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Top 5: Die besten Lenkräder für Rennsimulatoren
Top 7: Die besten Joysticks, Steuerknüppel & Hotas für den Flugsimulator
Autorennen, Fliegen, U-Boot fahren: Die 10 besten Simulationen für VR-Brillen
Die 10 besten Simulatoren für PC und Konsole
Bestenliste: Die zehn besten Spiele für die Playstation 5
Autorennen, Shooter, RPG: Die zehn besten Spiele für die Xbox One
Multiplayer-Top-10: Die besten Koop-Spiele für PS4 und PS5
Bestenliste: Die zehn besten offiziellen Retro-Konsolen
Top 10: Die besten Switch-Spiele für Multiplayer & Couch-Coop
Bestenliste: Die Top-10-Spiele für Xbox Series S & X
Xbox: Die Top-10 der Couch-Koop-Spiele für lokalen Multiplayer
Bestenliste: Gamepads für PC und Retro-Konsole
Top 10: Die beste Überwachungskamera für innen im Test – Eufy S350 Testsieger
Top 10: Die beste kabellose Überwachungskamera im Test – Akku, WLAN, LTE & Solar
Top 10: Das beste Smart Lock im Test – Switchbot mit Gesichtserkennung vor Nuki
Top 10: Die besten Smart-Home-Systeme im Test – Home Assistant überragt alle
Top 10: Der beste Luftgütesensor im Test – CO₂, Schadstoffe & Schimmel im Blick
Top 10: Das beste Heizkörperthermostat im Test – smart heizen und Geld sparen
Top 10: Die beste Türklingel mit Kamera im Test – Eufy vor Reolink
Testsieger: Die beste Mini-Überwachungskamera im Test – Babyphone inklusive
Top 10: Die beste Überwachungskamera mit PTZ im Test
Top 10: Der beste Luftreiniger im Test
Top 10: Die besten Überwachungskameras mit 4K-Auflösung im Test
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Top 10: Stromverbrauch messen – die besten smarten Steckdosen im Test
Die besten Floodlight Cams: Überwachungskameras mit hellen LED-Strahlern im Test
Top 10: Die besten Saugroboter bis 300 Euro – Laser, App und Absaugstation
Top 5: Smarte Outdoor-Überwachungskamera mit WLAN & Akku
Top 5: Die besten smarten Indoor-Gärten ab 40 Euro
Top 7: Die beste Heißluftfritteuse im Test – Cosori Airfryer vor Ninja & Co.
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Top 10: Die beste Wärmebildkamera fürs Handy – Adapter für Android & iPhone
Das beste ferngesteuerte Boot im Test – bis zu 45 km/h mit dem RC-Speedboot
Top 10: Die beste Dashcam fürs Auto im Test – Testsieger Garmin vor Nextbase
Top 10: Die beste Wärmebildkamera im Test – gut für Heim & Hobby ab 149 Euro
Top 10: Die beste Android-Box fürs Auto im Test – Youtube, Netflix & Co. nutzen
Top 10: Der beste Adapter für Android Auto Wireless – Handy kabellos verbinden
Top 10: Die besten Wireless‑Adapter für Carplay im Test – iPhone kabellos nutzen
Top 10: Das beste Mehrfach-USB-Ladegerät – Testsieger mit 100 Watt für 39 Euro
Top 10: Die beste elektronische Parkscheibe im Test – mit Zulassung ab 17 Euro
Top 10: Der beste 3D-Drucker mit Filament im Test – perfekt drucken ab 190 Euro
Top 10: Die beste Starthilfe-Powerbank im Test – Auto überbrücken per Akku
Top 10: Carplay nachrüsten – das beste Display für iPhone & Android Auto im Test
Top 5: Die beste Akku-Kaffeemaschine im Test – mobil Espresso kochen & trinken
Top 5: Der beste Adventskalender 2025 – für Bastler, Schlaumeier, Nerds & Geeks
Top 7: Die beste elektrische Fliegenklatsche im Test – schon ab 4 Euro
Top 5: Der beste DAB+-Adapter fürs Autoradio zum Nachrüsten im Test
Top 7: Die beste thermoelektrische Kühlbox im Test – perfekt für Auto & Urlaub
Top 5: Der beste Insektenstichheiler im Test – Heat It, Beurer, Bite Away & Co.
Top 5: Der beste Alkoholtester im Test – Promille selbst ermitteln
Top 6: Die beste kabellose Rückfahrkamera zum Nachrüsten im Test
Top 7: Der beste elektrische Präzisionsschraubendreher
Top 6: Die besten Radar- und Blitzerwarner
Top 7: Der beste Lötkolben mit Stromversorgung per USB – perfekt fürs Hobby
Top 5: Die besten RC-Helikopter bis 100 Euro – Rundflug im Wohnzimmer
Top 5: Die besten 3D-Drucker für Anfänger – einfach & gut drucken ab 269 Euro
Top 5: Die besten smarten elektrischen Zahnbürsten – besser Putzen dank App
Top 5: Die besten Head-up-Displays – HUD für jedes Auto ab 12 Euro nachrüsten
Top 10 SLA-Drucker: Die besten 3D-Drucker für Resin ab 130 Euro im Test

Top 10: Bestes Smartphone bis 400 Euro im Test – Motorola vor Nothing und Realme

Motorola Edge 60 Pro

Telelinsen, brillante Displays und flinke Chips – Smartphones bis 400 Euro liefern Ausstattung fast auf Top-Niveau. Wir zeigen die besten Modelle.

Flaggschiffe stehen klar im Fokus der Berichterstattung – aber müssen Käufer wirklich über 1000 Euro für ein Smartphone ausgeben? Das muss nicht sein, denn auch für einen Preis unter 400 Euro gibt es schon starke Geräte mit 120-Hz-Displays, flotten Chips, ausdauernden Akkus und guten Kameras – teils sogar mit Telelinse.

Abstriche gibt es bei technischen Features wie kabellosem Laden, edlen Materialien oder High-End-Kameras. Für die breite Masse sind diese Smartphones dennoch meist die bessere Wahl. Aus dutzenden Tests stellen wir hier die besten Smartphones bis 400 Euro vor – Modelle mit besonders gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Welches ist das beste Smartphone bis 400 Euro?

Diese Bestenliste versucht, Smartphones als Gesamtpaket in eine Reihenfolge zu bringen. Dabei ist nicht jedes Modell zwangsläufig in allen Punkten besser, nur weil es einen höheren Rang einnimmt. Prinzipiell achten wir besonders stark auf die Kamera, weshalb Geräte mit Telelinse in der Regel besser platziert sind. Auch die Prozessorleistung spielt eine wichtige Rolle, wird jedoch geringer gewichtet. Hinzu kommen Software-Support und Verarbeitungsqualität.

Testsieger der Smartphones bis 400 Euro bleibt das Motorola Edge 60 Pro für 387 Euro. Das Gerät punktet mit einem schicken, zugleich robusten Gehäuse und einer überzeugenden Telekamera.

Als neuer Technologiesieger hebt sich das Nothing Phone 4a ab 348 Euro ab. Es kombiniert ein außergewöhnliches Design mit einer starken Periskop-Telelinse.

Preis-Leistungs-Sieger ist das Realme 14 Pro+ 5G ab 299 Euro (40-Euro-Coupon anwählen). Starke Kamera dank Periskop-Telelinse, überraschend robust trotz schlankem Design: In dieser Preisklasse spielt es vorn mit.

Anmerkung: Bei unseren Bestenlisten handelt es sich um Momentaufnahmen zum Zeitpunkt der Artikelerstellung. Preise der Geräte können bereits nach wenigen Tagen abweichen.

KURZÜBERSICHT

Motorola Edge 60 Pro

Schick, schnell, ausdauernd: Das Motorola Edge 60 Pro kombiniert ein hochwertiges Gehäuse mit hellem OLED-Display, vielseitiger Triple-Kamera und üppigem Speicher. Der 6000-mAh-Akku liefert lange Laufzeiten und lädt wahlweise per Kabel oder drahtlos. Mit 387 Euro hat es ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis.

VORTEILE
  • tolles Display
  • schickes Design
  • IP69 und MIL-STD-810H
  • gute Kamera mit Telelinse
  • starker Akku
NACHTEILE
  • nur USB 2.0
  • kein microSD-Slot
  • Software-Updates nur bis 2029

Nothing Phone 4a

Das Nothing Phone 4a überzeugt mit seinem unverwechselbaren Design und einer für die Preisklasse beeindruckenden Kamera – allen voran die Periskop-Telelinse. Die Performance reicht für den Alltag locker aus, nur beim Wasserschutz (IP64) muss man Abstriche machen.

Letztlich bekommt man ein grandioses Preis-Leistungs-Verhältnis. Mit 8/128 GB geht es bei 348 Euro los, 8/256 GB kosten 389 Euro und 12/256 GB knapp 400 Euro.

VORTEILE
  • tolle Triple-Kamera
  • extravagantes Design
  • praktische Glyph-Bar
  • Essential-Taste mit neuer Position
NACHTEILE
  • nicht komplett wasserdicht
  • mittelmäßige Performance
  • nur USB-C 2.0
  • keine eSIM

Realme 14 Pro+ 5G

Beim Realme 14 Pro+ 5G stimmt einfach das Gesamtpaket aus Prozessor, Ausstattung und einer starken Kamera inklusive toller Telelinse. Dank IP69-Zertifizierung hält es sogar heißem Wasser unter Hochdruck stand.

Die Preise starten bei 299 Euro (Coupon anwählen) für die Version mit 256 GB Speicher. Das ist ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Variante mit 512 GB kostet 389 Euro.

VORTEILE
  • tolle Kamera mit optischem 3-fach-Zoom
  • schickes Design
  • IP68, IP69 & MIL-STD-810H
  • lange Akkulaufzeit
NACHTEILE
  • Gehäuse nur aus Kunststoff
  • mäßige Grafik-Performance
  • 4K-Videos nur mit 30 FPS ohne Stabilisierung
  • kein Makromodus via Ultraweitwinkelkamera
Ratgeber

CPU: Wie schnell sind Smartphones bis 400 Euro?

Beim Chipsatz sollte es mindestens ein Prozessor der oberen Mittelklasse sein. Qualcomm bietet hier Prozessoren der 7er-Reihe, Mediatek überzeugt mit seinen Dimensity-SoCs ab der 70XX- oder 80XX-Serie. Sogar frühere High-End-Chips oder leicht abgespeckte Varianten sind in dieser Preisklasse zu finden – etwa der Dimensity 7400, 8400, 8500, 9500s oder Snapdragon 7 Gen 3, 7s Gen 3, 8 Gen 2 und 8s Gen 3 oder 8s Gen 4.

Wichtig ist, dass der Chip nicht zu alt oder zu schwach ist. Ein vermeintlich langsamerer Prozessor ist kein Ausschlusskriterium, solange die Bedienung flüssig bleibt. Denn im Alltag zählen nicht Benchmark-Werte, sondern eine reaktionsschnelle Performance – und die liefern alle Modelle in unserer Bestenliste. Am schnellsten ist das Poco F7 gefolgt vom Poco X8 Pro und Xiaomi 15T.

Wie viel Speicher bekommt man bis 400 Euro?

6 GB RAM sind das Minimum, 8 GB sind in dieser Preisklasse inzwischen Standard. Manche Modelle bieten sogar 12 GB RAM. Beim internen Speicher sollten es mindestens 128 GB sein, besonders wenn keine Erweiterung über microSD-Karten möglich ist. Wir raten zu 256 GB, die es oft ohne nennenswerten Aufpreis gibt. Einige Geräte bieten sogar 512 GB – ein Luxus, den es früher nur in teuren Flaggschiffen gab.

Was macht ein gutes Display aus?

Dank Punch-Hole-Kamera und Diagonalen deutlich jenseits der 6 Zoll bieten die Displays in dieser Preisklasse in der Regel viel Platz auf dem Bildschirm. Auflösungen unterhalb von Full-HD+ sind kaum noch zu finden, IPS-LCDs ebenfalls. OLED-Panels mit hoher Bildwiederholrate sind bis 400 Euro der Standard.

Weniger als 90 Hz spielen in dieser Preisklasse keine Rolle mehr. Standard sind 120 Hz – etwa beim Motorola Edge 60 Pro oder Xiaomi 15T. Bereits 90 Hz sorgen für eine flüssige Darstellung. Geräte mit LTPO-Technologie finden sich in dieser Preisklasse hingegen nicht. Sie würde es erlauben, die Bildwiederholrate flexibel in Schritten von 1 Hz zu regeln, was Energie spart.

Kamera: Wann macht ein Handy gute Fotos?

Nicht nur das Google Pixel 9a schießt tolle Fotos – auch andere Modelle liefern starke Ergebnisse. Der Grund: Neben teurer und komplexer Hardware spielt Software eine immer größere Rolle. Dennoch muss auch die Hardware gewisse Standards erfüllen. Die besten Fotos machen das Realme 14 Pro+ 5G, Xiaomi 15T, Motorola Edge 60 Pro, Nothing Phone 4a sowie 3a Pro und Samsung Galaxy S24 FE.

Zusätzlich zur Hauptkamera bieten die meisten Smartphones bis 400 Euro eine Ultraweitwinkel-Linse, immer häufiger kommt sogar eine Telelinse mit optischem Zoom zur Triple-Kamera dazu. Ein solches Teleobjektiv erlaubt dabei das Heranholen von Objekten ohne Qualitätsverlust. Gerade darauf legen wir großen Wert, da es die fotografischen Möglichkeiten deutlich erweitert. Demzufolge finden sich auf den vorderen Plätzen nur Smartphones mit Teleobjektiv.

Ein optischer Bildstabilisator (OIS) ist in dieser Preisklasse mittlerweile ebenfalls üblich. Er reduziert Verwacklungen und ermöglicht längere Belichtungszeiten bei wenig Licht. Dennoch bleiben Top-Modelle in schwierigen Lichtverhältnissen weiterhin im Vorteil.

Software: Worauf sollte man achten?

Wichtig beim Smartphone-Kauf bis 400 Euro ist die Software-Version: Aktuelle Geräte sollten bereits mit Android 16 ausgeliefert werden, ältere zumindest ein Update darauf erhalten. Drei bis vier Jahre Versions-Updates sowie fünf Jahre Sicherheitspatches sind inzwischen marktüblich. Laut EU-Ökodesign-Verordnung müssen Hersteller für seit Juni 2025 neu verkaufte Smartphones mindestens fünf Jahre lang Sicherheitsupdates bereitstellen.

Google und Samsung gehen weiter und versorgen Pixel 9a sowie Galaxy S24 FE jeweils sieben Jahre lang mit Updates und Patches – maßgeblich ist dabei das Release-Datum, nicht der Kaufzeitpunkt. (gemäß EU-Vorgaben)

Welche Features sind noch wichtig?

Wie wichtig Akkulaufzeit, KI oder Gaming-Features sind, hängt vom Nutzer ab. Beim Akku sollten weniger als 4000 mAh die Ausnahme sein. Selbst schlanke Handys kommen mittlerweile auf 5000 mAh oder gar 6000 mAh. Abseits von Samsung und Google laden die meisten Smartphones mit 66 bis 120 Watt. Dual-SIM ist zudem Standard.

Wer auf Wasserdichtigkeit oder kabelloses Laden Wert legt, muss genau hinsehen. Mittlerweile bieten immer mehr Geräte IP68, womit sie zeitweises Untertauchen überstehen, in seltenen Fällen sogar schon IP69K. Modelle bieten jedoch nur IP54-Schutz gegen Spritzwasser. Bei Motorola und Realme gibt es sogar ein Zertifikat für die US-Militärnorm MIL-STD-810H. Derartige Geräte sind unempfindlicher gegenüber Stößen.

5G, USB-C und NFC sind in allen Mobilgeräten dieser Bestenliste serienmäßig an Bord. Mehr als USB 2.0 statt des schnelleren 3.x-Standards gibt es aber kaum.

Fazit

In der Mittelklasse bis 400 Euro ist High-End-Leistung längst angekommen – der Abstand zu Top-Modellen schrumpft. 5G und IP-Zertifizierung sind Standard, Bildwiederholraten von 120 Hz inzwischen üblich. Viele Premium-Features rutschen zunehmend in dieses Segment. Kabelloses Laden bleibt vornehmlich Flaggschiffen vorbehalten, ist vereinzelt aber auch hier zu finden.

Bei den Kameras zeigen sich größere Unterschiede, hauptsächlich bei Nachtaufnahmen, während tagsüber durchweg gute Ergebnisse erzielt werden. Telelinsen für optischen Zoom sind längst keine Seltenheit mehr, in Einzelfällen gibt es sogar Periskop-Varianten.

Testsieger unter den Smartphones bis 400 Euro ist das Motorola Edge 60 Pro, gefolgt vom Nothing Phone 4a mit auffälligem Design und Periskop-Telelinse. Das Realme 14 Pro+ 5G mit Top-Kamera und robuster Bauweise ist der Preis-Leistungs-Tipp.

Wer mit anderen Preisklassen vergleichen möchte, sollte einen Blick in unsere weiteren Bestenlisten werfen:

Übrigens: Wer zu seinem neuen Smartphone einen passenden Tarif sucht, wird vielleicht im Tarifrechner von heise.de fündig. Hier gibt es verschiedene Vergleichsrechner für Prepaid, monatlich kündbare und sogar kostenlose Tarife. Der Rechner umfasst dabei übergreifend alle Angebote, die derzeit in Deutschland verfügbar sind.

BESTENLISTE

Helles OLED, schickes Design, vielseitige Kamera und massenhaft Speicher: Das Motorola Edge 60 Pro bringt Premium-Flair zum fairen Preis.

VORTEILE
  • tolles Display
  • schickes Design
  • IP69 und MIL-STD-810H
  • gute Kamera mit Telelinse
  • starker Akku
NACHTEILE
  • nur USB 2.0
  • kein microSD-Slot
  • Software-Updates nur bis 2029

Helles OLED, schickes Design, vielseitige Kamera und massenhaft Speicher: Das Motorola Edge 60 Pro bringt Premium-Flair zum fairen Preis.

