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Top 10: Die besten Switch-Spiele für Multiplayer & Couch-Coop
Bestenliste: Die Top-10-Spiele für Xbox Series S & X
Xbox: Die Top-10 der Couch-Koop-Spiele für lokalen Multiplayer
Bestenliste: Gamepads für PC und Retro-Konsole
Top 10: Die beste kabellose Überwachungskamera im Test – Akku, WLAN, LTE & Solar
Top 10: Das beste Heizkörperthermostat im Test – smart heizen und Geld sparen
Top 10: Die besten Smart-Home-Systeme im Test – Home Assistant überragt alle
Top 10: Die beste Türklingel mit Kamera im Test – Eufy vor Reolink
Das beste Smart Lock im Test – Testsieger mit Gesichtserkennung vor Nuki
Top 10: Der beste Raumluftsensor fürs Smart Home im Test
Testsieger: Die beste Mini-Überwachungskamera im Test – Babyphone inklusive
Top 10: Die beste Überwachungskamera mit PTZ im Test
Top 10: Der beste Luftreiniger im Test
Top 10: Die besten Überwachungskameras mit 4K-Auflösung im Test
Top 10: Die beste Überwachungskamera mit Dual-Objektiv im Test
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Top 10: Die beste Android-Box fürs Auto im Test – Youtube, Netflix & Co. nutzen
Top 10: Die beste elektronische Parkscheibe im Test – mit Zulassung ab 17 Euro
Top 10: Der beste 3D-Drucker mit Filament im Test – perfekt drucken ab 190 Euro
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Top 10: Die beste Starthilfe-Powerbank im Test – Auto überbrücken per Akku
Top 10: Der beste Wireless-Carplay-Adapter im Test – iPhone kabellos nutzen
Testsieger: Die beste Wärmebildkamera im Test – gut schon ab 200 Euro
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Top 10: Das beste Mehrfach-USB-Ladegerät im Test
Top 7: Der beste elektrische Präzisionsschraubendreher
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Top 10: Bluetooth-Schlüsselfinder – die besten Keyfinder für Android und iOS

Top 10: Das beste Heizkörperthermostat im Test – smart heizen und Geld sparen

Tado X: Dank Matter und Thread ist das smarte Heizkörperthermostat kompatibel mit vielen Smart-Home-Zentralen.

Smarte Heizkörperthermostate helfen, Energie zu sparen. Zudem bieten sie auch mehr Komfort. Wir zeigen die besten Modelle aus unseren Tests.

Angesichts stark gestiegener Energiepreise sucht ganz Deutschland nach Einsparmöglichkeiten. Besonders groß ist das Potenzial beim Heizen – schließlich entfallen in Wohnungen rund 70 Prozent des Energieverbrauchs darauf, während Warmwasser und Strom mit jeweils etwa 15 Prozent zu Buche schlagen.

Energie einzusparen ist beim Heizen vergleichsweise einfach: Denn bereits eine um 1 °C niedrigere Raumtemperatur reduziert den Energiebedarf um bis zu 7 Prozent. Da die durchschnittliche Raumtemperatur in Europa bei 22 °C liegt, viele Menschen aber bereits 19–20 °C als behaglich empfinden, fällt eine Absenkung um 1 oder 2 °C für die meisten kaum spürbar aus. Mit einem smarten Heizkörperthermostat lassen sich individuelle Heizpläne für jeden Raum optimal abstimmen – und so Energie und Kosten effizient senken.

Das tatsächliche Einsparpotenzial hängt allerdings von verschiedenen Faktoren ab. Eine maßgebliche Rolle spielt das individuelle Nutzungsverhalten: Wer im Winter bei 25 °C im T-Shirt sitzt, kann deutlich mehr einsparen als jemand, der die Temperatur bereits auf 19 °C reduziert und mit wärmerer Kleidung kompensiert. Ebenso entscheidend ist die Dämmung des Gebäudes – in unsanierten Häusern gehen allein durch schlecht isolierte Außenwände etwa ein Drittel der Heizwärme verloren. Weitere Informationen bietet unser Ratgeber „Energie sparen und weniger nachzahlen: Smarte Thermostate reduzieren Kosten um bis zu 8 Prozent“.

Welches ist das beste Heizkörperthermostat?

Platz 1: Homematic IP Evo (ab 81 Euro) – unser Bestenlisten-Sieger

Der Testsieger des deutschen Herstellers EQ-3 punktet vor allem mit einem einzigartigen Feature: einem automatischen hydraulischen Abgleich. Diese Technologie sorgt für eine besonders effiziente Wärmeverteilung und macht das Homematic IP Evo (Testbericht) zudem förderfähig. Weitere Informationen zu den Förderbedingungen gibt es auf der Webseite des Herstellers.

Platz 2: Tado X (ab 55 Euro) – unser Technologie-Sieger

Das Tado X (Testbericht) überzeugt nicht nur mit einer äußerst intuitiven und informativen App, sondern auch durch seine breite Kompatibilität. Dank Matter- und Thread-Unterstützung lässt es sich nahtlos in viele Smart-Home-Systeme integrieren. Es verzichtet auf Einwegbatterien und nutzt stattdessen einen aufladbaren Akku. Einsteiger erhalten das Starter-Set mit zwei Thermostaten und Hub bei Amazon aktuell für 140 Euro. Noch günstiger ist das 3er-Set mit Bridge für 140 Euro bei Tink Plus (anmeldepflichtig). Zudem unterstützt das Tado X inzwischen ebenfalls einen automatischen hydraulischen Abgleich, dessen Zertifizierung für Anfang 2026 erwartet wird.

Platz 3: TP-Link Kasa KE100 – unser Preis-Leistungs-Sieger

Das TP-Link Kasa KE100 (Testbericht) überzeugt mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis. Das Set aus Hub und Thermostat ist bereits ab 33 Euro erhältlich, die Einzelvariante kostet rund 25 Euro. Bei Tink zahlt man inklusive Hub im 6er-Set nur etwa 26 Euro pro Stück (Gesamtpreis: 155 Euro). Das Gerät lässt sich problemlos in Home Assistant integrieren und steht dank Matter-Unterstützung auch in Apple Home und Homey Pro zur Verfügung.

KURZÜBERSICHT

Homematic IP Evo

Unser Testsieger Homematic IP Evo von EQ-3 weiß durch ein schlankes und modernes Design zu gefallen, ist förderfähig (PDF) und unterstützt einen dynamischen hydraulischen Abgleich. Das Heizkörperthermostat gibt es in in den Farben Weiß, Silber und Schwarz ab aktuell 82 Euro. Für den Betrieb wird noch ein Gateway oder eine Zentrale benötigt.

VORTEILE
  • Dynamischer hydraulischer Abgleich
  • Drehbare LED-Anzeige
  • Schlankes, modernes Design
  • Leiser und reaktionsschneller Schrittmotor
NACHTEILE
  • Teuer
  • Benötigt Gateway oder Zentrale

Tado X

Das smarte Heizkörperthermostat Tado X überzeugt im Test nahezu restlos. Es lässt sich mit oder ohne Bridge einfach in Betrieb nehmen und dank intuitiver App leicht steuern. Ebenso überzeugt auch die Heizleistung, die nahezu punktgenau den Raum wärmt. Außerdem ist es relativ kompakt, einwandfrei verarbeitet, im Betrieb leise und genügt auch ästhetischen Ansprüchen. Und last but not least kostet es aktuell mit 132 Euro im 2er-Set mit Bridge oder einzeln für 55 Euro nicht die Welt.

VORTEILE
  • dank Matter & Thread kompatibel zu vielen Smart-Home-Zentralen
  • sehr leise
  • Einfache Bedienung dank intuitiver App
  • automatischer hydraulischer Abgleich mit neuester Firmware
NACHTEILE
  • kein automatischer hydraulischer Abgleich
  • inkompatibel zu bisherigen Tado-Heizkörperthermostaten
  • kein Fenstersensor von Tado verfügbar

TP-Link Kasa KE100 Kit

Mit dem Heizkörperthermostat Kasa KE100 Kit lassen sich bis zu 32 Thermostate ansteuern. Die App ist leicht zu bedienen, sodass Heizpläne im Handumdrehen erstellt sind. Positiv ist auch, dass es sich in Home Assistant integrieren lässt und so für Automatisierungen zur Verfügung steht. Dank Matter-Kompatibilität des Hubs kann man das TP-Link-Thermostat auch in andere Smart-Home-Systeme wie Apple Home und Homey Pro integrieren. TP-Link bietet das Set bestehend aus Heizkörperthermostat Kasa KE100 aktuell für nur 33 Euro an. Einzeln kostet das Kasa KE100 derzeit 25 Euro.

VORTEILE
  • Dank Matter-Support mit vielen Smart-Home-Systemen kompatibel
  • Inbetriebnahme und Bedienung einfach
  • Temperaturverlauf in App
  • Drehregler für manuelle Temperatureinstellung
NACHTEILE
  • kein automatischer hydraulischer Abgleich
Ratgeber

Warum lohnt sich ein smartes Heizkörperthermostat?

Angesichts der deutlich gestiegenen Energiepreise amortisiert sich die Investition in smarte Heizkörperthermostate heute schneller denn je. Das finanzielle Einsparpotenzial lässt sich konkret berechnen: Der deutsche Smart-Home-Anbieter EQ-3 (bekannt durch Homematic IP (Test)) stellt dafür einen praktischen Online-Rechner zur Verfügung. Hier können Nutzer auf Basis ihrer individuellen Verbrauchsdaten die mögliche Ersparnis ermitteln.

Laut Statistischem Bundesamt beträgt der Energieanteil für das Heizen von Räumen in deutschen Haushalten 70 Prozent.

Die zugrunde gelegten Einsparwerte variieren. Während EQ-3 in Verbindung mit Fenstersensoren von einer Energieersparnis zwischen 10 und 30 Prozent ausgeht, kommt Stiftung Warentest in ihren Berechnungen auf einen Durchschnittswert von bis zu 8 Prozent. Unabhängig von dieser Bandbreite zeigt der Rechner jedoch übereinstimmend, dass sich die Anschaffungskosten in der Regel bereits nach wenigen Jahren durch die gesenkten Heizkosten ausgleichen.

Ein smartes Thermostat spart aber nicht nur Geld, sondern auch Komfort und Zeit: Es ermöglicht eine präzise, raumweise Steuerung, automatische Absenkung bei Abwesenheit und den Schutz vor unnützem Heizen bei geöffnetem Fenster.

Fenster-offen-Erkennung am besten mit speziellen Sensoren

Bei der Auswahl eines smarten Heizkörperthermostats zählen neben Bedienung, Funktionalität und laufenden Kosten auch die Kompatibilität mit anderen Smart-Home-Komponenten. Besonders relevant sind Fenstersensoren, die das Öffnen und Schließen zuverlässig und unmittelbar erfassen.

Die meisten Thermostate bieten zwar eine integrierte Fenster-offen-Erkennung, diese basiert jedoch auf einem zeitverzögerten Algorithmus: Erst ein starker Temperaturabfall löst die Reaktion aus. Bis das Ventil schließt, können wertvolle Minuten vergehen – besonders in gut gedämmten Neubauten, wo der Temperatursturz langsamer eintritt.

Eine deutlich schnellere und effizientere Lösung bieten spezielle magnetische oder optische Fenstersensoren. Sie melden den Öffnungszustand sofort an das Thermostat, das daraufhin das Ventil umgehend schließt. Dadurch wird nicht nur Energie gespart, sondern auch der Komfort erhöht: In der Heizszeit kann bedenkenlos stoßgelüftet werden, ohne dass Wärme ungenutzt entweicht. Weitere Tipps für ein gesundes Raumklima liefert der Ratgeber „Schimmel bekämpfen, Gesundheit schützen: Smarte Technik für gutes Raumklima ab 20 Euro“.

Für Besitzer einer Fußbodenheizung empfehlen wir unsere Kaufberatung Smarte Thermostate für Fußbodenheizungen.

Weitere Auswahlkriterien für smarte Thermostate

Neben Preis und Funktionsumfang sind bei der Wahl eines smarten Heizkörper- oder Fußbodenheizungsthermostats weitere technische Aspekte entscheidend.

Funkreichweite und Netzwerkstabilität

In größeren Wohnungen oder Häusern mit mehreren Thermostaten spielen die Reichweite und Stabilität des Funknetzes eine zentrale Rolle. Mesh-fähige Protokolle wie Zigbee, Z-Wave oder Thread sind hier WLAN-Geräten klar überlegen. Geräte mit diesen Standards bilden ein eigenständiges, sich selbst verstärkendes Mesh-Netzwerk, das die Reichweite automatisch erweitert und das heimische WLAN entlastet.

Kompatibilität mit der Smart-Home-Plattform

Vor der Anschaffung sollte die Kompatibilität mit der bereits genutzten Smart-Home-Zentrale (Bestenliste) geprüft werden. Gängige Plattformen sind beispielsweise Home Assistant (Testbericht), Homey Pro (Testbericht), Apple Home (Testbericht), Samsung Smartthings (Testbericht), Homematic IP (Testbericht), Bosch (Testbericht), Smarthome by Hornbach (Testbericht) oder Tuya (Testbericht). Nur bei vollständiger Integration lassen sich erweiterte Automatisierungen realisieren – wie die Steuerung der Heizung basierend auf Daten von smarten Raumluftsensoren für ein optimiertes Raumklima. Andernfalls lassen sich keine weitergehenden Automatisierungen, etwa in Abhängigkeit von smarten Raumluftsensoren zur Steuerung des Raumklimas (Ratgeber), erstellen.

Energieversorgung und Betriebskosten

Ein oft übersehener Punkt ist die langfristige Energieversorgung. Thermostate mit festverbauten oder austauschbaren Standardbatterien verursachen laufende Kosten und Wartungsaufwand. Modelle mit wiederaufladbarem Akku sind hier deutlich nachhaltiger und komfortabler.

Fazit

Die Anschaffung smarter Heizkörperthermostate stellt eine lohnende Investition dar: Trotz initialer Kosten von oft mehreren Hundert Euro rechnet sich der Einbau angesichts steigender Energiepreise meist innerhalb weniger Jahre. Zusätzlich zum Einsparpotenzial bieten die Geräte einen deutlich höheren Komfort in der Bedienung und Steuerung gegenüber manuellen Modellen.

Für unterschiedliche Anforderungen und Smart-Home-Umgebungen empfehlen sich verschiedene Modelle:

Für maximale Effizienz und Förderfähigkeit: Homematic IP Evo

Das Top-Modell überzeugt mit einem automatischen hydraulischen Abgleich für optimale Wärmeverteilung, ist förderfähig und lässt sich nahtlos in das umfangreiche Homematic-IP-Ökosystem integrieren. Die günstigeren Varianten Flex und Pure bieten ähnliche Kompatibilität.

Für hohe Kompatibilität und Smart-Home-Integration: Eve Thermo & Tado X

  • Eve Thermo punktet mit einem optionalen externen Präzisionstemperatursensor, einer Fernbedienungsfunktion und breiter Kompatibilität dank Thread und Matter.
  • Tado X ergänzt dies durch eine hervorragende App, einen wiederaufladbaren Akku und ebenfalls Matter-Unterstützung.

Für preisbewusste Einsteiger mit Matter: TP-Link Kasa KE100 Kit

Diese Lösung ist besonders preisgünstig und funkt dank des mitgelieferten Hubs auf der stromsparenden und reichweitenstarken 868-MHz-Frequenz. Über Matter ist sie mit vielen Systemen kompatibel.

Für datenschutzorientierte Nutzer:

  • AVM Fritz!DECT 301/302 binden sich sicher und direkt über DECT an die heimische Fritz!Box – ganz ohne Cloud.
  • Das Bosch Heizkörperthermostat II ermöglicht einen lokalen, cloudfreien Betrieb ohne Registrierungspflicht.

Für bestehende Tuya-Ökosysteme:

Hier bieten sich Modelle wie das Vale TV05-ZG oder das Brennenstuhl HT CZ 0 (baugleich mit Nedis ZBHTR10WT) für eine reibungslose Integration an.

Für Designbewusste:

Das von Philippe Starck designte Netatmo NAV01-DE setzt mit seiner eleganten Optik ästhetische Akzente.

Für Geräuschempfindliche:

Das Aqara W600 bietet mit seiner Wahl zwischen Zigbee- und Thread-Anbindung nicht nur eine flexible Integration ins Smart Home, sondern punktet vor allem durch einen extrem leisen Betrieb. Eine ideale Wahl fürs Schlafzimmer.

