ist in der Regel aber möglich.
Immer häufiger werden günstige Tablets bereits mit einem Eingabestift ausgeliefert. Die beste Lösung bietet hier das Samsung Galaxy Tab S10 Lite, aber auch das preiswerte Lenovo Idea Tab verfügt serienmäßig über einen Stylus. Anschlüsse über Pogo-Pins für optionale Tastaturen gehören bei den meisten Geräten inzwischen zum Standard. Einen Fingerabdrucksensor findet man bei Tablets bis 300 Euro selten.
Die Kamera ist bei günstigen Tablets meistens zu vernachlässigen und liefert nur mittelmäßige Fotoqualität. Noch am besten schneidet hier das Galaxy Tab S10 Lite ab.
Die Akkulaufzeit der Geräte variiert von 7 bis 12 Stunden, einen Tag sollten die Tablets also problemlos durchhalten. Bei sporadischer Nutzung reicht es, sie alle drei bis vier Tage aufzuladen.
Android dominiert als Betriebssystem in der Klasse der günstigen Tablets. Daher finden sich hier ausschließlich Geräte mit Googles mobilem System. Ein iPad ist mit 335 Euro für diese Preiskategorie noch etwas zu teuer. Windows-Tablets sind wegen ihrer schwächeren Hardware und der wenig touchfreundlichen Oberfläche keine gute Alternative.
Zu weniger als Android 14 sollte man nicht greifen, auch wenn es noch viele Geräte mit Android 13 gibt. Besser wäre gleich ein Modell, das mit Android 15 oder schon Android 16 ausgeliefert wird – oder zumindest eines, für das ein Update garantiert ist. Optisch unterscheiden sich die Benutzeroberflächen der Hersteller teilweise deutlich, da sie die Freiheiten von Android als Open-Source-Plattform individuell nutzen. Hauptquelle für Apps bleibt jedoch der Google Play Store.
Geht es um Software-Updates, sind die Unterschiede zwischen den Herstellern deutlich. Vorbildlich ist Samsung: Beim Samsung Galaxy Tab S10 Lite sowie Galaxy Tab A11+ stellt der Hersteller für sieben Jahre Android-Versionen und Sicherheits-Updates in Aussicht. Bei Lenovo ist hingegen nur mit einem einzigen Versions‑Upgrade zu rechnen, Sicherheits‑Patches gibt es maximal drei Jahre lang. Auch Acer, Xiaomi und Honor schneiden kaum besser ab. Besonders bei chinesischen Marken wie Blackview erfolgt der Software‑Support meist nur unregelmäßig – wenn überhaupt.
Bereits unter 300 Euro bekommt man ein solides Android-Tablet. Dieses reicht vollkommen aus, wenn man es hauptsächlich als Multimedia-Gerät für Youtube-Videos, Streaming oder zum Surfen verwendet. Dank Widevine Level 1 können alle hier vorgestellten Modelle Streaming-Inhalte bei Anbietern wie Netflix in Full HD wiedergeben. Für anspruchsvolles Gaming sind die Tablets zwar nicht ausgelegt, doch für Surfen und „Casual Games“ bieten die verbauten Prozessoren mehr als genügend Leistung.
Das beste Gesamtpaket als Testsieger mit starkem Prozessor und 120-Hz-Display bietet das Honor Pad 10. Dahinter folgt das Xiaomi Pad 7 mit der besten Hardware als Technologiesieger. Preis-Leistungs-Sieger ist das Redmi Pad 2 Pro.
Weitere mobile Endgeräte zeigen wir in diesen Bestenlisten:
Das Honor Pad 10 bietet als 12-Zoll-Tablet für 239 Euro starke Technik zum günstigen Preis. Insbesondere der Bildschirm und die Ausstattung überzeugen im Test.
Das Honor Pad 10 bietet als 12-Zoll-Tablet für 239 Euro starke Technik zum günstigen Preis. Insbesondere der Bildschirm und die Ausstattung überzeugen im Test.
Das Honor Pad 10 zeigt, dass ein gutes Tablet nicht teuer sein muss. Schon der Vorgänger, das Honor Pad 9, überraschte mit solider Leistung und einem hochwertigen LCD. Der Nachfolger erfindet die Serie zwar nicht neu, führt sie aber konsequent weiter.
Das 12,1-Zoll-Display bietet hohe Auflösung und ordentliche Helligkeit – ideal für Streaming, Surfen und den Alltag auf der Couch. Leistung und Ausstattung reichen für den täglichen Einsatz locker aus. Ob das Honor Pad 10 damit zum Geheimtipp unter den günstigen Tablets wird, klärt der Test.
Wie schon der Vorgänger wirkt auch das Honor Pad 10 erstaunlich hochwertig verarbeitet. Es kommt im typischen Tablet-Look mit kantigem Metallgehäuse, dessen Ecken leicht abgerundet sind.
Die Abmessungen von 277 × 179,3 × 6,3 mm entsprechen weitgehend denen des Pad 9. Das neue Modell ist nur minimal dünner und schmaler und bringt mit 525 g etwas weniger Gewicht auf die Waage.
Die Kamera steckt nun in einem runden, silbern glänzenden Element in der oberen rechten Ecke der Rückseite – beim Pad 9 war sie noch mittig platziert. Die zweite Linse ist reine Zierde, denn das Tablet besitzt nur jeweils eine Kamera vorn und hinten.
Auch bei der Verarbeitung überzeugt das Pad 10, die Tasten haben klare Druckpunkte und sitzen fest im Gehäuse. Gegen Wasser ist das Tablet nicht geschützt und nur rudimentär gegen Staub (IP40).
Das Honor Pad 10 ist mit einem 12,1-Zoll-Display im 16:10-Format ausgestattet. Dieses Seitenverhältnis eignet sich besonders für Spiele, Filme und Serien, da es mehr Breite bietet als 3:2-Panels. Wer das Tablet hingegen im Hochformat nutzt, dürfte das Format aber als zu langgestreckt empfinden. Auch beim Arbeiten mit Mails oder Texten fehlt es dann in der Höhe an Fläche. Die Größe des Bildschirms bietet einen guten Kompromiss aus kompakten Außenmaßen und Bildfläche.
Mit einer Auflösung von 2560 × 1600 Pixeln erreicht das IPS-Panel rund 249 PPI. Einzelne Pixel sind mit bloßem Auge nicht mehr erkennbar. Neben der hohen Schärfe überzeugt das Display mit kräftigen Farben und guter Kontrastwiedergabe – für ein LCD in dieser Preisklasse liefert es eine beachtliche Bildqualität. An die Schwarzwerttiefe eines OLED-Panels kommt es zwar nicht ganz heran, doch zum Surfen oder Ansehen von Videos reicht die Darstellung völlig aus. Auch die Blickwinkelstabilität liegt auf hohem Niveau.
Die schmalen Ränder sorgen für ein Screen-to-Body-Verhältnis von rund 88 Prozent. Die maximale Helligkeit liegt bei etwa 500 Nits, was für den Einsatz in Innenräumen völlig ausreicht. Im Freien stößt das Panel dagegen an seine Grenzen. Angesichts des Preises bietet das Honor Pad 10 ein überzeugendes Display – in dieser Klasse finden sich kaum hellere Panels. Die Oberfläche spiegelt leider stark – was aber ebenfalls typisch ist für Geräte dieser Preiskategorie.
Wie bei günstigen Tablets üblich, fällt auch die Kameraausstattung des Honor Pad 10 eher schlicht aus. Eine 8-Megapixel-Linse auf der Rückseite und eine weitere an der Front decken Basisfunktionen ab. Für Videochats, Schnappschüsse oder das Abfotografieren von Dokumenten reicht das aus. Die Bilddetails sind überschaubar, die Farben wirken etwas blass. Videos lassen sich maximal in Full-HD mit 30 FPS aufnehmen.
Im Honor Pad 10 arbeitet der Snapdragon 7 Gen 3 – ein potenter Mittelklasse-Chipsatz, der für alle typischen Alltagsszenarien mehr als genug Leistungsreserven bietet. Das System reagiert schnell und zuverlässig, Apps starten ohne spürbare Verzögerung. In den Benchmarks bestätigt das Tablet diesen Eindruck: Rund 15.000 Punkte im PCMark sind für diese Preisklasse beachtlich.
Auch die Grafikleistung geht mit rund 1.500 Punkten im 3DMark Wild Life Extreme und etwa 5.300 Punkten bei Wild Life in Ordnung. Das sind Werte, die im Alltag für Games, Streaming und Multitasking völlig ausreichen. Selbst Spiele mit gehobenen Grafikansprüchen laufen bei mittleren Details halbwegs flüssig.
Die Speicherausstattung fällt großzügig aus: 8 GB RAM und 256 GB interner Speicher sind in dieser Preisklasse selten. So bleibt genug Platz für Apps, Mediendateien und Downloads unterwegs. Eine Erweiterung per microSD-Karte ist allerdings nicht vorgesehen.
Bei der kabellosen Konnektivität zeigt sich das Tablet ebenfalls modern: Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.3 sind an Bord. Eine Mobilfunkvariante bietet Honor allerdings nicht an – das Pad 10 ist also auf WLAN angewiesen. Der Typ-C-Anschluss arbeitet mit dem langsamen USB-2.0-Standard, was in dieser Preisklasse aber üblich ist.
Positiv überrascht der Klang der vier Lautsprecher: Der Sound ist raumfüllend, klar und angenehm abgestimmt. Für Musik fehlt es etwas an Bass, doch für Filme, Serien und Youtube liefert das Pad 10 einen überzeugend satten und dynamischen Ton – besser, als man es in dieser Preisregion erwarten würde.
Als optionales Zubehör bietet Honor mit dem Smart Bluetooth Keyboard eine Schutzhülle mit integrierter Tastatur sowie den Eingabestift Honor Choice Pen an. Beides verleiht dem günstigen Tablet einen Hauch von Premium-Charakter. Die Tastatur eignet sich für kurze Texte und E-Mails, erreicht aber nicht den Schreibkomfort eines Notebooks.
Der Stift liegt gut in der Hand und arbeitet präzise. Praktisch: Ein Etui für den Stift lässt sich an der Schutzhülle ankleben. Das ist auch nötig, da er nicht magnetisch haftet. Zum Laden muss man den Stylus per USB-C an ein Netzteil stöpseln.
Das Honor Pad 10 läuft ab Werk mit Magic OS 9 auf Basis von Android 15 – also bisher nicht mit der neuesten Version von Googles Betriebssystem. Ein Update sollte jedoch bald folgen. Für ein günstiges Tablet fällt der Update-Support ungewöhnlich großzügig aus: Honor verspricht sechs Jahre Android- und Sciherheits-Updates. Zum Testzeitpunkt im November ist der Sicherheitspatch allerdings nicht mehr ganz aktuell und datiert auf August.
Die Bedienoberfläche wirkt aufgeräumt, modern und läuft flüssig. Die Bedienung erfolgt über Gesten: Wischt man von links oder rechts, erscheinen die wichtigsten Apps oder eine Übersicht aller Anwendungen – einen klassischen App-Drawer gibt es nicht. Apps lassen sich als geteilte Ansicht oder in einem schwebenden Fenster darstellen. Ungewöhnlich ist die Methode, mit der sich Widgets hinzufügen lassen: Statt durch langes Tippen auf den Hintergrund zieht man zwei Finger zusammen.
Honor ersetzt einige Google-Apps durch eigene Alternativen und bietet auch einen eigenen App-Store an. Nicht immer überzeugend ist im Test die Kalender-App, die mitunter verzögert mit dem Google-Kalender synchronisierte. Insgesamt hält sich die vorinstallierte Software in Grenzen.
Mit einer Kapazität von 10.100 mAh fällt der Akku des Honor Pad 10 erfreulich groß aus. Im Battery-Test von PCMark erreichte das Tablet eine Laufzeit von rund zehn Stunden – ein starker Wert, der leicht über dem Durchschnitt vergleichbarer Geräte liegt. Beim reinen Surfen hält das Pad 10 bis zu 15 Stunden durch, bei der Videowiedergabe sind sogar bis zu 17 Stunden möglich – je nach Display-Helligkeit.
Geladen wird mit bis zu 35 Watt. Ein Netzteil gehört nicht zum Lieferumfang. Laut Honor soll der Akku bis zu 1400 Ladezyklen ohne nennenswerten Kapazitätsverlust überstehen. Der vollständige Ladevorgang dauert etwa zwei Stunden. Kabelloses Laden unterstützt das Tablet nicht.
Die UVP für das Honor Pad 10 liegt bei 299 Euro. Aktuell ist das Tablet bereits ab rund 255 Euro erhältlich. Die Tastatur kostet rund 60 Euro, der Stift etwa 50 Euro.
Das Honor Pad 10 zählt ohne Zweifel zu den besten Tablets unter 300 Euro. Es bietet Funktionen, die zuvor eher teureren Geräten vorbehalten waren. Die Verarbeitung ist hochwertig, das LCD überzeugt mit starker Bildqualität und ordentlicher Helligkeit. Auch die Leistung kann sich für ein Gerät dieser Preisklasse sehen lassen. Besonders positiv fallen der kräftige Sound und die lange Akkulaufzeit auf – sie sorgen dafür, dass der Spaß im Alltag nicht so schnell endet.
Mit optionalem Zubehör wie Stift und Tastaturschutzhülle wird das Honor Pad 10 fast zum kompakten Laptop‑Ersatz auf Android‑Basis. Sechs Jahre zugesagte Software‑Updates runden das Gesamtbild ab. Schwächen gibt es kaum – zu nennen sind höchstens der USB‑2.0‑Standard und der fehlende microSD‑Slot. Angesichts des Preises ist das jedoch leicht zu verschmerzen: Das Honor Pad 10 ist ein klarer Kauftipp in der Mittelklasse.
Das Xiaomi Pad 7 ist ein echter Geheimtipp unter den Tablets: flotter Prozessor, 144-Hz-Display und ein fairer Preis. Warum es sich lohnt, zeigt dieser Test.
Das Xiaomi Pad 7 ist ein echter Geheimtipp unter den Tablets: flotter Prozessor, 144-Hz-Display und ein fairer Preis. Warum es sich lohnt, zeigt dieser Test.
Schon seit dem Xiaomi Pad 5 begeisterte uns der chinesische Hersteller mit einer preiswerten iPad-Alternative mit Android. Mit dem Xiaomi Pad 6 (Testbericht) legte der Hersteller abermals nach und liefert jetzt mit dem Pad 7 ein Update der Reihe.
Wer nicht einen High-End-Prozessor benötigt oder ein OLED-Display, bekommt mit dem Pad 7 ein Tablet mit hervorragendem Preis-Leistungs-Verhältnis. Das kompakte Gerät mit 11,2-Zoll-Display löst mit 3K auf und ist flott genug für gängige Aufgaben, aber auch Spiele.
Das Xiaomi Pad 7 kostet nur 280 Euro. Wie sich das Tablet im Alltag schlägt und ob es einen Haken gibt, zeigen wir in diesem Testbericht.
Optisch hat sich im Vergleich zum Pad 6 wenig getan. Die Ränder des Metallgehäuses schließen kantig ab, während die Ecken erneut stark abgerundet sind. Fast identisch wie beim Vorgänger und recht auffällig ist das Kamera-Design: Die Linse sitzt in einem quadratischen Element mit abgerundeten Ecken eingebettet – wobei eine der „Linsen“ nur ein Dummy ist. Das markante Modul ragt sichtbar aus dem Gehäuse heraus und ist. Optisch erinnert das Pad 7 damit ein wenig an das Xiaomi 15.
Die Verarbeitung des dunkelgrauen Gehäuses ist einwandfrei. Es gibt keine sichtbaren Spaltmaße, die Tasten bieten zudem einen knackigen Druckpunkt. Der Power-Button sitzt auf der kurzen Seite, während die Lautstärkewippe an der langen Seite angebracht ist. Diese Anordnung erweist sich als praktisch, da man beim Anpassen der Lautstärke nicht aus Versehen das Display deaktiviert.
Neu ist das Format: Das Gehäuse ist im Verhältnis 3:2-Format gehalten, der Vorgänger setzt hier noch auf 16:10. Das entspricht auch dem Seitenverhältnis eines iPad 11 und hat Vorteile, wenn man das Tablet hochkant zum Lesen nutzt, was bei Tablets mit 16:10 sich komisch anfühlt. Nachteil: Im Querformat geht etwas Fläche verloren für Filme im Breitbildformat – sodass ein kleiner Balken unten und oben zu sehen ist.
Im Vergleich zum Vorgänger ist es minimal geschrumpft – die neuen Abmessungen betragen 251 × 173 × 6,2 mm. Damit ist es dünner als das iPad 11, bringt mit 500 g aber etwas mehr Gewicht auf die Waage. Eine IP-Zertifizierung gegen Wasser oder Staub gibt es weiterhin nicht.
Die Diagonale ist minimal gewachsen auf 11,2 Zoll. Die Auflösung ist ebenfalls von Xiaomi hochgeschraubt worden auf 3200 × 2136 Pixel, was für messerscharfe 345 PPI (Pixel per Inch) sorgt – der höchste Wert aus unseren Tablet-Tests. Damit ist die Auflösung deutlich höher als etwa beim iPad. Das Xiaomi Pad 7 unterstützt Widevine Level 1, was die Wiedergabe von Netflix und anderen Streaming-Diensten in Full-HD ermöglicht.
Zum Einsatz kommt ein IPS-Panel, das mit einer ausgezeichneten Bildqualität überzeugt. Farben wirken kräftig und dennoch natürlich, die Kontraste sind gut abgestimmt. Auf Wunsch kann man die Farbmodi anpassen. Auch die Blickwinkelstabilität ist exzellent, sodass Inhalte aus nahezu jeder Perspektive klar erkennbar bleiben.
Schwächen offenbart das Display allerdings bei stockdunklen Filmszenen, wie sie etwa bei „House of Dragons“ üblich sind. In Kombination mit der stark spiegelnden Oberfläche erkennt man in hellerer Umgebung dann Details nicht immer gut. Wer häufig Serien oder Filme schaut, könnte sich daran stören und sollte auf eine Umgebung achten, bei der Spiegelungen vermieden werden. Dieses Problem ist jedoch typisch für Tablets mit LC-Displays.
Dank der 144-Hz-Bildwiederholrate wirken Animationen und Bewegungen extrem flüssig. Ferner bietet das Display eine relativ hohe Helligkeit. Wir haben im manuellen Modus über 600 cd/m² gemessen und bei aktiver Helligkeitsanpassung sogar knapp unter 800 cd/m². Das ist ein ziemlich starker Wert für ein Tablet. Damit ist es leuchtstark und auch noch in heller Umgebung halbwegs nutzbar.
Im Vergleich zum Pad 6 ist alles gleichgeblieben: Auf den ersten Blick scheint das Xiaomi Pad 7 eine Dual-Kamera zu besitzen – doch ein Blick ins Datenblatt verrät: Eine der „Linsen“ ist nur Zierde. Tatsächlich gibt es, genau wie beim Vorgänger, nur eine 13-Megapixel-Kamera mit f/2.2-Blende. Für ein Tablet ist das vollkommen ausreichend: Schnappschüsse oder das Abfotografieren von Dokumenten gelingen problemlos, doch wer mehr erwartet, greift besser zum Smartphone. Videos sind mit maximal 4K bei 30 FPS oder Full-HD bei 60 FPS möglich.
Die Frontkamera sitzt im Display-Rand und löst mit 8 Megapixeln auf. Für Selfies reicht das gerade so, immerhin sind Videoanrufe in Full-HD möglich, auch wenn nur bei 30 FPS. Auch hier bleibt alles beim Alten im Vergleich zum Xiaomi Pad 6.
Das Pad 5 und Pad 6 nutzten einen etwas in die Jahre gekommenen High-End-Chip von Qualcomm – beim Pad 7 geht man bewusst auf einen neuen Mittelklasse-Prozessor in Form des Qualcomm Snapdragon 7+ Gen 3. Dieser bietet dennoch eine starke Performance und übertrifft damit den Vorgänger leicht. Entsprechend flüssig läuft das System, auch mit mehreren Apps.
Beim Benchmark von PCmark erreichen wir starke 15.400 Punkte – was beinahe auf Augenhöhe mit dem Top-Tablet Samsung Galaxy Tab S10+ liegt. Mehr als ordentlich ist zudem die Grafikleistung, was die 3000 Punkte aus 3Dmark „Wild Life Extreme“ verdeutlichen. Selbst für das Gaming ist das Pad 7 damit weitgehend geeignet. Damit liegt es nur leicht hinter dem hochpreisigen Modell Xiaomi Pad 6S Pro.
Als Speicher gibt es allerdings nur eine Konfiguration mit 128 GB (UFS 4.0) bei 8 GB RAM. Das könnte bei großen Downloads von Filmen für die Offline-Wiedergabe mit der Zeit knapp werden. Eine Erweiterung mittels microSD-Karte ist nicht möglich. Zudem gibt es keine Ausführung mit Mobilfunk. Immerhin sind die Standards für Konnektivität mit Wi-Fi 6E, Bluetooth 5.4 sowie flotten USB-C 3.0 auf einem halbwegs aktuellen Stand. Ein Anschluss für Klinkenkabel fehlt jedoch. Die Lautsprecher bieten einen voluminösen und soliden Sound, klingen aber zuweilen etwas blechern. Einen Fingerabdrucksensor gibt es nicht.
Als optionales Zubehör gibt es mit dem Xiaomi Focus Pen einen Stift mit zwei Tasten für 79 Euro. Dieser haftet magnetisch auf der Oberkante des Tablets und lädt induktiv. Drückt man die große Taste für längere Zeit und tippt dann auf den Bildschirm, öffnet sich das Zeichenprogramm Mi Canvas.
Das Xiaomi Pad 7 wird mit Android 15 und Hyper OS 2.0 ausgeliefert. Zum Testzeitpunkt Ende März stammte der Sicherheits-Patch noch aus dem Februar – ein baldiges Update wäre also wünschenswert. Xiaomi verspricht rund drei Jahre Sicherheits-Updates und zwei große Android-Upgrades, damit ist das Tablet bis zu Android 17 versorgt.
Optisch erinnert das System stärker an iOS als an klassisches Android. Hyper OS ist standardmäßig ohne App-Drawer und mit Gestensteuerung konfiguriert. Wer lieber eine klassische Übersicht aller Apps möchte, kann diese in den Einstellungen aktivieren. Xiaomi installiert neben eigenen Tools auch etwas Bloatware, darunter LinkedIn, WPS Office und Netflix. Immerhin lassen sich diese Apps problemlos deinstallieren. Werbung, wie sie bei einigen Poco-Geräten vorkommt, gibt es hier nicht.
Splitscreen funktioniert mit ausgewählten Apps, separate Nutzerprofile lassen sich leider nicht anlegen. Wer ein Xiaomi-, Poco- oder Redmi-Smartphone besitzt, kann dessen Inhalt per Split-Screen auf das Tablet spiegeln. Mit einer Tastaturhülle gibt es ferner den Workstation-Modus. Dieser bietet eine Desktop-ähnliche Oberfläche, in der Apps in frei skalierbaren Fenstern geöffnet werden können.
Das Xiaomi Pad 7 ist mit einem 8850-mAh-Akku ausgestattet. Beim simulierten Betrieb im Battery Test von PCmark hält es mit adaptiver Bildwiederholrate von bis zu 144 Hz rund 8,5 Stunden durch. Das ist ein guter Wert, aber nicht rekordverdächtig. Stellt man die Bildwiederholrate auf 60 Hz, verlängert sich die Laufzeit um mindestens zwei Stunden. Bei reiner Videowiedergabe läuft das Tablet etwas länger durch. Nutzt man es intensiv zum Arbeiten oder Zocken, verkürzt sich die Akkulaufzeit deutlich.
Die Ladeleistung beträgt bis zu 45 Watt. Damit ist der Akku von 20 auf 100 Prozent in rund 90 Minuten wieder voll aufgeladen. Das geht schneller als bei vielen Konkurrenten. Ein Netzteil gehört aber nicht zum Lieferumfang.
Die UVP des Xiaomi Pad 7 liegt bei 400 Euro, doch die Straßenpreise sind bereits deutlich günstiger. Das Tablet ist in den Farben Hellblau, Hellgrün und Dunkelgrau erhältlich. Das dunkelgraue Modell ist schon ab 290 Euro zu haben.
Mit dem Pad 7 bietet Xiaomi ein Tablet, das sich durch ein hochauflösendes Display und eine gute Performance auszeichnet. Die verwendete CPU bewältigt Alltagsaufgaben, Medienkonsum und selbst Spiele ohne größere Einschränkungen. Das 144-Hz-Panel sorgt für eine flüssige Darstellung und eine insgesamt gute Bildqualität. In dunklen Filmszenen stößt das stark spiegelnde LCD jedoch an seine Grenzen.
Das Design ist schlicht gehalten und erinnert mit seinem 3:2-Format an Apples iPad-Reihe. Klanglich bewegt sich das Tablet auf durchschnittlichem Niveau. Ein Fingerabdrucksensor fehlt, was den Bedienkomfort etwas einschränkt.
Das Xiaomi Pad 7 bietet ein hervorragendes Gesamtpaket für Nutzer, die ein leistungsfähiges Tablet mit hellem, schnellem und scharfem Display suchen und dabei unter 400 Euro bleiben wollen. Eine Kaufempfehlung können wir für das Pad 7 definitiv aussprechen.
Gute Performance, 12-Zoll-LCD mit 120 Hz und solider Prozessor: Im Preisbereich um 200 Euro zählt das Redmi Pad 2 Pro zu den besten Tablets.
Gute Performance, 12-Zoll-LCD mit 120 Hz und solider Prozessor: Im Preisbereich um 200 Euro zählt das Redmi Pad 2 Pro zu den besten Tablets.
Das Redmi Pad 2 Pro bietet viel Tablet fürs Geld. Bereits der Vorgänger überzeugte im Test, nun legt Xiaomi mit einem überarbeiteten Modell nach. Wer ein günstiges Gerät zum Surfen oder Streamen sucht, könnte hier fündig werden – wie sich das Tablet im Test schlägt, lesen Sie bei uns.
Bei den Abmessungen von 279,8 × 181,65 × 7,5 mm bleibt das Redmi Pad 2 Pro dem Vorgänger weitgehend treu. Allerdings legt es mit rund 610 g etwas an Gewicht zu. Das kantige Unibody-Gehäuse besteht weiterhin aus Aluminium. Die Verarbeitung ist sehr hochwertig, das Tablet wirkt sehr stabil.
Optisch hat Xiaomi das Tablet deutlich überarbeitet. Das obere Fünftel der Rückseite ist klar vom restlichen, glatten Bereich abgegrenzt – ähnlich wie bei Lenovos Tablets. Dort sitzen der Redmi-Schriftzug und eine geriffelte Struktur mit dreieckigem Muster. Zwei große, runde Elemente beherbergen Kamera und LED-Blitz.
Der Power-Button sitzt an der kurzen, die Lautstärkewippe an der langen Seite – Verwechslungsgefahr besteht also nicht. Die Tasten bieten einen soliden Druckpunkt, zudem gibt es einen begrenzten Schutz vor Staub und Spritzwasser nach IP53.
Der Bildschirm misst erneut 12,1 Zoll – ein gelungener Kompromiss zwischen kompakten Modellen unter 11 Zoll und großen Tablets jenseits der 13-Zoll-Marke. So bietet das Redmi Pad 2 Pro eine großzügige Anzeigefläche, bleibt aber gut transportabel.
Das Seitenverhältnis von 16:10 ist auf Medienkonsum ausgelegt. Für produktives Arbeiten wäre ein 3:2-Format praktischer, doch das aktuelle Format nutzt die Fläche optimal für Filme und Serien. Die Bildwiederholrate von bis zu 120 Hz sorgt für flüssige Darstellungen bei Animationen und Spielen.
Mit einer Auflösung von 2560 × 1600 Pixeln liefert das Tablet ein sehr scharfes Bild. Farben wirken lebendig, Kontraste sind gut abgestimmt und die Blickwinkelstabilität überzeugt. In dieser Preisklasse bietet Xiaomi damit eine starke Bildqualität – lediglich das Honor Pad 10 liegt hier leicht vorn.
Die Helligkeit ist für ein günstiges Tablet beachtlich: Im Test erreichten wir bis zu 550 Nits, laut Hersteller sind im HDR-Modus bis zu 600 Nits möglich. Für den Außeneinsatz ist das zwar etwas knapp, insgesamt aber ein für diese Preisklasse ausgezeichneter Wert. Wie bei den meisten Tablets spiegelt die glänzende Oberfläche deutlich, was bei starkem Gegenlicht stören kann.
Die Ausstattung fällt in dieser Preisklasse erwartungsgemäß einfach aus. Sowohl die Haupt- als auch die Frontkamera lösen mit 8 Megapixeln auf. Das genügt für ordentliche, aber unspektakuläre Aufnahmen – Details wirken im Vergleich zu Smartphone-Kameras weniger klar. Die Bildschärfe könnte höher sein, der Dynamikumfang ist bei Tageslicht jedoch halbwegs stimmig.
Für gelegentliche Schnappschüsse oder das Abfotografieren von Dokumenten reicht die Qualität aus. Videochats sind mit der Frontkamera immerhin in Full-HD bei 30 FPS möglich, die Hauptkamera nimmt Videos mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde auf.
Als Antrieb dient der Snapdragon 7s Gen 4 – eine leicht abgespeckte Variante von Qualcomms aktuellem Mittelklasse-Chip. Er bietet ausreichend Leistung für die typischen Einsatzbereiche eines Tablets. Das System läuft flüssig und ohne störende Ruckler. Im Benchmark von PCMark erreichte das Redmi Pad 2 Pro rund 13.500 Punkte – ein starker Wert für die Klasse.
Unser Grafiktest 3DMark ließ sich zwar nicht ausführen, doch in Spielen zeigte sich: Titel mit aufwendiger Grafik laufen bei mittleren Details noch flüssig – etwa Asphalt 8. Für Hardcore-Gamer ist das Tablet weniger geeignet, für Gelegenheitsspieler dagegen ausreichend.
Das Einstiegsmodell mit 128 GB Speicher verfügt über 6 GB RAM, die Variante mit 256 GB bringt 8 GB RAM mit. Eine Speichererweiterung per microSD-Karte ist möglich. Daneben ist eine 5G-Version erhältlich, die zusätzlich GPS, Glonass, Galileo und QZSS unterstützt. Die WLAN-Variante muss auf diese Funktionen verzichten. NFC gibt es nicht.
Bei der Konnektivität zeigt sich Xiaomi auf einem guten Niveau: Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.4 sind an Bord. Der USB-C-Anschluss arbeitet allerdings nur mit dem üblichen USB-2.0-Tempo, was in dieser Preisklasse aber üblich ist. Positiv: Es gibt weiterhin eine 3,5-mm-Klinkenbuchse für kabelgebundene Kopfhörer. Das Tablet ist zudem erweiterbar um eine Tastatur und einen Stift (Redmi Smart Pen).
Die vier Lautsprecher liefern einen klaren, kräftigen Klang, der erst bei sehr hoher Lautstärke leicht übersteuert. Damit ist das Redmi Pad 2 Pro gut für Spiele, Filme und sogar Musik geeignet.
Das Redmi Pad 2 Pro läuft mit Hyper OS 2 auf Basis von Android 15. Die Bedienoberfläche entspricht weitgehend dem, was Xiaomi-Nutzer bereits von den Smartphones kennen. Positiv: Der Hersteller verzichtet auf störende Werbung, und auch Bloatware ist kaum vorhanden – Apps wie Netflix kann man bei Bedarf selbst installieren. Ein Widevine-Level-1-Zertifikat ist vorhanden, wodurch Streaming-Inhalte von Plattformen wie Netflix oder Disney+ in Full-HD wiedergegeben werden können.
Der Sicherheitspatch stammt zum Testzeitpunkt vom 1. Oktober 2025 und ist damit nicht mehr ganz aktuell. Laut Xiaomi soll das Redmi Pad 2 Pro alle drei Monate Sicherheitsupdates erhalten. Zudem hat Xiaomi den Update-Zeitraum deutlich verbessert. Laut dem Xiaomi Security Center soll das Redmi Pad 2 Pro bis zu sieben Jahre Sicherheitsupdates und fünf große Android-Upgrades erhalten – das wäre in dieser Preisklasse außergewöhnlich. Frühere Quellen nannten noch einen Zeitraum von vier Jahren. Hier dürfte sich Xiaomi aber an die neuen EU-Vorgaben angepasst haben.
Der Akku bietet eine üppige Kapazität von 12.000 mAh. Das ist ein deutlicher Zugewinn von rund 20 Prozent im Vergleich zum Vorgänger. Im Battery-Test von PCMark konnten wir jedoch keinen großen Sprung feststellen – allerdings simuliert der Benchmark unterschiedliche Aufgaben bei einer Helligkeit von 200 cd/m². Das stellt zwar einen guten Durchschnitt dar, ist aber nicht immer ganz realistisch für den Alltagsbetrieb.
Wie beim Vorgänger erreichten wir einen Wert von 8,5 Stunden bei 120 Hz sowie 9 Stunden bei 90 Hz – solide, aber nicht übermäßig lang. Beim reinen Surfen oder bei der Videowiedergabe kann man von einer deutlich längeren Laufzeit ausgehen. Etwa 13 Stunden sind realistisch. Geladen wird mit maximal 33 Watt, damit dauert es fast drei Stunden, bis das Tablet vollständig aufgeladen ist. Ein Netzteil liegt nicht bei.
Die UVP des Redmi Pad 2 Pro startet bei 299 Euro für die Version mit 6/128 GB. Das Modell mit 8/256 GB kostet 350 Euro, die 5G-Variante liegt bei 380 Euro (6/128 GB) oder 430 Euro (8/256 GB). Erhältlich ist das Tablet in Dunkelgrau, Silber und Purpur.