Das Motorola Edge 60 Pro will Oberklasse-Features zum Mittelklasse-Preis bieten. Es punktet mit einem strahlend hellen OLED-Display mit 120 Hz, einem trotz des schlanken Gehäuses großzügigen 6000‑mAh‑Akku, 12 GB RAM und 512 GB internem Speicher. Hinzu kommt eine Hauptkamera mit 50 Megapixeln sowie optischer Bildstabilisierung (OIS) und eine Weitwinkelkamera mit ebenfalls 50 Megapixeln. Dazu kommt ein Teleobjektiv mit 10 Megapixeln sowie dreifachem optischem Zoom.

Gegenüber dem Edge 50 Pro (Testbericht) steigt auf dem Papier die Ausdauer deutlich, die maximale Bildwiederholrate sinkt hingegen moderat. Wir haben im Test überprüft, wie sich das hübsche Gerät abseits der Theorie in der Praxis schlägt.

Design

Eines kann Motorola: Design. Das Gehäuse des Edge 60 Pro ist extrem dünn und wirkt hochwertig sowie elegant. Mit kaum mehr als 8 mm Bautiefe ist das Gerät fast schon das Leichtgewicht unter den Oberklasse-Smartphones. Auch das Gewicht von 186 g sorgt dafür, dass es angenehm in der Hand liegt und den fast schon filigranen Eindruck verstärkt.

Sorgen müssen sich Nutzer jedoch nicht machen: Das Gerät wirkt zwar auf den ersten Blick zerbrechlich, liegt aber solide und stabil in der Hand. Die Verarbeitung ist hervorragend – die Spaltmaße stimmen, nichts knarzt. Die Tasten im Metallrahmen sitzen fest und bieten einen festen Druckpunkt. Insgesamt wirkt alles hochwertig, und wer sein Smartphone gerne einhändig bedient, profitiert von der schmalen Bauform und der griffigen Rückseite.

Ein Highlight: Das Chassis ist gegen Staub und sogar Strahlwasser abgedichtet. Motorola verweist auf Prüfungen nach IP69 und MIL-STD-810H. Das ist ungewöhnlich für ein Smartphone ohne den Zusatz „Outdoor“ – zumal es so grazil daherkommt. Allerdings ist beim Militärstandard nicht exakt festgelegt, welche Tests für die Zertifizierung tatsächlich absolviert werden müssen. Einen freiwilligen Härtetest würden wir diesem schicken Gerät daher dennoch besser nicht zumuten.

Die Rückseite ist entweder Lederoptik („veganes Leder“) oder mit texturierter Oberfläche erhältlich. Beide Varianten sehen edel aus, sorgen für guten Halt und verhindern weitgehend Fingerabdrücke. Wie gewohnt arbeitet Motorola dabei mit dem Farbspezialisten Pantone zusammen, was sich in auffälligen, aber nicht aufdringlichen Farbvarianten bemerkbar macht.

Die drei Kameralinsen sowie der LED-Blitz sitzen in einer dezenten, minimal erhöhten Fläche in der oberen linken Ecke der Rückseite. Ihre gleich großen, runden Einfassungen betonen das modulare Design, stehen leicht hervor und erinnern entfernt an einen klassischen Herd. Durch die Symmetrie und die feine Ausarbeitung wirkt das Ganze aber modern und ansprechend statt altmodisch.

Die Ränder des Displays sind sanft gekrümmt und verstärken den hochwertigen Gesamteindruck des Geräts zusätzlich. Gleichzeitig lässt das die Front schmaler wirken und verbessert die Ergonomie. Geschützt wird der Bildschirm von Corning Gorilla Glas 7i der aktuellen Generation. Zwar handelt es sich nicht um das Topglas des Herstellers, doch bietet auch 7i einen ordentlichen Schutz vor Kratzern und bei Stürzen.

Display

Das knapp 6,7 Zoll große POLED-Display des Motorola Edge 60 Pro bietet eine Auflösung von 2712 × 1220 Pixeln. Damit kommt es auf knackig-scharfe 446 Pixel pro Zoll (PPI) – mehr ist in Kombination mit den tollen Kontrasten, dem hervorragenden Schwarzwert und der Pantone-getreuen Farbwiedergabe für eine herausragende Darstellung definitiv nicht nötig.

Farben wirken satt, aber im Modus „natürlich“ nicht zu knallig. Wer es kräftiger mag, stellt auf „leuchtend“ um. Weiß bleibt neutral, Hauttöne wirken stimmig. Bemerkenswert ist die Spitzenhelligkeit: Laut Hersteller sind partiell bis zu 4500 cd/m² bei HDR-Inhalten möglich, im Alltag haben wir exzellente 1480 cd/m² gemessen – das ist stark! Inhalte bleiben damit selbst im direkten Sonnenlicht einwandfrei ablesbar.

Einen Rückschritt – zumindest auf dem Papier – stellt die Bildwiederholrate von jetzt „nur noch“ 120 Hz dar. Zwar konnte der Vorgänger Edge 50 Pro mit 144 Hz noch mehr, aber nicht erst bei dem haben wir angemerkt, dass der Unterschied von 120 zu 144 Hz kaum sichtbar, stattdessen aber eher unnötig energieintensiv ist. Das sieht Motorola jetzt offenbar ähnlich.

Die seitlichen Krümmungen sehen edel aus und eventuelle Spiegelungen stören im Alltag kaum. Motorolas Palm-Rejection, also die Erkennung von versehentlichen Berührungen des Touchscreens mit den Fingerspitzen oder dem Handballen beim Halten des Geräts, arbeitet zuverlässig, sodass es bei der Nutzung nicht zu Fehlbedienungen kommt. Schade: Ein echtes Always-on-Display gibt es weiterhin nicht. Dennoch ist das Display ein Highlight des Edge 60 Pro.

Kamera

Motorola setzt beim Edge 60 Pro auf eine Triple-Cam und technische Finesse. Als Hauptkamera verwendet der Hersteller ein Modul von Sony (Lytia 700 C, basiert auf IMX896 ) mit 50 Megapixeln und lichtstarker f/1.8-Blende samt optischer Stabilisierung (OIS). Dazu kommt eine Kamera von Samsung mit 50 Megapixeln als Weitwinkel und Makro mit Autofokus. Abgerundet wird das Set von einer Tele-Kamera mit 10 Megapixeln, dreifachem optischem Zoom und OIS, die ebenfalls von Samsung stammt. Vorn steckt eine Kamera mit 50 Megapixeln und f/2.0, erneut von Samsung.

Bei Tageslicht liefert die Hauptkamera detailreiche, scharfe Fotos mit ausgeprägter Bilddynamik, guten Kontrasten und natürlichen, aber intensiven Farben. Bei wenig Licht hellt die Software nur dezent und damit natürlich auf. Dadurch wirken entsprechende Aufnahmen natürlich und bei ausreichender Beleuchtung dennoch hell genug. Bildrauschen tritt wie bei der Konkurrenz dann trotzdem etwas stärker auf. Feine Texturen und Details leiden entsprechend eher als bei den Klassenbesten, insgesamt sind aber auch Nachtaufnahmen richtig gut. Das gilt auch für das Teleobjektiv.

Schwierige Lichtsituationen wie Gegenlicht meistert die Hauptkamera ebenfalls solide, die Zusatzobjektive – vorrangig das Weitwinkel – etwas schwächer. Die Weitwinkeloptik hält dafür bei gutem Licht bei Schärfe und generellem Eindruck ordentlich mit und punktet dank Autofokus auch im Nahbereich. Das Teleobjektiv sorgt bei dreifacher Vergrößerung für stimmige Porträts und gelungene Tiefenwirkung. Die Bildqualität ist mit ausreichendem Licht ebenfalls klasse. Bis zum fünffachen Zoom ist das Ergebnis gut nutzbar, darüber sieht man zunehmend den Eingriff der Software.

Als störend empfanden wir während des Fotografierens den zu hektischen Wechsel zwischen den Objektiven bei nahen Motiven. Kaum hat man gerade ein Objekt im Fokus, springt auch schon die Ansicht um und selbst auf dem Display ist dabei häufig die Bildqualität schlechter als zuvor. Das nervt. Abhilfe schafft zum Glück das Deaktivieren der Funktion „automatisches Makro“ in den Kamera-Einstellungen.

Die Videoauflösung endet bei 4K mit 30 FPS – eine echte Enttäuschung, da Kameraschwenks so immer ruckelig wirken. Das passt nicht zur restlichen Qualität von aufgenommenen Videos, bei denen die Stabilisierung zuverlässig, wenn auch nicht spektakulär arbeitet. Auch Tonaufnahmen sind klar verständlich, der Windfilter verrichtet seine Arbeit ordentlich.

Ausstattung

Im Inneren steckt ein Mediatek Dimensity 8350, der für die obere Mittelklasse gedacht ist. Zielsetzung bei seiner Entwicklung war in erster Linie Energieeffizienz, Leistung stand erst an zweiter Stelle. Entsprechend bleibt das Edge 60 Pro in Benchmarks hinter aktuellen Spitzen-Chips wie einem Snapdragon 8 Elite deutlich zurück, liegt aber spürbar vor Geräten mit Snapdragon 7 Gen 4. In 3Dmark Wild Life Extreme erreicht das Handy etwa 3000 Punkte, in PCmark Work 3.0 knapp 20.000 Punkte.

Im Alltag geht alles flott von der Hand. Apps starten schnell, auch bei vielen offenen Apps im Hintergrund ist Multitasking dank 12 GB LPDDR5X-RAM kein Problem und selbst anfordernde Spiele laufen stabil mit hohen Details. Bei langen Sessions wird das Gerät dabei allerdings spürbar warm. Auch große Spiele und speicherintensive Dateien finden im internen Speicher problemlos Platz. 512 GB UFS-4.0-Speicher sind üppig, schnell und damit zukunftssicher.

Bluetooth 5.4, NFC, Wi-Fi 6E und 5G sind natürlich ebenfalls mit dabei. Dank Dual-SIM-Fähigkeit dürfen Nutzer zwei Nano-SIMs einlegen, hinzu kommt eSIM-Support. Eine microSD-Erweiterung gibt es nicht. Schade: Motorola verbaut beim Edge 60 Pro lediglich USB‑C 2.0. Der Standard erlaubt nur eine langsame Datenübertragung und gilt längst als nicht mehr zeitgemäß.

Die Stereo-Lautsprecher mit Dolby Atmos liefern dafür klare Stimmen und ordentlichen Druck für solch ein dünnes Handy. Der In-Display-Fingerabdrucksensor reagiert zügig und zuverlässig, ist für unseren Geschmack allerdings etwas zu weit nach unten an den Display-Rand gewandert.

Software

Ab Werk läuft Android 15 mit schlanker Motorola-Oberfläche. Das System wirkt aufgeräumt. Bloatware ist kaum vorhanden und lässt sich bei Bedarf deinstallieren. Die bekannten Moto-Gesten bleiben ein praktisches Plus: Die Taschenlampe lässt sich per doppelter Hackbewegung aktivieren, die Kamera per Drehbewegung öffnen und Screenshots per Drei-Finger-Touch aufnehmen.

Neu ist eine dedizierte AI-Taste. Sie startet Motor AI mit Funktionen wie Transkription, Zusammenfassung und Bildwerkzeugen. Notizen lassen sich automatisiert strukturieren, Googles Circle to Search zur Bildsuche ist ebenfalls integriert. Smart Connect bindet PC, Tablet und TV ein und erlaubt schnelle Übergaben von Inhalten untereinander, Benachrichtigungsspiegelung und Drag-and-drop. Für manche AI-Dienste ist ein Motorola-Konto nötig.

Das Update-Versprechen bleibt eher konservativ. Motorola nennt drei große Android-Versionen und vier Jahre Sicherheits-Patches. Damit reicht der Support nach heutigem Stand bis 2029. Das ist in Ordnung, mancher Konkurrent verspricht inzwischen aber bis zu sieben Jahre.

Akku

Trotz der schlanken Bauform des Motorola Edge 60 Pro verbaut der Hersteller einen großzügigen Akku mit 6000 mAh. Offizielle Details zur Technologie gibt es zwar nicht, doch wahrscheinlich handelt es sich um einen Lithium-Ionen-Akku mit spezieller Silizium-Kohlenstoff-Anode. Diese ermöglicht eine höhere Energiedichte als herkömmliche Grafit-Anoden – und erklärt die für ein so dünnes Smartphone beachtliche Kapazität.

Im Alltag schlägt sich das Gerät dank des großen Akkus überdurchschnittlich gut: Ein Tag intensiver Nutzung ist problemlos möglich, bei moderatem Betrieb hält es meist zwei bis drei Tage durch. Das kann sich sehen lassen – zumal man dies einem so schlanken Smartphone kaum zutrauen würde.

Aufgeladen wird kabelgebunden mit bis zu 90 W, sofern ein kompatibles Motorola-Netzteil oder ein Ladegerät mit USB Power Delivery 3.0 zur Verfügung stehen. Im Lieferumfang liegt allerdings keines bei. Bereits nach rund 15 Minuten ist der Akku etwa zur Hälfte gefüllt, nach etwa 50 Minuten vollständig. Kabelloses Laden wird mit bis zu 15 W unterstützt, kabelgebundenes Reverse Charging mit bis zu 5 W.

Preis

Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 600 Euro. Bei Drittanbietern gibt es das Gerät bereits für knapp 387 Euro. Als Farben stehen Grau, Blau und Violett zur Wahl.

Fazit

Das Motorola Edge 60 Pro überzeugt mit hochwertiger Haptik, exzellenter Verarbeitung und einem Auftritt, der an ein echtes High-End-Smartphone erinnert. Dazu passen die Ausstattungspunkte wie Schutz nach IP69 und MIL‑STD‑810H, das starke OLED‑Display, eine Kamera, die fast auf Augenhöhe mit der Smartphone-Elite agiert, sowie der großzügige Speicher. Auch der Akku weiß zu gefallen: Er hält lange durch und lässt sich schnell laden – auf Wunsch sogar kabellos. Ebenso macht die Alltags‑Performance einen rundum überzeugenden Eindruck.

Dennoch gibt es Punkte, die den vergleichsweise niedrigen Preis erklären: Software‑Updates könnten länger garantiert sein, USB 2.0 ist nicht mehr zeitgemäß, und reine Benchmark-Enthusiasten werden mit dem Edge 60 Pro kaum glücklich. Letztlich bietet das Gerät jedoch viel Oberklasse-Feeling zum fairen Preis – mit Kompromissen, die im Alltag leicht zu verschmerzen sind.

Dieses Smartphone ist ein echter Hingucker: Mit dem Nothing Phone 4a bleibt der Hersteller sich treu beim extravaganten Design und überarbeitet primär die Telelinse.

VORTEILE
  • tolle Triple-Kamera
  • extravagantes Design
  • praktische Glyph-Bar
  • Essential-Taste mit neuer Position
NACHTEILE
  • nicht komplett wasserdicht
  • mittelmäßige Performance
  • nur USB-C 2.0
  • keine eSIM

Dieses Smartphone ist ein echter Hingucker: Mit dem Nothing Phone 4a bleibt der Hersteller sich treu beim extravaganten Design und überarbeitet primär die Telelinse.

Retro-Futurismus trifft wieder auf industriellen Charme. Geht es um Smartphones mit Wiedererkennungswert dank exzentrischem Design, hat man ein Nothing Phone vor sich. Auch dieses Jahr gibt es wieder ein Update der leicht abgespeckten A-Reihe der Macher rund um Carl Pei.

Das neue Nothing Phone 4a ist der preislich günstigere Einstieg in die Nothing-Welt – bekommt aber ein starkes Upgrade bei der Kamera: Erstmals gibt es sogar eine Periskop-Telelinse, wie sie letztes Jahr noch dem Pro-Modell vorbehalten war. Auch die Essential-Taste sitzt jetzt dort, wo sie seltener stört – und die Lampen auf der Rückseite wurden ebenfalls überarbeitet.

Wie gut sich das schicke Smartphone im Alltag schlägt, klärt dieser Testbericht.

Design

Ein auffälliger Look ist vielleicht das wesentlichste Merkmal der Produkte von Nothing – und das Nothing Phone 4a macht da keine Ausnahme. Wie schon beim Vorgänger Nothing Phone 3a setzt der Hersteller auf eine Design-Sprache, die an Science-Fiction-Filme der 80er-Jahre erinnert: Die raue, industrielle Ästhetik weckt Assoziationen an Battlestar Galactica.

Unter einer transparenten Glasfläche auf der Rückseite treffen unterschiedlich getönte Kunststoffe aufeinander, dazwischen schimmern kleine Metallelemente hervor, die entfernt an Computerplatinen erinnern. Dieses bewusste Spiel mit dem Verborgenen bleibt unverwechselbares Markenzeichen des Herstellers. Neu beim 4a: Der Rahmen besteht weiter aus Kunststoff.

Die Kamera sitzt erneut mittig auf der Rückseite, wie schon beim Nothing Phone 3a. Allerdings ist eine der Linsen dieses Mal räumlich klar von den beiden anderen Objektiven getrennt. Um die Kameramodule herum setzt Nothing zusätzlich Aluminium als Verstärkung ein. Laut Hersteller soll die Anordnung auf der Rückseite an eine Eule erinnern – auf den ersten Blick erschließt sich das nicht unbedingt, aber das liegt letztlich im Auge des Betrachters.

Eine weitere große Neuerung betrifft die Beleuchtung auf der Rückseite: Hier kommt erstmals die sogenannte Glyph-Bar zum Einsatz. Dabei handelt es sich um einen Balken aus mehreren vertikal angeordneten Rechtecken mit LED-Leuchten in sechs Zonen. Sie ersetzt die beiden halbkreisförmig angeordneten Leuchten des Nothing Phone 3a. Nutzt man sie etwa als Glyph-Timer, füllt sich der Balken kontinuierlich, je näher das Ende des Countdowns rückt. Ebenso signalisiert sie eingehende Anrufe oder Benachrichtigungen – dezent, aber unübersehbar.

Mit Abmessungen von 163,9 × 77,5 × 8,5 mm und einem Gewicht von 205 g bewegt sich das Phone 4a in Flagship-Dimensionen. Einhandbedienung ist mit diesem wuchtigen Gerät kaum komfortabel möglich.