Weitere Informationen zu smarten Thermostaten und Energiesparpotentialen mithilfe smarter Technik bieten folgende Beiträge:

BESTENLISTE
Testsieger

Homematic IP Evo

Für das Heizkörperthermostat Homematic IP Evo hat Hersteller eQ-3 einen Schrittmotor verbaut, der besonders zügig reagiert. Und ein neues Bedienkonzept gibt es auch.

VORTEILE
  • Dynamischer hydraulischer Abgleich
  • Drehbare LED-Anzeige
  • Schlankes, modernes Design
  • Leiser und reaktionsschneller Schrittmotor
NACHTEILE
  • Teuer
  • Benötigt Gateway oder Zentrale

Für das Heizkörperthermostat Homematic IP Evo hat Hersteller eQ-3 einen Schrittmotor verbaut, der besonders zügig reagiert. Und ein neues Bedienkonzept gibt es auch.

Mit intelligenten Heizkörperthermostaten können Räume nicht nur effizienter geheizt werden (Ratgeber). Der Einsatz solcher Geräte erhöht auch den Wohnkomfort, da man sich dank individueller Heizpläne das manuelle Einstellen der Temperatur am Thermostat sparen kann. Und wer in Kombination mit Tür-/Fenster- sowie Temperatur- und Luftfeuchtigkeits-Sensoren das Raumklima steuern (Ratgeber) möchte, benötigt ein Heizkörperthermostat, das sich problemlos in ein Smart-Home-System (Ratgeber) integrieren lässt. Das Heizkörperthermostat Homematic IP Evo (HmIP-eTRV-E) der deutschen eQ-3 AG bietet genau das: Für den Betrieb ist ein Gateway oder eine Zentrale von Homematic (Test) erforderlich, mit dem man noch weitere Smart-Home-Produkte des Herstellers kombinieren kann.

Homematic IP Evo: Praktisch – Per App lässt sich die LED-Anzeige des Thermostats drehen.

Design und Bedienung

Während bisherige Heizkörperthermostate von eQ-3 oft groß und unförmig daherkamen (Testbericht) weiß das Homematic IP Evo mit den Abmessungen 97 × 71 × 58 mm durch ein schlankes und modernes Design zu gefallen. Auch die manuelle Bedienung hat eQ-3 verbessert: Statt über einen Drehregler wippt man das Thermostat kurz in die eine oder andere Richtung, um die Temperatur in 0,5-Grad-Schritten einzustellen. Ein langes Wippen beschleunigt die Temperatureinstellung auf das gewünschte Niveau. Dabei reagiert der neue Schrittmotor zur Anpassung des Ventils sehr flott, sodass das Thermostat zügig auf Einstellungen reagiert. Sehr nützlich ist außerdem, dass man die LED-Anzeige für die Temperatur drehen kann, sodass man, je nachdem wie das Thermostat am Heizkörper montiert ist, die Temperatur-Anzeige immer im Blick hat, ohne sich den Hals verrenken zu müssen.

Inbetriebnahme mit Homematic IP Access Point

Für die Inbetriebnahme wird entweder ein Homematic IP Access Point oder die leistungsfähigere Zentrale Homematic CCU3 benötigt. Erstere kann ausschließlich die Cloud-basierten Smart-Home-Komponenten des Unternehmens koppeln, während letztere auch ohne Cloud auskommt und auch dann funktioniert, sollte das Internet einmal ausfallen.

Wir haben das Heizkörperthermostat Evo mit dem Homematic IP Access Point getestet. Die Inbetriebnahme ist sehr einfach und nach wenigen Minuten abgeschlossen. Letztlich muss man das Gateway über das mitgelieferte Ethernet-Kabel mit dem heimischen WLAN-Router verbinden und anschließend mit der Homematic IP-App koppeln. Ein Installationsassistent hilft dabei, den QR-Code auf der Unterseite des Gateways einzuscannen, sodass es von der App eingebunden wird und nun von dieser gesteuert werden kann. Das Anlernen des Thermostats an den Access Point verläuft ähnlich. Allerdings mussten wir die letzten Ziffern der Seriennummer zusätzlich manuell eingeben. Zuvor muss man allerdings die linke Abdeckung am Thermostat lösen, um den Kontaktschutz des Batteriefachs, in dem sich zwei AA-Batterien von Energizer befinden, lösen, sodass das Thermostat mit Energie versorgt wird. Jetzt verschraubt man das Thermostat am Heizkörper. Am Display leuchten nun die Buchstaben AdA, die signalisieren, dass das Thermostat für eine Adaptierfahrt bereit ist, um den internen Stellantrieb für das Ventil zu kalibrieren. Mit Betätigung der einzigen Taste am Thermostat beginnt die Kalibrierung, was im Display mit Adu angezeigt wird. Die Kalibrierung ist nach wenigen Sekunden abgeschlossen. Jetzt zeigt die Anzeige die Temperatureinstellung an und das System ist betriebsbereit. Die Temperatur kann man jetzt durch leichtes Wippen des Thermostats in die eine oder andere Richtung einstellen. Durch ein langes Drücken der Thermostat-Taste können Anwender den Modus von automatisch auf manuell wechseln. Ein kurzes Drücken aktiviert den Boost-Modus für fünf Minuten. Dabei wird der Heizkörper voll aufgedreht, um ihn schneller aufzuheizen. Beide Statusänderungen signalisiert das LED-Display entsprechend mit MANU respektive BOOST. Die Dauer des Boost-Modus können Anwender in der App anpassen.

Steuerung mit der App

Auf der App-Startseite erscheint das Thermostat mit der eingestellten Solltemperatur. Nach einem Tipp darauf lässt sich diese ändern. Den Boost-Modus kann man hier ebenfalls aktivieren. Unten im Bildschirm erreichen wir über die Schaltfläche GERÄTE und Auswahl von Heizkörperthermostat Evo weitere Geräteeinstellungen. Unter Zuordnung kann man den Raum definieren. Die Aktivierung von Bediensperre verhindert die manuelle Steuerung am Thermostat. Wer Kinder im Haushalt hat, wird sich über dieses Feature freuen. Außerdem können noch Displayausrichtung und -Helligkeit sowie ein Temperatur-Offset justiert werden. Zudem stehen noch verschiedene Heizprofile zur Auswahl: Standardmäßig stehen dort die Optionen Standardprofil, Manuell und Partymodus parat. Der Partymodus ist eine Art Timer mit einer bestimmten Temperatur- und Zeiteinstellung. Ist die Zeit abgelaufen, wird wieder das zuvor ausgewählte Profil geladen.

Die Anpassung der Heizprofile ist etwas umständlich über das Hauptmenü und der Auswahl Mehr im Abschnitt Raumklima möglich. Dort lässt sich die Temperatur nach Wochentag und Uhrzeit definieren. Pro Tag sind bis zu 13 Temperaturänderungen möglich. Zudem können Anwender noch zwei weitere Alternativprofile anlegen.

Unter Raumklimakonfiguration stehen noch weitere Anpassungsmöglichkeiten parat. Hier können Anwender etwa einen energiesparenden Eco-Betrieb festlegen. Interessant ist auch die Optimum-Start-/Stopp-Funktion, die automatisch die Vorlaufzeit für eine gewünschte Temperatur zum eingestellten Zeitpunkt berechnet. Die Funktion Heizungsausfallwarnung verschickt eine Push-Nachricht, sofern die gewünschte Temperatur innerhalb von 24 Stunden nicht erreicht wird. Unter Raumkonfiguration können Anwender die grundsätzlichen Heizparameter wie minimale und maximale Temperatur sowie die Fenster-auf-Temperatur definieren und die Boost-Dauer festlegen. Bei der Fenster-auf-Temperatur legt man fest, wie stark die Temperatur am Thermostat gedrosselt wird, wenn das Fenster, etwa fürs Lüften, geöffnet wird. Die Information erhält das Thermostat beispielsweise über einen entsprechenden Homematic-IP-Sensor.

„Alexa, stelle Büro auf 24 Grad“

Das Heizkörperthermostat Homematic IP Evo können Anwender auch über Amazon Alexa und Google Assistant per Sprache steuern. Auf Apple Homekit mit Siri muss man leider verzichten. Dafür lässt es sich in Home Assistant (Testbericht) integrieren.

Preise

Mit aktuell 82 Euro fällt der Preis für das Homematic IP Thermostat Evo vergleichsweise hoch aus. Zudem wird für den Betrieb noch ein Gateway oder eine Zentrale benötigt. Die von der Cloud abhängigen Gateways kosten 30 Euro (maximal 20 Geräte) respektive 49 Euro (maximal 120 Geräte). Die CCU3 (maximal 250 Geräte) für 177 Euro unterstützt einen lokalen Zugriff ohne Cloud. Das beherrscht auch die neue HCU (maximal 350 Geräte) für 276 Euro.

Dafür erhält man allerdings die Möglichkeit, weitere Smart-Home-Komponenten von eQ-3 (Test) zu integrieren. Außerdem ist das Homematic-IP-Thermostat förderfähig (PDF) und unterstützt einen dynamischen hydraulischen Abgleich, sodass man bei der Optimierung der Heizung keine Ventile wechseln muss.

Fazit

An Design, Funktionalität und Bedienung lässt sich kaum etwas beim Homematic IP Thermostat Evo kritisieren. Im Gegenteil: Es überzeugt mit einem schlanken und modernen Aussehen und reagiert zügig auf Benutzereingaben und unterstützt einen dynamischen hydraulischen Abgleich. Der Hauptvorteil liegt allerdings in der Smart-Home-Plattform Homematic IP begründet. Wer diese im Einsatz hat oder plant damit sein Smart Home aufzubauen, macht mit dem Homematic IP Thermostat Evo keinen Fehler. Wer allerdings bereits eine andere Lösung wie Homey Pro (Testbericht), Smartthings (Testbericht), Homekit (Testbericht) oder Home Assistant (Testbericht) verwendet, wird zu einem günstigeren Modell greifen.

Technologiesieger

Tado X

Mit Matter und Thread ist das Heizkörperthermostat Tado X kompatibel zu Matter-kompatiblen Smart Home Systemen wie Apple Home, Home Assistant und Co. Wie gut es in der Praxis funktioniert, zeigt der Test.

VORTEILE
  • dank Matter & Thread kompatibel zu vielen Smart-Home-Zentralen
  • sehr leise
  • Einfache Bedienung dank intuitiver App
  • automatischer hydraulischer Abgleich mit neuester Firmware
NACHTEILE
  • kein automatischer hydraulischer Abgleich
  • inkompatibel zu bisherigen Tado-Heizkörperthermostaten
  • kein Fenstersensor von Tado verfügbar

Mit Matter und Thread ist das Heizkörperthermostat Tado X kompatibel zu Matter-kompatiblen Smart Home Systemen wie Apple Home, Home Assistant und Co. Wie gut es in der Praxis funktioniert, zeigt der Test.

Tado X funkt mit Thread und ist kompatibel zum relativ neuen Smart-Home-Standard Matter. Dadurch können Anwender das smarte Heizkörperthermostat mit zahlreichen Smart-Home-Systemen (Bestenliste) steuern. Wer noch keinen Thread-Border-Router wie Apple TV 4K, Apple Homepod, Home Assistant (Testbericht) oder Homey Pro (Testbericht) im Einsatz hat, benötigt die Tado-Bridge, die das Thermostat mit dem heimischen WLAN verbindet.

Wie gut das smarte Heizkörperthermostat von Tado funktioniert, zeigt unser Test. Dabei legen wir den Fokus auf die Inbetriebnahme mit verschiedenen Smart-Home-Systemen und begutachten das Heizverhalten. Weitere Details zu den einzelnen Funktionen, die teilweise nur über ein kostenpflichtiges Cloud-Abo zur Verfügung stehen, gibt es auch im Testbericht zum älteren Modell Tado V3+.

Tado X: Dank Matter und Thread ist das smarte Heizkörperthermostat kompatibel mit vielen Smart-Home-Zentralen.

Design

Das Design des Heizkörperthermostats Tado X unterscheidet sich erheblich von der Vorgängerversion Tado V3+. Das M30-Gewinde befindet sich nicht am Ende des Thermostats, sondern in der Mitte. Und so wird das runde Thermostat mit weißem Gehäuse und kompakten Abmessungen von 67 × 67 × 49 mm in T-Form quer zum Heizkörper montiert. Dank der sechs mitgelieferten Adapter ist es fast zu jedem Heizkörper kompatibel. Die Verarbeitung ist einwandfrei und das Display, dessen Ausrichtung man an die jeweilige Montagesituation anpassen kann, gut ablesbar. Und so hat man ganz ohne App die wesentlichen Betriebsdaten wie gemessene und eingestellte Temperatur, Stärke der Funkverbindung, Betriebsmodus (manuell oder nach Zeitplan) und Heizstufen im Blick. Die kontrastreiche Anzeige ist auch bei direkter Lichteinstrahlung und bei Dunkelheit leicht ablesbar. Die Beleuchtung des Displays erlischt nach kurzer Zeit, sodass keine unnötige Energie verschwendet wird.

Anders als bei den meisten Modellen des Mitbewerbs wird das Tado X nicht über Batterien mit Energie versorgt, sondern mittels eines 1000 mAh starken Akkus. Über einen USB-C-Anschluss kann dieser bei Bedarf mit einem handelsüblichen USB-Netzteil geladen werden. Dabei können Anwender auch moderne Varianten mit Power Delivery (PD) verwenden. Allerdings muss man dafür den Akku aus dem Gehäuse drehen, sodass das Thermostat während des bis zu 2,5 Stunden dauernden Ladevorgangs nicht gesteuert werden kann, wobei es aber die letzten Einstellungen beibehält. Der Akku soll bis zu einem Jahr durchhalten, sodass man den Akku am besten vor der Heizsaison auflädt.

An der Vorderseite sitzt ein Regler in Gehäusefarbe, mit dem man die Zieltemperatur nach unten ober oben korrigieren und zwischen manuellem Heizen und automatischem nach Heizplan wechseln kann.

Tippt man länger auf das schwarze Touch-Display, füllt sich ein gelber Kreis. Anschließend können Anwender die Sprache einstellen und die Displayausrichtung justieren.

Tado X: Dank Matter und Thread ist das smarte Heizkörperthermostat kompatibel mit vielen Smart-Home-Zentralen.

Inbetriebnahme, Funktionen und Einstellungen

Die Inbetriebnahme des Tado-Heizkörperthermostats ist einfach und nach wenigen Minuten abgeschlossen (siehe auch Bildergalerie). Wer keinen Thread-Border-Router wie Apple TV 4K, Homey Pro oder Home Assistant verwendet, benötigt die Tado-Bridge, die das Thermostat mit dem WLAN-koppelt.

Beim direkten Anschluss an einen Thread-Border-Router ist die Bridge nicht nötig. Im Test haben wir das Thermostat zunächst über den beiliegenden QR-Code direkt mit Homey Pro per Thread verbunden. Mit demselben Code gelingt auch die Koppelung mit der Tado-App. Allerdings konnten wir im Test keine weiteren Smart-Home-Zentralen mit dem Thermostat verbinden. Das gelingt allerdings, wenn das Gerät direkt an ein Apple TV 4K angebunden ist. Damit haben wir das Gerät auch mit Home Assistant verbunden. Eine Koppelung an Samsung Smartthings und Amazon Echo Hub, die ebenfalls einen Thread-Border-Router bieten, hat hingegen nicht funktioniert.

Mit einem Matter-System bietet Tado X allerdings weniger Funktionen als mit der App. So gibt es derzeit keinen Zugriff auf den Batteriestatus und auch Heizpläne, die mit der Tado-App angelegt wurden, stehen unter einer Matter-kompatiblen Smart-Home-Zentrale nicht zur Verfügung. Doch diese lassen sich durch einfache Automatisierungen abbilden. Das ist zwar etwas aufwendiger, doch in der Regel erstellt man Zeitpläne für ein Thermostat nur einmal. Auch andere relevanten Funktionen, wie die mit einem Tado-Abo zur Verfügung stehenden Fenster-offen-Erkennung, lassen sich mit einer Matter-kompatiblen Smart-Home-Zentrale wesentlich besser umsetzen. Denn bei einem durch ein offenes Fenster verursachten Temperaturabfall ist die Wärme bereits entwichen, bevor das Thermostat den Betrieb stoppt. Schließlich dauert es sehr lange, bis ein Temperaturabfall registriert wird. Somit heizt das Thermostat unnötig bei einem geöffneten Fenster. Wesentlich besser ist daher eine Automatisierung auf Basis eines Tür-/Fenstersensors. Zwar hat Tado keinen eigenen Tür-/Fenstersensor zu bieten, doch mit einem Modell eines Drittherstellers kann man eine Automatisierung erstellen, die das Thermostat ausschaltet, respektive das Heizungsventil schließt, sobald ein geöffnetes Fenster erkannt wird.