Die WLAN-Version mit 6/128 GB gibt es mittlerweile ab 227 Euro. Das Modell mit 8/256 GB startet bei 269 Euro. Für den Versand kommen Gebühren von bis zu 15 Euro hinzu. Die 5G-Variante liegt bei 288 Euro und reicht bis 340 Euro für die größere Speicherausführung.
Mit dem Redmi Pad 2 Pro liefert Xiaomi erneut einen echten Preis-Leistungs-Tipp im Tablet-Segment. Das LC-Display überzeugt mit guter Bildqualität und 120 Hz, dazu kommen satter Klang und solide Performance. Positiv ist auch die deutlich verbesserte Update-Politik – sofern Xiaomi die Zusagen einhält.
Schwächen gibt es nur wenige: Die WLAN-Version verzichtet auf GPS, NFC fehlt ebenfalls, und der große Akku benötigt rund drei Stunden zum Laden. Wer jedoch ein preiswertes Tablet für Netflix & Co. sucht, macht mit dem Redmi Pad 2 Pro nichts falsch.
Das günstigste neue Tablet von Samsung ist das Galaxy Tab S10 Lite. Das 10,9-Zoll-Modell bietet solide Leistung und Software-Updates für eine lange Zeit.
Das günstigste neue Tablet von Samsung ist das Galaxy Tab S10 Lite. Das 10,9-Zoll-Modell bietet solide Leistung und Software-Updates für eine lange Zeit.
Bei den preiswerten Einsteiger-Tablets ist es bei Samsung schon seit einiger Zeit ruhig geworden. Das Galaxy Tab A9+ stammt noch aus dem Jahr 2023. Regelmäßig wurden zuletzt nur die Premium-Modelle der Galaxy-Tab-S-Reihe aktualisiert. Wer hier sparen wollte, musste zum FE-Modell greifen – das jedoch den Rahmen eines Budget-Tablets preislich sprengt.
Mit dem Galaxy Tab S10 Lite bietet Samsung nun ein Modell unterhalb des Galaxy Tab S10 FE an. Damit schließt Samsung die Lücke zwischen den bezahlbaren Galaxy-A-Tablets und den teuren FE- und S-Modellen. Eine Lite-Variante gab es in der S-Serie schon lange nicht mehr – zuletzt das Galaxy Tab S6 Lite von 2020, das 2024 eine Frischzellenkur erhielt.
Das Galaxy Tab S10 Lite soll trotz des günstigeren Preises Features wie einen Eingabestift und Software-Support für sieben Jahre bieten. Abstriche gibt es allerdings bei der Hardware. Ob es sich dabei um eine Mogelpackung oder einen echten Preis-Tipp handelt, zeigen wir in diesem Testbericht.
Auf den ersten Blick könnte man das Samsung Galaxy Tab S10 Lite für ein Premium-Tablet halten. Es folgt der Designsprache der übrigen Tab-S-Modelle mit einem edlen Unibody-Gehäuse aus Metall. Verglichen mit dem Galaxy Tab S11 ist das Tab S10 Lite mit 6,6 mm etwas dicker und hat breitere Display-Ränder.
Die Abmessungen von 254,3 × 6,6 × 165,8 mm entsprechen nahezu denen des Galaxy Tab S10 FE. Damit gehört es zu den eher kompakten Tablets, die man gut überall mitnehmen kann. Mit 524 g ist es jedoch etwas schwerer als das FE-Modell sowie Tab S11.
Die Verarbeitung wirkt tadellos. Lautstärkewippe und Power-Taste sitzen etwas weiter in der Mitte. Unserer Meinung nach sind sie dadurch aber etwas schwerer zu erreichen, wenn man das Tablet in den Händen hält. Anders als beim Tab S11 bleibt die Anordnung wie beim Tab S10 FE gleich: zuerst der Power-Button, dann die Lautstärkewippe.
Eine Zertifizierung nach IP68 wie bei den übrigen Modellen der Tab-S-Reihe gibt es jedoch nicht – das Lite-Modell ist also nicht wasserdicht. Es gibt lediglich mit IP42 einen leichten Spritzwasserschutz. Ein Stift gehört ebenfalls zum Lieferumfang, ist aber mit seinem runden Design auf andere Art gestaltet, als der neue S Pen beim Tab S11.
Das Display bietet wie schon beim Tab S10 FE eine Diagonale von 10,9 Zoll, was den etwas dickeren Rändern im Vergleich zum Tab S11 geschuldet ist. Als Technologie kommt ein LCD mit IPS-Panel zum Einsatz. Die Bildqualität ist gut, erreicht aber nicht ganz das hohe Niveau des Tab S10 FE. Bei Kontrast und Schwarzwerten kann es zudem bei Weitem nicht mit dem OLED-Display des Tab S11 mithalten, erfüllt aber dennoch seinen Zweck.
Die Auflösung liegt mit 2112 × 1320 Pixeln (WUXGA+) minimal unter der des FE-Modells. Mit einer Pixeldichte von 228 PPI bleibt das Bild dennoch ausreichend scharf, um keine störenden Pixel zutage zu fördern. Das Seitenverhältnis beträgt die für Samsung typischen 16:10. Das sorgt beim Medienkonsum für ein schönes, breites Bild, eignet sich aber zum produktiven Arbeiten etwas weniger. Im Hochformat wirkt das Tablet recht lang gezogen – als Ersatz für einen E-Book-Reader ist es daher nur bedingt geeignet.
Die Bildwiederholrate liegt bei bis zu 90 Hz und sorgt für eine flüssige Darstellung. In unseren Messungen erreichte das Display bei aktivierter Helligkeitsanpassung bis zu 550 Nits – ein guter Wert für diese Preisklasse. Im Freien lässt sich die Anzeige meist gut ablesen, solange man einen schattigen Platz wählt. Der Haupteinsatzbereich bleibt aber klar im Innenraum. Gelegentliche Spiegelungen treten auf, sind für ein Tablet dieser Klasse jedoch normal.
Hinsichtlich der Kameraausstattung hat Samsung beim Galaxy Tab S10 Lite merklich den Rotstift angesetzt. Während das Galaxy Tab S11 solide Fotos liefert und selbst das Tab S10 FE noch ordentliche Aufnahmen schafft, beschränkt sich die Kamera des Lite-Modells auf das Wesentliche.
Für Selfies verbaut Samsung lediglich eine einfache 5-Megapixel-Kamera, auf der Rückseite steht ein 8-Megapixel-Sensor zur Verfügung – im Prinzip identisch mit dem, was auch im Galaxy Tab A9+ steckt. Das ist allerdings zu verschmerzen, da wohl kaum jemand ernsthaft mit einem Tablet fotografieren möchte.
Entsprechend begrenzt fällt der Dynamikumfang aus, und auch die Detailtiefe hält sich in Grenzen. Bei Gegenlicht neigt das Tab S10 Lite schnell zu Überbelichtungen. Bei Dunkelheit ist die Kamera mangels Blitz unbrauchbar. Insgesamt gelingen bei Tag aber akzeptable und scharfe Bilder. Videos nimmt das Tablet nur in Full-HD mit 30 Bildern pro Sekunde auf. Für gelegentliche Schnappschüsse, das Abfotografieren von Dokumenten oder Videochats reicht die Kameraausstattung damit völlig aus.
Im Galaxy Tab S10 Lite steckt der Exynos 1380, ein alter Bekannter aus Samsungs Mittelklasse – unter anderem arbeitet er auch im Galaxy A26, A35 und A54. Das ist kein High-End-Chip, aber solide Hausmannskost. Für den Alltag reicht die Leistung völlig aus: Surfen, Mails, Streaming, ein bisschen Office – alles läuft rund. Im PCMark-Benchmark stehen rund 13.000 Punkte auf der Uhr, was für diese Preisklasse ein ordentlicher Wert ist.
Sobald es grafisch etwas anspruchsvoller wird, offenbart das Tab S10 Lite allerdings seine Schwächen. Mit etwa 3000 Punkten bei 3DMark Wild Life und nur 800 Punkten bei Wild Life Extreme ist schnell klar: Für echtes Gaming taugt es lediglich bedingt. Wer aber lieber zwischendurch ein paar Schweine in Angry Birds wegkatapultiert, wird bestens bedient.
Beim Speicherangebot gibt es üblich magere Kost für den Preis: 6 GB RAM und 128 GB Speicher, letzterer erweiterbar per microSD-Karte. Eine Variante mit 8 GB RAM und 256 GB gibt es ebenfalls. Beim Typ-C-Port setzt Samsung auf den USB-2.0-Standard. Der ist zwar nicht besonders schnell und technisch in die Jahre gekommen, in dieser Preisklasse aber üblich.
Dafür zeigt sich die Funk-Ausstattung modern: Das Tab S10 Lite unterstützt Wi-Fi 6E und Bluetooth 5.3. Es gibt auch eine Variante mit zusätzlichem 5G-Modem. Zur Positionsbestimmung nutzt das Tablet ferner GPS, Galileo, Glonass, Beidou und QZSS – damit eignet es sich auch gut für die Navigation unterwegs.
Der Stereo-Sound ist für Filme und Serien völlig in Ordnung, wirkt für Musikfans über die Lautsprecher jedoch etwas dünn. Beim Galaxy Tab S10 Lite ist Adapt Sound zudem standardmäßig integriert. Die Funktion ermittelt über einen kurzen Hörtest das individuelle Hörvermögen und passt die Klangwiedergabe entsprechend an – etwa durch die Verstärkung hoher Frequenzen oder eine klarere Darstellung leiser Töne. Adapt Sound entfaltet seine Wirkung jedoch nur bei der Nutzung von Kopfhörern. So werden Sprache und Musik besser verständlich, und das Tablet bietet insbesondere älteren Nutzern und Menschen mit Hörschwächen ein verbessertes, individuell angepasstes Audioerlebnis.
Einen Fingerabdrucksensor sucht man zudem vergebens. Immerhin liegt ein S Pen bei. Der ist dieses Mal rund, fühlt sich leicht an und hat eine Taste für Schnellfunktionen. Mit einem Doppeltipp aufs Display lässt sich etwa die Notiz-App direkt starten – praktisch, wenn man im Meeting schnell eine Idee notieren will.
Samsung verspricht für das Galaxy Tab S10 Lite Software-Updates über einen Zeitraum von sieben Jahren – ein beachtlicher Wert in dieser Preisklasse. In der Praxis zeigt sich das Unternehmen jedoch etwas zurückhaltender als bei den Premium-Modellen. Auf unserem Testgerät lief im Oktober 2025 noch Android 15 mit One UI 7, der Sicherheits-Patch stammte aus Juli 2025. Es ist daher wahrscheinlich, dass Samsung beim Lite-Modell – anders als beim Tab S11 – einen quartalsweisen Update-Rhythmus einhält.
Ansonsten gibt es keine Überraschungen: Wer schon einmal ein Samsung-Gerät genutzt hat, wird sich mit One UI sofort zurechtfinden. Wie gewohnt installiert Samsung eine Reihe eigener Anwendungen vor, darunter den Kalender, Samsung Notes und die App für Wearables. Auch Penup ist wieder mit dabei. Die Zeichen-App ist auf den Stifteinsatz optimiert und bietet unter anderem Vorlagen zum Ausmalen – im Grunde ein digitales Malbuch, das Spaß macht. Auf die neuen KI-Funktionen der Galaxy-Tab-S11-Reihe müssen Käufer des Tab S10 Lite allerdings verzichten.
Im Galaxy Tab S10 Lite steckt ein 8000 mAh großer Lithium-Ionen-Akku – eine typische Kapazität für ein Tablet dieser Größe. Samsung verspricht bis zu 16 Stunden Laufzeit, was in der Praxis allerdings etwas optimistisch ist.
Im PCMark Battery Test erreichte das Tablet bei rund 200 Nits Helligkeit eine Laufzeit von knapp 10 Stunden – ein solider, aber unspektakulärer Wert. Beim Videostreaming sind – je nach Displayhelligkeit – zwei bis drei Stunden mehr möglich. Ein echter Dauerläufer ist das Tab S10 Lite zwar nicht, für den normalen Tagesbetrieb reicht die Ausdauer aber problemlos aus.
Geladen wird mit bis zu 25 W, wodurch der Akku in etwa zwei Stunden vollständig geladen ist. Kabelloses Laden unterstützt das Gerät nicht – das bleibt weiterhin den höherpreisigen Modellen vorbehalten.
Die unverbindliche Preisempfehlung für das Galaxy Tab S10 Lite liegt bei 399 Euro für das Modell mit 6/128 GB und 469 Euro für die Variante mit 8/256 GB. Die Version mit 5G kostet 459 Euro mit 6/128 GB und 529 Euro mit 8/256 GB.
Im Handel zahlt man aber deutlich weniger. Das reine WLAN-Modell (X400) mit 128 GB kostet bei Ebay nur noch 255 Euro. Der Aufpreis für die 5G-Version (X406) fällt gering aus und liegt bei rund 295 Euro. Das Modell mit 256 GB ist aktuell für etwa 314 Euro erhältlich, mit 5G ab 347 Euro.
Anders als beim Tab S10, S11 oder Tab S10 FE zeigt sich Samsung farbenfroher: Das Tab S10 Lite ist neben Silber und Dunkelgrau auch in Korallenrot erhältlich.
Mit dem Galaxy Tab S10 Lite bringt Samsung wieder Schwung in seine Einsteigerklasse. Das Tablet punktet mit hochwertiger Verarbeitung, solider Alltagsleistung und einem für diese Preisklasse außergewöhnlich langen Software-Support von sieben Jahren. Auch der S Pen im Lieferumfang ist ein Pluspunkt, den man in diesem Preisbereich selten findet.
Dafür muss man bei Display, Kamera und Performance kleinere Abstriche hinnehmen: Das Panel liefert ordentliche, aber keine besonders brillanten Farben. Für grafisch aufwendige Spiele ist die Leistung zu schwach. Gespart hat Samsung zudem bei der IP-Zertifizierung, der Kamera und den Anschlussstandards.
Letztlich bietet das Galaxy Tab S10 Lite aber ein stimmiges Gesamtpaket – im Grunde ist es ein abgespecktes Galaxy Tab S10 FE. Es ist derzeit das einzige neue und günstige Tablet von Samsung. Der Preis von 400 Euro wirkt zum Marktstart im August zur Konkurrenz etwas hoch, ist aber bereits erheblich gesunken.
Das Lenovo Idea Tab bietet überraschend viel für wenig Geld: ein brillantes LC-Display mit 2,5K-Auflösung, ordentliche Ausstattung und sogar einen Stylus.
Das Lenovo Idea Tab bietet überraschend viel für wenig Geld: ein brillantes LC-Display mit 2,5K-Auflösung, ordentliche Ausstattung und sogar einen Stylus.
Mit dem Lenovo Idea Tab (TB336FU) hat das chinesische Unternehmen eher still ein Einsteiger-Tablet mit starkem Preis-Leistungs-Verhältnis auf den Markt gebracht. Es tritt die Nachfolge des beliebten Budget-Modells Lenovo Tab M11 an. Das schicke Metallgehäuse, das gute LC-Display und die solide Ausstattung machen es zu einer interessanten Wahl zum Streamen oder Surfen für nur 169 Euro. Welche Schwächen es gibt und warum das Preis-Leistungs-Verhältnis dennoch so gut ist, zeigt unser Testbericht.
Die Zeiten, in denen günstige Tablets in schlichten Kunststoffgehäusen daherkamen, sind längst vorbei. Das zeigt auch das Lenovo Idea Tab, das ein schickes und hochwertiges Unibody-Gehäuse aus Aluminium hat. Das kantige, klare Design orientiert sich an vielen aktuellen Tablets und wirkt zugleich schlicht und funktional.
Mit einer Display-Diagonale von 11 Zoll gehört das Idea Tab zu den eher kompakten Geräten. Es passt problemlos in eine größere Handtasche oder einen kleinen Rucksack. Mit 480 g ist es angenehm leicht, die Abmessungen von 254,6 × 6,99 × 166,2 mm entsprechen in etwa denen eines Samsung Galaxy Tab S10 Lite – das Lenovo-Tablet ist damit nur etwas größer als ein Notizblock im DIN-A5-Format.
Praktisch: Die Powertaste sitzt an der kurzen Seite, die Lautstärketasten oben an der langen. So verwechselt man sie kaum. Beide sind gut erreichbar und bieten einen angenehmen Druckpunkt. Wasserdicht ist das Tablet zwar nicht, aber nach IP52 immerhin gegen Staub und Spritzwasser geschützt – in dieser Preisklasse ein üblicher Standard. Jeweils zwei Lautsprecher an den Seiten sorgen für ausgewogenen Klang, egal in welcher Ausrichtung das Tablet gehalten wird.
Eine positive Überraschung ist das 11-Zoll-Display mit IPS-Panel. Es ist für die Preisklasse ungewöhnlich hoch aufgelöst: 2560 × 1600 Pixel (WQXGA) sorgen bei 274 PPI für eine scharfe Darstellung. Das Bildformat beträgt 16:10 – typisch für Android-Tablets. Das bietet Vorteile beim Ansehen von Filmen und Serien, ist im Hochformat jedoch etwas unhandlich, da das Gerät dann relativ lang wirkt. In der Praxis dürfte es daher überwiegend im Querformat genutzt werden.
Die Bildwiederholrate liegt bei 90 Hz, was für ein flüssiges Bild sorgt – sei es beim Spielen, Scrollen oder bei Animationen. Die Bildqualität überrascht in der Preisklasse mit kräftigen, lebendigen Farben und ausgewogenem Kontrast. Subjektiv wirkt sie sogar besser als beim Samsung Galaxy Tab S10 Lite. Die Blickwinkelstabilität ist gut, die Kontraste sind stimmig. Bei der Film- oder Serienwiedergabe stößt das Display gelegentlich an seine Grenzen, vorwiegend bei dunklen Szenen, in denen feine Details dann schwer zu erkennen sind. Das ist aber bei den meisten Tablets mit LC-Display der Fall.
Der Bildschirm spiegelt allerdings. Beim Videoschauen kann das stören, wenn sich Lichtquellen im Raum oder der Umgebung darin zeigen. Mit einer gemessenen Helligkeit von rund 470 Nits liegt es für die Preisklasse im soliden Bereich. Für direkte Sonneneinstrahlung reicht das nicht ganz aus, im Schatten oder Innenraum bleibt der Bildschirm aber gut ablesbar – mit den unvermeidlichen Spiegelungen muss man dann leben.
Günstige Tablets beschränken sich bei der Kameraausstattung auf das Wesentliche – das ist beim Lenovo Idea Tab nicht anders. Entsprechend sparsam fällt die Ausstattung mit einer Frontkamera mit 5 Megapixeln sowie einer Hauptkamera mit 8 Megapixeln, Autofokus und LED-Blitz aus.
Bei Tageslicht gelingen damit ordentliche Aufnahmen, auch wenn sie nur wenig Bilddetails zeigen und der Dynamikumfang begrenzt ist. Videos kann man maximal in Full-HD aufzeichnen, diese wirken dabei jedoch etwas zu weich und detailarm. Für gelegentliche Schnappschüsse, Videochats oder das Abfotografieren von Dokumenten reicht die Qualität aus. In der Praxis dürfte die Kamera aber nur selten zum Einsatz kommen.
Angetrieben von einem Mediatek Dimensity 6300 bietet das Lenovo Idea Tab ausreichend Leistung für die alltägliche Nutzung. Das System läuft flüssig und stabil, ohne spürbare Verzögerungen – ein deutlicher Fortschritt im Vergleich zu günstigen Tablets früherer Jahre. Das bestätigen auch die soliden Ergebnisse beim Benchmark PCMark Work mit rund 12.000 Punkten.
Weniger beeindruckend fällt dagegen die Grafikleistung aus. Die ARM Mali-G57 MC2 erreicht bei 3DMark Wild Life nur etwa 1200 Punkte und erreicht damit ihre Grenzen bei grafikintensiven Spielen. Für einfache Games wie Clash Royale, Angry Birds oder Candy Crush ist die Leistung jedoch ausreichend. Für aufwendigere Titel mit komplexer 3D-Grafik ist das Idea Tab hingegen nicht ausgelegt.
Erfreulich für die Preisklasse ist der Arbeitsspeicher mit 8 GB RAM. Der interne Speicher beträgt 128 GB nach UFS 2.2, optional ist auch eine Variante mit 256 GB erhältlich. Zwar ist Wi-Fi 5 nicht mehr ganz auf dem Stand der Technik, aber in der Preisklasse unter 200 Euro noch üblich. Dieser Standard ist etwas langsamer und weniger effizient als Wi-Fi 6, insbesondere wenn viele Geräte gleichzeitig verbunden sind. Für kabellose Verbindungen kommt Bluetooth 5.2 zum Einsatz, das eine höhere Latenz aufweist als neuere Standards und noch keine Hi‑Res‑Audiocodecs unterstützt. Neben der reinen WLAN-Ausführung gibt es zudem ein Modell mit 5G.
Zur Positionsbestimmung nutzt das Idea Tab GPS, Glonass und Galileo. Der USB-Typ-C-Anschluss arbeitet noch nach dem USB-2.0-Standard und bietet damit nur langsamere Übertragungsgeschwindigkeiten. Obendrein verfügt das Tablet über einen Docking-Anschluss (Pogo-Pin) für optionale Tastaturen.
Positiv fallen die vier Lautsprecher auf, die sogar Dolby Atmos unterstützen und beim Ansehen von Videos einen klaren, räumlichen und vergleichsweise vollen Klang liefern. Dank Widevine‑Level-1-Zertifizierung lassen sich Inhalte von Streaming-Diensten wie Netflix oder Disney+ in Full-HD wiedergeben.
Zum Lieferumfang gehört ein aktiver Eingabestift, der Lenovo Tab Pen – eine seltene Beigabe in dieser Preisklasse. Dieser ist allerdings recht einfach ausgestattet: Er besitzt keine Tasten, benötigt eine AAAA-Batterie als Energiequelle und haftet nicht magnetisch am Tablet. Für handschriftliche Notizen oder einfache Zeichnungen ist er jedoch ein sinnvolles Extra.
Das Idea Tab wird mit Android 15 ausgeliefert und nutzt Lenovos eigene Bedienoberfläche ZUI, die sich eng an Stock-Android orientiert. Bei der Ersteinrichtung präsentiert das System dem Nutzer jedoch eine Vielzahl an optionalen Apps, darunter zahlreiche Casual Games und andere Anwendungen. Zwar lassen sich diese abwählen, allerdings nur einzeln, was den Einrichtungsprozess unnötig aufwendig macht. Dadurch landet trotz aller Vorsicht schnell einiges an Bloatware auf dem Gerät, auch wenn sich diese nachträglich deinstallieren lässt. Das hätte Lenovo benutzerfreundlicher lösen können.
Zum Testzeitpunkt stammt der Sicherheits-Patch noch aus Juni 2025 und ist damit nicht mehr aktuell. Es ist zu erwarten, dass Sicherheits-Updates nur unregelmäßig oder in größeren Abständen erscheinen, vermutlich vierteljährlich. Auch bei der Update-Politik sollten Käufer keine langfristige Versorgung erwarten. Lenovo hat ein Update auf Android 16 angekündigt, weitere größere Versionssprünge sind aber nicht geplant. Sicherheits-Updates soll es bis Ende 2028 geben.
Die Akkukapazität des Idea Tab fällt etwas geringer aus als bei vielen Wettbewerbern. Der Lithium-Ionen-Akku bietet 7040 mAh, während in der 11-Zoll-Klasse mittlerweile häufig 8000 mAh oder mehr üblich sind.
Die Laufzeit ist solide, aber nicht rekordverdächtig. Im PCMark Battery Test erreichte das Tablet bei einer Helligkeit von 200 Nits knapp neun Stunden. Das ist ein ordentlicher Wert, der im Mittelfeld des Testfelds liegt. Wie lange der Akku tatsächlich hält, hängt stark von der Nutzung ab. Beim reinen Video-Streaming sind mehr als zehn Stunden realistisch, wer spielt oder rechenintensive Apps nutzt, muss allerdings mit einer schnelleren Entladung rechnen.
Ein Netzteil liegt nicht bei. Das Aufladen erfolgt mit maximal 18 W, womit das Tablet von 20 auf 100 Prozent in rund anderthalb Stunden aufgeladen ist. Kabelloses Laden wird nicht unterstützt.
Die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) liegt bei rund 200 Euro. Das WLAN-Modell mit 128 GB Speicher ist derzeit bereits für 149 Euro erhältlich, was es zum echten Schnäppchen macht. Die Version mit 256 GB Speicher gibt es ab rund 202 Euro. Das Modell mit 5G ist deutlich teurer und kostet 260 Euro. Alle Varianten sind ausschließlich in Grau erhältlich.
Das Lenovo Idea Tab gehört zu den positiven Überraschungen im Testfeld. Das günstige Tablet bietet für deutlich unter 200 Euro erstaunlich viel. Besonders das relativ helle LC-Display mit scharfer 2,5K-Auflösung kann überzeugen. Auch die Lautsprecher liefern einen ordentlichen Klang, und der Prozessor bietet ausreichend Leistung für alltägliche Aufgaben – insbesondere für Unterhaltung und Medienkonsum. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist insgesamt hervorragend.
Natürlich gibt es auch Schwächen, die angesichts des niedrigen Preises jedoch verschmerzbar sind. Dazu zählen veraltete Standards wie Wi-Fi 5, USB‑C 2.0 und Bluetooth 5.2. Der beiliegende Eingabestift kann nicht mit den hochwertigen Varianten teurerer Modelle mithalten. Außerdem endet der Software-Support nach drei Jahren, und nach dem Update auf Android 16 sind keine weiteren Systemversionen mehr vorgesehen. Etwas störend ist auch die Menge an Bloatware, die Lenovo bei der Ersteinrichtung anbietet.
Wer ein möglichst preiswertes und dennoch aktuelles Android-Tablet zum Streamen, Surfen oder für einfache Spiele sucht, kann hier bedenkenlos zugreifen.
Das Galaxy Tab A11+ ist Samsungs günstiger Einstieg ins Tablet-Segment. Zu den Neuerungen zählen der bessere Prozessor und das längere Update-Versprechen.
Das Galaxy Tab A11+ ist Samsungs günstiger Einstieg ins Tablet-Segment. Zu den Neuerungen zählen der bessere Prozessor und das längere Update-Versprechen.
Nach rund zwei Jahren bringt Samsung endlich ein neues Modell seiner günstigsten Tablet-Reihe auf den Markt. Auf das Galaxy Tab A9+ (Testbericht) folgt das Galaxy Tab A11+. Mit dem Galaxy Tab A11 (Testbericht) gibt es erneut eine kleinere Variante mit 8,7 Zoll Bildschirmdiagonale.
Samsung beschränkt sich dabei auf eine behutsame Modellpflege mit nur wenigen echten Neuerungen. Für einen Preis von unter 200 Euro erhalten die Käufer ein solides Tablet für alltägliche Aufgaben wie Surfen oder Streaming auf der Couch. Wie sich das Galaxy Tab A11+ in der Praxis schlägt, klären wir in diesem Test.
Optisch bleibt beim Galaxy Tab A11+ alles beim Alten: Samsung übernimmt das Design nahezu unverändert vom Vorgänger. Das Tablet steckt weiterhin in einem kantig gestalteten Unibody aus Aluminium, der dem Gerät trotz seines günstigen Preises eine überraschend hochwertige Anmutung verleiht.
Mit 257,1 × 168,7 × 6,9 mm und einer Display-Diagonalen von 11 Zoll sind sogar die Abmessungen identisch zum Vorgängermodell. Damit bleibt es kompakter als das Honor Pad 10 oder Redmi Pad 2 Pro. Einen rudimentären Schutz vor Staub und Spritzwasser bietet die IP52-Zertifizierung – in dieser Preisklasse keine Selbstverständlichkeit, auch wenn sie nur einen begrenzten Schutzumfang bietet. Die Fünf steht für „Geschützt gegen Staub in schädigender Menge“, die Zwei lediglich für „Schutz gegen fallendes Tropfwasser, wenn das Gehäuse bis zu 15° geneigt ist“.
Auf der Rückseite sitzt eine einzelne, leicht hervorstehende Kameralinse in einem schlichten Ring, der sich optisch an der aktuellen Galaxy-A- und Galaxy-S-Reihe orientiert. Dezent gegenüber platziert ist der Samsung-Schriftzug. Die Power-Taste und die Lautstärkewippe sind gemeinsam an der oberen Gehäusekante untergebracht. Ihre Platzierung fällt allerdings etwas zu weit nach innen aus, was die Bedienung geringfügig erschwert.
Nahezu identisch zum Vorgänger präsentiert sich auch das 11-Zoll-Display. Es setzt auf ein Seitenverhältnis von 16:10 und löst 1920 × 1200 Pixel auf. Inhalte lassen sich damit in Full-HD darstellen, ohne dass einzelne Pixel störend ins Auge fallen. Dank Widevine-Level-1-Zertifizierung ist das Streaming über Dienste wie Netflix oder Disney+ problemlos in Full-HD möglich.
Mit einer Bildwiederholrate von 90 Hz wirkt die Darstellung zudem angenehm flüssig, insbesondere bei Animationen und beim Scrollen. Die Bildqualität geht insgesamt in Ordnung: Farben sind ausgeprägt, die Kontraste recht ausgewogen, und auch die Blickwinkelstabilität gibt kaum Anlass zur Kritik. Begeisterung kommt jedoch nicht auf. Konkurrenten wie das Honor Pad 10 oder das Redmi Pad 2 Pro liefern in dieser Preisklasse eine sichtbar brillantere Darstellung.
Die maximale Helligkeit reicht für den Einsatz in Innenräumen mehr als aus. Auch im Freien lässt sich das Tablet zumindest an schattigen Plätzen noch sinnvoll nutzen. Gemessen haben wir rund 550 Nits – etwas mehr als beim Vorgänger und auf Augenhöhe mit der Konkurrenz. Die Glasoberfläche spiegelt allerdings deutlich, was die Ablesbarkeit im Freien zusätzlich einschränkt, in dieser Preisklasse jedoch üblich ist.
Wie schon beim Galaxy Tab A9+ kommt an der Front für Selfies eine Kamera mit 5 Megapixeln zum Einsatz, auf der Rückseite sitzt ein 8-Megapixel-Modul. Allzu viel sollte man davon nicht erwarten: Für gelegentliche Schnappschüsse, das Abfotografieren von Dokumenten oder Videochats in Full HD reicht die Qualität aus.
An Details und einem ausgeprägten Dynamikumfang mangelt es jedoch, insbesondere bei schwierigen Lichtverhältnissen. Angesichts der Preisklasse des Tablets ist das verschmerzbar und fließt kaum negativ in das Gesamturteil ein.
Die größte Neuerung findet sich unter der Aluminiumhaube. Statt auf einen Qualcomm-Chip setzt Samsung nun auf Mediatek. Der eingesetzte Dimensity 7300 bietet gegenüber dem Vorgänger spürbar mehr Grafikleistung.
Im PCMark Work 3.0 erreicht das Galaxy Tab A11+ rund 13.000 Punkte – ein starker Wert für diese Geräteklasse. Im 3DMark Wild Life sind es etwa 3300 Punkte, bei Wild Life Extreme knapp 800 Punkte. Das ist deutlich mehr als beim Vorgängermodell.
Zum Gaming-Monster wird das günstige Tablet damit zwar nicht, das System läuft im Alltag jedoch stets stabil und ruckelfrei. Auch Spiele sind problemlos möglich, bei grafisch aufwendigen Titeln empfehlen sich allerdings mittlere Detailstufen. Für Multimedia und Unterhaltung reicht die Leistung mehr als aus, auch wenn etwa das Honor Pad 10 hier noch etwas mehr Reserven bietet.
Bei den Speicheroptionen stehen Varianten mit 6 GB RAM und 128 GB Speicher sowie mit 8 GB RAM und 256 GB Speicher zur Auswahl. Zusätzlich lässt sich der Speicher per microSD-Karte erweitern, sodass auch größere Mediensammlungen problemlos Platz finden.
Weniger zeitgemäß sind die Schnittstellen: Das Tablet unterstützt lediglich Wi-Fi 5 und Bluetooth 5.1. Das ist enttäuschend, da Hersteller wie Xiaomi oder Honor in dieser Preisklasse bereits Wi-Fi 6 anbieten. Auch der Typ-C-Anschluss arbeitet nur mit USB 2.0 – ein in dieser Preisregion allerdings häufiger Kompromiss.
Die vier Lautsprecher liefern einen ordentlichen Klang und unterstützen Dolby Atmos, was sich insbesondere beim Medienkonsum positiv bemerkbar macht. Selbst die reine WLAN-Version bietet eine Positionsbestimmung via GPS, Glonass, Galileo, Beidou und QZSS. Wer auch unterwegs mobil online sein möchte, greift zur 5G-Variante.
Anders als das Galaxy Tab S10 Lite gibt es beim Tab A11+ keinen Support für einen Stylus oder eine Tastatur von Samsung. Man kann höchstens einfache kapazitive Stifte verwenden sowie Bluetooth-Tastaturen von Drittanbietern.
Das Galaxy Tab A11+ wird ab Werk mit One UI 8 auf Basis von Android 16 ausgeliefert. Nutzer, die bereits Samsung-Geräte verwendet haben, finden sich schnell zurecht. Einsteiger müssen sich etwas umgewöhnen, da Samsung die Bedienoberfläche stärker anpasst als viele andere Hersteller. Zusätzlich sind zahlreiche Apps vorinstalliert, darunter auch Alternativen zu Google-Diensten wie Kalender oder ein weiterer App-Store. Standardmäßig erfolgt die Navigation über klassische Bildschirmtasten, alternativ lassen sich die bekannten Android-Gesten aktivieren.
Eine der größten Stärken des Galaxy Tab A11+ ist Samsungs Update-Versprechen. Ab dem Release-Datum Ende 2025 erhält das Tablet sieben Jahre lang Sicherheitsupdates und neue Android-Versionen – also voraussichtlich bis 2032. In dieser Preisklasse ist das ungewöhnlich: Bei vielen anderen Anbietern endet der Support spätestens nach fünf oder sechs Jahren. Für Nutzerinnen und Nutzer, denen langfristige Software-Sicherheit wichtig ist, stellt das einen klaren Pluspunkt dar.