Die Zertifizierung nach IP64 bedeutet: Das Gerät ist erneut nur spritzwasserfest, aber nicht wasserdicht. Einen höheren Schutzgrad schließt Nothing aufgrund der transparenten Glasrückseite aus Kostengründen aus. Immerhin soll das Gerät laut Hersteller aber rund 20 Minuten in 25 cm Wassertiefe unbeschadet überstehen.

Ein kleines, aber willkommenes Detail: Die Essential-Taste hat eine neue Position bekommen. Beim Vorgänger Nothing Phone 3a sorgte ihre ungünstige Platzierung häufig für versehentliches Auslösen. Beim Nothing Phone 4a wandert sie auf die gegenüberliegende Seite nach oben, wo sie im Alltag deutlich weniger stört.

Display

Der Bildschirm des Nothing Phone 4a setzt auf ein AMOLED-Panel mit einer üppigen Diagonale von 6,78 Zoll – an Bildschirmfläche mangelt es also nicht. Die Auflösung von 2720 × 1224 Pixeln bei einer Pixeldichte von 440 PPI sorgt für eine messerscharfe Darstellung.

Die Bildwiederholrate beträgt maximal 120 Hz. Ab Werk ist der Modus „Dynamisch“ voreingestellt: Dann regelt das Handy automatisch zwischen 30 und 120 Hz. Alternativ lässt sich die Rate permanent auf 120 Hz fixieren – was allerdings zulasten der Akkulaufzeit geht – oder auf konstante 60 Hz begrenzen.

Die Bildqualität ist tadellos, die Blickwinkel stets stabil. Auch im Freien lässt sich die Anzeige gut ablesen: Zwar liegt die typische Display-Helligkeit bei nur rund 800 Nits, bei Bedarf kann die automatische Helligkeitsanpassung jedoch vollflächig auf bis zu 1600 Nits und punktuell sogar auf bis zu 4500 Nits hochschnellen. In der Praxis ist das Display auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar – auch wenn das recht starke Spiegeln hier ein kleiner Störfaktor ist.

Kamera

An den reinen Megapixeln hat sich im Vergleich zum Vorgänger nichts getan: Die Hauptkamera löst mit 50 Megapixeln auf und bringt einen optischen Bildstabilisator mit. Der Sensor stammt von Samsung. Dazu kommt eine Ultraweitwinkellinse mit 8 Megapixeln, ebenfalls von Samsung. Für Selfies steht eine 32-Megapixel-Frontkamera bereit.

Das eigentliche Upgrade steckt in der Telelinse: Hier setzt Nothing erstmals auf ein echtes Periskop-Teleobjektiv mit 50 Megapixeln Auflösung. Die Zoomstufe wurde im Vergleich zum Vorgänger deutlich verbessert und bietet jetzt einen optischen Zoom mit 3,5-fachem Faktor.

Für die Preisklasse liefert das Nothing Phone 4a erstaunlich gute Aufnahmen für den Preis. Die Hauptkamera überzeugt bei Tageslicht mit breitem Dynamikumfang, lebendigen Farben, hoher Bildschärfe und ausgeprägten Details. Auch bei Dunkelheit hellt die Kamera Motive gekonnt auf – das Ergebnis kann sich sehen lassen, auch wenn die Schärfe hier bisweilen leicht nachlässt im Vergleich zu Tageslichtaufnahmen oder teureren Flagship-Smartphones.

Der eigentliche Star des Nothing Phone 4a ist aber die Periskop-Telelinse. Bei 3,5-facher Vergrößerung liefert sie verlustfreie Aufnahmen mit abgestimmten Farben, gutem Dynamikumfang und ausgeprägten Details. Auch bei 7-fachem Zoom gibt es kaum sichtbare Einbußen, bei 30-fach hält sich der Pixelbrei noch in Grenzen – und selbst bei 70-fach erkennt man zumindest grob, was man vor der Linse hat. Beeindruckend: Auch bei Dunkelheit liefert das Tele noch verlässliche Ergebnisse und nähert sich damit dem Niveau deutlich teurerer Smartphones.

Etwas abgeschlagen zeigt sich die Ultraweitwinkellinse. Bei ihrer geringen Auflösung schwächelt sie zumindest bei Dunkelheit deutlich. Einen dedizierten Makromodus gibt es nicht – Nahaufnahmen macht man mit der Hauptkamera. Wer weiter weg stehende Motive nah heranholen will, greift wiederum zur Telelinse. Für Foto-Enthusiasten bietet Nothing zudem zahlreiche Presets und Filter für Retro-Effekte in Instagram-Manier.

Selfies gelingen ebenfalls mit naturgetreuer Farbgebung, ausgeprägten Bilddetails und hoher Bildschärfe. Im Porträtmodus legt sich das Bokeh sauber um das Profil. Bei den Videoclips wirken die Farben etwas blasser als bei Fotos, die Stabilisierung ist jedoch weitgehend gelungen. Ein kleines Manko: Videos nimmt das 4a nur in 4K mit 30 FPS auf. Wer 60 FPS möchte, muss sich mit Full-HD begnügen.

Ausstattung

Unter der Haube werkelt der Qualcomm Snapdragon 7s Gen 4 (SM7635-AC). Das Mittelklasse-SoC schlägt sich im Alltag wacker – E-Mails, Social Media, Multitasking: alles kein Problem. Für den Alltag reicht das locker. Wer allerdings beim Zocken mit höchsten Grafikeinstellungen liebäugelt, sollte besser zu einem anderen Smartphone greifen.

Die Benchmarks bestätigen den Eindruck: Bei PCMark Work landen wir bei rund 11.600 Punkten – ordentlich, aber kein Grund zum Angeben. Bei 3DMark Wild Life Extreme sind es etwas magere 1100 Punkte.

Los geht es mit 128 GB und 8 GB RAM, die 256-GB-Variante gibt es wahlweise mit 8 GB oder großzügigen 12 GB Arbeitsspeicher. Als Speicherstandard dient UFS 3.1 – flott genug für schnelle App-Starts und zügige Dateiübertragungen. Den rasanteren UFS-4.0-Standard gibt es derzeit nur in deutlich teureren Flaggschiffen.

Auf der Konnektivitätsseite gibt sich das Phone 4a zeitgemäß: 5G für unterwegs, Wi-Fi 6 für daheim, Bluetooth 5.4 und NFC. Die Nutzung einer eSIM ist beim 4a aber nicht möglich, das ist dem Pro-Modell vorbehalten. Ein weiterer Wermutstropfen: Über den USB-C-Anschluss wandern Daten nur per USB 2.0 – wer große Dateien per Kabel übertragen will, benötigt also etwas Geduld. In dieser Preisklasse ist das allerdings auch 2026 noch ziemlich üblich. Die Ortung arbeitet erfreulich präzise mit rund drei Metern Genauigkeit über GPS, Glonass, Beidou, Galileo und QZSS.

Die Essential-Taste sitzt, wie eingangs erwähnt, links oben. Kurzes Drücken erstellt eine Notiz oder speichert einen Screenshot, längeres Drücken startet eine Audioaufnahme, Doppeldruck öffnet den Essential Space. Nette Idee – der Alltagsnutzen hält sich bislang aber in Grenzen.

Der Fingerabdrucksensor unter dem Display macht einen verlässlichen Job. Und auch beim Sound gibt es wenig zu meckern: klarer Klang, solides Volumen, selbst bei hohem Pegel weitgehend verzerrungsfrei.

Software

Nothing liefert das 4a mit Android 16 aus. Als Bedienoberfläche kommt Nothing OS 4.1 zum Einsatz – erfrischend minimalistisch im Design, auf Wunsch aber auch gegen den gewohnten Android-Look austauschbar. Ansonsten erinnert die Oberfläche stark an Stock-Android. Einen Nachteil hat der Look allerdings: So cool er auch aussieht, im Dickicht der dunklen Icons im Comic-Stil wirkt die Oberfläche stellenweise etwas unübersichtlich.

Software-Updates gibt es jetzt für drei Jahre – also bis Android 19. Sicherheitspatches liefert Nothing sogar bis zu sechs Jahre lang. Andere Mitbewerber sind hier stärker aufgestellt, es ist aber ein deutlicher Schritt in die richtige Richtung.

Mit Bloatware hält sich Nothing erfreulich zurück – generell schwebt dem Hersteller langfristig eine möglichst App-freie Nutzung der Mobilgeräte vor. Viele Funktionen sind bereits fest integriert: etwa der Glyph-Timer als Alternative zum üblichen Countdown oder Essential Voice, das Spracheingaben direkt in Text umwandelt.

Für Bastler interessant ist der Nothing Playground: Über ein Webtool am Laptop lassen sich eigene Widgets und kleine Web-Apps erstellen – Nothing nennt sie „Essential Apps“. In einer Art Baukasten beschreibt man per Prompt, was die Mini-App können soll. Das Ganze befindet sich allerdings noch in der Beta-Phase.

Weitere Software-Features sind in Planung – bei Verfügbarkeit werden wir diese ausprobieren und den Test entsprechend aktualisieren.

Akku

Der Akku fasst 5080 mAh – was mittlerweile gar nicht mehr so üppig dimensioniert klingt. In Kombination mit dem sparsamen Snapdragon-SoC entpuppt sich das Nothing Phone 4a überraschend als echter Ausdauerkönig: Bei PCMark Battery Test erreichen wir knapp 17,5 Stunden – deutlich länger als bei den meisten Konkurrenten.

Damit sollte das Smartphone locker zwei Tage ohne Steckdose durchhalten. Geladen wird mit bis zu 50 W per Kabel – das ist flott, wenn auch kein Rekord. Kabelloses Laden sucht man beim 4a allerdings vergeblich.

Preis

Das Modell mit 8/128 GB startet bei einer UVP von 348 Euro. Die Zwischenstufe mit 8/256 GB gibt es ab 389 Euro exklusiv bei Amazon. Das Top-Modell mit 12/256 GB schlägt mit rund 400 Euro zu Buche.

Bei den Farben hat Nothing die Wahl zwischen Weiß, Schwarz sowie Pink und Blau im transparenten Look. Allerdings sind derzeit nicht alle Farben in jeder Speicherkonfiguration erhältlich.

Fazit

Das Nothing Phone 4a wird wieder Blicke auf sich ziehen. Das Design ist zwar keine Revolution, sondern eine konsequente Weiterentwicklung des Vorgängers – im Einheitsbrei anderer Smartphone-Hersteller aber nach wie vor erfrischend anders. Die Glyph-Bar auf der Rückseite ist dabei mehr als Zierde: Als optischer Countdown oder für Benachrichtigungen erweist sie sich als praktisches Feature.

Die größte Stärke ist das Kamera-Setup. Für diesen Preis bekommt man eine richtig gute Kamera mit starker Periskop-Telelinse, die auch bei Dunkelheit überzeugt. Der Abstand zum teuren Flaggschiff? Gar nicht mehr so groß.

Die Performance ist solide, wenn auch nicht überragend – für alle Aufgaben des Alltags und Casual Gaming reicht das Nothing Phone 4a locker aus. Nur Hardcore-Gamer mit hohen Grafikansprüchen sollten sich anderweitig umschauen.

Das aufwendige Design hat allerdings seinen Preis: Der Wasserschutz fällt mit IP64 eher bescheiden aus – auch wenn Nothing betont, dass das Gerät zumindest 20 Minuten in 25 cm Wassertiefe überstehen soll.

Wer ein Smartphone sucht, das sich sichtbar von der Masse abhebt und starke Fotos inklusive gutem Zoom liefert, liegt beim Nothing Phone 4a richtig. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist bei diesem Handy schlicht grandios.

Schick, robust und nach IP68/IP69 zertifiziert: Das Realme 14 Pro+ 5G mit Telelinse bietet sehr viel für ein Smartphone unter 400 Euro.

VORTEILE
  • tolle Kamera mit optischem 3-fach-Zoom
  • schickes Design
  • IP68, IP69 & MIL-STD-810H
  • lange Akkulaufzeit
NACHTEILE
  • Gehäuse nur aus Kunststoff
  • mäßige Grafik-Performance
  • 4K-Videos nur mit 30 FPS ohne Stabilisierung
  • kein Makromodus via Ultraweitwinkelkamera

Schick, robust und nach IP68/IP69 zertifiziert: Das Realme 14 Pro+ 5G mit Telelinse bietet sehr viel für ein Smartphone unter 400 Euro.

Für erstaunlich wenig Geld liefert das Realme 14 Pro+ 5G eine Menge Features, die noch vor gar nicht allzu langer Zeit eher Flaggschiff-Smartphones oder zumindest der gehobenen Mittelklasse vorbehalten waren. Dazu gehören ein potenter Chipsatz, eine Telelinse mit dreifachem optischem Zoom sowie eine IP69-Zertifizierung. Damit kann man das Smartphone theoretisch sogar mit einem Kärcher unter Hochdruck reinigen.

Wie gut sich das Realme 14 Pro+ in der Praxis schlägt und ob es ein echter Geheimtipp ist, klärt dieser Testbericht.

Design

Das Realme 14 Pro+ 5G ist ein echter Hingucker und verströmt Flaggschiff-Charme mit seinem ansprechenden Design. Das Gehäuse ist sehr dünn, leicht und liegt angenehm in der Hand. Eine Glasrückseite mit Maserung, die an Marmor erinnert, sorgt für ein edles Erscheinungsbild. Auffällig ist außerdem das große runde Kameraelement auf der Rückseite, das stark an High-End-Modelle erinnert.

Erst auf den zweiten Blick bemerkt man, dass sowohl Rückseite als auch Rahmen aus Kunststoff gefertigt sind – in dieser Preisklasse jedoch noch häufig anzutreffen. Optisch könnte man das Material problemlos für Metall und Glas halten. Die Verarbeitung des Realme 14 Pro+ 5G ist dennoch tadellos. Mit Abmessungen von 163,5 × 77,3 × 8 mm gehört es spürbar zu den größeren Geräten und ist mit 194 g auch kein Leichtgewicht mehr. Dank des dünnen, wenn auch breiten Gehäuses fühlt es sich dennoch handlich an. Einhändige Bedienung ist aber nur schwer möglich.

Trotz seines günstigen Preises wirkt das Smartphone zwar filigran, ist jedoch äußerst robust: Es ist nach der US-Militärnorm MIL-STD-810H gegen Stöße zertifiziert und bietet damit bessere Chancen, Stürze unbeschadet zu überstehen als vergleichbare Modelle ohne diese Prüfung. Zudem verfügt es über die Schutzklassen IP68 und sogar IP69, was für Geräte außerhalb der Outdoor-Kategorie ungewöhnlich ist. Damit übersteht es nicht nur einen Aufenthalt von bis zu 30 Minuten in 1,5 Metern Wassertiefe (IP68), sondern hält auch Hochdruckreinigern stand und verträgt Wassertemperaturen von bis zu 80 Grad (IP69).

Display

Das Realme 14 Pro+ 5G ist mit einem großzügigen OLED-Display ausgestattet, das eine üppige Diagonale von 6,83 Zoll bietet. Mit einer Auflösung von 2800 × 1272 Pixeln erreicht es eine Pixeldichte von 450 PPI und sorgt für gestochen scharfe Darstellungen. Geschützt wird der Bildschirm durch robustes Corning Gorilla Glass 7i.

Die Bildwiederholrate wird standardmäßig automatisch zwischen 60 und 120 Hz angepasst, was eine optimale Balance zwischen Flüssigkeit und Akkulaufzeit ermöglicht. Auf Wunsch lässt sich auch eine feste Bildwiederholrate einstellen – 120 Hz liefert geschmeidige Animationen, kann jedoch minimal die Akkulaufzeit reduzieren. Deshalb empfiehlt sich die automatische Einstellung.

Die Bildqualität überzeugt mit kräftigen, ausgewogenen Farben, tiefem Schwarz und harmonisch abgestimmten Kontrasten. Auch die Blickwinkelstabilität ist hervorragend. Mit einer maximalen Helligkeit von bis zu 1500 Nits stellt das Realme 14 Pro+ 5G zwar keine Rekorde auf, bietet aber mehr als ausreichende Helligkeit für seine Preisklasse. Im Freien bleibt der Bildschirm in den meisten Situationen gut ablesbar, selbst bei direkter Sonneneinstrahlung, auch wenn er zu Spiegelungen neigt.

Kamera

Das Realme 14 Pro+ 5G besitzt ein Triple-Kamera-System. Die Hauptkamera nutzt einen 50-Megapixel-Sensor (f/1.8) mit Sony-IMX896-Sensor und optischer Bildstabilisierung. Dazu kommt eine Periskop-Telekamera mit 50 Megapixeln, f/2.65, OIS und dreifachem optischem Zoom. Ergänzt wird das Setup durch ein Ultraweitwinkel mit 8 Megapixeln (f/2.2). Für Selfies dient ein Objektiv mit 32 Megapixeln (f/​2.0).

Bei Tageslicht gelingen dem Realme 14 Pro+ 5G durchweg starke Aufnahmen – sowohl mit der Hauptkamera als auch mit der Telelinse. Die Ergebnisse sind nur noch ein kleines Stück von teuren Flaggschiffen entfernt. Der Dynamikumfang ist ausgewogen, Fotos wirken detailreich und die Farbwiedergabe natürlich. Auf Wunsch lassen sich verschiedene Farbfilter zuschalten.

Für entfernte Motive steht ein dreifacher optischer Zoom zur Verfügung. Selbst bei einer sechsfachen Vergrößerung, die digital unterstützt wird, bleiben die Bilder weitgehend verlustfrei. Maximal erlaubt das Smartphone einen Zoom bis Faktor 120 – praktisch nutzbar ist das jedoch nicht, da die Aufnahmen stark verwaschen wirken. Bis zu einer zehnfachen Vergrößerung lassen sich Fotos aber noch in ausreichender Bildschärfe gut verwenden. Porträtaufnahmen erzeugen zudem ein gelungenes Bokeh.

Die optische Bildstabilisierung sorgt außerdem dafür, dass auch bei schwachem Licht ordentliche Resultate möglich sind – primär mit Blick auf die Preisklasse. An die Qualität teurer Smartphones jenseits der 500-Euro-Marke reicht das aber nicht ganz heran.

Die Ultraweitwinkelkamera gerät im Vergleich etwas ins Hintertreffen. Aufgrund der niedrigen Auflösung fängt sie sichtbar weniger Details ein und schwächelt beim Dynamikumfang. Immerhin stimmt die Farbabstimmung weitgehend mit der Hauptkamera überein. Bei Dunkelheit versagt die Ultraweitwinkellinse. Einen Makromodus über die Ultraweitwinkellinse gibt es aber leider nicht.