Die Matter-Integration bietet also nicht sämtliche Funktionen, die Tado X mit der eigenen App bietet. Allerdings wird Matter ständig weiterentwickelt, sodass mit zukünftigen Updates weitere Funktionen an entsprechende Zentralen weiter gereicht werden können. Home-Assistant-Anwender können damit schneller rechnen, da die bereits vorliegende Tado-Integration zukünftig auch Unterstützung für das Tado-X-Thermostat bieten soll.

Auch unter Home Assistant funktioniert Tado X. Über Matter stehen allerdings nur wenige Funktionen zur Verfügung. Heizpläne lassen sich aber über Automatisierungen nachbilden. Und mit einem Tür-/Fenster-Sensor können Anwender eine deutlich effizientere Methode zur Fenster-offen-Erkennung umsetzen als die auf einem Temperaturabfall basierende Methode in der Tado-App.

Was bietet die Tado-App?

Mit der Tado-App stehen sämtliche Funktionen wie Heizpläne, Auswertungen und Statistiken zum Temperatur- und Heizverlauf zur Verfügung. Mit dem für 4 Euro monatlich oder 30 Euro jährlich kostenpflichtigen Abo stehen weitere Funktionen zur Verfügung. Sie umfassen ein automatisches Geofencing, womit je nach Standort das Thermostat an- oder ausgeschaltet wird, sowie eine automatisierte Fenster-offen-Erkennung. Hat man kein Abo abgeschlossen, stehen diese Funktionen aber dennoch zur Verfügung. Allerdings erreichen dann nur Push-Meldungen den Anwender, und er muss manuell eingreifen. Mit Care Protect und Energy IQ stellt das Abo weitere Funktionen zur Verfügung. Erstere bietet eine vorzeitige Störungserkennung der Heizungsanlage und benachrichtigt bei ungewöhnlichem Verhalten, während letztere Daten zum Verbrauch liefert, Ersparnisse anzeigt und einen Kostensimulator bietet. Grundsätzlich bietet die Tado-App auch ohne Abo schon mehr als manche Mitbewerber. So muss man bei Bosch etwa auf Verlaufsgrafiken in puncto Heizleistung und Temperatur verzichten.

Alles in allem ist die App nicht nur aus designtechnischer Sicht gut gelungen, sie lässt sich auch einfach bedienen und ist reaktionsschnell.

Die Tado-App ist auch für Tablets optimiert und bietet eine intuitive Oberfläche, mit der sich das Tado-Thermostat einfach steuern lässt. Außerdem informiert sie anhand zahlreicher Verlaufsgrafiken über das Heizverhalten.

Wie gut ist das Heizverhalten?

Das Heizverhalten von Tado X gibt kaum Anlass zu Kritik. Der leise Motor steuert das Heizkörperventil exakt so, dass die Zieltemperatur nicht nur erreicht, sondern auch gehalten wird. Trotzdem kann es passieren, dass die Temperatur etwas über den eingestellten Wert steigt. Tado analysiert die Temperaturentwicklung über einen bestimmten Zeitraum und passt die Ventilsteuerung für ein effizientes Heizen an. Dadurch wird weniger Heizenergie angefordert und ein Verschleiß der mechanischen Teile verhindert. Im Test ist das bei uns nicht passiert, was womöglich an der guten Isolierung unserer Testwohnung liegt.

Die Tado-App sieht nicht nur schön aus, sondern bietet auch Verlaufsgrafiken für Temperatur und Heizperiode. Außerdem lässt sie sich einfach bedienen. Heizpläne sind im Handumdrehen erstellt. Tado X hält die eingestellte Temperatur relativ konstant. Der Peak am Morgen wurde durch heiße Dusche verursacht.

Für wen ist das Heizkörperthermostat Tado X geeignet und was kostet es?

Das neue Heizkörperthermostat Tado X ist inkompatibel zur bisherigen Variante Tado V3+. Damit ist Tado X für eine Erweiterung nicht optimal geeignet, da es ein separates Konto erfordert, für das man ein zusätzliches Cloud-Abo abschließen muss, um die Komfortfunktionen nutzen zu können. Allerdings sind diese auch nicht unbedingt nötig, wenn man Tado X mit einer leistungsfähigen Smart-Home-Zentrale wie Home Assistant betreibt. Damit lässt es sich beispielsweise mit einem Tür-/Fenster-Sensor koppeln, sodass eine deutlich effizientere Steuerung möglich ist. Schließlich basiert die im Abo zur Verfügung stehende Fenster-Offen-Erkennung in der Tado-App auf einem starken Abfall der Temperatur. Bis dieser von der App bemerkt wird, dauert es aber sehr lange. Während dieser Zeit entweicht nicht nur die Wärme aus dem Raum, sondern der Heizkörper heizt auch noch. Mit einem Tür-/Fenster-Sensor kann man mithilfe einer Automatisierung den Heizvorgang hingegen sofort stoppen, sobald dieser ein geöffnetes Fenster signalisiert.

Aktuell kostet das Starter-Set mit zwei Thermostaten und einer Bridge bei Tink 100 Euro. Leider abgelaufen. Bei Amazon ist das Set für 104 Euro erhältlich. Und bei Tink Plus (Anmeldung erforderlich) kostet das 3er-Set mit Bridge nur 140 Euro. Einzeln gibt es Tado X mit Versand für 55 Euro. Und wer sich bei Tado registriert, kann die zweijährige Garantie auf 10 Jahre ausdehnen. Das Tado-Abo für Auto-Assist kostet jährlich 30 Euro.

Fazit

Das smarte Heizkörperthermostat Tado X überzeugt im Test nahezu restlos. Es lässt sich mit oder ohne Bridge einfach in Betrieb nehmen und dank intuitiver App leicht steuern. Auch wenn man Tado X in Verbindung mit einer Smart-Home-Zentrale für Automatisierungen verwendet, kann man die App weiterverwenden. Ebenso überzeugt auch die Heizleistung, die nahezu punktgenau den Raum wärmt. Zudem ist es relativ kompakt, einwandfrei verarbeitet, im Betrieb leise und genügt auch ästhetischen Ansprüchen. Und last but not least kostet es aktuell mit 140 Euro im 2er-Set mit Bridge oder einzeln für 55 Euro nicht die Welt.

Mit einem Firmware-Update unterstützt das Tado X wie das Homematic IP Evo einen automatischen hydraulischen Abgleich. Die Zertifizierung soll Anfang 2026 erfolgen, sodass es damit auch förderfähig ist. Einen integrierbaren Tür-/Fenster-Sensor hätten wir uns für eine effiziente Erkennung eines geöffneten Fensters auch gewünscht. Letzteres ist in Kombination mit einer Smart-Home-Zentrale und einem Modell eines Drittherstellers aber möglich.

Hinweis: Der Testbericht erschien am 17.12.2024. Bei attraktiven Angeboten wird er aktualisiert (siehe Artikeldatum).

Das Heizkörperthermostat Eve Thermo gibt es nun auch als Matter-Variante. In Kombination mit Eve Thermo Control gelingt die Temperatursteuerung noch exakter. Wie gut zeigt der Test.

VORTEILE
  • Dank Matter kompatibel zu vielen Smart-Home-Zentralen
  • modernes Design
  • Made in Germany
  • Ohne Thread-Border-Router Steuerung per Bluetooth möglich
NACHTEILE
  • benötigt Thread Border Router für Automatisierungen und Fernwartung
  • relativ teuer
  • kein automatischer hydraulischer Abgleich

Das Heizkörperthermostat Eve Thermo gibt es nun auch als Matter-Variante. In Kombination mit Eve Thermo Control gelingt die Temperatursteuerung noch exakter. Wie gut zeigt der Test.

Der in München ansässige Smart-Home-Spezialist Eve Systems vermarktet sein Heizkörperthermostat Eve Thermo nun auch als Matter-Variante. Die bislang erhältlichen Homekit-Modelle der 4. Generation können per Firmware-Update auf den neuen Standard aktualisiert werden. Mit Matter ist Eve Thermo außerdem nicht länger auf die Apple-Zentralen wie Homepod oder Homepod mini oder Apple TV 4K (2. Generation oder 3. Generation mit 128 GB) begrenzt. Stattdessen kann man das Thermostat auch mit anderen Matter-kompatiblen Smart-Home-Systemen (Bestenliste) wie Home Assistant (Testbericht), Homey Pro (Testbericht) und Samsung Smartthings (Testbericht) in Betrieb nehmen. Einzige Voraussetzung: Da Eve Thermo über Thread funkt, müssen die Smart-Home-Zentralen einen entsprechenden Thread-Border-Router bieten.

Doch ganz ohne Apple geht es auch beim neuen Eve Thermo noch nicht. Wer sämtliche Funktionen des Thermostats nutzen möchte, benötigt die Eve-App. Und die gibt es bislang nur für iPhone und iPad. Eine Android-Version ist zwar angekündigt, bislang aber nicht verfügbar. Die Android-App gibt es inzwischen, doch sie benötigt zur Ansteuerung von Eve Thermo einen Thread-Border-Router von Google.

Für ein effizientes Heizen bietet die Firma mit Eve Thermo Control einen optional erhältlichen Temperatur- und Luftfeuchtsensor, der ebenfalls mit Thread funkt und zum Kommunikationsprotokoll Matter kompatibel ist. Dieser wird mit Eve Thermo lokal ohne Cloud gekoppelt und liefert Temperaturdaten, die anders als die direkt im Heizkörperthermostat integrierten Temperaturfühler nicht von der hohen Abstrahlwärme direkt am Heizkörper betroffen sind. Somit kann Eve Thermo die Temperatur anhand realistischer Werte steuern. Der Clou daran: Über zwei Touchschalter am Eve Thermo Control können Anwender auch manuell die Zieltemperatur des Thermostats bequem vom Sofa aus regeln.

Wie gut die aktuell für 151 Euro erhältliche Lösung, bestehend aus Thermostat und externem Temperatursensor respektive -regler funktioniert, zeigt der Test. Dieses Bundle enthält Eve Thermo mit Matter-Firmware. Einzeln kostet Eve Thermo etwa 70 Euro.

Design, Funktionen & Lieferumfang

Das Heizkörperthermostat Eve Thermo entspricht mit den Maßen 54 × 67 × 85 mm den üblichen Abmessungen von Heizkörperthermostaten. Es passt auf die hierzulande vorwiegend genutzten Heizkörperventile mit M30-Anschluss und 1,5 mm Gewindeabstand. Im Lieferumfang befinden sich aber auch diverse Adapter für Ventile von Danfoss.

An der Oberseite bietet Eve Thermo zwei Touchbedienfelder, mit denen man die Zieltemperatur in 0,5°-Schritten auch ganz ohne App regulieren kann. Die eingestellte Temperatur wird an der Oberseite durch darunterliegende LEDs angezeigt. Dementsprechend sollte man das Thermostat so montieren, dass sie anschließend auch gut zu sehen sind.

Letztlich ist das aber nicht so wichtig, wenn man das Thermostat über die App steuert. Schließlich kann man per App Heizpläne für das smarte Thermostat erstellen oder die Temperatur regulieren. Letzteres gelingt auch mit Eve Thermo Control, sodass man die LED-Anzeige am Thermostat für eine manuelle Temperatureinstellung nur selten ablesen muss.

Außerdem bietet Eve Thermo Control ebenfalls eine Einstellung der Zieltemperatur. Das mit 54 x 54 x 19 mm kompakte Gehäuse bietet auf der Vorderseite ein E-Ink-Display, das Temperatur, Zieltemperatur, Luftfeuchte, Verbindungsstatus sowie Heizstatus der verknüpften Thermostate anzeigt.

Eve Thermo: Smartes Heizkörperthermostat mit Thread, Bluetooth und Matter

Eve Thermo montieren und einrichten

Für die Inbetriebnahme legen wir zunächst die mitgelieferten zwei AA-Batterien in das Thermostat ein. Dafür ziehen wir die vordere Abdeckung des Thermostats ab. Die Inbetriebnahme erfolgt mit der Eve-App, die im Test nach wenigen Minuten ohne Probleme erledigt ist. Eve Thermo Control wollte sich beim ersten Versuch nicht mit der Eve-App einrichten lassen. Nach einem Reset war das aber problemlos möglich. Die Zuweisung von Eve Thermo Control zu Eve Thermo erfolgt während des Set-ups (siehe Bildergalerie). Nun sind beide Geräte miteinander verbunden und kommunizieren über Thread/Matter direkt miteinander ohne Umwege über eine Cloud. In puncto Datenschutz geht es also nicht besser. Mit der Koppelung verwendet Eve Thermo nicht mehr den integrierten Temperatursensor zur Steuerung der Heizung, sondern verwendet die Daten, die Eve Thermo Control übermittelt.

Eve Thermo Control bietet einen Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensor. Außerdem können Anwender über die beiden Touchbedienfelder links und rechts die Zieltemperatur am Thermostat Eve Thermo einstellen.

App, Heizpläne und Automatisierungen

Die Eve-App ist in puncto Bedienung und Bereitstellung von Gerätedaten erstklassig. Damit können Anwender nicht nur Geräte von Eve Systems steuern, sondern sämtliche unter Apple Home installierten Smart-Home-Komponenten. Sie zeigt zu den einzelnen Geräten deutlich mehr Details und ist vor allem dann nützlich, wenn man ein bestimmtes Gerät sucht. Denn, ob man es glaubt oder nicht: Apple Home bietet keine Suchmaske für installierte Smart-Home-Komponenten.

Mit der Eve App lassen sich sowohl Eve Thermo als auch Eve Thermo Control umfassend konfigurieren. Damit können Anwender etwa Heizpläne erstellen respektive aus standardmäßig vier Vorlagen einen auswählen und diesen für eigene Bedürfnisse anpassen. Dabei kann man sogar andere Kalender, etwa Feiertage, integrieren und einem Zeitplan zuordnen. So muss man nicht manuell die Heizpläne anpassen, wenn etwa auf einen Wochentag ein Feiertag fällt, und man dafür den Heizplan des Wochenendes verwenden möchte. Etwas irritierend ist, dass die Eve-App bei einem aktiven Heizplan den Temperatur-Zielwert des mit Eve Thermo Control oder am Thermostat eingestellten Wert anzeigt. Weitere Tipps, nicht nur zu Heizplänen, liefert Eve Systems in seinem Blog und im Support-Bereich für Eve Thermo und Eve Thermo Control.

Einen Heizplan kann man darüber hinaus zusätzlich anhand der Anwesenheit von Personen im Haushalt optimieren. Da dieser Dienst allerdings auf der Verwendung von iOS-Geräten basiert, ist das nur interessant, wenn sämtliche Mitbewohner ein iPhone nutzen. Zudem erlaubt Matter derzeit keine Aussetzung von Heizplänen, sodass man dies derzeit über Automatisierungen regeln muss. Auch hierzu bietet Eve Systems in seinem Support-Bereich eine detaillierte Beschreibung.

Die Eve-App bietet vorgefertigte Heizpläne, die mithilfe von Kalenderdaten optimiert werden können.

Wie gut funktioniert Eve Thermo und Eve Thermo Control in der Praxis?

Die Eve-App liefert detaillierte Daten zum Verlauf von Temperatur und Luftfeuchte von Eve Thermo Control an. Damit hat man einen guten Überblick, wie schnell die eingestellte Temperatur erreicht wird und was für viele noch wichtiger ist, ob diese auch gehalten wird. Ersteres ist natürlich abhängig von der Raumgröße und Raumtemperatur. Das Halten der Temperatur stellt für das Gespann aus Thermostat und externem Temperatursensor jedenfalls im Test kein Problem dar.

Was passiert bei einem offenen Fenster?

Standardmäßig bieten smarte Heizkörperthermostate in der Regel eine Fenster-Offen-Erkennung. Diese basiert aber auf einem starken Abfall der Temperatur und kann sich in der Praxis, je nachdem wie gut die Wohnung gedämmt ist und wie kalt es draußen ist, hinziehen. Wer ganz sicher sein will, dass bei offenem Fenster nicht geheizt wird, installiert zusätzlich einen Eve-Fenstersensor, der gekoppelt mit dem Heizkörperthermostat dieses sofort über ein geöffnetes Fenster informiert, sodass das Thermostat abschaltet.

Wie lange halten die Batterien?