Allerdings dürften die Updates – wie bei Samsungs günstigeren Tablets üblich – nur quartalsweise erscheinen und nicht monatlich wie bei den Smartphones. So stammt der Sicherheits-Patch im Testzeitraum Ende Dezember noch aus Oktober. Zudem sind die KI-Funktionen auf dem Tab A11+ eingeschränkt: Unterstützt werden unter anderem eine Gemini-Integration sowie „Circle to Search“, weitergehende KI-Dienste fehlen jedoch.
Der Akku fasst 7040 mAh und erreicht im PCMark Battery Test bei 200 Nits Helligkeit im simulierten Alltagsbetrieb gut zehn Stunden Laufzeit – ein ordentlicher Wert für ein Tablet. Geladen wird per Kabel mit bis zu 25 Watt, eine vollständige Akkuladung dauert rund eineinhalb Stunden.
Die UVP für die WLAN-Version mit 6/128 GB liegt bei 279 Euro, inzwischen ist das Modell mit kleinerem Speicher aber bereits für unter 200 Euro erhältlich. Die Variante mit 8/256 GB startet bei rund 240 Euro, während das 5G-Modell ab etwa 230 Euro angeboten wird und mit großem Speicher etwa 275 Euro kostet.
Das Samsung Galaxy Tab A11+ ist ein gutes und günstiges Tablet, das für die Unterhaltung auf der Couch alles bietet, was man erwarten darf. Der im Vergleich zum Vorgänger deutlich schnellere Prozessor sorgt für ein flüssiges System im Alltag, auch für gelegentliches Spielen ist es geeignet – abgesehen von grafiklastigen Titeln.
Der Preis ist fair, die Akkulaufzeit ordentlich. Die größte Stärke bleibt jedoch der Software-Support von bis zu sieben Jahren, der in dieser Preisklasse nahezu einmalig ist. In anderen Bereichen gibt es dagegen kaum Fortschritte: Wi-Fi 5 und Bluetooth 5.1 wirken im Jahr 2026 nicht mehr zeitgemäß – zumal die Konkurrenz aus China hier deutlich weiter ist. Auch der Bildschirm kann nicht mit den Modellen von Xiaomi, Honor oder Lenovo in der Preisklasse mithalten.
Wer ein günstiges Tablet zum Surfen und Streamen sucht, generell Samsung gegenüber chinesischen Anbietern bevorzugt und Wert auf langfristige Software-Updates legt, macht mit dem Galaxy Tab A11+ nichts falsch.
Das Lenovo Tab Plus ist prädestiniert für Serienjunkies. Wie gut das Tablet mit integriertem Aufsteller und großen Lautsprechern ist, zeigt der Test.
Das Lenovo Tab Plus ist prädestiniert für Serienjunkies. Wie gut das Tablet mit integriertem Aufsteller und großen Lautsprechern ist, zeigt der Test.
Preiswerte Tablets wie das Lenovo Tab Plus bieten sich gerade für den mobilen Medienkonsum an. Das Tablet punktet besonders durch seinen integrierten Ständer und kräftige JBL-Lautsprecher, die ein immersives Klangerlebnis bieten – ähnlich wie einst beim Lenovo Yoga Tab 11 (Testbericht). Das macht das Tablet zu einem idealen Begleiter für unterwegs, sei es auf Reisen oder im heimischen Wohnzimmer. Wie gut das Tab Plus im Test abschneidet und wo es Schwächen gibt, klären wir in diesem Testbericht.
Das Lenovo Tab Plus zeichnet sich durch ein ungewöhnliches Design aus. In gewisser Weise ist es eine Neuauflage des Konzepts des Lenovo Yoga Tab 11 (Testbericht) aus dem Jahr 2021. Der untere Teil des Tablets ist in Knubbelform gehalten. Hier befinden sich zwei kräftige JBL-Lautsprecher und ein integrierter Aufsteller. Diesen klappt man einfach aus, indem man am unteren Rand des Tablets an der Klappe zieht. Der Winkel des Ständers ist frei wählbar.
Das Gehäuse besteht aus zu 100 Prozent recyceltem Aluminium und ist sauber verarbeitet. Der obere Teil ist so geformt, wie man es von Tablets kennt, und rund 7,7 mm dick. Untenherum ist das Tab Plus mit einer Dicke von 13,58 mm aber deutlich wuchtiger. Die Breite beträgt 268,3 mm und die Höhe 174,25 mm. Mit 650 g ist es deutlich schwerer als andere Tablets dieser Größe. Insgesamt wirkt das Design etwas klobig, ist aber auf Reisen nützlich.
Praktisch auch: Der Power-Button befindet sich auf der linken, kurzen Seite. Zwei Tasten für die Lautstärke liegen oben an der langen Seite. Ein versehentliches Betätigen des Power-Buttons beim Einstellen der Lautstärke bleibt ausgeschlossen.
Das Display mit IPS-Panel und einer Bildwiederholrate von 90 Hz misst in der Diagonale 11,5 Zoll bei einem Seitenverhältnis von 5:3. Die Display-Ränder sind schmal, das Verhältnis von Bildschirm zu Gehäusegröße fällt mit 80 Prozent nicht übermäßig hoch aus. Das Honor Pad 9 kommt hier etwa auf 88 Prozent.
Die Auflösung beträgt 2000 × 1200 Pixel. Zwar ist das ausreichend für Full-HD-Wiedergabe, fällt aber im Vergleich zur Display-Größe nicht gerade riesig aus. Eine höhere Auflösung wäre zeitgemäß gewesen. Bei einer Pixeldichte von rund 200 PPI sind die Bildpunkte mit dem bloßen Auge aber nicht auf den ersten Blick zu erkennen – zumal man ein Tablet weiter weg von den Augen hält als ein Smartphone.
Der Bildschirm bietet ein kontrastreiches Bild mit hoher Farbtreue. Die Blickwinkelstabilität ist zudem sehr ausgeprägt. Etwas Luft nach oben ist bei der Helligkeit, diese beträgt nur rund maximal 415 cd/m². Für den Einsatz im Freien ist das zu wenig, um bei Sonnenschein ablesbar zu sein. Zudem spiegelt die Oberfläche stark.
Üblich für die Preisklasse sind die Kameralinsen des Lenovo Tab Plus sehr einfach gehalten. Vorn und hinten befinden sich je zwei 8-Megapixel-Objektive, die nur mittelmäßige Fotoqualität liefern. Bilddetails und Dynamikumfang sind gering, bei Dunkelheit kommt es zu starkem Bildrauschen. Immerhin sind mit der Frontlinse Videos in Full-HD möglich.
Eine Schwäche der günstigen Tablets von Lenovo war bislang immer die mittelmäßige Performance. Beim Lenovo Tab Plus ist das nicht der Fall. Der Mediatek Helio G99 bietet ausreichend Leistung für gängige Aufgaben des Alltags. Bei PCMark erreicht das Tab Plus fast 12.000 Punkte – eine mehr als solide Leistung. Im Alltag läuft das Betriebssystem damit flüssig. Nur für ernsthaftes Gaming mit aufwendiger Grafik ist es weniger geeignet: Die 1200 Punkte aus „Wild Life“ von 3DMark liegen eher im unteren Drittel unserer Benchmarks.
Zu haben ist das Lenovo Tab Plus mit 8 GB RAM und wahlweise 128 GB oder 256 GB internem Speicher. Ein Slot für microSD-Karten zur Erweiterung ist vorhanden. Praktisch ist auch der Eingang für 3,5-mm-Klinkenstecker. Dazu kommt ein USB-C-Anschluss, der aber nur den langsamen Übertragungsstandard USB 2.0 unterstützt – wie alle Tablets dieser Preisklasse. Eher selten: Das Tab Plus unterstützt die Nutzung eines Eingabestifts von Lenovo, den man aber separat dazukaufen muss.
Ebenfalls nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit ist Wi-Fi 5 für WLAN-Verbindungen. Eine Variante für Mobilfunk gibt es nicht, genauso wenig NFC. GNNS-Ortung via GPS und Glonass ist aber möglich. Für kabellose Endgeräte steht Bluetooth 5.2 zur Verfügung.
Ein Zertifikat für Widevine Level 1 ist vorhanden, was das Streaming in Full-HD mit Netflix, Prime Video oder Disney Plus erlaubt. Die größte Besonderheit ist neben dem Ständer der potente Sound – wie bereits angesprochen. Insgesamt acht Lautsprecher sorgen für voluminösen und kräftigen Klang, der den meisten Tablets überlegen ist.
Das Lenovo Tab Plus läuft mit Android 14. Der Hersteller verspricht Sicherheits-Updates für vier Jahre bis 2028 und zwei große OS-Upgrades bis Android 16. Das ist deutlich besser als in der Vergangenheit. Allerdings ist eher mit quartalsweisen Updates zu rechnen, so stammt der Sicherheits-Patch zum Testzeitpunkt im Oktober noch aus Juli.
Lenovo hat das Betriebssystem um einige Zusatzfunktionen erweitert, etwa eine Split-Screen-Ansicht und frei positionierbare Fenster für kompatible Apps wie Chrome. Beim Einrichten legen Nutzer fest, ob sie das Interface ausschließlich mit Gesten oder über drei Icons steuern möchten. Lenovo packt zudem einige Apps auf das Tablet, etwa WPS Office oder Opera sowie zahlreiche Casual Games.
Der Akku bietet eine Kapazität von 8600 mAh. Das ist zwar geringer als bei anderen Tablets, dennoch gehört die Akkulaufzeit zur großen Stärke des Lenovo Tab Plus: Beim Battery Test von PCMark erreichte das Tablet einen Wert von rund 11,5 Stunden durch – ein Spitzenwert in dieser Kategorie. Das Tablet lädt recht flott mit bis zu 45 Watt in 90 Minuten auf – ein Netzteil muss man sich aber selbst besorgen.
Das Lenovo Tab Plus bekommt man mit 8/128 GB bereits ab 195 Euro. Mit 8/256 GB sind es 259 Euro. Es gibt nur eine Farbvariante in Dunkelgrau.
Das Lenovo Tab Plus richtet sich an Nutzer, die ein erschwingliches Tablet für den Medienkonsum suchen. Größte Stärken sind der integrierte Ständer sowie der kräftige Klang. Das macht das Tablet interessant für den Urlaub oder auf Reisen. Aber auch die Akkulaufzeit und das Display überzeugen – auch wenn die Helligkeit und Auflösung etwas höher sein könnten. Mit dem Mediatek Helio G99 läuft das Tablet flüssig im Alltag, für grafikintensive Spiele fehlt es aber an Power. Als praktisches Media-Tablet ist das Lenovo Tab Plus eine erschwingliche und praktische Lösung.
Das Blackview Mega 8 bietet viel zum fairen Preis: LTE, 13-Zoll-Display, solide Hardware, viel Speicher und Widevine L1. Ob es einen Haken gibt, zeigt der Test.
Das Blackview Mega 8 bietet viel zum fairen Preis: LTE, 13-Zoll-Display, solide Hardware, viel Speicher und Widevine L1. Ob es einen Haken gibt, zeigt der Test.
Mit dem Mega 8 bringt Blackview ein 13-Zoll-Tablet auf den Markt, das nicht nur durch seine Bildschirmgröße auffällt. Auch bei der Medienwiedergabe gibt es einen wichtigen Pluspunkt: Dank Widevine-L1-Zertifizierung lassen sich Inhalte von Streaming-Anbietern wie Netflix in Full-HD-Qualität wiedergeben – eine Eigenschaft, die in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich ist.
In den bisherigen Tests hat die Tablet-Reihe des Herstellers positiv überrascht. Trotz moderater Preise verbaut Blackview solide Hardware, liefert ausreichende Rechenleistung für alltägliche Anwendungen und legt in der Regel großzügig bemessenen Speicher darauf. Mit der Unterstützung für hochauflösendes Streaming steigt der Nutzwert im Alltag deutlich, insbesondere für den Einsatz als Couch- und Reisebegleiter.
Das Blackview Mega 8 ist solide verarbeitet. Das Metallgehäuse vermittelt einen hochwertigen Eindruck, frei von Spaltmaßen und mit Tasten, die einen klar definierten Druckpunkt bieten. Die Verarbeitungsqualität lässt das Mega 8 teurer wirken, als es der Preis vermuten lässt.
Mit Abmessungen von 302 × 197,5 × 7,85 Millimetern bewegt es sich in der Größenordnung eines iPad Pro mit 13 Zoll – nur minimal breiter, dafür ähnlich flach. Wie bei Blackview üblich liegt eine Schutzhülle mit Display-Cover bei, die sich nach hinten umklappen und als Aufsteller nutzen lässt. Mit 736 g wiegt das Mega 8 richtig viel. Selbst in der 13-Zoll-Klasse zählt es damit zu den Schwergewichten. Im Lieferumfang enthalten ist zudem eine Panzerglasfolie zum Aufkleben – eine Schutzfolie befindet sich bereits auf dem Display.
Der 13-Zoll-IPS-Bildschirm des Blackview Mega 8 bietet mit 1920 × 1200 Pixeln (FHD+) eine solide Schärfe für diese Größe und eignet sich sowohl zum Arbeiten mit geteilten Fenstern als auch für den Filmabend auf der Couch. Das Panel erreicht eine Screen-to-Body-Ratio von 81,5 Prozent und arbeitet mit einer Bildwiederholfrequenz von 90 Hertz, was beim Scrollen oder beim Bedienen spürbar flüssigere Bewegungen liefert.
Mit bis zu 485 cd/m² bietet das Display für seine Preisklasse eine hohe Helligkeit. Für den Innenbereich und schattige Außenplätze ist das ausreichend, unter direkter Sonneneinstrahlung jedoch nicht genug. Kräftige Farben, ordentliche Kontraste und die hohe Blickwinkelstabilität runden den positiven Gesamteindruck des Displays ab.
Ungewöhnlich für ein Tablet dieser Preisklasse setzt das Blackview Mega 8 auf eine Dual-Kamera mit 50-Megapixel-Hauptsensor (Sony IMX362) sowie einer 2-Megapixel-Linse für Tiefenschärfe. Bei Tageslicht gelingen damit ansehnliche Aufnahmen, in dunkleren Umgebungen nimmt die Bildqualität wie üblich deutlich ab – im Vergleich zu anderen günstigen Tablets jedoch ein spürbarer Vorteil.
Die Frage bleibt, wer mit einem 13-Zoll-Gerät überhaupt fotografieren würde. Für Dokumente, Whiteboards oder gelegentliche Schnappschüsse ist die Qualität mehr als ausreichend. Die Frontkamera löst mit 13 Megapixeln auf und liefert für Videochats in Full-HD eine solide Darstellung.
Im Inneren arbeitet ein Unisoc Tiger T620, ein energieeffizienter Achtkern-Chip aus dem Einsteigersegment. Für Surfen, Streaming und einfache Produktivitäts-Apps liefert er eine solide Performance (10.000 Punkte bei PCmark Work 3.0). Im Alltag läuft das System weitgehend flüssig, längere Denkpausen treten nur gelegentlich auf.
Bei grafikintensiven 3D-Spielen gerät die integrierte Mali-G57-GPU schnell an ihre Grenzen. 500 Punkte bei 3Dmark Wild Life sind sehr wenig. Casual Games wie Candy Crush, Angry Birds oder Solitaire laufen dagegen problemlos.
Die Speicherausstattung fällt für ein Gerät dieser Preisklasse großzügig aus: Zur Wahl stehen 256 oder 512 GB interner Speicher, dazu üppige 12 GB RAM. Per microSD-Karte lässt sich der Speicher erweitern.
Ein LTE-Modem (4G) ist ebenfalls integriert, was mobiles Surfen per SIM-Karte erlaubt. GPS ist für Navigationsanwendungen ebenfalls an Bord. Im heimischen WLAN funkt das Tablet nur nach Wi-Fi-5-Standard. Der bietet zwar hohe Datenraten, liegt in Effizienz, Reichweite und Stabilität bei vielen gleichzeitigen Verbindungen jedoch hinter Wi-Fi 6 zurück.
Auf einen Fingerabdruckscanner verzichtet Blackview. Stattdessen gibt es eine Gesichtserkennung per Frontkamera, die jedoch nur auf 2D-Basis arbeitet. Sie funktioniert schnell, bietet aber deutlich geringere Sicherheit als 3D-Systeme auf IR-Basis. Ein einfaches Foto kann unter Umständen genügen, um das Gerät zu entsperren. Wir raten daher eher zu einer PIN. Neben dem USB-C-2.0-Steckplatz gibt es noch einen Eingang für 3,5-mm-Klinken.
Zum Lieferumfang gehört noch ein passiver Eingabestift. Dieser arbeitet kapazitiv wie ein Finger, bietet also keine Elektronik, Druckstufenerkennung oder Neigungssensorik. Für einfache Notizen und präziseres Tippen genügt er, für kreatives Arbeiten ist er jedoch nur eingeschränkt geeignet.
Der Klang der vier seitlich angebrachten Lautsprecher ist erfreulich voll und klar, neigt allerdings etwas zu schrillen Höhen. Beim Filmschauen geht das angesichts des Preises jedoch völlig in Ordnung.
Auf dem Blackview Mega 8 ist bereits Android 15 mit der Bedienoberfläche Doke OS 4.1 installiert. Die Oberfläche orientiert sich eng am klassischen Android und kommt ohne überladene Zusatzfunktionen aus. Auch vorinstallierte Apps sind kaum vorhanden – ein Pluspunkt.
Der Sicherheits-Patch datiert allerdings aus Mai 2025 und liegt damit nicht mehr ganz auf dem neuesten Stand, ist aber noch im grünen Bereich. Wie lange Blackview das Modell mit Updates versorgt, bleibt allerdings offen. In der Vergangenheit erfolgten Updates nur sporadisch.
Dank Widevine-Level-1-Zertifizierung lassen sich Inhalte von Streaming-Diensten wie Netflix oder Amazon Prime Video zudem in voller Full-HD-Auflösung wiedergeben – ein Pluspunkt, der in dieser Preiskategorie nicht selbstverständlich ist.
Der Akku des Blackview Mega 8 fasst beachtliche 11.000 mAh und sorgt im Test für eine solide Ausdauer. Beim PCmark Battery Test bei 200 cd/m² Helligkeit hält das Tablet 13,25 Stunden durch – ein Wert, der es unter die Modelle mit der größten Ausdauer im Testfeld bringt. Dauerbetrieb über den ganzen Tag ist damit kein Problem, bei sporadischer Nutzung reicht eine Ladung mehrere Tage.
Geladen wird mit maximal 18 Watt, ein Netzteil liefert Blackview nicht mit. Von 20 auf 100 Prozent vergeht im Test eine Ladezeit von rund drei Stunden und 15 Minuten. Kabellosen Laden gibt es nicht.
Derzeit bekommt man das Mega 8 mit 256/12 GB bei Galaxus für knapp 257 Euro. Mit 512/12 GB kostet es 280 Euro. Als Farben gibt es Hellblau, Hellgrün und Schwarz.
Das Blackview Mega 8 zählt zu den größten günstigen Tablets auf dem Markt und überzeugt mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis. Für deutlich unter 300 Euro gibt es ein 13-Zoll-Display mit guter Bildqualität sowie eine solide Ausstattung, die für den Alltag mehr als ausreicht. Wer das Gerät vorwiegend zum Surfen, für Streaming oder einfache Produktivitätsaufgaben nutzt, erhält hier ein attraktives Gesamtpaket.
Nachteile gibt es primär beim hohen Gewicht von 736 g sowie bei der Update-Politik – regelmäßige Software-Aktualisierungen sind eher nicht zu erwarten. Wer damit leben kann, bekommt mit dem Mega 8 ein ausgesprochen günstiges, großes Tablet, das sich gut zum Arbeiten, Surfen und für entspannten Medienkonsum eignet.
Ein 12-Zoll-Tablet mit LTE, viel Speicher und Android 15 für knapp 200 Euro? Das Blackview Mega 2 ist ein würdiger Nachfolger mit Top-Preis-Leistung.
Ein 12-Zoll-Tablet mit LTE, viel Speicher und Android 15 für knapp 200 Euro? Das Blackview Mega 2 ist ein würdiger Nachfolger mit Top-Preis-Leistung.
Mit dem Mega 2 bringt Blackview die nächste Generation seines großen Tablets auf den Markt – und bleibt dem eigenen Erfolgsrezept treu: viel Bildschirm, viel Speicher, aktuelle Software und LTE – alles zum kleinen Preis. Das 12-Zoll-Tablet richtet sich klar an Entertainment-Fans, die nicht tief in die Tasche greifen wollen, aber trotzdem ein solides Android-Gerät mit brauchbarer Ausstattung suchen. Im Test zeigt sich: Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt.
Dank kantigem Metallgehäuse wirkt das Blackview Mega 2 angenehm robust und überraschend edel – zumindest für seine Preisklasse. Mit 615 Gramm ist es aber kein Fliegengewicht. Die mitgelieferte Hülle samt Klappständer spart Zusatzkosten und schützt das Gerät unterwegs. Die Verarbeitung macht insgesamt einen soliden Eindruck, Spaltmaße oder scharfe Kanten finden sich keine. Wer auf schlichte, kantige Linien steht, wird sich über das Design freuen. Eine Zertifizierung zum Schutz vor Wasser oder Staub gibt es aber nicht – was bei Tablets noch selten ist und auch eine große Überraschung wäre in der Preisklasse.
Das IPS-Panel des Blackview Mega 2 misst nun 12 Zoll in der Diagonale – und bietet damit noch etwas mehr Arbeits- und Streamingfläche als der Vorgänger. Das 16:10-Format eignet sich gut für Split-Screen-Nutzung, Webseiten und YouTube-Videos, auch wenn die 85 Prozent Screen-to-Body-Ratio keine Rekorde bricht. Die Full-HD-Auflösung von 2000 × 1200 Pixeln sorgt für eine ordentliche Schärfe – nicht knackscharf, aber im Alltag vollkommen ausreichend.
Die Bildqualität überzeugt: Farben wirken natürlich, der Kontrast ist solide, und die Blickwinkelstabilität ist hoch – hier punktet das IPS-Panel spürbar. Besonders positiv fällt die maximale Helligkeit auf: Mit bis zu 500 Nits lässt sich das Display auch noch draußen ablesen. Nur bei direkter Sonneneinstrahlung stößt es an seine Grenzen, doch das tun selbst viele teurere Tablets.
Die Hauptkamera auf der Rückseite löst mit 13 Megapixeln auf – die danebenliegende Linse scheint allerdings nur ein optischer Platzhalter zu sein. Vorn kommt eine 8-Megapixel-Selfie-Kamera zum Einsatz, die für Videocalls und gelegentliche Selbstporträts ihren Zweck erfüllt.
Die Bildqualität geht insgesamt in Ordnung, auch wenn der Dynamikumfang nicht sehr ausgeprägt ist: Für gelegentliche Schnappschüsse oder das Abfotografieren von Dokumenten reicht es allemal – schließlich steht bei einem günstigen Tablet nicht die Kamera im Fokus. Immerhin: Videos lassen sich mit beiden Kameras in Full-HD aufnehmen.
Im Blackview Mega 2 werkelt ein Unisoc T615 – ein Achtkern-Prozessor der Einsteigerklasse. Beim PCmark Work 3.0 erreicht das Tablet rund 9000 Punkte – kein Rekordwert, aber ausreichend für Streaming, Surfen und Office-Anwendungen. Nur bei grafiklastigen Aufgaben wird es zäh: 3Dmark Wild Life liefert bloß 500 Punkte und zeigt deutlich, dass Gaming abseits von Solitär oder Sudoku nicht zu den Stärken zählt. Kleine Ruckler beim Multitasking sind nicht auszuschließen, bewegen sich aber etwa auf dem Niveau eines Galaxy Tab A9+.
Erfreulich großzügig fällt die Speicherausstattung aus: Satte 256 GB sind Standard, dazu gibt es einen microSD-Slot zur Erweiterung. Beim RAM kann zwischen 8 und 12 GB gewählt werden, zusätzlich lassen sich bis zu 16 GB virtuell „aufschalten“. Letzteres klingt nett, bringt in der Praxis aber wenig Vorteile.
Auch bei der Konnektivität zeigt sich das Mega 2 von seiner spendablen Seite: LTE ist serienmäßig mit an Bord, dazu gibt es Wi-Fi 6 und Bluetooth. Der Anschluss bietet USB-C 2.0, es gibt sogar einen Eingang für einen 3,5-mm-Klinkenstecker.
Auf dem Blackview Mega 2 läuft bereits Android 15 mit der Oberfläche Doke OS 4.1, das sich nah am klassischen Android orientiert und nur dezent angepasst wurde. Bloatware hält sich erfreulich in Grenzen. Der Sicherheits-Patch stammt vom 5. März 2025 und ist damit noch im akzeptablen Zeitrahmen – bei günstigen Tablets leider ebenfalls keine Selbstverständlichkeit. Wie lange es jedoch Software-Updates geben wird, können wir aktuell nicht sagen. In der Vergangenheit geschah das eher unregelmäßig bei Blackview.
Positiv fällt außerdem die Unterstützung von Widevine L1 auf. Das erlaubt die Wiedergabe von Netflix, Prime Video und anderen Streamingdiensten in voller Full-HD-Qualität. Ohne diese Zertifizierung wären maximal 480p drin – bei einem 12-Zoll-Display ein echter Stimmungskiller. Umso erfreulicher, dass Blackview hier nicht gespart hat.
Die Akkukapazität beträgt rund 9.000 mAh – das ist ordentlich, aber angesichts der Größe des Geräts nicht außergewöhnlich. In der Praxis reicht das aber locker für den Alltag: Im PCmark Battery Test erreichten wir eine Laufzeit von rund 11 Stunden. Wer hauptsächlich Videos streamt, dürfte sogar noch ein paar Stunden mehr herausholen. Weniger flott geht’s beim Laden zu: Mit dem mitgelieferten 18-Watt-Netzteil dauert eine vollständige Ladung über drei Stunden.
Das Blackview Mega 2 mit 8/256 GB kostet bei Amazon nur noch 185 Euro statt 260 Euro. Das ist ein exzellenter Preis. Die Variante mit 12/256 GB kostet rund 200 Euro.
Das Blackview Mega 2 erfindet das Tablet-Rad nicht neu, liefert aber genau das, was man sich in dieser Preisklasse wünscht: ein großes, helles Display, viel Speicher, aktuelle Software und eine ordentliche Ausstattung inklusive LTE und Widevine L1. Die Performance reicht für Streaming und Surfen locker aus, kleinere Ruckler verzeiht man angesichts des Preises gerne. Auch bei der Verarbeitung zeigt Blackview, dass günstig nicht billig wirken muss.
Kurzum: Wer für rund 200 Euro ein großes, solides Tablet für Alltag, Medienkonsum und leichte Arbeit sucht, macht hier nichts falsch. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt – und macht das Mega 2 zu einer richtig starken Wahl im Einsteigerbereich.
Das Acer Iconia Tab P11 bietet Full-HD-Streaming ab knapp 229 Euro. Wie gut das 11-Zoll-Tablet mit Android ist, zeigt der Test.
Das Acer Iconia Tab P11 bietet Full-HD-Streaming ab knapp 229 Euro. Wie gut das 11-Zoll-Tablet mit Android ist, zeigt der Test.
Wer ein Tablet zur Unterhaltung auf der Couch sucht, muss nicht viel Geld ausgeben. Bereits ab knapp über 200 Euro bekommen Käufer ein Tablet mit Metallgehäuse und Android 14, das Inhalte von Streaming-Diensten dank Widevine Level 1 auch in Full-HD wiedergibt.
In diese Kategorie gehört auch das Acer Iconia Tab P11. Der Hersteller ist primär bekannt für Monitore, Laptops und Gaming-PCs mit Windows. Das Portfolio von Produkten mit Android ist winzig – mit dem Tab P11 bietet der Hersteller aber auch ein Einsteiger-Tablet an. Wir haben das Produkt getestet und zeigen, ob sich der Kauf lohnt.
Das Acer Iconia Tab P11 sieht sauber und gut verarbeitet aus. Typisch für Media-Tablets ist das Design mit einem kantig gestalteten Gehäuse aus Metall. Power-Button und Lautstärkewippe bieten einen festen Druckpunkt und befinden sich beider nebeneinander auf der langen oberen Seite. Die Kamera ist in einem ovalen Element auf der Rückseite eingebettet und ragt etwas heraus. Die Frontkamera ist im recht dicken Display-Rand auf der Vorderseite integriert.
Das 11-Zoll-Tablet bietet Abmessungen von 265,2 × 8,1 × 169,8 mm bei einem Gewicht von rund 550 g. Damit ist es etwas dicker und ähnlich breit wie das Samsung Galaxy Tab A9+ (Testbericht), aber aufgrund des unterschiedlichen Seitenverhältnisses deutlich höher. Praktisch ist die mitgelieferte Schutzhülle aus Kunststoff, die über eine Aufstellmöglichkeit für das Tablet verfügt.
Etwas ungewöhnlich ist das Seitenverhältnis von 5:3, viele Android-Tablets setzen eher auf 16:9 oder 16:10. Das bietet Vorteile beim Lesen von Webseiten oder Schreiben von E-Mails. Schaut man damit einen Film im Breitbildformat, muss man aber mit kleineren schwarzen Balken am oberen und unteren Rand leben. Die Diagonale beträgt exakt 11 Zoll, das LCD nutzt für die Preisklasse üblich ein IPS-Panel. Dieses bietet eine hohe Blickwinkelstabilität und gute Bildqualität bei einer Auflösung von 2000 × 1200 Pixel (212 PPI). Die Bildwiederholrate erreicht bis zu 90 Hz, was zu einem geschmeidigen Bild beim Scrollen oder Spielen führt.
Als maximale Helligkeit konnten wir 430 c/m² messen. Das ist für den Einsatz zu Hause mehr als ausreichend, für das Streaming im Freien ist es bei gutem Wetter aber nicht hell genug. Ein leichter Gelbstich war uns im Test zudem aufgefallen. Verglichen mit der Konkurrenz aus Samsung, Honor, Lenovo und Xiaomi kann das Display nicht ganz mithalten.
Die Ausstattung ist vergleichbar mit einem erschwinglichen Smartphone, vorn kommt für Selfies oder Videokonferenzen eine magere Linse mit 5 Megapixeln zum Einsatz. Videochats in Full-HD sind damit nicht möglich. Die Hauptkamera auf der Rückseite löst mit 13 Megapixeln auf. Den Aufnahmen fehlt es sowohl an ausreichenden Bilddetails als auch einem ansprechenden Dynamikumfang, womit sie etwa ausgelutscht, überbelichtet und unscharf wirken.
Für mehr als seltene Schnappschüsse oder zum Abfotografieren eines Dokuments ist die Kamera des Acer Iconia Tab P11 nicht gedacht. Anders als bei Smartphones messen wir der Kamera bei einem Tablet aber nicht so viel Bedeutung zu – auch wenn man immer wieder Menschen sieht, die mit den großen Scheiben-Computern Bilder machen möchten.
Im Inneren des P11 verrichtet ein Mediatek Helio G99 seine Arbeit – ein gern gesehener Gast in dieser Preisklasse. Die Octacore-CPU bietet ausreichend Leistung für alle gängigen Aufgaben. Beim Benchmark von PCmark erreichten wir im Schnitt über 10.000 Punkte – eine mehr als solide Leistung. Bei „Wild Life“ von 3Dmark sind es etwa 1200 Punkte – was eher im unteren Drittel unserer Tests liegt. Für anspruchsvolles Gaming mit aufwendigen 3D-Grafiken ist der Chip nicht stark genug, aber für Casual Games von Angry Birds über Clash of Clans hin zu Solitär ist immer genug Leistung vorhanden.
Recht üppig ist der Arbeitsspeicher mit 8 GB RAM. Wahlweise gibt es 128 GB oder 256 GB internen Speicher. Zudem gibt es einen Slot für eine microSD-Karte zur Erweiterung des Speichers. Der Anschluss bietet nur USB-C 2.0, was zu einer langsamen Datenübertragung per Kabel führt. Aber das ist in der Preisklasse üblich. Das gilt auch für die nicht mehr zeitgemäßen Standards Wi-Fi 5 für heimische Netzwerke oder Bluetooth 5.2. Eine LTE-Variante des Acer Iconia Tab P11 gibt es nicht.
Immerhin finden Nutzer noch einen Klinkeneingang (3,5 mm) für kabelgebundene Kopfhörer. Die Lautsprecher des Tablets klingen ziemlich dünn – hier ist die Konkurrenz auch in dieser Preisklasse etwas besser.
Das Acer Iconia Tab P11 läuft mit Android 14. Acer verschont die Nutzer mit größeren Anpassungen an der Bedienoberfläche. Wer also auf Vanilla Android steht, ist hier genau richtig. Erfreulicherweise findet sich auch so gut wie keine Bloatware auf dem Tablet.
Ein Zertifikat für Widevine Level 1 ist vorhanden. Damit steht also dem Streaming von Inhalten von Netflix, Disney+ oder Amazon Prime Video in Full-HD nichts im Wege. Allerdings stammt der Sicherheits-Patch zum Testzeitpunkt noch aus Mai 2024 und ist somit veraltet. Mit regelmäßigen Updates ist hier leider nicht zu rechnen.
Der Akku bietet eine Kapazität von 8000 mAh. Die Laufzeit ist gut, so konnten wir beim Battery Test von PCmark rund 9,5 Stunden festhalten – ein guter Wert für ein Tablet dieser Größe. Beim Laden mit dem mitgelieferten Netzteil ist aber Geduld gefragt, so dauert ein Ladevorgang gut 3,5 Stunden. Kabelloses Laden gibt es nicht.