Auch die Frontkamera liefert überzeugende Selfies – sowohl im normalen Modus als auch im Porträtmodus. Die Aufnahmen wirken natürlich und zeichnen sich durch eine ansprechende Bildschärfe aus. Videos überzeugen mit guter Qualität. Die bessere Stabilisierung und flüssige 60 FPS gibt es jedoch nur mit Full-HD. In 4K sind lediglich 30 FPS möglich, ohne zusätzliche Bildstabilisierung.

Ausstattung

Im Inneren des Realme 14 Pro+ 5G arbeitet ein Qualcomm Snapdragon 7s Gen 3, eine leicht abgespeckte Variante des Snapdragon 7 Gen 3. Für den Alltag reicht die Leistung problemlos: Das System läuft flüssig und ohne Ruckler. Beim PCmark Work 3.0 erreicht das Smartphone rund 12.000 Punkte und bewegt sich damit auf Augenhöhe mit dem Samsung Galaxy A56.

Bei der Grafikleistung zeigt sich das Gerät etwas schwächer. Im 3Dmark Wild Life Extreme stehen knapp 1000 Punkte zu Buche, im normalen Wild-Life-Test etwa 4000 Punkte. Für anspruchsvolles Gaming mit aufwendiger Grafik ist das zu wenig, für Gelegenheitsspiele reicht es aber locker.

Die Speicherausstattung ist solide: Das Basismodell bietet 8 GB RAM und 256 GB Speicher, alternativ gibt es eine Version mit 12 GB RAM und 512 GB Speicher. Beide Varianten nutzen UFS 3.1 – nicht so schnell wie UFS 4.0, in dieser Preisklasse aber üblich.

Bei der Konnektivität bringt das Smartphone moderne Standards wie 5G, Wi-Fi 6 und NFC mit. Bluetooth liegt bei der nicht mehr ganz aktuellen Version 5.2, die Navigation funktioniert über GPS, Beidou, Glonass, Galileo und QZSS und ist mit rund drei Metern Genauigkeit zuverlässig. Weniger flott ist der USB-C-Anschluss, der nur nach USB 2.0 angebunden ist – in dieser Klasse aber Standard.

Die Stereolautsprecher liefern einen vollen und kräftigen Klang, bei hohen Lautstärken treten jedoch Mitten und Höhen stärker in den Vordergrund. Die Gesprächsqualität beim Telefonieren ist ebenfalls ordentlich. Der unter dem Display verbaute Fingerabdrucksensor reagiert flott und arbeitet zuverlässig.

Software

Auf dem Realme 14 Pro+ 5G läuft Android 15, kombiniert mit der hauseigenen Realme UI 6.0. Optisch unterscheidet sich die Oberfläche kaum von den Systemen von Oppo oder Oneplus, was angesichts der gemeinsamen Konzernmutter BBK wenig überrascht. Nutzer, die bereits ein Smartphone aus diesem Umfeld hatten, finden sich daher ohne Umgewöhnung zurecht.

Beim Thema Updates verspricht Realme vier große Android-Versionen sowie drei Jahre Sicherheits-Patches. Das ist ordentlich, wird von vielen Konkurrenten mittlerweile übertroffen. Offizielle Angaben sind je nach Land unterschiedlich kommuniziert.

Neben reinen Android-Funktionen integriert Realme UI eigene Designs, zusätzliche Komfort-Features sowie Optimierungen bei Leistung und Datenschutz. Es gibt aber viele vorinstallierte Apps, die man jedoch deinstallieren kann.

Akku

Mit einer Bauhöhe von nur 8 mm überrascht das Realme 14 Pro+ 5G durch einen Akku mit bis zu 6000 mAh. Möglich macht das die Silizium-Karbon-Technologie, die eine besonders hohe Energiedichte erlaubt. Allerdings: Einige Händler bieten auch eine Variante mit 5260 mAh an – ein Blick ins Datenblatt vor dem Kauf ist daher ratsam.

In der Praxis reicht die Kapazität je nach Nutzung problemlos für einen Tag, bei moderater Beanspruchung sind auch bis zu zwei Tage drin. Unser Testgerät erreichte mit automatischer Bildwiederholrate im Battery Test von PCmark rund 14 Stunden und ordnet sich damit im oberen Bereich seiner Preisklasse ein.

Geladen wird kabelgebunden mit bis zu 80 Watt, wodurch der Akku in unter einer Stunde wieder voll ist. Kabelloses Laden unterstützt das Gerät dagegen nicht.

Preis

Zum Marktstart kostete das Realme 14 Pro+ 5G in der Version mit 8/256 GB rund 480 Euro. Inzwischen sind die Preise spürbar gefallen: Das Basismodell gibt es bereits ab etwa 299 Euro, die Variante mit 12/512 GB ist deutlich teurer mit 389 Euro. Erhältlich ist das Smartphone in den Farben Dunkelgrau, Weiß und Violett.

Fazit

Das schlanke Realme 14 Pro+ 5G überzeugt insbesondere mit seiner starken Kamera, allen voran der Telelinse mit dreifachem optischem Zoom. Bei Tageslicht erreicht die Bildqualität fast das Flaggschiff-Niveau. Auch Verarbeitung, Robustheit und die lange Akkulaufzeit sprechen für das Gerät, das damit in der Preisklasse unter 400 Euro zu den attraktivsten Optionen gehört.

Abstriche gibt es bei der Ultraweitwinkelkamera, dem fehlenden Makromodus sowie bei Videos, die in 4K nur mit 30 FPS und eingeschränkter Stabilisierung aufgezeichnet werden. Auch die Leistung des Snapdragon 7s Gen 3 reicht zwar für den Alltag, für aufwendiges Gaming aber nicht. Wer primär Wert auf Kameraqualität, Ausdauer und Widerstandsfähigkeit legt, findet im Realme 14 Pro+ 5G aber ein sehr starkes Gesamtpaket.

Eine Periskop-Telelinse in der Mittelklasse? Das Nothing Phone 3a Pro stößt in die Sphäre von Top-Smartphones vor, mit sehr coolem Design. Warum es ein Geheimtipp ist, zeigt der Test.

VORTEILE
  • Periskop-Telelinse
  • spannendes Design
  • KI-Features
  • tolles Display
  • lange Akkulaufzeit
NACHTEILE
  • nur spritzwassergeschützt
  • keine herausragende Performance
  • ohne induktives Laden
  • KI-Taste ungünstig platziert

Eine Periskop-Telelinse in der Mittelklasse? Das Nothing Phone 3a Pro stößt in die Sphäre von Top-Smartphones vor, mit sehr coolem Design. Warum es ein Geheimtipp ist, zeigt der Test.

Nothing sorgt seit dem ersten Modell für Aufsehen – vorwiegend mit seinem auffälligen Retro-Futurismus und der transparenten Rückseite, die an Sci-Fi-Filme erinnert. Die „a“-Modelle markierten bislang den Kompromiss aus Design und Preis-Leistung, stets etwas abgespeckt, aber charakterstark.

Mit der dritten Generation geht Nothing nun einen Schritt weiter: Das Phone 3a kommt erstmals in einer „Pro“-Variante – und die hat es in sich. Highlight ist eine Periskop-Telekamera mit dreifachem optischem Zoom – bislang ein seltenes Feature in dieser Preisklasse. Ob das ambitionierte Konzept aufgeht und warum es alles andere als nichts zu bieten hat, klärt unser Test.

Design

Nothing bleibt seiner Designlinie treu und setzt auch beim Phone 3a Pro auf eine auffällige Rückseite mit integrierten LED-Leuchten. Das sogenannte Glyph-Interface bietet drei bogenförmige Lichtstreifen. Sie reagieren auf Anrufe, Benachrichtigungen, Musik oder dienen etwa als Anzeige für den Glyph-Timer – dann verkürzt sich der Lichtbogen sukzessive. Praktisch, solange das Gerät mit der Rückseite nach oben liegt.

Im Zentrum steht ein deutlich vergrößertes, rundes Kameraelement, das eine Triple-Kamera beherbergt. Auffällig: Eine der drei Linsen ist als Periskop-Telekamera ausgeführt – ein Novum für die Serie und auch für diese Preisklasse. Mit Abmessungen von 163,5 × 77,5 × 8,4 mm fällt das Phone 3a Pro wuchtig aus. Die einhändige Bedienung gelingt nur eingeschränkt, was auch am Gewicht von 211 g liegt. Eine zierliche Erscheinung ist es nicht.

Auf der Rückseite kommt erstmals Panda Glass statt Kunststoff zum Einsatz – laut Hersteller ähnlich robust wie Gorilla Glass. Die transparente Glasfläche gibt den Blick auf ein Innenleben im Retro-Tech-Stil frei: sichtbare Kunststoff- und Metallelemente, die an Platinen oder Sci-Fi-Designs der 1980er erinnern. Mit etwas Fantasie lässt sich darin sogar eine stilisierte Figur erkennen – Kopf, Körper, alles da.

Die Verarbeitung wirkt hochwertig. Der grau lackierte Rahmen besteht aus Metall, sichtbare Spaltmaße gibt es keine. Laut Hersteller kommen zahlreiche recycelte Materialien zum Einsatz. Weniger überzeugend ist die Schutzklasse: Das Gehäuse ist nach IP64 gegen Staub und Spritzwasser geschützt, gegen Untertauchen jedoch nicht.

Die Tastenanordnung ist klassisch: Lautstärkewippe links, Power-Button rechts. Neu ist eine zusätzliche Taste unterhalb des Einschaltknopfs, die den Essential Space mit KI-Funktion aktiviert. Die Position ist jedoch unglücklich gewählt – im Alltag wird sie leicht versehentlich betätigt. Eine deutlichere Abgrenzung zur Power-Taste wäre wünschenswert.

Display

Das Nothing Phone 3a Pro ist mit einem 6,77 Zoll großen AMOLED-Display ausgestattet, das mit 2392 × 1084 Pixeln auflöst. Die resultierende Pixeldichte liegt bei 388 ppi, was für eine ausreichend scharfe Darstellung sorgt. Inhalte werden klar und detailliert wiedergegeben, einzelne Pixel sind im normalen Betrachtungsabstand nicht erkennbar. Lediglich erscheint der Display-Rahmen uns etwas dick.

Die Farbdarstellung ist AMOLED-typisch kontrastreich, mit tiefem Schwarz und stabilen Blickwinkeln. Die maximale Bildwiederholrate beträgt 120 Hertz. Davon profitieren Nutzer insbesondere beim Scrollen, bei Animationen sowie Spielen mit hoher Framerate. Das Panel unterstützt HDR10+ und bietet damit eine erweiterte Dynamik bei kompatiblen Inhalten.

Bei der Helligkeit zeigt das Display eine adäquate Leistung, bleibt aber hinter den Spitzenwerten aktueller Oberklasse-Geräte zurück. Im Außeneinsatz ist die Ablesbarkeit in der Regel problemlos möglich, bei direkter Sonneneinstrahlung zuweilen leicht eingeschränkt.

Kamera

Das Nothing Phone 3a Pro bringt eine Triple-Kamera: eine 50-Megapixel-Linse (f/1.88, OIS), ein 50-Megapixel-Periskop-Teleobjektiv (f/2.55, OIS) sowie eine 8-Megapixel-Ultraweitwinkellinse (f/2.2).

Bei Tageslicht liefern alle drei Linsen überzeugende Ergebnisse: Die Hauptkamera punktet mit hoher Schärfe, natürlicher Farbwiedergabe und breitem Dynamikumfang. Dunkle Bereiche wirken zwar recht stark betont, das verleiht den Bildern aber einen eigenständigen und leicht düsteren Look, der uns gut gefällt.

Der optische Dreifach-Zoom arbeitet verlustfrei, auch der sechsfache Hybrid-Zoom bleibt noch scharf und detailreich. Schluss ist erst bei 60-facher Vergrößerung, die dann aber sehr pixelige Aufnahmen fabriziert. Der Makromodus nutzt ebenfalls die Telelinse und liefert solide Resultate mit guter Schärfe und ausgeprägten Bilddetails. Der Ultraweitwinkel liefert bei Tag farblich stimmige Bilder, leidet an leichten Unschärfen an den Rändern und bietet weniger Details. Selfies mit der 50-Megapixel-Frontkamera überzeugen bei gutem Licht, im Dunkeln fehlt es an Schärfe und Dynamik.

Die Kamera schwächelt jedoch bei Dunkelheit spürbar: Aufhellung gelingt, doch Details gehen verloren, das Rauschen nimmt zu. Aufnahmen mit der Telelinse sind etwa noch bis zu einer dreifachen Vergrößerung brauchbar. Die Weitwinkellinse ist bei Nacht kaum zu gebrauchen. Videos nimmt das Phone in 4K mit 30 FPS oder in Full HD mit 60 FPS auf – mit stabiler Bildqualität, natürlichen Farben und zuverlässiger Stabilisierung, auch vorn.

Ausstattung

Mit dem Snapdragon 7s Gen 3 setzt Nothing beim Phone 3a Pro erstmals auf einen Qualcomm-SoC – ein Wechsel, der die Mediatek-Prozessoren der Vorgängermodelle ablöst. Vorteile bringt der Snapdragon primär im Bereich KI. Große Leistungssprünge bleiben allerdings aus: Im Alltag läuft das System zwar flüssig, Apps starten zügig, und auch Multitasking ist problemlos möglich. Im Benchmark PCmark Work 3.0 erreicht das Phone 3a Pro rund 11.000 Punkte. Das entspricht einer Leistung knapp unterhalb des Samsung Galaxy A56 oder A36.

In grafikintensiven Anwendungen zeigt sich allerdings, dass die GPU-Leistung gegenüber dem Vorgänger leicht nachgelassen hat. Für die meisten Spiele reicht es dennoch – nur bei besonders fordernden Titeln muss man mit reduzierten Details leben. Beim Benchmark 3Dmark Wild Life Extreme kommt es auf etwa 1000 Punkte, im regulären Wild Life auf 4000 Punkte.

Der interne Speicher ist mit 256 GB großzügig bemessen, eine Erweiterung per microSD-Karte ist nicht vorgesehen. Der Arbeitsspeicher beträgt 12 GB RAM. Als Schnittstellen stehen USB-C 2.0 (480 Mbit/s), Wi-Fi 6, Bluetooth 5.4 sowie NFC zur Verfügung. Der Mobilfunkbereich wird mit 5G, Dual-Nano-SIM und Dual-eSIM abgedeckt. Die Ortung via Multiband-GNSS (GPS, Glonass, Beidou, Galileo, QZSS) ist auf 4 Meter genau. In Gesprächen liefert das Phone 3a Pro eine gute Sprachqualität. Die integrierten Stereo-Lautsprecher bieten ordentlichen Klang, wirken im Hochtonbereich aber etwas gedeckelt.

Software

Das Nothing Phone 3a Pro wird mit Android 15 ausgeliefert und setzt auf die hauseigene Bedienoberfläche Nothing OS, die sich optisch deutlich abhebt. Technisch bleibt vieles nah an Stock-Android, doch das Design folgt einem betont minimalistischen Flat-Stil: schlichte Linien, kontrastreiche Icons, einheitlicher Schwarzweiß-Look – zumindest standardmäßig. Wer das zu reduziert findet, kann in den Einstellungen auf ein klassischeres App-Design umstellen.

Das System wirkt durchdacht und eigenständig, bietet zahlreiche Widgets und Anpassungsmöglichkeiten. Neu ist der sogenannte Essential Space, der im Zusammenspiel mit der seitlich angebrachten Essential Key funktioniert. Ein kurzer Druck erstellt Screenshots, ein längerer startet Audioaufnahmen mit KI-gestützter Transkription. Diese befindet sich allerdings noch in der Betaphase und liefert teils fehlerhafte Ergebnisse. Inhalte wie Notizen, Screenshots und Transkriptionen landen gesammelt im Essential-Hub – besonders nützlich für Vielnutzer. Wer ein Nothing-Konto besitzt, erhält dort auch Zugang zu einer experimentellen KI-Suche. Noch ist das Repertoire überschaubar, der Hersteller kündigt aber regelmäßige Erweiterungen an.

Zum Testzeitpunkt Anfang April stammt der Sicherheits-Patch von Februar – damit liegt es noch im akzeptablen Rahmen. Nothing verspricht bis 2031 für sechs Jahre Sicherheits-Updates. Bei Major-Updates ist man hingegen zurückhaltender: Nur drei Jahre Android-Upgrades sind garantiert, also bis einschließlich Android 18. Im Vergleich zu Samsung oder Google ist das eher zurückhaltend – aber besser als zuvor.

Akku

Das Nothing Phone 3a Pro bietet einen 5000-mAh-Akku. Im Test bewies er eine bemerkenswerte Ausdauer. Beim PCmark Battery Test erreichte das Gerät unter simulierten Alltagsbedingungen einen Spitzenwert von knapp 17 Stunden. Damit stellt es die meisten Konkurrenten in dieser Preisklasse in den Schatten. Selbst bei intensiver Nutzung kommt es problemlos durch den Tag. Bei moderatem Gebrauch sind sogar zwei Tage Akkulaufzeit möglich.

Die Ladeleistung hat Nothing ebenfalls erhöht: Mit bis zu 50 Watt lässt sich das Phone 3a Pro zügig aufladen. Bereits nach einer halben Stunde erreicht der Akku einen Stand von etwa 70 Prozent. Eine vollständige Ladung nimmt knapp eine Stunde in Anspruch. Einzig das kabellose Laden fehlt in der Ausstattung.

Preis

Die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) für das Nothing Phone 3a Pro liegt bei 459 Euro. Die Straßenpreise starten bei 329 Euro.

Fazit

Das Nothing Phone 3a Pro überzeugt als auffällig designtes Mittelklasse-Smartphone mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis. Highlight ist eindeutig die Kamera – genauer gesagt: das Periskop-Teleobjektiv mit dreifachem optischem Zoom und optischer Bildstabilisierung. Eine solche Ausstattung war lange Zeit nur Flaggschiff-Modellen vorbehalten. Die Bildqualität ist zwar nicht makellos, überzeugt bei Tageslicht aber auf ganzer Linie – insbesondere der Zoom setzt in dieser Preisklasse Maßstäbe.