Eve Thermo wird über zwei AA-Batterien mit Energie versorgt. Diese sollen laut Hersteller mindestens für eine Heizperiode den Betrieb des Heizkörperthermostats gewährleisten. Eve spricht von 9 bis 12 Monaten. Akkus sollte man nicht verwenden, da diese keine ausreichende Spannung für einen zuverlässigen Betrieb bieten. Eve Thermo Control bietet einen integrierten Akku, der über das mitgelieferte USB-C-Ladekabel und ein USB-Netzteil wieder geladen werden kann.

Wer Energie sparen möchte, kann die Sendeleistung der beiden Geräte reduzieren. Diese steht voreingestellt auf "Hoch", kann aber auf "Standard" und "Niedrig" gesetzt werden.

Bietet Eve Thermo einen Ventilschutz?

Wenn ein Heizkörper schon länger im Einsatz ist, kann es passieren, dass der Ventilstift, der während der Sommermonate meist nicht bewegt wird und zum Öffnen und Schließen des Ventils dient, aufgrund von Kalkablagerungen klemmt. Dann muss man das Thermostat abschrauben und mit einer Zange versuchen, den Stift herauszuziehen, um etwas Schmiermittel aufzutragen, damit sich der Stift zur Steuerung des Ventils wieder bewegt. Um dem vorzubeugen, bieten viele smarte Heizkörperthermostate einen sogenannten Ventilschutz, der in regelmäßigen Abständen das Ventil öffnet und wieder schließt. Im Fall des Eve Thermo geschieht dies alle drei Wochen. Diese Funktion müssen Anwender in den Einstellungen unter "Ventilschutz" allerdings aktivieren. Leider signalisiert die App nicht, ob der Ventilschutz aktiviert ist.

Eve Thermo: Firmware-Update unter Home Assistant

Wie gut funktioniert die Anbindung an andere Smart-Home-Systeme wie Home Assistant?

Dank Matter-Kompatibilität lassen sich Eve Thermo und Eve Thermo Control auch mit anderen Smart-Home-Systemen (Bestenliste) wie Home Assistant (Testbericht), Homey Pro (Testbericht) und Samsung Smartthings (Testbericht) integrieren. Das Matter-Protokoll ist allerdings eingeschränkt, sodass die in der Eve-App integrierten Heizpläne nicht weitergegeben werden. Außerdem zeigt die Eve-App mehr Betriebsdaten wie den Öffnungsgrad des Ventils an und bietet mehr Optionen zur Konfiguration, etwa die Einstellung einer Temperaturabweichung, Ventilschutz, Kindersicherung und Sendeleistung.

Eve Thermo: Unter Home Assistant kann man Heizpläne über Automatisierungen realisieren. Daten zur Ventilstellung zeigt Home Assistant als einzige Matter-Zentrale immerhin an.

Im Test haben wir die Heizlösung von Eve Systems auch mit den oben genannten Plattformen ausprobiert. Home Assistant zeigt dabei die meisten Daten wie die Ventilstellung und den Batteriestatus an. Obendrein hat die Open-Source-Plattform noch ein Firmware-Update auf Version 3.50 signalisiert, sodass wir die beiden Geräte damit aktualisieren konnten. Interessanterweise ist das Update in der Eve-App nicht angezeigt worden. Unter Smartthings wird immerhin der Batteriestatus übermittelt, während man unter Homey Pro darauf verzichten muss. Dafür gelang die Integration in Homey Pro besonders schnell und ohne Probleme, während wir mit Smartthings mehrere Anläufe benötigt haben, um die Geräte über Matter zu integrieren.

Was die fehlenden Zeitpläne anbelangt, kann man mit den genannten Plattformen natürlich eigene Routinen respektive Automatisierungen erstellen. Doch das erfordert etwas mehr Zeit als mit den vordefinierten Zeitplänen in der Eve-App.

Preis

Regulär kostet Eve Thermo etwa 80 Euro. Aktuell ist es für 70 Euro erhältlich. Im 3-er-Set bei Tink kostet es einzeln nur 50 Euro. Wer Eve Thermo Control zur Steuerung verwenden möchte, kauft gleich das Bundle, bestehend aus Thermostat und externem Temperatursensor respektive -regler für aktuell 151 Euro.

Fazit

Eve Systems liefert mit Eve Thermo ein leistungsfähiges Heizkörperthermostat, mit dem man in Kombination mit der Eve-App bequem die Raumtemperatur justieren kann. Ferner bietet Eve Thermo Control eine komfortable Möglichkeit, die Temperatur zu regulieren, wenn einem der aktuelle Zeitplan nicht zusagt, und man keine Lust hat, die Einstellung am Smartphone zu ändern. Zudem bedeutet die Koppelung der Zieltemperatur an den externen Sensor eine genauere Steuerung der Raumtemperatur, da diese nicht von Abstrahleffekten des Heizkörpers beeinflusst wird, wie dies beim im Heizkörperthermostat integrierten Temperatursensor der Fall ist. Mit einem Preis von jeweils knapp 80 Euro für die beiden Geräte ist die Heizlösung zwar nicht gerade günstig, dafür erhält man aber ein Thermostat Made in Germany und darf sich zudem auf einen ausgezeichneten Hersteller-Support in Form zahlreicher Tipps & Tricks rund um die Geräte freuen.

Android-Anwender können Eve Thermo inzwischen auch ansteuern. Allerdings klappt das nur mit einem Thread-Border-Router von Google.

Hinweis 13.12.2024: Preise und Angaben zur Android-App aktualisiert.

Das smarte Heizkörperthermostat Homematic IP Flex ist günstiger als das Premium-Modell Evo, bietet aber ebenfalls einen automatischen hydraulischen Abgleich. Dank E-Paper-Display soll die Batterielaufzeit bis zu drei Jahre betragen.

VORTEILE
  • Automatischer hydraulischer Abgleich
  • Konfiguration direkt am Gerät möglich (ohne Hub oder Access Point)
  • E-Paper-Display mit Anzeige von Betriebsparametern
NACHTEILE
  • App-Steuerung benötigt Access Point oder Hub
  • Stromversorgung über Batterien, kein Akku

Das smarte Heizkörperthermostat Homematic IP Flex ist günstiger als das Premium-Modell Evo, bietet aber ebenfalls einen automatischen hydraulischen Abgleich. Dank E-Paper-Display soll die Batterielaufzeit bis zu drei Jahre betragen.

Mit dem Homematic IP Flex liefert der deutsche Hersteller eQ-3 ein neues smartes Heizkörperthermostat, das wie das Premium-Modell einen automatischen hydraulischen Abgleich bietet. Damit sind die Homematic-IP-Modelle förderfähig.

Was das neue Homematic IP Flex sonst noch zu bieten hat, und wo die Unterschiede zum Premium-Modell Evo liegen, zeigt unser Test.

Lieferumfang, Design und Bedienung

Während das Evo mit einem runden Gehäuse kommt, ist das Flex eher eckig mit abgerundeten Kanten. Die Abmessungen von 53 × 52 × 94 mm entsprechen in etwa dem des Evo. Mit 180 Gramm ist es 10 Gramm leichter als das Evo.

Das Heizkörperthermostat Homematic IP Flex bietet im Unterschied zum Evo statt einer LED-Anzeige ein E-Paper-Display. Damit soll es bis zu drei Jahre halten, bevor die zwei AA-Batterien getauscht werden müssen. Beim Evo liegt die Batterielaufzeit hingegen nur bei zwei Jahren. Außerdem können Anwender dank des Displays das Flex auch direkt am Gerät konfigurieren. Mit der App gelingt das natürlich einfacher. Doch als Notfall-Option ist diese Möglichkeit begrüßenswert, zumal man auch ohne Access Point einen Fenster-Sensor mit dem Gerät koppeln kann. Wenn das Thermostat allerdings mit einem Access Point gekoppelt ist, funktioniert die manuelle Konfiguration nicht. Dann können Anwender lediglich die Temperatur am Gerät über die Plus- und Minus-Taste an der Gehäuseoberseite einstellen, und über die Systemtaste an der Gehäusevorderseite zwischen manuellem und Automatik-Betrieb wählen sowie den Boost-Modus aktivieren. Mehr zur Konfiguration verrät das ausführliche Handbuch (PDF).

Wird ein Access Point oder ein Hub benötigt?

Wer das Heizkörperthermostat über die Homematic-IP-App bedienen möchte, benötigt entweder einen Access Point oder einen Smart-Home-Hub (CCU oder HCU). Damit ist auch eine Bedienung aus der Ferne möglich. Während CCU und HCU eine lokale Ansteuerung des Thermostats erlauben, basiert der Access Point auf der Cloud des Herstellers.

Inbetriebnahme

Für den Test haben wir das Homematic IP Flex in Verbindung mit einem HMip Access Point in Betrieb genommen. Das ist nach wenigen Minuten erledigt (siehe auch Bildergalerie). Mehr Details zur Inbetriebnahme bietet außerdem der Testbericht zum Evo.

Steuerung mit der App

Auf der App-Startseite erscheint das Thermostat mit der eingestellten Solltemperatur. Nach einem Update zeigt die Homematic IP-App nun auch die Ist-Temperatur an. Tippt man in der App auf das Thermostat, kann man nicht nur die Temperatur manuell einstellen, sondern auch den Boost-Modus aktivieren. Unten im Bildschirm erreichen wir über die Schaltfläche GERÄTE und Auswahl von HMIP-eTRV-F Flex weitere Geräteeinstellungen. Unter Zuordnung kann man den Raum definieren.

Die Aktivierung der Bediensperre verhindert die manuelle Steuerung am Thermostat. Wer Kinder im Haushalt hat, wird sich über dieses Feature freuen. Zudem können noch Displayausrichtung sowie Display-Modus konfiguriert werden. Unter letzterer Einstellung stehen zwei Modi parat. Wählt man Reduzierter Modus aus, erscheint im Display nur die aktuell aktive Zieltemperatur, während die Einstellung Funktioneller Modus, Batterie- und Funkstatus, das aktive Heizprofil sowie den Heizstatus anzeigt. Mit der Option Displayfarben invertieren können Anwender den Hintergrund der Anzeige auf Hell (Light) oder Dunkel (Dark) einstellen.

Last but not least bietet das Thermostat auch einen Temperatur-Offset, mit der man die vom Gerät gemessene Temperatur mit bis zu +- 3,5 Grad in 0,5-Grad-Schritten anpassen kann. Das ist etwa dann sinnvoll, wenn die direkt am Heizkörperthermostat gemessene Temperatur nicht mit der von einem vorhandenen Raumthermostat unterscheidet. Das kann durch Abstrahleffekte oder aufgrund der Montage hinter einem Vorhang passieren.

Weitere Konfigurationsmöglichkeiten bietet die App unter dem Drei-Punkte-Symbol rechts unten. Im Abschnitt Raumklima können Anwender Heizprofile definieren und Ziel-Temperaturen nach Wochentag und Uhrzeit definieren. Pro Tag sind bis zu 13 Temperaturänderungen möglich. Zudem können Anwender noch zwei weitere Alternativprofile anlegen.

Unter Raumklimakonfiguration stehen noch weitere Anpassungsmöglichkeiten parat. Hier können Anwender etwa einen energiesparenden Eco-Betrieb festlegen. Interessant ist auch die Optimum-Start-/Stopp-Funktion, die automatisch die Vorlaufzeit für eine gewünschte Temperatur zum eingestellten Zeitpunkt berechnet. Die Funktion Heizungsausfallwarnung verschickt eine Push-Nachricht, sofern die gewünschte Temperatur innerhalb von 24 Stunden nicht erreicht wird.

Wie funktioniert die Fenster-Offen-Erkennung?

Unter Raumkonfiguration können Anwender die grundsätzlichen Heizparameter wie minimale und maximale Temperatur sowie die Fenster-auf-Temperatur definieren und die Boost-Dauer festlegen. Bei der Fenster-auf-Temperatur legt man fest, wie stark die Temperatur am Thermostat gedrosselt wird, wenn das Fenster, etwa fürs Lüften, geöffnet wird. Die Information erhält das Thermostat beispielsweise über einen entsprechenden Homematic-IP-Sensor.

Da die standardmäßige Fenster-Offen-Erkennung auf einem Temperaturabfall basiert, sollte man stattdessen lieber einen Fenster-Sensor verwenden. Denn in unserer gut gedämmten Wohnung dauert es sehr lange, bis ein gekipptes Fenster für einen Temperaturabfall sorgt und damit einen Heizstopp auslöst. Die Problematik trifft allerdings auf sämtliche Heizkörperthermostate zu, sodass man am besten einen Fenster-Sensor verwendet, der, sobald das Fenster geöffnet wird, für einen Heizstopp sorgt. Entsprechende Modelle hat e-Q3 im Angebot.

Wie gut ist die Smart-Home-Anbindung?

Das Heizkörperthermostat Homematic IP Pure können Anwender auch über Amazon Alexa und Google Assistant per Sprache steuern. Außerdem steht eine Integration für Home Assistant zur Verfügung, sodass man das Homematic-IP-Thermostat in Verbindung mit Sensoren, die von Homematic IP nicht unterstützt werden, für Automatisierungen nutzen kann.

Preis

Mit einem aktuellen Preis von rund 67 Euro bewegt sich das Heizkörperthermostat Homematic IP Flex im mittleren Preisbereich. Für die Steuerung per App muss man allerdings noch Kosten für einen Access Point oder für einen Hub einkalkulieren. Während Access Points in Verbindung mit der Homematic IP-Cloud funktionieren, ist mit einem Hub auch eine lokale Ansteuerung möglich. Einen Access Point gibt es ab etwa 30 Euro, während ein Hub in Form des CCU etwa 160 Euro kostet. Für die neuste Homematic-IP-Zentrale Home Control Unit (HCU) verlangt der Hersteller sogar 269 Euro. Wer darüber hinaus noch einen Fenster-Offen-Sensor für eine effiziente Heizungssteuerung benötigt, zahlt dafür weitere 30 Euro.

Fazit

Mit dem Homematic IP Flex bietet der deutsche Hersteller eQ-3 ein leistungsfähiges Heizkörperthermostat, das im Test hinsichtlich Bedienung, Funktionen und Heizleistung keine Schwächen offenbart. Mit einer dreijährigen Batterielaufzeit arbeitet es sogar energieeffizienter als das Premium-Modell Evo. Wie letzteres unterstützt auch das rund 67 Euro teure Heizkörperthermostat Homematic IP Flex einen automatischen Abgleich, der nicht nur für eine optimale Heizungssteuerung sorgt, sondern es auch förderfähig macht.

Wer auf letzteres verzichten kann und bereits ein Smart-Home-System wie Home Assistant oder Apple Home verwendet, ist mit Alternativen wie dem Heizkörperthermostat Tado X dank Matter-Support und direkter Anbindung an eine Smart-Home-Zentrale besser bedient.

Das Heizkörperthermostat Homematic IP Pure ist mit 60 Euro relativ günstig. Dank E-Paper-Display sollen die Batterien drei Jahre lang halten. Was das Gerät sonst noch bietet, zeigt der Test.

VORTEILE
  • Automatischer hydraulischer Abgleich
  • koppelbar mit Fenstersensor
  • Sparsames E-Paper-Display
NACHTEILE
  • App-Steuerung benötigt Access Point oder Hub
  • Stromversorgung über Batterien, kein Akku

Das Heizkörperthermostat Homematic IP Pure ist mit 60 Euro relativ günstig. Dank E-Paper-Display sollen die Batterien drei Jahre lang halten. Was das Gerät sonst noch bietet, zeigt der Test.

Das Homematic IP Pure ergänzt das Portfolio des deutschen Herstellers eQ-3 um ein weiteres smartes Heizkörperthermostat. Wie die Modelle Evo und Flex bietet auch das Pure einen automatischen hydraulischen Abgleich. Mit der vom TÜV und vom Fraunhofer IEE bestätigten Funktion können Anwender Kosten sparen. Außerdem sind die Homematic-IP-Modelle förderfähig.

Was das neue Homematic IP Pure für aktuell günstige 60 Euro sonst noch zu bieten hat, und wo die Unterschiede zum Premium-Modell Evo und der Variante Flex liegen, zeigen wir im Folgenden.

Lieferumfang, Design, Bedienung und weitere Funktionen

Wie beim Premiummodell Evo setzt eQ-3 beim Homematic IP Pure auf ein rundes Gehäuse, während das Flex ein eckiges Gehäuse mit abgerundeten Kanten bietet. Mit einem Durchmesser von 56,5 mm und einer Länge 95 mm fällt das Pure wie Evo und Flex relativ kompakt aus. Mit 190 Gramm wiegt es genauso viel wie das Evo, ist aber 10 Gramm schwerer als das Flex. Ansonsten ist das Thermostat einwandfrei verarbeitet. Nicht klappert und es gibt auch keine scharfen Kanten.