Das Acer Iconia Tab P11 kostet mit 128 GB rund 179 Euro. Mit 256 GB liegt der Preis aktuell bei 220 Euro. Es gibt nur eine Variante in Dunkelgrau. Damit gehört es zu den preiswerten Tablets, ist aber verglichen mit der Konkurrenz von Lenovo, Xiaomi oder Samsung minimal zu teuer.
Wer ein günstiges Tablet mit nahezu unverändertem Android sucht, das auch Inhalte in Full-HD wiedergeben kann, macht beim Acer Iconia Tab P11 nichts falsch. Das 11-Zoll-Tablet ist gut verarbeitet und bietet ein Gehäuse aus Metall. Das IPS-Panel löst mit 2K auf und erlaubt dank vorhandenem Zertifikat für Widevine Level 1 auch das Streaming in Full-HD mit Diensten wie Netflix, Disney+ oder Amazon Prime Video. Der Bildschirm bietet dabei zwar eine gute Bildqualität, kann aber mit der Konkurrenz in der Preisklasse nicht ganz mithalten.
Die Performance ist mehr als ausreichend zur Unterhaltung – allerdings für anspruchsvolles Gaming weniger geeignet. Zwar verzichtet der Hersteller auf Anpassungen und Bloatware, mit regelmäßigen Android-Updates ist beim Iconia Tab P11 aber nicht zu rechnen. Der Sound über die Lautsprecher klingt zudem etwas blechern und dünn. Dennoch bekommen Interessenten mit dem Iconia Tab P11 eine gute und preiswerte Lösung zur Unterhaltung auf der Couch.
Wenn es auf die Größe ankommt – nur nicht beim Preis: Das Tabwee T60 Pro bietet als Android-Tablet ein riesiges Display für vergleichsweise wenig Geld.
Wenn es auf die Größe ankommt – nur nicht beim Preis: Das Tabwee T60 Pro bietet als Android-Tablet ein riesiges Display für vergleichsweise wenig Geld.
Mit einem 13,4-Zoll-Display ist das Tabwee T60 Pro ein Gigant unter den Tablets. Der Preis fällt zur Black Week mit 180 Euro (Code: TU6CZ47W; gültig bis 9.12.2025) dagegen erstaunlich klein aus – so ein großes, aber günstiges Tablet hatten wir noch nie im Test. Zum Lieferumfang gehören sogar eine Schutzhülle, eine Bluetooth-Tastatur, eine Maus und ein Stift – wenn auch nur ein passiver.
Die Marke Tabwee gehört zu Blackview und bietet Geräte abermals unterhalb des Preisniveaus des Hongkonger Unternehmens an. Ob das Gerät damit tatsächlich ein echtes Schnäppchen darstellt und wo der Haken ist, klären wir in diesem Testbericht.
Das T60 Pro ist ein echtes Ungetüm: Mit Abmessungen von 30,9 × 20,1 × 0,8 cm ist es nur geringfügig kleiner als das Samsung Galaxy Tab S11 Ultra. Damit übertrifft es ein Blatt im DIN-A4-Format leicht und ist nur etwas kompakter als ein 14-Zoll-Laptop. In eine kleinere Tasche passt es daher kaum noch.
Zum Lieferumfang gehört eine Schutzhülle, die das Display abdeckt und sich umgeklappt als Aufsteller verwenden lässt. Der Mechanismus ist allerdings nicht besonders stabil – wackelt der Untergrund, klappt das Tablet schnell wieder zusammen.
Das Gehäuse besteht vollständig aus Kunststoff und wirkt entsprechend einfach verarbeitet. Die meisten günstigen Tablets bieten mittlerweile ein Metallgehäuse. Die Tasten für Lautstärke und Power fühlen sich in der Hülle zudem etwas schwammig an. Aufgrund der Größe und des hohen Gewichts von über 750 g kann man es kaum für längere Zeit einhändig halten.
Zum üppigen Zubehör zählen ein Schutzglas zum Aufkleben, eine kleine Bluetooth-Tastatur, eine Bluetooth-Maus, ein passiver Eingabestift sowie kabelgebundene Ohrhörer. Der beiliegende passive Stift mit abgerundeter, relativ stumpfer Spitze bietet kaum mehr Komfort als die Bedienung mit dem Finger.
Maus und Tastatur sind schlicht verarbeitet, erfüllen aber ihren Zweck und lassen sich problemlos per Bluetooth verbinden – das Keyboard bietet allerdings ein US-Layout. Für längere Schreibarbeiten ist sie kaum geeignet, für eine kurze Mail oder eine Notiz reicht sie jedoch aus.
Mit einer Diagonale von 13,4 Zoll bietet das Tabwee T60 Pro für seine Preisklasse einen außergewöhnlich großen Bildschirm. In unseren jüngeren Tests waren nur das Samsung Galaxy Tab S11 Ultra und S10 Ultra noch größer. Damit liefert das Gerät reichlich Fläche für Filme, Serien und andere Medien – auf dem Schoß aufgestellt, wirkt das Tablet fast wie ein kleiner Fernseher.
Allerdings hat der Hersteller an einigen Stellen gespart: Das IPS-Panel bietet keine herausragende Bildqualität, geht aber angesichts des niedrigen Preises in Ordnung. Es fehlt etwas an Leuchtkraft und die Farben wirken ziemlich kraftlos. Auch die Kontraste sind nicht sehr ausgeprägt. Die Blickwinkelstabilität ist jedoch solide. Außerdem bietet der Bildschirm eine beeindruckende Bildwiederholrate von 120 Hz.
Die Auflösung von 2000 × 1200 Pixeln (Full-HD) klingt auf dem Papier ordentlich, wirkt bei dieser Display-Größe aber gering. Damit kommt man auf etwa 168 PPI, hält man also das Tablet sehr nah ans Gesicht, sind einzelne Bildpunkte erkennbar.
Eine automatische Helligkeitsanpassung gibt es leider nicht – die Beleuchtung muss stets manuell geregelt werden. Die maximale Helligkeit ist für ein günstiges Gerät jedoch ordentlich: Bis zu 430 Nits konnten wir als Spitzenwert messen. Für den Einsatz im Freien ist das viel zu wenig, in Innenräumen reicht es dagegen meistens aus. Die stark spiegelnde Display-Oberfläche sorgt allerdings dafür, dass Lichtquellen im Hintergrund schnell stören können.
Die Hauptkamera ist für ein so günstiges Gerät mit 16 Megapixeln überraschend hoch aufgelöst. Die Frontkamera kommt auf 8 Megapixel. Für Schnappschüsse, das Ablichten von Dokumenten oder kurze Videochats reicht das aus. Insgesamt spielt die Kamera bei einem Tablet zwar eine geringere Rolle als bei einem Smartphone, doch für ein preiswertes Modell liefert sie ein solides Ergebnis.
Angetrieben von einem Unisoc T7280 (ehemals T620, nahezu identisch zum T619) arbeitet das Tablet erwartungsgemäß eher gemächlich, ohne aber mit übermäßiger Langsamkeit zu nerven. Die rund 10.000 Punkte im PCMark-Benchmark gehen in Ordnung. Vor zwei Jahren lagen die meisten Geräte dieser Preisklasse noch deutlich darunter.
Für Surfen, Streaming und einfache Alltagsaufgaben reicht die Leistung aus. Bei grafisch aufwendigeren Spielen stößt das T60 Pro allerdings schnell an seine Grenzen. Einfache Titel wie Angry Birds laufen dagegen weitgehend ruckelfrei.
Das T60 Pro verfügt über 8 GB RAM. Zusätzlich lässt sich der Arbeitsspeicher virtuell um bis zu 16 GB aus dem 256 GB großen internen Speicher erweitern, was jedoch spürbar langsamer arbeitet als echter RAM. Eine Speichererweiterung per microSD-Karte ist ebenfalls möglich. Mit Wi-Fi 5 und Bluetooth 5.0 sind für Funkverbindungen ebenfalls nur ältere Standards an Bord. Einen Fingerabdrucksensor bietet das Gerät nicht.
Es gibt sogar einen 3,5-mm-Klinkenanschluss – ein kabelgebundener Kopfhörer liegt dem Tablet sogar bei. Dieser dient dann als Antenne für das integrierte UKW-Radio. Zusätzlich gibt es einen USB-C-Port, der allerdings nur nach dem langsameren USB-2.0-Standard arbeitet. Die Lautsprecher liefern immerhin Stereo-Sound, neigen bei höherer Lautstärke jedoch zu einem etwas scheppernden Klang.
Das Tabwee T60 Pro läuft immerhin mit Android 15. Die Bedienoberfläche ist schlicht gehalten und orientiert sich am puren Android-Look. Mit Bloatware hält sich der Hersteller angenehm zurück. Der Sicherheitspatch ist allerdings veraltet und stammt noch aus dem Juni 2025. Regelmäßige Software‑Updates sollte man beim T60 Pro nicht erwarten – Angaben dazu macht der Hersteller keine.
Viel wichtiger: Ein Zertifikat für Widevine Level 1 ist vorhanden – das erlaubt die Wiedergabe von Inhalten bei Streaming-Anbietern wie Netflix oder Disney+ in Full-HD. An diesem Punkt sparen die Hersteller günstiger Tablets meist, was beim Streaming nur niedrigere Auflösungen zur Folge hat – nicht so beim Tabwee.
Der Akku hat eine Kapazität von etwa 10.000 mAh. Im Batterietest erreichten wir bei einer Helligkeit von 200 Nits eine simulierte Laufzeit von rund neun Stunden. Das ist ganz ordentlich für ein Tablet dieser Größe, wenn auch nicht übermäßig lang. Der Hersteller selbst ist da pessimistischer und gibt nur rund fünf Stunden für die Videowiedergabe an. Mehrere Stunden am Stück hielt das Gerät im Test jedoch problemlos durch.
Beim Laden ist allerdings Geduld gefragt: Mit dem 18-W-Netzteil dauert der Ladevorgang gefühlt ewig – rund fünf Stunden hat es gedauert, das Gerät von 20 auf 100 Prozent zu bringen.
Laut Amazon hat das Tabwee T60 Pro eine unverbindliche Preisempfehlung (UVP) von 400 Euro – das wäre schon recht hoch. Überprüfen können wir das allerdings nicht, da das Produkt in unserem Preisvergleich nicht über einen längeren Zeitraum erfasst wird. Wir halten die angegebene UVP daher für zweifelhaft – aber der aktuelle Preis von rund 180 Euro (Code: TU6CZ47W; gültig bis 9.12.2025) bei Amazon im Rahmen der Black-Friday-Angebote ist in jedem Fall ein echtes Schnäppchen.
Das Tabwee T60 Pro bietet im wahrsten Sinne des Wortes sehr viel Tablet für wenig Geld. In dieser Preisklasse ist uns bislang noch kein so großes Gerät begegnet. Immerhin läuft es bereits mit Android 15 und kommt mit umfangreichem Zubehör wie einer Funk-Tastatur, Maus, Kopfhörern und einem passiven Stylus.
Die Helligkeit des Displays ist zwar nicht übermäßig hoch, aber mit rund 430 Nits dennoch akzeptabel. Allerdings hat die Bildqualität noch Luft nach oben – Kontraste und Farben wirken etwas blass. Auch die Performance ist nicht besonders hoch, zum Surfen und Streaming aber mehr als ausreichend. Eine automatische Helligkeitsanpassung gibt es leider nicht.
Wer also möglichst viel Bildschirmfläche für wenig Geld haben möchte, ist beim Tabwee T60 Pro gut aufgehoben – wenn man dafür bereit ist, Abstriche bei Software-Support, Verarbeitung und hochwertiger Ausstattung zu machen.
Amazons Fire Max 11 soll mit dem schnelleren Octa-Core-Prozessor und dem verfügbaren Zubehör endlich auch Kunden aus dem Produktivitätsbereich ansprechen. Wie gut das gelingt, zeigt unser Test.
Amazons Fire Max 11 soll mit dem schnelleren Octa-Core-Prozessor und dem verfügbaren Zubehör endlich auch Kunden aus dem Produktivitätsbereich ansprechen. Wie gut das gelingt, zeigt unser Test.
Amazons Fire-Tablets sind als gute Lösung bekannt, wenn man nach einem günstigen Tablet für die Unterhaltung sucht – also zum Anschauen von Videos, Streamen von Serien, Musikhören oder kleineren Spielen. Diesen Markt konnte der Hersteller mit seinen Fire HD 8 (Testbericht) und Fire HD 8 Plus (Testbericht) oder Fire HD 10 (Testbericht) bisher relativ gut bedienen.
Nun wagt der US-amerikanische Versandhandel mit dem Fire Max 11 einen ersten ernsthaften Versuch, ein Tablet zu erschaffen, das ausdrücklich nicht nur zum Unterhalten, sondern auch zum Arbeiten gedacht ist. Dafür verleiht der Hersteller dem Tablet ein größeres Display, einen schnelleren Prozessor und bietet passendes Zubehör an – nämlich einen Eingabestift und eine Tastaturhülle. Im Test zeigt sich jedoch: Während das Tablet an der einen Stelle an den Einsatz auf der Arbeit angepasst wird, gibt es an vielen anderen Stellen Lücken. Welche das sind und welches Fazit wir beim Amazon Fire Max 11 ziehen, klärt unser Test.
Direkt nach dem Auspacken des Tablets aus der bunt beschrifteten, aber ansonsten eher unscheinbaren Pappverpackung werden wir von einem insgesamt sehr gut gelungenen Design des Tablets begrüßt. Das Tablet ist auf der Rückseite, die aus Aluminium besteht, in mattem Grau gehalten – es gibt keine auffälligen Muster, wie es beispielsweise beim Amazon Fire HD 8 Plus der Fall war. Die Ecken sind angenehm abgerundet, in der Mitte befindet sich in einem anderen Grauton abgesetzt das Amazon-Logo.
Die Kamera ist leider nicht mehr eben mit dem Rest des Gehäuses, wie es noch beim Fire HD 8 Plus der Fall war. Auf der kürzeren Kante, die sich rechts von der Frontkamera befindet, befinden sich alle Tasten – also die Lautstärkewippe sowie der Power-Button mit Fingerabdrucksensor – zudem der USB-C-Port, der Slot für die SD-Karte und ein Mikrofon. Diese Anordnung ist im Vergleich etwas ungewöhnlich, aber das fanden wir nicht weiter schlimm. Auf der unteren Kante befindet sich ein magnetischer Anschluss für die Tastatur sowie zwei Aussparungen zur Positionierung. Hier könnte sich Schmutz sammeln.
Der Bildschirm auf der Front hat abgerundete Ecken und vergleichsweise schmale Ränder, allerdings nicht ganz so schmal, wie es bei den neuen iPad-Modellen von Apple der Fall ist. Dennoch fanden wir die Front insgesamt sehr ansprechend – Amazon hat sich hier sichtlich Mühe gegeben, ein Tablet anzubieten, dessen Design dem Preis entspricht. Es ist hochwertig verarbeitet, fühlt sich robust an und liegt richtig gut in den Händen. Nichts knarzt oder quietscht. Das Gewicht ist mit rund 490 g im Vergleich zu anderen 11-Zoll-Modellen allerdings etwas hoch bemessen – die Konkurrenz bringt hier meistens um die 450 g auf die Waage. Die Maße des Tablets betragen 259,1 × 163,7 mm. Mit nur 7,5 mm ist das Tablet angenehm dünn – das rundet den insgesamt guten ersten Eindruck passend ab.
Das im Amazon Fire Max 11 verbaute Display ist, wie der Name schon verrät, 11 Zoll groß und löst mit 2000 × 1200 Pixel auf – also etwas mehr, als Full-HD+. Das ergibt heruntergerechnet eine Pixeldichte von rund 212 ppi. Überragend ist das zwar nicht, aber auch nicht schlecht und sorgt in jedem Fall dafür, dass der Bildschirm ein insgesamt scharfes Bild hergibt. Es handelt sich um ein LCD-Panel, was in dieser Preisklasse zu erwarten ist. Im Test war das Display definitiv ausreichend hell, um auch draußen genutzt zu werden, laut Herstellerangaben wird eine Helligkeit von rund 500 cd/m² erreicht. Das ist für Tablets ein solider Wert.
Auch sonst ist das Display des Amazon Fire Max 11 wirklich gut. Die Farbdarstellung ist ziemlich akkurat, hat sich gegenüber den Vorgängern deutlich verbessert und macht das Streamen von Filmen oder Schauen von Videos angenehm. Die Blickwinkel sind gut, der Schatten, der bei LCDs an den Rändern auftritt, nicht allzu penetrant. In einem abgedunkelten Raum ist die Helligkeit auf der niedrigsten Stufe ausreichend dunkel, dass die Augen nicht wehtun. Hier hat Amazon alles richtig gemacht.
Am meisten überrascht hat uns beim Testen des Amazon Fire Max 11 die Kamera. Insbesondere bei der Hauptkamera auf der Rückseite sparen Hersteller von günstigen Tablets oft, damit sie es an anderen Stellen, wichtiger erscheinenden Stellen nicht müssen. Das ist hier eindeutig nicht der Fall – die Hauptkamera macht bei Tageslicht wirklich schöne Fotos mit einem guten Dynamikumfang. Die Farben sind nicht übersättigt, kein Bildbereich ist über- oder unterbelichtet. Dadurch, dass die Kamera nur mit 8 Megapixel auflöst, sind die entstehenden Aufnahmen nicht außerordentlich scharf, aber das wird durch die in anderen Bereichen gute Bildqualität kompensiert.
Die Frontkamera ist auch ganz brauchbar, besonders für Videotelefonie und Ähnliches dürften viele Menschen sich mit der 8-Megapixel-Linse zufriedengeben. Videoaufnahmen sind höchstens in 1080p mit 60 fps möglich. Auch das ist in diesem Preissegment üblich. Insgesamt sehen wir bei den Kameras eine deutliche Verbesserung zu den Vorgängermodellen – da liegen wirklich Welten dazwischen.
Amazon legt bei diesem Tablet einen Schwerpunkt auf die Leistung. Das kommuniziert das Unternehmen nicht nur im Werbematerial für das Fire Max 11, sondern setzt es auch um. Im Gerät ist ein neuer MediaTek-Prozessor mit acht Kernen, einer Frequenz von bis zu 2,2 GHz und der Modellbezeichnung Mediatek MT8188J. Der Chip scheint ganz neu herausgekommen zu sein und wurde bisher nur in diesem Tablet verbaut. Und er liefert gleich eine ordentliche Leistung: Nicht nur beim Work-3.0-Benchmark von PCmark macht sich der stärkere Prozessor bemerkbar, wo das Tablet mit 7100 Punkten beinahe 50 Prozent mehr Leistung liefert als das Fire HD 8 Plus. Auch im täglichen Betrieb macht sich der schnellere Chip dadurch bemerkbar, dass jegliche Vorgänge und Aktionen wesentlich flüssiger ablaufen als beim Fire HD 8 Plus.
Seiten in Apps und im Web laden schneller, das Scrollen durch Menüs wird nicht mehr von einem plagenden Ruckeln begleitet und Anwendungen öffnen schneller. Das ist ein großer Vorteil des Tablets. Klar – das rund 270 Euro teure Gerät ist bei der Leistung kein Überflieger, in einigen Bereichen sind kurze Denkpausen weiterhin Programm. Die Performance ist allerdings auf einem Niveau, das viele Nutzer zufriedenstellen wird. Für Spiele reicht der verbaute Mali-G57 M2 allerdings noch nicht ganz, außer bei Titeln wie Minecraft, Angry Birds oder Candy Crush. Ein kleines Manko bei der Performance ist, dass der Arbeitsspeicher mit 4 GByte weiterhin recht knapp bemessen ist. Dadurch schließen Apps im Hintergrund schneller. Mit einem Upgrade in diesem Bereich hätte das Tablet eine noch bessere Leistung abliefern können.
Und sonst? Das Tablet unterstützt lobenswerterweise Wi-Fi 6 (IEEE 802.11ax) mit bis zu 600 Mbit/s. Unterstützung für Mobilfunk ist leider in keinem Modell gegeben. Dafür gibt es einen Slot für Speicherkarten, mit dem der 64 oder 128 Gigabyte große interne Speicher zusätzlich erweitert werden kann – das ist gut. Außerdem erhaltet ihr mit diesem Gerät Support für Bluetooth 5.2 mit Low Energy und A2DP. Der USB-C-Anschluss ist ungünstigerweise nur ein USB-2.0-Port, was schnellere Übertragungsgeschwindigkeiten ausschließt. Unterstützung für einen Eingabestift (Stylus) ist gegeben, dafür gibt es Magnete zum Festhalten auf der linken Seite. Möchte man mit dem Fire Max 11 herausfinden, wo man sich befindet, so steht GPS mit GLONASS zur Verfügung.
Zufriedenstellend sind die im Tablet verbauten Lautsprecher: Sie bieten einen recht sauberen, raumfüllenden Klang, der sich für Serien, Filme oder andere Videos hervorragend eignet. Es handelt sich um Stereo-Lautsprecher. Die Sprachqualität mit den verbauten Mikrofonen ist bei Internet-Telefonaten gut.
Ein in unseren Augen recht großer Nachteil aller Amazon-Tablets ist die Bedienoberfläche Fire OS, die wir bereits an vielen Stellen bemängelt haben. Das zugrunde liegende Betriebssystem ist zwar Android, und an einigen Stellen sickert das Design des Google-Betriebssystems durch. Insgesamt sind aber viele Features, die andere Android-Tablets bieten, hier nicht vorhanden. Allen voran der Google Play Store: Er fehlt bei allen Amazon-Geräten und wird durch einen hauseigenen App Store ersetzt, in dem viele wichtige und beliebte Apps, wie der DB Navigator, fehlen. Diese müssen mühsam mit den APK-Dateien nachinstalliert werden.
Genereller gefasst ist Fire OS ein Betriebssystem, das zwar klar darauf aus ist, so einfach bedienbar zu sein wie möglich, das dabei aber einiges an Funktionalität abgeben muss. Die Bedienoberfläche fühlt sich in vielen Hinsichten an, als wäre sie mit Werbung vollgepackt oder als würde Amazon immerzu versuchen wollen, uns etwas zu verkaufen. Viele wichtige Apps, die in Zusammenspiel mit dem erhältlichen Zubehör Sinn ergeben würden, wie eine Notiz-App für den Stylus, sind nicht vorinstalliert. Insgesamt ist das Betriebssystem nicht dafür gemacht, dass damit gearbeitet wird. Auch bei dem auf Produktivität fokussierten Fire Max 11 steht beim Betriebssystem die Unterhaltung im Vordergrund.
Die installierte Fire-OS-8-Version basiert auf Android 11 mit einem Sicherheitspatch von April 2023, was gerade noch als aktuell genug bezeichnet werden kann. Sicherheitsupdates soll es laut Amazon mindestens drei Jahre lang geben.
Das im Vorhinein angesprochene Zubehör, das dieses Tablet überhaupt erst zu einem Arbeitswerkzeug machen soll, besteht aus einer rund 90 Euro teuren Hülle mit Tastatur sowie einem 35 Euro teuren Eingabestift. Die Tastaturhülle ist zweiteilig: Der obere Teil hält sich magnetisch an der Rückseite des Tablets fest und besitzt einen stufenlos verstellbaren Standfuß, der ausreichend fest ist und sich überdurchschnittlich tief einstellen lässt. Die Tastatur hingegen hält sich direkt am Tablet magnetisch fest und wird über den fünfpoligen Anschluss einerseits mit Strom versorgt und tauscht andererseits Daten mit dem Tablet aus. Das bedeutet, dass ihr das Tablet mit der Hülle auf drei verschiedene Weisen nutzen könnt: ganz ohne Hülle, nur mit dem oberen Teil als Standfuß oder im Gesamtpaket mit der Tastatur.
Die Verarbeitung der Tastaturhülle ist für den Preis von 90 Euro ganz okay. Die Außenseiten bestehen aus weichem Stoff, dessen Nachteil allerdings die geringe Standfestigkeit ist – bei „aggressiverem“ Tippen kommt es schonmal vor, dass das Tablet auf dem Tisch hin und her rutscht. Zusammengeklappt sieht das Gesamtpaket aber ganz schick aus, und auch die Tastatur selbst muss sich vom Aussehen her nicht verstecken. Sie ist in einem schlichten Grau mit blauen Akzenten gehalten. Das Tippgefühl ist angenehm, die Tastenanschläge sind meist präzise. Eine Tastenbeleuchtung ist nicht vorhanden. Im Vergleich zum – zugegebenermaßen deutlich teureren – Apple Magic Keyboard liegen die Tasten allerdings im „ausgefahrenen“ Zustand etwas höher, was gewöhnungsbedürftig ist. Das Touchpad hat eine Plastikoberfläche, die nicht nur für Fingerabdrücke, sondern auch für Kratzer anfällig sein dürfte und nicht so gleitfreudig ist wie eine Oberfläche aus mattem Glas.
Der Stylus ist in derselben Farbe gehalten wie die Tastaturhülle und besitzt eine austauschbare Spitze, die mit dem mitgelieferten Zangenwerkzeug entfernt werden kann und 4096 verschiedene Druckpunkte besitzt. Je nach App ist das Zubehör auch neigungsempfindlich, sodass ihr in variablen Breiten zeichnen und skizzieren könnt. Es gibt keinen wiederaufladbaren Akku; stattdessen setzt Amazon auf eine AAAA-Batterie, die im Lieferumfang enthalten ist und eine Lebensdauer von bis zu sechs Monaten hat. Sie wird eingesetzt, indem man die obere Abdeckung abschraubt. Der Stift macht in der Benutzung ziemlich gut, das Zeichnen und Erstellen von Notizen ist damit problemlos möglich. Die Latenz kommt allerdings nicht ganz an andere Spitzenmodelle wie den Apple Pencil 2 heran. Auf der flachen Seite des Stifts befindet sich ein Knopf, der in manchen Apps eine Radierfunktion erfüllt, wenn er gedrückt wird.
Eine kurze Einordnung, ob das Zubehör bei diesem Tablet überhaupt Sinn ergibt: Es erscheint natürlich logisch, dass Amazon ein als Produktivitätswerkzeug beworbenes Tablet mit dem passenden Zubehör versorgen möchte. Allerdings fällt nach sehr kurzer Zeit auf, dass nur der Stylus bei diesem Gerät einen Sinn ergibt. Notizen damit machen geht immer. Man muss die Tastaturhülle allerdings nicht langen nutzen, um zu merken, dass das Betriebssystem Fire OS nicht auf die Bedienung mit einer Tastatur ausgelegt ist. Es gibt keine speziellen Gesten zum Navigieren in Apps und zwischen Fenstern, es fehlt die Unterstützung für essenzielle Office-Anwendungen von Microsoft und anderen Herstellern. Wer mit diesem Gerät ein Dokument verfassen möchte, muss wohl auf die Web-Version von Microsoft Office 365 oder auf Google Docs zurückgreifen (ebenfalls in der Web-Version, es sei denn, man installiert die APK nach; im Amazon App Store ist die App nämlich nicht erhältlich).
Der im Amazon Fire Max 11 verbaute Akku ist 7500 Milliamperestunden groß – diese Akkukapazität ist bei Tablets in dieser Preisklasse die Norm. Amazon wirbt für das Tablet mit einer Akkulaufzeit von 14 Stunden. Im Praxistest hielt das Gerät tatsächlich problemlos zwei Tage intensiver Nutzung durch, ohne auf ein Ladekabel angewiesen zu sein. Das ist beachtlich und in allen Fällen ein großer Vorteil des Geräts. Ernüchternder ist die Ladedauer, die aufgrund des im Vergleich relativ langsamen 15 Watt-Laden über vier Stunden beträgt.
Das Amazon Fire Max 11 ist in der Speicherkombination 4/64 GByte bei Amazon für 270 Euro erhältlich. Bei anderen Händlern gibt es Restbestände ab 190 Euro (Preisvergleich).
Für den doppelten internen Speicher werden rund 30 Euro Aufpreis fällig, sodass man für die Speicherkombination 4/128 GByte dann auf einen Gesamtpreis von 300 Euro kommt. Die Tastaturhülle von Amazon kostet zusätzliche 90 Euro, der Eingabestift 35 Euro. Das Ganze ist auch in einem Bundle für rund 395 Euro (oder 425 Euro für die 128 GByte-Variante) erhältlich, wobei keine Preisersparnis entsteht. Die einzige verfügbare Farbe ist Grau/Silber.
Amazons erster Versuch, mit dem Fire Max 11 ein Produktivitätswerkzeug auf den Markt zu bringen, ist ein mutiger, hat die Firma sich in der Vergangenheit doch eher auf Unterhaltungselektronik fokussiert. Dass Amazon sich um die größte Schwäche der Fire-Tablets – also das mangelhafte Betriebssystem Fire OS – nicht gekümmert und es nicht auf den vorgesehenen Einsatzbereich dieses Geräts angepasst hat, ist jammerschade und macht die Einstufung als Produkt zum Arbeiten hinfällig. Denn es ist klar, dass man mit diesem Tablet softwaremäßig nicht dazu in Stande ist, effizient Arbeit zu verrichten, ohne sich dauernd über Kleinigkeiten zu ärgern. Wer nach einem ernsthaften Arbeitsgerät sucht, sollte sich wirklich woanders umschauen.
Abgesehen davon ist das Fire Max 11 ein hervorragendes Tablet für Unterhaltung: Der Bildschirm ist klasse, die Performance deutlich besser als bei anderen Fire-Tablets von Amazon und die Akkulaufzeit schlicht hervorragend. Wer dieses Tablet zum Streamen von Serien, Schauen von Filmen oder für kleinere Spiele kauft, wird damit wunschlos glücklich. Andere eben nicht.
Das AGM Pad T1 ist ein preiswertes Tablet für die Couch. Mit gutem Display, robustem Metallgehäuse und HD-Streaming bietet es viel Unterhaltung für wenig Geld.
Das AGM Pad T1 ist ein preiswertes Tablet für die Couch. Mit gutem Display, robustem Metallgehäuse und HD-Streaming bietet es viel Unterhaltung für wenig Geld.
Ein Tablet für Surfen und Streamen auf der Couch muss nicht teuer sein. Das beweist das AGM Pad T1. Das preiswerte Tablet eignet sich gut für einfache Alltagsaufgaben und Unterhaltung. Für aktuell nur 99 Euro erhält man ein robustes Metallgehäuse in schickem Design, das gut in der Hand liegt und einen stabilen Eindruck macht.
Besonders praktisch für Film- oder Serienfans: Das AGM Pad T1 unterstützt Widevine Level 1, was das Streaming von Filmen und Serien in HD-Qualität auf Plattformen wie Netflix und Amazon Prime Video ermöglicht. Im Lieferumfang ist ferner eine Schutzhülle mit integriertem Aufsteller enthalten, die das Tablet bequem aufrecht hält – ideal für längere Streaming-Sessions. Insgesamt zeigt sich das AGM Pad T1 als günstige Wahl für Nutzer, die hauptsächlich Videos streamen, surfen oder einfache Apps nutzen möchten. Wie das Tablet in der Praxis abschneidet, zeigt dieser Test.
Das AGM Pad T1 überzeugt mit einem schlichten, aber eleganten Design. Das Metallgehäuse wirkt hochwertig verarbeitet und liegt angenehm in der Hand. Mit Abmessungen von 256,6 × 168,1 × 7,35 mm und einem Gewicht von 477 g bleibt das Tablet im üblichen Rahmen für ein 11-Zoll-Gerät.
Eine Schutzhülle mit integriertem Aufsteller ist im Lieferumfang enthalten und ermöglicht flexibles Aufstellen. Allerdings erschwert die Schutzhülle die Bedienung der seitlich angebrachten Knöpfe, da diese nicht weit genug herausragen. Die Lautstärketasten befinden sich an der Oberseite, während die Power-Taste an der Seite positioniert ist, was insgesamt eine intuitive Bedienung unterstützt – sofern die Hülle nicht im Weg ist.
Das AGM Pad T1 besitzt ein 10,95-Zoll-Display mit FHD+-Auflösung (1920 x 1200 Pixel) und 60 Hz. Das IPS-Panel sorgt für stabile Blickwinkel, kräftige Farben und ordentliche Kontraste. Mit 207 PPI ist die Schärfe ausreichend, auch wenn einzelne Pixel leicht sichtbar sind. Eine automatische Helligkeitsanpassung fehlt, was das manuelle Nachjustieren nötig macht. Die maximale Helligkeit von 350 cd/m² reicht zudem nicht aus, um das Display bei direkter Sonneneinstrahlung problemlos abzulesen. Für den Preis bekommt man aber ein mehr als ordentliches Display.
Die Kameraausstattung des AGM Pad T1 fällt eher schwach aus, wie bei nahezu allen günstigen Tablets. Die 13-Megapixel-Hauptkamera liefert zwar brauchbare Schnappschüsse, aber die Bildschärfe lässt zu wünschen übrig und Details gehen oft verloren. Auch der Dynamikumfang ist begrenzt, sodass helle und dunkle Bereiche wenig differenziert erscheinen. Videos nimmt die Hauptkamera in Full-HD (1080p) bei 30 FPS auf, was für einfache Aufnahmen ausreicht. Die 5-Megapixel-Frontkamera enttäuscht jedoch mit unscharfen Aufnahmen mit sichtbarem Bildrauschen. Bei Videochats bietet sie zudem nur eine mittelmäßige Bildqualität mit Standard-HD-Auflösung (720p).
Im AGM Pad T1 arbeitet der Unisoc Tiger T606, ein Achtkern-Prozessor mit einer Taktrate von bis zu 1,6 GHz. Die Architektur mit zwei leistungsstärkeren Cortex-A75-Kernen und sechs effizienteren Cortex-A55-Kernen bietet genug Leistung für alltägliche Anwendungen und gängige Multimedia-Aufgaben, ist jedoch bei anspruchsvolleren Apps oder Spielen spürbar limitiert. Das zeigen die Benchmarks von 7200 Punkten bei PCmark sowie 400 Punkte bei 3Dmark Wild Life.