Abstriche muss man bei der Performance machen: Für alltägliche Anwendungen ist der Snapdragon 7s Gen 3 gut gerüstet, im Hinblick auf Grafikleistung hinkt er jedoch etwas hinterher. Positiv fällt dagegen die lange Akkulaufzeit auf – ein echter Pluspunkt im Alltag. Auch KI-Funktionen halten in der Mittelklasse Einzug, wenn auch noch mit überschaubarem Nutzen.

Ein Wermutstropfen bleibt die eingeschränkte IP64-Zertifizierung – das Gerät ist nur gegen Spritzwasser geschützt, nicht vollständig wasserdicht. Trotzdem: Wer auf der Suche nach einem stylishen Smartphone mit außergewöhnlicher Zoom-Kamera ist und unter 500 Euro bleiben möchte, findet im Nothing Phone 3a Pro eine klare Empfehlung.

Samsung bietet mit der Fan Edition des Galaxy S24 wieder Top-Technik zum günstigeren Preis. Wie viel Premium steckt in der abgespeckten Version? Das zeigt der Test.

VORTEILE
  • starke Leistung
  • hervorragende Kamera mit Telelinse
  • lange Akkulaufzeit
  • Software-Updates bis 2031
NACHTEILE
  • größer als Vorgänger
  • breite Display-Ränder
  • Alleinstellungsmerkmal fehlt

Samsung bietet mit der Fan Edition des Galaxy S24 wieder Top-Technik zum günstigeren Preis. Wie viel Premium steckt in der abgespeckten Version? Das zeigt der Test.

Mit der „Fan Edition“ bietet Samsung wieder eine leicht abgespeckte Variante seiner Galaxy-S-Smartphones an, die erstklassige Technik zum erschwinglichen Preis bieten möchte. Gegenüber dem Vorgänger Samsung Galaxy S23 FE macht das S24 FE einen deutlichen technischen Sprung nach vorn. Allerdings wächst das Smartphone deutlich und ähnelt nun stark dem Samsung Galaxy S24+.

Angesichts der ähnlichen Ausstattung und hohen unverbindlichen Preisempfehlung (UVP) stellt sich die Frage nach dem Alleinstellungsmerkmal der Fan Edition. Ob hier ein Schnäppchen mit Top-Technik angeboten wird oder eine nur Mogelpackung, offenbart der Testbericht.

Design: Was ist der Unterschied zwischen Galaxy S24+ und S24 FE?

Bisher nahm das FE-Modell bei einer Größe von 6,4 Zoll eine Sonderstellung bei der Galaxy-S-Reihe zwischen dem kompakten Modell mit 6,1 Zoll und der Plus-Variante mit 6,7 Zoll ein. Das Samsung Galaxy S24 FE ist aber deutlich gewachsen und misst jetzt 6,7 Zoll in der Diagonale. Schade, der Autor dieses Testberichts wusste die Zwischengröße sehr zu schätzen.

Auf den ersten Blick ist das Galaxy S24 FE nur schwer vom Galaxy S24+ (Testbericht) zu unterscheiden. Die Fan-Edition des S24 setzt auf fast identisches Design mit einer Rückseite aus Glas und mattem Metallrahmen. Dazu kommen die seit dem S23 bekannten drei in einer Linie angeordneten Kameralinsen mit Metallrand.

Erst bei genauerem Hinsehen und direktem Vergleich mit dem Plus-Modell offenbaren sich einige Unterschiede. So ist das FE-Modell trotz gleicher Bildschirmdiagonale mit 162 × 77,3 × 8 mm etwas größer geraten. Es ist damit etwa 4 mm länger und 2 mm breiter, was an den breiteren Display-Rändern liegt. Zudem ist es etwas schwerer mit 213 g. Ein Zertifikat für IP68 ist vorhanden, womit das Handy den Aufenthalt in Süßwasser für 30 Minuten bis in 150 cm Tiefe überstehen sollte. Die Verarbeitung ist tadellos.

Display: Wie sind Helligkeit und Auflösung beim S24 FE?

Wie bereits erwähnt, beträgt die Diagonale des OLED-Displays 6,7 Zoll. Die Auflösung fällt mit 2340 × 1080 Pixel allerdings niedriger aus als beim S24+ mit 3K. Dennoch bleibt die Anzeige mit einer Pixeldichte von 385 PPI (Pixel per Inch) scharf genug, dass Pixel mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen sind. Geschützt wird das Display durch Gorilla Glass Victus+ und nicht Victus 2 wie beim S24+.

Die Bildwiederholrate regelt sich automatisch zwischen 60 und 120 Hz. Das Galaxy S24+ regelt im Gegensatz dazu von 1 bis 120 Hz. Die Bildqualität ist auch beim FE-Modell gewohnt hervorragend. Bei der maximalen Helligkeit kann das S24 FE nicht ganz mit dem S24+ mithalten, bleibt aber bei rund 1600 Nits laut Samsung auf einem hohen Niveau. Im Test konnten wir es im Freien auch bei gutem Wetter ablesen. Das Spiegeln scheint etwas ausgeprägter als bei den übrigen Modellen der S24-Reihe.

Kamera: Wie gut sind Fotos mit dem Galaxy S24 FE?

Die Triple-Kamera bietet eine Hauptlinse (f/1.8) mit 50 Megapixeln und optischer Bildstabilisierung (OIS) ein Weitwinkelobjektiv (f/2.2) mit 12 Megapixel sowie eine Telelinse mit OIS und lediglich 8 Megapixel (f/2.4). Das S24+ hat im Vergleich dazu eine Telelinse mit 10 Megapixeln. Abgespeckt ist auch die Selfie-Kamera mit 10 Megapixeln.

Mit dem Galaxy S24 FE gelingen bei Tag fantastische Aufnahmen. Bilddetails sind ausgeprägt und der Dynamikumfang hoch. Farben wirken natürlich, auch wenn sie für unseren Geschmack teils etwas blass erscheinen. Der Nachtmodus hellt bei Dunkelheit effektiv die Motive auf und liefert gute Fotos. Bildrauschen ist sichtbar, hält sich aber noch in Grenzen. An das Niveau des Galaxy S24 und S24+ reicht die Kamera bei schwierigen Lichtverhältnissen nicht ganz heran, bleibt aber verdammt nah dran.

Der Ultraweitwinkel ist verglichen mit dem Vorgänger Galaxy S23 FE etwas verbessert worden und weicht farblich kaum ab von der Hauptlinse. Die Telelinse bietet einen dreifachen optischen Zoom mit ansprechenden Aufnahmen, auch wenn Bilddetails etwas weniger ausgeprägt sind als beim S24+. Digital unterstützt ist damit bis zu 30-facher Zoom möglich. Auch Selfies überzeugen. Videos machen einen ausgezeichneten Eindruck und sind bei 4K-Auflösung mit bis zu 60 FPS (Frames pro Sekunde) möglich oder bei 8K mit 30 FPS.

Ausstattung: Wie stark ist das Galaxy S24 FE?

Als Prozessor kommt mit dem Samsung Exynos 2400e eine leicht heruntergetaktete Variante des Chips aus dem S24 und S24+ zum Einsatz. Dieser ist aber nur minimal schwächer bei der Performance, wie Benchmarks zeigen: 17.000 Punkte bei PCmark sowie 3900 Punkte bei „Wild Life Extreme“ von 3Dmark sind eine Ansage auf Flagship-Niveau. Das Betriebssystem reagiert flott, auch Gaming ist mit dem S24 FE auf hohem Niveau drin. Bei Dauerbelastung im Stresstest mit „Wild Life Extreme“ wird das S24 FE allerdings ziemlich heiß und büßt nach mehreren Durchläufen rund 50 Prozent der anfänglichen Leistung ein.

Abgespeckt wurde im Vergleich zum S24 und S24+ beim Speicher: Es stehen 8 GB RAM sowie 128 GB oder 256 GB interner Speicher zur Verfügung, eine Erweiterungsmöglichkeit fehlt. Von ersterer Variante raten wir daher entschieden ab, da der Platz knapp werden könnte. Die übrige Ausstattung ist auf Top-Niveau: Wi-Fi 6E, USB-C 3.2, Bluetooth 5.3 und NFC lassen wenig Wünsche offen. Die Navigation nutzt GPS, Glonass, Beidou, Galileo, QZSS sowie Navic.

Software: Wie lange gibt es Updates für das Galaxy S24 FE?

Das S24 FE läuft mit Android 14 und der Samsung-Bedienoberfläche One UI 6.1. Vorbildlich sind die Koreaner wie immer bei den Updates, der Sicherheits-Patch war zum Testzeitpunkt aktuell – Updates gibt es monatlich für stolze sieben Jahre, inklusive Versions-Upgrades für Android! Besser geht es kaum.

Samsung Galaxy S24 FE - Originalaufnahmen

Samsung liefert die Fan-Edition mit den neuesten Diensten von Galaxy AI aus. Dazu gehören etwa Tools zum Bearbeiten von Fotos. So kann man Objekte oder Personen auf Fotos verwinden lassen. Das gelingt zum Teil erstaunlich gut, je umfangreicher und gewagter die Änderungen, desto künstlicher sieht das Ergebnis aus, wie ein Beispiel in unserer Bildergalerie zeigt. Schatten oder Spiegelungen entfernt die KI aus Fotos ebenfalls oder begradigt schiefe Motive automatisch. KI-bearbeitete Fotos werden zur Kennzeichnung mit einem Stern versehen, um Missbrauch wie „Deepfakes“ vorzubeugen. Das AI-Feature „Portrait-Studio“ erstellt aus einem Selfie einen Avatar, der wahlweise als 3D-Cartoon, Comic-Zeichnung, Gemälde oder Bleistiftskizze dargestellt werden kann.

Ein bekanntes Feature ist die Live-Übersetzung bei Telefonaten in mehreren Sprachen. Die Übersetzung benötigt jedoch Zeit, was zu Überschneidungen bei neuen Gesprächsbeiträgen führen kann. Die Genauigkeit ist unterschiedlich, und es gibt noch Raum für Optimierung. Das S24 FE kann auch offline als Übersetzungsgerät arbeiten.

Nicht ideal ist die Textzusammenfassung, da sie nicht immer den wesentlichen Inhalt des Textes korrekt wiedergibt. Die Rechtschreibprüfung ist teils inkonsistent. Eine interessante Funktion ist hingegen die Bildsuche: Durch das Drücken des Home-Buttons und Markieren eines Bildbereichs auf dem Display kann eine Suche ausgelöst werden – und das funktioniert erstaunlich gut, ist aber eigentlich ein Google-Feature.

Akku: Wie lange hält das Galaxy S24 FE durch?

Der Akku fällt mit 4700 mAh gegenüber dem S24+ minimal kleiner aus. Die Akkulaufzeit ist mit 12 Stunden laut Battery Test von PCmark dennoch stark – auch wenn sie fast 2 Stunden unter dem Niveau des Galaxy S24+ bleibt. Damit sollte das Smartphone trotzdem locker über den Tag mit Reserven kommen. Geladen wird gemächlich per Kabel mit 25 Watt oder Qi mit 15 Watt.

Preis: Wie viel kostet das Galaxy S24 FE?

Die UVP ist mit 749 Euro für 8/128 GB und 809 Euro für 8/256 GB entschieden zu hoch. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung war der Unterschied zum S24+ zu gering, um einen Kauf zu rechtfertigen. Teilweise gab es das Plus-Modell sogar preiswerter.

Mittlerweile ist der Preis der Fan-Edition aber spürbar gesunken. Die Variante mit kleinem Speicher gibt es mittlerweile ab 399 Euro, wir raten aber zur Variante mit 256 GB, die jedoch mit 450 Euro derzeit überteuert ist. Als Farben stehen Anthrazit, Hellblau, Hellgrün und Gelb zur Auswahl.

Fazit

Das Galaxy S24 FE macht einen deutlichen Leistungssprung gegenüber dem Vorgänger und ist wohl die bisher beste Fan Edition. Die Performance ist ganz nah am Level des Galaxy S24+, die Kamera, Akkulaufzeit sowie das Display und Design überzeugen – bleiben nur minimal hinter den anderen Modellen der aktuellen S-Reihe zurück.

Allerdings fehlt in gewisser Hinsicht ein echtes Alleinstellungsmerkmal, seit das S24 FE die Dimensionen des Plus-Modells angenommen hat. Nach einer anfangs zu hohen UVP sinken derzeit die Preise, was es das Mobilgerät dennoch zu einer preiswerten Alternative mit hervorragender Technik zu den Samsung-Flagships macht – wie auch schon die Vorgängermodelle.

Starke CPU, Telekamera und Top-Display zum fairen Preis: Das Xiaomi 15T bietet viel Ausstattung für wenig Geld – wenn auch nicht ohne Abstriche.

VORTEILE
  • gute Kamera
  • starke Performance
  • helles und scharfes Display
  • fairer Preis
NACHTEILE
  • lediglich USB 2.0
  • nur zweifacher optischer Zoom bei Telelinse
  • kein kabelloses Laden
  • aus Kunststoff

Starke CPU, Telekamera und Top-Display zum fairen Preis: Das Xiaomi 15T bietet viel Ausstattung für wenig Geld – wenn auch nicht ohne Abstriche.

Ein leistungsfähiges Mittelklasse-Smartphone mit guter Kamera muss nicht teuer sein. Das zeigt seit einiger Zeit die T-Variante der Xiaomi-Number-Reihe. Nachdem uns das Xiaomi 14T mit seiner Telelinse zum kleinen Preis überzeugen konnte, steht nun der Nachfolger auf dem Prüfstand: das Xiaomi 15T. Im Test klären wir, ob das neue Modell die hohen Erwartungen erfüllt.

Design

Rein optisch lässt sich das Xiaomi 15T kaum von seinem großen Bruder unterscheiden. Spätestens in der Hand wird der Unterschied jedoch spürbar: Statt auf Metall und Glas setzt Xiaomi beim 15T auf Kunststoff. Das wirkt weniger hochwertig, ist in dieser Preisklasse aber nicht ungewöhnlich.

Das Gehäuse ist kantig, die Ecken sind stark abgerundet. Auf der Rückseite sitzen drei Linsen samt LED-Blitz in einem rechteckigen Kameramodul, das sich optisch an das Pro-Modell anlehnt. Ein metallisch eingefasster Rahmen fehlt hier allerdings. Mit Abmessungen von 163 × 78 × 7,5 mm bleibt das Gerät dennoch sehr nah am Pro, fällt aber durch den Kunststoff mit 194 g etwas leichter aus. Das Xiaomi 15T ist ebenfalls nach IP68 gegen Staub und Wasser geschützt.

Display

Das Xiaomi 15T setzt wie das 15T Pro auf ein 6,83 Zoll großes OLED-Panel mit einer Auflösung von 2772 × 1280 Pixeln. Die resultierende Pixeldichte von 446 PPI sorgt für ein sehr scharfes Bild, das selbst kleine Schriften klar darstellt. Farben wirken kräftig, Schwarzwerte sind OLED-typisch tief und Kontraste hoch.

Im Alltag überzeugt das Display mit einer hohen Maximalhelligkeit, die auch bei direkter Sonneneinstrahlung eine gute Ablesbarkeit ermöglicht. Laut Hersteller erreicht das Panel im HDR-Modus mit adaptiver Helligkeitsregelung bis zu 3200 Nits – ein Spitzenwert, der auch über viele Konkurrenten in dieser Preisklasse hinausgeht.

Die Bildwiederholrate wird automatisch zwischen 60 Hz und maximal 120 Hz an den Inhalt angepasst. Auf LTPO-Technik verzichtet Xiaomi jedoch, sodass die Anpassung nicht stufenlos erfolgt. Gegenüber dem Vorgänger Xiaomi 14T mit bis zu 144 Hz ist das ein leichter Rückschritt, der im Alltag aber kaum spürbar sein dürfte. Die Touch-Abtastrate von 2560 Hz sorgt zudem für eine schnelle Reaktionszeit bei Eingaben. Die Blickwinkelstabilität überzeugt ebenfalls.

Kamera

Das Kamerasystem des Xiaomi 15T orientiert sich weitgehend am Vorgänger. Es besteht aus einer 50-Megapixel-Hauptkamera (f/1.7) mit optischer Bildstabilisierung (OIS), einem 50-Megapixel-Teleobjektiv (f/1.9) mit zweifachem optischem Zoom sowie einer 12-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera (f/2.2). Die Frontkamera löst mit 32 Megapixeln auf.

Im Vergleich zum Pro-Modell fällt das Teleobjektiv deutlich ab. Der zweifache optische Zoom ist im Klassenvergleich zurückhaltend – viele Konkurrenten bieten 2,5- oder 3-fache Vergrößerung. Bis zur zweifachen Stufe bleiben Teleaufnahmen scharf und detailreich, auch beim fünffachen Zoom ist die Qualität noch akzeptabel. Bei höheren Stufen nimmt die Bildschärfe dann spürbar ab, die Farbgebung weicht dabei minimal von der Hauptkamera ab.

Bei Tageslicht liefert die Hauptkamera kontrast- und detailreiche sowie scharfe Bilder mit stimmigem Dynamikumfang. Die Ultraweitwinkelkamera bietet farblich stimmige, aber weniger detailreiche Ergebnisse. Selfies zeigen gute Schärfe und Detailzeichnung, tendieren aber zu einem leicht rötlichen Hautton. Der Porträtmodus erzeugt ein ansprechendes, sauber getrenntes Bokeh.

Xiaomi integriert erneut die beiden Leica-Farbprofile Vibrant und Authentic. Vibrant liefert kräftige, aber natürliche Farben, während Authentic mit höherem Kontrast und kühlerer Abstimmung einen düsteren Look erzeugt, der aber nicht mehr ganz natürlich wirkt – letztlich eine Frage des Geschmacks.

Videos zeichnet die Hauptkamera in 4K mit bis zu 60 fps auf. Dank OIS bleiben Aufnahmen stabil und klar, ohne die Detailpräzision eines Flaggschiffs zu erreichen. Die Frontkamera schafft 4K mit 30 fps oder Full-HD mit 60 fps. Letztere reagiert schneller, zeigt bei Bewegung aber sichtbares Verwackeln.