Wie beim Flex soll dank des E-Paper-Displays die Batterielaufzeit (zwei AA-Batterien sind im Lieferumfang enthalten, siehe auch Bildergalerie) bis zu drei Jahre betragen. Beim Evo müssen die Batterien bereits nach zwei Jahren gewechselt werden. Anders als das Flex bietet das Pure jedoch keine Möglichkeit, über das Display Heizpläne zu erstellen oder andere Funktionen zu konfigurieren. Das kleine E-Paper-Display zeigt nur die eingestellte Temperatur an. Für die Anzeige von Betriebsparametern wie Akku- und Verbindungsstatus sowie des aktuellen Heizplans ist die Anzeige anders als beim Flex zu klein.

Mit dem Drehregler an der Gehäusevorderseite können Anwender die Ziel-Temperatur einstellen, den Boost-Modus aktivieren oder zwischen manuellem und Automatikmodus wechseln. Mehr zur Bedienung verrät das ausführliche Handbuch (PDF). Wie üblich passt das Pure auf Heizkörper mit M30-Anschluss und 1,5-mm-Gewinde. Im Lieferumfang sind aber auch Danfoss-Adapter für die Varianten RA, RAV und RAVL enthalten.

Ansonsten bietet das Homematic IP Pure Funktionen, die zum Standard eines smarten Heizkörperthermostats gehören. Hierzu zählt etwa eine Boost-Funktion für schnelles Aufheizen und der integrierte Ventilschutz, der ein Verkalken des Ventils verhindert, indem es einmal pro Woche vollständig geöffnet und wieder geschlossen wird.

Wird ein Access Point oder ein Hub benötigt?

Ein sinnvoller Betrieb des Pure ist nur über die Homematic-IP-App möglich. Damit das Thermostat darüber bedient werden kann, wird entweder ein Access Point oder ein Smart-Home-Hub (CCU oder HCU) benötigt. Damit ist auch eine Bedienung aus der Ferne möglich. Während CCU und HCU eine lokale Ansteuerung des Thermostats erlauben, basiert der Access Point auf der Cloud des Herstellers.

Inbetriebnahme

Für den Test haben wir das Homematic IP Pure in Verbindung mit einem HMIP Access Point in Betrieb genommen. Für eine effiziente Fenster-Offen-Erkennung kommt außerdem ein optischer Fenstersensor zum Einsatz. Die Inbetriebnahme beider Komponenten ist nach wenigen Minuten erledigt (siehe auch Bildergalerie).

Steuerung mit der App

Auf der App-Startseite erscheint das Thermostat mit der eingestellten Solltemperatur. Seit einem kürzlichen App-Update zeigt sich dort nun auch die Ist-Temperatur. Tippt man in der App auf das Thermostat, kann man nicht nur die Temperatur einstellen, sondern auch den Boost-Modus aktivieren. Unten im Bildschirm erreichen wir über die Schaltfläche GERÄTE und Auswahl von HMIP-eTRV-3 Pure weitere Geräteeinstellungen. Unter Zuordnung kann man den Raum definieren, einen anderen Namen vergeben, sowie die Displayausrichtung ändern.

Die Aktivierung der Bediensperre verhindert die manuelle Steuerung am Thermostat. Wer Kinder im Haushalt hat, wird sich über dieses Feature freuen. Will man es trotzdem bedienen, erscheinen im Display die Buchstaben Loc. Je nachdem, ob der Anschluss zur Montage des Thermostats links oder rechts am Heizkörper erfolgt, können Anwender unter Displayausrichtung die entsprechende Option wählen, sodass die Anzeige des E-Paper-Displays nicht auf dem Kopf steht. Mit der Option Displayfarben invertieren können Anwender den Hintergrund der Anzeige auf Hell (Light) oder Dunkel (Dark) einstellen.

Das Thermostat bietet zudem auch einen Temperatur-Offset, mit dem man die vom Gerät gemessene Temperatur mit bis zu +- 3,5 Grad in 0,5-Grad-Schritten anpassen kann. Das ist etwa dann sinnvoll, wenn die direkt am Heizkörperthermostat gemessene Temperatur sich von der Raumtemperatur, die von einem vorhandenen Raumthermometer ermittelt wird, unterscheidet. Temperaturunterschiede können etwa durch Abstrahleffekte des Heizkörpers oder aufgrund der Montage hinter einem Vorhang verursacht werden.

Weitere Konfigurationsmöglichkeiten bietet die App unter dem Drei-Punkte-Symbol rechts unten. Im Abschnitt Raumklima können Anwender Heizprofile definieren und Ziel-Temperaturen nach Wochentag und Uhrzeit definieren. Pro Tag sind bis zu 13 Temperaturänderungen möglich. Zudem können Anwender noch zwei weitere Alternativprofile anlegen.

Unter Raumklimakonfiguration stehen noch weitere Anpassungsmöglichkeiten parat. Hier können Anwender etwa einen energiesparenden Eco-Betrieb festlegen. Interessant ist auch die Optimum-Start-/Stopp-Funktion, die automatisch die Vorlaufzeit für eine gewünschte Temperatur zum eingestellten Zeitpunkt berechnet. Die Funktion Heizungsausfallwarnung verschickt eine Push-Nachricht, sofern die gewünschte Temperatur innerhalb von 24 Stunden nicht erreicht wird.

Überdies bietet die App auch Verlaufsgrafiken zu Messdaten, die Anwender für jedes Gerät jedoch erst mithilfe der App definieren müssen.

Wie funktioniert die Fenster-Offen-Erkennung?

Unter Raumkonfiguration können Anwender die grundsätzlichen Heizparameter wie minimale und maximale Temperatur sowie die Fenster-auf-Temperatur definieren und die Boost-Dauer festlegen. Bei der Fenster-auf-Temperatur legt man fest, wie stark die Temperatur am Thermostat gedrosselt wird, wenn das Fenster, etwa fürs Lüften, geöffnet wird. Die Information erhält das Thermostat beispielsweise über einen entsprechenden Homematic-IP-Sensor.

Die standardmäßige Fenster-Offen-Erkennung basiert auf einem Temperaturabfall, der in gut gedämmten Wohnungen allerdings sehr lange benötigt, bis er einen Heizstopp auslöst. Das Problem betrifft sämtliche Heizkörperthermostate, sodass man für eine effiziente Steuerung grundsätzlich einen Fenstersensor verwenden sollte. Entsprechende Modelle hat eQ-3 im Angebot.

Damit der Fenster- und Türkontakt bei einem geöffneten Fenster die Temperatur des Thermostats absenkt, muss man auf der Geräteseite des Sensors die Funktion „Raumklima: Senkt die Raumtemperatur beim Lüften“ auswählen. Anschließend erstellt man die Geräteverknüpfung und wählt unter Aktion bei Betätigung die Option „Schaltet ein, wenn das Fenster geschlossen wird und aus, wenn es geöffnet wird“.

Da die Konfiguration direkt in den Geräten erfolgt und diese direkt miteinander kommunizieren können, funktioniert die Absenkung der Temperatur und die Rückkehr zum Heizbetrieb auch dann, wenn der Access Point ausgeschaltet ist oder keinen Zugriff auf die Cloud des Herstellers hat.

Wie gut ist die Smart-Home-Anbindung?

Das Heizkörperthermostat Homematic IP Pure können Anwender auch über Amazon Alexa und Google Assistant per Sprache steuern. Außerhalb der Smart-Home-Welt von Homematic IP (Testbericht) gibt es noch eine Integration für Home Assistant. Damit kann man das Homematic-IP-Thermostat auch mit Sensoren von Drittherstellern für Automatisierungen nutzen.

Preis

Mit einem aktuellen Preis von rund 60 Euro bewegt sich das Heizkörperthermostat Homematic IP Pure im mittleren Preisbereich. Für die Steuerung per App muss man allerdings noch Kosten für einen Access Point oder für einen Hub einkalkulieren. Während Access Points in Verbindung mit der Homematic IP-Cloud funktionieren, ist mit einem Hub auch eine lokale Ansteuerung möglich. Einen Access Point gibt es von eQ-3 ab etwa 30 Euro, während ein Hub in Form des CCU circa 160 Euro kostet. Für die neuste Homematic-IP-Zentrale Home Control Unit (HCU) verlangt der Hersteller sogar 269 Euro. Wer darüber hinaus noch einen Fenster-Offen-Sensor für eine effiziente Heizungssteuerung benötigt, zahlt dafür weitere 30 Euro.

Fazit

Im Test hat das 60 Euro teure Heizkörperthermostat Homematic IP Pure einwandfrei funktioniert. Besonders der autarke Betrieb mit dem Fenstersensor hat uns gut gefallen. Auch ansonsten hat das Gerät, etwa hinsichtlich Bedienung, Funktionen und Heizleistung, keine Schwächen offenbart. Mit einer dreijährigen Batterielaufzeit arbeitet es sogar energieeffizienter als das Premiummodell Evo. Wie letzteres unterstützt auch das Homematic IP Pure einen automatischen Abgleich, der nicht nur für eine optimale Heizungssteuerung sorgt, sondern es auch förderfähig macht.

Wer auf letzteres verzichten kann und bereits ein Smart-Home-System wie Home Assistant oder Apple Home verwendet, ist mit Alternativen wie dem Heizkörperthermostat Tado X dank Matter-Support, Akku und direkter Anbindung an eine Smart-Home-Zentrale besser bedient.

Das Heizkörperthermostat Aqara W600 kommuniziert mit Zigbee oder Thread, ist extrem leise und lässt sich direkt in Home Assistant einbinden.

VORTEILE
  • Mit Zigbee funktionsreich
  • kompatibel mit Home Assistant (Zigbee2MQTT)
  • extrem leise
NACHTEILE
  • kein automatischer thermischer Abgleich
  • teilweise Übersetzungsfehler in der App
  • mit Thread weniger Funktionen

Das Heizkörperthermostat Aqara W600 kommuniziert mit Zigbee oder Thread, ist extrem leise und lässt sich direkt in Home Assistant einbinden.

Mit dem W600 bringt Aqara nach dem E1 (Testbericht) sein zweites Heizkörperthermostat (Bestenliste). Es verbindet sich wahlweise per Thread oder Zigbee mit einem kompatiblen Hub – etwa Apple Home, Aqara M3 oder Home Assistant. Während eine Thread- oder Matter-Einbindung möglich ist, erreicht man den vollen Funktionsumfang jedoch erst über Zigbee. Denn nur über diesen Funkstandard stehen alle Features wie Zeitpläne oder automatische Fenster-offen-Erkennung direkt zur Verfügung. Bei einer Verbindung via Thread/Matter müssen diese Funktionen stattdessen manuell über externe Automatisierungen nachgebildet werden.

Als praktisches Zubehör bietet Aqara den Klimasensor W100 an, der mit einem LC-Display Temperatur und Luftfeuchte anzeigt und zugleich als Funk-Fernbedienung für das W600 dient. Darüber hinaus lassen sich seine programmierbaren Tasten als Schalter oder zur Auslösung von Szenen nutzen.

Wie sich das Aqara W600 im täglichen Einsatz schlägt, zeigen die ausführlichen Ergebnisse des Praxistests.

Design & Verarbeitung

Das Aqara-Heizkörperthermostat W600 präsentiert sich im klassischen Zylinderdesign und überzeugt mit kompakten Maßen von ⌀57 x 90 mm. Zur manuellen Bedienung dient ein präziser Drehregler, dessen Einstellungen von einem leisen Klickgeräusch begleitet werden. Die wichtigsten Betriebsparameter sind auf einem seitlich ins Gehäuse integrierten LED-Display gut ablesbar. Insgesamt ist die Verarbeitung makellos.

Inbetriebnahme

Die Installation gestaltet sich unkompliziert. Aqara legt für den Fall, dass der Standardanschluss M28 x 1,5 inkompatibel ist, eine Vielzahl von Adaptern bei. Für die Inbetriebnahme wird das bestehende Thermostat ab- und das W600 angeschraubt, die Gehäuseabdeckung entfernt und die mitgelieferten Batterien eingelegt. Das weitere Setup erfolgt mit der Aqara-App.

Für die Nutzung der App ist eine Registrierung erforderlich. Nach dem Einlegen der Batterien startet das W600 automatisch im Kopplungsmodus und wird von der App via Bluetooth sofort erkannt. Im ersten Einrichtungsschritt muss die gewünschte Funktechnologie ausgewählt werden: Thread oder Zigbee.

Nutzer mit einem Zigbee-Hub wie Aqara M3 oder Home Assistant wählen Zigbee aus. Anschließend wird für einige Minuten die Zigbee-Firmware auf dem Gerät installiert, bevor die finale Verbindung mit dem entsprechenden Zigbee-Router hergestellt werden kann.

Wer keinen Zigbee-Hub besitzt, dafür aber eine Matter-kompatible Smart-Home-Zentrale mit Thread-Funktion, kann das Thermostat über diese Technologie einbinden. Dabei entfallen jedoch, wie bereits erwähnt, einige Funktionen, respektive müssen – wie im Fall von Heizplänen – durch eigene Automatisierungen nachgebildet werden.

Die einfachste Steuerung und Einrichtung bietet die Nutzung mit einem Aqara-Hub wie dem M3. Bei der Integration über Zigbee in Home Assistant werden zwar alle Gerätefunktionen bereitgestellt, Heizpläne müssen hier – ähnlich wie bei Matter/Thread – jedoch eigenständig erstellt werden.

Aqara W600: Die App unterstützt zwar die Einbindung eines Tür-/Fenstersensors, doch unterbricht dieser die Heizleistung bei einem geöffneten Fenster nur für 30 Minuten. Allerdings kann man diesen Zeitraum über eine Automatisierung anpassen. Eine Ventilkalibrierung, etwa um ein Verkalken des Ventils während der Sommermonate zu begegnen, unterstützt die App nur manuell. Auch hier helfen Automatisierungen, sodass etwa eine automatische Kalibrierung monatlich erfolgt.

Steuerung mit der Aqara-App

Für den Test wird das W600 zunächst über den Aqara Hub M3 per Zigbee eingerichtet. Diese Kombination ermöglicht nicht nur das Erstellen von Heizplänen, sondern eine umfassende Steuerung.

So lässt sich etwa die unzuverlässige, integrierte Fenster-offen-Erkennung – die auf einem starken Temperaturabfall basiert – durch einen präzisen Tür-/Fenster-Sensor von Aqara ersetzen. Dadurch wird sichergestellt, dass die Heizung bei geöffnetem Fenster tatsächlich pausiert. Die Standard-Funktion zur Fenstererkennung reagiert erst nach drei Minuten Öffnungszeit und schaltet das Thermostat nach 30 Minuten automatisch wieder ein. Soll das W600 bei geöffnetem Fenster dauerhaft ausgeschaltet bleiben, muss dies über eine separate Automatisierung realisiert werden.

Das Thermostat unterstützt auch eine manuelle Ventilkalibrierung. Eine automatisierte, zeitgesteuerte Kalibrierung ist in der App jedoch nicht vorgesehen. Ein praktischer Workaround besteht darin, das Thermostat etwa monatlich manuell einzuschalten, die Temperatur zunächst auf die maximalen 30 °C und anschließend auf 5 °C zu stellen und es danach wieder auszuschalten. Dieser Vorgang schützt das Ventil in den Sommermonaten zuverlässig vor Verkalkung.

Ein bekanntes Problem bei Heizkörperthermostaten ist, dass der interne Temperatursensor aufgrund der Heizungsnähe oft zu hohe Werte anzeigt. Hierfür gibt es zwei Lösungen: Entweder wird die Regelung auf die Werte eines externen Sensors umgestellt, oder der interne Sensor wird manuell kalibriert. Beide Methoden unterstützt das W600.

Aqara W600: Im Zigbee-Betrieb unterstützt die App das Erstellen von Zeitplänen.

Nützliches Zubehör: Aqara Climate Sensor W100

Der optionale Klimasensor W100 wird mit zwei CR2450-Batterien betrieben und kann wie das Thermostat wahlweise per Thread oder Zigbee gekoppelt werden. Neben der Erfassung von Temperatur und Luftfeuchte kann er die Werte eines zweiten, beispielsweise im Außenbereich platzierten Hygrometers anzeigen.