Der Arbeitsspeicher ist mit 4 GB zwar knapp bemessen, reicht aber für einfache Multitasking-Aufgaben aus. Mit 128 GB internem Speicher bietet das Tablet ausreichend Platz für Fotos, Apps und Medieninhalte. Zusätzlich lässt sich der Speicher per microSD-Karte erweitern, der Slot dafür ist mit dem SIM-Karten-Slot kombiniert.
Das AGM Pad T1 unterstützt folglich LTE (4G) und bietet dadurch auch unterwegs Internetverbindung. Dank eines integrierten FM-Radios ist Radiohören möglich, erfordert jedoch ein angeschlossenes Kopfhörerkabel als Antenne. Über einen USB-C-Anschluss (USB 2.0) sowie einen 3,5-mm-Kopfhöreranschluss lässt sich weiteres Zubehör anschließen. Das WLAN-Modul unterstützt Wi-Fi 5, was für die meisten Anwendungen eine ausreichend schnelle Verbindung bietet, jedoch nicht mit neueren Wi-Fi-Standards mithalten kann. Für diese Preisklasse ist das aber normal.
Der Klang des Lautsprechers ist klar und insgesamt gut. Bei höherer Lautstärke kann es jedoch zu leichtem Übersteuern kommen. Da beide Lautsprecher auf einer Seite verbaut sind, leidet der Stereo-Effekt spürbar – ein räumlicher Klang entsteht so kaum.
Als Betriebssystem läuft Android 14 mit einer faktisch unveränderten Bedienoberfläche. Der Sicherheits-Patch ist allerdings veraltet und stammt zum Testzeitpunkt im November noch aus Juni. Mit regelmäßigen Updates ist bei AGM leider nicht zu rechnen.
Der Akku des AGM Pad T1 bietet mit 7000 mAh eine normale Kapazität für ein Tablet dieser Größe. Im PCmark Battery Test hält das Gerät etwa 8,5 Stunden durch. Damit liegt das Tablet im Mittelfeld der Laufzeiten vergleichbarer Geräte.
Ein Nachteil ist jedoch die lange Ladezeit: Mit dem mitgelieferten 10-Watt-Netzteil dauert es fast vier Stunden, den Akku vollständig aufzuladen. Für Nutzer, die ihr Tablet regelmäßig über längere Zeit nutzen, könnte diese langsame Ladegeschwindigkeit zu Wartezeiten führen, wenn schnelles Nachladen nötig ist.
Bei Amazon kostet das AGM Pad T1 für gewöhnlich 149 Euro. Derzeit ist es stark reduziert für 95 Euro zu haben – ein echtes Schnäppchen!
Das AGM Pad T1 überzeugt als äußerst preisgünstiges Tablet für den Alltag und speziell für Streaming-Fans. Für wenig Geld erhält man ein solides 11-Zoll-Gerät mit stabilem Metallgehäuse, 128 GB an Speicher sowie Widevine L1 für HD-Streaming. Der Bildschirm bietet für den Preis angemessene Farben und Schärfe, allerdings stört die fehlende automatische Helligkeitsanpassung beim mäßig hellen Touchscreen. Mit LTE-Unterstützung eignet sich das Tablet gut zum mobilen Surfen auch unterwegs.
Die Schwächen zeigen sich primär in der Performance bei anspruchsvolleren Aufgaben und in der Kameraqualität, die kaum über Standard hinausgeht. Auch das langsame Laden des Akkus könnte für manche Nutzer ein Nachteil sein. Für Nutzer, die ein robustes Gerät für die tägliche Mediennutzung und einfache Aufgaben suchen, ist das AGM Pad T1 jedoch eine attraktive Wahl, die bei diesem Preis kaum Alternativen hat.
Großes Display mit 90 Hertz, Schutz gegen Wasser und Staub und einen großen Speicher mit 256 GB: Auf dem Papier bietet das AGM Pad P2 so viel wie nur wenige Mittelklasse-Tablets – vor allem, wenn man sich den Preis von 182 Euro ansieht. Im Test zeigt sich, ob es dabei einen Haken gibt.
Großes Display mit 90 Hertz, Schutz gegen Wasser und Staub und einen großen Speicher mit 256 GB: Auf dem Papier bietet das AGM Pad P2 so viel wie nur wenige Mittelklasse-Tablets – vor allem, wenn man sich den Preis von 182 Euro ansieht. Im Test zeigt sich, ob es dabei einen Haken gibt.
Die chinesische Firma AGM taucht auf unserer Website immer wieder auf. Insbesondere unsere Erfahrungen mit ihren Outdoor-Smartphones wie dem AGM G2 (Testbericht) haben in der Vergangenheit gezeigt, dass das Unternehmen von wilden Designs und unkonventioneller Ausstattung nicht abgeneigt ist. Die Offenheit für Abwechslung im Vergleich zu den Konkurrenzgeräten zeigt sich aber nicht bei allen Modellen von AGM – das beste Beispiel dafür ist das AGM Pad P2.
Das günstige Tablet ist äußerlich kaum von vielen anderen Modellen in der Preisklasse zu unterscheiden. Der Blick auf technische Daten und Preis verrät aber: Das muss nichts Schlechtes bedeuten, der Fokus liegt hier klar auf dem Preis-Leistungs-Verhältnis. Für den aktuellen Preis von 177 Euro bei Amazon stehen die Zeichen richtig gut. Im Test zeigt sich, wo der Hersteller punktet und wo noch Probleme auftreten.
Das Design des AGM Pad P2 könnte wohl kaum noch konventioneller sein. Das Tablet besteht ausschließlich aus Glas und Metall, auf der mattgrauen Rückseite finden sich nur die Kamera, der LED-Flash und einige Antennenstreifen aus Kunststoff. Die Displayränder auf der Vorderseite sind zwar gleichmäßig, könnten aber gerne noch einige Millimeter dünner sein. Es gibt einen Kopfhöreranschluss, der ungewöhnlicherweise im 45°-Winkel in die rechte untere Ecke des Geräts eingebaut ist. Die Frontkamera befindet sich auf der linken Seite. Das Design ist in sich schlüssig und erscheint hochwertig.
Einige Probleme haben wir lediglich bei der Verarbeitung festgestellt: Drückt man an bestimmten Stellen auf das Display, knackt es manchmal unüberhörbar. Außerdem sind die Antennenstreifen stellenweise nicht eben in das restliche Gehäuse eingelassen. Möglicherweise haben wir aber auch nur ein Montagsmodell erwischt. Dank seines geringen Gewichts von nur 470 Gramm liegt das Tablet gut in der Hand und fühlt sich schlank an. Wirklich bemerkenswert, insbesondere im Preisbereich unter 300 Euro, ist die IP68-Zertifizierung – das günstige Tablet ist also sogar gegen Staub und Wasser geschützt.
Das Display-Panel des AGM Pad P2 ist 11 Zoll groß und löst mit 1920 × 1200 Pixel auf. Das entspricht 2K, die Pixeldichte von 213 ppi ist damit nicht herausragend, aber ansehnlich. Um die Sichtbarkeit von Pixeln muss man sich keine Sorgen machen, ebenso wenig um die Farbwiedergabe und Blickwinkel, die angenehm und ordentlich sind. Auch die Bildwiederholrate von 90 Hertz stellt Bildschirminhalte flüssiger dar. Die Bildschirmhelligkeit ist mit knapp unter 500 cd/m² nicht besonders hoch. Das ist allerdings ein Phänomen, das bei Tablets in dieser Preisklasse weitverbreitet ist. Insgesamt ein gutes Display gerade für den Preis, allerdings mit kleineren Kritikpunkten.
Im AGM Pad P2 kommen zwei Kameras zum Einsatz: eine Hauptkamera mit 50 Megapixeln und eine Frontkamera, die mit 8 Megapixeln auflöst. Bei der Hauptkamera handelt es sich um einen S5KJN1-Sensor von Samsung, die Frontkamera stammt ebenso von dem koreanischen Hersteller. Auf den ersten Blick mag das so klingen, als stünde der Name hier für gute Qualität und die Hauptkamera mit 50 Megapixel muss dann ja erst recht gut sein. Ein Trugschluss.
Denn leider sind die Aufnahmen mit der Hauptkamera ziemlich verwaschen und unscharf, die Farben sehen ausgeblichen und unnatürlich aus. Details sind beim näheren Blick und Heranzoomen kaum vorhanden. Instagram-fähig sind die Fotos in jedem Fall nicht, für das Scannen von Dokumenten und Ähnliches sollte die Qualität aber ausreichen. Ist etwas weniger Tageslicht vorhanden, kommt es schnell zu Bildrauschen. Bei der Frontkamera verhält es sich ähnlich, wobei dort die generellen Ansprüche etwas geringer sind. Für Videotelefonate, bei denen eine hohe Kameraqualität nicht allzu wichtig ist, sollte sie ausreichend sein. Videoaufnahmen sind mit maximal 1080p bei 30fps möglich.
Im AGM Pad P2 arbeitet ein alter Bekannter als Recheneinheit: Den verbauten Prozessor Helio G99 von MediaTek kennen wir schon von zahlreichen anderen Mittelklasse-Tablets und Outdoor-Smartphones wie dem Doogee S110 (Testbericht). Die Mittelklasse-CPU mit acht Kernen (maximal 2,2 GHz) schlägt sich auch in diesem Tablet recht gut. Im Benchmark PCmark Work 3.0 erreicht das Gerät rund 9600 Punkte. Das ist ordentlich und entspricht den Werten, die andere Geräte mit diesem Prozessor im selben Benchmark erreichen konnten. In 3Dmark Wild Life gibt es 1250 Punkte. In der Realität bedeutet das: Apps und Menüs öffnen sich ziemlich schnell und flüssig, Ruckler konnten wir beim Test nur vereinzelt feststellen. Spiele sind bei der Performance auch drin, allerdings nur einfache Titel wie Candy Crush oder Angry Birds. Sobald es herausfordernder und Ressourcen-lastiger wird, fällt die Bildrate und somit der Spielgenuss.
8 GB Arbeitsspeicher und 256 GB interner Speicher sorgen dafür, dass Multitasking bis zu einem gewissen Grad möglich bleibt und Käufer viele Apps und Medien speichern können. Der Speicher kann mit einer microSD-Karte um bis zu zwei Terabyte erweitert werden. Das Tablet unterstützt darüber hinaus Wi-Fi 5 (IEEE 802.11ac) sowie Bluetooth 5.2 und GPS mit GLONASS und 4G-Mobilfunk. Der verbaute USB-C-Port unterstützt eine maximale Datenbandbreite von 480 Mbit/s (USB-C 2.0). Im Gerät verbaut sind außerdem vier Lautsprecher, die zwar richtig laut werden können, sich ansonsten aber relativ blechern und dünn anhören.
Obendrein gibt es Widevine L1, wodurch Inhalte bei Streaming-Diensten auch mit Full-HD abgespielt werden können – das sieht man bei China-Tablets nicht so oft. Auf unserem Testgerät ist Android 14 mit Sicherheitspatch vom Februar 2024 installiert. Das installierte Betriebssystem scheint zwar ziemlich nah an Stock-Android zu sein, aber bei genauerem Hinsehen gab es einige Änderungen, die das System teilweise unsauber und unfertig aussehen lassen (wie der Transparenzeffekt bei der Benachrichtigungsleiste oder die quadratischen, aber farblich nicht angepassten Icons).
Kommen wir zu einem der wichtigsten Punkte bei Tablets: der Akkulaufzeit. Im AGM Pad 2 ist ein 7850 Milliamperestunden großer Lithium-Ionen-Akku verbaut, mit dem das Gerät im PCmark Battery Test einen Wert von knapp unter 13 Stunden erreicht. Das ist ein guter Wert, der aber nicht besonders beeindruckt. Übersetzt auf die Nutzungszeit dürfte das rund acht bis neun Stunden Bildschirmzeit bedeuten – also rund eineinhalb bis zwei Tage normaler bis stärkerer Nutzung.
Das Gerät ist bei intensiver Nutzung aber auf jeden Fall innerhalb eines Tages leer zu bekommen. Aufgeladen wird mit 18 Watt, was nicht mehr zeitgemäß, aber bei einem günstigen Tablet verkraftbar ist. Angesichts der Akkugröße dauern Ladevorgänge einige Zeit – ein wenig schneller dürfte es gerne sein. Selbst Google ist mit seinem mehr als doppelt so teurem Google Pixel Tablet (Testbericht) aber nur bei 15 Watt.
Das AGM Pad P2 ist in Europa mit 8/256 GB für einen Einstiegspreis von 269 Euro in der Farbe Grau erhältlich. Bei Amazon gibt es das Tablet momentan für 208 Euro.
Auf der Suche nach einem günstigen, aber guten Mittelklasse-Tablet stößt man auf allerlei seltsame Modelle von dubiosen Marken bis zu bekannteren Namen wie Xiaomi. Und man trifft eben auf das AGM Pad P2, wo die Suche für viele enden dürfte: Das Tablet ist ein tolles Gesamtpaket aus einem großen, schnellen Bildschirm, ausreichend Performance, viel Speicherplatz, IP68-Schutz und Unterstützung für LTE-Mobilfunk, all das verpackt in einem schicken, schlanken Design bei einem geringen Gerätegewicht für nur rund 200 Euro. Schade ist, dass es keine gute Aussicht auf einen langen Software-Support gibt. Dennoch lohnt sich das Tablet für alle, die ein gutes Mediengerät für wenig Geld suchen.
Die 13. Generation des Amazon Fire HD 10 (2023) ist erneut ein günstiges Tablet für Multimedia und Unterhaltung an jedem Ort. Wie es sich im Vergleich zur Konkurrenz schlägt, zeigt dieser Test.
Die 13. Generation des Amazon Fire HD 10 (2023) ist erneut ein günstiges Tablet für Multimedia und Unterhaltung an jedem Ort. Wie es sich im Vergleich zur Konkurrenz schlägt, zeigt dieser Test.
Die 2023er-Version des 10-Zoll-Tablets von Amazon behält vieles vom Vorgänger Fire HD 10 2021 (Testbericht) bei. Niedrig bleibt der Preis ab 110 Euro, altbackenen ist wieder das Design und eher schwach die Performance. Dafür kann das Gerät in Full-HD Inhalte von Prime Video oder Netflix wiedergeben. Im Test kommen wir mehr denn je zum Schluss, dass Amazon sein Tablet-Konzept dringend überdenken muss.
Noch günstiger und kompakter ist das Fire HD 8 Plus (Testbericht), das wir ebenfalls testen konnten. Dort wurden wir aber von ähnlich wenigen Aspekten des Geräts begeistert, wie es beim Fire HD 10 (2023) der Fall ist.
Amazon hat seit mehr als drei Jahren unveränderte Design des Fire HD 10 beibehalten. Das mag im Jahr 2021 in Ordnung gewesen sein, für die diesjährige Version hätten wir uns über ein Redesign mit dünneren Bildschirmrändern oder abgerundeten Display-Ecken gefreut. Mit rund einem Zentimeter sind sie weiterhin so dick, dass sie das Gerät wie ein Spielzeug aussehen lassen. In den Händen fühlt sich die Plastik-Rückseite weiterhin nicht hochwertig an. Rutschig bleibt das Gerät allemal.
Mit seinen 433 g bleibt es immerhin ein Leichtgewicht, zudem ist es um rund einen halben Millimeter dünner geworden, sodass es rund 8,6 mm Dicke misst. Aber hat sich beim Design wirklich nichts getan? Doch: Amazon hat bei der Neuauflage des Tablets ohne jedwede erkennbare Notwendigkeit die Positionen der Einschalt- und Lautstärkeknöpfe vertauscht, sodass alte Hüllen nicht mehr passen. Das ist angesichts der Nachhaltigkeit wirklich schade und aus technischer Sicht absolut nicht notwendig, geschweige denn vorteilhaft.
Wirklich nichts getan hat sich beim Display des Fire HD 10. Es handelt es sich allem Anschein nach um dasselbe IPS-Panel, das vor zwei Jahren verbaut wurde. Es löst mit 1920 × 1080 Pixel auf und kommt somit auf eine respektable Pixeldichte von 224 PPI. Dass die Bildwiederholrate die 60 Hertz nicht übersteigt, dürfte in dieser Preisklasse niemanden überraschen. Schade ist, dass die Farben und Kontraste des Displays etwas schwächer sind als bei der preislich ähnlichen Konkurrenz. Die Blickwinkel hingegen sind stabil. Die von Amazon versprochenen 10 Prozent mehr Bildschirmhelligkeit im Vergleich zum Vorgänger konnten wir im Test nicht nachvollziehen – es bleibt bei den 400 cd/m², wobei das ein für Tablets nicht unüblicher Wert ist.
Das wohl Unspektakulärste am wenig spektakulären Amazon Fire HD 10 bleibt auch bei der 13. Generation die Kamera. Verbaut sind eine Front- und eine Hauptkamera, von denen beide mit sage und schreibe 5 Megapixel auflösen. Die Fotos sind entsprechend kaum zu gebrauchen, insbesondere in dunkleren Lichtverhältnissen gehen schnell jegliche Details verloren. Die Farbdarstellung ist aber noch in Ordnung. Löblicher ist, dass die Frontkamera auf 1080p aufgebessert wurde. Videoaufnahmen sind beidseits mit maximal 1080p bei 30 FPS möglich.
Im Fire HD 10 werkelt als Prozessor ein nicht näher bezeichneter Achtkerner vor sich hin, der mit maximal 2,05 GHz taktet. Im Alltag reicht die von ihm gelieferte Leistung für die meisten anfallenden Aufgaben aus. Multitasking ist für das Gerät aber oft zu anspruchsvoll, mit Rucklern und längeren Wartezeiten ist vereinzelt zu rechnen. Auch für den flüssigen Betrieb kleinerer Spiele wie Angry Birds oder Candy Crush sollte es noch reichen, mehr ist aber nicht drin.
Beim Benchmark PCmark Work 3.0 kommt das Gerät auf wirklich schwache 5000 Punkte. Zum Vergleich: Das kleinere Lenovo Tab M9 (Testbericht) schafft im gleichen Benchmark rund 7000 Punkte, obwohl es in etwa genauso viel kostet wie das Fire HD 10 von Amazon. Einen Grafik-Benchmark konnten wir aufgrund der Einschränkungen von Fire OS nicht durchführen.
An Arbeitsspeicher stehen magere 3 GB zur Verfügung, was die Unfähigkeit zum sinnvollen Multitasking mit mehr als zwei Apps erklärt. Eigentlich sind 4 GB RAM die zumutbare Untergrenze. Dazu gibt es wahlweise 32 oder 64 GB internen Speicher – dass man im Jahr 2024 überhaupt noch die Möglichkeit hat, ein neues Tablet mit 32 GB Speicher zu kaufen, erstaunt. Als untere Grenze sollte Amazon nächstes Jahr, aus einer wohlgesonnenen Perspektive gesprochen, dringend die 64 GB nehmen. Angebrachter wären mindestens 128 GB Speicherplatz. Immerhin ist der Speicher mit einer Speicherkarte um bis zu 1 TB erweiterbar.
Zur Kommunikation stehen Wi-Fi 5 und Bluetooth 5.3 mit LE zur Verfügung, GPS gibt es weiterhin nicht. Die Lautsprecher sind dem Preis entsprechend qualitativ minderwertig. Die installierte Version 8.3.2.3 von Fire OS basiert auf dem mittlerweile dreieinhalb Jahre alten Android 11.
Mit dem alten Fire OS bleiben die alten Einschränkungen des Betriebssystems, über die wir uns bereits beim Amazon Fire HD 8 Plus (Testbericht) echauffiert haben. Es gibt keine Google-Dienste, keinen Play Store, nur einen mauen Amazon Appstore, der viele Apps nicht im Angebot hat. Stattdessen bekommt man ein in der Anpassbarkeit sehr eingeschränktes, veraltetes Betriebssystem, das an vielen Stellen Werbung einblendet, wenn man sich bei der Bestellung nicht für die werbefreie Version für 15 Euro Aufpreis entschieden hat. Das halten wir 2024 für ein etwas eigentümliches Geschäftsmodell. Wer dennoch Google-Dienste nutzen will mit dem Fire-Tablet, dem raten wir zu unserem Ratgeber Amazon-Tablets mit Google-Apps: Billig zum Top-Tablet? Eine Stärke hat das Fire HD 10: Dank Widevine Level 1 funktioniert die Wiedergabe von Inhalten aus Netflix, Prime Video oder Disney Plus auch in Full-HD.
Wer das Tablet für Kinder kauft, kann sich für einen Aufpreis für die Kids-Version entscheiden, die für Kinder ab dem Vorschulalter geeignet ist. Dabei handelt es sich technisch um das genau gleiche Tablet, das aber mit einer sehr dicken und ausgesprochen angenehmen Schaumstoff-Hülle geliefert wird. Außerdem ist das Betriebssystem angepasst, sodass es Zugriff auf einen speziellen, gut gestalteten Kinderbereich gibt.
Im PCmark Battery Test hält das Tablet mit seinen 6500 mAh rund 10 Stunden durch. Das geht in Ordnung. Wiederaufgeladen wird mit per Netzteil nur mit 13 Watt, ein Ladevorgang dauert beklagenswerte dreieinhalb Stunden.
Das schwarze Amazon Fire HD 10 (2023) kostet rund 110 Euro, wenn man sich für die Version mit 32 GB Speicherplatz entscheidet, bei Amazon direkt kostet es 165 Euro. Zudem gibt es neben Schwarz zwei weitere Farbvarianten: Blau und Lila, welche mit 120 Euro etwas teurer sind. Für die Variante mit 64 GB Speicher werden aktuell 120 Euro fällig, weshalb wir direkt zu dieser Variante raten würden. Bei Amazon wiederum sind es 195 Euro. Für die Werbefreiheit werden, wie angesprochen, 15 Euro Aufpreis fällig. Die Kids Edition kostet etwa 198 Euro und ist nur mit 32 GB Speicher inklusive einer Hülle in Hellblau, Pink oder Grün erhältlich.
Das Amazon Fire HD 10 (2023) ist für den Preis, für den es angeboten wird, gut. Es ist aber kein gutes Gerät für sich genommen. Dass es 2024 noch so schwach ausgestattete Geräte gibt, ist angesichts der Fortentwicklungen der letzten Jahre und der heutigen Erwartungen an Technik erstaunlich. Das Fire HD 10 bleibt am absolut unteren Ende des Leistungsspektrums angesiedelt. Gewiss aber hat das Ganze auch in dieser Form eine Daseinsberechtigung als günstiges Markenprodukt und die Amazon-Tablets vielleicht sogar so etwas wie Liebhaber.
Das Tablet mag zwar für reinen Medienkonsum ausreichen. Für die Nutzung durch Kinder gibt es mit der Kids Edition des Fire HD 10 aber weiterhin wenige Alternativen, die besser sind. Gleiches gilt für den Preis, wo man sonst häufig nur noch bei chinesischen Shops ohne Support und Updates fündig wird.
Ein Medien-Tablet mit guter Performance, großem Display und Widevine L1-Zertifizierung für nur 250 Euro? Das bietet das neue Blackview Mega 1. Im Test zeigt sich, was das Gerät wirklich draufhat.
Ein Medien-Tablet mit guter Performance, großem Display und Widevine L1-Zertifizierung für nur 250 Euro? Das bietet das neue Blackview Mega 1. Im Test zeigt sich, was das Gerät wirklich draufhat.
Tablets haben in der Regel einen sehr vielfältigen Einsatzzweck. Besonders teurere Geräte mit einer entsprechenden Ausstattung und Kompatibilität mit Zubehör wie Tastatur oder Stift haben das Potenzial, einen Laptop als Arbeitsgerät beinahe vollumfänglich zu ersetzen. Es gibt aber auch Geräte, bei denen der Fokus klarer auf einen bestimmten Aufgabenbereich eingegrenzt ist. Das ist beim Blackview Mega 1 sichtlich der Fall. Das Tablet ist dank seines 11,5-Zoll-Displays in erster Linie für den Medienkonsum gedacht. Egal, ob man stundenlang die neue Staffel der persönlichen Lieblingsserie auf Netflix in Full-HD schaut oder durch Youtube wühlt – mit dem großen Display als Herzstück des Mega 1 sollten alle Guckbedürfnisse bestens gestillt sein.
Der Name Blackview ist dabei keineswegs ein Unbekannter – erst in jüngster Vergangenheit durften wir das Blackview Tab 18 (Testbericht) testen, das ebenfalls vor allem mit seinem Bildschirm begeistern konnte. Nun liegt ein weiteres Medien-Tablet des Herstellers aus Hongkong auf unserem Schreibtisch. Wie sich das Gerät im Alltag und in anderen Situationen schlägt, zeigt unser Test. Das Tablet ist ein echtes Schnäppchen und kostet derzeit bei Amazon nur 189 Euro.
Dank Metallgehäuse macht das Mega 1 einen hochwertigen Eindruck. Die Bildschirmränder um das 11,5 Zoll große Display auf der Vorderseite sind ferner ziemlich dünn. Die Tasten haben einen angenehmen Druckpunkt und es gibt keine unsauber verarbeiteten Stellen wie scharfe Kanten. Ganz so formstabil wie ein teures iPad ist das Gerät aber nicht, mit 528 g jedoch angenehm leicht. Dadurch und dank nur 7,6 mm Dicke liegt es gut in der Hand. Insgesamt vermittelt sowohl das Design als auch die Verarbeitung des Geräts ein angenehmes Nutzungsgefühl – das freut!
Wie schon erwähnt ist der Bildschirm des Blackview-Tablets 11,5 Zoll groß – und damit rund 20 Prozent größer als Displays bei 10-Zoll-Tablets. Besonders für das Video-Streaming und Multitasking ist das von Vorteil. Das Display löst mit 2000 × 1200 Pixel im 5:3-Verhältnis auf und kommt damit auf eine etwas geringe, aber noch ausreichend scharfe Pixeldichte von rund 203 PPI.
Erfreulich und in der Preisklasse nicht selbstverständlich ist die hohe Bildwiederholrate von 120 Hertz, dank der alle Bildschirminhalte maximal flüssig dargestellt werden können. Auch freut uns die vergleichsweise hohe Bildschirmhelligkeit – mit rund 500 cd/m² liegt das Gerät über dem Preisklassendurchschnitt, sodass das Ablesen von Bildschirminhalten auch draußen meist kein Problem sein sollte. Die Bildqualität ist überzeugend, die Farbdarstellung akkurat und nur geringfügig übersättigt. Auch die Blickwinkel sind stabil, sodass wir insgesamt keine Bedenken in puncto Display haben.
Besonders erfreulich finden wir die Tatsache, dass das Blackview Mega 1 nach Widevine L1 zertifiziert ist. Das bedeutet, dass alle Inhalte bei Netflix und Co. ohne Probleme in Full-HD wiedergegeben werden. Viele Geräte in dieser Preisklasse kommen ohne Widevine-Zertifizierung, wodurch Inhalte mit maximal 480p wiedergegeben werden.
Verbaut sind im Blackview Mega 1 insgesamt zwei Kameras – eine Hauptkamera mit 50 Megapixel, wobei es sich um einen Samsung JN1-Sensor handelt, der auch in teureren Geräten verbaut wird, und eine Frontkamera mit 13 Megapixel. Die Bildqualität des Hauptkamerasensors geht in Ordnung, haut einen aber nicht vom Hocker.
Bei Tageslicht gelingen die Aufnahmen in den meisten Situationen, wobei es stellenweise an Details mangelt. Wird es dunkler, können Nutzer die Kamera mehr oder weniger ganz vergessen – wie bei den meisten Geräten in dieser Preisklasse, egal ob Tablet oder Smartphone. Die Frontkamera liefert brauchbare Ergebnisse, mit denen man in jedem Fall durch eine Videokonferenz kommt. Videoaufnahmen sind mit maximal 1440p bei 30 FPS (Hauptkamera) oder 1080p bei 30 FPS (Frontkamera) möglich. Eine optische Bildstabilisierung gibt es nicht.
Im Inneren des Blackview Mega 1 arbeitet ein Helio G99-Prozessor, um alle anfallenden Aufgaben schnell und zuverlässig zu verrichten. Und er arbeitet ziemlich gut – im Alltag zeigen sich außer weniger Kleinigkeiten keine Ruckler oder Aussetzer bei der Nutzung. Beim Benchmark Work 3.0 von PCmark schafft das Tablet solide 9600 Punkte. Im Grafik-Benchmark „Wild Life“ von 3Dmark bietet das Mega 1 mit rund 1200 Punkten für aufwendigere Spiele zu wenig. Das Augenmerk des Mega 1 liegt beim Streaming und Surfen, weniger Gaming abseits von Solitär.
Die Speicherausstattung ist üppig – in allen Varianten gibt es 256 GB Speicher, darüber hinaus kann zwischen 8 und 12 GB Arbeitsspeicher gewählt werden. Schade ist, dass Blackview hier mit dem in der Praxis absolut nutzlosen „erweiterbaren Arbeitsspeicher“ wirbt, bei der ein Teil des internen Speichers dem Arbeitsspeicher zugewiesen wird, und so bei der 8-GB-Version auf eine RAM-Größe von 16 GB kommt.
Ebenfalls beeindruckend ist, dass Blackview im Mega 1 ein LTE-Modul verbaut – das sieht man in dieser Preisklasse noch seltener als Widevine L1. Außerdem gibt es GPS, Wi-Fi 5 und Bluetooth 5.1 mit LE-Support. Die verbauten Stereo-Lautsprecher sind bestenfalls okay, es mangelt aber an Fülle und Detail im Klang. Ein bisschen Bass ist aber mit an Bord.
Der USB-C-Anschluss ist ein Langsamerer vom Typ 2.0 – nicht unüblich in diesem Preisbereich. Als Software kommt Doke OS 4.0 mit Android 13 mit dem Sicherheitspatch von Februar 2024 zum Einsatz. Die Software ist zwar schön gestaltet, kommt aber nicht an die Ästhetik von Stock Android heran. Große Schwachstelle: Mit regelmäßigen Software-Updates ist bei Blackview leider nicht zu rechnen.
Blackview verbaut im Mega 1 einen 8.800 Milliamperestunden großen Akku. Damit erreicht das Gerät im PCmark Battery Test einen Wert von rund 11,5 Stunden Wiedergabezeit. Das ist für ein Tablet dieser Preisklasse ein ziemlich guter Wert. Im Alltag sollten mit etwas Mühe zwei Tage und mühelos anderthalb Tage normaler Nutzung drin sein. Schade ist, dass die Ladezeit trotz einer Schnellladetechnologie mit 33 Watt rund 4 Stunden beträgt.
Die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) für das Blackview Mega 1 in der 8/256GB-Version beträgt 319 Euro. Aktuell bekommt man das Tablet mit 16/256 GB für nur 174 Euro bei Amazon. Es ist in den Farben Grau, Blau und Violett erhältlich.
Wer ein Tablet sucht, um einfach nur Filme und Serien zu streamen oder soziale Medien zu nutzen, wird mit dem Blackview Mega 1 bestens bedient. Dafür sorgen das große, helle und flotte Display, die adäquate Leistung und das dünne und leichte Design. Doch das Tablet ist noch zu so einigem mehr imstande, sodass sich auch einfache Arbeiten und Hobby-Aufgaben darauf verrichten lassen. Besonders wenn es die Chance gibt, das Tablet für unter 200 Euro zu ergattern, gibt es aktuell wohl keine bessere Option, wenn es um reines Multimedia geht.
Mit dem Blackview Tab 18 bekommt man ein großes Tablet zum kleinen Preis. Dank Widevine Level 1 steht auch dem Streaming in Full-HD nichts im Wege. Mehr im Test.
Mit dem Blackview Tab 18 bekommt man ein großes Tablet zum kleinen Preis. Dank Widevine Level 1 steht auch dem Streaming in Full-HD nichts im Wege. Mehr im Test.
Tablets eignen sich als mobile Unterhaltungs-Geräte ideal zum Surfen oder Medien-Konsum auf der Couch oder im Bett. Besonders viel Freude kommt mit größeren Bildschirmen auf. Hier kommen Tablets mit einer Display-Diagonale von 12 Zoll ins Spiel, die rund 20 Prozent mehr Bildschirmfläche bieten als ihre 10-Zoll-Pendants.
Zu dieser Sorte gehört das Tab 18 von Blackview. Der Hersteller aus Hongkong überraschte uns schon einige Male mit guten Tablets mit starkem Preis-Leistungs-Verhältnis, etwa dem Blackview Tab 11 (Testbericht) mit 11 Zoll. Das Tab 18 hingegen kommt auf 12 Zoll und bietet eine erstaunliche gute Ausstattung für einen vergleichsweise niedrigen Preis. Dazu gehört auch die Wiedergabe in Full-HD über Streaming-Dienste. Wie gut das große Tablet im Alltag abschneidet, zeigen wir in diesem Testbericht. Bei Amazon kostet das Blackview Tab 18 derzeit mit 24/256 GB nur 230 Euro. Das ist ein wirklich gutes Angebot.
Das Blackview Tab 18 ist solide verarbeitet. Das Gehäuse aus Metall hinterlässt einen sehr hochwertigen Eindruck ohne Spaltmaße und mit Tasten, die einen soliden Druckpunkt aufweisen. Damit wirkt das Tab 18 teurer, als man es dem Gerät zutrauen würde. Praktisch: Eine Schutzhülle mit Display-Cover, die man nach hinten als Aufsteller umklappen kann, ist ebenfalls vorhanden.
Mit einer Display-Diagonale von rund 12 Zoll fällt das Tab 18 etwa zwei Zentimeter breiter und rund 100 Gramm schwerer aus als etwa das Xiaomi Pad 6 (Testbericht) oder Lenovo Tab P11 Pro G2 (Testbericht) mit 11 Zoll. Es ist allerdings nicht ganz so wuchtig wie da Lenovo Tab P12 (Testbericht) mit 12,7 Zoll.