Bei Dämmerung stößt die Hauptkamera an physikalische Grenzen: Details und Dynamikumfang gehen zurück, während das Rauschen zunimmt. Das 15T hellt Szenen weniger effektiv auf als das 15T Pro, liefert aber immer noch ordentliche Nachtaufnahmen für seine Preisklasse.

Ausstattung

Im Inneren des Xiaomi 15T arbeitet der Mediatek Dimensity 8400‑Ultra, ein leistungsstarker Achtkern‑SoC der oberen Mittelklasse. Im Benchmark PCMark erreicht das Smartphone rund 15.500 Punkte und liegt damit leicht über dem Niveau des Vorgängers. Das System läuft damit stets geschmeidig und ruckelfrei.

Deutlich verbessert zeigt sich die Grafikleistung: Bei 3DMark Wild Life Extreme erzielt das 15T rund 4000 Punkte, was auf eine Gaming-Tauglichkeit hinweist. Auch unter Dauerlast bleibt der Chip effizient. Im Stresstest hält das System rund 75 Prozent seiner Ausgangsleistung und erwärmt sich nur moderat – ein angemessenes Ergebnis für die Preisklasse.

Die Speicherausstattung fällt großzügig aus: Xiaomi bietet das 15T mit 12 GB RAM und wahlweise 256 oder 512 GB mit flottem UFS-4.1-Speicher an. Zur weiteren Ausstattung gehören 5G, Wi-Fi 6E, Bluetooth 6.0, NFC und ein Infrarotsender. Der USB-C-Anschluss ist allerdings nur nach dem älteren USB-2.0-Standard angebunden – in dieser Klasse üblich, aber ein kleiner Nachteil bei der Datenübertragung.

Die Standortbestimmung erfolgt präzise per Dual-GNSS mit GPS, Galileo, Beidou, QZSS und Navic. Der optische Fingerabdrucksensor unter dem Display arbeitet zügig und zuverlässig. Auch die Stereo-Lautsprecher gefallen mit klarem Klang, auch wenn es etwas an Kraft bei den Tiefen fehlt.

Software

Ab Werk läuft das Xiaomi 15T mit Hyper OS 2 auf Basis von Android 15, inzwischen steht aber das Update auf Hyper OS 3 mit Android 16 bereit. Zum Testzeitpunkt Anfang Dezember trug das Gerät den Sicherheits-Patch vom Oktober – das ist noch akzeptabel.

Bei den Updates zeigt sich Xiaomi solide, wenn auch nicht auf dem Niveau von Google oder Samsung. Der Hersteller verspricht vier große Android-Upgrades, also voraussichtlich bis Android 19, sowie Sicherheits-Updates bis 2031 – das entspricht rund sechs Jahren Support.

Beim Einrichten lässt sich wählen, ob das System einen App-Drawer verwendet oder alle Apps direkt auf dem Startbildschirm platziert. Auch die Bedienung kann zwischen klassischer Tastensteuerung und Gestensteuerung umgestellt werden.

Neben den Google-Apps installiert Xiaomi mehrere eigene Anwendungen als Alternative sowie den eigenen App-Store App Mall. Drittanbieter-Software ist nur in geringer Zahl vorinstalliert und deinstallierbar. Beim ersten Start der App Mall versucht das System, zahlreiche Spiele und Tools zur Installation vorzuschlagen – diese lassen sich manuell abwählen.

Bei den KI-Funktionen kombiniert Xiaomi Googles Gemini mit eigenen Hyper-AI-Features. Dazu gehören ein Schreibassistent, automatische Textzusammenfassungen, dynamische Hintergrundbilder sowie ein Sprachrekorder mit Übersetzungsfunktion. In der Galerie lassen sich zudem Objekte oder Spiegelungen nachträglich entfernen.

Akku

Der Akku des Xiaomi 15T fällt mit 5500 mAh großzügig aus. Im PCMark Battery Test erreichte das Smartphone rund 13 Stunden Laufzeit – ein starkes, wenn auch nicht herausragendes Ergebnis. Das Xiaomi 15T Pro sowie weitere Konkurrenten im gleichen Segment halten etwas länger durch. Über den Tag sollte man aber problemlos kommen.

Per Kabel lädt das Xiaomi 15T mit bis zu 67 Watt und ist in rund einer Stunde vollständig aufgeladen. Kabelloses Laden unterstützt das Gerät dagegen nicht.

Preis

Zur Markteinführung im Spätsommer lag die UVP des Xiaomi 15T bei rund 650 Euro für die Variante mit 12 GB RAM und 256 GB Speicher. Inzwischen sind die Preise deutlich gefallen: Zwischenzeitlich war das Modell bereits für unter 400 Euro zu haben, aktuell liegt es bei knapp 394 Euro (12/256 GB) oder 424 Euro (12/512 GB).

Fazit

Das Xiaomi 15T bietet – ähnlich wie sein Vorgänger – ein stimmiges Gesamtpaket aus starkem Display, hoher Systemleistung und vielseitiger Triple-Kamera mit Telelinse. Für rund 400 Euro erhält man ein leistungsfähiges Smartphone, das auch Fotofans zufriedenstellen dürfte.

Optisch ähnelt das 15T stark dem Pro-Modell, wirkt aber durch das Kunststoffgehäuse weniger hochwertig. Technisch bleibt der Fortschritt gegenüber dem Vorgänger überschaubar: Das Teleobjektiv bietet nur zweifachen optischen Zoom, während viele Konkurrenten hier mehr bieten. Auch beim Software-Support kann Xiaomi nicht ganz mit den Updatestrategien von Google, Samsung oder OnePlus mithalten.

Wer jedoch ein schnelles, gut ausgestattetes Smartphone mit brillantem Display und solider Kamera sucht, bekommt mit dem Xiaomi 15T ein empfehlenswertes Gerät zu einem sehr fairen Preis.

Das Google Pixel 9a bringt Premium in die Mittelklasse. Mit neuem Design, starkem Akku und einer grandiosen Kamera überzeugt es im Test in fast allen Bereichen.

VORTEILE
  • hervorragende Kameraqualität
  • sehr lange Akkulaufzeit
  • sieben Jahre Software-Updates
  • umfangreiche KI-Funktionen
  • IP68-Zertifizierung
NACHTEILE
  • dicke Displayränder
  • keine Telelinse
  • vergleichsweise langsames Laden (23W)
  • weniger RAM als Premium-Modelle
  • einige KI-Funktionen eingeschränkt

Das Google Pixel 9a bringt Premium in die Mittelklasse. Mit neuem Design, starkem Akku und einer grandiosen Kamera überzeugt es im Test in fast allen Bereichen.

Die „a“-Serie ist Googles Antwort auf die Frage nach einem Pixel-Smartphone ohne Premium-Preisschild. In der Vergangenheit erwies sich das als Erfolgsrezept – die Vorgänger lancierten durchgängig zu Bestsellern, was Google zuletzt wieder mit dem Google Pixel 8a unter Beweis stellte. Das Pixel 9a positioniert sich zwischen dem Samsung Galaxy A55 und dem Nothing Phone (2a), verspricht aber viele Funktionen der teureren Geschwistermodelle.

Besonders interessant: Das 9a nutzt denselben Tensor G4 Prozessor wie die teuren Modelle und bringt fast alle KI-Funktionen mit. Dazu kommen eine verbesserte Kamera, ein größerer Akku und das gleiche Update-Versprechen. Kann man damit die doppelt so teuren Flaggschiffe links liegen lassen? Unser Test gibt Antworten.

Update: Zum Marktstart im Frühjahr lag die UVP noch bei 549 Euro. Mittlerweile bekommt man das Pixel 9a schon ab 369 Euro mit 128 GB.

Hinweis: Wir testeten das Pixel 9a im Mai 2025, im Dezember erfolgte das letzte Preis-Update.

Design und Verarbeitung

Das Pixel 9a verabschiedet sich vom ikonischen Kamera-Visier der Vorgängermodelle. Der hohe Wiedererkennungswert geht damit verloren, dafür ragt die Kameraeinheit kaum noch aus dem Gehäuse. Mit Abmessungen von 73,3 × 154,7 × 8,9 mm und 186 g bleibt es recht kompakt und liegt hervorragend in der Hand.

Die matte Metallumrandung und Kunststoffrückseite fühlen sich überraschend hochwertig an. Zwar fehlt das Glas der teureren Modelle, doch der Materialmix überzeugt. Bei den Farben stehen Schwarz, Weiß, Flieder und ein intensives Rosa zur Auswahl. Die uns vorliegende dunkle Variante wirkt etwas austauschbar und zeigt Fingerabdrücke deutlicher als die helleren Optionen. Wer eine Schutzhülle verwendet, für den ist die Farbwahl ohnehin meist zweitrangig.

Der größte Kritikpunkt im Design sind die vergleichsweise dicken Displayränder, die das Gerät weniger modern erscheinen lassen. Die IP68-Zertifizierung bietet vollständigen Schutz gegen Staub und zeitweiliges Untertauchen – ein Feature, das in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich ist.

Display: Wie gut ist der Bildschirm des Google Pixel 9a?

Das 6,3-Zoll-OLED-Display löst mit 1080 × 2424 Pixeln auf, was einer Pixeldichte von 421 ppi entspricht. Texte und Bilder werden scharf dargestellt, die Farben sind satt, und die Blickwinkelstabilität überzeugt. Mit 120 Hz Bildwiederholrate scrollt alles flüssig – allerdings nur, wenn man die standardmäßig deaktivierte „Smooth Display“-Funktion aktiviert.

Die maximale Helligkeit erreicht beeindruckende 1900 cd/m² im Vollbildmodus und sogar bis zu 2650 cd/m² bei direkter Sonneneinstrahlung. Damit bleibt das Display stets gut ablesbar. Geschützt wird es durch Gorilla Glass 3, das zwar nicht mehr dem neuesten Stand entspricht, aber ausreichenden Kratzschutz bietet.

Im Vergleich zu Premium-Modellen fehlt dem Display ein LTPO-Panel für stufenlose Anpassung der Bildwiederholrate zwischen 1 und 120 Hz. Das Pixel 9a kann nur zwischen 60 und 120 Hz wechseln. Für die Preisklasse ist das Display dennoch überraschend gut.

Kamera: Wie gut sind Fotos mit dem Google Pixel 9a?

Das Kamerasystem des Pixel 9a besteht aus einer 48-Megapixel-Hauptkamera (f/1.7) mit optischer Bildstabilisierung und einer 13-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera (f/2.2). Die Frontkamera löst mit 13 Megapixeln (f/2.2) auf und unterstützt 4K-Videoaufnahmen.

Bei guten Lichtverhältnissen liefert die Hauptkamera beeindruckende Ergebnisse mit hohem Detailreichtum und natürlichen Farben. Auch bei Nachtaufnahmen überzeugt die Kamera mit rauscharmen und detaillierten Bildern. Die Ultraweitwinkelkamera schlägt sich ebenfalls gut und liefert Aufnahmen mit zur Hauptkamera vergleichbar konsistenten Farben.

Für Nahaufnahmen bietet das Pixel 9a einen Makromodus über die Hauptkamera. Zwar kann man nicht extrem nah an Objekte herangehen, dafür überzeugt die Bildqualität mit hoher Schärfe und vielen Details. Die größte Einschränkung des Kamerasystems ist das Fehlen einer Telelinse – der digitale Zoom liefert bei stärkerer Vergrößerung deutlich schlechtere Ergebnisse.

Bei Videoaufnahmen kann das Pixel 9a mit 4K-Auflösung bei 60 FPS punkten. Die Stabilisierung arbeitet zuverlässig, und die Bildqualität ist durchweg gut. Wie von Pixel-Smartphones gewohnt, stehen auch beim 9a zahlreiche KI-gestützte Nachbearbeitungstools zur Verfügung, darunter der magische Radierer zum Entfernen unerwünschter Objekte und Funktionen zur Optimierung von Gruppenfotos.

Insgesamt bietet das Pixel 9a eine Kameraqualität, die in dieser Preisklasse heraussticht und selbst mit deutlich teureren Smartphones mithalten kann.

Hardware: Wie stark ist das Google Pixel 9a?

Das Google Pixel 9a wird vom hauseigenen Tensor G4 SoC angetrieben – dem gleichen Chip, der auch in den teureren Pixel 9 und 9 Pro zum Einsatz kommt. Allerdings stehen hier nur 8 GB LPDDR5X RAM zur Verfügung, während die Premium-Modelle mit 12 GB ausgestattet sind. Der interne Speicher beträgt je nach Variante 128 oder 256 GB, eine Erweiterung per microSD-Karte ist wie gewohnt nicht möglich.

Im 3DMark Wild Life Extreme Benchmark erreicht das Pixel 9a einen Score von 2568 Punkten. Dieser Wert liegt zwar wie von anderen Tensor-SoC gewohnt etwas hinter den Spitzenwerten aktueller Flaggschiff-Chips, im Alltag läuft das Smartphone dennoch flüssig und schnell. Bei anspruchsvollen Anwendungen erwärmt sich das Gerät spürbar, wird aber nicht übermäßig heiß.

Die Konnektivität ist zeitgemäß: USB-C 3.2, NFC für kontaktloses Bezahlen, Bluetooth 5.3 und Wi-Fi 6E sind an Bord. Auch die Mobilfunkausstattung ist vollständig mit Dual-SIM-Unterstützung (Nano-SIM und eSIM) und 5G-Kompatibilität. Die Satellitennavigation unterstützt alle gängigen Standards (GPS, GLONASS, BeiDou, Galileo, QZSS und NavIC) für präzise Ortung.

Der Fingerabdrucksensor ist unter dem Display verbaut und arbeitet nach dem optischen Prinzip. Er funktioniert zuverlässig, reagiert aber etwas langsamer als die Ultraschall-Sensoren in Premium-Modellen. Die Stereo-Lautsprecher liefern einen guten Klang mit klarer Sprachverständlichkeit und ordentlicher Lautstärke, auch wenn der Bass wie bei den quasi allen Smartphones schwach ausfällt.

Google Pixel 9a

Software

Das Pixel 9a kommt mit Android 15 und bietet die für Google-Geräte typische aufgeräumte Material-You-Benutzeroberfläche ohne Bloatware. Das herausragende Merkmal ist das Update-Versprechen: Google garantiert sieben Jahre lang Software-Updates, was das Gerät bis 2032 mit aktueller Software versorgen wird – ein Versprechen, das in der Mittelklasse selten ist.

Ein besonderer Fokus liegt wieder auf den KI-Funktionen. Dazu gehören Gemini Live für Echtzeitübersetzungen, Circle to Search zum Suchen von Objekten durch einfaches Einkreisen auf dem Bildschirm, Pixel Studio für Bildbearbeitung und der Google Recorder für automatische Transkriptionen.

Allerdings gibt es im Vergleich zu den teureren Pixel-Modellen einige Einschränkungen: So fehlt unter anderem die KI-gestützte Screenshot-Analyse. Für KI-Enthusiasten ist zu bedenken, dass der geringere RAM-Speicher (8 GB statt 12 GB) zukünftige KI-Funktionen möglicherweise einschränken könnte. Aktuelle Anwendungen laufen jedoch problemlos, und die vorhandenen KI-Tools bieten bereits einen deutlichen Mehrwert gegenüber der KI-Konkurrenz in dieser Preisklasse.

Akku: Wie lange hält das Google Pixel 9a durch?

Mit einer Kapazität von 5100 mAh bietet das Pixel 9a den größten Akku der aktuellen Google-Smartphone-Generation – mehr als das Pixel 9 (4700 mAh) und deutlich mehr als das Vorgängermodell Pixel 8a (4500 mAh). Diese großzügige Dimensionierung macht sich bemerkbar.

Im PCMark Battery Test erreicht das Gerät bei einer Bildwiederholrate von 60 Hz beeindruckende 21 Stunden Laufzeit. Selbst mit aktivierten 120 Hz sind es noch 17 Stunden – Werte, die die meisten Flaggschiff-Modelle übertreffen. Im Alltag bedeutet das: Selbst intensive Nutzung mit viel Kameraeinsatz, Navigation und Streaming bringt das Pixel 9a problemlos durch den Tag, bei moderater Nutzung sind auch zwei Tage ohne Ladegerät möglich.

Das kabelgebundene Laden erfolgt mit maximal 23 Watt, was nicht zu den schnellsten Ladegeschwindigkeiten zählt. Von 0 auf 50 Prozent benötigt das Pixel 9a etwa 30 Minuten, eine vollständige Ladung dauert rund 90 Minuten. Kabelloses Laden via Qi wird unterstützt, allerdings mit geringerer Leistung. Ein Ladegerät ist nicht im Lieferumfang enthalten.

Preis: Wie viel kostet das Google Pixel 9a?

Die UVP liegt für die Variante mit 128 GB Speicher bei 549 Euro. Mittlerweile liegt der niedrigste Straßenpreis bei 340 Euro. Mit 256 GB sind es knapp 487 Euro.

Fazit

Das Google Pixel 9a ist ein überzeugendes Mittelklasse-Smartphone, das in vielen Bereichen über seine Preisklasse hinausragt. Die hervorragende Kamera, der starke Akku und das siebenjährige Update-Versprechen sind die größten Stärken des Geräts. Auch die Integration von KI-Funktionen, die sonst eher in Premium-Modellen zu finden sind, ist ein klares Verkaufsargument.

Abstriche gibt es beim Design mit etwas breiten Displayrändern, beim fehlenden optischen Zoom und bei der vergleichsweise langsamen Ladegeschwindigkeit. Für viele Nutzer dürften diese Nachteile jedoch durch die Stärken des Geräts ausgeglichen werden.

Das Poco F7 bietet viel Power, ein tolles OLED-Display und einen großen Akku. Ob es der neue Preis-Leistungs-Hit ist und wo es Schwächen gibt, zeigt der Test.

VORTEILE
  • hervorragende Akkulaufzeit
  • gute Haupt- und Frontkamera bei Tag
  • sehr starke Performance
  • tolles & großes Display
  • IP 68
NACHTEILE
  • wird sehr heiß bei Dauerbelastung
  • Kamera schwächelt bei Dunkelheit
  • schwache Ultraweitwinkellinse
  • klobiges Design
  • kein Qi

Das Poco F7 bietet viel Power, ein tolles OLED-Display und einen großen Akku. Ob es der neue Preis-Leistungs-Hit ist und wo es Schwächen gibt, zeigt der Test.