Mit dem Aqara Climate Sensor W100 kann man das Thermostat W600 steuern. Auch ist die Koppelung eines externen Temperatursensors möglich. Und mit den frei programmierbaren Tasten kann man den W100 auch als Schalter verwenden.

Über seine drei Tasten lässt sich nicht nur das Thermostat steuern, sondern auch Szenen aktivieren oder eine Schaltfunktion für Licht steuern. Voraussetzung für Letzteres sind entsprechend ansteuerbare Leuchtmittel aus dem Aqara-Kosmos. Während diese Funktion mit einem Aqara-Hub einwandfrei funktioniert, ist die direkte Schaltfunktion unter Home Assistant derzeit nicht verfügbar.

Die Integration des Aqara W600 in Home Assistant via Zigbee2MQTT bietet einen erweiterten Funktionsumfang gegenüber der Aqara-App. Ein deutlicher Mehrwert ist die Möglichkeit, die aktuelle Ventilposition abzurufen.

Wie gut ist die Smart-Home-Anbindung?

Wie eingangs erwähnt, ist das Aqara-Thermostat durch die Unterstützung von Zigbee und Thread hervorragend für die Einbindung in ein Smart-Home-System geeignet. Ein Hub ist in jedem Fall erforderlich, sollte bei Enthusiasten aber bereits vorhanden sein.

Die umfangreichsten Funktionen von W600 und Climate Sensor W100 erschließen sich jedoch über Zigbee. Besitzer eines Aqara-Hubs wie des M3 sollten dieses Protokoll wählen. Das Gleiche gilt für Home-Assistant-Nutzer, die beide Geräte direkt über Zigbee2MQTT einbinden können – mit dem Vorteil, dass dabei zusätzliche Daten wie die aktuelle Ventilposition verfügbar werden.

Praxis: Regelung der Temperatur, Betriebsgeräusch

Die Temperaturregelung des W600 arbeitet nahezu perfekt. Die eingestellte Solltemperatur wird allenfalls um etwa 0,5 °C über- oder unterschritten. Besonders beeindruckend ist das außergewöhnlich leise Betriebsgeräusch. Der von Aqara angegebene Wert von 30 dB(A) konnte im Test bestätigt werden; das Gerät ist so leise, dass zunächst ein Defekt vermutet wurde. Selbst eine Ventilkalibrierung verläuft nahezu geräuschlos.

Preis

Regulär kostet das Aqara W600 60 Euro. Aktuell ist 29 Prozent günstiger für 42,50 Euro erhältlich. Der zur Fernbedienung geeignete Climate Sensor W100 ist derzeit für 34 Euro im Angebot. Wer keine kompatible Smart-Home-Zentrale im Einsatz hat, benötigt für die Inbetriebnahme des W600 einen Hub. Den günstigsten Aqara-Hub gibt es aktuell für 20 Euro.

Fazit

Das Aqara W600 überzeugt im Test durch einen zuverlässigen und besonders leisen Betrieb. Für geräuschempfindliche Nutzer ist es damit eine ideale Wahl. Auch die Kombination mit dem optionalen Climate Sensor W100 bietet Mehrwert: Dieser ermöglicht die bequeme Fernbedienung des Thermostats und zeigt Temperatur und Luftfeuchte direkt an – ohne Umweg über das Smartphone.

Allerdings entfaltet das W600 sein volles Potenzial nur mit Zigbee. Bei einer Einbindung per Thread in ein Matter-System (wie Apple Home) müssen zentrale Funktionen wie Heizpläne oder die Fenster-offen-Erkennung manuell über Automatisierungen nachgebildet werden. Besonders attraktiv ist das Thermostat für Nutzer von Home Assistant, da es sich direkt über Zigbee2MQTT (Ratgeber) einbinden lässt und dafür keinen Aqara-Hub benötigt.

Ein Nachteil ist, dass das W600 – wie die meisten Heizkörperthermostate – keinen automatischen hydraulischen Abgleich unterstützt. Im Gegensatz zu Lösungen von Homematic IP (Bestenliste) ist es dadurch nicht förderfähig. Neben den Thermostaten von Homematic IP bietet inzwischen auch das Tado X (Testbericht) diese nützliche Funktion.

Preis-Leistungs-Sieger

TP-Link Kasa KE100 Kit

Das smarte Heizkörperthermostat TP-Link Kasa KE100 Kit kommt mit einem Gateway, das bis zu 32 Thermostate verwalten kann. Ob die Lösung im Alltag überzeugt, zeigt der Test.

VORTEILE
  • Dank Matter-Support mit vielen Smart-Home-Systemen kompatibel
  • Inbetriebnahme und Bedienung einfach
  • Temperaturverlauf in App
  • Drehregler für manuelle Temperatureinstellung
NACHTEILE
  • kein automatischer hydraulischer Abgleich

Das smarte Heizkörperthermostat TP-Link Kasa KE100 Kit kommt mit einem Gateway, das bis zu 32 Thermostate verwalten kann. Ob die Lösung im Alltag überzeugt, zeigt der Test.

Mit dem Heizkörperthermostat Kasa KE100 Kit bietet TP-Link eine Lösung, die zusammen mit einem Gateway bis zu 32 Thermostate ansteuern kann und sich dank Matter-Kompatibilität in viele Smart-Home-Systeme integrieren lässt. Wie gut das Kasa KE100 in der Praxis funktioniert, zeigt unser Testbericht.

Design, Funktionen und Lieferumfang

Mit einem Durchmesser von 56,5 mm und einer Länge von 84 mm fällt das Kasa KE100 relativ kompakt aus. Und auch der Hub, mit dem bis zu 32 Thermostate verbunden werden können, ist mit Abmessungen von 72 × 70,3 × 51 mm nicht sonderlich groß. Er wird einfach in eine Steckdose gesteckt und anschließend per Kasa-App mit dem heimischen WLAN-Router über das 2,4-GHz-Netz verbunden. Die Kommunikation zwischen Hub und Thermostat erfolgt im reichweitenstarken Sub-GHz-Band (Europa: 868 MHz). Die Entfernung zwischen Thermostat und Hub kann laut TP-Link bis zu 45 Meter betragen.

Das Kasa KE100 ist kompatibel zu dem Heizkörperventilgewinde M30x1,5. Im Lieferumfang befinden sich außerdem noch drei Adapter für die Danfoss-Standards RA, RAV und RAVL. Während das Gewinde für den M30-Anschluss aus Metall besteht, sind die Danfoss-Adapter wie bei den meisten smarten Heizkörperthermostaten aus Plastik gefertigt. Angetrieben wird das Kasa KE100 von zwei AA/LR6-Batterien mit 1,5 Volt. Der Einsatz von wiederaufladbaren Batterien oder AA-Modellen mit 1,2 Volt ist nicht möglich. Laut Hersteller sollen die beiden AA-Batterien einen Betrieb des Thermostats von bis zu einem Jahr gewährleisten. Je häufiger das Thermostat das Heizkörperventil zur Temperaturregelung justieren muss, desto schneller erschöpfen sich natürlich die Batterien.

Das Thermostat bietet im vorderen Bereich des Gehäuses einen Drehregler zur manuellen Einstellung der gewünschten Zieltemperatur. Das ist unseres Erachtens auch die beste Möglichkeit, da sich somit niemand umgewöhnen muss. Und falls Kinder im Haushalt sind, die gerne an den Thermostaten herumfummeln, kann man per App eine Kindersicherung aktivieren, sodass die Temperatureinstellung mittels Drehregler deaktiviert wird.

Im hinteren Teil des Thermostatgehäuses gibt es an der Oberseite LEDs, die die eingestellte Temperatur, den Batteriestatus, sowie WLAN-Verbindung und die Betriebsart wie das Heizen nach Plan (Uhrsymbol) anzeigen. Das ist ähnlich praktisch gelöst wie beim Homematic IP Evo und Shelly TRV. Man muss sich nicht bücken, um die Temperatur abzulesen, wie das bei Thermostaten der Fall ist, deren Anzeige je nach Montage nach vorn oder seitlich ausgerichtet ist.

Inbetriebnahme und Einstellungen

Die Inbetriebnahme des Kasa KE100 ist nicht ganz so einfach wie beim Shelly TRV mit integriertem Akku. Schließlich muss man zuvor noch den Hub in eine Steckdose setzen und die beiden mitgelieferten AA-Batterien ins Thermostat einführen. Doch bevor man das tut, sollte das Thermostat an den Heizkörper geschraubt werden, da nach dem Einlegen der Batterien der Kalibriervorgang sofort startet.

Das Batteriefach ist zugänglich, nachdem man die vordere Abdeckung mit der im Lieferumfang befindlichen Plastikklemme löst und die Metallklammer des Batteriefachs öffnet. Nachdem Einführen der Batterien schließt man Batteriefach und Gehäuse und beginnt mit der Koppelung von Hub und Thermostat mit der Kasa-App. Ein Installationsassistent mit detaillierten Erklärungen und hilfreichen Abbildungen führt durch das Set-up, das nach wenigen Minuten abgeschlossen ist. Die Nutzung der App erfordert ein TP-Link-Konto (siehe auch Bildergalerie).

Der interne Temperatursensor unseres Testmodells erfasst im Auslieferungszustand die Raumtemperatur nicht korrekt. Das ist aber auch bei den meisten anderen Heizkörperthermostaten so. Schließlich sorgt der Abstrahleffekt des Heizkörpers dafür, dass in dessen Nähe gemessene Temperaturen oft höher ausfallen als die tatsächliche Raumtemperatur. In den Geräteeinstellungen kann man aber unter der Option Temperaturabweichung entsprechende Anpassungen vornehmen. Dort können Anwender auch die Kindersicherung aktivieren, die Temperatureinstellung für den Frostschutz anpassen und den Nacht-Modus einschalten. Letzterer sorgt dafür, dass das Thermostat während der Nacht weniger Ventilanpassungen vornimmt und damit leiser arbeitet als tagsüber. Außerdem kann man in den Geräteeinstellungen noch den energiesparenden Schlafmodus aktivieren. Dieser bietet zwei Zustände: Ventil vollständig geschlossen oder Ventil vollständig geöffnet. Erstere Option ist etwa während der Sommermonate sinnvoll. Einen Schutz vor einer Ventilverklemmung bietet das Kasa KE100 anders als etwa das Shelly TRV allerdings nicht.

Ansonsten bietet die App eine übersichtliche Darstellung. Auf der Startseite zeigt sich eine große Schaltfläche, mit der man das Thermostat ein- und ausschalten kann. Über die Schaltflächen im unteren Bereich kann man bei eingeschaltetem Thermostat zwischen Stromverbrauch (Ein-/Ausschalter) und Temperatur wechseln. Letztere zeigt die aktuelle sowie die Zieltemperatur an. Über das Plus- und Minus-Zeichen oder über den Einstellring der Temperaturskala können Anwender die Temperatur in Einerschritten regulieren. Unter Bericht verbirgt sich die Anzeige des Temperaturverlaufs, mit den eingestellten Zielwerten je nach Zeit sowie der Wert für die Frostschutzeinstellung.

Heizpläne und Automatisierungen

Neben der manuellen Anpassung der Zieltemperatur können Anwender unter Smarte Steuerung Heizpläne anlegen, die das Thermostat automatisch steuern. Zur Auswahl stehen dabei die Perioden Montag bis Sonntag, Montag bis Freitag, mit einzelner Steuerung für Samstag und Sonntag, sowie nach einzelnen Tagen. Anders ausgedrückt: Man kann Pläne erstellen, die jeden Tag gelten, oder zwischen Wochentagen und Wochenenden unterscheiden oder täglich anpassbar sind. Eine standortbasierte Steuerung (Geofencing) unterstützt das Kasa KE100 allerdings nicht.

Smart Home und Sprachsteuerung

Das TP-Link-Thermostat Kasa KE100 können Anwender auch per Sprache steuern. Die App bietet Verknüpfungsmöglichkeiten zu Amazon Alexa und Google Assistant (siehe auch Bildergalerie). Inzwischen ist eine Integration des Thermostats in die Tapo-App möglich. Somit kann man Automatisierungen mit Tapo-Sensoren eine Fenster-Offen-Erkennung umsetzen. Außerdem kann man das Thermostat in Home Assistant (Testbericht) integrieren und so auf noch mehr Komponenten für Automatisierungen zurückgreifen als nur mit der Tapo-App. In weitere Smart-Home-Systeme (Bestenliste) wie Apple Homekit (Ratgeber) oder Homey Pro (Testbericht) lässt sich das Thermostat über das inzwischen Matter-kompatible Gateway integrieren.

Preise

TP-Link bietet das Set bestehend aus Heizkörperthermostat Kasa KE100 und dem Hub Kasa KH100 aktuell für nur 33 Euro an. Einzeln kostet das Kasa KE100 rund 25 Euro und ist damit eines der günstigsten Heizkörperthermostate. 26 Euro pro Stück im 6er-Set zahlt man aktuell bei Tink inklusive Hub, der Gesamtpreis beträgt 155 Euro.

Fazit

Das smarte Heizkörperthermostat TP-Link Kasa KE100 Kit überzeugt im Test durch eine einfache Inbetriebnahme und Bedienung. Es reagiert schnell auf Benutzereingaben und leistet sich dank Sub-GHz-Funktechnik in puncto Reichweite keine Schwächen. Mit der intuitiven App sind Heizpläne im Handumdrehen erstellt. Und man kann auch von unterwegs kontrollieren, ob das smarte Thermostat wie gewünscht funktioniert, etwa über den in der App dargestellten Temperaturverlauf.

Die App ist leicht zu bedienen, sodass Heizpläne im Handumdrehen erstellt sind. Positiv ist auch, dass es sich in Home Assistant integrieren lässt und so für Automatisierungen zur Verfügung steht. Dank Matter-Kompatibilität des Hubs kann man das TP-Link-Thermostat auch in andere Smart-Home-Systeme wie Apple Home und Homey Pro integrieren.

Hinweis: Der ursprüngliche Testbericht ist im April 2023 erschienen. Bei besonders attraktiven Angeboten oder relevanten Updates wie der Matter-Kompatibilität aktualisieren wir diesen.

Das Heizkörperthermostat Switchbot Radiator unterstützt Bluetooth und mit dem Hub Mini Matter auch zahlreiche Smart-Home-Systeme. Was es sonst noch kann, zeigt der Test.

VORTEILE
  • einfache Einrichtung, zuverlässiger Betrieb
  • Automatisierungen kombinierbar mit anderen Switchbot-Geräten
  • mit Home Climate Panel externe Steuerung möglich
NACHTEILE
  • kein automatischer hydraulischer Abgleich wie bei Homematic-Thermostaten
  • Fernsteuerung und Integration in Smart-Home-Zentralen erfordert Hub
  • keine Koppelung mit Tür-/Fenstersensor
  • keine Temperaturstatistiken ohne zusätzliches Thermometer

Das Heizkörperthermostat Switchbot Radiator unterstützt Bluetooth und mit dem Hub Mini Matter auch zahlreiche Smart-Home-Systeme. Was es sonst noch kann, zeigt der Test.

Switchbot liefert mit dem Radiator sein erstes smartes Heizkörperthermostat. Dank Bluetooth-Unterstützung benötigen Anwender für die Ansteuerung nicht mal WLAN. Das aktuell nur 32 Euro teure Gerät (regulär kostet es 40 Euro) bietet eine Kindersicherung, einen Boost-Modus, eine Fenster-offen-Erkennung und einen Schutz vor Verkalkung des Ventilstifts. Als Zubehör steht außerdem ein externes Bedienpanel parat, mit dem man das Heizkörperthermostat manuell steuern kann. Das Home Climate Panel zeigt außerdem Temperatur und Luftfeuchte und bietet einen Bewegungs- und einen Lichtsensor. Für die Integration in andere Smart-Home-Systeme wie Apple Home oder Home Assistant ist mindestens der Switchbot Hub Mini Matter erforderlich. Wie gut das Heizkörperthermostat Switchbot Radiator in der Praxis funktioniert, zeigt der Test.

Lieferumfang, Design, Bedienung und weitere Funktionen

Das Heizkörperthermostat Switchbot Radiator bietet ein klassisch rundes Design. Mit einem Durchmesser von 5,2 cm und einer Länge von 7,7 cm fällt es sehr kompakt aus. Mit einem Gewicht von 136 g ist es außerdem sehr leicht. Einen Bildschirm gibt es nicht, dafür aber eine LED-Anzeige, die nur aufleuchtet, wenn man den Drehregler betätigt. Die Stromversorgung wird über zwei AA-Batterien gewährleistet. Laut Hersteller sollen sie bei zehn Einstellungen pro Tag etwa 10 Monate halten. Sie sind im Lieferumfang enthalten, genauso wie sechs Adapter für spezielle Anschlüsse (Danfoss RA, Danfoss RAV, Danfoss RAVL, M28x1,5, Giacomini und Caleffi), die aber für unseren Test-Heizkörper mit Standard-Ventilanschluss M30x1,5 nicht nötig sind. Die Verarbeitung gibt keinen Anlass zur Kritik. Nichts klappert und scharfe Kanten gibt es auch nicht.