Die Auflösung des IPS-Panels mit 12 Zoll liegt bei 2000 × 1200 Pixel (Full-HD). In Relation zur Größe der Anzeige sorgt das für eine Pixeldichte von 195 PPI. Bei einem Smartphone wäre das wenig. Da man ein Tablet aber für gewöhnlich weiter weg vom Auge hält, sollten Bildpunkte kaum wahrnehmbar sein. Das Bild erscheint dadurch ausreichend scharf.
Die Bildqualität überzeugt mit satten Farben und einer hohen Blickwinkelstabilität, auch wenn es einen leichten Hang zu Grün gibt. Eine kleine Schwäche gibt es: Die maximale Helligkeit liegt bei rund 390 cd/m². Für den sinnvollen Einsatz im Freien ist das zu wenig, zumal die Anzeige stark spiegelt. Das entspricht allerdings dem, was die meisten Geräte dieser Preisklasse bieten.
Die Hauptkamera mit LED-Blitz bietet 16 Megapixel, die Frontkamera 8 Megapixel. Viel erwarten sollte man davon nicht, selbst die meisten Smartphones bis 100 Euro (Bestenliste) haben bessere Linsen. Entsprechend mager fallen Bilddetails, Schärfe oder der Dynamikumfang aus.
Im Inneren des Tab 18 verrichtet ein Mediatek Helio G99 seine Arbeit. Die Mittelklasse-CPU bietet solide Leistung und findet sich bei einigen preiswerten Tablets. Das Tab 18 läuft damit geschmeidig und meistert die meisten Aufgaben des Tages problemlos. Beim Benchmark von PCmark kamen wir auf solide 9500 Punkte. Weniger stark ist die Grafikleistung mit rund 1200 Punkten bei „Wild Life“ von 3Dmark. Für Spiele mit aufwendiger Grafik ist das Tab 18 weniger gedacht, aber für die meisten Casual Games bietet es immer genug Performance.
Dank vorhandenem Zertifikat für Widevine Level 1 kann das Tab 18 Inhalte von Streaming-Anbietern (Ratgeber) wie Netflix, Disney+ oder Amazon Prime Video in Full-HD wiedergeben. Sehr üppig ist die Ausstattung beim Speicher. Unser Testmuster bietet 12 GB RAM und 256 GB internen Speicher. Etwas preiswerter ist die Ausführung mit 8/256 GB, es gibt aber auch ein Modell mit brutalen 24 GB RAM. Eine Erweiterung mit microSD-Karte ist zudem möglich.
Alles andere als selbstverständlich in der Preisklasse ist das integrierte LTE-Modem samt GPS. Das gilt zudem für den Fingerabdrucksensor im Power-Button, der schnell und zuverlässig arbeitet. Wirklich gut ist zudem der Klang der Lautsprecher von Harman Kardon. Es gibt auch Schwächen: So kommt nur Wi-Fi 5 zum Einsatz sowie USB-C 2.0.
Als Betriebssystem läuft Android 13 mit der Blackview-Oberfläche Doke OS 4. Diese weicht optisch bei Menüs in den Einstellungen etwas ab von klassischem Android und erinnert ein wenig an den Stil von Xiaomi. Leider ist der Sicherheits-Patch veraltet. Dieser stammt noch aus September 2023. Hier sollte Blackview demnächst einen Patch nachliefern. Ob es auch ein Update auf Android 14 geben wird, ist derzeit unklar. Wir warten auf eine Stellungnahme des Herstellers. Es ist der größte Schwachpunkt bei Produkten von Herstellern wie Blackview, dass der Support von Software nicht mit Markenherstellern wie Samsung mithalten kann.
Für ein so großes Tablet etwas klein erscheint uns der Akku mit 8800 mAh. Die 12-Zoll-Tablets anderen Hersteller bieten hier in der Regel 10 bis 20 Prozent mehr. Damit fällt die Akkulaufzeit auch nicht überragend aus, ist mit 9,5 Stunden im Battery Test von PCmark aber noch im soliden Mittelfeld. Das beigelegte Netzteil mit 33 Watt lädt das Tablet von 20 auf 100 Prozent in rund 90 Minuten auf.
Das Blackview Tab 18 kostet mit 24 GB RAM und 256 GB nur 230 Euro.
Das Blackview Tab 18 überzeugt uns auf ganzer Linie. Die Verarbeitung ist hochwertig, das große Display bietet eine tolle Bildqualität, der Klang der Lautsprecher ist gut. Zudem gibt es einen Fingerabdruck-Scanner, was uns bei Tablets dieser Preisklasse bisher nicht untergekommen ist.
Das Zertifikat für Widevine Level 1 ist vorhanden, was Streaming in Full-HD von Netflix, Disney+, Prime & Co. ermöglicht. LTE gibt es obendrein. Der Prozessor ist keine Rakete, aber für alle nötigen Aufgaben des Alltags bietet er mehr ausreichend Performance. Lediglich die Software scheint unregelmäßig Updates zu bekommen.
Blackview bietet mit dem Tab 60 ein Tablet für knapp unter 100 Euro an, das über ein Zertifikat für Widevine Level 1 verfügt. Ob es wirklich ein Schnäppchen ist, zeigt dieser Test.
Blackview bietet mit dem Tab 60 ein Tablet für knapp unter 100 Euro an, das über ein Zertifikat für Widevine Level 1 verfügt. Ob es wirklich ein Schnäppchen ist, zeigt dieser Test.
Ein Tablet zur Unterhaltung auf der Couch muss nicht teuer sein. Blackview wagt sich mit dem Tab 60 an die 100-Euro-Grenze, die bislang nur No-Name-Modelle oder den Fire-Tablets von Amazon vorbehalten war. Ein Zertifikat für Widevine Level 1 ist sogar vorhanden. Ob es einen Haken beim Android-Tablet für 94 Euro (Code: NH9QJL8M, gültig bis 15.12.2024) gibt, zeigen wir in diesem Testbericht.
Für den Preis wirkt das Blackview Tab 60 ziemlich hochwertig. Es fühlt sich sauber verarbeitet an und riecht auch nicht ungewöhnlich streng, wie wir es schon bei günstigen Geräten erlebt haben. Das Gehäuse ist aus Metall gefertigt und kommt im für Tablets typischen kantigen Design. Mit einer Diagonale von 10,1 Zoll gehört es eher zu den kleineren Geräten seiner Art. Mit Abmessungen von 243,8 × 170,2 × 76 mm passt es gut in jeden Rucksack oder eine mittelgroße Handtasche. Das Gewicht von 512 g ist relativ hoch für die Größe.
Wie immer legt Blackview eine Kunststoff-Schutzhülle mit Display-Cover bei, welche man auch als Aufsteller nutzen kann. Die Verarbeitung der Schutzhülle ist eher einfach gehalten. Diese bieten einen gewissen Schutz vor Stürzen, erschwert aber ein wenig die Bedienung der Lautstärke und des Power-Buttons. Zusätzlich gibt es ein Display-Schutzglas zum Aufkleben.
Das IPS-Panel misst in der Diagonale 10,1 Zoll. Etwas mager ist die Auflösung von 1280 × 800 Pixel – aber für den Preis nicht ungewöhnlich. Eine Full-HD-Wiedergabe ist demnach nicht möglich, sondern nur HD-Auflösung. Damit sind Pixel mit dem bloßen Auge noch erkennbar. Die Blickwinkelstabilität geht in Ordnung. Die Farben wirken allerdings etwas blass, zudem ist das Backlight-Bleeding recht stark ausgeprägt. Mit einer nicht sehr ausgeprägten maximalen Helligkeit von knapp 260 cd/m² ist es eher für den Einsatz in den heimischen vier Wänden gedacht.
Bei einem preiswerten Tablet sollte man allgemein nicht viel von der Kamera erwarten. Die Linse mit 8 Megapixeln liefert nur sehr einfache Aufnahmen mit schwach ausgeprägter Bilddynamik, mageren Bilddetails und mäßiger Schärfe. Für mehr als gelegentliche Schnappschüsse oder zum Ablichten eines Dokuments ist sie nicht gedacht. Noch schwächer ist die Fotokamera für Selfies mit 5 Megapixeln, die nur mäßig scharfe Bilder oder Videoaufnahmen mit niedriger Auflösung liefert.
Die Leistungsfähigkeit ist ganz auf einfache Unterhaltung ausgelegt. So sorgt der Allwinner A523 Octa-Core-Chip nicht für sonderlich viel Vortrieb und entspricht leistungsmäßig etwa einem Amazon Fire 10. Bei PCmark erreichten wir damit gerade einmal 5300 Punkte – das liegt am unteren Ende unseres Benchmarks. Zum Surfen, für einfache Spiele wie Solitär oder Youtube ist das ausreichend, kleinere Denkpausen sind aber stets zu bemerken.
Ganz ordentlich dagegen ist die Speicher-Ausstattung: 128 GB als interner Speicher bei 4 GB RAM können sich sehen lassen. Bei Bedarf schaltet das System 8 GB vom internen Speicher als virtuellen RAM hinzu. Unser Testgerät bietet Wi-Fi 6 zum Surfen in heimischen Netzwerken, das ist für den Preis tatsächlich ungewöhnlich. Ein LTE-Modem gibt es nicht, allerdings bietet Blackview auch ein 4G-Modell des Tab 60 an. Für kabellose Kopfhörer und anderes Zubehör steht Bluetooth 5.2 zur Verfügung.
Die integrierten Stereo-Lautsprecher klingen ordentlich und überzeugen für den Preis des Geräts. Als Anschlüsse stehen USB-C 2.0 sowie ein Klinkeneingang (3,5 mm) zur Verfügung.
Als Software läuft Android 14 mit der Blackview-Oberfläche Doke OS in Version 4. Diese weicht nur minimal von Android ab. So kann man etwa größere Ordner für mehrere Apps anlegen. Ein App-Drawer ist vorhanden, die Steuerung erfolgt per Gesten oder über die klassischen Android-Icons. Der Sicherheits-Patch ist allerdings veraltet und stammt aus Juni 2024. Mit regelmäßigen Updates ist zudem nicht zu rechnen.
Ein Zertifikat für Widevine Level 1 ist vorhanden. Leider erkennt es Netflix nicht an, sondern zeigt in den Einstellungen trotzdem nur Level 3. Mit diesem Streaming-Dienst ist damit nur SD-Auflösung möglich. Amazon Prime, Magenta TV und Disney+ funktionieren hingegen auch in HD-Auflösung.
Der Akku bietet eine eher magere Kapazität von 5100 mAh. Im Battery Test kommen wir gerade einmal auf 5 Stunden, andere preiswerte Tablets halten doppelt so lange durch. Ein Netzteil zum Laden mit 10 W liegt bei, der Ladevorgang damit dauert aber rund 4 Stunden.
Mit dem Code NH9QJL8M (5 Prozent Rabatt, gültig bis 15.12.2024) und dem Coupon im Wert von 20 Euro kostet das Blackview Tab 60 bei Amazon nur 94 Euro.
Wer ein möglichst günstiges Tablet für unter 100 Euro sucht, bekommt mit dem Blackview Tab 60 ein passables Gerät. Allerdings bietet es keine Full-HD-Auflösung, sondern nur HD. Zudem erkennt Netflix in unserem Test das Zertifikat für Widevine Level 1 leider nicht an, sodass mit dem Streaming-Dienst nur eine SD-Auflösung möglich ist. Die Performance beschränkt sich auf das Nötigste für einfache Unterhaltung. Die Verarbeitung wirkt für den Preis überaus solide. Bei der Akkulaufzeit wäre aber noch viel Luft nach oben.
Das Doogee Tab A9 Pro+ will beweisen, dass günstig nicht gleich billig ist. Ob das gelingt, zeigt unser Test des Tablets mit 11-Zoll-Display und Android 15.
Das Doogee Tab A9 Pro+ will beweisen, dass günstig nicht gleich billig ist. Ob das gelingt, zeigt unser Test des Tablets mit 11-Zoll-Display und Android 15.
Ein gutes Android-Tablet für unter 120 Euro? Das klingt fast zu schön, um wahr zu sein – doch genau das verspricht Doogee mit dem Tab A9 Pro+. Zur Ausstattung zählen Android 15, ein 11-Zoll-Display und eine überraschend hochwertige Verarbeitung. Damit will der chinesische Hersteller zeigen, dass günstige Tablets längst nicht mehr billig wirken müssen.
Das Gerät zielt klar auf die Einsteigerklasse und tritt damit in direkte Konkurrenz zu bekannten Marken wie Samsung, Lenovo oder Xiaomi. Wir haben das Tablet mit einem aktuellen Kampfpreis von 116 Euro getestet und zeigen, ob es mit den großen Namen mithalten kann oder doch zu viele Kompromisse verlangt.
Bei günstigen Tablets merkt man den niedrigen Preis oft auf den ersten Blick oder spätestens am Geruch und der Verarbeitung. Nicht so beim Doogee Tab A9 Pro+. Das Unibody-Gehäuse aus Metall wirkt erstaunlich hochwertig, die Verarbeitung ist sauber und deutlich besser, als man es in dieser Preisklasse erwarten würde. Doogee liegt hier überraschend auf Augenhöhe mit Konkurrenten wie Samsung, Xiaomi oder Lenovo.
Das Design ist kantig, mit sanft abgerundeten Ecken – und entspricht damit ganz dem typischen Look eines aktuellen Tablets. Das 11-Zoll-Gerät im 16:10-Format misst 257 × 169 × 8 mm und wiegt 512 g. Damit ist es etwas schwerer als das Samsung Galaxy Tab A9+ (Testbericht), aber noch gut zu handhaben. Es dürfte problemlos in jeden Rucksack oder eine größere Handtasche passen.
Auffällig ist das runde Element auf der Rückseite, in dem zwei Kameralinsen und ein LED-Blitz untergebracht zu sein scheinen – doch der Schein trügt: Tatsächlich verfügt das Gerät nur über eine funktionale Kamera. Das zweite Objektiv ist lediglich eine Attrappe. In der Mitte der Rückseite prangt zudem ein auffälliger Schriftzug der Marke – Zurückhaltung sieht anders aus, aber ein bisschen Eigenwerbung darf sein.
Das 11-Zoll-Display des Doogee Tab A9 Pro+ bietet eine insgesamt ordentliche Bildqualität. Zum Einsatz kommt ein IPS-Panel mit stabilen Blickwinkeln, wie man es in dieser Preisklasse erwarten kann. Die Farbdarstellung zeigt einen leichten Blaustich, der im Alltag jedoch kaum stört. Positiv hervorzuheben ist die Bildwiederholrate von bis zu 90 Hz – das sorgt für angenehm flüssige Animationen beim Scrollen und bei einfachen Spielen. In dieser Preisklasse ist das keineswegs selbstverständlich und verdient deshalb ein Lob.
Ein deutlicher Schwachpunkt ist hingegen die Auflösung: Mit 1280 × 800 Pixeln bleibt das Display bei HD und damit unter dem heutigen Standard. Bei einem 11-Zoll-Gerät fallen einzelne Pixel auf, was zulasten der Bildschärfe geht. Eine Full-HD-Auflösung wäre zeitgemäßer gewesen.
Immerhin unterstützt das Tablet Widevine Level 1, was die Wiedergabe von Streaming-Inhalten in hoher Qualität erlaubt – etwa bei Netflix, Disney+ oder Prime Video. Da das Panel selbst jedoch kein echtes Full-HD anzeigen kann, bleibt der Vorteil in der Praxis begrenzt. Dennoch: Besser als SD-Qualität ist es allemal.
Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die fehlende automatische Helligkeitsregelung. Die Display-Helligkeit muss manuell angepasst werden und liegt mit rund 400 Nits im soliden Bereich – ausreichend für Innenräume, aber zu schwach für den Einsatz bei direkter Sonneneinstrahlung. Allerdings machen es viele andere Tablets in dieser Preisklasse auch nicht besser.
Von Tablets sollte man im Hinblick auf die Kamera nicht allzu viel erwarten. Das Doogee Tab A9 Pro+ schlägt sich hier aber ähnlich wie Konkurrenten in der Preisklasse um 200 Euro. Verbaut ist eine Hauptkamera mit 13 Megapixeln sowie eine Frontkamera mit 5 Megapixeln. Beide Linsen filmen immerhin in Full-HD mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde.
Für gelegentliche Schnappschüsse oder das Abfotografieren von Dokumenten reicht das allemal. Die Aufnahmen der Hauptkamera überraschen mit kräftigen Farben und sind insgesamt brauchbar. Selfies hingegen könnten etwas schärfer sein – sie wirken leicht verwaschen. Bei schlechten Lichtverhältnissen ist dann allerdings Schluss: Die Kameras stoßen hier schnell an ihre Grenzen. Allerdings macht das in dieser Preisklasse kaum ein Tablet besser.
Für seinen günstigen Preis bietet das Doogee Tab A9 Pro+ eine überraschend gute Ausstattung – in manchen Bereichen sogar auf Augenhöhe mit dem Samsung Galaxy Tab A9+ aus dem Vorjahr.
Als Prozessor kommt der Unisoc T7200 zum Einsatz – früher bekannt als Unisoc T606. Zwar ist er kein Leistungswunder, reicht aber für Surfen, Streaming und einfache Spiele völlig aus. Aktuelle Geräte wie das Redmi Pad Pro bieten zwar deutlich mehr Leistung, doch im Vergleich zu früheren Tablets dieser Preisklasse ist das Doogee ein klarer Fortschritt. Bei PCmark Work 3.0 erreichte es rund 8000 Punkte, bei 3Dmark Wild Life etwa 440 Punkte.
Der interne Speicher umfasst 128 GB, ergänzt durch 6 GB RAM, der sich virtuell erweitern lässt. Zusätzlich gibt es einen microSD-Slot zur Speichererweiterung und sogar einen 3,5-mm-Klinkenanschluss. Der Klang der Lautsprecher idt ordentlich. Auf einen Fingerabdrucksensor muss man jedoch verzichten. Mit Wi-Fi 5 und Bluetooth 5 sind die Funkstandards nicht mehr ganz aktuell, aber für den Preis angemessen.
Das Doogee Tab A9 Pro+ läuft bereits mit Android 15 – für ein günstiges Tablet ein erfreulich aktueller Stand. Ein Update auf Android 16 ist laut Hersteller geplant, ein genauer Zeitrahmen wurde jedoch nicht genannt.
Die Oberfläche orientiert sich stark an Stock-Android: schlicht, übersichtlich und ohne Zusatzfunktionen oder Bloatware. Die Navigation erfolgt über drei Softkeys am unteren Bildschirmrand, ein App-Drawer ist vorhanden.
Weniger erfreulich ist der Sicherheitsstand: Das Gerät trägt den Patch-Level von März 2025 und ist damit nicht mehr aktuell. Auch zur künftigen Update-Versorgung macht Doogee bislang keine offiziellen Angaben.
Das Doogee Tab A9 Pro+ verfügt über einen großzügigen 8580-mAh-Akku und bietet damit ausreichend Energiereserven für einen ganzen Tag – und mehr. Im Batteriy Test erreichte das Tablet eine Laufzeit von 10,5 Stunden, was für diese Preisklasse ein ausgezeichneter Wert ist und sogar einige Konkurrenten übertrifft.
Geladen wird der Akku per Kabel mit lediglich 10 Watt, wodurch eine vollständige Aufladung rund vier Stunden in Anspruch nimmt – kein Schnelllader, aber angesichts der Akkukapazität vertretbar.
Das Doogee Tab A9 Pro+ kostet regulär beim Händler 159 Euro. Derzeit ist es bei Amazon für nur 116 Euro zu haben. Mit dem Code FEENKR74 (gültig bis 31.08.2025) gibt es dort einen Rabatt von 5 Prozent zusätzlich – damit sinkt der Preis auf knapp 110 Euro. Die VIP-Ausführung mit Stift und Tastatur kostet bei Amazon derzeit nur 136 Euro, beim Hersteller rund 200 Euro. Mit dem Code S2E9KX10 gibt es einen Rabatt von 10 Prozent. Als Farben gibt es Grau, Schwarz und Hellblau.
Für rund 115 Euro bietet das Doogee Tab A9 Pro+ erstaunlich viel Tablet fürs Geld. Die Zeiten, in denen günstige Geräte billig verarbeitet oder unangenehm riechend daherkamen, scheinen vorbei zu sein. Technisch kann das Tablet mit Einsteiger-Modellen von Samsung oder Lenovo aus dem Vorjahr mithalten.
Die Leistung reicht problemlos für alltägliche Aufgaben wie Streaming, Surfen oder einfache Spiele – nur für anspruchsvolle High-End-Games fehlt es an Power. Besonders positiv fällt die starke Akkulaufzeit auf, auch wenn das langsame Laden mit nur 10 Watt Geduld erfordert.
Die größte Schwäche findet sich beim Bildschirm: Eine HD-Auflösung ist im Jahr 2025 selbst in der Einstiegsklasse nicht mehr ganz zeitgemäß – vorrangig bei einem 11-Zoll-Panel. Bei kleineren Tablets wäre das eher zu verschmerzen.
Trotzdem: Das Doogee Tab A9 Pro+ überzeugt mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis und ist eine echte Empfehlung für alle, die ein günstiges Android-Tablet für den Alltag suchen.
Das Lenovo Tab M10 Plus überzeugt mit guter Ausstattung beim Entertainment auf der Couch. Jetzt ist das Android-Tablet so günstig wie noch nie.
Das Lenovo Tab M10 Plus überzeugt mit guter Ausstattung beim Entertainment auf der Couch. Jetzt ist das Android-Tablet so günstig wie noch nie.
Lenovo liefert das Tab M10 Plus mittlerweile in der dritten Generation aus. Der Vorgänger gehörte zu den gefragtesten Tablets (Themenwelt) mit Android für den Einsatz als Alleskönner-Variante für Surfing oder Streaming. Der Nachfolger setzt auf einen stärkeren Prozessor, ein etwas größeres Display mit 10,6 Zoll und Full-HD-Auflösung, bessere Lautsprecher sowie Android 12.
Getestet haben wir das Tablet im Mai 2022. Pünktlich zur anstehenden Black Week gibt es das Android.-Tablets jetzt deutlich reduziert: Bei Saturn und Mediamarkt kostet das Lenovo Tab M10 Plus in der dritten Generation nur 179 Euro.
Lenovo verwendet erneut ein Gehäuse aus Aluminium. Optisch nähert sich das Tab M10 Plus dem Lenovo Tab P11 Plus (Testbericht) an und verfügt ebenfalls über eine gummierte Oberfläche im oberen Viertel der Rückseite. Das sieht nicht nur schick aus, sondern sorgt zudem für einen sicheren Halt und eine gute Haptik. Die Verarbeitung ist tadellos. Sowohl der Power-Button auf der kurzen linken Seite als auch die Knöpfe für Lautstärke auf der länglichen Oberkante haben einen sehr festen und soliden Druckpunkt. Spaltmaße finden sich praktisch keine. Damit hinterlässt es im Vergleich zum Amazon Fire HD 10 (Testbericht) aus Gummi und Kunststoff einen wesentlich wertigeren Eindruck. Über eine IP-Zertifizierung für Schutz vor Wasser verfügt das Tab M10 Plus aber nicht.
Insgesamt ist das Design des Gehäuses in Dunkelgrau („Storm Grey“) hochwertig und klassisch geraten. Es wirkt weniger verspielt und frech als das Nokia T20 (Testbericht). Die runde Kameralinse auf der Rückseite ragt minimal um knapp 1 mm hervor. Das Breitbildformat entspricht etwa 15:9. Die Abmessungen betragen 251,2 × 158,8 × 7,45 mm. Damit ist es geringfügig breiter als das T20 und fast 1 cm weniger hoch als das Fire HD 10. Das Gewicht von 465 g ist in etwa gleich wie bei der Konkurrenz von Nokia sowie Amazon und gut 40 g leichter als Premium-Tablets mit 11 Zoll wie das Samsung Galaxy Tab S8 (Testbericht).
Beim Lenovo Tab M10 Plus der dritten Generation wächst das Display verglichen mit dem Vorgänger auf eine Diagonale von 10,6 Zoll an. Die Auflösung beträgt 2000 × 1200 Pixel. Das führt zu einer Pixeldichte von 220 ppi (Pixel pro Zoll). Verglichen mit einem Smartphone ist das eher wenig, allerdings spielt das in der Praxis keine Rolle. Schließlich hält man ein Tablet in der Regel weiter weg von den Augen entfernt, sodass das Display ein ausreichend scharfes Bild bietet, bei dem Pixel kaum wahrzunehmen sind. Für die Preisklasse ist das angemessen, höhere Auflösungen bekommt man erst bei Tablets jenseits von 300 Euro, etwa dem Xiaomi Pad 5 (Testbericht). Die Bildwiederholfrequenz beträgt 60 Hertz, was für Geräte dieser Kategorie ebenfalls normal ist.
Die Bildqualität des LCD mit IPS-Panel ist gut und sorgt für ausgeprägte Farben, starke Leuchtkraft und ordentliche Kontraste. Insgesamt wirkt die Farbgebung etwas unterkühlt, in den Einstellungen können Nutzer aber gegensteuern und auf eine etwas wärmere Farbpalette umstellen. Dann kann es allerdings bei Netflix zu Problemen mit der Bildwiedergabe kommen, in diesem Fall belässt man es lieber bei den Standardeinstellungen. Die Blickwinkelstabilität ist aus allen Lagen gegeben.
Einen großen Fortschritt macht das neue Tab M10 Plus bei der Zertifizierung für Widevine Level 1. Diese ist endlich vorhanden, der Vorgänger musste darauf noch verzichten. Damit können Anwender Inhalte von Netflix, Disney Plus oder Amazon Prime Video in Full HD (1080p) schauen. Das macht das Tab M10 Plus zum idealen Media-Tablet fürs Streaming auf der Couch.
Das Display ist jetzt deutlich heller als noch beim Modell der zweiten Generation. Wir konnten bis zu 450 cd/m² maximale Helligkeit messen, womit es heller ist, als die Herstellerangaben von 400 cd/m² versprechen. Ein guter Wert, der leicht über dem Nokia T20 (Testbericht) oder dem teureren Lenovo Tab P11 Plus (Testbericht) liegt. Damit bleibt der Bildschirm des Lenovo Tab M10 Plus auch im Freien gut ablesbar, solange die Sonne nicht direkt aufs Tablet scheint. Dann schränkt das Spiegeln des Bildschirms die Ablesbarkeit deutlich ein, was aber bei jedem uns bekannten Tablet so ist. Die zweite Generation des Tab M10 Plus kam lediglich auf knapp über 300 cd/m².
Viel sollte man von der Kameraausstattung bei einem preiswerten Tablet nicht erwarten. Das ist unserer Meinung nach weniger wichtig, da ein Tablet zum Fotografieren zu unhandlich ist. Für relevanter halten wir die vordere Kamera für Videochats mit Freunden, Familie oder Kollegen.
Die Kameralinsen entsprechen in etwa einem Smartphone bis 100 Euro (Bestenliste). Sowohl die Hauptlinse auf der Rückseite als auch das Selfie-Objektiv im Displayrahmen kommen auf 8 Megapixel. Hier hat die dritte Generation gegenüber dem Vorgänger bei der Frontkamera nachgebessert. Bei der Hauptkamera bleibt alles beim Alten. Damit gelingen bei Tageslicht akzeptable Fotos, die für gelegentliche Schnappschüsse ausreichen. Die Bilddetails sind eher schwach ausgeprägt, die Farbgebung wirkt dafür aber naturgetreu.
Viel interessanter sind für uns die Videoaufnahmen mit der Frontkamera. Diese bieten lebendige Farben, könnten jedoch ein Ticken mehr Schärfe vertagen. Das System gibt eine HD-Auflösung mit 720p als Maximum für Videos mit der vorderen Kamera an. Die Hauptkamera erlaubt auch Full HD mit 1080p – warum es diese Einschränkung gibt, verstehen wir nicht. Immerhin nutzen beide Linsen 8 Megapixel. Die Videoaufnahmen beider Linsen bieten kräftige Farben, allerdings mangelt es an Bildschärfe. Für einen Videochat via Skype, Teams oder Zoom reicht das aber aus.
Bei Selfies erzeugt der Bokeh-Effekt im Test kleine Fehler rund ums Brillengestell oder dem Profil. Eine Entsperrung per Gesichtserkennung ist möglich. Diese Methode ist aber aufgrund der einfachen 2D-Technologie weniger sicher als mittels PIN, da eine Täuschung mit Fotos möglich ist.
Als Antrieb dient beim Lenovo Tab M10 Plus (3. Generation) ein Mediatek Helio G80. Die CPU der unteren Mittelklasse nutzt acht Kerne (2x ARM Cortex-A75 mit 2 GHz, 6 ARM Cortex-A55 mit 1,8 GHz) sowie die integrierte GPU Mail-G52. Die CPU kam bereits beim Xiaomi Redmi 9 (Testbericht) von 2020 zum Einsatz.
Beim Benchmark von PCmark Work 3.0 erreichen wir mit dem Tab M10 Plus im Schnitt 6100 Punkte. Viel Leistung ist das nicht, aber etwas mehr als beim Vorgänger oder dem Amazon Fire HD 10 Plus (Testbericht), die knapp über 5000 Punkte schaffen. Damit liegt es fast auf Augenhöhe mit dem teureren Samsung Galaxy Tab S6 Lite (Testbericht), kann aber bei der Leistungsfähigkeit nicht ganz mit dem Nokia T20 (Testbericht) mithalten.
Für Spiele mit anspruchsvoller Grafik ist das Lenovo Tab M10 Plus weniger geeignet. Das belegt zudem der Test „Wild Life“ aus 3Dmark, bei dem das Gerät nur auf 680 Punkte kommt. Für Casual Games in der Art von Angry Birds reicht das aber aus. Im Alltag läuft das System stabil, leichte Verzögerungen sind aber gelegentlich zu spüren.
Achtung: Die LTE-Version nutzt den Qualcomm Snapdragon 680. Dieser bietet etwas mehr Leistung als der Mediatek-Chip. Auf der Webseite von Lenovo ist mittlerweile auch die Variante mit Wi-Fi in Verbindung mit dem Snapdragon 680 zu haben.
Unser Testgerät nutzt 4 GByte RAM und 64 GByte internen Speicher, was für die Preisklasse in Ordnung geht. Einer Erweiterung mittel Micro-SD-Karte ist zudem möglich. Weniger sollten es aber nicht sein. Einige weitere Abstriche zeigen sich bei der Ausstattung: Surfen durchs heimische Netzwerk ist nur mit maximal Wi-Fi 5 möglich. Externe Geräte wie True-Wireless-Kopfhörer (Bestenliste) verbindet das Tablet mit Bluetooth 5.0. Der USB-C-Anschluss unterstützt höchstens USB 2.0 mit maximal 480 MBit/s. Das ist bei Tablets bis 200 Euro allerdings normal. Zur Standortbestimmung stehen GPS und Glonass zur Verfügung. Einen Fingerabdrucksensor gibt es nicht – was in dieser Preisklasse ebenfalls keine Überraschung ist. Hier müssen Nutzer auf PIN, Muster oder Gesichtserkennung zurückgreifen.
Einen guten Eindruck hinterlassen die Lautsprecher. Sie unterstützen sogar Dolby Atmos. Das objektbasierte System erlaubt bei entsprechend angepassten Inhalten eine räumliche Wahrnehmung des Klangs – etwa ein Vogel, der gefühlt um einen herum zwitschert. Die vier Lautsprecher sorgen so für eine starke akustische Untermalung bei Videoclips, Filmen und Serien. Zum Musikhören eignen sie sich ebenfalls. Bedingt durch die Bauart liegt hier der Fokus auf Höhen und Mitteltönen, auch wenn der Bass für ein preiswertes Tablet recht stark ausgeprägt ist. Bei hoher Lautstärke tendiert der Klang zu leichtem Scheppern. Sehr erfreulich: Ein Anschluss für 3,5-mm-Klinkenstecker ist ebenfalls mit an Bord – mittlerweile eine Seltenheit bei mobilen Geräten.
Lenovo liefert das neue Tab M10 Plus mit Android 12 aus. Der Hersteller verzichtet auf große Anpassungen der Bedienoberfläche und ist zudem zurückhaltend mit zusätzlicher Software. Der Sicherheitspatch stammt von Februar und ist somit nicht mehr ganz auf dem neuesten Stand. Was die Upgrades von Android angeht, zeigte sich Lenovo in der Vergangenheit nicht immer schnell und konsequent. Besitzer des Vorgängers bekamen nur ein Update von Android 9 auf 10. Aus der aktuellen Produktreihe dürften immerhin das Lenovo Yoga Tab 11 (Testbericht) sowie das Lenovo Tab P11 Plus (Testbericht) bis Sommer Android 12 erhalten. Beim Lenovo Tab M10 Plus (3. Generation) kann fest mit einem Upgrade auf Android 13 gerechnet werden, weitere Versionen sind aber weniger zu erwarten. Sicherheitspatches sollen für drei Jahre kommen.
Die Kapazität des Lithium-Polymer-Akkus beträgt 7500 mAh – das ist ein deutlicher Zuwachs zu den 5000 mAh des Vorgängers. Die dadurch erzeugt Erwartung an eine verbesserte Akkulaufzeit bestätigt sich im Battery Test von PCmark. Das Lenovo Tab M10 Plus (3. Generation) hält knapp 11 Stunden durch. Das ist ein starker Wert, der fast an das Samsung Galaxy Tab S8 (Testbericht) heranreicht. Die meisten Konkurrenten schaffen höchstens 10 Stunden. Weniger stark ist das beigelegte Netzteil von maximal 10 Watt. Damit dauert ein Ladevorgang von 20 auf 100 Prozent mehr als 3 Stunden. Kabelloses Laden mit Qi beherrscht das Tablet nicht.
Die UVP für das Lenovo Tab M10 Plus (3. Generation) mit 4/64 GByte in Dunkelgrau lag zum Testzeitpunkt im Mai 2022 bei 249 Euro. Mittlerweile ist das Tablet deutlich im Preis gefallen, bei Saturn und Mediamarkt bekommt man das Lenovo Tab M10 Plus (3rd Gen.) für 179 Euro.