Mit der F-Serie positioniert die Xiaomi-Tochter Poco regelmäßig Smartphones mit starker Hardware zu vergleichsweise günstigen Preisen. Das neue Poco F7 folgt dieser Linie und bietet Oberklasse-Leistung zum Mittelklasse-Tarif.

Neben einem leistungsstarken Chipsatz und einem 6,83 Zoll großen, hellen AMOLED-Display bietet das Gerät noch einen großzügig dimensionierten Akku – trotz schlankem Gehäuse. Auch die Kameraausstattung zeigt sich solide.

Im Test prüfen wir, ob das Poco F7 seinem Anspruch als Preis-Leistungs-Tipp gerecht wird und welche Kompromisse der Hersteller hierzu eingeht.

Design

Das Poco F7 hat ein auffälliges Design. Besonders die Rückseite sticht ins Auge. Unser silbernes Testgerät glänzt stark und erinnert an Science-Fiction der 80er- und 90er-Jahre. Die Oberfläche ist jedoch sehr anfällig für Fingerabdrücke. Im oberen Bereich verläuft eine schräge Linie. Dort ist die Fläche dunkler abgesetzt. Aufgedruckte Elemente sollen technische Bauteile darstellen. Tatsächlich sind sie rein dekorativ. Der Look wirkt nicht mehr modern. Materialien anderer Hersteller wie Motorola wirken deutlich zeitgemäßer. Insgesamt empfanden wir den Vorgänger als eleganter.

Mit dem teureren F7 Pro hat das F7 optisch nichts gemeinsam. Die Kamera sitzt in einem ovalen Modul, das leicht hervorsteht. Der LED-Blitz ist daneben platziert. Das Smartphone ist groß und breit, mit Maßen von 163,1 × 77,9 × 8,2 mm. Wegen der enormen Breite lässt es sich schwer mit einer Hand bedienen. Selbst große Hände kommen an ihre Grenzen. Damit gehört es zu den größten Geräten im Test – ausgenommen Outdoor-Modelle. Das Gewicht beträgt 215,7 g. Für die Größe ist das akzeptabel.

Die Verarbeitung ist einwandfrei. Die Tasten haben einen festen Druckpunkt. Neu ist der Schutz nach IP68. Damit ist das Poco F7 gegen Wasser und Staub geschützt. In dieser Preisklasse ist das bis jetzt nicht selbstverständlich.

Display

Das Poco F7 bietet ein großes 6,83-Zoll-Display mit flacher Oberfläche und Kameraloch. Die Auflösung liegt bei 2772 × 1280 Pixeln und ergibt eine hohe Schärfe von 447 ppi. Die Darstellung überzeugt im Test mit lebendigen Farben, starken Kontrasten und sattem Schwarz – typisch für AMOLED.

Mit einer Spitzenhelligkeit von bis zu 3200 Nits laut Hersteller bleibt das Display auch im Freien stets gut ablesbar. HDR-Inhalte werden unterstützt, sowohl mit HDR10+ als auch Dolby Vision. Die Bildwiederholrate liegt bei 120 Hz und sorgt für flüssige Animationen. Die Abtastrate von 2560 Hz ermöglicht eine sehr präzise Eingabereaktion. Gorilla Glass 7i schützt die Oberfläche vor Kratzern. Insgesamt bietet das Poco F7 ein Display auf sehr hohem Niveau – erstaunlich angesichts des Preises.

Kamera

Das Kamerasetup des Poco F7 ist vergleichsweise einfach gehalten. Es besteht aus einer Dual-Kamera auf der Rückseite: Die Hauptkamera bietet 50 Megapixel mit f/1.5-Blende, optischem Bildstabilisator (OIS) und Dual-LED-Blitz. Ergänzt wird sie durch ein Ultraweitwinkelobjektiv mit 8 Megapixeln und f/2.2-Blende. Für Selfies kommt eine Frontkamera mit 20 Megapixeln und f/2.2 zum Einsatz.

Bei Tageslicht liefert die Hauptkamera ordentliche Ergebnisse. Die Bildschärfe hat zuweilen aber Luft nach oben. Details werden gut erfasst, der Dynamikumfang ist insgesamt stimmig – liegt aber unter dem, was Geräte jenseits der 500-Euro-Grenze bieten. Die Farbwiedergabe ist natürlich, bei Bedarf stehen mehrere Farbfilter zur Verfügung.

Der zweifache, digitale Zoom liefert nahezu verlustfreie Ergebnisse. Ab einer fünffachen Vergrößerung wird Bildrauschen deutlich sichtbar, die maximale Zoomstufe beträgt zehnfach – hier ist von den Aufnahmen wenig zu gebrauchen. Bei Dunkelheit zeigt das Poco F7 deutliche Schwächen. Nur bei ausreichend Restlicht sind Motive noch erkennbar. In wirklich dunklen Szenarien versagt die Kamera – die Aufnahmen bleiben dann weitgehend unbrauchbar.

Die Ultraweitwinkelkamera fällt bei der Bildqualität deutlich ab. Aufgrund der geringeren Auflösung sind die Bilder weniger detailreich und sichtbar weicher. Farblich passen sie jedoch einigermaßen zur Hauptkamera, drastische Unterschiede bleiben aus. Selfies mit der Frontkamera gelingen hingegen gut. Diese liefert scharfe Bilder mit vielen Details und einem ordentlichen Dynamikumfang. Im Porträtmodus klappt auch die Hintergrundunschärfe (Bokeh) meist sauber.

Videos können mit bis zu 4K bei 60 FPS aufgenommen werden. Die Stabilisierung funktioniert zuverlässig, allerdings wirken die Farben etwas flau und der Dynamikumfang ist begrenzt. Der Autofokus reagiert teils träge, bei wechselndem Licht passt sich die Belichtung nicht immer zuverlässig an. Auch mit der Frontkamera sind 4K-Videos bei 60 FPS möglich – mit überraschend guter Qualität.

Ausstattung

Das Poco F7 bietet für die Preisklasse einen sehr potenten Antrieb: Der Qualcomm Snapdragon 8s Gen 4 kommt etwa im neuen und doppelt so teureren Nothing Phone 3 (Testbericht) zum Einsatz. Damit ist das Poco F7 nahezu für jedes Szenario gewappnet – das System läuft stets geschmeidig wie ein Tiger.

Die starke Leistung des Poco F7 zeigt sich auch in den Benchmarks: Rund 15.000 Punkte im PCmark Work 3.0 und etwa 4200 Punkte im 3Dmark Wild Life Extreme bewegen sich nahe am Flaggschiff-Niveau. Allerdings gibt es Einschränkungen bei längerer Belastung. Das Gerät wird sehr schnell warm, regelrecht heiß sogar. Im Stresstest von 3Dmark Wild Life Extreme erreichte es zwar eine solide Effizienz von rund 80 Prozent, brach den Test aber regelmäßig aufgrund von Hitzeproblemen ab. Wer längere Gaming-Sessions plant, sollte das im Blick behalten.

Die Speicherausstattung des Poco F7 ist mehr als solide: 12 GB RAM sind immer verbaut. Dazu gibt es wahlweise 256 GB oder 512 GB schnellen UFS-4.1-Speicher. Einen microSD-Slot zur Speichererweiterung bietet das Gerät allerdings nicht.

Bei der drahtlosen Konnektivität ist das Poco F7 auf dem aktuellen Stand: 5G, Wi-Fi 7, Bluetooth 5.4 (nicht 6.0), NFC und ein Infrarot-Port sind mit an Bord. E-SIM wird jedoch nicht unterstützt; der Karten-Slot erlaubt die Nutzung einer Dual-SIM. Weniger zeitgemäß ist der kabelgebundene Anschluss: USB-C 2.0 ermöglicht nur langsame Datenübertragungen. Das ist ein Nachteil, den allerdings auch viele andere Geräte außerhalb der Oberklasse teilen.

Zum Entsperren stehen ein schnell reagierender Fingerabdrucksensor im Display sowie eine einfache Gesichtserkennung über die Frontkamera zur Verfügung. Letztere arbeitet mit 2D-Technologie und ist daher weniger sicher.

Für die Navigation unterstützt das Poco F7 mehrere Satellitensysteme: GPS, Glonass, Beidou, Galileo, QZSS und Navic. Im GPS-Test lag die Ortungsgenauigkeit bei rund drei Metern.

Software & Updates

Auf dem Poco F7 läuft Hyper OS 2, Xiaomis aktuelle Bedienoberfläche auf Basis von Android 15. Bereits bei der Einrichtung kann man zwischen klassischem Startbildschirm und App-Drawer wählen, ebenso zwischen Gestensteuerung und Navigationstasten. Die Oberfläche wirkt aufgeräumt, allerdings ist ab Werk einiges an Bloatware vorinstalliert – diese lässt sich aber problemlos entfernen. Praktisch: Xiaomi integriert einige KI-gestützte Funktionen zur Bildbearbeitung, etwa einen intelligenten Radierer oder eine Entspiegelung.

Zum Zeitpunkt des Tests war der Sicherheits-Patch vom 1. Juni 2025 installiert – nicht mehr ganz aktuell, aber noch akzeptabel. Positiv hervorzuheben ist Xiaomis verbesserte Update-Politik: Sicherheitsupdates soll es künftig für sechs Jahre geben, also bis 2031. Neue Android-Versionen sind für vier Jahre zugesichert, bis einschließlich Android 19. Für die Preisklasse ist das ziemlich gut, auch wenn hier Samsung sogar mehr bietet.

Akku

Die Akkukapazität des Poco F7 ist beeindruckend: Der Silizium-Kohlenstoff-Akku bietet satte 6500 mAh. Dank seiner hohen Energiedichte fällt er dabei sehr schlank aus – und ermöglicht so ein dünnes Gehäuse.

Im Battery Test von PCmark erreichten wir eine herausragende Laufzeit von über 16 Stunden – ein Wert, der an Outdoor-Smartphones heranreicht. Einen Tag übersteht das Gerät problemlos, bei moderater Nutzung sind auch zwei Tage realistisch. Wer jedoch viel spielt, bringt den Akku schnell an seine Grenzen: Das Gerät wird dann nicht nur warm, sondern auch rasch leer.

Aufgeladen wird mit bis zu 90 W – ein entsprechendes Netzteil liegt bei. Auch das Reverse Charging anderer Geräte ist mit bis zu 22,5 W möglich. Kabelloses Laden wird allerdings nicht unterstützt.

Preis

Die UVP startet für 256 GB bei 450 Euro, für 512 GB sind es 500 Euro. Mittlerweile bekommt man das Modell mit 256 GB für 348 Euro. Mit 512 GB sind es sogar nur 340 Euro. Als Farben stehen Schwarz, Silber und Weiß zur Auswahl.

Fazit

Das Poco F7 bietet Oberklasse-Leistung zum Mittelklasse-Preis. Mit dem neuen Snapdragon 8s Gen 4 erreicht das Gerät eine Performance, die nur knapp hinter aktuellen Flaggschiff-Chips liegt. Dazu kommen ein großes, strahlend helles 6,8-Zoll-OLED-Display sowie ein ausdauernder 6500-mAh-Akku auf Silizium-Kohlenstoff-Basis, der trotz hoher Kapazität ein vergleichsweise schlankes Gehäuse ermöglicht.

Abstriche gibt es bei der Kameraausstattung: Eine Telelinse fehlt, und bei schwachem Licht nimmt die Bildqualität spürbar ab. Außerdem wird das Gerät unter Last ziemlich heiß und wirkt mit seinem breiten Gehäuse recht klobig.

Wer jedoch ein schnelles Android-Smartphone mit großem Display, hervorragender Akkulaufzeit und starker Systemleistung sucht – und dabei auf eine High-End-Kamera verzichten kann –, findet im Poco F7 ein ausgesprochen attraktives Gesamtpaket.

Edles Design, starke Ausdauer, fairer Preis: Im Test zeigt das Motorola Edge 70 Fusion, wie viel Smartphone es ab 370 Euro gibt.

VORTEILE
  • schlank, stilvoll und robust
  • gute Performance
  • lange Akkulaufzeit
  • gute Hauptkamera am Tag
NACHTEILE
  • Software-Updates zu kurz
  • keine Telelinse
  • Kamera schwächelt bei Nacht

Edles Design, starke Ausdauer, fairer Preis: Im Test zeigt das Motorola Edge 70 Fusion, wie viel Smartphone es ab 370 Euro gibt.

Mit dem Edge 70 Fusion bringt Motorola das günstigste Modell seiner Mittelklasse-Reihe an den Start – und zeigt Samsung und Apple einmal mehr, wie ein günstiges und dennoch erfreulich dünnes Smartphone aussehen kann. Gegenüber dem regulären Edge 70 macht das Fusion bei der Hardware ein paar Abstriche – vor allem bei der CPU und beim zweiten Sensor der Dualkamera.

Eine Besonderheit: Das Fusion gibt es gleich in zwei Akkuvarianten – mit 5200 mAh oder, etwas dicker, mit 7000 mAh. Wir haben die Version mit dem „kleineren“ Akku getestet.

Design

Motorola bleibt seinem auffälligen Design mit ungewöhnlicher Materialwahl treu – auch beim Edge 70 Fusion. Die Rückseite besteht je nach Farbvariante aus Nylon oder einem Material, das an Leinen erinnert. Das fühlt sich deutlich angenehmer, organischer und wärmer an als Glas, Plastik oder Aluminium. Typisch für Motorola der vergangenen zwei Jahre ist auch das Kameradesign mit vier großen Kreisen, angeordnet in einem Quadrat.

Nach dem Test mehrerer aktueller Geräte offenbart sich aber ein kleiner Haken: Sämtliche Neulinge der Edge-70-Reihe ähneln sich – inklusive des Flaggschiffs Motorola Signature – so stark, dass Verwechslungsgefahr besteht. Schön für den Käufer des Edge 70 Fusion, weniger schön für den, der zum teureren Modell greift.

Das Edge 70 Fusion fällt erfreulich schlank aus, bleibt insgesamt aber recht großflächig. Das erschwert die Einhandbedienung und beansprucht reichlich Platz in der Hosentasche. Die von uns getestete Variante mit 5200-mAh-Akku misst 162,8 × 75,6 × 7,2 mm und wiegt 177 g – inklusive Kameralinsen erreicht es eine Dicke von 11,7 mm. Das Modell mit größerem Akku kommt auf 162,8 × 75,6 × 8 mm und 193 g.

Trotz des filigranen Designs ist das Edge 70 Fusion erfreulich robust – Motorola-typisch. Es erfüllt IP68 und IP69, ist also nicht nur staubdicht und gegen Untertauchen geschützt, sondern hält auch heißem Hochdruck-Wasserstrahl stand. Hinzu kommt die Zertifizierung nach MIL-STD-810H, einem US-Militärstandard, der unter anderem Stürze, Vibrationen und extreme Temperaturen simuliert. Damit nähert sich das Fusion einem waschechten Outdoor-Handy an.

Wie immer parfümiert Motorola das Gerät – ein origineller Umgang mit einem Smartphone, der allerdings selten den Geschmack der Nutzer trifft und mitunter sogar irritiert. Die Verarbeitung ist dafür über jeden Zweifel erhaben: keine Spaltmaße, knackige Druckpunkte – das Edge 70 Fusion wirkt deutlich hochwertiger, als es der Preis vermuten lässt.

Display

Tadellos präsentiert sich das Display im Quad-Curved-Design – es ist zu allen Seiten leicht nach hinten gebogen. Dank schmaler Ränder bietet es zudem eine riesengroße Anzeigefläche mit einer üppigen Diagonale von 6,78 Zoll. Mit 2772 × 1272 Pixeln liefert es ein knackscharfes Bild bei 450 ppi.

Die Bildqualität ist typisch für AMOLED schlicht fabelhaft – was Farben, Kontraste und Schwarzwerte angeht. Auch bei Sonnenschein konnten wir das Display im Test stets gut ablesen. Die Bildwiederholrate reicht von 60 bis 144 Hz und sorgt vor allem beim Gaming, aber auch beim Scrollen für ein angenehm geschmeidiges Bild.

Kamera

Auch wenn die vier Kreise auf der Rückseite mehr versprechen: Wie schon das Edge 70 setzt auch das Fusion auf eine reine Dual-Kamera. Die dritte Linse liefert lediglich Tiefeninformationen, der vierte Kreis beherbergt den LED-Blitz.

Die Hauptkamera (Sony LYT-710) löst 50 Megapixel (f/1.8) auf und verfügt über optische Bildstabilisierung samt Autofokus. Etwas magerer als beim Edge 70 fällt die Ultraweitwinkellinse aus, die auch für Nahaufnahmen zum Einsatz kommt: Hier arbeitet ein 13-Megapixel-Sensor (f/2.2). Selfies schießt eine Frontkamera mit 32 Megapixeln (f/2.2).

Bei Tageslicht liefert das Edge 70 Fusion ansprechende Aufnahmen mit ordentlichen Bilddetails und stimmigem Dynamikumfang. Die Farbwiedergabe wirkt natürlich, die Schärfe sitzt in den meisten Fällen. Mangels Telelinse erfolgt der Zoom rein digital – bei zweifacher Vergrößerung sind die Ergebnisse nahezu verlustfrei, auch vierfach lassen sich die Bilder noch nutzen. Bei zehnfachem Zoom ist Schluss, spätestens dann werden die Aufnahmen sichtbar pixelig.

Wenig überraschend lässt die Bildqualität bei schwachem Licht spürbar nach – der typische Tribut der unteren Mittelklasse. Zwar hellt der Sensor selbst bei wenig Restlicht noch effektiv auf, doch es fehlt dann an Schärfe, was spürbares Bildrauschen zur Folge hat. Für die Preisklasse bleibt das Ergebnis dennoch gut.

Die Ultraweitwinkellinse überzeugt mit soliden Aufnahmen, die farblich kaum von der Hauptkamera abweichen – das ist erfreulich. Im Makromodus liefert sie ebenfalls ordentliche und scharfe Nahaufnahmen. Bei schlechten Lichtverhältnissen ist sie allerdings nicht zu gebrauchen.