Mit dem Drehregler an der Gehäusevorderseite können Anwender die Ziel-Temperatur einstellen und zwischen manuellem und Automatikmodus nach Zeitplänen wechseln. Auch ist damit eine Kalibrierung des Thermostats möglich. Diese ist bei der Einrichtung, aber auch nach einem Batteriewechsel nötig.

Switchbot Radiator: Das smarte Heizkörperthermostat fällt relativ kompakt aus, bietet viele Adapter, arbeitet zuverlässig und ist relativ günstig.

Ansonsten bietet Switchbot Radiator Funktionen, die zum Standard eines smarten Heizkörperthermostats gehören. Hierzu zählt etwa eine Boost-Funktion für schnelles Aufheizen und der integrierte Ventilschutz, der ein Verkalken des Ventils verhindert, indem es regelmäßig geöffnet und wieder geschlossen wird. Auch eine Kindersicherung, die eine manuelle Einstellung der Temperatur am Thermostat verhindert, gehört zum Funktionsumfang.

Wird ein Access Point oder ein Hub benötigt?

Dank Bluetooth-Unterstützung können Anwender das smarte Switchbot-Heizkörperthermostat lokal per App bedienen. Wer jedoch das Gerät auch aus der Ferne steuern, in eine Smart-Home-Zentrale integrieren oder Geofencing nutzen möchte, benötigt einen Switchbot-Hub mit Matter-Unterstützung. In Verbindung mit einer Smart-Home-Zentrale kann man sich außerdem den Temperaturverlauf des Thermostats anzeigen lassen. Das ist leider mit der App und dem Thermostat alleine nicht möglich. Erst nachdem man es mit einem externen Switchbot-Temperatursensor gekoppelt hat, hat man Zugriff auf Verlaufsgrafiken.

Inbetriebnahme

Für den Test haben wir das Switchbot-Heizkörperthermostat in Verbindung mit dem Hub 3 in Betrieb genommen. Der Einrichtungsprozess ist einfach und schnell erledigt (siehe auch Bildergalerie).

Das Anschrauben des Thermostats am Heizkörper sollte niemanden vor ernste Probleme stellen. Nachdem man das alte abmontiert hat, schraubt man zunächst den vorderen Teil des Thermostats an den Ventilanschluss und befestigt anschließend das Gehäuse daran. Damit das problemlos funktioniert, muss man auf die Einkerbung an der Halterung achten. Das folgende Video zeigt die Vorgehensweise.

Steuerung mit der App

Nach der Einrichtung erscheint das Thermostat in der Switchbot-App auf der Startseite im Bereich des zugewiesenen Raums. In einer Kachel wird die aktuelle und die Ziel-Temperatur sowie der aktive Modus angezeigt. Klickt man darauf, öffnet sich eine größere Ansicht, die dieselben Informationen enthält und zusätzlich anzeigt, ob das Thermostat gerade heizt (Heizbetrieb). Rechts oben erscheint außerdem ein Symbol, das den Ladestatus der Batterie anzeigt. Daneben zeigt sich ein Symbol für den Fensterstatus (offen oder geschlossen). Allerdings basiert die Fenster-Offen-Erkennung auf einem starken Temperaturabfall, was in einer gut sanierten Wohnung lange dauern kann, bis dieser tatsächlich eintritt. Eine Koppelung mit einem Tür-Fenster-Sensor ist aber über eine Automatisierung möglich. Zunächst ging das mit der Beta-App nicht, funktioniert aber mit der aktualisierten finalen Switchbot-App.

Switchbot Radiator: Das smarte Heizkörperthermostate unterstützt die für die Geräteklasse typischen Funktionen, lässt sich per Bluetooth leicht einrichten, arbeitet zuverlässig und ist relativ günstig.

Unterhalb der Ziel-Temperatur, die deutlich größer als die aktuelle Temperatur dargestellt ist, wird ganz unten der aktuelle Modus wie Zeitplan angezeigt. Ist dieser aktiv, erscheint unterhalb der Ziel-Temperatur die Schaltfläche „Intelligenter Zeitplan“. Klickt man darauf, gelangt man zur Konfigurationsansicht, in der Anwender je nach Intervall (0 - 5 Uhr, 5 - 8 Uhr, 8 - 12 Uhr, 12 - 14 Uhr, 14 - 18 Uhr, 18 - 22 Uhr und 22 - 24 Uhr) Ziel-Temperaturen in 1-Grad-Schritten von 4 bis 35 °C definieren können. Die Intervalle können nicht verändert werden. Hat man einen Zeitplan definiert, kann dieser auf andere Tage übertragen werden, indem man auf die entsprechende Schaltfläche am unteren Bildschirmrand klickt. Anschließend wählt man die gewünschten Tage aus und schon ist der gerade erstellte Zeitplan auch für diese aktiv.

Die Fenster-Offen-Erkennung kann man mit dem Tür-/Fenster-Sensor von Switchbot optimieren. Anders als die im Thermostat integrierte Erkennung, die auf einem starken Temperaturabfall basiert, der unter Umständen sehr lange dauert, erkennt der Sensor sofort ein geöffnetes Fenster. Mit einer Automatisierung lässt sich damit die Heizung sofort ausschalten.

Den Boost-Modus, bei dem das Ventil vollständig geöffnet wird, konfiguriert man unter Einstellungen – Schnellheizungseinstellungen. Dort lässt sich eine Dauer zwischen 1 - 180 Minuten in Einer-Schritten auswählen.

Da die Temperatur am Heizkörperthermostat, je nachdem, wo dieses genau montiert ist, sich von der tatsächlichen Raumtemperatur unterscheiden kann, lässt sich der Temperatursensor im Thermostat kalibrieren. Allerdings unterstützt das Thermostat die Anpassung nur in Ein-Grad-Schritten.

Switchbot Radiator: Mit der Switchbot-App können Anwender Zeitpläne mithilfe von fest vorgegebenen Intervallen konfigurieren und die Dauer des Boost-Modus festlegen.

Nützliches Zubehör: Home Climate Panel

Das optional erhältliche und mit vier AA-Batterien betriebene Home Climate Panel erlaubt eine Koppelung mit dem Thermostat. Daraus ergeben sich zwei wesentliche Vorteile. Zum einen kann man darüber nicht nur die Temperatur des Thermostats einstellen, sondern auch das Thermometer des Panels als Quelle für das Thermostat auswählen. Somit kann das Thermostat exakter heizen, weil das Thermometer im Panel anders als das im Thermostat integrierte nicht durch Abstrahleffekte des Heizkörpers beeinflusst wird.

Das smarte Heizkörperthermostat Switchbot Radiator kann per Bluetooth ohne Hub lokal betrieben werden. Für die Fernsteuerung und die Integration in ein Smart-Home-Systeme ist ein Hub nötig. Mit dem Home Climate Panel gelingt die Steuerung sehr komfortabel. Zusätzlich liefert das Panel Verlaufsgrafiken zur Temperatur und Luftfeuchte und warnt ggf. vor einem nicht optimalen Raumklima. Außerdem kann man damit noch ein anderes Switchbot-Gerät ein- und ausschalten oder zwei Szenen aktivieren.

Zudem enthält es einen Bewegungs- und einen Lichtsensor. Damit schaltet sich die Hintergrundbeleuchtung nur ein, wenn man bei Dunkelheit vor dem Gerät steht. Außerdem zeigt es noch die Luftfeuchtigkeit an, sodass man damit das Schimmelrisiko im Blick behält. Nützlich sind zudem Verlaufsstatistiken zu Temperatur und Luftfeuchte, die das Thermostat alleine nicht zu bieten hat.

Das Home Climate Panel erlaubt die Steuerung von mehreren Thermostaten, zeigt Temperatur und Luftfeuchte an und warnt ggf. bei nicht optimalem Raumklima.

Das Home Climate Panel bietet außerdem noch zwei Tasten, die man für die Aktivierung von Szenen oder Geräten belegen kann. So lässt sich etwa ein Lüfter, ein Luftreiniger oder eine Lampe von Switchbot damit ein- und ausschalten. Zudem unterstützt das Home Climate Panel die Steuerung mehrerer Thermostate, sodass man die Temperatur für verschiedene Räume zentral steuern kann.

Wie gut ist die Smart-Home-Anbindung?

Ohne Hub lässt sich das smarte Heizkörperthermostat Switchbot Radiator nicht in eine Smart-Home-Zentrale integrieren. Wer es also mit Apple Home oder Home Assistant steuern möchte, benötigt einen Switchbot-Hub. Der Hub Mini Matter ist dabei der günstigste. Allerdings bietet die Integration über Matter nicht alle Funktionen, die mit der Switchbot-App zur Verfügung stehen. Heizpläne werden aktuell über Matter nicht übermittelt. Gleiches gilt für das Home Climate Panel, das per Matter keinen Batteriestatus überträgt und auch die Daten des Lichtsensors werden über Matter nicht bereitgestellt. Das liegt jedoch weniger an Switchbot, sondern vielmehr am Matter-Standard.

Zugriff auf sämtliche Daten des Home Panels ermöglicht unter Home Assistant die Integration Switchbot Cloud. Allerdings werden die Sensordaten nur zeitversetzt übermittelt, sodass eine Automatisierung anhand dieser nicht sinnvoll ist. Wie uns Switchbot mitgeteilt hat, will man bis Dezember die Integration der Geräte in Home Assistant über die Bluetooth-Integration ermöglichen. Damit ist eine Datenweitergabe der Sensordaten in Realzeit möglich.

Das Switchbot-Heizkörperthermostat und das Home Climate Panel lassen sich per Matter auch in andere Smart-Home-Zentralen integrieren. Allerdings stehen über Matter nicht alle Sensordaten zur Verfügung. Dafür sorgt unter Home Assistant die Integration Switchbot Cloud, womit sich aktuell aber nur das Panel einbinden lässt. Laut Switchbot soll die Einbindung des Thermostats über diese Integration in Zukunft möglich sein.

Preis

Mit einem regulären Preis von rund 40 Euro ist das smarte Heizkörperthermostat Switchbot Radiator relativ günstig. Aktuell kostet es bei Mediamarkt sogar nur 35 Euro mit Lieferung. Wer es in ein Smart-Home-System wie Apple Home einbinden möchte, benötigt außerdem noch den Switchbot Hub Mini Matter. Das Set aus Thermostat und Matter-Hub kostet aktuell 70 Euro und zusätzlich mit dem Home Climate Panel 84 Euro statt regulär 110 Euro.

Fazit

Im Test hat das Heizkörperthermostat Switchbot Radiator zuverlässig funktioniert. Auf veränderte Einstellungen reagiert es sehr zügig und geht dabei äußerst leise zu Werke. Anders ausgedrückt: Der Motor zur Steuerung des Heizungsventils ist fast nicht zu hören. Zeitpläne sind mit der Switchbot-App schnell angelegt, sodass man die manuelle Steuerung in der Regel nicht mehr benötigt. Wer darauf Wert legt, kann mit dem Home Climate Panel die Temperatur noch bequemer regeln als direkt am Thermostat. Zudem bietet das Panel noch einen Sensor für Luftfeuchte, sodass man auch das Schimmelrisiko im Blick behält. Daten zum Temperaturverlauf bietet das Heizkörperthermostat nur in Verbindung mit einem externen Thermometer wie dem Home Climate Panel.

Weniger gut gelungen ist die Fenster-Offen-Erkennung, die lediglich auf Basis eines starken Temperaturabfalls erfolgt. Im Test mit der Beta-App von Switchbot hat die Koppelung mit einem Tür-/Fenstersensor, der sofort erkennt, ob ein Fenster geöffnet ist, nicht funktioniert. Mit der finalen App gelingt das aber.

Auf einen automatischen hydraulischen Abgleich, wie sie Thermostate von Homematic bieten, muss man beim Switchbot-Thermostat verzichten.

Da das Heizkörperthermostat Switchbot Radiator lediglich Bluetooth unterstützt, ist für eine Fernsteuerung und eine Integration in Smart-Home-Systeme ein Hub erforderlich. Wer darauf verzichten kann, erhält mit dem Switchbot Radiator ein smartes Heizkörperthermostat zu einem attraktiven Preis, das primär für Switchbot-Anwender interessant ist.

Das smarte Heizkörperthermostat von Netatmo sieht gut aus, kann viel und ist flexibel steuerbar. Im Test zeigen wir, warum es zu den Besten gehört.

VORTEILE
  • Design und Verarbeitung
  • Viele Funktionen, gute App
  • Alexa / Google Assistant / Homekit
NACHTEILE
  • Display unbeleuchtet
  • Schwergängiges Batteriefach
  • kein automatischer hydraulischer Abgleich

Das smarte Heizkörperthermostat von Netatmo sieht gut aus, kann viel und ist flexibel steuerbar. Im Test zeigen wir, warum es zu den Besten gehört.

Einer der einfachsten Wege, seine Heizung smart zu machen, ist der Austausch der analogen Heizkörperthermostate gegen vernetzte Versionen. Diese verbinden sich meist über eine Bridge mit dem Router und sind von dort aus flexibel über Smartphone, Sprachsteuerung und mehr steuerbar. Derartige Lösungen gibt es viele. Ihr Ansatz ist vergleichbar, in Details unterscheiden sie sich jedoch teilweise enorm.

Das smarte Heizkörperthermostat NVP01-DE von Netatmo überzeugt nicht nur im Hinblick auf Design, sondern kann auch bei der Funktionalität und der Bedienung punkten.

Design und Verarbeitung

Von hinten auf das smarte Heizkörperthermostat von Netatmo geklebt, erzeugen die Ringe eine dezente Farb-Nuance.

Für das Design holt sich Netatmo Hilfe beim französischen Designer Philippe Starck. Das hat sich gelohnt! Die zylindrischen Heizkörperthermostate selbst sind wunderbar minimalistisch, nirgends ist ein Knopf erkennbar. Sie umschließt ein 3 Millimeter breites, milchiges Acrylglas, dessen angeschnittene Kante fängt das Umgebungslicht ein und gibt es ähnlich eines Glasfaserkabels an der anderen Seite wieder aus. In gewissen Lichtsituationen kann das zu einem bemerkenswerten Effekt führen. Der Packung liegen vier verschiedenfarbige Ringe zum Aufkleben bei, die den Lichtleitereffekt in Farbe tunken. Das Design ist wundervoll und befindet sich unserer Einschätzung nach auf einem Level mit dem ebenfalls optisch fantastischen Tado Thermostat V3+.

Durch das Acryl scheint das E-Ink-Display, welches stets die Solltemperatur und wenn nötig, zusätzliche Symbole wie ein Ausrufezeichen für ein Problem oder ein WLAN-Symbol beim Verbindungsaufbau anzeigt. Das Display ist mit 1,4 × 3,3 Millimetern recht klein, aber dennoch groß genug, um auch aus ein paar Metern Entfernung noch gut ablesbar zu sein. Seine Blickwinkelstabilität ist trotz des milchigen Acryls dank der E-Ink-Technologie ähnlich eines E-Book-Displays (Vergleichstest E-Reader ) nahezu perfekt. Weniger perfekt: Das Display hat keine Beleuchtung, in kompletter Dunkelheit ist es entsprechend nicht lesbar. Es nutzt einen Lagesensor, um sich je nach horizontaler oder vertikaler Installation des Heizkörperthermostats richtig auszurichten.

Als schwierig erweist sich das Öffnen des Batteriedeckels auf der Front des Heizungsreglers. Denn eine leicht eingelassene Scheibe will gedreht werden, ohne dafür jedoch einen Griff oder ähnliche Anhaltspunkte zu bieten. So drückt man drei Finger auf die Front und dreht zum Öffnen leicht entgegen dem Uhrzeigersinn. Hat man zu trockene/feuchte/fettige Finger, klappt das nicht. Optimal zum Batteriewechseln sind klebrige Finger.

Installation

Die smarten Heizkörperthermostate von Netatmo benötigen zur Installation kein Kabel zum Router, alles funktioniert kabellos. Das ist gut. Denn gerade, wer in seinem Heim mehrere Smart-Home-Lösungen hat, weiß, dass die üblicherweise vier LAN-Anschlüsse am Router schnell zu wenig sein können.