Das Lenovo Tab M10 Plus der dritten Generation bietet ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Dank vorhandenem Zertifikat für Widevine Level 1 ist das Streamen von Inhalten aus Netflix & Co. mit 1080p möglich – das ist bei günstigen Tablets nach wie vor nicht selbstverständlich. Damit ist das Tab M10 Plus das derzeit beste Media-Tablet im Preisbereich um die 200 Euro und einer Alternative zum Samsung Galaxy Tab A8. Das helle Display, der gute Sound wie auch die lange Akkulaufzeit überzeugen. Die Leistungsfähigkeit ist weniger berauschend, reicht aber für den Alltag absolut aus. Nur Spiele mit aufwendiger Grafik sind nichts für das Lenovo-Tablet.
Viel Tablet fürs Geld: Das Doogee Tab G6+ bietet ein 11-Zoll-Display, LTE und ordentliche Leistung zum kleinen Preis. Wie gut das klappt, zeigt unser Test.
Viel Tablet fürs Geld: Das Doogee Tab G6+ bietet ein 11-Zoll-Display, LTE und ordentliche Leistung zum kleinen Preis. Wie gut das klappt, zeigt unser Test.
Mit dem Tab G6+ bringt Doogee ein 11 Zoll großes Android-Tablet auf den Markt, das vorwiegend preisbewusste Nutzer ansprechen soll. Für unter 200 Euro verspricht der Hersteller ein solides Gesamtpaket inklusive LTE-Mobilfunk, großem Display und alltagstauglicher Leistung sowie Widevine L1-Unterstützung. Ob das günstige Tablet im Praxiseinsatz überzeugen kann oder ob an entscheidenden Stellen gespart wurde, klärt unser Test.
Das Doogee Tab G6+ präsentiert sich mit einem schlichten, kantigen Design, wie man es in dieser Preisklasse häufig sieht. Die Rückseite besteht aus einem Unibody-Gehäuse aus Metall, das dem Tablet nicht nur eine hochwertige Haptik verleiht, sondern auch für eine erfreulich solide Verarbeitungsqualität sorgt. Mit seiner 11 Zoll großen Bildschirmdiagonale wirkt das Gerät weder zu kompakt noch zu wuchtig und liegt trotz des kantigen Rahmens gut in der Hand. Dank seiner schlanken Bauweise lässt es sich zudem problemlos in einer größeren Handtasche oder im Rucksack transportieren – ideal für den mobilen Einsatz.
Das Doogee Tab G6+ ist mit einem 11 Zoll großen LCD ausgestattet, das auf IPS-Technologie setzt. Die Auflösung von 1920 × 1200 Pixeln entspricht Full-HD und sorgt für eine ausreichend scharfe Darstellung bei alltäglichen Anwendungen wie Surfen, Videostreaming oder dem Lesen von E-Books. Die Bildqualität ist insgesamt ordentlich: Farben wirken natürlich, und die Blickwinkelstabilität ist dank IPS-Panel gut.
Positiv überrascht die Helligkeit – wir konnten rund 450 Nits messen, was in dieser Preisklasse über dem Durchschnitt liegt. Für den Einsatz in Innenräumen ist das mehr als ausreichend, und selbst im Freien lässt sich das Display im Schatten noch halbwegs ablesen. Eine automatische Helligkeitsregelung fehlt jedoch leider.
Die Kameras des Doogee Tab G6+ bewegen sich auf dem Niveau günstiger Smartphones – also eher im unteren Qualitätsbereich. Auf der Rückseite sitzt eine 13-Megapixel-Hauptkamera, während vorn eine 5-Megapixel-Kamera für Selfies oder Videotelefonie verbaut ist.
Die Bildqualität ist insgesamt mäßig, insbesondere der Autofokus der Hauptkamera reagiert träge und stellt nur verzögert scharf. Für gelegentliche Schnappschüsse oder das Abfotografieren von Dokumenten ist das ausreichend, mehr sollte man jedoch nicht erwarten. Videos nimmt das Tablet in Full-HD mit 30 Bildern pro Sekunde auf, sie wirken aber wenig detailreich und leicht unscharf. Da Kameras bei Tablets ohnehin selten ein entscheidendes Kaufkriterium sind, fällt dieser Schwachpunkt in der Praxis kaum ins Gewicht.
Im Doogee Tab G6+ arbeitet ein Unisoc T7280 – ein Einsteiger-SoC, der für alltägliche Anwendungen wie Surfen, Video-Streaming oder einfache Apps ausreichend Leistung liefert. Im PCmark-Work-Benchmark erreicht das Tablet rund 9500 Punkte und liegt damit auf dem Niveau vergleichbarer Geräte in dieser Preisklasse. Für grafikintensive Spiele ist das Tablet allerdings nicht geeignet – aufwendigere 3D-Titel laufen nur mit Einschränkungen bei Grafikdetails oder zu langsam. Für Casual Games wie Puzzle- oder Kartenspiele reicht die Leistung jedoch aus.
Positiv hervorzuheben ist die Speicherausstattung: Mit 8 GB RAM und 256 GB internem Speicher bietet das Gerät ungewöhnlich viel für unter 200 Euro. Eine Speichererweiterung per microSD ist möglich, belegt jedoch einen der beiden SIM-Kartenslots.
LTE ist integriert, das Tablet unterstützt zwei SIM-Karten und kann somit auch unterwegs als mobiles Gerät genutzt werden. WLAN steht in Form von Wi-Fi 5 zur Verfügung, Bluetooth 5 ist ebenfalls an Bord. Für Streaming-Freunde wichtig: Dank Widevine Level 1 lassen sich Inhalte von Netflix, Prime Video und anderen Diensten in Full-HD-Auflösung problemlos wiedergeben.
Die Stereo-Lautsprecher liefern ordentlichen Klang, der für Videos und Podcasts völlig genügt – bei hoher Lautstärke neigen sie etwas zum Scheppern, bleiben aber insgesamt brauchbar. Einen Fingerabdrucksensor gibt es nicht, was in dieser Preisklasse jedoch üblich ist.
Auf dem Doogee Tab G6+ läuft Android 15 in einer weitgehend unveränderten Version, die stark an Stock-Android erinnert. Die Bedienoberfläche ist minimalistisch gehalten und verzichtet auf überflüssige Zusatzfunktionen oder Bloatware. Standardmäßig erfolgt die Navigation über drei Softkeys am unteren Bildschirmrand, ein App Drawer ist ebenfalls vorhanden.
Beim Sicherheitsstand zeigt sich jedoch ein Schwachpunkt: Das Tablet ist mit dem Patch-Level vom März 2025 ausgestattet und damit nicht mehr aktuell. Ein Update wird zwar angezeigt, die Installation schlägt in unserem Test jedoch wiederholt fehl – ein ärgerliches Problem. Zudem ist unklar, wie oft und wie lange Doogee Software- und Sicherheits-Updates für das Gerät bereitstellen wird, da es hierzu keine offiziellen Angaben gibt.
Im Doogee Tab G6+ steckt ein 8000-mAh-Akku – eine solide Kapazität, die für ein Tablet dieser Größe in Ordnung geht, auch wenn einige Konkurrenten hier mehr bieten. Im simulierten Alltagsbetrieb erreichte das Gerät im PCmark-Battery-Test eine Laufzeit von rund 8,5 Stunden und ordnet sich damit im gehobenen Mittelfeld aus unserem Testfeld ein. Für den normalen Gebrauch reicht das locker über den Tag.
Weniger überzeugend ist hingegen die Ladegeschwindigkeit: Mit rund 20 Watt dauert eine vollständige Ladung mit knapp vier Stunden sehr lange. Immerhin liegt ein passendes Netzteil bereits im Lieferumfang bei.
Die UVP liegt bei 260 Euro. Bei Amazon kostet es derzeit nur 170 Euro. Direkt bei Doogee kostet das Tablet regulär 205 Euro. Dort gelten aber möglicherweise nicht die Bestimmungen im Hinblick auf Umtausch und Garantie, wie man sie aus der EU her kennt.
Das Doogee Tab G6+ überzeugt im Test mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis. Für unter 200 Euro bietet das Tablet eine Ausstattung, die sich sehen lassen kann: Ein 11 Zoll großes Full-HD-Display mit Widevine L1 für hochauflösendes Streaming, LTE-Mobilfunk – was in dieser Preisklasse selten ist – sowie 8 GB RAM und 256 GB Speicher. Die Performance reicht für alltägliche Anwendungen locker aus, und auch die Akkulaufzeit liegt mit rund 8,5 Stunden im guten Mittelfeld. Damit kann das G6+ mit günstigen Modellen von Lenovo oder Samsung mithalten.
Schwächen zeigt das Gerät hingegen bei der Software. Zwar läuft Android 13 in einer angenehm schlanken, fast unveränderten Version, doch der Sicherheits-Patch ist veraltet, und ein verfügbares Update konnte im Test nicht installiert werden. Zudem ist unklar, wie regelmäßig Doogee Updates bereitstellt. Wer damit leben kann und ein preiswertes Tablet mit LTE sucht, erhält mit dem Tab G6+ ein solides Gesamtpaket. In dieser Preisklasse muss man bei der Update-Versorgung allerdings generell Abstriche machen.
Kein günstiges Tablet in unserem Test war je so groß. Ob das Doogee Tab E3 Max ein Geheimtipp ist – und welche Kompromisse es gibt – zeigt der Test.
Kein günstiges Tablet in unserem Test war je so groß. Ob das Doogee Tab E3 Max ein Geheimtipp ist – und welche Kompromisse es gibt – zeigt der Test.
Große Tablets jenseits der 14 Zoll kannten wir aus unseren Tests bisher nur von Premium-Modellen wie dem Samsung Galaxy Tab S10 Ultra (Testbericht). Zu den größten günstigen Tablets gehört hingegen das Lenovo Idea Tab Pro (Testbericht) mit 12,7 Zoll.
Das Doogee Tab E3 Max kommt mit einem massiven 14‑Zoll‑Display auf den Markt. Damit ist es das größte günstige Tablet, das wir je getestet haben. Optisch hinterlässt das große Tablet einen wertigen Eindruck. Ob die inneren Werte bei Technik und Software ebenfalls überzeugen, klären wir in diesem Testbericht.
Das Doogee Tab E3 Max wirkt bei der Verarbeitung sehr hochwertig. Wie viele aktuelle Tablets setzt es auf ein kantiges Design mit einem Unibody‑Gehäuse aus Aluminium. Scharfe Kanten oder unsaubere Spaltmaße konnten wir nicht feststellen, und das Gehäuse wirkt ausreichend verwindungssteif.
Eine Besonderheit ist die Positionierung der Bedienelemente: Power‑Button und Lautstärkewippe sitzen oben rechts an der langen Kante – die meisten Tablets setzen hier eher auf eine Anordnung auf der linken Seite. Der Druckpunkt der Tasten ist solide, wirkt jedoch etwas weicher als bei teureren Geräten.
Mit Abmessungen von 318,7 × 221,8 × 8,9 mm ist das E3 Max sehr wuchtig und deutlich größer als ein DIN‑A4‑Magazin. Die Größe entspricht etwa der eines handelsüblichen 14‑Zoll‑Laptops im 3:2‑Format – genau dieses Displayformat nutzt auch das Tablet. Für Videos eignet sich ein 16:9‑ oder 16:10‑Format zwar besser, doch zum Arbeiten, Bearbeiten oder Lesen von Dokumenten und Webseiten empfinden wir 3:2 als überlegen. Allerdings macht das Format das Gerät auch relativ hoch – und damit unhandlicher, als es ohnehin schon ist.
Auf der Rückseite befindet sich ein rundes, leicht herausstehendes Element, in dem zwei Kameralinsen und ein LED‑Blitz untergebracht sind. Einen Schutz vor Wasser bietet das Tablet nicht – in dieser Preisklasse ist das jedoch üblich.
Mit einer satten Diagonale von 14 Zoll im 3:2‑Format ist der Bildschirm mit IPS-Panel unübersehbar. Die Auflösung beträgt 2160 × 1440 Pixel (QHD) und kommt aufgrund der großen Anzeigefläche auf eine Pixeldichte von 185 PPI. Aus kurzer Distanz sind daher einzelne Pixel erkennbar.
Kommen wir zum größten Haken: Das Tablet unterstützt nur Widevine Level 3, nicht Level 1. Streaming-Dienste wie Netflix, Disney+ oder Prime Video liefern daher nur SD‑Qualität (480p), was auf dem Display deutlich pixelig wirkt und das Gerät für Streaming ungeeignet macht. Youtube spielt jedoch in maximaler Auflösung ab.
Die Bildqualität ist insgesamt in Ordnung. Gelegentlich fehlt es etwas an Schärfe, manche Farben wirken leicht unnatürlich und insgesamt etwas blass. Die Blickwinkelstabilität ist solide, wir haben bei guten IPS‑Panels jedoch schon bessere Ergebnisse gesehen – bei schräger Draufsicht nimmt die Helligkeit etwas ab, und Farben verlieren zusätzlich an Sättigung.
Schwächen zeigt das Display bei der Leuchtkraft: Wir haben eine maximale Helligkeit von 330 cd/m² gemessen – auch mit aktivierter automatischer Anpassung. Für den Außeneinsatz ist das zu wenig. In Innenräumen genügt dieser Wert meist, an strahlend hellen Tagen kann die Ablesbarkeit aber auch hier eingeschränkt sein. Die stark spiegelnde Oberfläche verstärkt diesen Eindruck zusätzlich. Häufig wirkt der Bildschirm dadurch zu dunkel.
Positiv ist die Bildwiederholrate von 90 Hz. Sie sorgt für flüssigere Animationen beim Scrollen und in der Bedienoberfläche, reduziert Bewegungsunschärfe und verbessert das Lesegefühl, insbesondere bei Texten. Auch bei einfachen Spielen macht sich der Vorteil bemerkbar.
Als Hauptkamera dient eine Linse mit 16 Megapixeln auf der Rückseite. Ergänzt wird sie durch eine Makrolinse mit einer sehr niedrigen Auflösung von 2 Megapixeln. Die Frontkamera löst mit 8 Megapixeln auf.
An die Kameras eines preiswerten Tablets sollte man generell keine allzu hohen Erwartungen haben – das gilt auch für das Doogee Tab E3 Max. Für gelegentliche Schnappschüsse oder das Abfotografieren eines Dokuments reicht die Hauptkamera aus. Die Makrolinse ist aufgrund der geringen Auflösung kaum zu gebrauchen und liefert unscharfe Nahaufnahmen.
Selfies gelingen in ordentlicher Qualität, und Videos lassen sich mit der Frontkamera in Full‑HD (1080p) bei 30 FPS aufnehmen. Die Hauptkamera erlaubt sogar Aufnahmen in QHD (1440p) bei 30 FPS.
Als Antrieb dient der Mediatek Helio G100 – ein naher Verwandter des bereits gut bekannten Helio G99. Die Performance fällt ähnlich aus und ist typisch für ein günstiges Tablet. Viel Rechenleistung sollte man nicht erwarten, doch für Unterhaltung, Streaming oder einfache Gelegenheitsspiele ohne aufwendige Grafikeffekte reicht sie aus.
Das bestätigt auch das Ergebnis des PCmark‑Work‑3.0‑Benchmarks mit knapp über 9000 Punkten. Für grafikintensive 3D‑Spiele ist das Tablet dagegen weniger geeignet: Bei 3Dmark Wild Life erreichte es rund 1200 Punkte, im anspruchsvolleren Wild Life Extreme nur 330 Punkte. Das entspricht in etwa der Leistungsstärke eines Samsung Galaxy Tab A9+ (Testbericht).
Für die Preisklasse kann sich die Speicherausstattung sehen lassen: 256 GB interner Speicher und 8 GB RAM sind hier keine Selbstverständlichkeit. Eine Erweiterung per microSD‑Karte ist ebenfalls möglich.
Bei den Schnittstellen sieht es dagegen eher mager aus – was in dieser Preisklasse allerdings üblich ist. Das integrierte WLAN unterstützt nur Wi‑Fi 5, was nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik entspricht. In ausgelasteten Netzen kann die Bandbreite schneller einbrechen, und auch die Reichweite ist tendenziell etwas geringer als bei Wi‑Fi 6. Zudem setzt Doogee auf USB‑C 2.0 mit entsprechend niedrigen Übertragungsraten.
Positiv: Ein Mobilfunkmodul ist an Bord und erlaubt Surfen per LTE – eine SIM‑Karte mit Datentarif vorausgesetzt. eSIM-Support bietet das Gerät allerdings nicht.
Einen Fingerabdrucksensor gibt es nicht, das Entsperren per Gesichtserkennung ist jedoch möglich. Allerdings handelt es sich dabei um eine einfache 2D‑Variante, die weniger sicher gegen Täuschungsversuche ist.
Von den vier Lautsprechern waren wir enttäuscht: Der Klang ist dünn, hallt wie aus einem Eimer und neigt beim höheren Pegel zum Scheppern.
Das Doogee Tab E3 Max läuft bereits mit Android 15 – für ein günstiges Tablet ein erfreulich aktueller Stand. Laut Hersteller ist ein Update auf Android 16 geplant, ein konkreter Zeitrahmen dafür wurde jedoch nicht genannt.
Die grafische Oberfläche orientiert sich stark an Stock‑Android: schlicht, übersichtlich und ohne zusätzliche Funktionen oder Bloatware. Die Navigation erfolgt über drei Softkeys am unteren Bildschirmrand, ein App‑Drawer ist vorhanden.
Weniger positiv fällt der Sicherheitsstand aus: Das Gerät trägt den Patch‑Level von März 2025 und ist damit nicht mehr auf aktuellem Stand. Auch zur künftigen Update-Versorgung hat Doogee bislang keine offiziellen Angaben gemacht. Unserer Erfahrung nach liefern Hersteller dieser Preisklasse Updates meist nur unregelmäßig und über einen vergleichsweise kurzen Zeitraum.
Mit einer Kapazität von 13 500 mAh ist der Akku des Doogee Tab E3 Max üppig dimensioniert – angesichts der Größe des Gerätes jedoch keine Überraschung. Das große Display verlangt allerdings auch nach entsprechend viel Energie. Beim Battery Test von PCmark, der einen typischen Arbeitsalltag mit verschiedenen Aufgaben bei einer Bildschirmhelligkeit von 200 cd/m² simuliert, erreichte das Tablet rund 8,5 Stunden Laufzeit. Das liegt im Mittelfeld vergleichbarer Geräte und macht das E3 Max nicht zum Ausdauerprimus.
In der Praxis bedeutet das: Bei durchgehender Nutzung hält der Akku nicht ganz einen Arbeitstag durch. Wer hauptsächlich Videos streamt, kommt gut über den Tag, beim Spielen verkürzt sich die Laufzeit dagegen spürbar. Bei gelegentlicher Nutzung sollte die Akkuladung dagegen für mehrere Tage ausreichen. Das Nachladen verläuft gemächlich: Mit maximal 18 W dauert es rund 3 Stunden und 15 Minuten, um den Akkustand von 20 auf 100 Prozent zu bringen.
Regulär kostet das Doogee Tab E3 Max etwa 350 Euro bei Amazon. Aktuell ist der Preis aber reduziert auf 280 Euro. Als VIP-Variante mit Maus und Tastatur sind es 310 Euro. Direkt bei Doogee kostet das Tablet rund 282 Euro in der Basisversion oder etwa 300 Euro als VIP-Ausführung.
Beim Kauf bei Doogee sind die Käuferschutzrechte der EU nur eingeschränkt anwendbar, die Garantie beläuft sich dann auf ein Jahr, die Rückgabe ist binnen 30 Tagen möglich. Für 35 Euro wird der Versand versichert und die Garantie auf zwei Jahre verlängert.
Das Doogee Tab E3 Max ist mit seinem 14‑Zoll‑Display das größte günstige Tablet, das wir bisher getestet haben. Es bietet viel Speicherplatz, LTE‑Unterstützung und eine solide Verarbeitung. Für Surfen, Office-Aufgaben und einfache Spiele reicht die Leistung des Helio G100 problemlos aus.
Schwächen zeigen sich jedoch bei der Displayhelligkeit und vor allem bei der eingeschränkten Streaming‑Qualität durch Widevine L3 – damit lassen sich Inhalte von Diensten wie Netflix nicht in Full‑HD wiedergeben. Hinzu kommen der mäßige Lautsprecherklang und die unsichere Update‑Perspektive.
Wer in erster Linie eine günstige, große Arbeitsfläche sucht, kann das Tab E3 Max in Betracht ziehen; für Multimedianutzung sind die Kompromisse jedoch selbst in dieser Preisklasse hoch.
HMD Global spendiert dem HMD T21 Widevine Level 1. Das macht das Tablet zu einer guten und vor allem erschwinglichen Wahl fürs Streaming auf der Couch. Ob das Tablet überzeugt, zeigt der Test.
HMD Global spendiert dem HMD T21 Widevine Level 1. Das macht das Tablet zu einer guten und vor allem erschwinglichen Wahl fürs Streaming auf der Couch. Ob das Tablet überzeugt, zeigt der Test.
Mit dem Nokia T20 (Testbericht) feierte HMD Global 2021 ein gelungenes Tablet-Debüt. Das Gerät überzeugte mit einem schicken Design, ordentlichem Display und einer guten Akkulaufzeit. Einziges Ärgernis war das Fehlen eines Zertifikats für Widevine Level 1. Dieses ist Voraussetzung, damit Streaming-Dienste (Ratgeber) wie Disney Plus, Netflix, Paramount Plus oder Amazon Prime Video Inhalte auch in Full-HD wiedergeben.
HMD Global hat hier nachgebessert, so bietet das HMD T21 (ehemals Nokia T21) endlich Widevine Level 1. Die übrigen Neuerungen halten sich in Grenzen. Das Design wirkt etwas erwachsener. Wie gut sich das Gerät schlägt und ob es mit der Konkurrenz von Samsung oder Lenovo mithalten kann, zeigt unser Test.
Update: Hersteller HMD hat mittlerweile keine Namensrechte mehr an der Marke Nokia. Das Gerät ist aber weiterhin als HMD T21 im Handel. Der Testbericht stammt ursprünglich vom 20.04.2023, als das Gerät noch unter der Marke Nokia firmierte.
Optisch wirkt das HMD T21 etwas „erwachsener“ als der Vorgänger Nokia T20 (Testbericht). Das finden wir fast ein wenig schade, denn das T20 hinterließ im Vergleich zur Konkurrenz mit seinem meergrünen Gehäuse und den stark abgerundeten Ecken einen „erfrischenden“ Eindruck.
Wesentlich nüchterner wirkt das dunkelgraue HMD T21. Das Gehäuse besteht aus Metall und fühlt sich sehr hochwertig an. Spaltmaße gibt es keine, der Druckpunkt der Tasten ist solide. Praktisch: Die Power-Taste befindet sich an der kurzen Seite, die Lautstärkewippe an der langen. So besteht keine Verwechslungsgefahr, wenn das Tablet beim Verstellen der Lautstärke versehentlich in den Ruhemodus versetzt.
Das Gehäuse ist auf der Rückseite im oberen Fünftel von einer Trennlinie durchzogen, was optisch an das Lenovo Tab M10 Plus 3rd Gen (Testbericht) erinnert. HMD Global nutzt etwa 60 Prozent Materialien aus Recycling. Eher untypisch für ein Tablet: Das Gehäuse ist immerhin gegen leichtes Spritzwasser nach IP52 geschützt. Die Kamera befindet sich in einer markanten Erhebung rechts oben auf der Rückseite. Die Abmessungen (247,5 × 157,3 × 7,5 mm) sind nahezu gleich wie beim T20, was auch für das Gewicht (465 g) gilt. Damit ist es etwas schmaler in der Höhe im Vergleich zum Samsung Galaxy Tab A8 (Testbericht) mit 16:10 und minimal kleiner als das Lenovo Tab M10 3rd Gen (Testbericht).
Beim Display hat sich nichts geändert. Die Auflösung bietet 2000 × 1200 Pixel (Full-HD+). Der Formfaktor beträgt 15:9, wie schon beim Vorgänger. Die Blickwinkelstabilität ist gegeben. Die Bildqualität des IPS-Panels ist ordentlich, hat aber leichte Schwächen bei Kontrasten. Das macht sich insbesondere bei dunklen Filmszenen bemerkbar, wenn Bilddetails nicht mehr so einfach vom Hintergrund zu unterscheiden sind. Farben wirken zudem recht kühl. Die Konkurrenz in dieser Preisklasse macht das aber kaum besser.
Der Bildschirm ist nicht sonderlich hell. Wir konnten maximal 360 cd/m² bei automatischer Helligkeitsanpassung messen. Wer damit im Freien einen Film schauen will, benötigt definitiv ein schattiges Plätzchen. Das Gerät ist somit eher fürs Wohn- oder Schlafzimmer ausgelegt. Auch hier gilt: Lenovo oder Samsung machen es nicht besser in dieser Preisklasse. Einzige positive Ausnahme bei der Helligkeit ist das ansonsten jedoch extrem lahme Amazon Fire HD8 Plus (Testbericht).
Preiswerte Tablets führen eine Kamera in der Regel eher aus Alibizwecken. Das gilt auch beim HMD T21. Anders als bei Smartphones messen wir diesem Feature aber auch keine so große Bedeutung zu. Die Hauptkamera auf der Rückseite bietet 8 Megapixel. Die Aufnahmen können sich nur bedingt sehen lassen, der Dynamikumfang sowie Bilddetails sind bescheiden, Farben wirken kraftlos. Für gelegentliche Schnappschüsse oder zum Abfotografieren eines Dokuments reicht das aber aus.
Relevanter ist die Frontkamera bei einem Tablet. Hier kommt ebenfalls eine Linse mit 8 Megapixel zum Einsatz, der Vorgänger musste sich noch mit 5 Megapixel begnügen. Das ist mehr als bei vielen Laptops. Die Bildqualität ist ausreichend, um mit Freunden per Skype oder Teams zu kommunizieren. Videos sind bis Full-HD möglich, bei 30 Frames pro Sekunde (fps).
Als Antrieb kommt ein Unisoc Tiger T612 zum Einsatz – ein gern gesehener Prozessor bei preiswerten Tablets. Die Octacore-CPU (2x 1.80GHz ARM Cortex-A75 + 6x 1.80GHz ARM Cortex-A55) ist nicht sonderlich schnell. Kleinere Verzögerungen sind immer wieder zu bemerken, ohne aber wirklich zu stören. Beim Benchmark „Work 3.0“ von PCmark konnten wir 7500 Punkte messen – der Vorgänger mit T610 war minimal besser. Das Ergebnis liegt etwa auf dem Niveau eines Smartphones bis 100 Euro (Bestenliste). Das ist ausreichend fürs Streaming und Surfen, aber eben nicht flott. Für Casual Games geht das in Ordnung. Bei grafisch anspruchsvolleren Spielen sollte man die Details jedoch herunterschrauben, denn die Grafikleistung ist nicht gerade hoch, was 400 Punkte bei „Wild Life“ von 3Dmark belegen.
RAM und interner Speicher fassen 4/64 GByte, weniger sollten es auch nicht sein. Tablets von Samsung oder Lenovo bieten beim gleichen Preis meistens schon 128 GByte Speicherkapazität. Eine Erweiterung mit microSD-Karten ist möglich. Optional gibt es eine Variante mit LTE. Fürs Surfen zu Hause nutzt das Tablet maximal Wi-Fi 5, Bluetooth 5.0 und GPS ist ebenfalls an Bord. Einen Fingerabdruckscanner bietet das T21 nicht, was für den Preis normal ist. Eine Entsperrung per Gesicht ist möglich, aufgrund von 2D-Technologie, aber nicht sicher gegen Täuschungsversuche.
Der Klang der Stereolautsprecher kann sich bei Filmen hören lassen, für Musik fehlt es aber an Volumen. Bei höherer Lautstärke klingt das Tablet zu schrill. Als Anschluss steht ein USB-C-Steckplatz mit USB 2.0 zur Verfügung, auch ein Steckplatz für eine 3,5-mm-Klinke ist wieder vorhanden.
Das HMD T21 läuft mit Android 12. Der Sicherheits-Patch stammt vom 1. März und ist somit aktuell genug. HMD Global hält sich mit großen Anpassungen an der Bedienoberfläche zurück, man bekommt also nahezu Stock-Android mit relativ wenig Bloatware (Netflix, Spotify, Amazon). Zwei Versions-Updates sowie Patches für drei Jahre verspricht HMD Global. Das ist besser als bei Lenovo, Samsung bietet aber für einen längeren Zeitraum Updates.
Der Akku hat wieder eine Kapazität von 8200 mAh. Beim Battery Test erreichte das T21 eine Laufzeit von etwa neun Stunden im simulierten Betrieb bei einer Display-Helligkeit von 200 cd/m². Das liegt auf Augenhöhe mit dem Samsung Galaxy Tab A8 (Testbericht), der Vorgänger hielt bei dem Benchmark aber eine Stunde länger durch. Fast elf Stunden schaffte das etwas langsamere Lenovo Tab M10 Plus 3rd Gen (Testbericht). „Aus Gründen der Nachhaltigkeit“ gibt es kein Netzteil, nur ein Ladekabel mit Anschlüssen für USB-A und USB-C. Zum Laden kann das Gerät maximal 18 Watt nutzen, kabelloses Laden beherrscht es nicht.
Das HMD T21 gibt es nur noch als LTE-Varainte, mit 64 GB kostet es schlanke 159 Euro. Das Modell mit 128 GB liegt schon bei 279 Euro – das ist zu teuer.
Das HMD T21 ist ein erschwingliches Tablet für die Unterhaltung auf der Couch oder im Bett. Gegenüber dem Vorgängermodell hat HMD Global endlich für ein Zertifikat für Widevine Level 1 gesorgt. Das erlaubt das Streaming von Inhalten von Netflix, Disney Plus und anderen in Full-HD. Sonderlich flott läuft es nicht, das tut die Konkurrenz in dieser Preisklasse aber auch nicht. Weitere große Neuerungen oder Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger gibt es nicht.
Teclast bietet dem T50 ein Einsteiger-Tablet, das mit guter Leistung, viel Speicher und einem großen Display sowie Widevine Level 1 für Full-HD-Streaming punktet. Im Test zeigen sich nur wenige Schwächen.
Teclast bietet dem T50 ein Einsteiger-Tablet, das mit guter Leistung, viel Speicher und einem großen Display sowie Widevine Level 1 für Full-HD-Streaming punktet. Im Test zeigen sich nur wenige Schwächen.
Ein tatsächlich brauchbares Tablet, das derzeit nur 86 Euro bei Aliexpress kostet, aber trotzdem mit einem 11 Zoll großen Display, ausreichend viel Power und sogar LTE-Support kommt? Hört sich eher utopisch an, ist dank des Teclast T50 aber Realität. Was viele günstige China-Tablets versuchen, hat der Hersteller hier weitestgehend geschafft. Im Test zeigt sich, dass das Tablet aber dennoch mit den typischen Schwachstellen zu kämpfen hat, die wir von günstigen Tablets aus Fernost kennen. Welche das sind und welche Punkte noch für das Gerät sprechen, zeigt der Test.
Am Design des Teclast T50 gibt es nichts auszusetzen – allein schon aus dem Grund, dass es so schlicht und einfach ist. Das Aluminiumgehäuse ist einheitlicher, abgerundeter Block, der lediglich dank des Teclast-Logos in der Mitte sowie des farblich leicht abgesetzten und aus Kunststoff bestehendem Antennenmodul auf der Oberseite ein bisschen Abwechslung erfährt.
Die Hauptkamera auf der Rückseite ist auffällig in einem schwarzen Quader mit abgerundeten Ecken gefasst. Die Frontkamera befindet sich auf der längeren, rechten Seite des Geräts und ist dort mittig platziert. Etwas wuchtig und dick erscheinen die Display-Ränder. Die Maße des Geräts betragen 260 × 164 Millimeter – ein Durchschnittswert für 11-Zoll-Tablets. Mit seinen 9,7 Millimetern Dicke ist das Teclast T50 aber noch ein Stückchen klobiger als seine Kollegen. Dazu trägt auch das leicht erhöhte Gewicht von 510 Gramm bei. Beide Werte sind aber noch im Rahmen. Die Verarbeitung ist im Großen und Ganzen okay, allerdings macht sich ein leicht knarzendes Geräusch beim Gehäuse im Test bemerkbar.
Das Display des Teclast T50 ist ein 11 Zoll großes IPS-Panel, das mit 2000 × 1200 Pixeln auflöst. Das ist für diese Preisklasse vollkommen in Ordnung und bringt uns auf eine Pixeldichte von rund 212 PPI (Pixel pro Zoll). Die Bildwiederholrate beträgt erwartungsgemäß 60 Hertz. Im Alltag gibt es an diesem Bildschirm nichts auszusetzen. Die Farbdarstellung ist okay, wenn auch stellenweise etwas unnatürlich. Die Kontraste und die Blickwinkel passen auch.
Etwas schwieriger wird es bei der Helligkeit – dort erreicht das Teclast T50 nur rund 280 cd/m². Das ist selbst für Innenräume etwas dunkel, und für die Nutzung draußen dürfte sich das Tablet mit dieser Bildschirmhelligkeit in den meisten Fällen nicht eignen. Die meisten Konkurrenten sind hier deutlich heller.
Im Teclast T50 befinden sich zwei Kameras – eine Hauptkamera, die mit 20 Megapixel auflöst und über Autofokus verfügt sowie eine Frontkamera, die ihre Aufnahmen mit einer Auflösung von 8 Megapixeln anfertigt. Wenig überraschend, sollte man nicht viel von den Fotos eines preiswerten Tablets erwarten. Die Bilder der Hauptkamera zeigen Schwächen bei Farben, die oft nicht naturgetreu abgebildet oder übersättigt sind, alles wirkt unnatürlich und fast schon wie ein Ölgemälde. Bei Dunkelheit ist die Kamera kaum zu gebrauchen. Die Frontkamera liefert eine ähnliche Leistung ab, wobei wir die gerade noch als für Videokonferenzen geeignet bezeichnen würden. Videoaufnahmen sind mit maximal 1080p bei 30 Bildern pro Sekunde möglich.