Selfies wirken detailreich und scharf, mit natürlichen Farben. Das Bokeh im Porträtmodus gelingt überzeugend. Auch die Videoqualität bewegt sich für die Preisklasse auf erfreulich hohem Niveau: Haupt- und Frontkamera filmen wahlweise in 4K mit 30 fps oder Full HD mit 60 fps. Die Clips sind gut stabilisiert, scharf und punkten – ohne ins Künstliche zu kippen – mit ausgewogener Farbwiedergabe.

Insgesamt liefert die Kamera zumindest bei Tag richtig gute Fotos. Nur wer auf Zoom und Nachtfotografie steht, muss sich nach anderen Geräten umschauen.

Ausstattung

Als Antrieb dient eine abgespeckte Variante des Mittelklasse-Chips von Qualcomm: der Snapdragon 7s Gen 3. Der ist schon fast zwei Jahre alt, für die meisten Aufgaben ist die Performance aber mehr als ausreichend. Bei PCMark erreicht das Edge 70 Fusion starke 13.000 Punkte. Bei Wild Life Extreme von 3DMark sind es allerdings nur rund 1200 Punkte. Spielen ist damit grundsätzlich machbar, bei grafisch sehr anspruchsvollen Titeln könnte die Leistung zu knapp sein – im Alltag spielt das jedoch kaum eine Rolle.

Beim Speicher gibt es lediglich 256 GB nach UFS 3.1 zur Auswahl. Mangels microSD-Slot lässt sich der Speicher zudem nicht erweitern. Der Arbeitsspeicher misst standardmäßig 8 GB RAM. Über deutlich teurere Importe bekommt man das Modell mit größerem Akku auch mit 12 GB RAM.

Bei den Funkstandards setzt Motorola auf Wi-Fi 6E, 5G sowie Bluetooth 6.0 und NFC – allesamt aktuell und gut bestückt. Eine zweite SIM-Karte kann als eSIM hinterlegt werden. Aus der Reihe fällt der USB-C-Anschluss, der nur nach Standard 2.0 arbeitet und damit deutlich langsamer überträgt, als es heute möglich wäre. Die Ortung erweist sich im GPS-Test mit einer Genauigkeit von rund vier Metern als zuverlässig.

Die Stereo-Lautsprecher klingen ordentlich, lassen aber etwas Fülle vermissen und wirken streckenweise leise. Für Videoclips reicht das allemal. Erfreulich: Der Fingerabdrucksensor unter dem Display arbeitet schnell und zuverlässig.

Software

Ab Werk läuft auf dem Edge 70 Fusion Android 16 – allerdings stammt zum Testzeitpunkt Ende April der Sicherheits-Patch noch aus Januar 2026. Hier dürfte bald ein Update folgen; wir gehen von einem zweimonatigen Zyklus aus. Sonst gibt sich Motorola bei den Updates zurückhaltend: nur drei OS-Upgrades und maximal fünf Jahre Sicherheitspatches im Zwei-Monats-Rhythmus. Damit erfüllt Motorola gerade so die seit Juni 2025 geltende EU-Vorgabe von mindestens fünf Jahren Sicherheitsupdates – mehr aber auch nicht. Updates bleiben bei Motorola eine Schwachstelle.

Erfreulich sind dagegen die Bediengesten, die Motorola seit Jahren konsequent pflegt: Zweimaliges Drehen aus dem Handgelenk öffnet die Kamera, dreifaches seitliches Schütteln aktiviert die Taschenlampe – im Alltag längst bewährt. Die KI-Funktionen erfordern ein Konto und bringen das Übliche, das man schon woanders gesehen hat.

Ein echtes Pfund ist hingegen Smart Connect: Damit koppelt sich das Edge 70 Fusion mit Fernseher, Monitor, PC und weiteren Geräten. Miracast wird ebenso unterstützt wie Tastatur und Maus – das Handy lässt sich sogar vom Windows-PC aus steuern. So wird aus dem Mittelklasse-Smartphone bei Bedarf eine kleine Schaltzentrale.

Akku

Viel Kapazität bei schlankem Gehäuse – möglich macht es die Silizium-Karbon-Technologie. Das Edge 70 Fusion mit 5200-mAh-Akku bietet eine mehr als ordentliche Laufzeit. Im PCMark Battery Test bei simuliertem Dauerbetrieb mit 200 cd/m² und automatischer Bildwiederholrate mit bis zu 120 Hz erreichten wir knapp 15 Stunden – ein guter, wenn auch kein rekordverdächtiger Wert. Im Alltag reicht das locker für einen Tag und einige Reserven am Folgetag.

Geladen ist das Edge 70 Fusion mit 68 Watt in knapp einer Stunde. Von 20 auf 100 Prozent dauert es rund 40 Minuten. Kabelloses Laden beherrscht es allerdings nicht, ein Netzteil liegt ebenfalls nicht bei. Wer noch mehr Ausdauer benötigt, kann zum etwas dickeren Modell mit 7000-mAh-Akku greifen. Diese Variante hatten wir allerdings nicht im Test.

Preis

Die UVP für das Modell mit 5200-mAh-Akku liegt bei 420 Euro, die Variante mit 7000 mAh kommt auf 440 Euro. Die Preise sind allerdings bereits unter die 400-Euro-Marke gefallen: Das schlanke Modell mit kleinerem Akku startet bei 370 Euro. Erstaunlicherweise ist die dickere Version mit mehr Kapazität sogar ab 362 Euro günstiger zu haben. Als Farben gibt es Schwarz, Lila und Grün.

Fazit

Selbst als günstigstes Modell der Edge-70-Reihe macht das Fusion beim Design eine gute Figur – auch wenn die Verwechslungsgefahr innerhalb der Familie mittlerweile groß ist. Das Gehäuse ist schlank, schick und erfreulich robust: Wasser unter Hochdruck und Stürze stecken es locker weg. Nur das Parfum ist nicht jedermanns Sache.

Die Leistung ist mehr als ausreichend für den Alltag, die Kameras liefern bei Tageslicht überzeugende Ergebnisse. Wer aber gerne im Dunkeln fotografiert oder einen echten Zoom benötigt, schaut in die Röhre. Kurioserweise ist die Variante mit dem größeren Akku derzeit sogar günstiger. Schwach bleibt Motorola bei den Updates – fünf Jahre Patches sind okay, mit nur drei Android-Upgrades hinkt Motorola jedoch Xiaomi, Samsung und Honor hinterher.

Wer ein bezahlbares Smartphone mit ungewöhnlichem Design und solider Technik sucht, trifft mit dem Edge 70 Fusion eine gute Wahl.

Das Poco X8 Pro bietet Top-Performance, 120-Hz-OLED, 6500-mAh-Akku und IP68 ab 300 Euro. Wo das Xiaomi-Handy glänzt und wo es schwächelt, zeigt der Test.

VORTEILE
  • starke Performance
  • schickes Design mit IP68
  • gute Akkulaufzeit
NACHTEILE
  • keine Telelinse
  • ohne eSIM
  • Display könnte heller sein

Das Poco X8 Pro bietet Top-Performance, 120-Hz-OLED, 6500-mAh-Akku und IP68 ab 300 Euro. Wo das Xiaomi-Handy glänzt und wo es schwächelt, zeigt der Test.

Mit der X-Reihe seiner Untermarke Poco hat Xiaomi günstige, aber erstaunlich leistungsstarke Smartphones im Programm – vor allem die Pro-Modelle überzeugen. In diesem Jahr gibt es sogar gleich zwei Varianten: Nach dem Poco X8 Pro Max mit besonders großem Akku nehmen wir nun das reguläre Pro-Modell unter die Lupe. Auch hier muss man bei der Akkulaufzeit keine Abstriche machen – wir zeigen, wie es sich in der Praxis schlägt.

Design

Ähnlich wie beim Poco X8 Pro Max bietet auch das Poco X8 Pro ein elegantes und schlichtes Design. Das Gehäuse ist kantig gehalten, mit einem hochwertigen Rahmen aus Aluminium. Die Ecken sind stark abgerundet – Xiaomi nennt das „Squircles“. Die mathematisch optimierten Rundungen schmiegen sich organisch an die Handfläche, während die flachen Seiten sicheren Halt geben.

Auf der Rückseite fallen sofort zwei große, präsente Ringe ins Auge, in denen die beiden Kameralinsen sitzen. Mittig oben ist zudem die LED in die Rückseite integriert. Erfreulich: Die Rückseite besteht aus Glas und wirkt dadurch deutlich hochwertiger – früher kam bei Poco an dieser Stelle nur Kunststoff zum Einsatz. Dank IP68-Zertifizierung ist es zudem vollständig staubdicht und gegen dauerhaftes Untertauchen in Wasser geschützt.

Mit Abmessungen von 157,5 × 75,2 × 8,4 mm und einem Gewicht von 201,5 g fällt das X8 Pro etwas kleiner aus als das Max-Modell – was angesichts des Namens wenig überrascht. Dennoch zählt es insgesamt eher zu den größeren Smartphones. Das Gerät liegt gut in der Hand, auch wenn es spürbar breit ausfällt. Es ist gut ausbalanciert, wirkt nicht kopflastig und kippelt auch nur geringfügig auf dem Tisch, wenn es auf dem Rücken liegt.

Display

Beim Display zeigt das Poco wenig Schwächen. Verbaut ist ein 6,59 Zoll großes AMOLED-Panel mit 2756 × 1268 Pixeln, was bei 460 ppi für eine knackscharfe Darstellung sorgt. Den Schutz übernimmt Gorilla Glass 7i. Erfreulich: Die Front der Anzeige bleibt komplett flach – perfekt für alle, die Curved Displays nicht mögen. Mittig sitzt die Frontkamera in einem dezenten Punch-Hole.

Zwischen 60 und 120 Hz regelt das Panel die Bildwiederholrate, wahlweise fix oder adaptiv. Mit einer Touch-Abtastrate von 2560 Hz dürfte sich auch die Gamer-Fraktion freuen. HDR-Inhalte gibt der Bildschirm in HDR10+ und Dolby Vision wieder.

In unserer Messung erreichte das Panel bei starkem Sonnenschein knapp unter 1000 Nits. Theoretisch müsste deutlich mehr drin sein – im Test ließ sich das allerdings nicht reproduzieren. An sich ein guter Wert, bei strahlendem Sonnenschein wird die Ablesbarkeit dennoch zur Herausforderung. Bei bewölktem Wetter gibt es hingegen kaum Probleme. Andere Handys der Oberklasse und gehobenen Mittelklasse strahlen hier aber spürbar heller.

Ansonsten gibt es nichts zu meckern: satte Farben, hoher Kontrast, stabile Blickwinkel. Ein gutes Panel – nur eben kein Sonnenanbeter.

Kamera

Beim Kamera-Set-up bleibt Poco gewohnt minimalistisch: Auf der Rückseite arbeitet lediglich eine Dual-Kamera. Die Hauptlinse löst mit 50 Megapixeln auf (f/1.5, Phasenvergleichs-AF, OIS), unterstützt von einem 8-Megapixel-Weitwinkel (f/2.2). Vorn sitzt eine 20-Megapixel-Frontkamera (f/2.2). Eine Telelinse für dedizierte Zoomaufnahmen fehlt.

Bei Tageslicht gelingen damit gute Fotos: ausgeprägte Bilddetails, hohe Schärfe, ein guter Dynamikumfang, dazu natürlich wirkende Farben und Kontraste. Gelegentlich schleichen sich bei starkem Sonnenschein allerdings Streifen (Banding) ins Bild, ein leichter Hang zur Überbelichtung ist auch erkennbar.

Aufnahmen mit zweifachem Zoom sehen nahezu verlustfrei aus, bis fünffach bleibt es okay – darüber hinaus wird es pixelig. Mehr als zehnfacher Zoom ist nicht möglich. Die Weitwinkellinse löst spürbar geringer auf, liefert farblich aber zumindest passende Ergebnisse zur Hauptlinse. Etwas flotter dürfte allerdings der Autofokus arbeiten.

Bei Dunkelheit hellt die Hauptlinse ordentlich auf, allerdings auf Kosten von sichtbarem Bildrauschen. Hier hat das Poco X8 Pro Max die Nase vorn – es setzt auf einen anderen, besseren Sensor. Die Weitwinkellinse ist nachts dagegen kaum zu gebrauchen – wie bei nahezu allen Smartphones.

Selfies wirken scharf und natürlich. Bei starkem Sonnenschein neigt auch die Frontkamera etwas zur Überbelichtung, der Bokeh-Effekt im Porträtmodus ist dafür gelungen. Videos nimmt das X8 Pro mit der Hauptlinse in 4K bei 60 fps auf – ordentlich aufgelöst und gut stabilisiert. Allerdings hat der Autofokus dann ebenfalls etwas zu kämpfen. Die Frontkamera schafft FHD mit 60 fps, hier wackelt es allerdings spürbar mehr.

Für Fotoenthusiasten ist das Poco X8 Pro damit nicht die erste Wahl. Für Schnappschüsse und gelegentliche Urlaubsfotos reicht es aber allemal.

Ausstattung

Im Inneren steckt ein MediaTek Dimensity 8500-Ultra – ein flotter Chip, aber spürbar langsamer als der Dimensity 9500 im Poco X8 Pro Max. Trotzdem überzeugt die Performance: 4400 Punkte im 3DMark Wild Life Extreme, satte 16.000 im PCMark Work. Das reicht locker zum Zocken, im Alltag läuft das System sehr flüssig. Flaggschiff-Niveau ist das zwar nicht mehr, in dieser Preisklasse dennoch eine Ansage.

Den Speicher gibt es in zwei Varianten: 256 GB oder 512 GB jeweils nach UFS-4.1-Standard, immer mit 12 GB RAM. Eine Erweiterung per microSD-Karte ist nicht möglich. Auch die USB-C-Buchse bremst – wie in der Preisklasse üblich – mit dem betagten 2.0-Standard.

Bei der Funkausstattung gibt es Wi-Fi 6 und das brandaktuelle Bluetooth 6.0. NFC und Infrarot-Port sind ebenfalls dabei. Dual-SIM ist an Bord, auf eine eSIM verzichtet Xiaomi allerdings. Die Ortung via GPS und Galileo arbeitet laut GPS-Test auf drei Meter genau.

Der In-Display-Fingerabdrucksensor entsperrt das Gerät verzögerungsfrei. Die Lautsprecher klingen ordentlich, übersteuern bei voller Lautstärke aber leicht. Für den schnellen Video-Clip zwischendurch reicht es allemal.

Software

Das Poco X8 Pro setzt auf Android 16, über das Xiaomi seine hauseigene Oberfläche HyperOS 3 stülpt. Die Bedienung folgt bekannten Mustern: Von oben zieht man eine zweigeteilte Menüleiste herunter – links die Benachrichtigungen, rechts das Kontrollzentrum mit den Schnelleinstellungen. Wer es aufgeräumt mag, aktiviert den App-Drawer.

Ein gewohntes Ärgernis bleibt die vorinstallierte Software: Schon während der Ersteinrichtung versucht das System, einem massig Bloatware – vor allem Spiele – unterzujubeln. Zwar lässt sich das per Opt-out abwählen, der Startbildschirm ist nach dem ersten Booten dennoch gut mit Drittanbieter-Apps gefüllt. Immerhin: Der unerwünschte Ballast lässt sich nachträglich restlos entfernen. Bei Poco und Redmi war das früher noch deutlich schlimmer.

Beim Support legt Xiaomi nach: Vier große Android-Upgrades und sechs Jahre Sicherheitspatches sind eine klare Verbesserung gegenüber früher. Letztere trudeln allerdings nicht monatlich ein wie bei den Xiaomi-Flaggschiffen, sondern nur im 90-Tage-Rhythmus. Auf unserem Testgerät war das Patch-Level vom März 2026 installiert – zum Testzeitpunkt also aktuell.

Akku

Die Kapazität liegt bei stolzen 6500 mAh – beachtlich für ein Gerät mit nur 8,4 mm Dicke. Möglich macht das die Silizium-Carbon-Technik. Im PCMark Battery Test hielt das Poco X8 Pro rund 15 Stunden durch, bei 120 Hz und 200 Nits Helligkeit im simulierten Dauerbetrieb. In der Praxis bedeutet das: Einen Tag schafft das Handy problemlos, am nächsten Tag reicht die Reserve meist noch bis mittags – je nach Nutzungsszenario.

Geladen wird flott mit bis zu 100 Watt – das passende Netzteil vorausgesetzt. Damit ist der Akku in knapp einer Stunde wieder voll. Auf induktives Laden verzichtet das Poco allerdings.

Preis

Die UVP für das Poco X8 Pro startet bei 400 Euro für die Variante mit 8/256 GB. Für 8/512 GB kommen weitere 50 Euro, für 12/512-GB-Version 80 Euro dazu. Die Iron-Man-Edition (12/512 GB) hat eine UVP von 500 Euro.

Allerdings sind die Straßenpreise stark und schnell gefallen: Die Basisvariante mit 8/256 GB gibt es bereits für knapp 300 Euro, mit 8/512 GB sind es derzeit nur 330 Euro – unser Tipp. Mit 12/512 GB sind es bei Xiaomi etwa 400 Euro. Die Iron-Man-Edition startet bei 400 Euro. Als Farben stehen Schwarz, Weiß, Minzgrün sowie die erwähnte Marvel-Version zur Auswahl.

Fazit

Mit dem Poco X8 Pro liefert Xiaomi erneut ein Smartphone mit Top-Performance zum Preis der unteren Mittelklasse – fast schon ein Schnäppchen. Die Verarbeitung überrascht positiv: Metall, Glas und dank IP68 voller Schutz gegen Wasser und Staub. Die Leistung ist Gaming-tauglich, wenn auch nicht ganz auf Flaggschiff-Niveau. Dazu kommen eine starke Akkulaufzeit und ein scharfes 120-Hz-OLED.

Die Kamera reicht für Schnappschüsse bei Tageslicht, bleibt im Gesamtpaket aber die Schwachstelle. Auch die Display-Helligkeit kommt bei praller Sonne an ihre Grenzen. Schade: Eine eSIM fehlt.

Das Poco X8 Pro ist die richtige Wahl für alle, die viel Power zum kleinen Preis suchen und auf Tele-Aufnahmen verzichten können. Wer mehr will, greift zum Poco X8 Pro Max – das ist besser, aber auch größer, schwerer und teurer.

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