Zunächst lädt man unter iOS oder Android die Netatmo-App herunter und registriert sich mit E-Mail-Adresse und Passwort. Die App führt anschließend durch die weitere Installation. Dafür steckt der Nutzer die Bridge, Netatmo nennt sie Relais, in eine Steckdose. Nun erkennt die App die Hardware und will sie mit dem heimischen WLAN verbinden. Bei uns klappte ab da erst einmal gar nicht mehr. Die Lösung: Das Relais verweigerte eine Kopplung mit dem WLAN, wenn es in einer Verteilersteckdose steckt, es will direkt in die Wand. Warum das so ist, erschließt sich uns nicht.

Hat das Relais die WLAN-Verbindung, setzt man Batterien in die beiden Netatmo Heizkörperthermostate ein, damit die App sie anschließend erkennt und zuordnet. Bis zu 20 Heizkörperthermostate verbinden sich mit einem Relais.

Die Auswahl an beiliegenden Adaptern ist groß und sollte für die meisten Heizkörperventile passen.

Das anschließende Befestigen der smarten Heizkörperthermostate an den Heizkörpern ist einfach. Dafür muss man lediglich den Sicherungsring des alten Thermostats lösen. Wenn dieser zu fest sitzt, hilft eine Rohrzange. Angst vor austretendem Wasser muss man keine haben, der Heizkreislauf bleibt geschlossen.

Jetzt wählt man einen passenden der zahlreichen beiliegenden Adapter aus und schraubt ihn auf das Gewinde am Heizungsventil. Sollte man eine sehr exotische Heizung besitzen und keiner der Adapter passt, kann man für wenige Euro andere nachkaufen.

Normalerweise sagt man, dass die smarten Heizkörperthermostate nur handfest angezogen werden sollen. Bei den Netatmos empfehlen wir jedoch, fester anzuziehen. Denn in Ermangelung eines Knopfes dreht man zum Einstellen der Solltemperatur das ganze Ventil ein paar Millimeter nach links oder rechts. Ist die Drehverbindung zum Heizkörper nicht fest genug, löst es sich dabei. Dreht der Motor des Thermostats das Heizungsventil herein oder raus, geschieht das angenehm leise.

Das Regulieren der Solltemperatur gelingt am Gerät durch das leichte Drehen des gesamten Zylinders.

App

Neugierig aber praktisch: Die App fragt das eigene Verhalten ab, um darauf basierend einen Zeitplan zu erstellen.

Die App ist das Herzstück smarter Heizkörperthermostate. Zum Glück hat sich Netatmo bezüglich der Oberfläche, der Nutzerführung und des Funktionsumfangs ähnlich viel Mühe gegeben wie mit dem Design der Heizkörperthermostate selbst.

Der Startbildschirm zeigt übersichtlich Soll- und Isttemperatur sowie den jeweiligen Raumnamen. Ein schnelles Einstellen erfolgt hier mit wenigen Fingergesten. Dabei kann man in den Optionen bestimmen, wie lange die Standarddauer einer eben so per App oder auch am Gerät vorgenommenen Temperaturänderung ist. Voreingestellt sind drei Stunden, nach Ablauf der Zeit richtet sich die Solltemperatur wieder nach den vorher bestimmten Zeitplänen.

Apropos Zeitpläne. Zu Beginn fragt die App unter anderem nach den eigenen Schlafgewohnheiten, ob und wie lange man wochentags oder am Wochenende außer Haus ist, ob man während der Arbeit zum Mittagessen nach Hause kommt und bei welcher Temperatur man sich so richtig wohlfühlt. Anschließend erstellt die App einen vorläufigen Zeitplan, den der Nutzer dann optional weiter anpasst. Die Fragen sind toll, der so erstellte Zeitplan ist praktisch und sinnvoll. Auch das weitere manuelle Anpassen des Zeitplans geht übersichtlich und selbsterklärend von der Hand. Im Gegensatz vieler Apps anderer Heizkörperthermostate gibt es hier nicht nur eine Heiz- und eine Spartemperatur. Der Nutzer kann der Heizung viele verschiedene Temperaturvorgaben mitgeben. Die maximale Solltemperatur beträgt übrigens 30 Grad.

Auf Wunsch kann man per App eine Fensteroffenerkennung aktivieren. Auch ist es möglich, die Heizkörper vorgezogen heizen zu lassen, um mit dem Wechsel einer Solltemperatur diese gleich zu erreichen.

Was wir vermissen, ist eine standortabhängige Temperaturregulierung sowie eine IFTTT-Unterstützung.

Sprachsteuerung & Smart Home

Das smarte Heizkörperthermostat von Netatmo unterstützt neben Alexa, Google Assistant auch Apple Siri. Im Test klappt die Sprachsteuerung jeweils problemlos. Außerdem ist das Netatmo zu Homekit kompatibel und lässt sich auch unter Home Assistant integrieren.

Preis

Das Starterset mit zwei Thermostaten und einem Gateway kostet regulär 200 Euro, ist aktuell aber für 116 Euro und im 3er-Set für 180 Euro im Angebot. Einzeln ist es für rund 75 Euro erhältlich (siehe folgende Tabelle).

Fazit

Das smarte Heizkörperthermostat von Netatmo gehört zu den besten am Markt. Es sieht extrem schick aus, ist perfekt verarbeitet, bietet ein bei Licht gut ablesbares Display, bietet einige clevere Zusatzfunktionen, eine übersichtliche App und die Unterstützung der drei wichtigsten Sprachassistenten. Über den schwer zu lösenden Batteriedeckel kann man hinwegsehen. Schließlich sollte es nur einmal im Jahr zu einem Wechsel kommen. Richtig doof finden wir jedoch den Verzicht auf eine Displaybeleuchtung. Der Preis war uns mit 200 Euro zum Test zu hoch. Jetzt kostet das 2er-Set mit Hub 116 Euro.

Hinweis 13.12.2024: Preise aktualisiert

Dank Matter-Support des neuen Hubs MSH450 findet das Meross-Heizkörperthermostat Anschluss an vielen Smart-Home-Lösungen. Wie gut das gelingt, zeigt der Test.

VORTEILE
  • Minimalistisches Äußeres
  • Einfache Programmierung des Zeitplans
  • Matter-Unterstützung, ausgezeichnete Home-Assistant-Integration
NACHTEILE
  • kein Drehregler
  • kein automatischer hydraulischer Abgleich

Dank Matter-Support des neuen Hubs MSH450 findet das Meross-Heizkörperthermostat Anschluss an vielen Smart-Home-Lösungen. Wie gut das gelingt, zeigt der Test.

Das neue Heizkörperthermostat (Bestenliste) von Meross ist im Grunde ein alter Bekannter mit einem neuen Hub. Meross vermarktet es als MTS150HMA, doch die interne Bezeichnung in der App lautet wie bisher MTS150. Neu ist hingegen der zum Matter-Protokoll kompatible Hub MS450SH. Damit ist das smarte Heizkörperthermostat nicht nur wie bislang kompatibel mit Apple Home, sondern lässt sich mit anderen Matter-kompatiblen Smart-Home-Lösungen steuern. Warum das aber nicht der Weisheit letzter Schluss ist, zeigt unser Test.

Design & Verarbeitung

Das Meross-Thermostate MTS150 kommt im klassischen Zylinder-Look und fällt relativ kompakt aus. Da eine manuelle Steuerung bei einem smarten Thermostat kaum vorkommt – schließlich gibt es ja eine App für ein bequeme und umfassende Steuerung – dürften es die meisten Anwender verschmerzen, dass das MTS150 nach wie vor keinen Drehregler, sondern lediglich ein Touch-Display an der Front für manuelle Eingaben bietet.

Für die Installation legt Meross etliche Adapter bei. In den meisten Fällen werden diese nicht benötigt. Der Käufer löst einfach das bestehende Thermostat und schraubt das Meross an. Das Meross-Thermostat benötigt zunächst zwei AA-Batterien, die leider nicht im Lieferumfang enthalten sind. Laut Meross müssen sie jährlich gewechselt werden. Um das Batteriefach zu erreichen, zieht man nach dem Drücken einer kleinen Kunststoffflasche die Abdeckung vom Thermostat. Das ist nicht elegant, aber funktionell, sodass der Batteriewechsel auch bei montiertem Thermostat gelingt.

Das Heizkörperthermostat Meross MTS150HMA bietet zur manuellen Steuerung leider keinen Drehregler, sondern nur ein Touch-Display.

Das Heizkörperthermostat von Meross funkt über ein eigenes Protokoll mit 433 MHz zum Hub, der über ein mitgeliefertes Netzteil dauerhaft am Strom hängt. Dieser ist etwas größer als der Vorgänger, aber mit den Abmessungen 76 × 76 × 26 mm trotzdem noch sehr kompakt. Er tritt über das integrierte 2,4-GHz-Funkmodul oder per Ethernetkabel mit dem heimischen Netzwerk in Kontakt. Die Inbetriebnahme erfolgt mit der Meross-App, die eine Registrierung erfordert, und ist nach wenigen Installationsschritten erledigt (siehe auch Bildergalerie).

Welche Optionen bietet die Meross-App?

Meross bietet neben Heizkörperthermostaten viele weitere Smart-Home-Lösungen wie Steckdosen, WLAN-Schalter, Lampen oder Sensoren an. Die Meross-App will all diese Komponenten unter einen Hut bringen und bietet dafür etwa Szenen und Routinen an, um die Komponenten über Wenn-dann-Befehle aufeinander reagieren zu lassen. In Verbindung mit dem Tür-/Fenster-Sensor MS200 können Anwender solch eine Routine erstellen, die bei einem offenen Fenster das Thermostat ausschaltet, respektive auf eine niedrigere Temperatur einstellt. Das funktioniert wesentlich effizienter als die interne Fenster-Offen-Erkennung, die auf einem starken Temperaturabfall innerhalb einer bestimmten Zeit basiert. Denn bis die Temperatur in gut gedämmten Wohnungen durch ein gekipptes Fenster sinkt, kann es dauern.

Die Meross-App ist übersichtlich und erlaubt das Erstellen von Automatisierungen, etwa für das Ausschalten der Heizung bei einem offenen Fenster.

Die Kachel für das Thermostat auf der Übersichtsseite der App zeigt die aktuelle Temperatur an, die Solltemperatur versteckt sich klein darunter mit dem Hinweis Aufwärmen auf oder abkühlen auf. Ist die Zieltemperatur erreicht, verschwindet die Anzeige, sodass nur die Ist-Temperatur zu sehen ist.

Das gleiche Bild zeigt sich auf der Geräteseite, nur dass nun der ganze Smartphone-Bilschirm dafür genutzt wird. Links oben wird außerdem die Außentemperatur angezeigt. Umrahmt wird Soll- und Ist-Temperatur von einer Ringskala, über die man die Temperatur entweder per Finger-Geste oder über die darunter liegenden +/- Zeichen einstellen kann. Nach einigen Sekunden regelt das Thermostat durch Öffnen oder Schließen des Ventils dann die Temperatur. Der Motor, der das Ventil steuert, ist zwar nicht besonders laut, aber dennoch deutlich hörbar. Empfindliche Naturen könnten sich davon hauptsächlich im Schlafzimmer gestört fühlen.

Meross-App: Zeitpläne sind im Handumdrehen konfiguriert.

Im Automatikmodus bietet die App das Programmieren einzelner Wochentage an. Tatsächlich ist das derart gut gelöst, wie wir es selten erlebt haben. Der Nutzer verschiebt auf der x-Achse einer Tabelle die Zeitzonen des Tages und in der y-Achse die Solltemperaturen per Fingerwisch. Das funktioniert sogar für mehrere Tage gleichzeitig. Schade ist nur, dass jeder Tag aus sechs festen Zeitzonen besteht, die man zwar verschieben, aber nicht löschen kann. Nicht jeder benötigt sechsmal am Tag eine Temperaturänderung. Dass es Meross besser kann, zeigt die Firma beim neuen Thermostat für Fußbodenheizungen MTS215B (Testbericht). Dort kann man die voreingestellten Zeitpunkte löschen, sodass die Darstellung deutlich übersichtlicher ist. Insgesamt ist die Programmierung dennoch famos gelungen.

Die Geräteeinstellungen kennen eine Offset-Funktion für die Temperatur. Sollte die vom Gerät gemessene Ist-Temperatur regelmäßig um eine bestimmte Gradzahl von der tatsächlichen Temperatur im Zimmer abweichen, kann das damit korrigiert werden. Außerdem kann die App festlegen, wie oft der Motor kalibriert. Das wirkt einer drohenden Verkalkung des Ventilstifts im Sommer entgegen. Wer den genauen Standort bestimmt, bekommt in der App zusätzlich die aktuelle Außentemperatur angezeigt.

Das Regelungsverhalten beim Heizen bewerten wir als gut. Das Thermostat trifft die gewünschte Temperatur in unserem Bad, mit Abweichungen von in der Regel 0,5 °C – in wenigen Fällen kann sie auch mal 1 °C erreichen.

Meross MTS150: Die Integration per Matter bietet leider keinen vollständigen Zugriff auf das Thermostat. Unter Home Assistant gibt es aber eine lokale Integration, mit der Anwender sogar noch mehr von dem Gerät erfahren als mit der Meross-App. So sieht man hier etwa den aktuellen Status der Batterien.

Wie gut ist die Smart-Home-Einbindung?

Wer nicht bei jeder manuellen Temperaturanpassung zum Heizkörper rennen oder das Smartphone zücken möchte, kann Sprachassistenten nutzen. Aber Achtung: Die Meross Heizkörperthermostate wechseln bei einem Sprachbefehl in den manuellen Modus. Der Automatikmodus mit dem Zeitplan muss dann per App reaktiviert werden.

Über den Matter-kompatiblen Hub MSH450 kann man das Meross-Thermostat mit anderen Smart-Home-Zentralen steuern. Doch Matter ist längst nicht der Weisheit letzter Schluss. Noch immer muss man auf einige Funktionen verzichten, weil das Protokoll pro Geräteklasse nur bestimmte Geräteeigenschaften übermittelt. Eine native Integration ist noch immer deutlich leistungsfähiger. Für Home Assistant existiert eine Integration, die hingegen sämtliche Gerätedaten und Steuerungsmöglichkeiten des Meross-Thermostat bietet. Dabei zeigt Home Assistant neben dem Batteriestatus noch mehr Variablen an. Dieser wird in der App und am Thermostat nur angezeigt, wenn die Batterien getauscht werden müssen. Und wer keine Fenster-Sensoren von Meross im Einsatz hat, kann die bereits unter Home Assistant verwendeten für das Ausschalten des Thermostats bei einem geöffneten Fenster nutzen.

Preis

Regulär kostet das Meross Starter-Set mit dem Thermostat MTS150HMA und dem Matter-Hub MSH450 80 Euro und jedes weitere Thermostat 60 Euro. Aktuell ist das Set für 65 Euro und das MTS150HMA einzeln für 50 Euro erhältlich.

Fazit

Das Meross-Heizkörperthermostat überzeugt im Test mit einem guten Regelungsverhalten und der Matter-Kompatibilität, mit der es auch von fremden Smart-Home-Systemen, die Matter unterstützen, gesteuert werden kann. Ideal ist es für Home-Assistant-Anwender, weil anders als mit Matter hierfür eine vollständige Integration möglich ist, inklusive sämtlicher Gerätedaten und Steuerungsmöglichkeiten. Doch auch ohne Smart-Home-Anbindung ist das Meross-Thermostat empfehlenswert, denn mit der App sind Heizpläne schnell eingerichtet und wer eine effiziente Fenster-Offen-Erkennung wünscht, kann dafür einen Fenster-Sensor des Herstellers verwenden. Auf einen automatischen hydraulischen Abgleich wie bei Thermostaten von Homematic IP muss man allerdings verzichten. Und wer häufiger das Heizkörperthermostat manuell bedienen möchte, sollte wegen des fehlenden Drehreglers besser zu einem anderen Modell greifen. Genügend Alternativen finden sich in unserer Bestenliste Top 10: Das beste Heizkörperthermostat im Test – smart heizen und Geld sparen.

ZUSÄTZLICH GETESTET
Vale TV05-ZG
Tado V3+
Sonoff Zigbee TRVZB
AVM Fritzdect 301
AVM Fritzdect 302
Bosch Heizkörper-Thermostat II +M
Moes BRT-100
Nedis ZBHTR10WT
Shelly BLU TRV
Bosch Heizkörperthermostat II
Aqara Radiator E1
Brennenstuhl HT CZ 01
Meross MTS150H