Als Prozessor kommt ein Unisoc Tiger T616 zum Einsatz. Das ist ein mittlerweile fünf Jahre alter Chip, der im 12-nm-Verfahren gefertigt wird. Für Einsteiger-Geräte ist er trotz seines Alters aber weiterhin gut geeignet, weil er ausreichend Performance mitbringt, um Alltagsaufgaben ohne größere Probleme erledigen zu können. Beim Benchmark PCmark Work 3.0 kommen wir mit dem Gerät auf rund 8200 Punkte, was in dieser Preisklasse einem guten Wert entspricht. Weniger gut sind die 490 Punkte, die das Gerät im Grafik-Benchmark 3Dmark „Wild Life“ erreicht. Abseits von einfachen Casual Games à la Angry Birds reicht hier die Leistung für Spiele nicht aus.
Vergleichsweise üppig fällt der Arbeitsspeicher aus: 8 GB RAM stehen hier zur Verfügung, der Hersteller zählt die vollkommen unnötigen 8 GB virtuellen Arbeitsspeicher dazu und kommt so auf 16 GB. Als Massenspeicher stehen wahlweise 128 oder 256 GB zur Verfügung, was ebenso viel ist.
Auch die sonstige Ausstattung des Geräts lässt für den Preis wenig zu Wünschen übrig. Nutzer können für Kommunikationsdienste auf Wi-Fi 5 sowie Bluetooth 5.0 zurückgreifen. Außerdem gibt es GPS mit Glonass und Unterstützung für LTE-Mobilfunk, und das auch noch mit Dual-SIM. Das sieht man nicht alle Tage. Die Voraussetzung für Dual-SIM ist hier aber, dass man dann keine microSD-Karte nutzt. Diese werden auch unterstützt, belegen aber einen der beiden SIM-Karten-Slots.
Gefühlt ebenso rar wie LTE ist die beim Teclast T50 vorhandene Widevine-Level-1-Zertifizierung, die bei vielen günstigen Geräten fehlt und dank der Streaming auch in Full-HD-Qualität möglich ist. Die vier Lautsprecher liefern einen ordentlichen, überraschenderweise aber nicht zu lauten Klang. Schade ist, dass der Hersteller weder einen Fingerabdruck-Sensor noch einen 3,5-mm-Audioanschluss bietet. Als Betriebssystem kommt Android 13 zum Einsatz, das zwar nahezu unverändert ist, aber mit einem veralteten Sicherheits-Patch aus Januar 2024 daherkommt.
Im Teclast T50 verbaut der Hersteller einen 7500 mAh großen Lithium-Ionen-Akku. Im PCmark Battery Test kommen wir mit dem Gerät auf eine Wiedergabezeit von rund 8 Stunden. Angesichts des großen Akkus ist das ein eher durchschnittlicher Wert, viele Konkurrenten halten etwas länger durch. Damit sollten dennoch bis zwei Tage bei hoher Nutzungsintensität drin sein. Aufgeladen wird mit 20 Watt.
Das Teclast T50 ist lediglich in Grau verfügbar. Die Speicherkombination mit 8/128 GB kostet aktuell bei Aliexpress nur 86 Euro.
Mit dem T50 gelingt es Teclast, ein solides und dennoch preiswertes Tablet auf den Markt zu bringen, das an den wichtigen Stellen überzeugt. Das 11 Zoll große Display ist zwar dunkel, aber in anderen Punkten überzeugend. Die Performance ist gut, es gibt viel Speicher sowie RAM und die Ausstattung ist dank LTE, Dual-SIM und Widevine Level 1 vergleichsweise üppig. Dass wir Mängel bei Dingen wie der Kameraqualität oder der Software feststellen mussten, überrascht nicht – es handelt sich schließlich immer noch um ein günstiges Tablet eines kleinen Herstellers.
Das Honor Pad 9 bietet ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis als großes Tablet mit 12-Zoll-Display. Wie es sich im Alltag schlägt, zeigt der Test.
Das Honor Pad 9 bietet ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis als großes Tablet mit 12-Zoll-Display. Wie es sich im Alltag schlägt, zeigt der Test.
Wer ein Tablet zur Unterhaltung auf der Couch sucht, muss nicht zwingend viel Geld ausgeben. Wer häufiger damit Filme, Serien oder Youtube-Clips ansieht, freut sich über ein größeres Display. Mit dem Honor Pad 8 gab es 2023 ein günstiges Tablet mit 12-Zoll-Bildschirm – ein guter Kompromiss zwischen der üblichen 10 oder 11 Zoll und größeren Geräten jenseits der 13 Zoll.
Der Nachfolger Homor Pad 9 bessert in vielen Bereichen jetzt deutlich nach. Wie gut das große Tablet zum kleinen Preis ist und wo der Schuh drückt, zeigt dieser Testbericht.
Das Honor Pad 9 kommt in einem für Tablets typischen, kantigen Gehäuse aus Metall zum Käufer. Es steht lediglich Dunkelgrau als Farbe zur Auswahl. Die Verarbeitung ist tadellos, es stören weder Spaltmaße noch wackelige Komponenten. Power-Taste und Lautstärkewippe bieten einen soliden Druckpunkt. Beide befinden sich an der langen Oberseite – hier wäre eine Lösung schöner gewesen, bei der eine der Tasten sich auf der kurzen Seite befindet. Andernfalls besteht die Gefahr, dass man versehentlich auf den Power-Buttons drückt, wenn man eigentlich leiser stellen möchte.
Verglichen mit einem 11-Zoll-Tablet wie dem Acer Iconia Tab P11 ist das Honor Pad 9 mit 12 Zoll rund 10 Prozent größer. Es bietet Abmessungen von 278,27 × 6,9 × 180,11 mm bei einem Gewicht von 555 g. Damit ist es in etwa so groß wie der Vorgänger Honor Pad 8, aber etwas schwerer. Schutz vor Wasser bietet das Pad 9 aber nicht.
Wie schon der Vorgänger hat das Pad 9 eine Display-Diagonale von 12,1 Zoll mit einem Seitenverhältnis von 5:3. Es bietet somit etwas mehr Fläche in der Höhe als ein 16:10-Tablet, wenn man das Gerät quer hält. Das bietet Vorteile beim Lesen von Webseiten oder Schreiben von Mails. Auch die Nutzung im Hochformat ist so deutlich sinnvoller zu nutzen als bei einem reinen Breitbild-Modell. Die Screen-to-Body-Ratio fällt mit 88 Prozent ziemlich hoch aus für diese Preisklasse. Als Technik kommt IPS zum Einsatz.
Die Auflösung von 2560 × 1600 Pixeln führt zu einem ausreichend scharfen Bild mit 250 PPI (Pixel per Inch), was bei einem großen Bildschirm wichtig ist. Die Bildqualität ist hervorragend, Farben wirken kräftig und lebendig, Kontraste sind ausgeprägt und die Blickwinkelstabilität ist hoch. In dieser Preisklasse haben wir bisher kein besseres Display getestet. Honor hat abermals an der Bildwiederholrate geschraubt und flimmert jetzt mit 120 Hz statt 60 Hz wie beim Pad 8. Das sorgt für ein geschmeidiges Bild beim Scrollen oder Spielen.
Als maximale Helligkeit konnten wir knapp über 500 cd/m² messen. Das ist für den Preis ausgesprochen hell, sogar im Freien kann man die Anzeige noch halbwegs ablesen, sofern nicht die Sonne direkt auf das Tablet scheint. Allerdings spiegelt die Oberfläche recht stark, was draußen den Videogenuss schmälern kann.
Die Hauptkamera bietet 13 Megapixel, die Frontkamera 8 Megapixel. Bei Tag gelingen ordentliche Aufnahmen, auch wenn Luft nach oben beim Dynamikumfang ist. Teilweise wirken Fotos recht blass und die Bildschärfe fällt im Vergleich zu ähnlich teuren Smartphones geringer aus. Bei Dunkelheit schwächelt die Kamera dann deutlich.
Anders als bei einem Smartphone messen wir der Kamera aber keine so große Bedeutung bei einem Tablet zu, denn im Alltag dürfte diese kaum zum Einsatz kommen. Zum Ablichten von Dokumenten und einem gelegentlichen Schnappschuss reicht es aber aus. Die Frontkamera unterstützt immerhin Full-HD bei 30 FPS, was bei einem Video-Chat nützlich sein kann. Die Hauptkamera filmt sogar in 4K.
Eine Variante mit Mobilfunk wird hierzulande nicht angeboten. Das Honor Pad 9 benötigt also eine WLAN-Verbindung – notfalls als Hotspot über das Smartphone. Das Gerät unterstützt hierbei nur Wi-Fi 5, also nicht mehr den neuesten Standard. Wi-Fi 5 unterstützt nur das 5-GHz-Band, das weniger gut durch Wände gelangt. Zudem weist es eine höhere Latenz bei geringer Datenübertragung auf. Hier hätte Honor unserer Ansicht nach gerne schon Wi-Fi 6 anbieten können, speziell für den Preis. GPS gibt es ebenfalls nicht.
Als Antrieb dient der Qualcomm Snapdragon 6 Gen 1. Dieses ist mittlerweile rund zwei Jahre alt, bietet aber für gängige Aufgaben eines Media-Tablets ausreichend Leistung. Verglichen mit dem Vorgänger ist das ein deutlicher Leistungszuwachs. Das verdeutlichen auch die Benchmark-Ergebnisse von 11.000 Punkten bei PCmark sowie 2400 Punkten bei 3Dmark „Wild Life“. Im Alltag reagiert das Betriebssystem ohne nennenswerte Verzögerungen und öffnet rasch Applikationen. Für Casual Games reicht die Performance aus, wer aber auf grafisch aufwendigere Titel zurückgreifen muss, sollte hier grafische Details herunterschrauben, damit das Gerät noch flüssig läuft.
Großzügig ist die Ausstattung beim Speicher: Das Honor Pad 9 bietet 8 GB RAM sowie 256 GB internen Speicher. Eine Erweiterung per microSD-Karte ist aber nicht möglich. Der USB-C-Anschluss unterstützt nur den Standard USB 2.0, der nur langsame kabelgebundene Datenübertragung ermöglicht, das ist aber in dieser Preisklasse normal. Einen Fingerabdruck-Scanner gibt es nicht – ebenfalls keine Überraschung in dieser Kategorie. Zum Entsperren nutzt man Muster, PIN oder Gesichtserkennung in 2D. Diese ist allerdings weniger sicher gegen Täuschungsversuche als die PIN-Eingabe.
Die insgesamt acht Lautsprecher sorgen für einen voluminösen und klaren Stereo-Sound. Zum Anschauen von Filmen und Serien ist diese Klangkulisse mehr als ausreichend. Für kabellose Kopfhörer steht Bluetooth 5.1 zur Auswahl. Eine Widevine-Level-1-Zertifizierung ist vorhanden, sodass Streaming in Full-HD via Netflix, Disney+ oder etwa Prime Video möglich ist. Support für einen aktiven Eingabestift gibt es aber nicht.
Das Pad 9 wird mit Android 13 ausgeliefert, mittlerweile läuft es mit Android 14 und der Honor-Bedienoberfläche Magic OS 8.0. Der Sicherheits-Patch stammt zum Testzeitpunkt Anfang Oktober aus September und ist somit noch recht aktuell. Genaue Angaben zur Update-Politik macht Honor nicht.
Die Bedienoberfläche macht eine gute Figur und läuft flüssig. Die Steuerung erfolgt per Gesten. Von links oder rechts zieht man auf Wunsch die am häufigsten genutzten Apps hinein oder öffnet hier eine Übersicht aller Apps, denn einen klassischen App-Drawer gibt es sonst nicht. Man kann zudem Apps auch als Fenster darstellen, entweder als Splitscreen oder Floating Windows. Ungewöhnlich: Widgets platziert man nicht durch längeres Drücken auf den Hintergrund, sondern indem man zwei Finger nach innen zieht.
Der Akku bietet eine Kapazität von 8300 mAh. Gänzlich überzeugen konnte die Akkulaufzeit nicht. Wir kamen mit 120 Hz bei PCmark auf nur knapp 7,5 Stunden. Wer die Bildwiederholrate auf 60 Hz umstellt, kann hier noch knapp über eine Stunde mehr herausholen. Relativ flott lädt das Tablet mit einem beigelegten Netzteil mit 35 Watt auf. Damit dauert ein Ladevorgang von 20 auf 100 Prozent rund 90 Minuten.
Das Honor Pad 9 hat eine UVP von 329 Euro und kostet aktuell rund 250 Euro. In der Vergangenheit war es schon für 210 Euro zu haben. Es gibt nur eine WLAN-Variante ohne LTE in Dunkelgrau mit 8/256 GB.
Das Honor Pad 9 bietet sich als preiswerte Alternative für alle an, die ein größeres Tablet bevorzugen, ohne dafür viel Geld ausgeben zu wollen. Der Bildschirm ist wirklich klasse, gegenüber dem Vorgänger hat Honor die Auflösung sowie Bildwiederholrate deutlich nach oben geschraubt. Die Leistung ist für die meisten Aufgaben gut gerüstet und erlaubt einen geschmeidigen Betrieb – nur für ernsthaftes Gaming ist das Android-Tablet nicht gemacht. Die Verarbeitung ist tadellos, der Speicher üppig gemessen.
Typisch für günstige Tablets bringt das Gerät aber einige veraltete Standards mit. So nutzt das Honor Pad 9 nur Wi-Fi 5 und USB-C 2.0. Eine LTE- oder 5G-Variante gibt es nicht, genauso wenig einen Stift. Die Akkulaufzeit hat in unseren Augen zudem etwas Luft nach oben, wer will, kann hier auf 60 Hz umstellen für mehr Ausdauer. Insgesamt bekommen Käufer hier ein großes Tablet mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis und tollem Display.
Großes Tablet zum kleinen Preis: Das Redmi Pad Pro überzeugt mit exzellentem 12-Zoll-Display und guter Ausstattung ab 230 Euro. Wie gut es ist, zeigt der Test.
Großes Tablet zum kleinen Preis: Das Redmi Pad Pro überzeugt mit exzellentem 12-Zoll-Display und guter Ausstattung ab 230 Euro. Wie gut es ist, zeigt der Test.
Wer ein Tablet zum Surfen oder Streamen sucht, muss nicht viel Geld ausgeben. Das Redmi Pad Pro von Xiaomi überrascht mit guter Performance und Ausstattung zum günstigen Preis. Xiaomi bietet schon seit Längerem unter der Marke Redmi sowie Poco Mobilgeräte mit hervorragendem Preis-Leistungs-Verhältnis an.
Mit dem Redmi Pad Pro macht Xiaomi im günstigen Preisbereich mit einem großen 12-Zoll-Tablet echte Konkurrenz für Samsung, Lenovo und Honor. Wie gut das Redmi Pad Pro ist und welche Schwächen es gibt, zeigt dieser Test.
Das Redmi Pad Pro ist als 12-Zoll-Tablet rund 10 Prozent größer als ein 11-Zoll-Tablet wie das Acer Iconia Tab P11 (Testbericht). Mit Abmessungen von 181,85 × 7,52 × 280 mm entspricht es weitgehend dem Honor Pad 9 (Testbericht). Die Größe ist ein guter Kompromiss aus 11 Zoll und größeren Tablets mit 13 Zoll. Mit einer Hand kann man es noch halten, auch wenn es auf Dauer etwas unbequem wird, denn mit 571 g ist es recht schwer.
Die Verarbeitung ist hochwertig, das kantige Gehäuse mit abgerundeten Ecken besteht komplett aus Metall. Allerdings lässt sich der Korpus leicht verwinden, das Pad 9 von Honor wirkt hier etwas stabiler. Das Design ist gelungen, Kamera und LED-Blitz befinden sich jeweils in einem kreisrunden, schwarzen Element auf der Rückseite, was dem Tablet eine eigenständige Note verleiht. Praktisch: Der Power-Button befindet sich auf der kurzen, die Lautstärkewippe auf der langen Seite. Damit besteht keine Gefahr, die Tasten mit solidem Druckpunkt zu verwechseln. Schutz vor Staub und Wasser gibt es nicht – was in dieser Preisklasse aber auf alle Tablets zutrifft.
Das LC-Display mit IPS-Panel misst in der Diagonale 12,1 Zoll und löst mit 2560 × 1600 Pixeln auf. Die Anzeige ist damit ausreichend scharf, sodass Pixel mit dem bloßen Auge kaum erkennbar sind. Das Seitenverhältnis beträgt 16:10, um es hochkant zu nutzen, fällt es dann etwas lang aus. Zum Ansehen von Filmen im Querformat ist das aber ideal.
Die Bildqualität überzeugt. Farben sind ausgeprägt, Kontraste sind stimmig, haben aber verglichen mit der Konkurrenz noch etwas Luft nach oben. Die Blickwinkelstabilität ist aus allen Lagen gegeben, auch wenn die sichtbare Helligkeit bei flachen Winkeln dann spürbar abnimmt. Verglichen mit dem Honor Pad 9 (Testbericht) wirken die Farben etwas blasser. Wer kräftigere Töne möchte, kann in den Display-Einstellungen vom Modus „lebhaft“ auf „gesättigt“ wechseln. Der Touchscreen reagiert flott auf Eingaben und wiederholt Inhalte mit bis zu 120 Hz, was zu einem geschmeidigen Bild bei bewegten Inhalten führt.
Als maximale Helligkeit konnten wir rund 480 cd/m² messen, Xiaomi verspricht hier eigentlich bis zu 600 cd/m². Im Freien kann man das Tablet dennoch gut ablesen, allerdings spiegelt die Oberfläche stark. Scheint die Sonne direkt darauf, leidet die Ablesbarkeit spürbar.
Hinten wie vorn kommt jeweils eine 8-Megapixel-Linse zum Einsatz. Allzu viel sollte man von der Fotoqualität nicht erwarten, wir räumen bei einem preiswerten Tablet der Kamera aber auch weniger Bedeutung zu. Die Linsen beim Pad Pro sind eher für Schnappschüsse im Notfall oder das Ablichten eines Dokuments gedacht. Bilddetails sowie Dynamikumfang sind gering. Immerhin bietet die Frontlinse auch Full-HD für Videochats.
Im Inneren arbeitet ein Qualcomm Snapdragon 7s Gen 2. Die Mittelklasse-CPU bietet für die Preisklasse eine starke Performance, damit ist das Redmi Pad Pro im Hinblick auf Leistung den meisten Konkurrenten deutlich überlegen. Beim Benchmark von PCmark erreichen wir starke 13.000 Punkte – ein Wert, der bislang Tablets jenseits der 400 Euro vorbehalten war. Auch die 3000 Punkte bei „Wild Life“ von 3Dmark können sich für den Preis sehen lassen. Für ernsthaftes Gaming in hoher Auflösung ist das aber nicht ausreichend, hier raten wir dazu, auf geringere Grafikdetails und eine niedrigere Auflösung zu setzen, damit es nicht zu sehr ruckelt.
Xiaomi bietet das Redmi Pad Pro mit 6 GB RAM und 8 GB RAM. Als Speicher stehen 128 GB sowie 256 GB zur Verfügung. Einen Slot für microSD-Karten gibt es ebenfalls, um den Speicher bei Bedarf zu erweitern. Der Anschluss bietet nur den langsamen Standard USB-C 2.0, das ist aber normal in dieser Preisklasse. Zudem gibt es auch den mittlerweile selten gewordenen 3,5-mm-Eingang für Klinkenstecker. Der Klang der vier Lautsprecher überzeugt, kann aber mit dem Honor Pad 9 (Testbericht) nicht ganz mithalten.
Für heimische Netzwerke nutzt das Pad Pro Wi-Fi 6. Zudem gibt es eine Variante mit 5G zur mobilen Nutzung per SIM-Karte. Zur Anbindung von kabellosen Kopfhörern (Bestenliste), aber auch der als Zubehör erhältlichen Tastatur oder des Eingabestifts, steht Bluetooth 5.2 mit AAC, SBC, aptX, aptX HD und aptX Adaptive zur Verfügung. Einen Fingerabdrucksensor gibt es wie bei der Konkurrenz nicht. Die Entsperrung per Gesichtserkennung ist möglich, ist aber aufgrund der 2D-Technologie weniger sicher gegen Betrugsversuche mit einem Foto.
Xiaomi liefert das Redmi Pad Pro mit der Bedienoberfläche Hyper OS 1.0.7 auf Basis von Android 14 aus. Einige Drittanbieter-Apps sind an Bord, diese können aber weitestgehend entfernt werden. Der Sicherheits-Patch stammt zum Testzeitpunkt noch aus August und ist somit nicht mehr ganz aktuell. Software-Updates soll es für drei Jahre geben. Über die Anzahl der geplanten Android-Versionen sagt Xiaomi nichts, aber ein Update auf Android 15 ist höchstwahrscheinlich – mehr jedoch nicht. Lenovo und Honor machen das auch nicht besser, hier ist aber Samsung mit vier Jahren beim Samsung Galaxy Tab A9+ (Testbericht) deutlich besser aufgestellt.
Der Akku bietet 10.000 mAh. Beim Battery Test von PCmark kamen wir mit 120 Hz auf eine simulierte Laufzeit von rund 8,5 Stunden. Das liegt nur im Mittelfeld unserer Tablet-Tests. Wer nur Videos schaut, hält man aber deutlich länger durch. Stellt man etwa die Bildwiederholrate auf 60 Hz ein, kann man mehr herausholen. Unter Last beim Gaming dürfte sich die Laufzeit aber nahezu halbieren. Ein Netzteil liegt nicht bei. Das Pad Pro lädt maximal mit bis zu 33 Watt binnen zwei Stunden vollständig auf.
Die UVP für die Wi-Fi-Variante mit 6/128 GB liegt bei 300 Euro, mit 8/256 GB bei 350 Euro. Für das 5G-Modell kommen jeweils 70 Euro Aufpreis hinzu. Mittlerweile ist der Preis aber deutlich gesunken. So kostet das WLAN-Modell mit 6/128 GB etwa 221 Euro. Mit 8/256 GB sind es 240 Euro. Mit 6/128 GB und 5G kostet es 259 Euro. Als Farben stehen Anthrazit, Hellblau und Hellgrün zur Wahl.
Das Redmi Pad Pro richtet sich an Nutzer, die ein großes Tablet zum kleinen Preis suchen, insbesondere zum Surfen, Streamen und gelegentlichem Spielen. Das Tablet bietet ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis. Mit dem hellen 12-Zoll-Display mit WQHD-Auflösung, guter Performance dank des Snapdragon 7s Gen 2 und ansprechendem Design bietet es eine solide Ausstattung für den Alltag. Schwächen bei der Kamera, Akkulaufzeit oder des eher kurzen Update-Versprechens sind für den Preis verschmerzbar. In dieser Preisklasse ist es derzeit die beste Option.
Bei diesem Tablet macht Samsung vieles richtig: Mit einem schnellen Prozessor, einem schönen 90-Hz-Display und toller Software überzeugt das Galaxy Tab A9+ auf vielen Ebenen. Alle Details zeigt unser Testbericht.
Bei diesem Tablet macht Samsung vieles richtig: Mit einem schnellen Prozessor, einem schönen 90-Hz-Display und toller Software überzeugt das Galaxy Tab A9+ auf vielen Ebenen. Alle Details zeigt unser Testbericht.
Die Tab-A-Reihe von Samsung hat eine ziemlich lange Geschichte. Seit Jahren bietet der Hersteller mit seiner A-Reihe eine Serie von soliden Einsteiger- und Mittelklasse-Geräten, die sich bislang immer sehen lassen konnten. Mit dem vorliegenden Galaxy Tab A9+ ändert sich das ganz und gar nicht: Im Vergleich zum Vorgänger wurde an vielen Stellen und teils drastisch nachgebessert, wie bei der Performance und dem Display, das nun eine bessere Farbqualität und eine höhere Helligkeit bietet. Auch andere Aspekte des Geräts überzeugen, Schwächen zeigen sich im Test nur wenige.
Den Vorgänger haben wir ebenfalls testen können – schon damals war für uns klar, dass das Samsung Galaxy Tab A8 (Testbericht) eines der besten Tablets im Preisbereich ist. Dort mangelte es aber etwas an der Displayqualität, ebenso war die Software veraltet. Samsung hat Schwächen teilweise behoben. Das macht das Galaxy Tab A9+ in unseren Augen zum derzeit besten Tablet unter 250 Euro.
Das Galaxy Tab A9+ kommt in einer schlanken Verpackung, die lediglich das Tablet, ein USB-C-Ladekabel und den üblichen Papierkram wie Anleitung und Garantieschein beinhaltet – ein Ladegerät (Bestenliste) ist nicht im Lieferumfang enthalten. Die Rückseite des Tablets besteht aus mattem Aluminium und hat auf der linken Seite eine kleine, wenig extravagante Leiste, die aus wohl dekorativen Gründen farblich abgesetzt ist. Das Samsung-Logo und die Hauptkamera sind darin gut untergebracht.
Auf der Vorderseite befindet sich das Display und eine Frontkamera, die im rechten (bei Hochformat-Ausrichtung) der vier ausreichend dünnen Displayränder untergebracht ist. Ansonsten hat das Tablet wenig Spektakuläres zu bieten, was das Design angeht. Auf der linken Seite sind Anschlüsse für eventuelles Zubehör wie eine Tastatur untergebracht. Das Tablet wiegt in der Wi-Fi-Version nur 480 g und ist damit ein Leichtgewicht. Zusammen mit der geringen Dicke von nur 6,9 mm sorgt das für ein schlankes Gesamtpaket, das sich hochwertig anfühlt und darüber hinaus auf gewohntem Samsung-Niveau gut verarbeitet ist. Lediglich die Tastenplatzierung finden wir ein wenig merkwürdig, die Power-Taste hätte ruhig etwas weiter oben sein können.
Ein kleiner Schwachpunkt des Vorgänger-Modells Galaxy Tab A8 war das Display, das nicht mit sonderlich viel Farbqualität und Helligkeit begeistern konnte. Im neuen Modell wurde hier nachgebessert: Das 11 Zoll große LCD-Panel löst weiterhin mit ausreichend hohen 1920 × 1200 Pixeln und liegt damit knapp über der Full-HD-Auflösung. Die Pixeldichte beträgt bei diesen Spezifikationen rund 206 ppi. Vorbildlich ist, dass das Display nun auch mit 90 Hz eine höhere Bildwiederholrate bietet, wodurch Inhalte flüssiger und schneller dargestellt werden.
Auch bei der Helligkeit hat Samsung nachgebessert – sie beträgt jetzt starke 500 cd/m², was für diese Preisklasse ein ausgezeichneter Wert ist. Subjektiv empfinden wir, dass die Farbdarstellung des Galaxy Tab A9+ weitaus besser ist als beim Vorgänger. Die Farben sind beim neuen Modell angenehm knallig, aber noch ausgewogen. Insgesamt stellt uns der Bildschirm also recht zufrieden.
Im Galaxy Tab A9+ verbaut Samsung lediglich zwei Kameras: eine Hauptkamera mit acht Megapixeln und eine Frontkamera mit fünf Megapixeln. Beide sind nicht das Gelbe vom Ei, die Hauptkamera allerdings noch etwas weniger als der Sensor auf der Vorderseite. Die Aufnahmen sind bei Tageslicht zwar brauchbar, bestimmte Szenarien bereiten der Kamera aber Schwierigkeiten. Besonders bei leicht abgedunkelten Szenen und bei gleichmäßigen Texturen (wie Gras oder Beton) neigt das Tablet dazu, in der automatischen Nachbearbeitung eine dermaßen aggressive Scharfzeichnung anzuwenden, dass viele Details verloren gehen. Bei unseren Testaufnahmen ist das gut beim Rasen zu beobachten, der fast schon verpixelt aussieht.
Die Farbdarstellung ist immerhin akkurat und recht neutral. Für das Scannen von Dokumenten oder schnelle Schnappschüsse ohne hohe Qualitätsanforderungen eignet sich das Tablet allemal. Viel mehr sollte man damit aber auch nicht fotografieren. Die von der Frontkamera angefertigten Aufnahmen sind in den allermeisten Fällen gelungen – wir hätten kein Problem damit, die Frontkamera auch bei Business-Videokonferenzen einzusetzen. Videos können allgemein mit maximal 1080p bei 30 FPS aufgenommen werden.
Kam beim Vorgänger noch ein langsamer Unisoc Tiger T618 zum Einsatz – ein Einsteiger-Prozessor also – wechselte Samsung beim Galaxy Tab A9+ auf den hochwertigeren und wesentlich stärkeren Snapdragon 695 5G von Qualcomm. Das Performance-Upgrade spiegelt sich sowohl in den Benchmarks als auch im Alltag wider.
Beim Benchmark PCmark Work 3.0 erhält das Tablet einen starken Wert von 10.500 Punkten und liegt damit rund 1000 bis 1500 Punkte über dem Durchschnitt in seiner Preisklasse. Bei 3Dmark Wild Life kommen wir mit dem Gerät auf den preisklassenüblichen Wert von 1250 Punkten. Bei der täglichen Benutzung waren Ruckler oder längere Nachdenkpausen die absolute Ausnahme; Menüs und Apps öffneten sich immer schnell und zuverlässig. Auch einfache Spiele wie Subway Surfers oder Candy Crush lassen sich problemlos mit 90 Bildern pro Sekunde zocken. Bei anspruchsvolleren Titeln wie Asphalt 9 oder Genshin Impact müssen sich Nutzer allerdings selbst bei niedrigeren Grafikeinstellungen mit 30 bis 60 Bildern pro Sekunde zufriedengeben. Die Wärmeentwicklung hielt sich stets im Rahmen.
Unterstützt wird der Snapdragon-Prozessor bei seiner Arbeit mit noch ausreichenden 4 GB Arbeitsspeicher in der Basisausstattung und 8 GB in der teureren Version. Der Speicherplatz ist in der Basisversion in unseren Augen allerdings zu klein: Mit nur 64 GB kommt man besonders bei einer großen Menge an Medien oder Apps heute nicht mehr weit. Der Speicher ist um bis zu 1 TB erweiterbar, lässt sich aber nicht als interner Speicher formatieren – somit können darauf nur Medien und keine Programme gespeichert werden. Wir würden daher dazu raten, die rund 50 Euro teurere 128-GB-Version mit 8 GB RAM zu kaufen. Bei der Konnektivität lässt sich das Tablet nicht lumpen, es gibt Wi-Fi 5, Bluetooth 5.1 mit LE-Support und optional auch Unterstützung für 5G-Mobilfunk.
Die vier verbauten Lautsprecher sind laut und bieten einen zufriedenstellenden Klang. Lobenswert ist Samsungs Mühe bei der Software – seit Februar ist One-UI 6.0 mit Android 14 für das Tablet erhältlich, der Hersteller garantiert darüber hinaus vorbildliche vier Jahre Updates. Der USB-C-Anschluss unterstützt maximal den langsamen USB-2.0-Standard – in der Preisklasse aber nicht ungewöhnlich. Ein nettes Feature ist die Unterstützung für Samsungs Dex-Desktop-Umgebung, die bisher der S-Reihe vorbehalten war. Damit lässt sich das Tablet in einen Desktop-PC umwandeln. Einen Fingerabdrucksensor gibt es, wie leider auch schon beim Vorgänger, nicht.
Verbaut ist im Galaxy Tab A9+ ein 7040 mAh großer Akku, der somit gleich groß ist wie der Akku des Vorgängermodells. Auch andere Tablets, wie das Google Pixel Tablet (Testbericht) setzen auf eine ähnliche Akkugröße. Der energieeffizientere Snapdragon-Chip, der im neuen Modell verbaut ist, sorgt allerdings dafür, dass die Akkulaufzeit des Tablets deutlich gestiegen ist.
Beim PCmark Battery Test kommen wir auf einen Wert von rund 12 Stunden Wiedergabezeit, was für diese Preisklasse hervorragend ist. Zwei Tage Nutzung dürften bei dieser Akkulaufzeit auch angesichts des niedrigen Idle-Verbrauchs drin sein. Wiederaufladen klappt allerdings bedauerlicherweise nur mit langsamen 15 Watt, sodass das Tablet rund drei Stunden am Netzteil hängen muss, um von 0 auf 100 Prozent aufgeladen zu werden.
Das Samsung Galaxy Tab A9+ ist in den Farben Silver, Navy und Graphite erhältlich. Es gibt Varianten mit und ohne 5G, erkennbar an der zusätzlichen Bezeichnung X210 (ohne 5G/Wi-Fi) und X216 (mit 5G). In der Basisausführung mit 4/64 GB und nur Wi-Fi kostet das Tablet rund 143 Euro. Für die 5G-Version mit 4/64 GB sind rund 197 Euro fällig. Wir würden jedoch direkt zur 128-GB-Variante greifen, welche man als Wi-Fi-Version für 186 Euro bekommt. Wer 5G einsetzen möchte, zahlt bei gleicher Speichergröße 250 Euro.
Kaum ein Hersteller schafft es zur Zeit, im Bereich der Einsteiger- und Mittelklasse-Tablets ein so ausgewogenes und abgerundetes Gesamtpaket zu bieten wie Samsung mit dem Galaxy Tab A9+. Das Preis-Leistungs-Verhältnis des Tablets, das mit seiner ausgezeichneten Performance, einem tollen Display und dem schlanken und modernen Design überzeugt, ist kaum zu überbieten.
Das Tab A9+ eignet sich für die Unterhaltung genauso gut wie für einfaches Arbeiten, insbesondere mit dem optional erhältlichen Zubehör. Gewünscht hätten wir uns lediglich mehr Speicher in der Basisvariante und etwas bessere Kameras. Insgesamt ein hervorragendes Gesamtpaket.
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